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Süßes Luxusproblem

Beim Honig haben wir gerade ein Luxusproblem. Denn wir streiten uns morgendlich darüber, welche Sorte denn nun noch besser schmeckt. Der Entdeckelungshonig, eine Mischung aus verschiedenen reinen Sorten, aber eben mit Wachspartikeln vom Schleudern durchsetzt, hat immer etwas Besonderes, da das Bienenwachs ihm eine besonders aromatische Note verleiht. Interessant ist aber, dass unsere neueste Kombination „Wald & Brombeere & Esskastanie“ auch ohne dieses Wachspartikel einen ebenso aromatischen Wachsgeschmack in sich trägt. Das ist ungewöhnlich, ebenso wie die Sorte überhaupt, denn diese Kombination kommt sonst nicht vor und hat sich als Glücksfall herausgestellt. Der Honig ist dunkel, sehr zähflüssig, aber weder wegfließend noch zu fest und vereinigt zahlreiche Aromen, die sich stimmig zusammenfügen. Deshalb ist er aktuell meine erste Wahl. Überhaupt ist es schön, nach so langer Durststrecke wieder einen Erfolg bei der Imkerei zu vermelden. Für V. ist das ein echter Auftrieb und macht Lust für die nächsten Jahre, so die Völker denn weiterhin stabil und gesund bleiben.

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Wo Verlangsamung gut tut

Auch wenn zwischendurch immer wieder das Bedürfnis stärker wird, die Krise hinter sich zu lassen, scheint sie dennoch auf Dauer gestellt. Allzu große Sorglosigkeit scheint unangebracht, da weltweit gesehen das Problem eigentlich auf einem Höhepunkt angekommen ist. So hoffe ich, dass sich die Menschen, nachdem das alles schon so lange einschränkend ist, auch noch länger vorsichtig verhalten. Denn bei all den Schäden, die bis jetzt schon entstanden sind, würde eine neues Anschwellen der Gefährdung kaum mehr reparierbare Zustände hervorrufen. Da ist es wohl naheliegend die Landschaft als solche, das sich Bewegen im Freien möglichst kontaktarm zu genießen und sich mit der Natur an der ungewohnten Verlangsamung zu erfreuen. Ich kann mir vorstellen, dass unsere diesjährigen Honigerfolge vor allem darauf zurückzuführen sind, dass die Bienen sich weniger gestört fühlen als in den Vorjahren, dass auch für sie erkennbar ein stärkerer Basisbezug vorherrscht. Es liegt wohl nicht nur an einer günstigen Verteilung der nektarträchtigen Baumblütephasen.

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Vorverlegte Honigsaison

Der Anfang des Sommers wird seinem Namen gerecht. Aber eigentlich hat er schon viel früher begonnen, wie überhaupt die Jahreszeiten deutlich vorverlegt zu sein scheinen. Eine Tendenz der letzten Jahre, die wohl auch auf die klimatischen Langzeitveränderungen zurückzuführen sind. Wir sehen das ganz deutlich an der Honigtracht, denn die typischen Blütenzeiten der honigträchtigen Pflanzen in unserer Region, die sich in der Reihenfolge Ahorn, Apfel, Weißdorn, Robinie, Brombeere und Esskastanie abwechseln oder auch teilweise überschneiden, sind allesamt mindestens einen Monat früher als etwa zur Zeit meiner Kindheit. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Honigsaison damals bis mindestens Ende August, manchmal auch bis Anfang September dauerte. Heute ist sie spätestens Anfang bis Mitte Juli bereits beendet. Das macht sogar schon mehr als einen Monat aus. In diesem Jahr ist günstig, von dem ohnehin guten Ertrag abgesehen, dass sich die verschiedenen Blütezeiten kaum überschneiden. Das bringt dann mehr Ertrag von einer Baumart und hat den Nebeneffekt, dass überwiegend sortenreine Honigsorten gewonnen werden können. Wenn alles so stimmig zusammengeht wie in diesem Jahr und auch das große Sterben der Vorjahre nicht in dieser Form festgestellt werden musste, dann ist die Vorverlegung ganz gut zu verschmerzen. Aber große Verluste und ausgefallene Blüte wichtiger Arten sind natürliche eine Katastrophe, die sich in den Vorjahren gehäuft hatte. Wenigstens ist uns das in dieser menschlichen Krisenzeit als positive Entwicklung gegönnt.

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Baumrinde gegen Unkraut

Rindenmulch hatte ich bisher noch nie im Garten verwendet. Aber in den Vorjahren hat sich über den Sommer das Unkraut rund um die Sommerblumen gehäuft und musste immer wieder entfernt werden. Das ist auf Dauer zu anstrengend. Deshalb der Versuch mit Rindenmulch von Nadelholzbäumen. Das strömt den typischen sauren Gärgeruch aus, den man von Parks und anderen öffentlichen Grünanlagen kennt, wo solches regelmäßig eingesetzt wird. Ich denke aber, es wird seinen Zweck erfüllen und dem Unkraut das Licht entziehen, außerdem für eine gleichmäßige Flächenabdeckung sorgen. Verschätzt habe ich mich nur in der Menge. Der Sack erschien mir riesig, aber die 70 Liter waren dann doch viel zu wenig. Deshalb muss ich demnächst wieder neues besorgen, und zwar nochmal etwa drei Mal so viel. Denn die Fläche erfordert doch überraschend viel Material, selbst wenn man es nicht allzu dick aufschichtet. Zusammen mit dem Harken der Erde rund um den Feigenbaum, als Vorbereitung für die Aussaat des Rasens, war das meine letzte Gartenaktion vor den Feiertagen. V. hatte heute enorm viel mit seinen Bienen zu tun, die schon ungewohnt große Mengen Robinienhonig produziert hatten. Wir waren uns zuvor nicht sicher, ob es etwas wird mit den Robinienblüten in diesem Jahr. Auch weil die meist empfindlich sind und die zugehörigen Honigernte allzu oft ausfallen muss. Aber dieses Mal stimmten wohl alle Witterungsparameter und die Wärme so zusammen, dass sie sich beim Nektarsammeln wohl fühlten. Schön, dieses Jahr wieder mehr Sortenspektrum zur Verfügung zu haben.

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Zuversichtliche Honigprognosen

Es ist ein Jammer, dass zurzeit bei uns fast nichts blüht. Jedenfalls nichts, das für seinen Nektarreichtum bekannt wäre. Wir haben gewisse Hoffnungen, dass die Bienen zwischenzeitlich einiges von der Robinienblüte heimgebracht haben. Es ist aber noch zu früh, das abzuschätzen. Eigentlich wäre das Wetter ausnahmsweise mal günstig gewesen. Nicht zu viel Regen, nicht zu heiß, keine Extrembedingungen, die den empfindlichen Robinienblüten gewöhnlich zusetzen. So könnte es dieses Jahr tatsächlich wieder Robinienhonig geben. Ansonsten setzen wir als nächstes auf die Brombeeren und die Esskastanie. Das wird aber noch etwas brauchen. Bei der erfreulichen Vitalität der Bienenvölker und dem Zuwachs durch diverse kürzlich eingefangene Schwärme können wir zuversichtlich auf den weiteren Verlauf der Saison blicken.

Ein ganz gutes Bienenjahr

Für die Bienen ist das ein super Wetter. Nicht zu heiß, aber von den Nächten abgesehen auch nicht zu kühl. Zwischendurch einige Regenschauern und recht viel Sonne. Das sind gute Bedingungen zum Nektar sammeln. So ist die Frühtracht tatsächlich zum ersten Mal seit Jahren wieder zufriedenstellend ausgefallen, und sie ist auch noch nicht vorbei. Der Weißdorn hat zwar keine Blüten mehr und die Ahorne haben auch schon größtenteils ihre Flügelfrüchte ausgebildet. Aber vereinzelt gibt’s noch Apfelblüten. Und in dieser Zeit steht eben auch die Robinienblüte an, die erfahrungsgemäß sehr anfällig und empfindlich für jede Art von Unregelmäßigkeit ist. Zu viel Regen, zu kalt oder zu heiß. An etwas davon liegt es immer, so dass wir schon seit vielen Jahren keinen Robinienhonig ernten konnten. Ich hoffe, es gibt diesmal eine Ausnahme und die richtigen Witterungsbedingungen und die Laune der Bienen fallen einmal zusammen. Das würde die Auswahl an Sorten bereichern, bevor es zu der Kastanienblüte und der Brombeerblüte kommt, die sich länger hinzieht und meist gute Erträge mit sich bringt.

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Auf dass die Frühtracht erfolgreich ausfällt

Immerhin entschädigt uns der Ausgang des März durch wunderbar viel Sonne, wenn auch bei frostigen Nächten und kühlen Tagen. Aber das Licht ist den Menschen viel wert. Da ist der Spaziergang besonders geeignet, Energie zu tanken, den Kopf freizumachen, gerade in diesen Tagen, in denen die Bewegungsfreiheit notgedrungen eingeschränkt ist. Ich wünsche mir eine Fortsetzung dieses Wetters, auch damit ich die Entwicklung der aufblühenden Baumlandschaft besser beobachten kann. Der Schlehdorn ist jetzt schon am Abblühen, der Spitzahorn ist in voller Blüte, und beim Weißdorn drängen die aktuell noch geschlossenen Blütenknospen danach, sich zu öffnen. Der Weißdorn ist aber immer besonders vorsichtig und lässt sich von den kühlen Nächten bisher noch abhalten. Er muss mehr Sicherheit gewinnen, um das Öffnen der zarten Blütenblätter zu wagen. Für V. ist das von besonderer Bedeutung, da der Weißdorn wesentlich zu unserer Frühtracht beiträgt. Eine Beimischung von Ahorn ist immer auch dabei, zumal direkt vor dem Bienenhaus eine ganze Allee von Ahornen gepflanzt wurde. Aber der Weißdorn ist das Wesentliche für den frühen Honig, etwas später noch ergänzt durch die Apfelblüte. Wäre schon, wenn in dieser Saison bei den recht stark über den Winter gekommenen Bienenvölkern auch das Wetter und die Abfolge der versetzt blühenden Arten ohne große Ausreißer und damit ergiebig sein wird. Zu oft wurde der Ertrag in den Vorjahren durch Chaoswetter oder Komplettausfälle wegen Frost oder Dauerregen stark reduziert. Zeit für einen neuen Erfolg.

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Der erste Honig für dieses Jahr

In diesen wechselhaften Tagen ist der Wind das dominante Element. Unheimliche Windböen und den ganzen Tag über mehr oder weniger starke Windbewegungen sind mit phasenweise strahlender Sonne, kurzen Schauern und langen bewölkten Abschnitten kombiniert. Vielleicht ist es diese Wechselhaftigkeit und Unberechenbarkeit, die auch den Bienen zu schaffen macht. Immerhin, V. hat heute zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahr verdeckelte Waben mitgebracht, die jetzt noch geschleudert werden. Der erste Frühtrachthonig mit – ich würde fast sagen – einmonatiger Verspätung. Denn einen so späten ersten Honigertrag haben wir tatsächlich noch nie erlebt. Das wäre nicht so tragisch, wenn es jetzt wenigstens kontinuierlich weiter geht. Das ist aber nicht sicher, denn die ganze Frühlingsblüte und auch der Übergang zur Sommertracht in Form der kurzen Robinienblüte liegt nun schon zurück. Und dann ist an unserem Standort eben nur noch Brombeere und Esskastanie mit größeren Erträgen zu erwarten. Gemessen an der neu erreichten Stärke der Völker und daran, dass sie seit vielen Jahren erstmals den Winter ganz gut überstanden haben bzw. erstmals seit langem überhaupt den Winter erreicht haben, ist das eine sonderbare Entwicklung, die uns einmal mehr ratlos macht. So wollen wir auf eine positive Entwicklung mit dem Honig im Verlauf des Hochsommers hoffen, und darauf, dass die Bienenvölker auch weiterhin gesund und stark bleiben.

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Wetterschwankungen und Honigprognosen

Nun dürften wir fast, aber wahrscheinlich nicht ganz an die Zahl der Sonnenstunden im Februar des Vorjahres herangekommen sein. So wirkt sich der Klimawandel nun auch schon so früh am Übergang vom Winter zum Frühling aus. Denn es ist ja nicht nur ungewöhnlich sonnig gewesen, auch die Temperaturen waren für den Monat geradezu unwahrscheinlich, und das über Wochen verteilt. V. macht sich da so seine Gedanken auch zum Gesundheitszustand seiner Bienenvölker. Die sind bekanntlich besonders empfindlich gegenüber allem, was außergewöhnlich und ungleichmäßig verläuft, dazu zählt eben auch das Wetter und seine typischerweise erwartbare Verteilung in den Jahreszeiten. Schön und ermutigend ist immerhin, dass unsere Völker diesen Winter ganz gut überstanden zu haben scheinen, nachdem mehrere Katastrophenjahre hinter uns liegen. Aber natürlich ist eine wirkliche Vorhersage für die kommende Honigsaison noch nicht möglich. Zu viele Unwägbarkeiten und Überraschungen sind da denkbar. Jedenfalls hoffen wir sehr, dass wir ein lang gestrecktes Frühjahr haben werden, mit einem schön ausgedehnten und sich abwechselnden Blühen der ertragreichen Pflanzen. Und dass die Bienen dann noch in guter Verfassung sind.

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Eher schädliche Nässe für neue Pflanzen

Viel Nässe kommt uns in diesen Tagen entgegen. Nicht sehr vorteilhaft für die frisch gepflanzten Blumen. Meine Sonnenblumen leiden vor allem, besonders die auf der Fensterbank vorgezogenen, die schon recht lange Stängel besitzen und vom Regen regelmäßig auf die Erde gedrückt werden. Auch die kleinen Rizinuspflänzchen vertragen die Dauerdurchnässung nicht sehr gut. So muss ich wohl mit einigen Verlusten rechnen, bis die Pflanzen stabiler herausgewachsen sind und das Wetter seinerseits von überwiegend lichtreicher Trockenheit gekennzeichnet ist. Was V. derzeit über die Bienen und die Aussichten auf Honigertrag in diesem Sommer sagt, stimmt uns nicht gerade optimistisch. Es ist wie seit Jahren: Bis die neuen Völker stark sind, ist die Saison schon vorbei. Und Nässe ist auch nicht das Allerbeste für gute Erträge. Ich hoffe, die stärkeren unter den wenigen gesunden Völkern gehen jetzt endlich dazu über, die Honigräume zu füllen, nachdem sie ihre Bruträume schon gut bestückt haben. Dann könnte die derzeit üppige Baumblüte, v. a. von der Robinie und vom Weißdorn, doch noch fruchten.

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Erfreuliche Honigsaison

Mit dem diesjährigen Verlauf der Honigsaison kann V. eigentlich sehr zufrieden sein. Wenn man bedenkt, wie schwierig die letzten Jahre waren und wie viel er mehrfach in neue Völker investieren musste, weil es die im Sommer noch starken nicht in den Winter geschafft haben. Ein Thema, das uns seit Jahren begleitet und 2016 mit dem Zusatzthema Melezitose noch getoppt wurde. Aber die neuen Völker, die inzwischen schon einigen Zuwachs erfahren haben, halten sich bisher sehr gut. Es wird jetzt, nachdem die letzte Tracht schon fast hinter uns liegt, vor allem darauf ankommen, die bekannten Risikofaktoren im Blick zu behalten und so gut wie möglich zu regulieren. Damit die Völker gut über den Herbst kommen und eine Chance für die Überwinterung erhalten. Auch die Qualität des diesjährigen Honigs, der traditionell mit der Mischtracht „Brombeere & Kastanie“ abgeschlossen wird, ist gut und wurde schon vielfach gelobt.

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Vielleicht wieder einmal Robinienhonig

Ich hoffe, wir werden von der Robinienblüte doch noch etwas haben. Der Regen sollte nicht so heftig gewesen sein, dass sie insgesamt dadurch zerstört worden wäre. Eigentlich gute Bedingungen, leicht gewittrig, feuchte Luft, nicht zu warm, um die Konditionen für Nektar suchende Bienen auf günstig zu stellen. So könnte V. in den nächsten Tagen eine zweite Ernte einfahren, wenn es auch nur ein oder zwei Eimer werden sollte. Die Vielfalt macht es eben interessanter, zumal es ein Aufbruchsignal wäre, nach Jahren großer Verluste und Einbußen. Allerdings dürfte inzwischen kaum noch etwas von der Robinienblüte übrig sein. Die Arbeit müsste also schon getan sein.

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Frühtrachterwartungen

Wenn in den nächsten Tagen nicht der erste Honig geschleudert werden kann, dann weiß ich auch nicht. Die aktuelle Witterung ist ideal. Leicht wolkig, zwischendurch Regen, viel Sonne, eine Mischung, die Bienen mögen, vor allem, wenn die Temperatur moderat warm ist, wie gegenwärtig. Und zumindest der Weißdorn dürfte auf seinem Blütehöhepunkt angekommen sein. Fehlt nur noch gute Sammellaune bei den erstarkten Bienenvölkern. Für V. wäre gerade eine erfolgreiche Frühtracht eine Motivation, nach so vielen Rückschlägen und Verlusten in den vergangenen Jahren und besonders seit Ende der letzten Saison.

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Honigsaisonstart

Ich hoffe, die neuen, zwischenzeitlich stärker gewordenen Bienenvölker werden in den nächsten Tagen auf gute Witterungsbedingungen treffen. Denn der Weißdorn steht bei uns in voller Blüte und diese Tracht ist traditionell eine der ergiebigsten und wichtigsten für den ersten Honig. Auch hoffe ich, dass V. sich mit der Verwendung der letztjährigen Waben als Futter nicht verschätzt hat. Es könnte immerhin sein, dass der unverträgliche Melizitosehonig doch noch in Spuren darin enthalten ist und sich das wieder schwächend auswirken könnte. Katastrophen dieser Art haben wir eigentlich genug, deshalb wäre ich beruhigter, solche Risiken könnten ganz ausgeschaltet werden. Wollen wir auf günstige Bedingungen für das Wachstum der Bäume und der Blumen hoffen. Und dass wir genügend Zeit erübrigen können, die Bepflanzung des Gartens mit Sommerblühern voranzubringen.

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Melezitose – von Lärchen, Fichten, Läusen und Honigtau

Nach all dem Auf und Ab bei Vs Bienenvölkern, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, ist dieses aktuelle Phänomen eine spannende Sache. Und mit dem Fachbegriff Melezitose habe wir nun auch die wissenschaftliche Bestätigung unserer Beobachtungen. Der von mir spontan als Betonhonig bezeichnete Waldhonig wird tatsächlich, ganz ähnlich, Zementhonig genannt. Es ist also keine lokale Besonderheit, sondern eine bekannte Variante des normalen Waldhonigs oder Honigtaus, der sich durch einen hohen Anteil eines besonderen Zuckers auszeichnet, der den Namen Melezitose trägt. Dieser Dreifachzucker, der zwei Moleküle Glucose und ein Molekül Fructose vereinigt, wurde erstmals in einem Auszug der Lärche gefunden und deshalb in Anlehnung an das französische Wort für Lärche „mélèze“ benannt. Alles, was man darüber nachlesen kann, deckt sich mit unserer eigenen Erfahrung. Vor allem, dass der Honig schon in den Wabenzellen auskristallisiert und sich beim Schleudern nur teilweise überhaupt aus den Waben lösen lässt. Für viele, die nur das fertige Produkt in Glas kennen, dürfte dies verwunderlich sein, dass nämlich dieser Zucker von Blattläusen synthetisiert wird, und zwar aus Saccharose und Glucose. In der für die Entstehung von Honigtau typischen Art. Lärchen und Fichten scheinen aber die bevorzugten Baumarten zu sein, aus denen die Entstehung dieses Zuckers und dann des Melezitosehonigs möglich ist. Regelmäßig wird dies nicht geschehen, jedenfalls haben wir zuvor diese Variante des Waldhonigs noch nicht kennengelernt. Ich will noch einiges mehr über das Thema lesen, um vielleicht der Frage näher zu kommen, unter welchen sonstigen Bedingungen das Phänomen begünstigt wird. Und V. wird in den nächsten Wochen alle Hände voll zu tun haben, um das von manchen Fachleuten empfohlene Umtragen des Honigs zu initiieren. Das kommt einer Art Überlistung der Bienen gleich, die dazu veranlasst werden sollen, den bereits erzeugten Melezitosehonig an seinem Speicherort anzutragen und an anderer Stelle wieder einzulagern, wodurch er seine Zusammensetzung verändert und schleuderbar wird. Ich bin gespannt, ob Vs angedachte Methode das gewünschte Ergebnis bringt.

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Betonhonig

Heute gab es wieder diesen Betonhonig. Und morgen will V. den Rest bringen. Tatsächlich lässt sich der größte Teil des schon stark auskristallisierten Honigs nicht aus den Waben schleudern. V. hat die Vermutung geäußert, es könnte an einem hohen Anteil an Hainbuche liegen. Aber zum einen ist mir nicht bekannt, dass die Hainbuche überhaupt honigt. Zum anderen tragen die Bäume ja bereits seit einiger Zeit Früchte. Die Blüte liegt also schon länger zurück. Dieser Honig stammt aber aus den letzten beiden Wochen. Auch in der Hinsicht tuen sich also Rätsel auf. Gut nur, dass von den an sich gut gefüllten Waben wenigstens ein Teil zu gewinnen war. Das verbessert die zuletzt als desaströs gesehene Gesamtbilanz ein wenig.

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Weitere Honigrätsel

Ganz so desaströs, wie es zuletzt schien, ist es möglicherweise bei den Bienen doch nicht. Jedenfalls hat sich beim Öffnen der Bruträume gezeigt, dass zum einen jede Menge neue Brut vorhanden ist und die Bienen zudem, was unüblich ist, sehr viel Honig in den Bruträumen eingelagert haben. Der ist zwar für uns nicht nutzbar. Es zeigt aber, dass es um die Vitalität der Völker nicht ganz so schlecht bestellt ist. Das steht in merkwürdigem Kontrast zu den immer noch vielen toten Bienen, die sich vor den Stöcken zeigen. Ich weiß nicht, ob wir dieses Rätsel werden auflösen können, hoffe aber, die Völker werden gesund in den Herbst und vor allem über den Winter kommen. Eine weitere Merkwürdigkeit: Der regulär im Honigraum eingelagerte jüngste Honig hat sich größtenteils als so zäh erwiesen, dass er mit keinem Mittel in der Schleuder von den Waben zu trennen ist. Das meiste davon blieb in den Wabenzellen stecken. So blieb V. nichts anderes übrig, als die vielleicht halb geleerten Waben wieder einzusetzen, so dass die Bienen sich selbst an den üppigen Resten bedienen können. Umso weniger muss gefüttert werden. Ich bin gespannt, welche Farbe und Konsistenz der jetzt geschleuderte Honig haben wird, der kaum durchs Sieb laufen wollte. Davon hängt es auch ab, welche Bezeichnung wir ihm geben können.

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Erneutes Bienensterben

Die Entwicklung der Bienen entspricht gar nicht dem, was wir noch vor drei Wochen prognostiziert haben. Damals sah es tatsächlich so aus, als ob die Krise der letzten Jahre überwunden sei, da V. sehr viel Zeit und Energie dahinein gelegt hat, mögliche Schwächungen oder Gefahren zu reduzieren. Und tatsächlich war, von dem späten Beginn der Saison abgesehen, die Frühtracht ein echtes Hoffnungszeichen, allein dabei mehr Ertrag als im gesamten letzten Jahr. Aber dann kamen die lange Phase mit Regen und der Ausfall zum Beispiel der Robinienblüte. Und kurz darauf begann erneut das rätselhafte Bienensterben, für das es noch vor kurzem keinerlei Anhaltspunkte gab. Im Gegenteil hatten sich die Völker prächtig entwickelt und waren nach Vs Auffassung extrem stark geworden. Jetzt wieder diese unerklärlichen Ausfälle und dementsprechend auch kaum mehr Honig. Unerklärlich und frustrierend, da die Ursachen und der wiederum veränderte Zeitpunkt der Veränderung eben nicht zu ermitteln sind. Vielleicht wird eine Untersuchung der verendeten Bienen einen Anhaltspunkt bringen, so V. sich dazu wird durchringen können.

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Eingetrübte Aussichten für die Honigernte

Nachdem die Honigsaison so ermutigend gestartet ist, scheint es jetzt, auf ihrem Höhepunkt sozusagen, wieder etwas beunruhigender zu sein. Viele tote Bienen vor den Stöcken, und während dieser langen Wochen mit untypisch nassem und kaltem Wetter haben die Tiere den größten Teil ihres gesammelten Honigs selbst verkonsumiert. Das ist ein Phänomen, das wir schon öfter beobachtet haben. Ich hoffe jetzt nur, dass das nicht wieder mit einer einschneidenden Schwächung der Völker verbunden ist. Das wäre dann nämlich noch weniger zu erklären wie in den Vorjahren, gemessen an dem enormen Pflegeaufwand, den V. seither getrieben hat. Wir wollen insofern positiv in die nächsten 2 Monate blicken und hoffen, dass doch noch einiges von der Blüte der Brombeeren und der Esskastanien zu erwarten ist.

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Unsichere Honigsaison

V. macht sich allmählich Sorgen um den weiteren Verlauf der Honigsaison. Nachdem es so erfreulich begonnen hat, ist diese wetterbedingte Flaute jetzt so langanhaltend, dass nicht nur die Robinienblüte ausgefallen sein dürfte. Auch der Beginn der länger währenden Brombeerblüte fällt weitgehend ins Wasser. In solchen Phasen konsumieren die Bienen erfahrungsgemäß ihren gerade erzeugten Honig gerne selbst. Schlecht für unsere Bilanz und für die Kontinuität und Vielfalt der diesjährigen Saison. Vielleicht bringt das Ende der Woche endlich die Wende und versöhnt uns mit diesem seltsamen Sommer, der noch keiner werden wollte.

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Wetterwirkungen

Für unsere Blumen ist der Regen von Vorteil. Aber sie benötigen gerade jetzt mehr Sonne. Ich fürchte, das wird wieder einmal einen Rückschritt nach sich ziehen, oder zumindest einen Stillstand. Interessant ist, dass sich die Bienen in diesem Jahr an der sehr wechselhafte Witterung nicht zu stören scheinen. V. wird morgen zum dritten Mal verdeckelte Waben aussortieren, die er ausschleudern kann. Gemessen an den Vorjahren ist das sehr erfreulich. Und außerdem verzögert es die Entwicklung der Folgeblüten, Robinie und Brombeere, was den Ertrag insgesamt meist vergrößert und tendenziell sortenreine Honige begünstigt. Nutzen wir die Zwischenphasen einfach, um mit Routinearbeiten und Notwendigkeiten zügiger voranzukommen. So bleibt in den Sonnenzeiten mehr Raum für Kreatives.

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