Zukunftsplan für Gleditschien

Unsere drei kleinen Gleditschien haben in dieser Zeit des Jahres ihre Hochphase. Dann legen sie am meisten in der Höhe zu und wirken auch schon wie richtige kleine Bäumchen. Auch wenn das Blätterkleid dieser Art eher spärlich ausfällt und die Seitentriebe noch sehr reduziert auftreten, kann man doch die lichte Gestalt des erwachsenen Baums schon erahnen. Es wäre schön, wenn zumindest der stärkste unter den dreien sich langfristig behaupten könnte und wir dann einen festen Pflanzplatz für ihn finden. Denn irgendwann werden die immer größer werdenden Töpfe nicht mehr ausreichen. Richtig auswachsen wird er erst, wenn die Wurzeln sich tief eingraben und weit verzweigen können. Der Standort ist aber derzeit noch offen. Vielleicht nicht am Haus, sondern oben am Bienenhaus, an dem einige Exemplare bereits gewichen sind.

Sommerblumentag

Eigentlich war das ein Blumentag, denn wir haben heute unsere Sommerblumen eingekauft, die Pflanztröge, -kübel und -töpfe mit frischer Erde gefüllt und alles eingepflanzt. Diesmal war die Zusammenstellung der verschiedenen Arten schwieriger als sonst, aber letztlich ist uns ein sehr abwechslungsreiches und ausgewogenes Arrangement gelungen, das sicher schon bald seine Pracht entfalten wird. Alles, was vor dem Haus nicht mehr Platz gefunden hat, haben wir anschließen im Hinterhausgarten verteilt. Bei der Gelegenheit habe ich auch die drei jungen Gleditschien umgetopft. Ich gehe davon aus, dass sie mit mehr Erde stärkere Wurzeln ausbilden können und endlich einmal zu wirklichen Bäumen heranwachsen. Diese hier ist unter den dreien die stärkste, die nicht nur den stärksten Stamm ausgebildet, sondern auch die opulenteste Krone ausgebildet hat. Man kann eigentlich an dem kleinen Bäumchen schon die lichte Präsenz des ausgewachsenen Baums vorwegnehmen:

Kleines Gleditschienbäumchen

Da ich schon einmal dabei war, wollte ich auch die anderen Bäume im Garten festhalten, bei denen sich gerade etwas tut. Der Feigenbaum zeigt schon die ersten Fruchtansätze und breitet langsam, aber stetig seine fächerartigen Blätter aus:

Feigenbaum, junge Blätter und Früchte

Eine Etage höher streckt sich der Ginkgo langsam zur Hochform empor. Leider kann man ihn in seiner ganzen vertikalen Dimension unmöglich fotografieren. Deshalb nur diese Nahaufnahme:

Junger Ginkgozweig

Und dann wäre da noch die Stechpalme, die sich in diesem Jahr beim Blühen geradezu verausgabt, aber als Ersatz für die gelben, befallenen Blätter schon wieder neue ausbildet:

Stechpalmenzweig mit Blüten und jungen Blättern

Standortfrage für Gleditschien

Offenbar haben die Gleditschien den frühen Sommer gebraucht, um endlich einmal aus der Reserve zu kommen. Zum ersten Mal haben sie in nennenswertem Maße zugenommen, vor allem an Höhe, so dass wir inzwischen schon den dritten neuen Stützstab hinzustellen mussten. Und anders als in den Vorjahren ist das Wachstum auch nach dem Frühsommer nicht gleich wieder beendet, sondern scheint sich fortzusetzen. Ich hoffe, sie werden auch im Umfang des schmächtigen Stämmchens noch zulegen. Ansonsten könnte es über den Winter schwierig werden. Denn wir wollen sie schon draußen belassen. Schließlich sind es Bäume, die das Überleben unter Realbedingungen testen müssen. Etwas skurril daran ist, dass wir eigentlich gar keinen Platz für sie haben. Wenn sie wirklich einmal so groß gewachsen sein werden, dass ein festes Einpflanzen in die Erde notwendig ist, wird die Standortwahl eine echte Herausforderung. Vielleicht oben am Bienenhaus. Aber dann müssen einige andere weniger erbauliche Bäumchen weichen, zumal diese Art viel Licht benötigt und sich vermutlich in allzu viel Gesellschaft nicht so wohl fühlt.