Schock-Nachricht zwingt zu ungewohnten Aufgaben

Der Anruf von J. heute früh war ein ziemlicher Schock. Aber es war gleich klar, dass ich mich auf den Weg nach G. machen musste, um J. und W. in dieser Notlage zu unterstützen und bestimmte Dinge zu organisieren, um die Situation zu klären und Lösungen zu finden. Das hat mit einiger Anstrengung dann auch funktioniert, ohne dass die ganz große Katastrophe eintreten musste. Den Garten auch nur zu betreten, um einen Blick auf den Zustand der Gartenbäume dort zu werfen, war an diesem Tag noch gar nicht möglich. Zu sehr haben sich die Ereignisse überschlagen und zu sehr war ich an diesem Freitag mit ungewohnten Aufgaben gefordert.

Vegetabiler Ausgleich auf unseren Wegen

Es ist gut, dass wir heute für M. einige Dinge klären und dabei noch neue Anregungen und Ansätze erhalten haben. Das sollte genug Stoff für weitere Bemühungen geben und hoffentlich die Dinge in Richtung einer Auflösung und zumindest zu einer Reduktion der Probleme beitragen. Die Ausflüge, die für all diese Konsultationen notwendig sind, lassen uns nebenbei die nahe Region erkunden und bringen uns in Kontakt mit Menschen und Orten unserer Heimat, die wir sonst wohl nicht gesehen und erfahren hätten. Ich bin froh, dass die vegetabilen Eindrücke auf den Wegen dorthin und zurück uns einen Ausgleich für die vielen technischen Kommunikationen und die vielen zermürbenden Überlegungen zur Verfügung stellen. Mit Annäherung an den Sommer sollte das noch eindrücklicher und erholsamer wirken.

Lichtblicke der österlichen Botschaft

Der zweite Feiertag war zwar endlich wieder frühlingshaft, mit viel Sonne und auch wärmer, aber eine Fortsetzung der feiertäglichen Erholung war uns an diesem Tag nicht vergönnt. Vorsorglich habe ich M. in die Klinik gebracht, um einen Verdacht auszuschließen, der nicht von der Hand zu weisen war. Dass der Zustand sich später wieder verbessert hat, ist uns allen eine Erleichterung, aber die institutionelle Prozedur ist eben noch nicht abgeschlossen. So hoffen wir auf eine weitere positive und beruhigende Entwicklung und möglichst viel Klarheit. Es war ein Tag, an dem die Eindrücke der strahlende blühenden Spitzahornbäume auf den Wegen zur und von der Klinik zu den aufbauendsten und heilendsten Erlebnissen gehörten. Ein positiver Rest der österlichen Botschaft.

Wenn Früchte der Lebenserfahrung erkennbar werden

Nun haben wir schon den Dreiundzwanzigsten, aber der fühlte sich eher wie ein Einundzwan-zigster an, nur eben um zwei Tage verspätet. Tatsächlich ist heute die Sonne nach langer Zeit wieder hervorgekommen und hat gleich noch höhere Durchschnittstemperaturen mitge-bracht. Das lässt aufatmen. So war die Überlandfahrt in Richtung eines mir bisher noch nicht bekannten Orts eine Art Erholung. Schon die Fahrt dorthin und zurück. Aber auch der Termin selbst ist erfreulich ausgefallen und ein Beispiel dafür, dass die Dinge auch zufriedenstellend sein können und man mit viel Geduld eben doch Anzeichen wahrnehmen kann, dass Lebens- und Berufserfahrung Früchte tragen und zu guten Ergebnissen beitragen kann. Jedenfalls wenn alle Beteiligten etwas dazu beitragen. Ganz nebenbei, aber wie so vieles sicher nicht zufällig, spielte bei diesem Termin das Ginkgo-Blatt als Lebens- und Gesundheitssymbol eine Rolle. So ist die Baumsymbolik nicht nur in der dörflichen Umgebung, sondern auch im regen kommunikativen Austausch dieses Tages zur Geltung gekommen.

Natürliche Rahmenbedingungen und symbolische Verstärkung

Eine Produktivität und Kreativität fördernde Atmosphäre herrscht in diesen Tagen sowohl in der Natur draußen als auch in der kommunikativen Sphäre. Man merkt, dass passend zum jahreszeitlichen Übergang sich auch viele Menschen in einer Transformation befinden und das durchaus fortschrittlichen Charakter trägt. Bei so viel Frust, Enttäuschung und Niedergeschlagenheit im engeren Umfeld wie im weiten Erdkreis sind solche Phasen doch einfach belebend und aufbauend. Da merkt man richtig, wie sich natürlicher Aufbruch und soziale Vitalität parallel entwickeln und sich gegenseitig stützen. Überhaupt scheinen die natürlichen Rahmenbedingungen und symbolischen Verstärkungen von außen eine große Rolle für die körperliche und seelische Gesundheit zu spielen. Das ist auch ein Grund für meine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Symbolischen und Ästhetischen rund um die Bäume.

Fortgeschrittene Lebenserfahrung mit klarem Blick

An das sommergleiche Wetter, abgesehen von der kühlen Luft, kann man sich gewöhnen. Man merkt schon, wie die Menschen sich entspannen und sporadisch Gelassenheit in der Luft liegt. Ein Zustand und eine Beobachtung, die ich in den letzten Jahren nur noch selten erleben durfte. Wäre schön, wenn das anhält. Bei den dominanten Themen der letzten Monate hat sich heute einmal etwas tendenziell Positives ergeben. Auch wenn das nichts wirklich verbessert, sind wir eine ehrliche Sicht auf die zeitgenössischen Denkweisen und Einstellungen wirklich nähergekommen. In diesen Dingen benötigt man sehr viel Erfahrung, um die Dinge richtig zu sehen und realistisch einschätzen zu können. Was uns nicht geglückt ist, bis heute, ist es, Palmzweige für die Segnung am Sonntag zu finden. Privat dürfte das noch schwieriger sein als in den Vorjahren, weil in den meisten Gärten der Buchsbaumzünsler im letzten Sommer derart heftig gewütet hat, dass kaum noch ein grüner Buchsbaumzweige übrige geblieben ist. Unseren musste wir ja vollständig zurückschneiden, so dass wir in den nächsten 2-3 Jahre auf keinen Fall eigene Zweige schneiden können. Vielleicht werde ich am Donnerstag noch einmal nach D. fahren müssen, in der Hoffnung, dass dort wieder der Privathändler auftaucht, bei dem ich letztes Jahr schöne kräftige Zweige kaufen konnte.

Symbolthemen als feste Bestandteile des Alltagslebens

Dass die Untersuchung heute keine schockierenden Ergebnisse brachte, ist uns allen eine große Erleichterung, v. a. natürlich M. selbst. Morgen geht es dann gleich mit einer anderen Untersuchung weiter, mal abwarten. Wir hoffen, dass dies alles auch einen Fortschritt und verwendbare Erkenntnisse mit sich bringt. Damit wir eine Orientierung haben und wieder mehr Mut, dauerhafte Lösungen zu finden. Da sind mir die Lösungsfindungen im Bereich meiner Kommunikationsarbeit schon lieber. Dort gehören sie zum festen Bestand der Aufgaben, machen wahrscheinlich sogar die eigentliche Leistung aus. Wenn dahinter jede Menge Erfahrung, mit Inhalten, aber auch mit Methoden und kreativen Prozessen steckt, ist es immer wieder eine Freude, kontinuierlich und unvoreingenommen den Herausforderungen dieser Art zu begegnen. Das hat gar nichts Erschreckendes, aber immer etwas Anregendes. Wenn es gelingt, dass konstant in die Zukunft zu tragen, ist auf der Ebene alles gut. Schön ist, wenn es mir zudem gelingt, die Grundlagenthemen durchgehend zu berücksichtigen und nicht nur in den Pausen und Zwischendurch. Denn diese Grundlagenthemen, u. a. rund um die Lebenssymbolik der Bäume, sind genauso wichtig, auch wenn das in der Alltagshektik leicht untergeht und gerne als Nebensache abgetan wird. Das ist es sicher nicht, allerdings erfordert es sehr viel Konstanz, Durchhaltevermögen und Selbstreflexion, die Grundlagenthemen wirklich zum festen Bestandteil des Alltagslebens und -denkens werden zu lassen.

Von der Auszeit zur Ausnahmezeit

Ein hektischer Tag, der gleich in der Frühe dramatisch begann. Und erfreulicher ist es dann auch im Laufe des Tages nicht geworden. Passt so gar nicht zu dem ansonsten tollen Wetter, das super gewesen wäre, hätten wir uns auf die sorglose Fastnachtsatmosphäre einlassen können. So stand aber alles im Zeichen notwendiger Vorsichtsmaßnahmen und Vorkehrungen. Mit wechselndem Erfolg. Da wünsche ich mir die Tage herbei, die uns hoffentlich noch im Frühjahr vergönnt sein werden, in denen das Reden über die Jahreszeit und ihre reizvollen Ausformungen wieder möglich sein wird, ohne all das andere, was uns so weit vom Grundsätzlichen wegbringt.

Lichtes Sehen im Novemberdunkel

Einige Weichen haben wir heute für unsere Sehfähigkeit gestellt. Für M. und mich gleichzeitig. Gut, dass wir das endlich erledigt haben. Denn es ist für die täglichen Arbeiten einfach wichtig, gut zu sehen und sich bei bestimmten Tätigkeiten nicht abmühen zu müssen. Ich hoffe nur, das ich mich an die Umstellungen schnell gewöhne. Selbst fürs Fotografieren, den Blick durch den Sucher, ist das nicht unwichtig. Auch die fotografische Arbeit wird also davon profitieren, aber auch die kunsthandwerkliche Detailarbeit im Nahbereich dürfte weniger Umstände in Zukunft machen. Gut auch, dass wir gerade in dieser Novemberzeit mit größtmöglicher Lichtarmut diese Unterstützung des lichten Sehens anstoßen konnten. Solche Extremgegensätze können belebend wirken, wie wir in der Annäherung zur Weihnachtszeit wohl alle auch instinktiv spüren.

Energiereserven wieder mobilisieren

Die Gesundheit ist in diesen Tagen mal wieder großes Familienthema, mit allen zeitraubenden Erledigungen und Erkundigungen, die damit zusammenhängen. Dabei denkt man, es sei allmählich mal genug der Ausnahmen, Abweichungen, Krisen und Katastrophen. Es ist für uns alle derzeit schwer, das Gleichgewicht zu halten, immer wieder herzustellen, die kreativen Potenziale auch tatsächlich in Formen und Kommunikationen umzusetzen. Deshalb erwarte ich mir vor allem von unserer natürlichen Umgebung eine Unterstützung auf diesem zurzeit so steinigen Weg. Der Frühling soll bitte endlich so in Erscheinung treten, dass wir ihn am Grünen und Blühen der Bäume flächendeckend auch erkennen können. Dann werden sich auch die eigenen Energiereserven besser mobilisieren lassen.

Den entspannenden Geist der Weihnacht atmen

Das Ereignis gehört nicht gerade zu dem, was man sich kurz vor Weihnachten wünscht, aber letztlich war es notwendig und ist die beruhigendere Alternative, wenn man es im Gesamten betrachtet. So steht auch diese Weihnachtszeit für uns wieder im Zeichen des Gesundheitlichen und wird insofern im besten Falle auflösend und entspannend ihre nicht nur symbolische Wirkung entfalten können. Ich bin sehr froh, dass wir die weihnachtliche Stimmung mit viel Zeitaufwand und Intensität in den letzten Wochen für uns und alle Besucher so schön vorbereiten konnten und jetzt mit Ms Geburtstag und den nachfolgenden Feiertagen den Geist der Weihnacht in würdiger Umgebung atmen können. Und ich freue mich fast wie ein Kind, die Lichter am und rund um den Weihnachtsbaum dann auch im unmittelbaren Umfeld der Feiertage selbst auf mich wirken zu lassen.

Mehr Nahrung für Seele und Geist

Leider verdichten sich die eher gemischten Erfahrungen im Gesundheitsbereich, wie wir auch heute wieder feststellen mussten. Da kann einem schon vor der Zukunft in diesem Bereich grauen. Kaum zu glauben, wie stark selbst eine so grundlegende Dienstleistung unter dem Diktat ökonomischer Kalküle steht und leidet. Da richtet sich der Blick für die Jungen und Gesunden automatisch auf alles, was die Gesundheit erhält. Und dazu zählen neben der Ernährung und Bewegung eben immer auch die Dinge, die Seele und Geist Nahrung geben, auf denen aufbauend wir uns im eigentlichen Sinne aufrichten und weiterentwickeln. Es ist ein Jammer, dass eben das im öffentlichen Bewusstsein unterzugehen droht, einfach nicht beachtet oder als nachrangig hingestellt wird. Wir schaden uns durch solche Einstellungen und die damit verbundene Kurzsichtigkeit und Einseitigkeit. Ich hoffe, dass ich mit den Wunschbaum-Projekten einen kleinen kommunikativen Beitrag dazu leisten kann, dass die nicht rein funktionellen Bereiche unseres Denkens und Erlebens wieder mehr Aufmerksamkeit erlangen und damit für unsere Gesundheit heilsam wirken können.

Sonnenlicht, Frühlingsahnung und seelische Gesundheit

Ein Lebensbaum und der Baumkreis haben mich auch heute Nachmittag wieder beschäftigt, bei einer Arbeit, die von länger anhaltendem Sonnenschein bei ziemlicher Kälte von draußen begleitet war. Das ist bei der Arbeit während des Winters im Kelleratelier immer sehr schön – wenn ein Hauch von Sonne und Frischluft von außen hereinströmt und die Ahnung des kommenden Frühlings mit seinem vegetabilen Aufbruch aufblitzen lässt. Das sind Momente und Eindrücke, welche die lähmende, unglaublich ermüdende Krisengestimmtheit und Lethargie vergessen lassen oder zumindest zeitweilig in den Hintergrund rücken. Und es sind Momente, die gerade wegen der überlastenden Krisenstimmung geradezu lebenswichtig geworden sind. Ich wünsche jedem, dass sich solche Momente regelmäßig einstellen können, um so die seelische Gesundheit zu erhalten.

Krisenkontinuum und Auszeiten

Nun bin ich auch wieder in die Routinen des Gesundheitssystems verfangen worden. Aber dem folgen wir ja schon seit längerem wie ferngesteuert und haben es schon aufgegeben, nach dem Sinn zu suchen und alles verstehen zu wollen. Jedenfalls ist das jetzt auch wieder erledigt, und die Krise nimmt ihren weiteren Lauf. Ich hoffe sehr, wir nehmen alle keinen Schaden an den Folgen für das soziale Miteinander, für die Kultur, für die Motivationslagen in der Wirtschaft. Ich habe heute wieder meine Wochenendarbeit in Sachen Kunsthandwerk gestartet und genieße all diese Auszeiten, die beim konzentrierten und sehr intensiven Arbeiten mit den verschiedenen Hölzern möglich sind und mich mit alle den Baumarten in Verbindung bringen, deren Hölzer ich in Händen halte und in Form bringe.

Feiertage, Pflanzen und seelische Gesundheit

Das Frühjahr hat mit seinen Feiertagen etwas Erholsames, jedenfalls in normalen Zeiten. In dieser Krisensituation weiß man nicht so recht, wie man es einschätzen soll. Die besondere Atmosphäre an einem Feiertag, so wie mir selbst sie immer noch erscheint, ist eigentlich eindrücklicher und sinnhafter, wenn der Alltag durch die Ruhelosigkeit geprägt ist, die wir gewöhnlich kennen. Auch wenn das wiederum krank machend sein kann, ist es uns doch vertrauter geworden als die erzwungene Zurückhaltung, der über lange Zeit eingeschränkte Bewegungsradius, die reduzierte persönliche Begegnung, der fast ganz stillgelegte kulturelle Ausdruck und seine Rezeption. Es ist tatsächlich so, dass die gleichbleibenden Beobachtungen und Reflexionen, eng geführt an der pflanzlichen Natur, eine Grundlage bilden kann für seelische Gesundheit und kulturelle Wachheit. Die Feiertage geben dazu schöne Gelegenheiten mit hoffentlich längerfristiger Wirkung.

Entspannung im Katastrophen-Mainstream

Gewisse Entspannungsphasen bei gleichbleibend grundlegender Vorsicht kann ich schon feststellen. Es ist auch psychisch kaum realisierbar, ständig in Katstrophenstimmung zu bleiben. Aber es ist den Menschen erkennbar nicht mehr egal, man macht sich weitreichende Sorgen, was sich denn noch alles aus dieser Krise entwickeln kann, in Bezug auf die Gesundheitsversorgung, aber eben auch wirtschaftlich. Gewisse Anzeichen für zumindest eine Chance auf Kontinuität in der Projektarbeit kann ich erkennen, ohne das im Einzeln abschätzen zu können. Dennoch werden wir aus dem Krisenmodus so schnell nicht mehr herauskommen. Ich denke darüber nach, die beiden so lange aufgeschobenen Wunschbaum-Webprojekte, den Relaunch der beiden Auftritte in den nächsten Monaten anzugehen. So denn die zeitlichen Kapazitäten vorhanden sein sollten. Die konzeptionelle Arbeit am Baumthema kann, wie so oft schon, ein großer Trost sein.

Gefährdungen und Motivationsbremsen

Ich konnte mir Anfang des Jahres Verschiedenes vorstellen. Dass die Diskussion aktuell aber von einer Gesundheitsgefährdung dominiert werden würde, die die Weltwirtschaft in eine Krise zu versetzen droht, hätte ich aber nicht gedacht. Dabei haben wir schon mit genügend anderen Krisen zu tun, v. a. auf politischer Ebene, im eigenen Land wie international. Nun eine Gefährdung, die ohne globalisierte Mobilität nicht möglich wäre, die als Resultat derselben aber auf einmal jeden und überall bedroht. Das lähmt die Motivation der Menschen noch zusätzlich ab, und in vielen Fällen auch ganz praktisch. Das macht nicht gerade Mut für diesen Auftakt der neuen 20er Jahre. So sehr hätte ich mir eine echte Aufbruchstimmung gewünscht. Die scheint jetzt so schnell nicht in Sicht, zunächst müssen wir durch diesen unvorhersehbaren Nebel von nicht erwartbaren Irritationen. Da freue ich mich auf die nächste Gelegenheit, in der Holzarbeit in der intensiven Arbeit mit den Energien der Bäume von all dem zur Ruhe kommen zu können.

Klimastress und Baumgesundheit

Irgendetwas in der Atmosphäre verursacht uns Kopfschmerzen. Zumindest für mich eine Seltenheit, wenn es auch eine Auswirkung der Wetterfühligkeit sein kann. Das gehört eben zu den Dingen, die wir nicht vollständig verstehen, die man einfach nur registrieren und erdulden kann. Dabei sind es diese unberechenbaren Umschwünge des Wetters, der klimatischen und Bedingungen, der Luftdruckverhältnisse, die uns mehr zu schaffen machen können als uns gewöhnlich bewusst ist. Vielleicht sollte man mal die volkwirtschaftliche Relevanz von Wetterfühligkeit und des Klimawandels mit seiner stetigen Verstärkung der Extreme untersuchen. Ich gehe davon aus, dass im Ergebnis dieser Einfluss signifikanter ausfällt als so manche politische Entscheidung. Es ist schade, dass solche Fragen völlig ausgeblendet und als belanglose Nebensache betrachtet bzw. gar nicht erst bewusst werden. Ich sehe an solchen Tagen und in solchen klimatischen Stressperioden, dass auch die Pflanzen leiden, und gerade die Bäume, die doch so stoisch und unerschütterlich in der meisten Zeit wirken. Der kumuliert Stress kann sich auch bei ihnen auswirken. Dann allerdings oft gleich brutal und schädigend. Ich muss immer wieder ein genaues Auge auf unsere Gartenbäume haben, um sie vor nicht vorhergesehenen Schädigungen, etwa durch gefräßige Raupen, Wühlmäuse oder selbst initiierte Fremdkörper, z. B. von Stützstangen oder Drahtbefestigungen, entstehen können. Wenn ein Jahre heran gezogener Baum plötzlich empfindliche Schäden an der Außenrinde zeigt oder gerade noch vitale Triebe auf einmal vertrocknen, ist es meist angeraten, dem Übel nachzugehen, um Schlimmeres zu verhindern.