Wenn der Garten laubfrei wird

Nach diesem ganz mild temperierten, wenn auch ziemlich lichtarmem Vormittag ist nun der Garten weitgehend laubfrei. An den Bäumen sind nur noch einzelne Blätter zu sehen, so dass es sich angeboten hat, die im Laufe der Woche hinzugekommenen letzten Blätterberge zusammenzutragen und in Säcke bzw. die Biotonne zu verfrachten. Bei der Gelegenheit habe ich auch alle restlichen Feigen explizit vom Baum abgepflückt und M. die noch einigermaßen reif aussehenden zurückgelegt. Dann werden auch keine faulenden Früchte mehr herunterfallen. Das Wasser im kleinen Springbrunnenbecken habe ich ebenfalls abgelassen und das Becken grob gesäubert, damit es für den Winter gerüstet ist. Ganz abgeschlossen und für den Winter bereit ist der Garten aber noch nicht. Meine Chilipflanzen stehen immer noch an ihrem Platz, weil ich auf das Ausreifen der noch verbliebenen Schoten hoffe und es ja tatsächlich noch zumindest milde Temperaturen gab, die die Früchte der ohnehin späten Art auch im November noch reifen ließen. Und die Wassertanks müssen ebenfalls noch geleert werden, damit sie bei Frost keinen Schaden nehmen. Aber davon abgesehen sind wir ganz gut gerüstet, um uns bald schon der Advents- und Weihnachtszeit zu widmen, die wieder andere Aufgaben und schöne Herausforderungen mit sich bringen wird – so wir denn alle gesund bleiben und uns dem widmen können.

Wetterkapriolen und ihre positiven Ausprägungen

Am Wochenende, schätze ich, werde ich die letzten Herbstblätter zusammentragen und in die Laubsäcke verfrachten können. Dann dürften die Gartenbäume kahl dastehen und sich endgültig auf den Winter einstellen. Und wenn wir das Laub, immerhin zwei riesige Säcke voll, nicht extern zum Kompostieren ausbreiten, wird es wohl einige Wochen brauchen, bis wir es über die grüne Tonne portionsweise entsorgt haben werden. So war das schon in den Vorjahren, nur dass mit dem Wachsen der Bäume auch das Laubaufkommen immer größer wird. Nur ist das eine der Begleiterscheinungen des Herbstes, die wir gerne in Kauf nehmen, wenn wir möglichst typische Jahreszeiten erleben dürfen. Auch das war zuletzt nicht mehr selbstverständlich. Stichwort: Verschwinden der Jahreszeiten. So nenne ich dieses Phänomen oder die auf das Wetter durchschlagenden Folgen des Klimawandels ja an diesem Ort ganz gerne. Jetzt haben wir einmal eine Abweichung im positiven Sinne erlebt, nämlich einen goldenen November, wo sonst eher ein ungemütlicher, dunkler, nasser und kalter zu erwarten ist. Nicht ganz so schön sind die Abweichungen vom ehemals Normalen, wenn der Sommer fast komplett durchregnet und viel zu wenig Sonne scheint, was wir überwiegend 2025 eben auch erleben mussten. Dies also eine ganz kleine Entschädigung, ein _Ausgleich für die anstrengenden Wetterkapriolen dieses Jahres.

Chiliernte und Arbeit mit dem Herbstlaub der Gartenbäume

Das Kleinschneiden der schon seit einigen Tagen zum Trocknen ausgelegten Chilishoten war heute ziemlich aufwändig. Vor allem, weil ich bei diesen ziemlich ausgerieften Exemplaren unbedingt möglichst viele Samenkerne sichern wollte. Es sind noch deutlich mehr grüne Schoten an den Pflanzen herangewachsen, nur ist nicht damit zu rechnen, dass die alle auch zumindest gelb werden. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das enthaltene Saatgut dieselbe Qualität hat wie das der ausgereiften Exemplare. Bei den Glocken-Chilis, den roten Habaneros und den Bhut Jolokias dürfte ich ausreichend Samen gesammelt haben. Bei Caronlina Reaper könnten es zumindest ausreichend viele werden, um in der neuen Saison ein weiteren Versuch mit der Art zu starten. Vorn den drei Pflanztöpfen mit dieser Art sind zumindest zwei ganz gut gewachsen, tragen aber verhältnismäßig wenige Früchte. Oft war es zuletzt so, dass der Ertrag und die Wuchsfreudigkeit beim zweiten Anlauf deutlich besser waren. Das hoffe ich auch bei Corolina Reaper und vor allem bei den Habanero Chocalte, denn die stehen mir nur in einem Pflanzgefäß zur Verfügung und die sind noch seltener. DA kommt es dann auf jedes einzelne Samenkorn an. Gefallen würde mir mehr davon auf jeden Fall, weil die bräunliche Färbung der reifen Schoten schon besonders ist. Am Nachmittag hat das Zusammenrechen und verstauen des abgefallenen Herbstlaubs der Gartenbäume viele Stunden ausgefüllt. Eine unglaubliche Biomasse ist da angefallen, auch weil die Bäume eben deutlich ausladendere Kronen und mehr Blätter als in den Vorjahren tragen. Aber das Ganze ist auch irgendwie schön, weil wir so die Jahreszeit ganz bewusst noch einmal mitverfolgen und hautnah erleben können. Ich denke, noch eine weitere Herbstlaub-Gartenaktion dürfte noch folgen. Aber dann sind die Gartenbäume endgültig auf die kahle Winterzeit eingestellt.

Das ist der nachgeholte goldene Oktober – im November

Der Nachrichtensprecher am Nachmittag hat es ganz richtig erfasst. Wir erleben jetzt, Anfang November, tatsächlich die Tage, die sonst als der goldene Oktober bekannt und gewohnt waren. Nur dass sie im Oktober fast vollständig ausgefallen waren. Wieder eine dieser Seltenheiten, die mit dem Wandel unseres Klimas zusammenhängen. Auch die Chilis und Feigen reifen ja in größerer Zahl auch erst jetzt richtig aus, was sonst mindestens 5-6 Wochen früher in der Form der Fall war. Alles verrückt und alles zunehmend unvorhersehbar. Dank der milden Temperaturen hält sich auch das Herbstlaub der Bäume länger als sonst an den Bäumen. Aber bei moderatem Wind fallen jetzt täglich auch viele Blätter herunter und bilden mittlerweile einen dichten und hohen bunten Laubteppich im Garten. Ich habe das Gröbste heute Nachmittag mit dem Laubrechen zusammengetragen udn aufgehäuft, teilweise auch schon in die Biotonne verfrachtet, die morgen abgeholt wird. Aber demnächst werden noch größere Mengen Laubbiomasse anfallen, die wir zunächst in großen Grünschnittsäcken zwischenlagern und dann und nach in die Tonnen zum biologischen Recycling geben werden, wie schon in den Vorjahren.

Aufbauende Licht-Herbst-Tage

Solche sehr sonnenreichen Tage im Herbst wie dieser sind einfach belebend. Ich hoffe, die Chilis haben davon profitiert und werden doch noch überwiegend ausreifen. Sehr schöne Exemplare habe ich schon gesammelt und zum Trocknen ausgelegt. Ansonsten ist die Erntesaison eigentlich abgeschlossen. Und dank der jetzt trockeneren Tage und eher milden Nächte halten sich auch die Blätter der Bäume noch länger als erwartet in typisch herbstlicher Verfassung, bevor sie abfallen. Könnte sein, dass wir dieses Jahr einmal ein eher lichtes Allerheiligen erleben dürfen. Extrem nebliges, nasses und dazu noch kaltes Wetter zu Allerheiligen hatten wir schon allzu oft. Eines dieser sonnenreichen Allerheiligenereignisse passt auf andere Weise zur besonderen Bedeutung dieses Feiertags.

Doch noch passable Herbststimmungstage

Es scheinen doch noch recht passable Herbsttage nachzukommen. Jedenfalls sind die Temperaturen gerade mild zu nennen, wenn sich auch die Sonne dabei rar macht. Aber bei den Chilis merke ich, dass die zuletzt fast schon verloren geglaubten Schoten doch noch ins Reifestadium übergehen. Sehr langsam zwar, aber ich denke, es kann noch eine respektable Ernte auch der neuen Sorten geben, gerade weil die Nächte eben noch nicht frostig sind und die Pflanzen somit ihr Laub noch halten können. Gießen ist wegen des vielen Regens zuletzt kaum noch nötig. Eigentlich eine sehr arbeitsarme Sache jetzt, ich kann mich auf das Ernten, sortieren und Extrahieren der Samen für die nächste Saison konzentrieren. Und der Blätterherbst der Bäume dehnt sich ebenfalls erfreulich aus, da sich noch viele Herbstblätter an den Zweigen gehalten haben. Damit haben wir viel mehr von der ästhetisch ansprechenden Jahreszeit.

Baumherbstmomente wahrnehmen

Wegen der Schläfrigkeit der meisten Auftraggeber konnte ich auch heute wieder lange, konzentriert und mit wenig Unterbrechung meine Projektarbeit voranbringen. Das ist der größte Vorzug dieser ansonsten schwierig zu ertragenden Jahreszeit. Ich versuche an solchen Tagen sich bietende Gelegenheiten zu nutzen, um mich draußen zu bewegen, bei frischem Wind und zeitweilig wärmenden Sonnenmomenten. Toll ist es, in solchen Stunden den lebendigen Blätterherbst zu beobachten. Bei so viel Wind lösen sich die Herbstblätter schneller und manchmal in großen Mengen von den Bäumen. Leider muss man sagen, weil so der ästhetisch anregende Baumherbst umso schneller vorbeigeht. Aber die verschiedenen Arten sind nicht alle gleich schnell bei der herbstlichen Blattfärbung und halten oft ihre grünen Blätter noch sehr lange. Im Garten sind bei uns die Blätter der Weinstöcke schon fast vollständig abgefallen, beim Walnussbaum mehren sie sich täglich, beim Feigenbaum sind es noch nicht so viele, während die Feigen selbst jetzt immer schneller ausreifen, und beim Ginkgo geht das ohnehin immer sehr kurzfristig. Immerhin haben sich die Ginkgoblätter schon überwiegend gelb gefärbt. Meist ist es so, dass mehreren sehr kalten Nächten und windigen Tagen in kurzer Zeit die Krone ganz kahl dasteht und sich darunter, rund um den Wurzelbereich ein dichter Teppich weicher gelber Ginkgoblätter gebildet hat.

Die Garten-Erholungssaison beenden

Das sonnenreichere Wetter heute war doch sehr willkommen, da wie so oft am Samstag Gartenarbeit anstand. Diesmal habe ich die Sitzgarnitur unter der Hinterhausüberdachung winterfest gemacht bzw. teilweise auch nach innen geholt. Das ist immer ziemlich zeitaufwändig, auch weil so viele Kissen und Bezügen reinzuholen, zu waschen oder in Schränken bis zur nächsten Gartensaison zu verstauen sind. Außerdem habe ich einmal den ganzen Bereich hinterm Haus gekehrt und die erste große Ladung trockenes Herbstlaub von den Gartenbäumen in die Biotonne verfrachtet. Vor allem aber war es mir wichtig, den Efeu noch einmal vor dem Winter zurückzuschneiden. Diesmal nicht mit der Heckenschere, sondern per Hand mit der Gartenschere. Das war möglich, weil diesmal v. a. vereinzelte lange Triebe zu kappen waren, die ohne den Rückschnitt im Frühjahr ein chaotisches Bild ergeben hätte und dann zu viel Aufwand erfordert hätten. Zusammen mit einigen handwerklichen Arbeiten war mit diesen Aktionen der ganze Samstag komplett ausgefüllt. Gut, dass wir für die eher kontemplativen Anteile noch den Sonntag haben, erfreulicherweise wieder mit vergleichbarer zuletzt eher ungewohnt lichtreicher und moderat warmer Witterung.

Das vermeintliche Verschwinden der Jahreszeiten

Der erste Tag seit Langem, der tatsächlich wie goldener Oktober wirkte. Wenn es doch wenigstens eine Woche anhalten würde, damit wir wirklich den schon ausgefallenen Altweibersommer kompensieren können. Klar, dass genau diese Witterung den Herbst beflügelt, denn bei kalten Nächten und sonnendominierten Tagen mit Licht sehen sich die Bäume besonders motiviert, ihre grünen Blattbestandteile abzuziehen, sich quasi aus der aktiven Wachstumsphase zurückzuziehen. Für uns ist dann ein jahreszeitliches Faszinosum, das nie seine Wirkung verlieren wird. Dass sich die Jahreszeiten, und so auch der Herbst in den Farben und der Konsistenz der Baumblätter spiegeln, das gehört einfach zur DNA aller Bewohner der mittleren Breiten. Und das prägt unser Symbolverständnis und unsere Kultur. Eben deshalb thematisiere ich hier so häufig das vermeintliche Verschwinden der Jahreszeiten, das an Tagen wie diesem wie eine unzutreffende Diagnose erscheinen mag.

Rätselhafte Jahreszeiten

Immerhin ist im Laufe des Tages eine Erwärmung spürbar gewesen, nachdem wir einige wirklich unangenehme, lauwarme und nasse Tage erleben mussten. Ganz unpassend zur Jahreszeit, in der es normalerweise sonnenreich und frühherbstlich warm sein sollte. Aber normal ist eigentlich nichts mehr. Ich fürchte auch, dass wir dieses Jahr wieder keinen schönen Blätterherbst erleben werden. Denn bei solchem Wetter bleiben die Bäume weitgehend grün, und ob die so anregende und eindrucksvolle Herbstfärbung überhaupt noch über Wochen zu sehen sein wird, scheint aktuell ungewiss. Möglicherweise wird das Grün abrupt in einen schnell verlaufenden Laubfall umschlagen, so dass der Baumherbst wieder einmal nahezu ausfällt und gleich in Frühwinter übergeht. Wieder so eine Unregelmäßigkeit, die einen ratlos macht.

Gartengrün und Gartenbäume zwischen Sommer und Herbst

Das ist mit dem zwischenzeitlich satten Regen natürlich ein ideales Wachstumswetter, zumal die Restwärme des Spätsommers noch nicht ganz verflogen ist. Man kann beobachten, wie das Grün sich fast täglich mehr Raum greift und einem letzten Höhepunkt entgegenstrebt. Auch der Efeubewuchs auf unserer Mauer und über der Grotte ist in den letzten Wochen wieder explodiert und hat lange neue Triebe gebildet, die von der Mauer abstehen und demnächst wieder zurückgeschnitten werden müssen. Dann wahrscheinlich das letzte Mal für dieses Jahr. Und auch bei den Obstbäumen geht jetzt alles dem Abschluss der Saison entgegen. Nur die Äpfel sind noch nicht ganz so weit. Die Nashi-Birnen können noch einige weitere Tage zum Ausreifen gebrauchen. Und bei den Feigen weiß man eigentlich nie. Die bewegen sich manchmal wochenlang überhaupt nicht. Und dann finde ich bei genauerem Hinsehen doch noch einzelne, dann sogar sehr große und wohlschmeckende dicke Feigenfrüchte, über die sich M. besonders freut, weil es sich um Früchte des persönlichen Lebensbaums handelt. Aber auch nach dem Abschluss der Baumobstsaison ist von den Gartenbäumen und denen in freier Baumlandschaft noch viel Anregendes zu erwarten. Vor allem ein möglichst typischer, farblich kontrastreicher und farbgesättigter Baumherbst wäre schön. Noch schön, wenn der mit milder Temperatur und viel Licht begleitet ist. Dann nämlich kommen die Herbstfarben erst richtig zur Geltung, und nur dann kommt die ungebremste Herbststimmung in ihrer positiven, lebensfrohen Ausformung zur Geltung.

Auf den Gartenwinter vorbereitet

Die krassen Temperaturunterschiede setzen sich sogar bis in den Winter hinein fort. So sind wir gerade schon bei Minustemperaturen angelangt, die sich besonders früh morgens in Raureif und später dann in Schneeschauern niederschlagen. Zwischendurch herrscht Gefrierschrankatmosphäre. Und dann ab Sonntag für zwei Tage 15 Grade plus – verrücktes Wetter, mindestens so verrückt wie die Welt insgesamt. Unsere Gartenbäume sind jetzt komplett blattlos. Die letzten Herbstblätterdecken und -berge konnten wir allerdings noch nicht zusammentragen. Das wird wohl bis nächste Woche dauern, wenn morgen ist bei solchen Temperaturen daran nicht zu denken. Ich bin froh, dass wir in den letzten Wochen sukzessive schon alles für den Winter vorbereitet haben. Die Sitzgarnitur im Garten ist abgeräumt und eingepackt. Die Pflanzkübel sind weitgehend geleert und alles, was den Winter nicht überleben kann, ausgetopft. So viel Gartenarbeit bleibt jetzt nicht mehr übrig. Die Gedanken richten sich eher schon in Richtung des Frühjahrs, wenn als erstes die Gartenbäume zurückzuschneiden sind. Früh genug, bevor die ersten Triebe entstehen.

Poetischer Laubwurf der herbstlichen Bäume

Beim Blick aus dem morgendlichen Fenster im 1. Stock haben sich die Gartenbäume erstmals fast blattlos gezeigt. Der Ginkgo und der Nashi-Birnenbaum haben ihre Herbstblätter noch am längsten gehalten. Gerade beim Ginkgo verlief das Abwerfen des Herbstlaubs ungewöhnlich langsam, erstreckte sich über bestimmt 3 Wochen. In früheren Jahren war das in wenigen Tagen abgeschlossen, wobei der letzte Rest meist ganz plötzlich von den Ästen hinuntersegelte, durch heftigen Wind nach einer kalten Nacht z. B. begünstigt. Diesen Moment hatte ich schon einmal beobachten dürfen und hatte damals bedauert, es nicht im Video festgehalten zu haben, weil das etwas Dramatisches an sich hat und die natürliche Notwendigkeit in einer sehr poetischen Form verkörpert.

Herbst-Winter-Arbeiten im Garten

Mit ganz schön viel Gartenarbeit war dieser Samstag ausgefüllt. Vor allem das immer opulenter sich auftürmende Herbstlaub unserer Gartenbäume hat einigen Aufwand erfordert, da es sich nicht nur auf Rasenflächen und Hecken, sondern auch auf dem Gehpfad, dem entleerten Wasserbecken und auf Überdachungen festsetzt. Vieles habe ich entfernt und zusammengetragen. Aber der Ginkgo sowie die Nashi-Birne haben ihr Laub noch nicht vollständig abgeworfen, so dass dieselbe Menge wie heute sicher noch in den kommenden Tagen nachkommen wird. Neben dem Laub habe ich auch die winterfesten Blumen und Stauden für unserer Pflanzgefäße vorm Haus eingepflanzt bzw. zuvor die einjährigen Blumen dort ausgepflanzt, entsorgt und frische Erde aufgefüllt. Das sieht jetzt ganz gut aus und wird sicher den Winter über ausreichen. Die vielen Pflanztöpfe und -tröge, deren Pflanzen nicht mehrjährig sind, habe ich ebenfalls entleert und gesäubert. Zumindest größtenteils, einige haben wir noch bepflanzt gelassen, weil die Blumen darin noch ganz frisch sind und schön blühen. Und die allerletzten Chilis habe ich ebenfalls geerntet. Die sind allerdings fast noch vollständig grün, bringen zwar schon Schärfe mit, werden sich aber etwas unschön mit den rot-gelben getrockneten Flocken der bisherigen Ernte mischen und damit das Chilipulver später etwas heller machen.

Traditionsorte, biografische Erinnerungen und goldene Oktobertage

Das ganze bisherige Jahr waren die Gelegenheiten für Ausflüge, Ausstellungs- und Marktbesuche sehr rar gewesen. Einigem, was traditionell möglich war, standen ungünstige Bedingungen entgegen, anderes fand gar nicht mehr statt. Aber zuletzt haben wir dann doch einige z. T. unverhoffte Gelegenheiten wahrnehmen können. Unter anderem den Besuch des Traditionsmarktes, der nach 4 Jahren Pause erstmals wieder zum Leben erweckt worden war. Und auch auf dem heutigen Markt, der auf Plakaten mit dem Stichwort „Goldener Oktober“ beworben wurde, was bei dem lichten Wetter und der davon schon stärker herbstlich geprägten Baumlandschaft heute durchaus passend erschien, waren wir schon einige Male, aber zuletzt eben auch vor einigen Jahren. Es ist schön, trotz der Lücken und langen Pausen immer wieder vertraute Gesichter und Stände zu erblicken. Und auch Bekannten sind wir begegnet, in einer kleinen Stadt, die wir nur selten besuchen, mit denen uns aber ein herzliches Wohlwollen verbindet. Obwohl schon im benachbarten Bundesland liegend, steht uns dieser Ort näher als manches Ausflugs- und Einkaufsziel im eigenen Land. Die Fahrt hin und zurück gehört für uns immer zu dem Eindrücklichsten an den Ausflügen nach S. Denn am Flussufer entlang ist das einfach ein toller landschaftlicher Eindruck, der viele Erinnerungen aus der eigenen Biographie weckt und den reinen Landschaftseindruck damit symbolisch verstärkt. Vor allem erinnert S. an Ms Geburtsort und an wichtige Stationen der früheren Kindheit. Den Friedhof, auf dem Ms Mutter einmal beerdigt war, konnten wir auf dem Rückweg aber doch nicht mehr besuchen. Dafür wollen wir bei anderer Gelegenheit, mit mehr Zeit, noch einmal gesondert aufbrechen.

Neue Chancen auf goldene Oktobertage

Es war ein schon traditionell gewordener Ausflug heute, der zwar einem profanen Einkaufszweck diente, in der Familiengeschichte aber einen besonderen Stellenwert eingenommen hat. Insofern war ich froh, zusammen mit M. wieder dorthin zu fahren und notwendige Dinge zu erledigen. Allein die Hin- und Rückfahrt hat etwas, was mit innerfamiliärer Kommunikation zu tun hat. Aber auch die weitere Region kann durch diese Fahrten wieder in Erinnerung gerufen werden. Es ist eben nicht nur die romantische Fahrt über Land und durch Waldlandschaften, die reizvoll wirken können. Manchmal ist es einfach die Anknüpfung an langjährige Erfahrungen und Gewohnheiten, die anregend wirken können. Nebenbei habe ich heute erstmals bemerkt, dass der Baumherbst tatsächlich angekommen ist. Denn verbreitet waren herbstlich gefärbte Baumkronen zu sehen, in einer Dominanz, die deutlich für den Herbst spricht. Irgendwann ist das Laubgrün eben quantitativ und dann auch in der Wahrnehmung unterlegen und wird von den Braun-Rot-Gelb-Tönen des Baumherbstes überlagert. Wäre schon, wenn nächste Woche tatsächlich noch einmal eine Wärmeperiode beginnt. Dann könnte doch noch etwas aus dem goldenen Oktober werden, der nur mit trockenen Abschnitten eine Chance hat.

Bunte Jahreszeitenwundertüte

Kein Wetter fürs Fotografieren. So erfüllt sich mein Wunsch nach einem goldenen Oktober wohl doch nicht, obwohl es einige Tag Anfang des Monats danach aussah. Schade, denn damit werden auch die avisierten Herbstlaub-Fotografien wohl nichts werden. Wenn es nämlich so viel regnet und dann über Nacht frostige Temperaturen eintreten, fallen die Blätter häufig gleich von den Bäumen, ohne zuvor zu trocknen und das Grün zu verlieren. Verrottete Baumblätter sind so in den Vorjahren häufig im Oktober zu sehen gewesen, seltener die typischen ausgetrockneten und vom Chlorophyll befreiten Herbstblätter mit den braun-gelb-roten Farbtönen. Aber noch stehen zwei Drittel des Monats bevor. Vielleicht erleben wir noch eine positive Jahreszeitenwundertüte.

Hoffnungen auf den goldenen Oktober

Den Wetterbericht hatte ich zuletzt ganz anders interpretiert. Aber in unserer Region scheint es das Wetter ausnahmsweise in diesem Jahr einmal besser zu meinen als erwartet. Jedenfalls hatten wir erstaunlich viel Sonne, noch etwas mehr als gestern schon. Das ist natürlich gut für meine späten Gemüsepflanzen, v. a. die Chilis, die zwar schon eine Reihe von Schoten haben reifen lassen. Aber gerade die Pflanzen mit den meisten Schoten sind noch nicht so weit, tragen zwar viele Früchte, die aber nicht richtig wachsen und erst recht nicht ausreifen wollen. So viel Sonnenlicht ist da natürlich förderlich und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass daraus noch etwas wird. Für die Bäume hat das schöne Oktoberwetter zwar keine aufbauenden Funktionen mehr. Aber wir könnten dank der Sonne noch zu einem goldenen Oktober kommen und echte herbstliche Laubfärbung erleben. Dann könnte ich nach Jahren auch wieder dazu kommen, mein fotografisches Portfolio im Bereich der Baumherbstfotografien zu erweitern. Um in dem Motivbereich wirklich neue und gute Ergebnisse erzielen zu können, bedarf es schon einer stabilen herbstlichen Wetterlage. Wir dürfen gespannt bleiben.

Herbstliche Kompensationen

Während dieser extrem ungemütlichen Tage fast ohne Licht und mit wenig Wärme bin ich stimmungsmäßig der Weihnachtszeit schon näher als dem Sommer. Dabei liegen die sehr sonnenreichen und auch warmen Spätsommertag gerade erst hinter uns. Mein Bedürfnis nach symbolischer Kompensation des fehlenden jahreszeitlichen Naturerlebnisses wächst jedenfalls. Und abgesehen von dem möglichen Trödelmarktbesuch am Wochenende fällt mir auch nicht mehr sehr vieles ein, was mich nach draußen zieht. Ein schöner Baumherbst mit typischem Herbstlaub im Rahmen eines goldenen Oktobers könnte so eine Attraktion sein. Ich hoffe, dass wir zumindest Ansätze davon noch erleben. Aber wenn nicht, kann die Zeit der Baumsymbole und Symbolbäume gerne auch schon etwas früher präsent sein. Etwa in Form einer vorgezogenen gefühlten Weihnachtszeit.

Novemberlicht, Allerheiligen und der natürliche Niedergang

Den Friedhof haben wir am späten Nachmittag noch im Hellen aufgesucht, was wir im Vorjahr auslassen mussten. Aber eine Allerheiligenstimmung wollte sich heute nicht einstellen. Weder das Wetter noch die Atmosphäre hat mich an das erinnert, was ich traditionell mit Allerheiligen in Verbindung bringe. Merkwürdig, aber ähnliche Veränderungen stelle ich auch bei anderen Fest- und Feiertagen fest. Es ist, als wenn sich die atmosphärische Dichte des Feiertagserlebens kontinuierlich verringerte. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das eine individuell mit dem Altern zusammenhängende Erscheinung ist, oder doch eine tatsächliche Wandlung in der Rezeption und Pflege von Traditionen. Vorher hatte ich die inzwischen schon seltene Gelegenheit genutzt, mich in der aktuellen Baumlandschaft umzusehen, die doch so etwas wie Herbst aufblitzen ließ. Vor dem Hintergrund des 1. Novembers hatte der aber schon eine spätherbstliche Anmutung, was v. a. mit dem Licht dieser Tage zu tun hat. Aber auch mit dem Erscheinungsbild der Bäume, die nicht nur herbstliches Laub tragen und abwerfen. Auch die Früchte vieler Bäume und Sträucher lösen sich in diesen Wochen sukzessive auf, verfärben sich dunkel, werden von Wind und Regen ausgelaugt und zersetzen sich zum Teil schon am Zweig, bevor sie endgültig abfallen und in den Kreislauf übergehen. So stehe sich in der Anmutung der Baumlandschaft gerade morbider Niedergang und die Lebendigkeit vortäuschende Farbigkeit des Herbstlaubs gegenüber.

Baumnovember - Vergehende Hagebutten I
Baumnovember - Vergehende Hagebutten II
Baumnovember - Vergehende Weißdornfrüchte I
Baumnovember - Vergehende Weißdornfrüchte II
Baumnovember - Vergehende Schlehdornfrüchte
Baumnovember - Spitzahornzweig mit Herbstlaub I
Baumnovember - Spitzahornzweig mit Herbstlaub II

Herbstdekorationen und herbstlich geprägte Baumlandschaft

Ganz ist das große Themenfeld herbstlich vegetativer Dekoration für dieses Jahr noch nicht abgeschlossen. M. hat sich einige Zweige vom Pfaffenhütchen mit seinen jetzt noch farbenfrohen reifen Fruchtständen gewünscht, die V. mitgebracht hat. Außerdem noch einige weitere Heckenrosenzweige, weil die Hagebutten gerade im Herbst so schöne rote Farbakzente in der Wohnung setzen. Andere Herbstdekorationen haben wir aus den Schränken geholt, darunter verschiedene Strohblumensträuße, die ich den vergangenen Jahren nach Farbbereichen sortiert gesammelt getrocknet und auf Drähte aufgesteckt hatte. Die kleinen Sträußchen behalten seitdem ihre Form sehr genau, auch weil sie den größten Teil des Jahres licht- und staubgeschützt stehen und so gut wie nichts von ihrer intensiven Farbigkeit eingebüßt haben. Gerade die in Rot-Gelb-Braun-Tönen changierenden Sträuße der beiden letzten Jahre vermitteln in meinen Augen eine sehr authentischer Herbststimmung und haben damit dieselbe Wirkung auf uns wie das Herbstlaub der Bäume. Nur lässt sich das nicht gut aufbewahren und wiederverwenden, sondern ist etwas Flüchtiges, dessen Reiz von seiner situativen Rezeption im Umfeld der Baumlandschaft abhängt. Und damit davon, dass wir die Jahreszeit bewusst wahrnehmen und möglichst zu unterschiedlichen Tageszeiten in der herbstlich geprägten Landschaft bewegen.

In der Weihnachtszeit angekommen

Adventskalender 2022: Blatt zum 6. Dezember

Jetzt ist schon Nikolaustag und die Menschen sind endgültig in der Weihnachtszeit angekommen. Mir ist nach einigen Regelungen am Vormittag der Schreck des Vorhabens einigermaßen von der Seele abgefallen. Aber ich hätte auf die böse Überraschung auch verzichten können. Immerhin konnte ich mehr realisieren an diesem geschäftigen Tag, als ich zuvor gedacht hätte. Allmählich laufen die Fäden der verschiedenen langwierigen Projekte doch zusammen. Und zwischendurch ist sogar noch Zeit und Ruhe für eine handwerkliche Arbeit und ein wenig Gartenarbeit geblieben. Die Berge von Herbstlaub, die wir schon vor Wochen oder Tagen zusammengetragen hatten, mussten endlich in Biotonnen oder Zwischenlagerungsbehältern verstaut werden, damit der Garten wirklich für den Winter vorbereitet werden kann. Ansonsten sind bei den Blumen noch einige Vorbereitungen und Umpflanzungen vorzunehmen. Das werden aber wirklich die letzten Gartenarbeiten für dieses Jahr gewesen sein.

Herbstfarben bei Blüten und Blättern

Die in diesem Jahr gesäten Strohblumen gehörten wohl nicht zu den großblütigen. Vielleicht lag es aber auch an dem trockenen Sommer, dass die Blüten diesmal zwar sehr schön, aber nicht extrem zahlreich und vor allem kleiner ausgefallen sind. Über die Sommermonate habe ich kontinuierlich die schönsten Blüten gesammelt und mich diesmal auf ein enges Spektrum der gelblichen bis hell-rötlichen konzentriert. Und auch wenn nach alle dem Auswählen und nachträglichen Aussortieren nur recht wenige zusammengekommen sind, ist es doch eine sehr ansprechende und stimmige Auswahl geworden. Im Ergebnis des kleinen Sträußchens, das ich gestern arrangieren konnte, kommen diese Gelb-Rot-Töne doch sehr schön heraus und unterscheiden den kleinen Strauß erkennbar von seinen Vorgängern, die mehr bräunliche Herbstfarben versammelten. Dieses ist jetzt eine sehr frisch und spätsommerliche anmutende Variante, die in einer roten Murano-Vase präsentiert, wirklich Freude macht. Da hat sich der langwierige Aufwand doch gelohnt, zumal ich in den beiden Vorjahren keine Strohblumen großgezogen hatte und nach der Pause ein neues Exemplar doch auch anregend wirkte. Währen die Vorgänger mit den Herbstfarben mich tatsächlich auch an Baumblätter und ihr typisch rost-rotes Farbenspektrum erinnert haben, ist dieser neue doch für Strohblumen spezifisch und wirkt eben als Blütenstrauß. Genau das Richtige für die Wohnungsdekoration in dieser Übergangsjahreszeit, bevor wir uns der vegetabilen Ästhetik der Weihnacht zuwenden.

Zwischen Altweibersommer und goldenem Oktober

Es ist schön, dass wir in diesen Tagen, die eigentlich typisch dafür sind, doch noch die Anmutung eines Altweibersommers erleben dürfen. Es ist genau die milde Luft mit zeitweise kaltem Wind und die schon schwächer werdende Sonne, die den Übergang vom Spätsommer zum Frühherbst markiert. Ein Übergang, in dem alles gleichzeitig präsent ist, sehr reizvoll, nämlich die Wärme und das Licht des Sommers und die Frische, Nässe und die Farben des Herbstes. Die zeigen sich jetzt immer mehr und öfter, nicht nur weil die extreme Hitze viele Pflanzen hat frühzeitig welken lassen. Jetzt kommen eben die echten Herbstfarben noch hinzu. Wäre schön, wenn dieser Eindruck in einen schönen goldenen Oktober überginge und damit gefühlt weiter anhielte.

Letztes Herbstlaub und erste Weihnachtsdekoration am 17. Geburtstag des Baumtagebuchs

In diesem Herbst merkten wir zum ersten Mal deutlich, wie stark unsere Gartenbäume geworden sind. Denn sie werfen jetzt viel mehr Laub ab als zuvor. So war auch heute wieder notwendig, aber jetzt wohl zum letzten Mal für dieses Jahr, das gefallene Laub zusammenzutragen und in Grünschnittsäcke und Tonnen zu lagern, bis ich es nach und nach über die Biotonne entsorgen kann. Vor allem die Rasenflächen können jetzt wieder atmen und auch für die Erdflächen ist es einfach schöner anzusehen, wenn der Großteil des Laubs entfernt wird und nicht an Ort und Stelle verrotten muss. Nach diesen wohl letzten Gartenarbeiten habe ich früher als sonst den künstlichen Weihnachtsbaum für den Bereich neben unserem Hauseingang schon aufgebaut und mit seiner bernsteinfarbenen LED-Lichterkette ausgestattet. Nur die Kugeln will ich erst nächste Woche, pünktlich zum 1. Advent hinzufügen. Und bei der Gelegenheit habe ich auch noch den schönen LED-Leuchtkranz an der Haustür montiert und die Kabel verlegt. So können wir die kommende Woche nuten, um die restlichen Adventsvorbereitungen zu treffen. Das finde ich besser, als alles auf das letzte Wochenende vor dem 1. Advent zu schieben, was dann einfach zu viel auf einmal ist. Die Beleuchtung werde ich erst Ende der kommenden Woche aktivieren. Aber dass die Außendekoration schon mal steht, ist uns eine Beruhigung und lässt uns die Weihnachtszeit schon einmal etwas vorziehen. Und nun hätte ich es beinahe vergessen: Das Baumtagebuch feiert heute Geburtstag, es ist der siebzehnte, ist somit immer noch ein jugendliches Projekt, das aber autobiografisch betrachtet schon ein Drittel meines Lebens begleitet. Und so sind die Bäume tatsächlich zu einem wesentlichen Bestandteil meines Lebenslaufs geworden.

Letztes Herbstlaub

Bei den wiederholt frostigen Nächten sahen sich jetzt auch die zähesten Bäume gezwungen, den Rest ihres Laubs abzuwerfen. Nun steht auch unser Nashi-Birnenbaum ganz kahl da. Und der Rasen und die Pflanzflächen sind schon wieder mit Herbstlaub bedeckt. Eine Arbeit fürs Wochenende, zusammen mit dem Ausgraben der letzten noch in der Erde verbliebenen Wurzeln von Stauden, die uns im Sommer so viel Freude gemacht haben. Dann haben wir die aktive Gartensaison wohl endgültig abgeschlossen und können uns ganz der Vorbereitung der Adventszeit mit den vielen ebenfalls vegetabilen Gestaltungen widmen.

Den Garten für die Winterzeit vorbereiten

Der Walnussbaum vor allem, aber auch die Feigenbäumchen, der Nashi-Birnenbaum und der Ginkgo haben in diesem Herbst Unmengen an Laub produziert. Anders als sonst sind wir nicht dazu gekommen, es sukzessive zusammenzutragen und zum Kompost zu geben. So hatte sich eine Riesenmenge angehäuft, die ich heute im Eildurchgang mit dem Rechen auf große Haufen konzentriert und dann zum Teil in die Komposttonne gebracht und zum Teil in Grünschnittsäcken zwischengelagert habe. Auch das Springbrunnenbecken habe ich abgelassen, die Rizinusstauden abgeschnitten und die Pflanzkübel der Chilis umgestülpt, so dass der ganze Erdballen mit Wurzeln nun abtrocknen kann, um irgendwann auch in die Biotonne zu kommen. Damit sind schon wichtige Arbeiten für die Winterfestigkeit des Garens gemacht. Da aber gerade der Walnussbaum und der Nashi noch einiges an Laub nicht abgeworfen haben, sind wir noch nicht am Ende. Also noch mindestens zwei Wochen Beschäftigung mit diesen Herbstgartenarbeiten, bis uns die Adventszeit mit ihren vielen Herausforderungen in der vegetabilen Dekoration und im stimmungsvollen Schmücken uns vornehmlich in Anspruch nehmen und ebenso angenehm begleiten wird.

Die Illustration des Baumherbstes übergehen

Schade, dass die nächsten Tage verregnet sein sollen. Denn andernfalls hätte ich die letzte Gelegenheit gerne genutzt, den gerade erst sichtbar gewordenen Blätterherbst fotografisch festzuhalten. In dem Motivfeld bin ich länger nicht unterwegs gewesen, so dass ich es gerne einmal wieder ausgeweitet hätte. Allerdings befürchte ich, mit der Illustration des diesjährigen Baumherbstes wird es nichts mehr. Die Chance auf atmosphärische Bereicherungen in der Adventszeit ist da schon realistischer. Und darüber reden wir intern auch schon regelmäßig. So werden zu den zahlreichen schönen Möglichkeiten, die Weihnachtszeit auszugestalten, sicher noch weitere neue hinzukommen. Eines davon ist ein großformatiger Leinwanddruck, der eines meiner letztjährigen Weihnachtsmotive aufgreift. Das wird dann eine Art Eigenzitat.

Spärliche Ansätze von goldenem Oktober

Herbst ist derzeit ein großes Thema, auch in den Medien. Das zeigt, wie wichtig für uns alle die Jahreszeiten sind, und dass man sie äußerlich gespiegelt sind. Am deutlichsten natürlich in den Bäumen, ganz besonders eindrücklich am Beispiel des Laubfalls und der herbstlich bunt gefärbten Baumblätter. Eigentlich erleben wir jetzt erst den Blätterherbst, viel später als sonst, wie es schon bei allen Vegetationsäußerungen über den gesamten Sommer beobachtet werden konnte. Ich freue mich über zumindest spärliche Ansätze von goldenem Oktober, jetzt kurz vor Ende des Monats.

Weißdornopulenz

Noch ein Tag mit unverhofften landschaftlichen Lichtblicken. So zog es mich um die Mittagszeit wieder auf meinen Lieblingsweg, und wieder waren es die Schlehdorn- und vor allem die Weißdornhecken, die ins Auge fallen, weil sie so überreich mit Früchten beladen sind, während die Blätter schon überwiegend abgefallen sind. Bei den Frucht tragenden Sträuchern ist in diesem Jahr alles sehr opulent ausgefallen. Ein unglaublicher Überfluss, der allerdings kaum zur Erweiterung der stark gestalteten Landschaft am Flussdamm beitragen dürfte.

Weißdornstrauch mit Früchten im Spätherbst

Novemberliche Lichtblicke

Es ist toll, dass wir Anfang November noch einmal die Sonnenstunden erhalten, die wir im Oktober vermisst haben. So hell hätte ich diese Tage nicht mehr erwartet. Das ist gut für unsere Nutzpflanzen, vor allem die Chilis können jetzt doch noch größtenteils ausreifen und tuen es auch ansatzweise. Den Rest übernimmt die Wärme auf der Fensterbank, sie müssen nur schon ein wenig am Strauch angefärbt gewesen sein. Natürlich haben die Bäume jetzt nicht mehr viel von dem Licht, weil sie ihr Blätterkleid schon überwiegend abgeworfen haben. Aber wir erfreuen uns eben an der Helligkeit selbst, an der sanften Wärme, die sie zwischendurch bei ansonsten kühler Luft hinterlässt und daran, dass alles, was noch Grün ist, seine spätsommerliche Anmutung einige Tage länger beibehalten kann und uns den Übergang etwas erleichtert. In dieser Krisenzeit mit so viel Demotivation und Verunsicherung bedeuten solche natürlichen Lichtblicke schon eine Erleichterung.