Entspannende Auszeit-Jahreszeit

Dieses besondere und für die Jahreszeit einzigartige Licht, besonders das des späten Nachmittags, ist einfach toll und gehört zu den eindrücklichsten jahreszeitlichen Erlebnissen überhaupt. Es ist diese Zeit vor dem Erscheinen des Blätterherbstes, der das Beste aus Sommer und Herbst in sich vereinigt. Aus dieser Mischung entsteht wieder eine als solche empfundene Auszeit-Atmosphäre, die die Menschen bereitwillig annehmen. So wie sie die Fastnachtstage, extreme Hochsommerhitzetage und die Advents- und Weihnachtszeit als Auszeiten verstehen und sie so auch handhaben. Mögen wir von diesem Altweibersommer noch möglichst viel mitnehmen und daraus Entspannung und Zuversicht beziehen.

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Endlich wieder ein richtiger Altweibersommer

Es ist schön, nach weniger erfreulichen Jahren, wieder einen richtigen Altweibersommer zu erleben. Das Wechselhafte und nicht ganz Konstante gehört auch zu dieser Jahreszeit. Aber insgesamt setzt sich doch die moderate Wärme und dieses einmalig warme Licht durch, durchsetzt von richtig sonnenintensiven, strahlenden Abschnitten, die fast schon an Hochsommer denken lassen. Ich freue mich auch deshalb so, weil es für das Gedeihen der Chilipflanzen super ist. Die sind endlich einmal frühzeitig entwickelt, tragen alle schon jede Menge Schoten. Aber jetzt kommts eben darauf an, dass die auch richtig ausreifen. Die ersten knallroten habe ich am Wochenende schon kleingeschnitten und zum Trocknen ausgelegt. Aber der allergrößte Teil kommt erst noch und wird in den nächsten Wochen sukzessive reif werden. Bei wirklich noch warmen und lichtreichen Tagen, gepaart mit kühlen Nächten, sind die Bedingungen für das Ausreifen des Gemüses sehr gut. Und außerdem: Nach einem echten Altweibersommer erleben wir nicht selten auch einen Goldenen Oktober mit leuchtendem Herbstlaub der Bäume. Das ist auch schön, wenn auch schon etwas melancholischer.

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Herbststimmung zwischen Vanitas und durchlichteter Farbintensität

Sich auflösende Physalisfrüchte im herbstlichen Gegenlicht

Mit meinem Herbstbildvorhaben bin ich am Abend doch noch weitergekommen. Ich habe zunächst meine besten Microstock-Fotografien mit herbstlicher Thematik durchgesehen, dann eine engere Auswahl getroffen und schließlich getestet, wie die Motive bei verschiedenen Leinwand-Seitenverhältnissen wirken. Am Ende ist meine Wahl nicht auf eines der typischen Herbstmotive mit Baumblättern gefallen, sondern auf eines aus der Reihe der Physalis-Fotos, die teilweise schon zerfallen Physalisfrüchte zeigen, die partiell skelettiert, ausgebleicht und im Zersetzungsprozess befindlich erscheinen, während einzelne Früchte und der Teile der schon halb zersetzten noch Reste der ursprünglichen orangeroten Haut zeigen, die auf diesem Foto im herbstlichen Gegenlicht geradezu glühend aufleuchtet. Ich mag dieses Bild sehr, weil es den Herbst von seiner nicht nur farbenfrohen, sondern eben auch von der durchlichteten Seite zeigt. In Verbindung mit den Vanitas-Elementen finde ich das besonders spannend.

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Aussicht auf einen typischen Altweibersommer

Die Projekte laufen zurzeit nicht so reibungslos wie geplant, was wohl mit der verbreiteten Depression quer durch die Gesellschaft zu tun hat. Dabei reagieren die Menschen doch eigentlich positiv bzw. motiviert auf anregende Anstöße von außen. Interessanterweise spielt da das Wetter eine viel größere Rolle als sozial-kommunikative Faktoren – so eine Erkenntnis aus meiner eigenen Lebenswelt und so häufig beobachtet, dass ich es wohl von einer Art zeitgenössischer Wahrheit ausgehen kann. Kann sein, dass sich dies in den nächsten Tagen wieder wandelt, denn heut war der Altweibersommer in seiner typischsten Ausprägung unübersehbar. Dieses Jahr auch tatsächlich passend zum häufigen Beginn desselben in der 2. Septemberwoche. Das wäre insofern einmal ein typischer und wegen des sehr speziellen Lichts, gepaart mit einem Wechsel kühler Nächte mit erstaunlich warmen Tagen, auch angenehmer Herbstanfang. Ich hoffe, diese Witterung hält auch tatsächlich eine Weile an. Das würde uns den Abschied von diesem Rekord-Sommer versüßen und den Übergang zum Blätterherbst eindrucksvoll und biorhythmisch belebend gestalten. Auch für die Fotografie ist das natürlich ein super Wetter – fehlt nur noch Zeit und Muße, neue Fotos vom Baumherbst auch tatsächlich zu realisieren.

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Was in uns Leben und Tod transzendiert

Der Oktober 2024 war schon nicht besonders lichtreich, aber in diesem Jahr war der Monat mit noch etwas weniger Sonnenstunden gesegnet. Immerhin haben wir gegen Ende noch einige erfreulich helle Tage erlebt. Und immerhin haben wir nach wie vor, und wohl auch noch eine Weile länger, für die Jahreszeit milde Temperaturen, was das Herbstlaub länger an den Bäumen hält und uns einen erkennbaren Blätterherbst beschert. Anders als offenbar vielen in der Nachbarschaft sagt mir Halloween eigentlich gar nichts. Aber das morgige Allerheiligen hat in der Familie traditionell eine tiefgehende Bedeutung. Und es ist für mich, schon aus gewissen kindlichen Prägungen herrührend mit einer ganz besonderen Ästhetik behaftet, die mit dem inhaltlichen Sinn einhergeht. Das hat dann nichts mit oberflächlicher Gruselanmutung zu tun, sondern mit einem sehr grundlegenden Blick auf das Verhältnis von Leben und Tod, vor allem auf unsere geistige Existenz, für die diese Begriffe keine Bedeutung haben. Für einen Skorpion wie mich sind das die eigentlichen Fragen, die es sich lohnt nicht nur an Allerheiligen zu reflektieren.

Aufbauende Licht-Herbst-Tage

Solche sehr sonnenreichen Tage im Herbst wie dieser sind einfach belebend. Ich hoffe, die Chilis haben davon profitiert und werden doch noch überwiegend ausreifen. Sehr schöne Exemplare habe ich schon gesammelt und zum Trocknen ausgelegt. Ansonsten ist die Erntesaison eigentlich abgeschlossen. Und dank der jetzt trockeneren Tage und eher milden Nächte halten sich auch die Blätter der Bäume noch länger als erwartet in typisch herbstlicher Verfassung, bevor sie abfallen. Könnte sein, dass wir dieses Jahr einmal ein eher lichtes Allerheiligen erleben dürfen. Extrem nebliges, nasses und dazu noch kaltes Wetter zu Allerheiligen hatten wir schon allzu oft. Eines dieser sonnenreichen Allerheiligenereignisse passt auf andere Weise zur besonderen Bedeutung dieses Feiertags.

Punktuell aufbauende Oktoberreize

Eine geschäftliche Fahrt nach S. hat den heutigen Tag fast vollständig dominiert. Immerhin, das mit Parken unter sehr schönen Bäumen inmitten der Großstadt hatte an diesem tendenziell goldenen Oktober ebenso wie die Heimfahrt bei tief stehender Herbstsonne etwas sehr Reizvolles. Ansonsten war der Ablauf der Gespräche eher durchwachsen, konnte das Projekt nur bedingt voranbringen. Aber in diesen Tag, wie so oft schon in diesem Jahr, kommt vieles zusammen, das gleichzeitig ver- und bearbeitet werden soll. So üben wir uns im weiteren Ausbau der ohnehin schon sehr ausgeprägten Geduld.

Zauberhaftes Herbstblätterlicht

Zumindest auf dem Rückweg von M. konnte ich am Nachmittag, als einmal für kurze Zeit die Sonne herauskam und diese fast unwirkliche Atmosphäre verbreitete, die etwas Zauberhaftes an sich hat, konnte ich die richtig schönen Eindrücke des Baumherbstes wahrnehmen. Vor allem die Reihe der Spitzahorne am Straßenrand, die seit der Pflanzung vor ca. 15 Jahren dort sehr dominante geworden sind, leuchtete im warmen Nachmittagslicht wunderbar in bräunlich-gelblich-rötlichen Tönen. Das Schöne dabei ist ja gerade die Helligkeit, die durch die Reflexion von den schon ganz undurchlässig und spröde gewordenen Herbstblättern abgeht. Ich hoffe, es wird bis zum Wochenende reichen. Dann könnten doch noch neue Herbstbilder entstehen, vielleicht ja auch schon früher, über Allerheiligen.

Endoktobererwartungen

Leider haben wir heute wieder wenig von den schönen Seiten des goldenen Oktobers wahrgenommen. Allerdings kann man nicht sagen, dass der Baumherbst mit seinen typischen Farben der sukzessive sich vom Grün zu Rot-Gelb-Braun-Tönen sich verändernden Baumblätter ganz ausgefallen wäre. Ansätze davon waren uns vergönnt, tageweise und an manchen Tagen zumindest stundenweise. Immer wenn der Hochnebel oder die Wolkendecke aufgebrochen ist und sporadisch oder über Stunden offenen Himmel offenlegte war diese unvergleichliche Herbstlicht zu sehen und über seine Wärme zu spüren, das die Herbstfarben erst zu dem machen, was sie so stark in unserem jahreszeitlichen Gedächtnis und unseren jahreszeitlichen Erwartungen verankert. Noch drei Tage Gelegenheit stehen uns dafür bevor. Und wer weiß, vielleicht gibt’s ja wieder ein Allerheiligen und Allerseelen, die beide von gleißendem Sonnenlicht erleuchtet werden. Auch das hatten wir schon, wenn nicht das allerdings häufigere nass-kalte und neblige Wetter an den beiden Tagen vorherrschte.

Jahreszeitliche Kompensationen, die guttun

Schon in den Vorjahren war dieses zu beobachten, dass gerade in dieser Zeit des jahreszeitlichen Übergangs vom Sommer in den Herbst die Arbeitsintensität und -dichte größer wird. Quasi als Vorbereitung auf die ohnehin geschäftige und immer zu knapp bemessene Vorweihnachtszeit. Das ist eigentümlich, irgendwie unerklärlich, aber auch förderlich. Denn die Tendenz, dass man sich in dieser Jahreszeit eher wieder nach drinnen zurückzieht, sich nur noch eingeschränkt draußen aufhält und sich damit auch die Art der Aktivitäten verlagert, hat den Vorteil besserer Konzentration und Fokussierung. Deshalb finde ich diese Kombination ziemlich anregend, sie fördert gerade kreative Vorhaben, aber auch technisch anspruchsvolle Projekte, weil immer weniger von außen Kommendes ablenkt und eine echte Vertiefung damit wahrscheinlicher und leichter wird. Ich hoffe, dass vor allem diese Qualitäten den Herbst bestimmen werden, nicht so sehr seine melancholischen Seiten, die zwar Innerlichkeit in ähnlicher Form befördern, aber auch Wirkungen anderer, nicht unbedingt positiver Art mit sich bringen kann. Wenn wir in diesem Jahr einen Baumherbst mit warmen Farben, und auch möglichst langanhaltend und als solcher erkennbar, erleben dürfen, dann bin ich mit dem vegetabilen und naturästhetischen Verlauf des Jahres insgesamt versöhnt. Dieser immerhin ca. zwei Wochen anhaltende Altweibersommer, den wir von seiner schönen Seite erleben durften, hat schon ein Stück weit für das Wetter- und Klimadesaster des bisherigen Jahres entschädigt. Ein goldener Oktober könnte diese Kompensation deutlicher ausfallen lassen.