Schlagwortarchiv: Gartenbäume

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Gute Prognose für die Erscheinung des diesjährigen Hochsommergartens

Nach den recht anstrengenden Wochen war dieser Sonntag nach langem wieder einer zur Regeneration. Dazu passte das gemäßigte Wetter, eine Mischung von sonnigen Phasen mit Regen und Bewölkung. Ganz gut war das für die gerade erst eingepflanzten jungen Blumen und eine Möglichkeit für die Stauden, Flüssigkeit zu speichern und etwas zu verschnaufen. Insgesamt gefällt mir die gestern realisierte Zusammenstellung der Sommerblumen außerordentlich gut. So wie sie aktuell aussehen, ist es eine sehr schöne, stimmige Kombination, die im Verlauf des Hochsommers viel Farbe und Pracht verspricht. Zusammen mit vielen Zierpflanzen auf der anderen Seite und den verschiedenen grünen Nutzpflanzen wird das voraussichtlich ein sehr von der Pflanzenpräsenz dominierter Gartensommer. Jedenfalls wenn die Hitze nicht zu heftig ausfällt und wir zwischendurch immer auch Abwechslung erleben, die nicht in Extreme ausartet. Angesichts des enormen Stresses, den die Bäume in der großen Dauerhitze des Vorjahres erleben mussten, wäre vor allem ihnen das zu wünschen, zumal sich auf Hitze zurückzuführende Schäden ohnehin erst zeitverzögert auswirken.

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Die nächsten Schritte im Frühlingsgarten

Vielleicht ziehen wir in diesem Jahr die Rund ums Haus Frühjahrssäuberung schon etwas vor. Das bietet sich an, da der Samstag schönes, sonniges Wetter verspricht. Und wenn die traditionelle Osternacht tatsächlich nicht stattfindet, steht dem auch planerisch nicht wirklich etwas entgegen. Im Gegenteil, Auferstehung und Neuanfang durch symbolisches Aufräumen der letzten Winterreste passen eigentlich gut zusammen. Auch wenn wir das schon einige Male so hatten, dass nämlich kurz nach der Säuberungsaktion das Wetter wieder ungemütlich wurde und wir erst einmal die Eröffnung der Gartensaison verschieben mussten. Vorbereitet wäre es dann aber schon einmal. Und die ersten Schritte unserer Pflanzaktivitäten haben wir ja auch schon hinter uns. Das fügt sich ganz gut zusammen. Ich freue mich, dass die gesäten Pflanzen sich inzwischen überwiegend vital zeigen. Demnächst kann für einige Aren der nächste Schritt, nochmaliges Umtopfen oder auspflanzen in die Gartenerde folgen. Dann werden auch die Gartenbäume so weit sein, ihre Blätter aufzufalten und erneut Substanz zuzulegen. In diesem Jahr bin ich recht sicher, dass es für die Bäume gut läuft. Anders als die Nadelbäume im Wald dürften unsere Gartenlaubbäume die Hitze des Vorjahres gut überstanden haben. Zurückgeschnitten haben wir sie auch soweit, dass ihre Form nicht aus den Fugen gerät und sie sich mit zu viel Ästen auch nicht selbst überfordern beim nächsten Wachstumsschub.

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Viel Samstagarbeit nach Plan

Da die Wetterkapriolen bei uns nicht so stark ausgefallen waren, konnte ich an diesem Samstag doch alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte. Allen voran der lästige, aber notwendige Reifenwechsel, der wegen einer Schraube im Profil mit einiger Verzögerung verbunden war, und am Nachmittag das Umtopfen der verschiedenen Sonnenblumen und der Rizinusstauden. Durch das Verteilen auf größere Pflanztöpfe ist am Ende doch schon eine ganze Menge an kleinen Blumen herausgekommen, die ich nur schwer auf der Fensterbank oder jedenfalls bei Licht drinnen unterbringen kann. Aber wahrscheinlich kommt bei den Blumen in den nächsten Wochen ohnehin nicht mehr viel nach, so dass ich bald die Pflanzpaletten ohnehin entfernen kann. Dann kommt es darauf an, dass die relativ spontan angewachsenen Pflanzen sich in der geräumigeren Erde gut entwickeln, bis ich sie irgendwann auspflanzen kann. Einige davon werden ohnehin neue Besitzer finden, wie schon im Vorjahr. Und dann sind da noch die vielen angesäten Strohblumen und die Chilis. Bei den Strohblumen habe ich diesmal Bedenken. Bisher sieht es nicht danach aus, dass sie ordentlich keimen. Denn was bisher gewachsen ist, wirkt eher wie Unkraut. Vielleicht war der Zeitpunkt für diese Art ungünstig. Vielleicht liegt es aber auch an der Erde. Noch ratloser machen mich die Chilis, die noch gar keine Regung gezeigt haben. Sollte alle Samen von den letztjährigen Schoten Blindgänger sein? Ich kann es mir fast nicht vorstellen und tendiere, weiterhin Geduld zu haben. Die Gartenbäume sind derzeit noch vorsichtig. Die Knospen sind zwar schon zu sehen, aber sie scheinen dem Frühling noch nicht ganz zu trauen. Mit guten Grund wohl, denn die Nächte sind zurzeit noch klirrend kalt, bis zur Frostgrenze. Umso erstaunlicher scheint es mir, dass wir beim Sortieren der spärlichen Palmzweige für morgen unter den Zweigen von P. M. doch tatsächlich einen einzelnen lebenden Buchsbaumzünsler entdeckt haben. Wo, frage ich mich, kommt der her, um diese Jahreszeit und bei diesen Temperaturen. Jedenfalls haben wir den Zweig inklusive seines ungewollten Bewohners gleich verbrannt, da wir vermeiden wollen, dass er aus der Tonne krabbelt und sein Domizil gleich in unserem so gerupften Buchsbaum bezieht. Letztlich wird der Palmbuschen spärlicher ausfallen als sonst. Aber für unsere eigenen Türkreuze wird er gerade ausreichen.

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Schöner Aprilauftakt

An diesem schönen ersten April hat sich die Sommerwetterperiode fortgesetzt. Das hat M. und V. wieder in den Garten gezogen, um erste Gartenarbeiten zu erledigen, den Boden zu harken, altes Laub zu entfernen und die Flächen für das Einpflanzen der Sommerblumen vorzubereiten. Die große Säuberungsaktion der gefliesten Pfade und der Waschbetonflächen wird wohl noch einige Zeit warten müssen. Das ist eine Aktion, die wir frühestens Mitte Mai erledigen, wenn der Frühsommer nicht mehr gefährdet ist. Bis dahin gibt’s aber noch jede Menge anderes zu tun, vor allem um die selbst gezogenen Pflanzen später im Garten einpflanzen zu können und ein schönes Gartenambiente zu schaffen. Darauf und auf die Licht-Schattenspiele durch das im Grün der Bäume gefilterte Sonnenlicht freuen wir uns schon.

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Ende März leiten wir die Gartensaison ein

Ein langer Arbeitstag mit Gartenarbeit, aber diesmal in auswärtigen Gefilden. Da wir aber schon einige Male zu dieser Jahreszeit bei J. und W. im Garten tätig waren, fühlte sich auch das irgendwie vertraut an. Auch dort geht es immer wieder um bekannte Kandidaten, die sich im Laufe der Jahre prächtig entwickelt haben: Die Esskastanie im Vorgarten, bei der wir zwei weitere tief stehende und überflüssige Äste zurückgeschnitten haben, der Walnussbaum ebenfalls im Vorgarten und die Zwillings-Ebereschen im Hinterhausgarten, an denen diesmal nichts zu tun war, auch weil es jetzt schon etwas zu spät für Rückschnitte bei diesen Arten ist, die schon kräftige neue Triebe mit Knospen getrieben haben. Natürlich sind die Sommerblumen derzeit ein großes Thema. So drehte sich der Großteil der Arbeiten um das Eintopfen von Blumensamen oder –zwiebeln, das Auffüllen frischer Gartenerde in Pflanzgefäße oder das Entleeren alter verbrauchter Erde, das Bewegen und Arrangieren der Pflanzgefäße im Gartenareal und das Aufkehren des Winterdrecks und des verdorrten Laubs auf den Gehpfaden. Auch einen gerissenen Pflanztrog aus Ton habe ich ausgebessert, mit Draht und Spachtelmasse, so dass er zumindest in dieser Saison noch durchhalten sollte. Jetzt müssen die zahlreichen Samen noch erfolgreich keimen, die bereits als winzige Pflänzchen eingekauften Blumen gut anwachsen und sich der Frühling hoffentlich so entwickeln, dass die Pflanzenplanung bis zum Sommer wie gewünscht umsetzbar ist.

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Schläfrige Gartenbäume

Die Samenkapseln des Wunderbaums vertrocknen jetzt gar nicht mehr an der Pflanze selbst. Dafür ist es jetzt zu kühl und auch schon zu nass. Dabei hält sich die Staude immer noch sehr beständig. So werde ich wohl keine weiteren Samen mehr gewinnen können. Oder vielleicht doch – wenn die abgeschnittenen und ins Warme geholten Fruchtstände bei anhaltender Innenraumwärme doch noch trocknen und sich die Samen so loslösen sollten, wie sie unter natürlichen Umständen draußen während des Spätsommers und Frühherbstes getan haben. Die Rizinusstauden sind dann auch wohl auch die letzten nicht verholzten Pflanzen, die sich im Garten relativ unverändert halten. Die Bäume sind fast alle schon entlaubt, und auch die Chilipflanzen sind so gut wie nicht mehr vorhanden, mit ganz gelblich verfärbtem und schon stark reduziertem Laub. So können wir eigentlich sagen, dass die Gartensaison praktisch abgeschlossen ist und für den Rest des Jahres vor allem von den Vögeln dominiert sein wird, die wir mit dem Vogelhäuschen und den getrockneten Sonnenblumenkernen sowie des Fettknödeln anziehen, die sich aber traditionell auch unabhängig von solchen Reizen ganz gerne bei uns aufhalten.

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Die Zeit vor Allerheiligen

Wieder ein Tag im Zeichen der Technik. Da war der ausgetaute Kirschkuchen vom Sommer die richtige Ablenkung nach einem langen Arbeitstag, der auch danach noch seine Fortsetzung gefunden hat. Beim Blick aus dem Fenster zieht es mich zurzeit nicht nach draußen. Zu wenig Licht, zu wenig Wärme. Auch der Ginkgo scheint seit zwei Wochen unverändert, mit seiner entblätterten Krone, während die unteren Äste alle noch die gelb verfärbten Blätter tragen. Die ganz große Schockfrostnacht war noch nicht da. Danach werden sie alle schlagartig fallen. Und bald wird es neben den immergrünen Efeuranken kein Blattgrün und auch kein Herbstlaub im Garten mehr geben. Wie man es für die Zeit um Allerheiligen auch erwartet.

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Wachstumsschwankungen und Kosmos

Es war nicht unbedingt ein Jahr der Gartenbäume. Tatsächlich haben sich die Bäume des Gartens nicht so spektakulär weiterentwickelt während dieser warmen und sonnenreichen Wachstumsperiode. Schwer zu sagen, woran das liegt. Ob tatsächlich der Kampf mit der Lufttemperatur und der damit verbundenen schwierigen Regulation des Wasserhaushalts dafür verantwortlich war oder noch nicht näher zu bezeichnende, aber dennoch wirksame kosmische Konstellationen. Ich kann es nicht sagen, tendiere aber zu letzter Begründung, einfach weil ich scheinbar unerklärliche Schwankungen auch bei anderen Pflanzen feststellen kann, die in einem Jahr prächtig gedeihen, im folgende dagegen gar nicht. So erlebt mit den Bananenstauden, bei denen schon im Frühjahr erkennbar war, dass sie nicht sehr wachstumsfreudig werden sollten. Das hat sich bis jetzt durchgezogen. Zwar zahlreiche Wurzelableger, aber die Hauptpflanzen wollten einfach nicht wachsen, jedenfalls nicht erkennbar. So war es bei zwei von nur drei überhaupt aus den Samen heraus entstandenen Rizinusstauden. Eine ist sehr schön, ausladend und hoch geworden, die zweite bleibt in halbwüchsigem Stadium stecken und die dritte hat es zwar zu Früchten gebracht, konnte sich bis jetzt aber nicht über 20 cm Höhe hinausbewegen, ein Rizinus-Bonsai sozusagen. Wie anders als mit den Sternen und ihrer gegenseitigen Abhängigkeit, den Energien, die sich abhängig von dieser veränderlichen Konstellation ebenfalls verändern, wie anders lasse sich solche Unterschiede erklären. Die Pflanzen haben da wohl einen sehr viel feineren Draht in den Kosmos hinein, als wir uns das vorstellen können. Wir sehen nur die Sonne und denken, das sei in jedem Fall ein aufbauendes Mittel, eine ideale Bedingung fürs Wachstum. Das aber trifft nicht immer zu.

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Das Zusammenspiel der Gartenbäume

Unsere Sonnenblumen halten sich in diesem Jahr besonders lange. Allerdings musste ich einige auch schon abschneiden, weil sie vollständig verblüht sind. Dadurch, dass ich sie aber zeitversetzt eingepflanzt hatte und es auch verschiedene Sorten sind, kommen immer wieder neue nach. Gerade die Riesenexemplare sind sehr blühfreudig, wenn auch die Blüten etwas kleiner ausgefallen sind in dieser Saison. Es liegt wohl daran, dass unser alter Feigenbaum nicht mehr da ist, dass die Gartenbäume in diesem Sommer gar nicht so dominant erscheinen. Der Walnussbaum ist trotz seiner schon beachtlichen Höhe in seiner Art ohnehin eher unauffällig. Der Ginkgo ist zwar der imposanteste und höchste von allen, ist aber schon so weit herausgewachsen, dass man in Augenhöhe nur noch den Stamm erblickt. Man muss den Blick schon Richtung Himmel erheben, um seine ganze Präsenz in sich aufzunehmen. Die beiden kleinen Feigenbäumchen werden noch einige Jahre benötigen, um sich gegenüber den älteren behaupten zu können. Und ganz dezent sind ohnehin die Gleditschien, wegen ihres noch sehr dünnen Stämmchens, aber auch bedingt durch die Art. Denn selbst ältere Bäume mit starken Stämmen bleiben sehr licht und filigran, wirken in keiner Weise aufdringlich. Ich hoffe, dass zumindest der stärkere der beiden sich gut entwickeln wird und irgendwann neben Walnussbaum und Ginkgo eine erkennbare Baum-Marke im Garten setzen wird.

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Hochsommer, Reifen und Herbstahnungen

Alice hat uns doch noch nicht vergessen. Der eine Abstinenztag hat uns dahingehend schon zweifeln lassen. Aber mit einigen Anreizen, die M. nicht vermeiden will, sprich einigen kleineren Leckereien, ist er dann doch noch versucht, sich immer neu an uns zu erinnern und zumindest am Morgen und evtl. am späteren Nachmittag einen Besuch abzustatten. Es bleibt abzuwarten, ob das zu einer längerfristigen Routine wird und wie sich das Verhalten des Vogels in der kälteren Jahreszeit eventuell verändert. Aber bei den Lebensbedingungen, mit einem Schlafplatz im Schlafzimmer des „Frauchens“ sozusagen, scheint das nicht ausgeschlossen. Wenn ich in diesen Tagen den Blick über den Vogel hinaus über den hochsommerlichen Garten schweifen lasse und meine Sonnenblumen, Rizinusstauden und Strohblumen, den Ginkgo, die Feigenbäume, den Walnussbaum und den Buchsbaum besuche, stellen sich die ersten wirklichen Herbsteindrücke ein. Eigentlich ist das jetzt schon Herbststimmung, auch wenn die kommende Woche wieder äußerlich Hochsommer mit ca. 30 Grad werden soll. Die Pflanzen nehmen schon die nächste Phase vorweg und setzen alles ins Reifen ihrer Früchte. Feigen haben wir, da die Bäumchen noch zu jung sind, in diesem Jahr leider keine. Aber Walnüsse gibt’s erstmals reichlich, auch schon an diesem noch nicht so alten Baum. Und die Chilis kommen dieses Jahr früher. Vorjährig konnte ich die ersten tatsächlich erst Ende September erblicken. Diesmal sind schon die ersten grünen in nicht geringerer Größe zu sehen, die sicherlich in 4-5 Wochen ihre gelbe Farbe angenommen haben und dann erntefähig sind. Auch wenn die Pflanzen weniger grün und kleiner ausgefallen sind als bei J. rechne ich deshalb schon mit einem ganz guten Ertrag, auch weil ich mehr Pflanzen herangezogen habe als im Vorjahr und weil immer noch neue Blüten nachkommen, die ebenfalls noch Früchte bringen werden.

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Grenzen übergreifende Gartenerlebnisse

Leider war es nicht möglich, die Teleskop-Baumschere zum Besuch bei J. und W. mitzunehmen. Gerne hätte ich die aus der Form gewachsenen Bäume dort geschnitten, vom Boden aus. Denn über die Leiter ist das bei diesen nicht ganz so starken Bäumen oft eine akrobatische Aufgabe. Aber selbst maximal zusammengeschoben ist diese Schere sehr lang und bei vollbesetztem Auto kaum transportabel. Vielleicht unternehmen wir beim nächsten Besuch einen neuen Versuch. Dann dürfte es Herbst sein und der Zeitpunkt auch günstiger für den Baumschnitt. Ich freue mich, dass insbesondere die Ebereschen sehr kräftig geworden sind und inzwischen auch ohne Stütze stehen könnten. Sie bilden mittlerweile ein perfektes, kaum noch als Zusammenstellung zweier Individuen wahrnehmbares Paar im Mittelpunkt des Gartenpanoramas. Der Rückschnitt wird ihnen nur die ganz weit ausgreifenden Triebe kappen, aber nicht ihre runde Kronen form beeinträchtigen. Schade, dass der einzige Wunderbaum, den ich J. und W. überlassen konnte, im Pflanztopf nicht so richtig zur Entwicklung kommen konnte. Die Art benötigt eben richtigen Boden, weil sie auf tief gehende Wurzeln angewiesen ist. Aber immerhin hat das Exemplar eine Reihe von Fruchtständen ausgebildet, so dass sie im Folgejahr weitere Versuche im Garten selbst unternehmen können. Fast neidisch bin ich auf die dort gewachsenen Chilis. Obwohl die Pflänzchen aus derselben Züchtung stammen wie unsere, sind sie dort viel besser und kräftiger ausgewachsen, haben zudem bereits große Schoten angesetzt. Das wird bei unseren vermutlich noch über einen Monat dauern.

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Vogelroutinen

Wir haben uns schon so an Alices Besuch gewöhnt, dass es wie ein Verlust erscheint, wenn der Vogel einmal nicht auftaucht. Gerade gestern noch war er wieder unermüdlich und hat uns über den Tag verteilt mehrfach besucht. Bei V. blieb er gar, während der die zwei Eimer mit Mirabellen entkernt hat, die ganze Zeit über in der Nähe auf Warteposition, hat sich eine halbe Stunde lang geputzt und anschließend ein Schläfchen eingelegt. Eher ungewöhnlich für diese hyperaktive Elster, deren größte Freude es ist, ständig etwas zu stibitzen und uns zu ärgern, was sonst ständig passiert. In wenigen Wochen haben sich gewisse Routinen eingeschliffen, zum Beispiel dass er sich zur Gefiederpflege grundsätzlich auf der Lehne des Rattansessels im Garten niederlässt. Oder dass er von seinem Domizil bei den Nachbarn grundsätzlich über die Wellblechwand zu uns herüberflattert, immer eine kurze Beobachtungspause auf eben dieser Wand einlegend. Aber natürlich hat er auch die Gartenbäume für sich entdeckt, allen voran den Walnussbaum, dessen Äste stark genug als Beobachtungsposten und für schläfrige Pausen sind. Mit dem Ginkgo scheint er sich schwerer zu tun, wahrscheinlich weil die Äste überwiegend steiler aufragend sind. Guter Halt ist eben für so einen Vogel wichtig. Und dass die „Haltestange“ nicht zu dünn ist, damit man sich auch gut und stabil festkrallen kann. Es ist schön, dass in diesen Sommermonaten zu beobachten. Selbst so ein kleines Vögelchen schafft es, etwas von seiner ungebremsten Lebensenergie zu übertragen.

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Vogelfreundschaft

Alice scheint sich inzwischen in unserem Garten und mit uns wohler zu fühlen als auf dem Grundstück seiner Ziehfamilie. Dass ein Wildvogel sich derart an Menschen orientiert wie diese Elster ist erstaunlich und wahrscheinlich nicht allein damit zu erklären, dass er von Menschen großgezogen wurde. Es scheint sich bei Alice um ein ganz besonderes Individuum seiner Art zu handeln, das nie müde zu werden scheint und schier an allem und jedem Interesse zeigt. Bei der kleinteiligen Arbeit mit meinen Perlen muss ich da allerdings schon vorsichtig sein und alle leichten Teilchen zwischendurch abdecken. Denn die eigenen sich natürlich sehr gut, um sie durcheinander zu wirbeln oder gar mit dem Schnabel aufzunehmen und damit fortzufliegen. Überhaupt ist nichts vor ihm sicher, alles muss zuerst einmal mit dem langen Schnabel angestoßen werden. Harte, sofort widerständige Gegenstände sind dann nicht so interessant wie poröse und leicht bröselige, denn von denen könnte man ja ein Stück abhacken, das dann mitgenommen oder gefuttert werden kann. Neben den Gartenbäumen hat der Vogel sich eine ganze Reihe weiterer höher gelegene Zwischenstationen und Beobachtungsposten ausgemacht, zwischen denen er im Tagesverlauf hin- und her wechselt. Und was einmal als spannend erkannt wurde, wird immer wieder aufgesucht. Da ist wohl so etwas wie Freundschaft entstanden, die auch durch gelegentliches Verscheuchen und Abweisen nicht zu erschüttern ist.

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Gartenbaumgleichgewichte

Nun könnte es doch noch einer der sonnenreichsten Monate seit ca. 8 Jahren werden. Sicher nicht der lichtreichste dieser Sommermonate, aber vielleicht der an zweiter Stelle steht. Das ist schon erstaunlich, da Hitze eigentlich die Leistung der Sonnenstromgewinnung verringert. Aber wenn es diese Konstanz an Lichtstunden gibt, ist der Durchschnitt dann doch beachtlich. Ich freue mich, da die erste Jahreshälfte größtenteils sehr durchwachsen ausgefallen war und ich das jetzt als willkommenen Ausgleich betrachte. Wie S. mir vorhin erzählte leiden seine Feigenbäumchen unter der Hitze sehr. Das liegt daran, dass sie in Töpfe gepflanzt sind, in denen sich das Gießwasser nicht so gut speichert. Und natürlich fehlen diesen Bäumen auch die weit reichenden und tiefer führenden Wurzeln, die so manche Durststrecke ausgleichen können. Insofern bin ich froh, dass wir den Versuch mit dem Neuanfang der beiden Feigenbäumchen gewagt haben, mit einem festen Pflanzort im Garten, den sie sich langsam, aber sich zunehmend wohl fühlender für sich einrichten. Und mit ihnen verändern sich auch das Gartenambiente und das Gleichgewicht der Gartenbewohner insgesamt. Auch weil der Buchsbaum in einer Ecke des Gartens durch die notwendigen Rückschnitte jetzt so reduziert werden musste und auf der gegenüberliegenden Ecke die Stechpalme ganz weggefallen ist. Damit haben die neuen eine veränderte Chance.

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Vorläufige Einschätzung der neuen Feigenbaumpolitik

Unsere beiden Feigenbäumchen entwickeln sich in diesem Sommer sehr positiv. Der etwas ältere ist in diesem Jahr endlich an seinem Standort angekommen. Wie bei anderen umgepflanzten Bäumen war es auch bei diesem so, dass er sich im ersten Jahr an neuem Ort irritiert gezeigt hat und sein Wachstum erst einmal auf Eis gelegt hat. Inzwischen aber ist sein Wurzelsystem so ausgeprägt, dass er diesen Ort als seinen erkannt hat und zusammen mit dem Mehr an Licht gute Bedingungen vorfindet. Wir hatten im Vorjahr bereits die über ihn zusammenwuchernden Triebe des Weinstocks an die Ränder geleitet, so dass direkt über dem Baum jetzt ungehindert die Sonn einfallen kann. Ansonsten steht er quasi im Halbschatten. Aber auch in diesem halb beschatteten Bereich kommt er noch an Licht, da das Weinlaub die Sonnenstrahlen nicht ganz abblocken, eher filtern. Und bei dem kleineren, im Frühjahr erstmals vom Pflanztopf in die Erde gesetzten Baum haben wir den Schritt gewagt, den ursprünglichen Haupttrieb zurückzuschneiden, zu Gunsten einer gleichmäßig ausgeprägten Krone, wenn man so sagen kann. Da die Verzweigung aber schon ca. 20 cm über dem Boden beginnt, wird er sich als Busch entiwckeln. Eine Aussicht, die mir heute nicht mehr unsympathisch ist, da die Baumerziehungsversuche bei Feigenbäumen langfristig nie erfolgreich waren. Wahrscheinlich sind wir mit dieser buschigen Wuchsform bei Rückschlägen, etwa nach heftigen Winterfrösten, etwas flexibler. Wichtig ist aber zunächst einmal, dass der kleine Baum überhaupt eine Basis findet. Damit sieht es bisher sehr gut aus.

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Klimastress und Baumgesundheit

Irgendetwas in der Atmosphäre verursacht uns Kopfschmerzen. Zumindest für mich eine Seltenheit, wenn es auch eine Auswirkung der Wetterfühligkeit sein kann. Das gehört eben zu den Dingen, die wir nicht vollständig verstehen, die man einfach nur registrieren und erdulden kann. Dabei sind es diese unberechenbaren Umschwünge des Wetters, der klimatischen und Bedingungen, der Luftdruckverhältnisse, die uns mehr zu schaffen machen können als uns gewöhnlich bewusst ist. Vielleicht sollte man mal die volkwirtschaftliche Relevanz von Wetterfühligkeit und des Klimawandels mit seiner stetigen Verstärkung der Extreme untersuchen. Ich gehe davon aus, dass im Ergebnis dieser Einfluss signifikanter ausfällt als so manche politische Entscheidung. Es ist schade, dass solche Fragen völlig ausgeblendet und als belanglose Nebensache betrachtet bzw. gar nicht erst bewusst werden. Ich sehe an solchen Tagen und in solchen klimatischen Stressperioden, dass auch die Pflanzen leiden, und gerade die Bäume, die doch so stoisch und unerschütterlich in der meisten Zeit wirken. Der kumuliert Stress kann sich auch bei ihnen auswirken. Dann allerdings oft gleich brutal und schädigend. Ich muss immer wieder ein genaues Auge auf unsere Gartenbäume haben, um sie vor nicht vorhergesehenen Schädigungen, etwa durch gefräßige Raupen, Wühlmäuse oder selbst initiierte Fremdkörper, z. B. von Stützstangen oder Drahtbefestigungen, entstehen können. Wenn ein Jahre heran gezogener Baum plötzlich empfindliche Schäden an der Außenrinde zeigt oder gerade noch vitale Triebe auf einmal vertrocknen, ist es meist angeraten, dem Übel nachzugehen, um Schlimmeres zu verhindern.

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Außerhalb der Idealform

Man sieht jetzt schon sehr schön, in welche Richtung der Wachstumsfortschritt bei den Bäumen im Garten geht. Der Walnussbaum hat die skurrile Eigenart, sich quasi fraktal zu erweitern. Was anderswo Seitenäste sind, hat bei ihm immer schon die Form eines kleinen Klons. Lauter Bäumchen innerhalb der Baumkrone. Eine davon ist dann doch in diesen Sommermonaten aus der kugeligen Kronenform ausgebrochen. Nicht nur wegen der Symmetrie, auch weil das einen Teil des Blumengartens abschattet, werde ich diesen Ast sicher im Winter zurückschneiden. Auch der Ginkgo hat einen solchen, sogar sehr starken Seitenast außerhalb seiner gleichgewichtigen Form ausgebildet. Auch der wird zu Gunsten einer stabilen Krone später weichen müssen. Insgesamt bin ich aber sehr froh um die Wuchsfreude dieser Bäume, inklusive der beiden kleinen Feigenbäume, die das hochsommerliche Wetter bei nur gelegentlichen Regenfällen zu schätzen wissen.

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Gartenbaumkonkurrenzen

Unser Ginkgo präsentiert sich in diesem Sommer lebendiger und wachstumsfreudiger denn je. Erstaunlich auch, wie stark der Stamm inzwischen geworden ist. Lange vorbei sind die Jahre, während derer er noch an einer Eisenstange gestützt werden musste. Jetzt hat er sich zu dem stärksten und höchsten Baum des Gartens entwickelt – und wird diese Position wohl auch so schnell nicht mehr aufgeben. Jedenfalls ist keine gleichwertige Konkurrenz in Sicht. Höchstens noch der Walnussbaum, der fast gleiche Höhe erreicht hat, aber noch nicht so stark ausgewachsen ist. Auch in späteren Lebensjahren wird er vermutlich immer etwas hinter dem Ginkgo liegen, besonders in Bezug auf die Höhe.

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Sommerliche Konkurrenz zwischen Gartenblumen und -bäumen

Nun konnten auch die letzten vorgezogenen Blumen ins Freiland. Ich bin froh, eine ganze Reihe Sonnenblumen verschiedener Sorten parallel auf der Fensterbank groß gezogen zu haben, da viele der draußen ausgesäten entweder von den Vögeln aufgepickt wurden, bevor sie keimen konnten, oder  nachträglich von irgendwelchen Insekten vertilgt wurden. Bei einigen noch existierenden scheint sich außerdem ein Pilz an den Blättern breit gemacht zu haben. Ich denke, dass der Großteil der verbliebenen aber dennoch eine gute Chance hat auszuwachsen. Später dürften wir auf beiden Zaunstrecken eine relativ dichte Mauer aus Sonnenblumen sehen, jeweils am rechten Ende flankiert von eine Rizinusstaude. Diese Ensemble, ergänzt durch die neu gesäten Mohnblumen und die Strohblumen, durch die in diesem Jahr wieder in Erscheinung tretenden Königskerzen und verschiedene andere Arten, die wir gar nicht benennen können, wird auch in diesem Sommer den Gartenbäumen große Konkurrenz machen. Mal sehen, wie sich die Aufmerksamkeit im Verlauf des Hochsommers zwischen Blumen und Bäumen verteilen wird.

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Vielversprechende Gartenaussichten

Was den Stand des Gartens angeht, ist die Pfalz ungefähr auf demselben Stand wie wir. Das konnte ich bei dem Besuch bei J. und W. heute feststellen. Alles schon ziemlich grün, aber noch relativ wenige Blüten. Eine spannende Zeit, vor allem für die Blumen und Stauden. Die Gartenbäume haben da ohnehin einen längeren Atem und entwickeln sich weniger dramatisch, dafür aber beständig weiter. Aber wegen des drängenden Wachstum wird unser Eindruck des Frühlings oder Frühsommers in diesen Wochen wesentlich von den nicht verholzten Pflanzen geprägt, die in der Hinsicht schon etwas weiter fortgeschritten sind. Ich wünsche J. und W., dass sich ihr Garten so schön weiterentwickelt, wie es im Augenblick zu erwarten ist, und sie möglichst alles werden genießen oder ernten können, was sie sich vorgenommen haben. Die Aussichten dafür stehen gut, vor allem, wenn es über die Sommermonate keine krassen Ausreißer, Nachfröste oder Unwetter gibt, die Blüten, Blätter oder Früchte zerstören. Auch zu lang anhaltende Trockenheit kann manchmal schaden. Hoffen wir also auf ein moderates Sommerwetter.

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Um Gartenbäume bangen und trauern

Ausgerechnet am Feiertag werden wir das erste Wettertief der letzten Tage erleben. Für die Pflanzen ist das natürlich eine Erholung, und wir sparen uns einmal das Gießen. Den Wassertank dürfte es auch wieder auffüllen. Nachdem wir das Reservebecken, das kleine Springbrunnenbecken im Zuge der Rund ums Haus Reinigungsaktion habe ablaufen lassen, ist der Tank erst einmal die einzige Regenwasserquelle, deshalb sind einzelne Tage mit anhaltendem Regen vorteilhaft. Was die Gartenbäume angeht, mache ich mir Sorgen eigentlich nur noch um den kleinen Feigenbaum, der sich ja nicht so entwickelt hat, wie wir das im Vorjahr vorauszusagen glaubten. Er wird Durchhaltevermögen zeigen müssen. Oder eben aus einem im unteren Stammabschnitt ausgetretenen Seitentrieb einen Neuanfang versuchen müssen. Die Stechpalme, ein Jammer, ist dagegen wohl endgültig verloren. Ich weiß nicht genau, ob es Sinn macht, sie noch länger an ihrem Platz zu belassen. Allerdings vermute ich, dass der Baum im Wurzelbereich so geschädigt ist, vermutlich durch kreisrunden Rindenfraß, dass er einfach nicht mehr regenerationsfähig ist. Das tut mir in der Seele weh, hat gerade dieser Baum in einer Ecke des Gartens immer eine solche Robustheit und Stärke ausgestrahlt. Ich hätte niemals gedacht, dass er so verletzlich sein könnte. Irgendwann werde ich die Ursache genau kennen. Spätestens, wenn wir ihn ausgegraben und die Wurzel genauer unter die Lupe genommen haben.

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