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Divergente Auswahlkriterien bei Microstock

Für meine vorjährigen Fotos vom weihnachtlich beleuchteten und geschmückten Einkaufszentrum in S. , die ich in abstrakter Unschärfe festgehalten habe, können sich einzelne Microstock-Agenturen nicht erwärmen. Es muss an internen Auswahlrichtlinien liegen, denn abstrakte Unschärfe ist zweifellos schon länger eine sonst etablierte Gestaltungsform, die häufig genutzt wird und die ich selbst ebenfalls schon sehr stimmig eingesetzt habe. Dass das viele so sehen, zeigt mir der Erfolg eben dieser Fotos in der diesjährigen Vorweihnachtssaison bei shutterstock. Da besteht ein weltweit verbreitetes Interesse, was mir die zahlreichen Downloads zeigen. Das freut mich ungemein, weil ich die Fotografien außerordentlich gelungen finde und ich ihre symbolische Stärke und illustrative Präsenz sehr mag. Wenn das Kreative in aller Welt nachvollziehen können, ist es für mich eine zusätzlich Bestätigung und auch Anlass, diese Gestaltungsidee in der neuen Weihnachtszeit wieder aufzugreifen. Immerhin ist bei einer der ablehnenden Agenturen, die übrigens mit fehlender Fokussierung argumentiert hat ;-), ein gleichzeitig eingereichtes und beim erste Vesuch ebenfalls abgelehntes Fotos diesmal angenommen worden. Es zeigt Herbstblätter verschiedener Baumarten auf einer Grabplatte aus Granit. Ein Motiv das ist Kürze zur Illustration von Allerheiligen nützlich sein könnte.

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Unschärfe als Gestaltungsmittel

Das aktuelle Webdesign, aber auch die Aufnahmen der Physalis-Lampions im Gegenlicht bei Offenblende haben mich auf die Spur der Unschärfe gebracht. Zuvor hätte ich nicht gedacht, wie interessant nicht nur das Spiel mit einem weichen Bokeh sein kann, sondern eben auch eine vollständige Darstellung des Motivs in Unschärfe. Tatsächlich ist es eine Frage der Technik, Aufnahmen zu realisieren, die eine bestechende Klarheit in ihrer durchgängigen Unschärfe aufweisen. Ein wirklich interessantes Gebiet, an dem ich mich in den nächsten Monaten einmal üben will. Das Gestaltungsmittel ist im Prinzip auf alles anwendbar. Besonders naheliegend natürlich bei solchen Sujets, bei denen illustrative Wirkung gewünscht ist, aber eben auch eine persönliche Anonymität. Die Dinge andeuten, ohne sie individuell identifizierbar darzustellen. Ich kann mir das aber auch sehr gut vorstellen für Weihnachtsmotive und für bestimmte Landschaftsmotive, bei denen die Blätterfarben der Baumkronen den jahreszeitlichen Eindruck vermitteln, an dominanten Farbakzenten und Nuancen festgemacht, den Ursprung des Eindrucks in den Bäumen verortend, aber eben keinen einzelnen Baum im Detail abbildend. Ziemliches Neuland ist das für mich, der ich doch vor allem das scharf abgegrenzte und konturierte besonders hervorgehoben und gesucht habe. Aber der Gegenpol hat eben auch seinen eigenen Reiz.

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