Die Holzofenwärme tut gut

Gut, dass wir vor zwei Wochen mit der Holzofensaison gestartet sind. Bei so extrem ungemütlichem Winterwetter, immer leicht nass und knapp oberhalb des Gefrierpunkts, ist die wohlige Ofenwärme ein Segen. Natürlich wird der Holzvorrat genauso stark geschröpft, wie ich es vom Vorjahr kannte. Bei einer sehr langen Ofensaison wird der immerhin doppelt so große Vorrat – im Vergleich zum Vorjahr – aber wohl nicht ausreichen. So ist es nicht ausgeschlossen, dass wir im Januar oder Februar nochmal neue Fichtenholzscheite herbeiholen und in ofengerechte Abschnitte sägen müssen. Bei frostigen Temperaturen ist das dann allerdings kein Spaß.

Früherer Start der Holzofensaison

Ich freue mich, M. heute davon überzeugt zu haben, den Holzofen jetzt schon anzufeuern. V. hat die Idee bereitwillig aufgegriffen und schon den ersten Stapel Brennholz ins Haus geholt. Der Ofen selbst wird aber erst ab morgen in Betrieb gehen, auch wenn M. das wegen der dort dann nicht mehr möglichen Dekoration lieber aufgeschoben hätte. Aber wir hatten das ja nicht ohne Grund schon lange vorbereitet und ungewöhnlich viel Brennholz in ofengerechte Abschnitte gebracht. Das macht eigentlich nur Sinn, wenn wir auch früher als sonst mit dem Holzbrand beginnen. Bei derart ungemütlichem Wetter, dieser kalten Nässe, wird diese Art des Heizens sicher eine Wohltat. Und das passt doch gerade in die Adventszeit sehr gut. So bin ich gespannt, wie sich der Ofen diesmal führen lässt und ich hoffe, der überwiegend aus Fichtenholz bestehende Vorrat wird nicht allzu schnell aufgebraucht sein.

Energiekosten, Brennholz und Sparsamkeit

Auch heute kam beim neuerlichen Besuch des Heizungstechniker das Thema der Wärmeversorgung im Winter wieder auf. Tatsächlich scheinen sich das jetzt gerade viele durch den Kopf gehen zu lassen, auch bisher wenig genutzte Möglichkeiten wie den Holzbrandofen oder das Kamin zu nutzen. Leider sind die meisten offenen Kamine zum Heizen weniger geeignet. Sie sind zwar schön und verströmen Wohlfühlatmosphäre, aber die Wärme verpufft doch unkontrolliert. Wenig effizient, würde man heute sagen, ist diese Art von Brennholzverwendung. Fast zu schade, dass dafür Bäume viele Jahre lang ihre Lebensenergie im Holz konserviert haben. Aber auch viele andere echte Holzöfen sind oft nicht sehr geeignet, wirklich ausreichend Wärme zu produzieren und eine Alternative zu sonstigen Heizformen darzustellen. Auch weil das Brennholz aktuell praktisch mit den Preissteigerungen von Gas und Öl mitgezogen hat. Für jemanden, der keine Vorräte hat, ist das eigentlich auch schon unerschwinglich oder jedenfalls kein Vorzug. Da lässt sich kaum noch etwas empfehlen, außer mit welchem Energieträger auch immer so sparsam wie möglich umzugehen. Wir geben uns selbst die größte Mühe.

Ein gutes Stück Arbeit – und ein beruhigender Brennholzvorrat

Die Brennholzaktion heute war wie ein Pendant zur letzten vor 14 Tagen. Ein ähnlicher Ablauf, ein ähnliches Wetter, vielleicht etwas kühler und feuchter, aber es war so schon früh absehbar, dass diese Arbeit wieder den größten Teil des Tages würde in Anspruch nehmen. Immerhin haben wir die vorbereitete Fläche für den Brennholzhaufen wirklich abgedeckt. Nur in der Höhe könnten wir noch mehr stapeln. Eigentlich würde noch einmal eine flache Anhängerladung Holz in kleingesägter Form in diese Brennholzecke passen. Es war aber auch im Hinterkopf, diese Lücke in den kommenden Wochen weiter zu schließen, indem V. nach und nach im Kofferraum weitere 1 m Scheite herbeischafft und ich das alles zusammen dann in einer weiteren Sägeaktion ofengerecht schneide. Dann dürften wir für ca. 6-8 Wochen zusätzlichen Holzbrand gerüstet sein. Dennoch denke ich nicht, dass dieser Vorrat ausreichen würde, die ganze Heizsaison abzudecken, wenn wir z. B. schon im November mit dem Holzbrand begännen. Bei einem langen und strengen Winter werden wir wohl ach bei frostigen Außentemperaturen noch einmal für Nachschub sorgen müssen.

Mit dem Holzbrandofen die Heizung im Winter entlasten

Vielleicht haben wir morgen mit dem Wetter Glück und es ist uns noch ein einigermaßen spätsommerlicher Tag gegönnt. Das wäre gut, denn die zweite Charge unseres Winter-Brennholzvorrats wartet darauf herbeigeschafft und in ofengerechte Abschnitte gesägt zu werden. Das dürfte mindestens den Umfang von vor zwei Wochen haben und damit den ganzen Tag ausfüllen. Ich hoffe, das Wetter spielt mit, um diese wichtige Aktion durchführen zu können. An der Zeit ist es, denn in den nächsten Wochen kann es nur noch ungemütlicher werden. Und eigentlich hat die Heizsaison jetzt schon begonnen, auch wenn wir vorerst noch auf die Zentralheizung zugreifen. Die in nicht geringem Umfang zu entlasten, ist der Plan für diesen Winter. Und da spielt das Fichten- und Obstbaumholz aus unseren Lagerbeständen die Hauptrolle.

Winterlicher Erdkontakt

Es sieht fast so aus, als ob die von uns als wohlig empfundene Holzofenwärme anderen eher unheimlich ist. Jedenfalls meinte das eine häufige Besucherin und Ms Freundin, als sie heute ins Ofenzimmer trat. Vielleicht sind so temperaturempfindliche aber einfach noch nicht auf den Geschmack gekommen. Gerade in Erkältungszeiten schätze ich durchgängig durchwärmte Räume sehr, auch wenn die Luft etwas trockener ist, was wir ohnehin durch verschiedene Verdunstungsquellen ausgleichen. Aber diese Art von Heizung, die wir der Lebensenergie der Bäume und damit letztlich der Sonne zu verdanken haben, die ist für uns schon zu einem festen Bestandteil unserer jahreszeitlichen Wahrnehmung geworden. Anders herum ist der Winter fast nicht Winter zu nennen, wenn der Ofen mit Rücksicht auf nicht fallen wollende Temperaturen erst gar nicht angefeuert wird. Auch das haben wir schon einige Male gehabt und fühlten uns dann wehmütig, wie wenn man einen Verlust erlitten hat. Archetypische Einstellungen vielleicht, aber solche, die uns auch in dieser Zeit des Jahres, wenn die Pflanzen weit weg und kaum präsent sind, helfen, im Kontakt zur Erde zu bleiben.

Der Holzofen ist jetzt das Richtige

Inzwischen ist auch M. froh darüber, dass wir die Holzofensaison vor etwa einer Woche gestartet haben. Bei dem nasskalten Wetter scheint die unangenehme Kälte durch die Wände in einen hinein zu kriechen. Da tut die wohlige Holzofenwärme einfach gut, zumal sie durch alle Räume zieht und überall eine klamme Kühle vertreibt, die ansonsten in entlegenen Winkeln herrschen würde. Erschreckend ist allerdings, wie schnell sich der Brennholzvorrat reduziert. Schon nach wenigen Tagen ein empfindliches Loch in dem Haufen entstanden. Das spricht nicht gerade für den Brennwert des Holzes. Aber auch das verwundert nicht, besteht es doch überwiegend aus Nadelhölzern, mit einem Anteil von vielleicht einem Drittel, das sich aus länger anhaltenden, härteren Holzarten wie Apfelbaum, Zwetschgenbaum und Buche zusammensetzt. Jedenfalls wird es den Heizölvorrat schonen und uns temperaturtechnisch und atmosphärisch gut über die dunklere Winterzeit retten.

Die nächste Brennholzsaison vorbereiten

Vielleicht steht morgen oder am nächsten Wochenende die zweite Ration unseres Brennholzvorrats für den Winter zum klein Sägen an. V. hatte schon vor zwei Wochen die Stammabschnitte herangeschafft und teilweise bereits gespalten. Das Sägen mit der schweren Kreissäge in ofengerechte Abschnitte sollte nicht das Aufwändigste sein. Aber bei solchen Vorhaben spielt natürlich auch das Wetter eine Rolle, und die momentane Verfassung, die anstrengende Arbeiten auch mal scheitern lässt. Wir werden es kurzfristig entscheiden. Immerhin ist schon seit dem Frühjahr die Hälfte aufgefüllt, so dass kein akuter Bedarf besteht. Aber man ist eben immer beruhigter, wenn die Vorräte stehen und man sich nicht erst kurz vor den dauerhaften Frösten darum Gedanken machen muss. Ich wage keine Prognose. Aber es kann ja durchaus sein, dass ein wirklicher Winter wiederum nicht kommen wird und die Holzbrandsaison so möglicherweise nicht sehr lange andauert.

Ausfall der Holzofensaison ist möglich

Wenn der Winter tatsächlich nicht mehr zurückkommen sollte, könnte das erneut eines der Jahre werden, in denen der Holzofen gar nicht erst zum Einsatz kommt. Es ist nicht die Außentemperatur, bei der man sich den Ofen direkt herbeisehnt, wie zu Beginn des Winter 2016, als wir ganz sicher waren, mit dem Holzbrand bereits vor Weihnachten zu beginnen. Einfach weil die Kälte sich schon im Mauerwerk festgesetzt hatte und die typische Aufheizung durch den Holzofen genau die richtige Reaktion war. Falls aber doch noch ein anhaltender Kälteeinbruch kommen sollte, wäre unser angelegter Brennholzvorrat sicher bis zum Frühjahr ausreichend. Für die Heizkostenbilanz ist der Ofen natürlich vorteilhaft, deshalb weiß ich nicht, ob ich einen Ausfall der saisonalen Entlastung unbedingt begrüßen sollte. Jedenfalls müssen wir uns auf zunehmende Wechselhaftigkeit und damit auch Unvorhersehbarkeit in puncto Wetter und Heizung gefasst machen und auch dieser Folge des Klimawandels immer mit der passenden Abwägung begegnen.