Die Sommerblumen sind auf den Weg gebracht

Eine gute Mischung für einen Einundzwanzigsten. Am Vormittag Projektarbeit und der Nachmittag war mit zunächst vorbereitender Manufakturarbeit mit Holz und danach mit Blumenpflanzen und zuvor Blumenerde austauschen ausgefüllt. Morgen kann ich dann als kreative Einleitung der Feiertage die interessante Arbeit an Partnerarmbändern und einem Lebensbaum-Armband fortsetzen. M. wollte die Sommerblumen unbedingt heute noch setzen. So habe ich alles in einem Rutsch erledigt. Nicht ganz mit der Ruhe und gestaltenden Freude, wie ich das selbst bevorzuge, aber im Ergebnis so schön und erwartungsvoll wie immer. Die Zahl gestern ausgewählter Blumen war fast genau richtig. Vielleicht einen oder zwei Pflanzgefäße könnten wir zusätzlich bestücken. Aber vielleicht kommen wir ja nachträglich noch zu einzelnen schönen Sommerblumen und können das dann abschließen. Die Abteilung Stauden und Gemüse folgt dann später. Die selbst aus Samen gezogenen Exemplare sind noch lange nicht so weit. Im Laufe des Junis werden die Chilipflänzchen wohl in ihren Kübelauspflanzen können. Bis die dann groß sind und Schoten tragen, wird der Höhepunkt des Gartenarbeitsjahrs aber auch schon überschritten sein.

Ungeliebte Erfrischung

Immerhin für die Gartenpflanzen ist dieses sonst ungemütliche Regenwetter ganz vorteilhaft. Ich hätte nicht gedacht, dass die Mohnblumen, die in diesem Frühjahr sehr spät dran sind, sich noch so zahlreich zeigen würden. Zusammen mit den neu angesäten Reihen dieser Art dürfte es in ca. 6 Wochen ein ziemliches Blütenmeer in Orange geben. Vielleicht gelingt es uns auch noch, die rosafarbenen längerstieligen Mohnblumen ebenfalls anzusiedeln. Dann haben wir etwas zeitversetzt noch eine Entschädigung für den bis jetzt ins Wasser gefallenen Frühling. Ich denke, es wird ein eher durchwachsenes Jahr werden, was ja auch erholsam für uns und die Pflanzen sein kann. Was haben die Bäume speziell nicht schon unter der langanhaltenden Sommerhitze gelitten. Da ist die sonst ungeliebte Erfrischung vielleicht auch an der Zeit.

Schwieriges Jahr für Sommerblumen

Dieses Jahr ist es mit dem Pflanzen wirklich schwierig. Man kommt wegen der Beschränkungen nur schwer an Sommerblumen, deren Auswahl doch immer einige Zeit in Anspruch nimmt. M. befürchtet, dass es keine mehr gibt, wenn die Testpflicht endlich aufgehoben sein wird. Kann schon sein. Immerhin habe ich heute einmal drei sehr schöne Blumenstück in einen unserer schönsten Pflanzkübel gesetzt. Immerhin der wäre damit schon mal ausgefüllt. Und die übrigen versuchen wir uns in den kommenden Tagen zusammenzusuchen. Erde benötigen wir natürlich auch noch jede Menge. Wäre jedenfalls schade, wenn uns ein Gartenjahr nur mit Bäumen und selbst gezogenen Stauden und ohne die gewohnte Blumenpracht bevorstünde.

Worin die Freude am Garten gründet

Bei J. und W. war dieses Jahr ähnlich turbulent wie bei mir. So konnten sie zwar ihren Garten mit allem, was die Jahreszeiten an Attraktionen bieten, sehr genießen, aber allem gleichzeitig nachzukommen, ist eben doch nicht möglich. Walnüsse von dem schon hoch gewachsenen Baum im Vorgarten gab es dieses Jahr reichlicher als zuvor. Und die konnten auch gesammelt und als Vorrat getrocknet werden. Aber die jüngere Esskastanie trägt inzwischen auch schon viele Kastanienfrüchte, die nicht nur blind in ihrer stacheligen Hülle stecken. Nur die konnten sie eben aus Zeitmangel nicht ernten. Das meiste dürfte deshalb leider verloren sein. Der Vitalität der Baums wird das keinen Abbruch tun, aber ein kleiner Teil des Garten- und Erntejahrs ist damit ungenutzt geblieben. Ich finde, die Freude an alle dem, was man ganz nah im Garten übers Jahr beobachten und mitverfolgen kann, ist die Hauptsache, die uns bereichert. Ertrag und Effizienz ist da zumindest für mich nachrangig. Es wäre auch schlimm, wenn der so grassierende Leistungsgedanke nun auch noch die Freude am Garten und der Gartenarbeit trüben würde.