Sommerhitze unter Bäumen

Es ist einer dieser ruhigen Sommertage gewesen, von denen M. mit Bezug zum Sommer vor etwa zehn Jahren heute noch schwärmt. Damals war es allerdings der August, der vom Anfang bis zum Ende heiße Tage hatte. Damals hat sie große Teile des Tages lesend verbracht, im Liegen. Eine unvergessliche Erinnerung, weil die Zeit in diesen Sommerwochen still zu stehen schien. Es ist dies auch die Atmosphäre, die in dem Roman eine tragende Rolle spielt, denen ich heute zu lesen angefangen habe. Er spielt in der Junihitze einer südfranzösischen Stadt. Eine passendere Lektüre kann es in diesen Tage nicht geben. Und auch da spielen die Bäume eine Rolle, die unter ihrem kühlenden Blätterdach hier und da Erholungssituationen erzeugen.

Kommt ein wohltemperierter Sommer?

Auch die Wege wirken nach der anhaltenden Sonneneinstrahlung ohne Regen wie in südlichen Gefilden. Vor allem die Gräser und Kräuter präsentieren sich vollkommen ausgedörrt, haben ihr Chlorophyll oft schon hinter sich gelassen. Wie auf einem reifen Weizenfeld kurz vor der Ernte. Alles sehr früh in diesem Jahr. Und man fragt sich, wie sich der Hochsommer entwickelt. Lang anhaltend und sich zu einer Periode mit stehender Hitze entwickelnd, wie – ich glaube – 2007, als das Thermometer im Saarland bis über 40 °C kletterte. Oder sich noch im angenehmen Bereich wie zurzeit bewegend, mit viel Trockenheit und wenigen, aber wenn heftigen Gewitterregen. Irgendwann muss der Ausgleich her. Den Bäumen wünsche ich einen gleichmäßigeren Sommer ohne ausufernde Extreme. Und uns allen ebenso, denn wohltemperiert ist es einfach am schönsten.