Schlagwortarchiv: Hölzer

Sie sind hier:

Unergründliche Lärche

Meine wochenendliche Holzarbeit habe ich mit zwei schwierigen Holzarten eingeleitet. Die Kiefer ist immer eine Herausforderung, wenn sie in einen schmalen, gleichmäßigen Stab verwandelt werden soll. Einfach aufgrund ihrer starken Früh-/Spätholzkontraste und der sehr unterschiedlich verteilten Härte. Das wirkt sich dann besonders bei sehr kleinteiligen Abschnitten aus und erfordern besondere Sorgfalt und vorsichtigen Vorgehen. Und die Lärche ist da noch eine Spur schwieriger, mit den typischen harzigen Spätholzringen. Ich habe mich dennoch gefreut, sie einmal wieder in Händen zu haben, gerade weil das nicht so häufig gewünscht wird. Eine meiner allerersten bildhauerischen Versuche war einer mit einem besonders harzreichen, schweren Lärchenabschnitt. Das liegt unheimlich viel gesättigte Unergründlichkeit drin. Ein Gedanke und Eindruck, der mich immer wieder erfasst, wenn ich in unserer Dorfkirche sitze und die durch die Benutzung ganzer Generationen Gläubiger schon ganz speckig gewordenen Bankrückseiten und –ablagen aus rot-bräunlicher Lärche vor mir sehe.

Kommentar hinterlassen

Idealbild des alten Handwerks

Lange Pausen gibt’s in diesem Jahr bei der kunsthandwerklichen Arbeit eigentlich nicht. Alles ziemlich gleichmäßig und auch ohne übermäßige Spitzen. Das ist ganz nach meinem Geschmack, denn so bleibt diese Arbeit immer interessant und artet nicht in eine eher belastende Fließbandarbeit aus. Letzteres wäre mir auch grundsätzlich nicht möglich bzw. nicht sympathisch, denn die Herstellung dieser Symbolformen, die intensive Arbeit mit den Bäumen und ihren Hölzern widerspricht einfach einer solchen fabrikmäßigen Denkart. Das Idealbild des alten Handwerks schwebt mir da immer vor. Und das ist von einer gewissen unerschütterlichen Ruhe und Gelassenheit gekennzeichnet. Die versuche ich während der Arbeit zu pflegen, auch weil das den Ergebnissen gut tut.

Kommentar hinterlassen

Symbolik: Hölzer vs. Bäume

Das war ein produktiver Vorwochenendtag. Diese Routine, mit der Holzarbeit am Freitagnachmittag zu beginnen, manchmal auch schon am Donnerstagnachmittag, hat sich in den letzten Monaten bewährt. Meist ist es so bei überschaubaren Arbeiten möglich, den Auftrag bis Samstagabend abzuschließen. Für mich ist das jedes Mal ein runder Abschluss der Arbeitswoche, der besonders im Sommer mit der Möglichkeit, draußen zu arbeiten, einen gleichzeitig anregenden und erholsamen Charakter annimmt. Ganz anders als das Arbeiten bei künstlichem Licht, das zwischen Oktober und April in der Regel unvermeidlich ist. Das ist dann eher die Zeit des meditativen Arbeitens, während der die symbolische Stärke der Hölzer in den Vordergrund rückt. Jetzt aber sind es die Bäume, die während des Bearbeitens ihres Holzes präsenter sind. Eigentlich eine schöne Abwechslung, die mir die Jahreszeiten bescheren.

Kommentar hinterlassen

Vorausschauende Holzbevorratung

Einen genauen Überblick meiner Holzvorräte hatte ich nicht mehr. Deshalb habe ich mich bei den Abschnitten der traditionell problematischen Hölzer noch einmal genauer umgesehen und bin zu dem beruhigenden Schluss gekommen, dass doch noch für fast alle Arten mittelfristig ausreichende Vorräte vorhanden sind. Der eigentlich geplante Nachkauf bestimmter Hölzer kann also noch etwas warten. Bei der neuerlichen Durchsicht der Angebote bei den recht wenigen Spezialhandlungen für seltene oder schwierig zu besorgende Holzarten bin ich aber quasi nebenbei auf ein Angebot mit frisch geschnittenem Feigenbaumholz von privater Seite gestoßen. Das habe ich dann auch gleich genutzt, auch wenn die Abschnitte eigentlich zu schmal sind, aber das ist ohnehin das Hauptproblem bei dieser Art. Ich hoffe, dennoch eine gewisse Anzahl guter Kanteln daraus gewinnen zu können. Engpässe dabei sind nämlich doch schwieriger auszugleichen, da bin ich lieber möglichst vorausschauend.

Kommentar hinterlassen

Zusätzliche Energien freisetzen

Die Klassiker unter den Holzarten beschäftigen mich am Anfang dieses Jahres. Heute waren es die Esche und die Kastanie, beides Arten, die sich schon im Vorjahr bei den Anfragen gehäuft hatten. Und demnächst ist es die Ulme und der Apfelbaum, die in jüngster Zeit in den Hintergrund getreten waren. Es ist eigentlich nicht erkennbar, warum sich in bestimmten Zeitphasen spezielle Hölzer und Kombinationen konzentrieren. Feststellen kann ich aus langjähriger Beobachtung aber, dass die Nachfrage und die konkreten Anfragen nach Lebensbaum- und Partner-Armbänder mit globalen Stimmungen korrelieren. Die Menschen müssen grundsätzlich empfänglich sein, es müssen noch Energien frei sein, um sich auf das Symbolische einzulassen. Deshalb war es auf diesem Gebiet auch sehr still in Hochzeiten der Finanzkrise und auch in anderen Phasen, die durch Negativmeldungen der wirtschaftlichen Konjunktur geprägt waren. Wenn die Mindestvoraussetzung aber erfüllt ist, dass der Kopf noch ein Stück weit frei ist, dann kann die starke Symbolkraft der Bäume auch zusätzliche Energien freizusetzen helfen. Das erkenne ich schon bei den Anfragen selbst und zusätzlich im Nachhinein, durch unterschiedliche Rückmeldungen und Kommentare. Es ist schön, bestätigt zu sehen, dass die Wunschbaum-Projekte im Alltag der Menschen eine aufbauende und motivierende Rolle spielen können.

Kommentar hinterlassen

Eleganz und Wärme der kaukasischen Walnuss

Das Holz der kaukasischen Walnuss ist etwas ganz Außergewöhnliches. Ich hatte dieses Holz vor vielen Jahren bei einem darauf spezialisierten Händler besorgt und habe immer noch kleinere Reste davon auf Vorrat. Die Art unterscheidet sich botanisch möglicherweise nicht grundlegend vom hiesigen Walnussbaum, aber das Holz ist doch ganz anders, viel dunkler, kakaobraun mit dunklen, fast schwarzen und unregelmäßigen Linien, die der Oberfläche wie marmoriert erscheinen lassen. Wenn es dann später noch im Öl getränkt wird, verstärkt sich diese tiefe Farbsättigung und verleiht ihm einen besonders edlen Ausdruck. Jetzt habe ich nach längere Zeit wieder die Gelegenheit, das Holz zu verarbeiten und bin ganz begeistert von seiner dichten Konsistent, von dem aromatischen, unverwechselbaren Geruch des feinen Holzstaubs, der sich beim Sägen, Bohren und Schleifen verbreitet, und von der Eleganz und Wärme, die sich optisch mit dem Holz verbindet. Der spätere Träger kann sich freuen, auch darüber, dass er sich für die kaukasische Variante der Walnuss entschieden hat, die im Vergleich zum normalen Walnussbaum, der sich selbst schon durch vergleichsweise edle Optik auszeichnet, exotisch wirkt.

Kommentar hinterlassen

Reizvolle Kontraste

Wieder einer der turbulenteren Arbeitstage. Da ist der Übergang zur Holzarbeit am späteren Nachmittag wie Abtauchen in eine andere Welt. Eine perfekte Möglichkeit, die übrigen Dinge abzuschalten und sich auf das Material, seine Formung und die verknüpfte Symbolik zu konzentrieren. Heute mit der Kombination von Apfelbaum und Eberesche, der Klassiker und Prototyp für die Partner-Armbänder. Damals hat mich der sehr deutliche, aber stimmige Kontrast der Holzfarben, eine warmes Rotbraun im Gegensatz zu einem lichten Weißgelbbeige gereizt. Tatsächlich ist mir bis heute keine besser zusammen passende Kombination begegnet. Solche Wiederbegegnungen mit Anfängen und Ursprungsideen finde ich besonders reizvoll, weil ich dann die Entwicklung bis heute in den Blick nehmen kann. Das hilft auch, das Projekt immer wieder weiterzuentwickeln.

Kommentar hinterlassen

Die Mauser der Unscheinbaren

Eine Holzarbeit abgeschlossen stehen die nächsten schon kurz bevor. Ich hoffe, noch morgen mit dem ersten Arbeitsgang beginnen zu können. Bestimmte Arten wiederholen und häufen sich in letzter Zeit: Pappel, Walnussbaum, Zypresse, Tanne gehören zu denen, die jetzt häufiger angefragt wurden. Die Arbeit an diesen vermeintlich einfachen Hölzern finde ich besonders reizvoll. Und immer wieder stelle ich fest, wie besonders gerade die sonst unauffälligen Holzarten sein können, wenn sie zu diesen winzigen Perlen verarbeitet sind. Gerade die Pappel und die Bergfichte sind gute Beispiele dafür.

Kommentar hinterlassen

Holzkunst zwischen dekorativ und zeitlos

Die kreativen Objekte und Skulpturen aus Holz, die ich regelmäßig etwa bei Pinterest sehe, zeugen von einem ungeheuren Einfallsreichtum und zeigen, wie endlos und nie abgeschlossen die Möglichkeiten der Gestaltung mit diesem Material sind. Dabei beobachte ich aber einen Trend zu stark dekorativen Denkweisen, die bestimmte Oberflächeneigenschaften der Hölzer, roh oder farbig gefasst, glatt geschliffen oder gröber bearbeitet, aber immer so, dass aus der Oberfläche und der Struktur, oft auch zu seriellen Mustern aus Einzelstücken zusammengesetzt, die Attraktivität erklärt werden kann. Kaum jemand, der den Baum zum Thema macht, jedenfalls nicht in der Weise, wie ich das als Motiv meiner bildhauerischen Arbeit immer verstanden habe. Die Denkweise ist dabei noch gleichgeblieben, einfach weil das rein Dekorative sehr schnell an Spannung und Kraft verliert. Die grundlegenden symbolischen Eigenschaften, die aus der Arbeit mit dem Holz eines Baums hervorgeholt und vermittelt werden können, markieren aber etwas Allgemeingültiges und Zeitloses. Das wird sich nie ändern, aber als Künstler muss man die richtigen Vermittlungsformen finden, und natürlich die künstlerische Umsetzung, der von Zeitgenossen verstanden werden kann, weil sie aktuelles Wahrnehmen anspricht und durch dieses erst seinen Wert erhält. Diese Gradwanderung wäre die größte Herausforderung, sollte ich die künstlerische Arbeit wieder aufnehmen können.

Kommentar hinterlassen

Das Typische am Bergahornholz

Nun ist auch der nachgekaufte Bergahorn angekommen. Aus den beiden starken Kanteln werden sich eine Menge verwertbarer Stäbe herstellen lassen, so dass dies für diese Baumart einige Jahre ausreichend sein dürfte. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Material nicht sehr von dem, das mir noch vorrätig war. Aber es kann eben sein, dass das vorrätige Holz von einer Ahorn-Varietät stammt und deshalb die typischen Farbeigenschaften des Bergahornholzes fehlen, nämlich das Helle, leuchtende, das sich nach dem Ölen höchstens in ein sattes Gelb wandelt. Ich kann das nachträglich nicht mehr überprüfen, da ich damalige Quelle nicht mehr zurückverfolgen kann. Möglicherweise ist das Holz aber auch in einem ersten Stadium der Zersetzung befindlich gewesen, was man äußerlich beim Bearbeiten so nicht feststellen konnte, sich möglicherweise auf der Ebene der Holzzellen aber doch ausgewirkt hat. Wie auch immer, das Ahornholz mit der gewohnten und typischen Anmutung steht jetzt wieder zur Verfügung, so dass ich in den nächsten Tagen auch die letzten Vorratskanteln herstellen kann. Damit ist die Vorratsarbeit zunächst einmal abgeschlossen. Gut auch, dass ich zwei neue Abschnitte Olive mitbesorgen konnte. In absehbarer Zeit wäre auch das knapp geworden, und diese Abschnitte haben eine gute Qualität.

Kommentar hinterlassen

Umfangreiche Sägearbeiten

So komplett war mein Sortiment an verarbeitungsfähigen Kanteln noch nie. Ich hatte zuvor genau erfasst, wie viele Abschnitte von welcher Holz-/Baumart erforderlich sind, um auf mindestens 12 Exemplare zu kommen. Das bedeutete einige Vorarbeit, das Heraussuchen geeigneter Stammabschnitte, dann sägen, kürzen, Kanten schleifen, beschriften, letztlich in den Vorratsschachteln an der jeweiligen Stelle stapeln. Zusammen mit den gedrechselten Stäben als Basis der Baumkreis-Armbänder ist das jetzt eine beruhigende Grundlage für die nächsten Monate. Nur Ahorn fehlt noch. Ich denke, das kann ich, wenn das Material angekommen ist, nächste Woche nachholen. Puh, eine ganz schöne Arbeit, aber ich bin auch froh, gleich morgen wieder mit den eigentlichen kreativen Projekten anschließen zu können.

Kommentar hinterlassen

Einfache Dinge im digitalen Zeitalter begreifbar machen

Es scheint tatsächlich ein ereignis- und bezüglich des Interesses und der Nachfrage intensives Jahr für die symbolische Holzarbeit zu werden. Das kann ich zur Jahresmitte auf jeden Fall schon sagen. Es freut und motiviert mich besonders, wenn neben den Formen aus den verschiedenen Reihen, den Lebensbaum-, Wunschbaum- und Partner-Armbändern mit ihren zahllosen Kombinationsmöglichkeiten, auch spezielle Anfragen an mich herangetragen werden, die die hintergründigen Themen aufgreifen, etwa die Partnersymbolik, den Lebensbaumbegriff und den keltischen Baumkalender. Darunter sind immer wieder für mich überraschende Ausformungen und Anwendungen dieser Ideen, wie etwa die gerade realisierten Lebensbaum-Perlen, wobei jeder Schüler / jede Schülerin einer Abschlussklasse genau eine Perle aus dem Holz seines / ihres Lebensbaum erhielt. Einfach schön, was im pädagogischen Bereich auch unter in Zeiten digitaler Medien noch machbar ist, weil es tatsächlich noch verstanden und geschätzt wird. Wenn es gelingt, die einfachen, aber wesentlichen Dinge am Beispiel der Bäume und in Form der symbolischen Holzformen zu vermitteln und begreifbarer zu machen, ist das für mich ein großer Erfolg.

Kommentar hinterlassen

Aktualisiertes Portfolio

Ein bisschen präsentative Bewegung in meinen Armbänder-Portfolios tut der Gesamterscheinung gut. Inzwischen habe ich den größten Teil der Abbildungen zu Lebensbaum-Armbändern [Link zu http://wunschbaum.com/lebensbaumarmbaender2.html ] mit neueren Aufnahmen realisierter Armbänder ausgetauscht. Die Bilder entsprechen jetzt der Art, wie ich die Holzperlen aktuell herstelle. Vielleicht noch exakter als vor Jahren, auf jeden Fall mit einer deutlich sichtbaren Abrundung und Glättung der Kanten. Die war natürlich immer schon vorhanden, aber nicht ganz so ausgeprägt. Von optischen Differenzen abgesehen ist damit vor allem ein exzellenter Tragekomfort verbunden, gibt es doch nahezu nichts mehr, was zwicken oder einschneiden könnte. Mir scheint, die Eigenart der Holzarten und – wenn man so will – die Seele der Bäume kommt auf diese Weise noch klarer zum Ausdruck.

Kommentar hinterlassen

Für eine typische Zuordnung von Charakterbildern

Die jüngsten Produktionen vor allem im Bereich der Lebensbaum-Armbänder haben mich dazu geführt, eine ganze Reihe von Musterabbildungen auszutauschen. Die neuen Aufnahmen geben die aktuelle Machart der Armbänder besser zu Ausdruck, vor allem die extrem sorgfältige Kantenglättung, die sich sehr deutlich auf die Gesamterscheinung auswirkt. So werde ich bald den ganzen Satz der 21 Hölzer / Bäume in der Form abbilden können, dass er den aktuell hergestellten Formen ziemlich nahe kommt. Von Zeit zu Zeit sind Korrekturen ohnehin notwendig, wie bei der Esche, für die ich derzeit einen ganz anderen Abschnitt verwende, dessen Färbung und Zeichnung dem entspricht, was man üblicherweise mit dieser Art in Verbindung bringt. Die alte Abbildung hat ein Armband aus untypisch gefärbtem Kernholz gezeigt, das zwar lebendig und ansprechend war, aber eben irritierend wirken kann, da das typische Eschenholz eben sehr hell und schillernd wirkt. Generell versuche ich, das möglichst Typische der jeweiligen Art auszuwählen, soweit das möglich ist und mir das entsprechende Material zur Verfügung steht. Denn die Formen leben vor allem von ihren symbolischen Implikationen, ihrem Bezug zur Mensch-Baum-Beziehung, die auf diese Weise für das einzelne Charakterbild leichter zuzuordnen ist.

Kommentar hinterlassen

Von der Innenschau zu mehr Aufmerksamkeit

Das Interesse an den Hölzern der Bäume im keltischen Baumkreis war in dieser Weihnachtszeit wiederum ähnlich wie in den beiden Vorjahren. Genauer gesagt konnte ich einen Monat vor und einen Monat nach Weihnachten eine besondere Aufmerksamkeit auf den Gegenstand feststellen. Mehr virtuelle Wünsche am Wunschbaum, mehr Kommentare, mehr Anfragen zur Kooperation, und eben mehr Interessenten für die kunsthandwerklichen Formen, die ich rund um den Baumkreis seit vielen Jahren individuell herstelle. Das hat sicher nicht nur mit dem Winter und dem erhöhten Bedürfnis nach symbolischer Kompensation fehlenden Grüns zu tun. Es ist auch die Zeit der Innenschau und des Rückzugs nach innen, die Winter und Weihnachtszeit mit sich bringen. Das begünstigt die Beschäftigung mit zeitlosen Themen, die unsere Lebensgrundlagen und die archetypischen Symbole betreffen. Es müssen eben auch immer die richtigen äußeren Bedingungen hinzukommen, um ein Klima zu erhalten, indem diese Art von Themenkommunikation Früchte trägt.

Kommentar hinterlassen

Die typischen Hölzer bereithalten

Es war wieder einmal so weit, dass mir gleichzeitig ungefähr für die Hälfte der Hölzer des Baumkreises die vorbereiteten Kanteln ausgegangen sind. So war es unbedingt angesagt, die Vorräte aufzufüllen. Das hat mich dann auch den ganzen Nachmittag beschäftigt. Gut, dass der „Rohstoff“ jetzt wieder für alle Arten zur Verfügung steht und damit die handwerkliche Außenarbeit bei Minusgraden etwas stärker reduziert werden kann. Dabei ist es jedes Mal eine Herausforderung, die richtigen Abschnitte auszuwählen, um später ein für die jeweilige Art möglichst typische Materialgrundlage zur Verfügung zu haben. Bei bestimmten Holzarten ist das weniger, bei anderen sehr divergierend, je nachdem von welchem Baum und von welcher Stelle innerhalb des Baums der Abschnitt stammt. Die letztliche Sicherheit, ob etwas zusammenfasst und stimmig ist, ist aber erst nach der feineren Bearbeitung möglich. Überraschungen sind so nie ausgeschlossen und erfordern nicht selten Nacharbeiten. Für diese eigentlich spannende Arbeit hätte ich mir heute allerdings einen vorgezogenen Sommertag gewünscht.

Kommentar hinterlassen

Plädoyer für langfristige Aufmerksamkeit

Heute konnte ich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ein Baumkreis-Armband abschließen. Obwohl das Thema keltischer Baumkreis die Menschen nach wie vor bewegt und sich daran unzählige Anklänge an eigenes Baumerleben knüpfen lassen, war dieses Armband, das den ganzen Baumkreis in Form der zugehörigen Holzarten repräsentiert, im vergangenen Jahr eher unbeachtet geblieben. Rückblickend war es für mich eigentlich diese vollständige Repräsentanz, die mich vor mehr als 16 Jahren dazu motiviert hat, alle Hölzer zusammenzutragen und einer geschlossenen Form zu vereinigen. Ein Konzept, das sich als zeitlos und verständlich herausgestellt hat. Nur die Aufmerksamkeit auf Themen wie dieses scheint zunehmend kurzzeitiger zu werden. So als ob man Angst hätte, das Grundlegende, die Basis in den Mittelpunkt zu stellen. Ich hoffe, es gelingt wieder mehr Menschen, die zentrale Bedeutung solcher Basisthemen zu erkennen und ihnen mehr Zeit und konzentriert Aufmerksamkeit zu schenken.

Kommentar hinterlassen

Energetische Ketten bilden

Nun bin ich allmählich wieder drin, in der abgeschotteten Welt, die die winterliche Holzarbeit im Keller mit sich bringt. Natürlich meist nur stundenweise, aber gelegentlich auch mal halbe oder gar ganze Tage, die von der Wiederholung gleichartiger Arbeitsschritte geprägt sind, deren Ausführung etwas Meditatives hat. Das liegt gerade in der Wiederholung, die nie monoton wirkt, aber natürlich auch in der Verbindung zu den Hölzern, denen ich in dieser Situation näher bin als bei der Arbeit im Freien. Es ist eine sehr persönliche Beziehung, die sich zu den Hölzern während dieser langwierigen Prozesse aufbaut. Und eine, die letztlich unergründlich bleibt, sich immer wieder verändert und erweitert. Ich bin eigentlich sicher, dass einiges von dieser persönlichen Auseinandersetzung, diesem, wenn man so will, Austausch auch den späteren Trägern der Armbänder erhalten bleibt. Zusätzlich zu dem artspezifischen, das der einzelne Baum durch sein Holz vermittelt. Und für die Träger setzt sich auf dieser schon komplexen Grundlage die Auseinandersetzung im eigenen System fort. Sehr spannende Ketten, die sich auf diesem Wege bilden.

Kommentar hinterlassen

Die Energie der Hölzer erfahren

Ein Einundzwanzigster, der die guten Schwingungen und die ruhige Ausstrahlung der Zahl erkennen ließ. Ungewöhnlich mild nach den sehr kalten Tagen und Nächten, die schon hinter uns liegen, zeigte sich das Wetter heute. Und so fiel die handwerkliche Holzarbeit draußen, heute mit Ölbaum, Hainbuche und Pappel, auch nicht schwer. Mehr Licht und Sonne wäre aber schon gut gewesen. So musste ich die Energie der Hölzer als Kompensation verwenden. Schön, dass auf die Art nicht nur den späteren Trägern die Auseinandersetzung mit der jeweiligen Baumart möglich ist. Ich selbst habe bei jeder Ausführung die Möglichkeit, meinen Eindruck des Holzes und der zugehörigen Baumart immer wieder zu aktualisieren.

Kommentar hinterlassen

Die Arbeit mit Hölzern bleibt zeitlos spannend

Erneut warten eine ganze Reihe von Hölzern darauf, bearbeitet zu werden: Drei Mal Apfelbaum, je einmal Esche, Zypresse und Eberesche. Und alle Projekte verknüpft mit Sonderwünschen, die konkrete Ausführung betreffend. Das macht Spaß, auch weil es die Arbeit immer wieder spannend und niemals zur Routine werden lässt. Heute habe ich schon mal begonnen mit dem ersten Arbeitsprozess. Außerdem waren mir verschiedene Holzarten ausgegangen, weswegen erst einmal die große Säge zum Einsatz kommen musste. Demnächst muss ich die gesamten Vorräte überprüfen und fehlendes Material wieder auffüllen. Es ist schön, diesen Kreislauf miterleben und aktiv gestalten zu können.

Kommentar hinterlassen

Symbolische Wärmespender

Fast eine Kopie des Vortags, nur dass man am Nachmittag phasenweise den Eindruck haben konnte, der Altweibersommer kehre zurück. Bei den Strohblumen haben es dennoch nur 2 geschafft, ihre Blüten während des Tages zu öffnen. Das ist schon seit Wochen nicht mehr vorgekommen. Deshalb rechne ich bei dem nächsten wirklichen Sonnentag mit einem riesigen Aufkommen all der Blütenköpfe, die sich in den Regentagen in Ruhe entwickeln konnten. Heute waren es gleich 6 Hölzer, an der Charakter ich mich abarbeiten konnte: Zeder, Linde, Weide, Esche, Zypresse und Kiefer. Ein schönes Spektrum, das mir vor allem durch den Duft der mit Öl oder Harz durchsetzen Arten die jetzt schon vermisste Wärme symbolisch zurückgebracht hat. Die beste Arbeit, die an diesem durchwachsenen Samstag vorstellbar war.

Kommentar hinterlassen