Schlagwortarchiv: Hoffnung

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Universelle Bedeutungen transportieren

Eine wohltuende Mischung aus rekapitulierenden und abschließenden Arbeiten und kreativen Vorarbeiten hat diesen Tag vollständig ausgefüllt. Es ist schön, dass der Beginn in der Neugestaltung des Webauftritts des Wunschbaum-Manufaktur mit einer guten Resonanz auf deren Angebote korrespondiert. Das passt in die Jahreszeit – traditionell gesehen und gibt Hoffnung, dass die Krise nicht schon alle Gedanken okkupiert und noch Freiraum für zeitlose Themen und Wünsche lässt. Es ist für mich ungemein anregend und spannend, daraus individuelle Formen zu erschaffen, die dennoch universelle Bedeutungen in sich tragen – der Grundgedanken hinter den Angeboten der Manufaktur.

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Fatalistische Grundhaltung

Nach einem kurzen Zwischenhoch ist die Aufmerksamkeit auf meine Wunschbaum-Projekte jetzt doch wieder zurückgegangen. Das Themenfeld hat zusammen mit vielen anderen in normalen Zeiten als eher zeitlos geltenden derzeit einen schweren Stand. Fast scheint es, dass alle auf Überlebensmodus umgeschaltet haben. Und darunter fällt vieles nicht, was sonst zum kulturell Bedeutsamen gezählt wird. Schwere Zeiten deshalb vor allem für Kultur Schaffende, nicht nur wegen fehlender Auftritts-, Präsentations- und Inszenierungsmöglichkeiten. Auch weil die Aufmerksamkeit auf dieses scheinbar Überlebenswichtige fokussiert ist und Kultur dann weniger bis gar nicht beachtet wird. Wir brauchen mehr Hoffnung, Anhaltspunkte und Signale, die eine Ende der Krise in Aussicht stellen, wenn diese fatalistischen Grundhaltung sich wieder verflüchtigen soll.

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Gehemmte Erntezeit

Eine erholsame Abkühlung, einmal ein Abend, an dem kein Gießen im Garten notwendig ist, und tagsüber habe ich einige Projekte gut voranbringen können. Das ist eine Jahreszeit, in der vieles zusammenläuft und sich in gewisser Weise positiv verstärkt. Das Ende des Hochsommers und erste Zeichen von Frühherbst. Wenn wir nicht diese Krise erlebten, die alles und jeden lähmt, könnten wir in vielen Bereichen durchstarten, mit neuem Mut neue Projekte angehen und liegen gebliebene wieder aufgreifen. Aber so ist alles ein wenig anders, undefinierbar, da es keine vergleichbaren Vorerfahrungen gibt. Das satte Grün da draußen, das Reife der Früchte, die Aussicht auf zum Teil reiche Ernte sind aufbauende Elemente in unserem Umfeld, die Kommunikation und Gesellschaft umgehen und denen das Krisenhafte deshalb nicht anhaftet. Ohne diese Basis wäre es derzeit noch schwieriger.

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Solange der Weihnachtsbaum leuchtet

Nun wurde es doch bis kurz vor Heilig Abend ein sehr arbeitsintensiver, quasi pausenloser Arbeitseinsatz auf den verschiedensten Fronten. Das ist fast schon der Klassiker, nur dass Ms Missgeschick am späten Abend und der nächtliche Einsatz in Folge die Situation noch gedrängter gestaltet hat. So froh wie in diesem Jahr sind wir alle zusammen wohl noch nie gewesen, dass die Feiertage endlich beginnen und wir tatsächlich zurückschalten können. Ich hoffe, die Zeit zwischen den Jahren wird in der Folge noch ihren zeitlosen Charakter entfalten können und die Weihnachtszeit als kontemplative Auszeit möglich machen. Solange der Weihnachtsbaum steht und strahlt, würde ich mir das Wünschen. Möglichst ohne weitere Katastrophen und Hemmnisse, aber mit Ansätzen für einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr.

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Energie aufnehmen in schwierigen Zeiten

Für M. und uns alle stehen recht ungemütliche Zeiten bevor. Ich hoffe, dass dennoch alles optimal verläuft und wir bald schon uns in Richtung Normalität bewegen können. Dass eine Reihe technischer Herausforderungen jetzt von Erfolg gekrönt waren, macht mir Mut, mich immer wieder auch schwierigen Aufgaben zu stellen. Bei solchen, die einem eine weitgehende Kontrolle in eigener Hand ermöglichen, ist das allerdings angenehmer. So wird es darauf ankommen, in kritischer, aber vertrauensvoller Kooperation mit den Fachleuten gute Lösungen zu finden. Viel Zeit mit den Bäumen in der Landschaft werde ich während dieser Zeit wohl nicht verbringen können. Aber die Gelegenheiten, die sich bieten, werden umso wichtiger sein, Energie aufzunehmen und geerdet zu bleiben.

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Ziemlich sichere Frühjahrshoffnungen

Immerhin noch ein weiterer ganz schöner und heller Tag. Das vertreibt die Winterstimmung. Und mit Berlinern und Krapfengebäck ist die Fastnachtszeit schon spürbar. Die Menschen scheinen sich auf die unbeschwerteren Tage jetzt schon zu freuen, währenddessen sie versuchen, in diesem neuen Jahr anzukommen. Die richtig ist das noch nicht gelungen. Aber wenn Erkältungswelle und Startverzögerungen überwunden sind, wird das Frühjahr den letzten Anschub leisten. Wie so oft warten wir eigentlich auf den Anstoß von außen. Die Bäume zeigen uns als erste, wenn wir mit ziemlicher Sicherheit Hoffnung haben können.

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Lebendige Eindrücke und Reminiszenzen

An diesem Samstag hatte ich zunächst die Möglichkeit, meiner früheren Lehrerin die letzte Ehre zu erweisen. Sie gehörte zu den Pädagogen, die bei mir wirklich einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Wenn ich an alte Lehrer denke, ist sie jedenfalls immer die erste gewesen, an die ich dachte. Es war diese unkonventionelle, die Eigeninitiative fördernde Form von Unterricht, die damals zusätzliche Energien freigesetzt hat. Ich denke, auch die damaligen Kollegen sahen und sehen das ähnlich. Schade, dass der Kontakt nun schon sehr lange nicht mehr bestand. Die gemeinsame Lebenszeit, das Stimmige darin und seine Wirkungen auf das Leben aber bleiben. Dem Leben im Garten habe ich mich am Nachmittag wieder zugewandt. Es war jetzt der Freiraum, die wuchernde Efeuhecke zurückzuschneiden. Zum wiederholten Mal für dieses Jahr. Und das Unkraut rund um die Sonnenblumen, Mohnblumen und die anderen Sommerstauden des Gartens zu beseitigen. Auch das Stammgerippe der Stechpalme habe ich endlich aus der Erde gehebelt. Schweren Herzens, wie ich auch vor einige Wochen nur schwer akzeptieren konnte, dass der Baum keine Chance mehr hat. Woran es lag, konnte ich auch nach der genauen Betrachtung des Wurzelstocks nicht erkennen. Teile des Splintholzes direkt unterhalb der Erdoberfläche waren zwar offensichtlich morsch. Aber die Vermutung, eine Wühlmaus könnte die Rinde im Wurzelbereich kreisrund abgefressen und dem Baum so den Nährstofftransport abgestellt haben, war so nicht zu identifizieren. So bleibt das Ganze ein Rätsel. Und der Garten hat einen markanten Baum weniger. Wir sind noch nicht sicher, ob er ersetzt werden soll.

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Emotionsarbeit zwischen den Jahren

Es ist typisch für diese Tage zwischen den Jahren, dass man sich zum Abschließen aller möglichen Dinge gedrängt fühlt. Da geht’s um Organisatorisches, Verwalterisches, aber teils auch um soziale Beziehungen. M. sagte mir, sie habe das, ausgehend von einer Empfehlung aus ihrem Raunächte-Buch, gleich einmal umgesetzt. Mit einer Person, die ihr schon seit Jahren mit Unfreundlichkeit begegnet, obwohl seit Kindertagen ein eigentlich gutes Verhältnis bestanden hatte. Und immerhin in dieser einen Situation konnte sie das auch gut und versöhnlich auflösen. Meine eigene Zuversicht, dass man an verkorksten Verhältnissen nachhaltig etwas ändern kann, ist da nicht ganz so groß. Aber ich kann schon sagen, dass ich es manchmal selbst versuche. Ich freue mich, dass wir Frau T. heute in der Klinik besuchen konnten. Eine wirklich Vertraute, die sich über den Besuch natürlich gefreut hat. So wie es uns ein Anliegen war, unsere Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen. Einfach rührend, wie liebevoll die Schwestern dort die Gänge und Aufenthaltsräume weihnachtlich ausgeschmückt haben. Mit selbstgemachten Dekorationen an den Wänden. Mehrere sehr sorgfältig und stimmig geschmückte und schön beleuchtete Weihnachtsbäumchen im Foyer und in den Gängen. Sogar eine Krippe habe ich gesehen. Ich finde es toll, dass das Personal dort neben ihren Routinearbeiten an solcher Symbolarbeit festhält und das mit großen Engagement und spürbarer Ehrlichkeit umsetzt. Ich bin sicher, das macht das Leben gerade in dieser Zeit für die Patienten dort, gerade im Hinblick auf ihre vielen Belastungen und Ängste, ein gutes Stück weit schöner und hoffnungsvoller.

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