Hitzefolgeschäden nicht nur für die Bäume

Mit Hitze konnte ich in den letzten Jahren eigentlich deutlich besser umgehen als in früherer Zeit. Tatsächlich war ich zuletzt in Hitzephasen recht kreativ und produktiv. Aber diese wirklich langanhaltende Hitze dieser Wochen macht mir nun doch zu schaffen – wie man hört nicht nur mir, sehr viele Menschen leiden an diese Wetter, das zudem gerade kaum irgendwelche Erleichterung z. B. in Form von Wind oder Regenschauern erfährt. Sehr beanspruchende Zeiten für wetterfühlige oder irgendwie körperlich angeschlagene Menschen. Ich kann nur hoffen, dass sehr bald eine Normalisierung eintritt, dass der Hochsommer ein angenehm warmer werden wird. Diesmal gilt der Wunsch v. a. für uns Menschen, nachdem ich hier im Baumtagebuch schon des Öfteren die Hitzefolgeschäden bei den Bäumen in den Mittelpunkt gestellt hatte. Nein, dann ist mir ein durchwachsener Sommer wie in den beiden vergangenen Jahren fast lieber. Und die Fruchtbäume mögen durchwachsene Sommer offenbar auch mehr, wie wir an dem sagenhaften Baumobstreichtum des Vorjahres gesehen haben. Dagegen dürfte dieses Jahr sehr bescheiden ausfallen, v. a. beim Maulbeerbaum scheint sich in Sachen reifer Früchte gar nichts voran zubewegen. Ich hoffe, irgendwann besser zu verstehen, von welchen Faktoren insgesamt der Baumobstertrag abhängig ist und inwieweit man das beeinflussen kann.

Warten auf den nächsten Regen nach langer Durststrecke

Die Sommerblumen sowieso, aber auch manche Stauden lassen nach der lang anhaltenden Hitzewelle öfter die Köpfe und Blätter hängen. Bei den Blumen kann ich dem durch abendlich großzügiges Gießen mit Regenwasser aus unseren Tanks entgegenwirken, so dass sie bis zum nächsten Abend ganz gut durchhalten. Bei den Stauden muss ich dagegen auf deren Widerstandkraft und Ausdauer hoffen, denn die kann ich täglich nicht auch noch gießen, gehen unsere Vorräte an Regenwasser doch langsam dem Ende entgegen. Natürlich benötigen auch die Bäume des Gartens bald einen Nachschub an Flüssigkeit, den sie in die Wurzeln und den Stamm einlagern können. Noch scheinen ihre Wurzeln tief und weit genug zu reichen, um die Durststrecke zu überbrücken. Aber in den nächsten Tagen sollten endlich wieder Schauern oder ergiebigere Gewitterregen kommen, um die Regenwasserreservoirs aufzufüllen und den Boden zu durchfeuchten, bis das Sommerwetter wieder moderate Züge annehmen wird.