Ein emotional zwiespältiger Start in den Frühling

Der einundzwanzigste März. Da fallen starke Zahlensymbolik und Frühlingsanfang zusammen. Eigentlich gute Voraussetzungen. Aber der Tag war im Ergebnis dann doch nicht im positiven Sinne besonders. Eher problembelastet und das Nervengerüst belastend. Ich freue mich dennoch, vielleicht gerade wegen der Wirrungen in diesen Tagen, auf den Frühling und alles, was er uns an Öffnung nach außen, an Umkehr der Orientierungsrichtung von Innen nach Außen anbietet. Nur die Gelegenheit, diesen Rahmen zu nutzen, müssen wir schon noch finden. Wenn es gelingt, sind wieder mehr Erkundungen der Baumlandschaft, mehr Beobachten und Fotografieren der jahreszeitlichen Veränderungen im Zuge des Grünens, Blühens und Fruchttragens v. a . der Bäume für mich möglich. Allein das ist eine gute Basis, auf der man alle die komplizierten sozialen und kommunikativen Aufgaben besser ausfüllen und auflösen kann.

Auf Bewährtes als Basis für einen Neuanfang zurückgreifen

Wie schon so häufig beobachtet schlägt das Schneewetter auf das Gemüt der Menschen durch. So eine grundlegende Wetterfühligkeit ist wohl den meisten zu eigen, auch wenn sie es nicht bewusst wahrnehmen. Aber die ohnehin gefühlt gedrückte Stimmung, die auf die Umstände und Entwicklungen in der Welt zurückgeht, wirkt an solchen kalten Wintertagen noch gedrückter und fast schon wie eingefroren. Nicht gut, wenn man den Jahresanfang zu einem Neuaufbruch nutzen will. Wie es scheint, ist diese Chance erst einmal verflogen. Im letzten Jahr übrigens auch schon, aber damals kam der Motivationsaufschwung einen Monat später, so unverhofft, wie man es sich nur vorstellen kann. Natürlich hätte ich nichts gegen eine Wiederholung, die Menschen scheinen aber gezeichnet von den anhaltenden Frusterfahrungen und von dem Beobachten von Entwicklungen, die man niemals für möglich gehalten hätte. Ich meine, in solchen Situationen ist man am besten beraten, die Basis zu bemühen, alles Grundlegende und Bewährte als Ausgangspunkt und sicheren Halt zu verwenden, auf dem sich aufbauen lässt. Und wenn das ein Anknüpfen an einmal Erreichtes bedeutet, ist es auch gut. Wir bewegen uns seit einiger Zeit um Rückwärtsgang. Zumindest ein Aufholen, um den früheren Stand zu erreichen, sollten wir uns von diesem Jahresanfang erhoffen. Und möglichst alle etwas dazu beitragen.

Dem Aufbauenden und Zukunftsfreundlichen mehr Raum verschaffen

Mit dem ersten Tag dieses neuen Arbeitsjahrs bin ich schon gleich wieder ganz in die Projekte eingetaucht. Auch weil sich über die Feiertagspause einiges angestaut hatte und manches, das kurz vor den Feiertagen nicht mehr bearbeitet werden konnte, jetzt seine Fortsetzung fand. Gleichzeitig baut sich bereits ein neuer Berg von Aufgaben auf, der die nächsten Monate schon jetzt auszufüllen scheint. Aber gut so, jedenfalls erfreulicher und aufbauender, als wenn das Jahr gleich mit einer Erfahrung von Rückzug oder Abbremsung begonnen hätte. So freue ich mich und hoffe jedenfalls auf einen produktiven und kreativen Start in diese Projektjahr und dass die aufbauenden, wirklich auf die Zukunft gerichteten Denkarten und Ansätze sich durchsetzen und Raum verschaffen können. Für mich wird zu diesem Aufbauenden immer auch einen Anteil beitragen, der von der intensiven Beschäftigung mit Bäumen, Holz und vegetabiler Symbolik gespeist wird. Dieser Bezugspunkt zu den zeitlosen natürlichen Grundlagen ist wertvoll, um immer wieder ein Gleichgewicht herzustellen, gerade in diesen Zeiten, in denen nichts mehr ausgeglichen, erwartbar und verlässlich zu sein scheint.