Ein nicht nur missmutiger Blick in die nähere Gartenzukunft

Dass für die meisten Grünpflanzen und Gehölze dieses Jahr eine Katastrophe beschert, habe ich ja hier schon des Öfteren aus eigener Erfahrung wiedergegeben. Aber nicht nur die Baumfrüchte bleiben bei manchen Arten komplett aus oder sind stark reduziert. Selbst das Blattkleid entwickelt sich nicht so wie gewohnt. Bei unserem kleinen Pfirsichbaum beobachte ich das schon seit letztem Jahr und jetzt wieder, dass er nämlich schon gleich die frühen Blätter verliert und sich dann schwertut, neue Blatttriebe zu entwickeln. Und bei einem großen Baum wie unserem Walnussbaum sind die Blätter viel kleiner als sonst, zudem fallen jetzt schon, wo sie noch gar nicht richtig ausgewachsen sind, viele davon gleich wieder vom Baum und müssen ständig aus den Pflanzgefäßen herausgefischt werden, damit sie das Wachstum der Gemüsepflanzen nicht behindern. All das macht nicht gerade Mut für die Gartensaison. Wenn nicht die in diesem Sommer so wunderschön angewachsenen Sommerblumen wären, und meine bisher ganz ordentlich gediehenen Chilipflänzchen, müssten wir eigentlich missmutig in die nähere Gartenzukunft schauen.

Wechselhafte Lebensfreude im sommerlichen Pflanzengarten

Die Erfahrungen mit unseren neu erworbenen und eingepflanzten Hortensien sind wechselhaft. Anfänglich waren wir von der Auswahl und Anmutung der Blumen sehr angetan. Gerade die auffallendste und präsenteste, die in strahlendem Blau erscheint, ist ein guter Griff gewesen, auch weil sie nicht nur top aussieht, sie scheint auch unempfindlich und fühlt sich an ihrem Standort am Zaun sichtlich wohl. Die zwei anderen haben wir nebeneinandergesetzt. Während eine davon ebenfalls stabil zu sein scheint, hat die andere, ausgerechnet die teuerste der drei, von Anfang an Schwächen gezeigt. Sie hat die dieses Jahr ohnehin überhandnehmenden Schnecken magisch angezogen. Und den Schutz mit Schneckenkorn, der notwendig war, scheint sie ebenfalls nicht vertragen zu haben. Jedenfalls sind am Nachmittag alle Blütenbüschel schlapp gewesen, so wie gestern nur einer davon, den wir abgeschnitten haben, weil wir dachten, die Schnecken wären ursächlich für den Zustand. Jetzt sehen die Blüten alle so aus und wir sind relativ ratlos. Vermutlich nur ein Detail, das wir aber leider nicht erkennen. So könnte es sein, dass dieser einen Pflanze nur eine kurze Lebenszeit vergönnt ist. Ich hoffe, der Sommergarten, und in ihm neben den Bäumen auch alle Stauden und Blumen werden sich in den eigentlichen Sommermonaten prächtig entwickeln und das wechselhafte Wetter gut wegstecken können.

Liebgewonnener Efeubewuchs im Garten

Unsere vom Efeu bewachsenen Flächen im Garten wirken nach dem Rückschnitt ziemlich gerupft. Wie immer um diese Jahreszeit, nachdem ein kräftiges Zurückschneiden der abstehenden Triebe notwendig war, um die Efeudecke in Form zu halten und sich spätere Kraftanstrengungen zu ersparen. M. hat zudem den Drang zwischendrin liegendes vertrocknetes Laub herauszuziehen, was ich für verrückt und unnötig halte, da das beim Efeu, wie auch z. B. bei kleinen Nadelgehölzen wie dem Kriechwacholder normal ist. Was nicht direkt nach außen gekehrt ist und direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt, vergeht natürlich im Untergrund. Mich stört das nicht, aber M. muss es eben beseitigen. Entsprechend länger wird es dauern, bis sich die Lücken wieder geschlossen haben. Aber bei einer Saison wie dieser, die von einer Mischung von viel Regen, Bewölkung und sehr sonnigen Phasen geprägt ist, wird die nächste Triebphase des Efeu schon bald neue Ergebnisse zeigen und vermutlich im August den nächsten Rückschnitt notwendig machen. Viel Arbeit ist das immer wieder, aber ich möchte auf den Efeu und seine spezielle kraftvolle Ausstrahlung an den vertrauten Gartenplätzen ungern verzichten.

Wachstumsförderliches Pflanzenwetter

Die Nachmittage sind in diesen Tagen das jeweilige Highlight. Wenn die Frühsommersonne tief steht, wärmt sie am intensivsten. Und das Licht der tief stehenden Sonne ist auch einmalig. Das kann ich mir dann beim abendlichen Blumengießen auf den Rücken scheinen lassen. Ich habe auch den Eindruck, dass die frisch gepflanzten Blumen dieses Wetter mögen, das heute besonders heftig ständig hin- und hergeschwankt ist, zwischen Sonne und Bewölkung, zwischen fast schon frostiger Temperatur bis hin zu starkem Temperaturanstieg. Ich hoffe, diese Kontraste werden sich auch auf das Wachstum der Chilis positiv auswirken. Die Gartenbäume verhalten sich in diesem Jahr noch ziemlich zögerlich. Normalerweise würde man Anfang Juni schon mehr und üppigeres Kronenlaub erwarten. Aber das entwickelt sich ganz langsam. Vielleicht zeigen sich ja auch bei unserem radikal zurückgeschnittenen kleinen Buchsbaum bald die ersten winzigen Blättchen und kurzen Asttriebe. Und vielleicht ja auch endlich beim Maulbeerbaum, dessen aktuelle Verfassung ich demnächst unbedingt in Augenschein nehmen muss.

Sommerblumen, Gartenbäume, Pflanzarbeiten im Frühsommer

So häufig in kurzer Zeit wie zuletzt waren wir wohl nie im Baumarkt gewesen. Aber der beherbergt bei uns eben das beste Gartencenter. Ein Muss im Frühjahr, wenn es darum geht, die richtigen Pflanzen für den Sommergarten zu finden. Eigentlich waren wir damit schon durch, auch Erde hatte ich zuletzt genügend auf Vorrat besorgt. Aber M. hatte den Wunsch, doch wieder Hortensien im Garten einzupflanzen, die uns bis vor etwa 3 Jahren lange Zeit begleitet und erfreut hatten. Auch weil sich die opulenten Blütenstände ganz gut trocknen und dann zum Dekorieren verwenden ließen. Der Stock war aber irgendwann eingegangen. Aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen. Nun war da dieses Angebot, und so haben wir uns entschlossen, drei neue Pflanzen zu beschaffen und an zwei Stellen im Garten zu pflanzen. Zwei an der „alten“ Stelle und eine weitere, wegen der blauen Blütenfarbe besonders auffällige, am Gartenzaun, wo uns zuletzt sommerliche Blütenakzente fehlten, da die Mohnblüten sich ebenfalls nicht wie in den Jahren zuvor entwickelt hatten und wegen der Abschattung durch die benachbarten Bäume es ohnehin schwierig geworden war mit Blumen. Aber diese Hortensien vertragen auch Halbschatten, so hoffe ich, dass sie an dem doch nach ganz gut dem Sonnenlicht exponierten Platz eine gute Wachstumschance haben werden. So froh ich mit unserem inzwischen durchweg schon stattlich ausgewachsenen Ensemble an Gartenbäumen auch bin. Für die Blumen im Sommer sind sie eben ein Hindernis und Bremsfaktor, der uns diffizile Platzierungstrategien abverlangt. Meine Chilipflanzen habe ich jetzt in die großen Pflanzgefäße umpflanzen können und zunächst unter dem transparenten Dach untergebracht. Wenn nicht mehr mit Dauerregen und kalten Nächten gerechnet werden muss, wird ich sie unter freiem Himmel platzieren können. Vielleicht wird ein Teil aber auch dort unter Dach bleiben, da dort tatsächlich noch am meisten und vor allem zu fast von Früh bis Spät Sonnenlicht ankommt. Das und die Platzierung eines Teils der Pflanzen auf dem Balkon ist ein Versuch, den ich erstmals starten will. Nicht ausgeschlossen, dass das dauerhaft eine gute Lösung sein kann.

Ordnung und kreative Gartenarbeit

Die Samstage bleiben immer wieder arbeitsintensiv. So vieles im und ums Haus und zunehmend jetzt auch wieder im Garten ist zu erledigen, dass ich die noch zu erledigende Projektarbeit nur zwischendurch einschieben kann. Immerhin sind besonders dringliche Aufgaben noch machbar gewesen. Aber ansonsten stand vor allem Aufräumen und Ordnung schaffen heute im Mittelpunkt. Das ist auch mal wichtig, damit man später für die kreativen und dem Garten, den Pflanzen zugewandten Arbeiten eine gute Grundlage und weniger Ablenkung hat. Ich freue mich, dass trotz des wechselhaften und zwischendurch auch wieder sehr kühlen Wetters die Gartenbäume ihr Frühjahr schon ahnen und viele neue Blatt- und Asttrieben ausgebildet haben. Da wir alle Bäume kräftig zurückgeschnitten haben, werden sie in dem Jahr auch kontrolliert, aber kräftig ausschlagen können und sicher eine schöne und noch handhabbare Kronenform erhalten. Noch nicht gekommen bin ich zum Rückschneiden des Buchsbaums. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ein radikaler Rückschnitt bis auf das Hauptstämmchen die richtige Vorgehensweise ist. Es wird lange dauern, bis sich der Strauch wieder zu einer ansehnlichen Form ausgewachsen hat. Aber es ist auch nicht ganz sicher, ob er einen solchen Rückschnitt überhaupt verkraftet. So habe ich dieses Vorhaben noch einmal aufgeschoben.

Wechselhaft erfolgreiches und ungewöhnlich spätes Gartenbaumobst

Auch wenn es bei uns ein gutes Baumobstjahr insgesamt ist, stellen wir doch eine merkwürdige Verzögerung fest, wie bei allen Nutzpflanzen, insbesondere dem Gemüse, aber auch bei Zierpflanzen wie z. B. meinen Strohblumen. Um diese Zeit des Jahres war das alles gewöhnlich weiter fortgeschritten. Die Strohblumen wären normalerweise längst üppig am blühen und würden das bis November fortsetzen. Bis heute sehe ich aber gerade einmal einen langen Stängel, der am Ende drei gerade sich öffnende Blüten zeigt – sehr merkwürdig. Und auch der Feigenbaum hat von den beiden riesigen reifen Exemplaren, die wir schon vor zwei Wochen ernten konnten, noch keine reifen Früchte hervorgebracht, trägt allerdings gleichzeitig sehr viele in noch halb entwickeltem grünem Zustand. Und auch der Walnussbaum trägt viele grüne Nüsse, deren Schicksal ungewiss erscheint, denn viele sind vorzeitig heruntergefallen und waren bei näherer Betrachtung taub. Ich hoffe, bis Ende September werden wir auch gut ausgereifte Walnüsse in nennenswerter Zahl ernten können. Bei dem inzwischen schon mächtigen Baum wäre das zu wünschen. Und dann sind da noch die Pfirsiche, die irgendwann doch noch gewachsen sind, nachdem es wegen der Blattlosigkeit des Baums damit zunächst schlecht aussah. Aber die müssen auch noch reifen und werden nicht so zahlreich ausfallen, wie wir das von den Vorjahren kennen. Am wenigsten Erfolg bei den Gartenobstbäumen haben wir dieses Jahr bei der Nashi-Birne. Das tut v. a. V. sehr leid, mir weniger, jedenfalls hat bei dieser Art etwas mit der Blüte nicht funktioniert, weswegen sehr viel weniger Früchte entstanden sind, die aber die gewohnte Größe haben werden.

Ein Hochsommer mit Extremen und Ausgleichsphasen

Der Atelierarbeitsplatz draußen ist im Hochsommer gerade bei solchem entspannt feuchten Wetter besonders angenehm. Denn die Temperatur ist noch sommerlich zu nennen, es blendet nichts, ist aber hell genug, und die Luft ist angenehm regen-feucht, nicht schwül, wie in den zurückliegenden heißen Wochen. Nicht so ganz passt zu dieser Erfahrung die Nachricht, dass dieser Juli global betrachtet der heißeste aller Zeiten gewesen sei. Eben global und im Durchschnitt, bei uns eher nicht, Gott sei Dank. Für den Garten, die Blumen, Stauden und Bäume, aber auch die vegetabile Landschaft weiter draußen, ist dieses Regenintermezzo ein Segen. Erholsam eigentlich für alle Pflanzen. Aber besonders die Bäume, die sonst kein Gießwasser erhalten, können in diesen Tagen Flüssigkeit tanken, um in den sicher wieder zurückkehrenden Hitzetagen besser gewappnet zu sein. Und die Frucht tragenden Arten haben endlich Gelegenheit, ihre Früchte groß und prall werden zu lassen. Wenn später im August dann noch viel Sonne und trockenere Phasen folgen, kann es noch ein gutes Baumobstjahr werden, was zuletzt nicht so aussah. So hat jeder jahreszeitliche Verlauf seine Besonderheiten. Der diesjährige zeigt zumindest einige Ausgleichsphasen inmitten langer Extremperioden.

Regen als Vitalkur für Licht und Sonne liegende Pflanzen

Ein bisschen Regen ist an diesem Abend bis jetzt schon gekommen, mit einigem punktuellen Donnern begleitet, aber nicht sehr lange anhaltend. Ich hoffe dennoch, dass noch ergiebigerer Regen bis zum Morgen folgen wird, damit unser Regenwasserreservoir wieder aufgefüllt wird und ich in den nächsten Tagen direkt aus dem Becken Gießwasser schöpfen kann. Heute habe ich das schonmal gespart und – fast noch wichtiger – die Gartenbäume haben nach langer Zeit wieder Regenwasser über den Boden aufnehmen können. Auch wenn die meisten schon tief gehende Wurzeln haben dürften, sind zu lange Trockenphasen doch auch für die Bäume gefährlich, wie wir von den sehr heißten Hochsommern der Vorjahre wissen. So freue ich mich besonders für den kleinen Pfirsichbaum, der dringend mehr Wasser für seine im Wachstum befindlichen Früchte benötigt, und auch um selbst die neu gewachsenen Äste weiter treiben zu können. Auch habe ich den Eindruck, dass eigentlich Wärme und Licht liebende Arten, wie die Feigenbäume oder Gemüsepflanzen wie die Chilis gelegentliche Regengüsse nicht nur gut vertragen, sondern an den Folgetagen dann förmlich aufleben. Als Anreiz zwischendurch scheint die unverhoffte Feuchtigkeit vitalisierend zu wirken – auch auf diese Arten.

Versöhnliche Entwicklung des Pfirsichbaums

Insgesamt macht der Pfirsichbaum nach seinem schweren Start im Frühjahr inzwischen doch einen ganz passablen Eindruck. Das ist damit zu erklären, dass in den oberen Kronenästen später doch noch neue Blätter gewachsen sind. Damit konnte der junge Baum verspätet zwar, aber doch noch rechtzeitig, genug Energie gewinnen, um seine Früchte vorzubereiten. Die sind mittlerweile zwar nicht übermäßig zahlreich, aber dennoch vorhanden und schon mittelgroß ausgewachsen. Die nächsten sonnenreichen Wochen werden sie dicker werden und ausreifen lassen. Dann können wir über die Leiter die hoch hängenden Pfirsiche ernten und wahrscheinlich wieder zu leckerem Kuchen weiterverarbeiten können. Eine versöhnliche Entwicklung, die mich jetzt schon überlegten lässt, wie ich den Baum im Spätwinter am besten zurückschneide, um ihm im kommenden Jahr die besten Startbedingungen zu bieten.

Unsere Gleditschie ist selbständig geworden

Einer der Gewinner unter unseren Gartenbäumen ist in diesem Jahr die Gleditschie. Die ältere der beiden erscheint dieses Jahr auf einmal sehr stabil, mit einem schon kräftigen Stamm, der keine Stütze und auch kein die Neigung korrigierendes Zugseil mehr benötigt. Nach dem Rückschnitt im Frühjahr, der wegen der sehr diffus ausgewachsenen Kronenäste notwendig geworden war, hat er sich jetzt im Sommer umso vitaler präsentiert und hat seine überschüssige Energie in dicht gewachsene Blattbüschel und in weiteres Breitenwachstum investiert. Was aber noch ganz neu ist und in diesem Jahr erstmals auftritt, sind die schotenartigen Früchte, die in der Krone erstmals aufgetaucht sind. Aus den in solchen Schoten eingeschlossenen Samenkörnern hatte ich diesen Baum und sein jüngeres Pendant auf der gegenüberliegenden Seite des Gartenpfads ja vor einigen Jahren selbst herangezogen. Sie stammten von einer Reihe Gleditschien am Parkplatz der nahgelegenen Klinik. Jetzt also hat sich der erste Abkömmling dieser Baumgruppe in unserem Garten erstmals selbständig gemacht und ist fortpflanzungsfähig geworden. Auch das kann ja eigentlich nur bedeuten, dass es ihm an diesem Standort und in dieser Nachbarschaft mit den anderen Gartenbäumen offenbar gut geht. Für uns ein wirklicher Ansiedlungserfolg.

Der zutreffendste Lebensbaum

Eigentlich wollte ich heute nur den Rasen mähen. Aber dann kam noch der Rückschnitt des Kirschlorbeers, der Eibe und der angrenzenden Gehölze hinzu. Deshalb habe ich mich einige Stunden mit der Gartenarbeit beschäftigt. Bei dem sehr sonnigen Tag war das ganz nett, in der Nachmittagssonne aber am Ende auch schweißtreibend. Wir haben tatsächlich Not, die ziemlich eng nebeneinander gepflanzten Gehölze im Garten im Zaun zu halten. Das war vor einigen Jahren so noch nicht absehbar. Aber inzwischen sind es wahrscheinlich schon zu viele Bäume auf zu engem Raum. Da ist ein Rückschnitt schon allein deswegen notwendig, damit sie sich nicht gegenseitig das Licht wegnehmen und sich zumindest partiell beschatten. So halte ich die Arten, die das vertragen und ohne eher Zierfunktion haben, möglichst kurz. Mit dem Kirschlorbeer kann man das ganz gut machen, ohne dem Strauch zu schaden. Und die Eibe fristet ohnehin ein Randdasein in unserem Garten – leider, denn sie ist ja einer meiner beiden Lebensbäume. Ich bewundere ihren Überlebens- und Behauptungswillen. Auch dort in der Gartenecke, im Halbschatten und an der Grundstücksgrenze, direkt neben der Nashi-Birne, hat sie es nicht leicht. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und schon gar nicht irritieren von einem kräftigen Zurückschneiden ihrer Zweige. Damit wird mein Exemplar dem Ruf ihrer Art gerecht, sehr formbar zu sein, aber eben auch zäh, ein lebendes Beispiel für die Fähigkeit, sehr alt zu werden und dabei langsam, aber beständig weiterzuwachsen. Eine Eigenschaft, die mir sehr sympathisch ist. Kein Zufall, dass ihr Zeitphase im keltischen Baumkreis genau symmetrisch um meinen Geburtstag herum gruppiert ist. Einen zutreffenderen Lebensbaum kann man gar nicht haben.

Armer Pfirsichbaum gibt etwas Hoffnung

Bei unserem Pfirsichbaum habe ich jetzt doch noch Hoffnung, dass es zumindest eine durchschnittliche Pfirsichernte im Hochsommer geben könnte. Immerhin hat er im Kronenbereich mehr frische Blätter ausgebildet und kann Photosynthese betreiben. Einige Früchte sind mit noch kleinem Durchmesser ebenfalls zu sehen, aber eben nicht annähernd so viele wie sonst. Vor allem hängen an den unteren Ästen, die sonst vom Gewicht der Pfirsiche zu brechen drohten, so gut wie keine, weil dort auch fast alle Blätter dem Pilzbefall zum Opfer gefallen sind und vollständig zusammengeschrumpelt waren. Ein Baum, der anders als in den Vorjahren unten fast kahl ist und insgesamt zerrupft wirkt. Ich hoffe sehr, er wird sich im nächsten Jahre wieder erholen und es gelingt uns, ihn im nächsten Frühjahr so zurückzuschneiden, dass sein Weiterwachsen in die richtigen Bahnen gelenkt wird.

Regenwasser und ausgeglichener Pflanzensommer

Eine wahnsinnig schwüle Hitze hat uns heute heimgesucht. Wie häufig, wenn Gewitter im Sommer bevorstehen. Für unsere Regenwasservorräte wäre es ein Segen, wenn einmal größere Regenmengen runterkämen. Denn die Tanks sind schon wieder zur Hälfte geleert, und ich gieße jeden Tag ziemlich viel. Neben den Sommerblumen und einigen Stauden wässere ich auch die Gartenbäume alle paar Tage ein wenig, denn gerade die Früchte tragenden Exemplare werden mit dauerhafter Trockenheit nicht so gut klarkommen. So hoffe ich auf punktuelle Niederschläge, die Abkühlung und eine Auffüllung der Feuchtigkeitsreservoirs bringen und somit den Pflanzensommer aufbauend und ausgeglichen gestalten.

Unauffällige Baumpräsenzen

Js und Ws Vorgarten haben wir an diesem Besuchstag im Sommer gar nicht betreten. Deshalb weiß ich auch nicht, wie sich die Walnüsse und Esskastanie dort bisher entwickelt haben. Aber im Hinterhausgarten haben sich die Bäume bei dieser Gelegenheit ziemlich unauffällig präsentiert. Blüten waren nicht mehr zu erkennen, vermutlich weil sie schon ins Fruchtstadium übergegangen waren. Und die kommenden Früchte waren noch so klein und grün, dass man sie aus der Distanz noch nicht erkennen konnte. Also eine Art Übergangszeit für die Gartenbäume, wie ja auch in der freien Baumlandschaft sich der Blick derzeit in einem wuchernden Grün verliert, in dem die wenigen schon vorhandenen Fruchtansätze optisch noch verschluckt werden. Das ist auch fürs Fotografieren keine günstige Zeit. Ich konzentriere mich deshalb aktuell v. a. auf Oberflächenstrukturen, sofern ich interessante Strukturen auf meinen Spaziergängen entdecke. Zumindest für Nicht-Holz-Strukturen bin ich in den letzten -Wochen bereits fündig geworden.

Eine erste Prognose des Baumobsternte

An dem größeren unserer beiden Feigenbäume sind tatsächlich schon einige dicke Feigenfrüchte zu sehen. Das ist natürlich sehr früh, deshalb bin ich mir nicht sicher, ob es sich dabei um so genannte Vorfeigen handelt oder um die ersten Exemplare der „regulären“ Früchte. Wenn ich mich richtig erinnere, erschienen die Vorgeigen allerdings in früheren Jahren immer deutlich früher, eigentlich schon im Frühjahr, nicht aber im Frühsommer. Wenn man die zurzeit schon sehr hohen Temperaturen und die ungewöhnlich langen Sonnentage mitberücksichtigt, könnte es sich also tatsächlich um die richtigen Feigen handeln. Das wäre doch erfreulich, denn es deutet zumindest für die Sonne liebenden Arten auf ein gutes Baumobstjahr hin. V. hat ja auch schon vor Wochen berichtet, dass es dieses Jahr erstmals seit langem wieder Maulbeerfrüchte gibt. Inzwischen sollte auch die erste schon reif geworden sein. Selbst konnte ich das noch nicht in Augenschein nehmen. Aber ich denke, demnächst werden wir uns an die erste Ernte machen und sukzessive die kleinen roten Maulbeeren sammeln, soweit sie an dem dicht gewachsenen Baum erreichbar sind. Dann hätten wir endlich Nachschub für den fast ganz zuneige gegangenen Vorrat an leckerer Maulbeermarmelade. Die Feigen sind eher Ms Vorliebe. Da es davon nicht so viele gibt, werden die auch direkt vom Baum direkt verzehrt und nicht zu Marmelade weiterverarbeitet. Was das übrigen Baumobst betrifft, kann ich noch nichts prognostizieren. Nur die Nashis fallen dieses Jahr wohl weitgehend aus, da gab es offenbar ein Problem mit der Blüte. Für eine Einschätzung der Apfel-, Birnen, Kirschen- und Mirabellenernte ist es jetzt noch zu früh.

Sonne, Schatten, gehemmtes Pflanzenwachstum

In diesem Sommer scheint es nicht um ein zu wenig an Sonne zu gehen, das den Pflanzen schaden könnte. Eher schon darum, dass an manchen Stellen im Garten die kräftigen Abschattungen das Gedeihen behindern. Denn je mehr und erbarmungslos konstant die Sonne scheint, desto mehr Schatten kann es geben. So schön das Größenwachstum unserer Gartenbäume auch sein mag. Sie produzieren jetzt schon sehr viel Schatten. Wenn dann noch überhängende Bedachung oder herausragende Gartengeräte hinzukommen, können insbesondere die Sommerblumen leiden. Einige sitzen in triefend nasser Erde, weil ich sie ja täglich gieße, verdorren aber vom Wurzelwerk ausgehend, da sie ob des Schattens nicht genug verdunsten können. Ich hoffe, das in der nächsten Zeit besser punktuell dosieren zu können. Und dass es gelingt, die Chilis in ihrem Pflanzkübeln immer so zu platzieren, dass auch die nicht an Lichtarmut vor sich hinvegetieren. Gerade diese Art braucht sehr viel Licht und Wärme gleichzeitig. Warm genug ist es jetzt ja wahrlich, aber die pralle Sonne fehlt, so dass die richtig scharfen Sorten nicht wirklich vorankommen wollen.

Sonnengesättigtes Pflanzenwachstum

Es sieht so aus, dass dieser Juni dem Juli des Vorjahres gleichkommt, der sich durch eine weit überdurchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden aus der langjährigen Statistik heraushob. Das könnte sich im Verlauf dieses Monats wiederholen, wenn es in der zweiten Hälfte keinen Einbruch geben sollte. Unsere Sommerblumen, die wir täglich ausreichend gießen, mögen das sehr, zumal die Temperaturen nicht übermäßig ausfallen und die moderate Wärme mit viel Licht kennzeichnend sind. Auch die Gartenbäume entwickeln sich prächtig, mit einem Kronenlaub, das jetzt schon so satt dunkelgrün aussieht, wie wir das sonst erst vom Hochsommer kennen. Nach dem endlos langen Schmuddel-Frühling ist das gerade eine wirkliche Wohltat, die wir uns gerne konstant in die nähere Zukunft verlängert vorstellen.

Gartenbaumbesonderheiten dieses Sommers

Die Gartenbäume entwickeln sich in diesem Sommer sehr gut und bilden üppiges Grün. Gerade der Walnussbaum hat jetzt schon eine erstaunliche Dichte im Kronendach erreicht und präsentiert sich gewaltiger als jemals zuvor. Gleichzeitig verteilt er immer mehr Schatten um sich herum, was für die angrenzend platzierten Chili-Pflanzen nicht ganz so günstig ist, aber geeignetere Sonnenplätze kann ich für die nicht frei machen. Auch Ginkgo und Nashi haben sich bisher vital gezeigt, ebenso die beiden kleinen Feigenbäume. Und die Gleditschie zeichnet sich nach dem ziemlich heftigen Rückschnitt vor einigen Wochen dadurch aus, dass sie an den verbliebenen Ästen, teils auch direkt am Stamm, umso dichteres Laub austreibt. Das ist bekanntermaßen sehr licht und filigran, wirkt in dieser Dichte aber ungewohnt wuchernd. Das allerdings passt nicht ganz zu der Baumart. Ich hoffe, diese Anmutung wird sich im Laufe des Sommers wieder auflösen, spätestens aber im Folgejahr, denn ein ähnlich starkes Zurückschneiden wird bis dahin wohl nicht mehr nötig sein. Nur der Pfirsichbaum wird sich bezüglich seines Blattkleides wohl nicht mehr erholen können. Er trägt Blätter, die sind aber durch einen Pilz vor Wochen schon stark zusammengeschrumpelt bzw. gar nicht mehr vorhanden und verteilen sich auch stark unregelmäßig an dem jungen Baum. Deshalb ist zu befürchten, dass die schon vorhandenen, noch kleinen und grünen Pfirsiche wohl bis zum Hochsommer nicht mehr die gewohnte Größe und Reife erreichen können. Das allerdings ist jammerschade, stellten sie doch in den Vorjahren ein echtes Highlight im Garten- und Erntejahr dar.

Wechselhaftes Baumwachstum

Jetzt ist uns doch noch das tolle Frühsommerwetter beschert, auf das wir so lang schon hoffen. Und die Gartenbäume schießen ihr Blattgrün in üppiger Form hervor. Besonders auffallend sind in diesem Jahr die Gleditschien, die ungewöhnlich dichtes Blattkleid tragen. Vermutlich liegt das an dem Rückschnitt vor zwei Monaten, der notwendig war, um die Bäume nicht aus der Form geraten zu lassen. Aber dadurch ist wohl mehr Energie als sonst in die Blattknospen geflossen, die jetzt viel dichter als je zuvor an den Ästen nebeneinandergereiht erscheinen. Auch die übrigen Bäume präsentieren sich prächtig. Nur der Pfirsichbaum, an dem wir in den Vorjahren so viel Freude hatten, weil er trotz seiner jungen Jahre so tolle Pfirsiche und so großer Zahl hervortrachte, macht einen erbärmlichen Eindruck. Einfach weil seine Blätter fast vollständig von einem Blattpilz befallen und stark eingerollt oder so gut wie vollständig verkümmert sind. Ich habe Zweifel, dass er sich davon noch wird erholen können. Und ohne Blätter kann aus den schon sichtbaren Früchten eher nichts werden. Sehr schade, gerade weil es doch sonst ein ganz gutes Jahr für das Wachstum der Bäume zu sein scheint.

Vitaler Sommergarten mit einigen Sorgenkindern

Jetzt am Abend kommt doch noch der Regen, nachdem ich vorsichtshalber die Blumen im Garten und in den Pflanztrögen vorhin gegossen hatte. Das ist ganz gut, denn ich habe den Eindruck, dass die Pflanzen nach einige Stunden intensiver Sonneneinstrahlung doch ihre Probleme bekommen. Für zu viel Aufheizung sind sie noch nicht gut genug angewachsen und haben noch zu wenig verzweigte Wurzeln. Auch bei den Gartenbäumen mache ich mir zum Teil Sorgen. Zum Beispiel zeigt der kleine Pfirsichbaum erschreckende Kräuselungen bei den Blättern. Das war in den Vorjahren bei den Obstbäumen zwar nicht selten. Aber wenn es so massiv vorkommt und die Blätter noch kaum ausgewachsen sind, könnte es den Baum doch empfindlich schädigen. Immerhin kann ich zahlreiche winzige Fruchtansätze erkennen. Nur wie soll der Baum die Früchte wachsen lassen, wenn er zu wenig Licht über die Blätter einfangen kann. Ich hoffe, er wird sich noch erholen. Es wäre jammerschade um die zuletzt so üppigen und geschmackvollen Pfirsiche. Der Walnussbaum hat zahlreiche Blüten ausgebildet, die immer noch nach und nach vom Baum abfallen. Die „Würmchen“ produzieren eine Menge Biomasse, die wir immer wieder zusammenkehren und kompostieren müssen. Aber das nehmen wir gerne in Kauf, wenn sich der Baum prächtig entwickelt und hoffentlich auch zahlreiche Nüsse im Herbst hergibt. Es ist schön, dass wir die Veränderungen der Pflanzen jetzt auch endlich genauer beobachten können, nachdem die Pflanz- und Gartenarbeiten schon gut fortgeschritten sind.

Ermüdende Jahreszeiteneindrücke

Was für ein verrücktes Wetterjahr, es scheint kein Ende zu nehmen mit der Abweichung vom Erwartbaren. Kaum haben wir einige wirklich lichtreichen Tage hinter uns, folgt schon eine lange Phase mit Regen und Wolken. Es fällt schwer, da außergewöhnlichen Schwung aufrechtzuerhalten. Jedenfalls kostet es mehr Energie als nötig, die man eigentlich für anderes verwenden wollte. So wird auch aus der jahreszeitenbezogenen Baumfotografie erste einmal nichts. Dabei wäre da schon einige interessante Motive, die es sich lohnte einzufangen. Zum Beispiel die jungen Blätter zahlreicher Baumarten, zum Beispiel die Kätzchen-Blüten der Walnussbäume, das im feucht-warmen Klima wuchernde Efeu, die immer häufiger zu beobachtenden Blüten der Sträucher. All das droht unbeboachtet vorbei zu gehen, ohne dass wir einen wirklichen Eindruck des Frühlings gewinnen können. Dabei wäre das aktuell wichtiger als das ermüdende sich Ergehen in der Dauerkrisenkommunikation.

Wieder einmal abwarten

Nochmal viel Regen, der in Kombination mit der lauen Lufttemperatur nicht wirklich guttut. Vielleicht doch den Pflanzen, die solches Wetter erholsam finden mögen, aber uns Menschen schadet es eher. So freue ich mich zumindest auf die Erholung der Gartenbäume und einen Anreiz für den nachgesäten Schattenrasen, doch noch zu keimen und die Lücken zu schließen. Aber natürlich vermissen wir die super Sonnentage, die wir zuletzt erleben durften und die so viel Vorfreude auf den Frühling gemacht haben. Nun müssen wir wieder einmal abwarten.

In Richtung sicherer Frühling

Die beiden tollen Sonnentage haben heute keine Fortsetzung gefunden. Aber man merkt trotzdem, dass der Frühling sich durchgesetzt hat, auch wenn es erst einmal durchwachsen mit Schauern weitergeht. Eigentlich ganz gute Bedingungen für die Pflanzarbeiten, die wir für den Samstag geplant haben. Zunächst wollen wir im Gartencenter Sommerblumen aussuchen, dann die Pflanzgefäße mit der letzte Woche schon besorgten Erde füllen und düngen, um die Blumen und auch schon erste selbst gezogene Gemüsepflänzchen in die Erde zu setzen. Besonders freut es mich, dass unsere Gartenbäume erstmals Blattknospen zeigen, die sich bald auffalten werden. Eigentlich ist das das sicherste Anzeichen dafür, dass sich die Bäume trauen, in den Frühling zu starten. In der Regel bedeutet das, dass keine schlimmen Fröste mehr zu erwarten sind. Hoffen wir, die Bäume können ihrer Inuition vertrauen und erleben mit uns keine böse Überraschung bei der Blüte und mit den zarten frischen Blättern.

Jede Menge aufholen

Ein Wahnsinns Sonnentag war das heute. Merkwürdigerweise fällt das mit einem Defekt der Solaranlage zusammen. Ansonsten wäre sicher noch mehr Strom gewonnen worden. Seltsame Koinzidenzen sind das, aber das passt irgendwie in unsere Zeit. Mich freut am meisten daran, dass wir nach ewiger Verzögerung endlich ein Gefühl von Frühling haben können. Und dass sich das positiv auf das Wachstum und die Vitalität der Pflanzen auswirkt. Wäre doch gelacht, wenn jetzt die Chilis nicht doch noch ihre Zögerlichkeit hinter sich lassen und kräftig keimen bzw. dass die schon gesprossenen groß und kräftig herauswachsen. Dann können wir nach der umfangreichen Vorbereitung auch die Gartensaison praktisch erleben, das beginnende Grün der Gartenbäume in uns aufnehmen und die Farben der sukzessive blühenden Frühlings- und Sommerblumen genießen. Da gibt’s jede Menge nach- und aufzuholen.

Wieder erholte Zahlensymbolik

Die Einundzwanzigsten werden in jüngster Zeit wieder besser. Zuletzt hatte die Zahlensymbolik an Macht eingebüßt. Umso mehr freue ich mich, dass ich mit der Einundzwanzig wieder etwas Belebendes, Zukunftsgewandtes verbinden kann. Jedenfalls machten die Versuche der Sonne, heute immer wieder sich Bahn zu brechen Mut und lassen uns zuversichtlich auf den morgigen Arbeitssamstag blicken, der der schönste und wärmste Tag des bisherigen Frühlings werden soll. Ideal für die Reinemachaktion rund ums Haus, die bei schlechtem Wetter und vor allem Kälte nicht durchführbar wäre. Vor allem freue ich mich auf das Einläuten der Gartensaison, auch wenn nach dem Saubermachen sicher erst einmal das Schuddelwetter zurückkehrt. Aber egal, es ist dann alles gerichtet, um mit dem Pflanzen der Blumen und des eigenen Gemüses weiterzumachen, sich wieder öfter und länger im Garten aufzuhalten und dort zu arbeiten, uns am Vegetationsfortschritt der Bäume zu erfreuen, die bis zum Spätherbst immer wieder ein anderes attraktives Bild bieten und die Gartenkulisse somit optisch einrahmen.

Die Nutznießer des Walnussbaums

Für die Gartenbäume war beim Besuch von J. und W. in G. heute gar keine Zeit. Eigentlich waren die immer ein Thema, zumindest hatten wir eine Runde gedreht und den Zustand der Ebereschen, der verschiedenen Zierbäume, der Esskastanie und des Walnussbaums vorm Haus begutachtet. Aber heute hat sich das Gespräch fast ausschließlich drinnen abgespielt, auch weil es nach so langer Pause viel zu sprechen gab. Aber indirekt wurde der Walnussbaum doch noch zum Thema, nämlich beim Gespräch über die regelmäßig auf Besuch vorbeikommenden Tiere, vor allem die Vögel. Aber auch die Eichhörnchen quartieren sich dort zumindest im Herbst regelmäßig ein und decken sich mit leckeren Walnussportionen ein, was auch bedeutet, dass für die Besitzer des schon recht stattlich herausgewachsenen Walnussbaums selbst nichts mehr übrigbleibt. Interessant die Schilderung des Verhaltens der Tiere, die sich nach erfolgreichem Abräumen einer Walnuss wohl noch kurz vor dem Fenster präsentieren, offensichtlich stolz auf ihren jeweiligen Erfolg. Immerhin, auf die Art erhalt man Kontakt zu scheuen Wildtieren in unmittelbarer Umgebung, die ohne den Anreiz vermutlich nichts von sich sehen lassen würden.

Nützliche und deplatzierte Zaunbäume

V. hat heute die restlichen Pfirsiche gepflückt, die schon überreif waren und dringend geerntet werden mussten. Die sollen jetzt zu reiner Pfirsichmarmelade verarbeitet werden, auf dass unsere Vorräte sich weiter auffüllen. Im Frühjahr werden wir den Baum wieder zurückschneiden müssen, denn er hat in diesem Sommer enorm an wirklich aufrechtzuerhalten, weder bei diesem Pfirsichbaum noch und erst recht nicht bei dem Kirschbaum daneben. Denn die Kirschen haben die Tendenz, sehr schnell an Stammumfang zuzunehmen und auch schon in jungen Jahren starke Äste auszubilden. Da wird der Formschnitt dann zunehmend schwieriger. Ich sehe schon kommen, dass der Kirschbaum irgendwann wieder entfernt werden muss, da er seine eigentliche Funktion, einen Sichtschutz zu bilden, nicht erfüllen kann. Das allerdings hatte ich V. auch vorher schon gesagt.

Gartenbäume wieder präsenter

Die Gartenbäume sind mir in diesem Sommer präsenter als in den Vorjahren, im Vergleich zu den Zier- und Nutzpflanzen des Gartens. Zwar freut es mich ach ungemein, dass die Strohblumen so schön sukzessive ihre Blüten ausbilden, die ich selektiv sammle und trockne und dass die Chilipflanzen endlich wieder reiche Ernte im späteren Jahresverlauf versprechen. Auch dass unsere Sommerblumen rund ums Haus eine solche Farben- und Formenvielfalt zeigen, dass täglich eine wahre Freude ist. Aber den Bäumen tut der Witterungsverlauf des Frühjahrs und Sommers doch sichtlich gut. Auch wenn zuletzt zu viel Trockenheit war. Dennoch scheinen die Gartenbäume, unabhängig von der Art, diesen Sommer zum kräftigen Weiter- und Breiterwachsen zu nutzen und haben alle deutlich an Masse und Volumen zugelegt. Für M. ist natürlich am tollsten, dass nach mehreren Jahren fast ohne Früchte einer nachgezogenen Feigenbäume wieder Feigen hervorbringt, die wir noch viele Wochen in größeren Abständen reif abpflücken können. Auch das Nashi hat viele pralle Früchte, was wiederum V. sehr erfreut. Das ist auch ein Ausgleich für die vielen Obstbäume auf unserer Streuobstwiese, die dieses Jahr fast nichts tragen. Eine der allerdings nicht seltenen Kuriositäten, die manchmal vom Wetter zur Zeit der Blüte, manchmal von Insektenbefall abhängen. Dieses Jahr ist insofern ein schlechtes, das aber wahrscheinlich von einem besonders opulenten Baumobstjahr abgelöst wird.

Rätsel um den Obstbaumertrag

Bei J. und W. in G. ist es in punkto Gartenbäume genauso wie bei uns in diesem Jahr. Alle übrigen Arten entwickeln sich prächtig, aber die Obstbäume tragen kaum Frucht, während sie vom Laubgrün her auch gut entwickelt sind. Ihr Apfelbaum, der in den letzten Jahren sehr reich getragen hat, kann diesmal mit genau 4 Äpfeln aufwarten. Das deckt sich mit Vs Beobachtung, dass ausgerechnet von den Bäumen der Streubobstwiese nahezu nichts zu erwarten ist. Möglicherweise trägt selbst der wilde Mirabellenbaum nicht genug Mirabellen, um damit die obligatorischen Hochsommer-Hefekuchen zu backen. Ein Erklärung für das Ausbleiben der Baumfrüchte hat niemand. Auch kann sich niemand an Nachfröste während der Blütenzeiten oder an eine Invasion der bekannten Insekten erinnern, die ansonsten für einen Abbruch der Blütephase und damit das Ausbleiben von Früchten verantwortlich sind. So gibt uns der fehlende Obstbaumertrag auch in diesem Jahr wieder einige Rätsel auf.

Wechselnder Wasserbedarf

Eine größere Belastung für den menschlichen Organismus ist diese extreme Wechselhaftigkeit des Wetters. Wetterfühlige haben in diesen Hochsommertagen ihre Probleme. Und auch bei den Pflanzen muss man sehr aufpassen, die richtige Dosis an Gießwasser zu treffen. Denn der Bedarf ist an fast jedem Tag anders. Und manche Arten mögen eben keine Staunässe, während andere ständig schlappe Blätter zeigen. Bei den Bäumen passiert das eher selten, es sei denn die Hitze dauert sehr lange an, in dem Fall gieße ich auch unsere Gartenbäume. Aber bei kleineren Gehölzen, wie unserem Schneeball, zeigen sich auch jetzt schon Verfallserscheinungen. Die können aber auch mit dem Alter der Pflanze zu tun haben. Ansonsten ist es schwer zu verstehen, warum ein Teil davon verfault scheint und einzugehen droht.