Geduldige und kontrollierte Holzarbeit

Es war tatsächlich mit so viel Aufwand verbunden, wie ich es vorhergesehen hatte. Aber irgendwann entwickelt sich auch eine besondere Routine, die nützlich ist, wenn man gleichzeitig die Konzentration hochhält. Das ist nämlich unverzichtbar. Gerade bei immer gleichen Abläufen ist die ständige Selbstkontrolle notwendig, um Fehler und Ungenauigkeiten zu vermeiden. Jedenfalls kann ich sagen, dass die Stäbe nicht nur in ausreichender Anzahl für die anstehenden Projekte vorliegen, sondern auch in nie zuvor dagewesener Qualität gelungen sind. Bei der Ulme einen wirklich runden Querschnitt zu realisieren, ist ein wirkliches Kunststück. Und das hat bei immerhin 13 kurzen Stäben ganz gut funktioniert. Vorteilhaft ist das für die Optik der späteren Armbänder, aber auch für die weiteren Arbeitsprozesse, die dadurch deutlich erleichtert werden. Genau die richtige Arbeit für die heißen Tage nächste Woche.

Ulme satt

So viele Stäbe aus Ulmenholz hatte ich auf einmal noch nie auf meiner Aufgabenliste. So habe ich heute schon mal angefangen, da mir die Bohrkerne ausgegangen waren und damit zusätzliche Vorbereitungsarbeiten anfielen. Eine ausreichende Menge der kurzen Stäbchen will ich dann morgen herstellen. So ist die kommende Woche für die eigentliche Produktion reserviert. Sehr passend, denn es ist wieder Hochsommerwetter angesagt. Dann macht das Arbeiten im Freien besonders viel Freude. Die grünende und überall blühende und sprossende Kulisse des Gartens ist eine super Arbeitsumgebung. Meine Art Urlaub sozusagen, auf die mich freue.

Kein neues Symbolobjekt zu Ostern

In diesem Jahr werde ich wohl nicht dazu kommen, ein bildhauerisches Objekt zu Ostern zu realisieren. Im letzten Jahr waren die Wochen vor Ostern dafür günstig, deshalb war ich sehr froh, dass ich nach Jahren wieder an die alte Tradition anknüpfen konnte. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden, die beiden Holzeier aus Atlas-Zeder, die das Motiv des Kreuzes, genauer der Kreuzung integrieren. Leider wollte ich es damals besonders schön und habe die Oberflächen mit Klarlack spritzen lassen. Der aber wurde, nachdem zunächst alles toll ausgesehen hatte, nach einigen Wochen von den ätherischen Ölen, die reichlich in dieser dicken Zedernabschnitten gespeichert sind, von innen her aufgelöst. Ich konnte das kaum glauben, aber letztlich hat dieser chemische Vorgang die anfangs spiegelglatte Oberflächenbehandlung vollständig ruiniert. Ich hoffe, wenigstens dazu zu kommen, den ganzen Lack wieder zu entfernen. Nach einem erneuten Feinschliff sollte das Ei-Kreuz-Symbol dann auch ohne schützende Lackschicht seine Rolle ausfüllen können.

Außenarbeit wird einfacher

Das Wochenende wird wohl wieder eines mit viel Holzarbeit werden. Ich weiß nicht, ob V. vorhat, den Brennholzvorrat aufzufüllen. Aber auch ohne das wird die Arbeit an verschiedenen Armbändern auf dem Programm stehen. Ich freue mich sehr, dass der Teil, den ich draußen erledigen muss, dann leichter sein wird, da die Temperaturen doch steigen sollen. Zuletzt musste ich die Eingangsarbeit an den großen Maschinen wegen der Kälte mäßig dosieren und aufteilen. Aber wenn es in Richtung des Frühlings geht, machen mehr Wärme und Licht vieles einfacher. Bis zum Umzug des kompletten Arbeitsplatzes ins Freie wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Solange nehme ich mit dem Kellerquartier vorlieb.

Hoffnungsvoller Rest-Winter

Nun habe ich den Faden der Holzarbeit wieder aufnehmen können. Wahrscheinlich wird das Wochenende wieder damit ausgefüllt sein. Erfahrungsgemäß ist die Resonanz vor und nach den Fastnachtstagen eher mäßig. Gut, denn so kann ich langsam zurückfinden und den Winter ohne allzu große Hektik von hoffentlich schöneren Seiten erleben als bisher. Ahorn, Tanne, vielleicht später noch Zypresse stehen auf dem Programm. Und der Keller wartet bei künstlichem, aber wärmendem Licht, das die fehlende Sonne dieser Tage kompensiert. Gut, dass die aktuelle Projektarbeit zwischenzeitlich zu einem Etappenabschluss gelangt ist. Das lässt mich beruhigt in die kommenden Wochen blicken.

Technik verbessern

Es hatte sich schon am Vorabend angekündigt. Und heute war die Erkältung dann angekommen. Eigentlich ein Wunder, dass ich das über eine Woche lang abwehren konnte. Nun hoffe ich, es hält sich in Grenzen und beeinträchtigt meine umfangreiche Arbeit nicht. Immerhin bin ich trotz der Beeinträchtigung deutlich weiter vorangekommen als ursprünglich gedacht. Gut, dann lassen sich die weiteren Arbeiten etwas entspannter angehen. Das hätte ich nicht gedacht, dass auch der Jahresanfang wieder ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit den Hölzern steht. Ich merke gerade in diesen Intensivphasen, dass ich nie auslerne und auch die Technik immer wieder in Teilbereichen verbessern kann.

Holzarbeitsreflexionen

Die Arbeit draußen ist bei diesen Temperaturen schon eine Herausforderung. Ich habe mich auf einen Teil der dringend benötigten Stäbe beschränkt und will morgen die restlichen herstellen. So halte ich die Aufenthaltsdauer bei Frosttemperaturen in Grenzen. Die übrigen Arbeitsschritte kann ich dann im Warmen abwickeln. Zunächst aber muss dieser Stau aufgearbeitet werden: Zürgelbaum, wieder einmal, Eberesche, Olivenbaum, Hainbuche und Tanne waren es heute. Morgen werden Pappel und Apfelbaum folgen. Und in ein paar Tagen eventuell noch Feigenbaum und wiederum Pappel. Mit der mir eigenen Geduld und Ausdauer werden auch diese Projekte innerhalb der nächsten Wochen abgeschlossen werden. Und bald schon werden die Eindrücke bei der Holzarbeit andere sein. Denn mit Lichtmess Anfang Februar lässt, wenn wir nicht wieder ein Ausnahmejahr haben, die Wintersonne wieder den dann doch nicht mehr allzu fernen Frühling bereits erahnen. Und begleitet vom realen Licht der Sonne erhält die Holzarbeit eine andere mehr nach außen gerichtete Qualität.

Prägende Holzarbeit

Die Eindrücke dieses Jahresanfangs ähneln sehr denen aus den letzten Wochen des vergangenen Jahres. Das gleiche Wetter, dieselben Herausforderungen. Und wieder diese intensive Auseinandersetzung mit den Charakteristiken einzelner Holzarten und den Eigenarten und symbolischen Implikationen der Bäume, von denen sie stammen. Bei diesem Start ist jetzt schon absehbar, dass die Manufakturarbeit einen prägenden Raum im diesjährigen Aktivitätenfeld einnehmen wird. Die Weiterentwicklung der zugehörigen Kommunikation, die Aufnahme eines neuen Produkts und vorab die Entwicklung der inhaltlichen Grundlagen werden diese Arbeit begleiten und gleichzeitig das Spektrum erweitern.

Hölzerne Weihnachtsgeschenke unter Dach und Fach

Es war nicht einfach, aber ich bin im Plan geblieben bei dieser Mammutarbeit. 5 Bänder an einem Tag zu glätten, das hatte ich bisher noch nicht. Allzu oft würde ich es auch nicht gerne wiederholen. Aber wenn dann alles perfekt ist, ist die Mühe schnell wieder vergessen. Ich freue mich, dass die verschiedenen Baum-Holz-Symbol-Geschenke für Weihnachten damit unter Dach und Fach sind und ich mein Augenmerk auf die Auslieferung nach den Feiertagen richten kann. Das bedeutet noch einige Arbeit vor Weihnachten. Eine Arbeit, die wie ich finde, perfekt in diese Zeit des Jahres passt, holt sie mir doch das fehlende Licht symbolisch zurück.

Abschließende Holzprojekte

Wieder ein sehr langer Arbeitstag. Aber mein Plan scheint aufzugehen. Zumindest hoffe ich, morgen mit den letzten fünf der vierzehn Armbänder abschließen zu können, die noch als Weihnachtsgeschenke gedacht sind. Anschließend geht’s an die neuen Projekte, die frühestens während der Rauhnächtezeit ihren Einsatz starten können. Allerdings möchte ich die Perlen noch vor Heilig Abend fertigstellen. Dann kann der Versand noch im alten Jahr erfolgen. Vielleicht ist diese schöne Arbeit mit den Hölzern das Beste, das bei solchem Dezemberwetter für mich vorstellbar ist.

Holzcharaktere besser verstehen

Heute war wieder die große Maschine an der Reihe. Die Arbeit bei wenig angenehmen Temperaturen, Dauerregen und chronischer Lichtarmut war langwieriger als erwartet und geplant. Aber natürlich müssen die Stäbe vollkommen in Ordnung sein, damit die übrigen Arbeitsschritte flüssig vorangehen. Letztlich sind mir auch die schwierigen Hölzer, allen voran die Esskastanie, gut gelungen. Bei diesen Stunden intensiver Auseinandersetzung mit dem Material, oder vielmehr der Individualität einzelner Holzarten, entsteht immer wieder so etwas wie innige Vertrautheit. Kein Kennenlernen mehr, dafür bin ich schon zu lange mit den verschiedenen Arten beschäftigt. Eher ein immer besseres Verstehen, das es mir erleichtert, den je besonderen Charakter einzuschätzen und das Spezifische herauszuholen. Ich bin sicher, dass man den Produkten diese Auseinandersetzung ansieht, und dass dies ihre symbolische Kraft und Ausstrahlung mitprägt.

Detailarbeit zahlt sich aus

Das neu aufkommende Hochsommerklima ist idealer Rahmen für die anstehende Holzarbeit. Erneut ein Zürgelbaum und außerdem ein Armband aus vier verschiedenen Hölzern. Das verspricht spannend zu werden. Und bei der Wärme und dem Licht geht die filigrane Arbeit ohnehin leicht von der Hand. In Sachen Relaunch des Baumtagebuchs bin ich heute ein gutes Stück vorangekommen. Zwar nur ganz kleine Nuancen, aber an denen hängt eben die Souveränität des Entwurfs, vor allem, wenn er länger haltbar sein soll, wie in diesem Fall. Es sieht ganz nach einem Ansatz aus, der klar genug ist, aber auch offen genug für Erweiterungen. Dabei kommt auch das illustrative Element nicht zu kurz. Die Arbeit am Detail hat sich gelohnt. Jetzt muss das Ganze aber auch noch inhaltlich weiter ausgebaut und konkretisiert werden, bevor die Mammutarbeit an der Übertragung der mehrere Tausend Einträge beginnt.