Sonnentag im Vorfrühling

Wieder ein toller lichtreicher Sonnentag bei noch angenehmer Kühle. Daran könnte man sich gewöhnen. Richtig Frühling ist das noch nicht. Denn die Atmosphäre schien heute nicht danach und auch die Baumlandschaft zeigt bisher nur die üblichen Frühblüher Haselstrauch und Erle. Ansonsten gibt’s kaum neues Grün und auch keine Baumblüten. Gut, dass ich auch diesmal auf das Mitführen der Kamera verzichtet habe, denn es gab keine Motive. Auch in Sachen Holzstrukturen scheint sich über Winter nicht viel bewegt zu haben. Die Jahre, in denen die kommunalen Forste in den Wintermonaten sehr aktiv waren in ihrer Holzbewirtschaftung scheinen gerade ausgesetzt. Nur vereinzelt sieht man Spuren eines dezenten Rückschnitts. Selbst solche Aktivität scheint dem Krisenblues zum Opfer gefallen zu sein. Aber das ist auch gut, so können sich zuletzt sehr stark gelichtete Arten, v. a. bei den Sträuchern, wieder erholen, was sich in größerer auch optischer Vielfalt auswirken kann.

Eine Verwechslung beim Hasel

Diese Tage sind mir am liebsten. Ruhig etwas kühler, aber dafür viel Sonne und Licht. Das tut einem einfach gut, auch wenn man nicht in der Landschaft unterwegs ist. Da dringt das Lichte der Bäume auch bis zu den Innenräumen vor, auch wenn sie ihren eigenen neuen Zyklus noch nicht gestartet haben. Zumindest gilt das für die meisten Arten. M. hat heute vom Blumenladen einige Haselzweige mitgebracht. Das war natürlich unnötig, denn davon gibt’s bei uns jede Menge. Es hatte aber mit einer Verwechslung zu tun. Die schon kurz vor der Öffnung stehenden Knospen dieser Zweige sind Blattknospen, während M. von Blütenknospen ausgegangen war. Die aber sind schon im Vorjahr an den Sträuchern zu sehen, bzw. schon die fertigen Blütenkätzchen. Und sie um diese Jahreszeit rein zu holen, ist ohnehin zwecklos, da sie dann in kurzer Zeit schon zerfallen und nur jede Menge feinen Blütenstaub hinterlassen. Da sind die Blätter schon eher der Jahreszeit und der Pionierrolle der Art im Frühling entsprechend.

Schöne Haselzweige

Die Haselruten mit den schon langen Kätzchen, die ich gestern mit M. am Flussdamm gesucht habe, zaubern bei diesem tristen Wetter gleich eine frühlingshafte Stimmung ins Haus. Der Hasel ist in seiner Blüte schon weit fortgeschritten und wird damit bald auch zum Abschluss kommen, besonders nach dem länger anhaltenden Regen. Mit den immer länger werdenden männlichen Blütenständen gehören sie zu den attraktivsten jetzt schon aufgewachten Bäumen, auch und gerade in der Landschaft. Für die übrigen mit grauen und schwefelgelben Flechten besetzten Zweige des Weißdorns und des Heckenrosen haben wir noch keine konkrete Verwendung gefunden. Vielleicht ist es jetzt auch nicht der richtige Zeitpunkt. Besser vorstellen kann ich mir, sie zum kommenden Winter in der Wohnungsdekoration zu verwenden, gerade für die Zeit zwischen dem Ende der Weihnachtszeit und dem Frühlingsbeginn. Jetzt aber steht dieser Beginn schon zu knapp bevor. Das jedenfalls hoffen wir sehr.

Familienkombination von Fruchtbäumen

Das wird ein sehr schönes Vater, Mutter & Kind-Armband-Set. Die immer wieder neuen Kombinationen sind für mich das Spannende. Diesmal also Haselstauch, Walnussbaum und Esskastanie, drei Bäume mit wohlschmeckenden Früchten. Das ist nicht nur symbolisch in dieser Konstellation interessant, auch die Hölzer grenzen sich optisch wunderbar voneinander ab. Das wird hier besonders gut zur Geltung kommen, da alle drei Armbänder die alternierende Folge der drei Hölzer enthalten werden: Hell (Hasel), gestreift (Kastanie), dunkel (Walnuss). Das wird insbesondere nach dem Ölen sehr dekorativ wirken, ganz unabhängig von allen möglichen Bedeutungen im Allgemeinen und für die Familie im Besonderen. Sicher werde ich in einigen Tagen eine Abbildung des Sets im Baumtagebuch einstellen.

Lichtzelthimmel

Der Tag war schöner und sonnenreicher als erwartet. So konnte man beim längeren Spaziergang in der Landschaft durchaus ins Schwitzen geraten. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um die aktuelle Baumblüten- und -blätterlandschaft in Fotografien festzuhalten. Dafür war die Bedingungen sehr gut, denn bei wolkenreichem Himmel mit größeren Lücken kann die Sonne in diesen Lücken beachtliche Strahlungsintensität entwickeln, was die Belichtungsdauer reduziert, so man denn den richtigen Augenblick, sprich die Wolkenlücke gerade erwischt. Außerdem wirken die Wolkenfelder um die Lücken herum wie riesige Lichtzelte, was den Beleuchtungseffekt noch verstärkt. So waren heute zum Teil traumhaft kurze Belichtungszeiten möglich. So bei dieser schönen Blüte des wolligen Schneeballs:

Blüte des Wolligen Schneeballs

Sagenhaft strahlendes und üppiges Weiß der Traubenkirschenblüte:

Üppig blühende Traubenkirsche

Die Silberweiden sind auch schon so weit:

Silberweidenblüte

Auch der immergrüne Efeu wirkt bei diesem Licht besonders:

Efeuranke im Frühling

Die Apfelblüte ist mit ihrem Rot-Weiß immer eine Freude:

Apfelblüte

Auch die Eichenblüten sind dieses Jahr üppig ausgefallen. Dennoch wirken sie selbst in dieser Fülle irgendwie unscheinbar:

Eichenblüte

Eines meiner Lieblingsmotive überhaupt sind die Blätter der Haselsträucher im Gegenlicht:

Haselzweig im Gegenlicht