Pfingstfest mit wenig Sonne

Ein Pfingsten mit sehr wenig Sonne. Das ist ungewohnt. Dennoch konnte sich M., gut zugedeckt, heute im Garten ausruhen und ein wenig lesen. Solche Tage, die eigentlich Frühling, aber auch ein bisschen Herbst sind, haben ihren eigenen Reiz. Und im Hintergrund nimmt man, auch wenn man selbst nicht dabei ist, die akustischen Spuren vielfältiger Aktivitäten wahr, die sich traditionell an das Pfingstfest anknüpfen. Meist ganz profane, aber sicher nicht zufällig sich um größere Feste und Versammlungen drehende Aktivitäten, die mehr oder weniger gewollte, den christlichen Gedanken in das Freizeitverhalten transformieren und gewisser Weise darin aufheben. Der innere Bezug zum Symbolischen wird bei uns dennoch gepflegt und wird sich somit auch im Außen zeigen. Das fehlende Licht habe ich mir heute in der Durchsicht, Entwicklung und Bearbeitung meiner jüngsten Holzstrukturfotos zurückgeholt, die vom Spiegel des Sonnenlichts in ihrer markanten verwitterten Oberflächenstruktur leben.

Blühende Strauchlandschaft

Blütenstände des Wolligen Schneeballs

In dieser Zeit des Jahres sind sie am eindrucksvollsten. Die Sträucher des wolligen Schneeballs sind an unseren Wegen häufig anzutreffen. Jetzt zeigen sie ihre tellerförmigen Blütenstände, die sie übervoll und üppig erscheinen lassen. Die Früchte später finde ich weniger attraktiv, aber die ledrigen rauen Blätter tragen wesentlich zum Erscheinungsbild der Strauchlandschaft während des Sommers bei. Dicht und schwer wirkt diese Art immer auf mich. Ganz anders als der Gemeine Schneeball, der mit seinen leichteren, filgranen Blättern, den komplizierter aufgeteilten Blütenständen und den sagenhaft knallroten Früchten eine ganz andere Ausstrahlung hat, die durch die frostharten, dann leuchtend transparenten Früchte sogar im Winter noch Eindruck macht, mit einem der wenigen bunten Farbakzente.

Gartenbeobachtungsfreuden

Ein toller Sonnentag, an dem wir gleich einmal die Vorzüge der Gartensaison nutzen konnten. Es ist schön, endlich wieder draußen sitzen zu können. Und dabei zu beobachten, wie sich die Pflanzen von Tag zu Tag verändern, es immer intensiver grün und zunehmend bunt wird. Die Strohblumen, die ich vor zwei Wochen gesät habe, sind ganz gut herausgekommen. Allerdings müssen sie noch etwas größer werden, bevor ich sie in größere Töpfe vereinzele. Am Wochenende werden wir wohl die einjährigen Pflanzen einpflanzen, die wir zuvor noch aussuchen müssen. Es ist jetzt Zeit dafür, da bei dem Wetter sicher viele auf die Idee kommen und am Ende die besten Pflanzen rar werden könnten. Die Bilder von der Gartenausstellung konnte ich noch nicht vollständig sichten. Aber eines von der so schön dunkel verwitterten Wand einer großen Scheune habe ich doch schon rausgezogen. Eine sehr schöne Oberflächenstruktur, die gerade wegen der Verwitterung das Kraftvolle des gewachsenen Holzes besonders augenfällig macht.

Verwitterte Latten einer Scheunenwand