Höchstsommereinstellungen

Sicher nicht der heißeste, aber einer der heißesten Tage der letzten zwei Wochen wurde uns heute beschert. Und man hat die Beschwerlichkeit deutlich bei fast allen Menschen bemerkt, die wir unterwegs getroffen haben. Da hat sich inzwischen, bei so viele anhaltender Hitze und entsprechender Erschöpfung, eine richtige Lethargie breitgemacht, die dadurch noch verstärkt scheint, dass gerade in dieser Woche alle Bundesländer gleichzeitig Schulferien eingeplant haben. Tendenziell nutzen dann auch die, die gar nichts mehr mit Schule zu tun haben, diese absolute Höchstsommerzeit zur Erholung oder zumindest zum Zurückschalten. Ich nutze das wie immer schon für besonders kreative und intensive Arbeitseinsätze, die mich besser und schneller voranbringen, als das in normalen Zeiten möglich ist. Selbst ein Gang durch den Garten ist da auf ein zeitliches Minimum reduziert. Dennoch versäume ich es auch an solchen Tagen nie, einen Blick auf den Zustand und die Entwicklung der Gartenbäume zu werfen. Und Gießen, nachdem ich es gestern wegen des am Abend aufkommenden Regens ausgelassen hatte, auch wieder unbedingt erforderlich.

Der erste nicht sehr ergiebige Regen seit Langem

Am Abend jetzt, nach tagelanger Ankündigung, die sich nicht bewahrheitet hat, kamen bei uns tatsächlich die ersten Regentropfen seit Wochen. Das Donnern und Blitzen und die gewittrige Verdunkelung des Himmels deuteten eigentlich auf ein heftiges Gewitter hin, das einen ebenso heftigen Gewitterregen erwartbar gemacht hätte. Aber nach ca. zwei Stunden Vorbeiziehen dunkler Wolken und einer gewissen Abkühlung kam es dann doch nur zu harmlosen Schauern – immerhin die ersten seit langem. Leider waren die nicht geeignet, unser Becken nennenswert mit frischem Regenwasser aufzufüllen. Nur das Gießen unter freiem Himmel habe ich mir ausnahmsweise einmal gespart. Falls die Blumen über Nacht lappen sollte, würde ich es morgen Vormittag nachholen. Aber ich hoffe, wir können einmal einen Tag aussetzen. Und ich hoffe, die Bäume konnte wenigstens etwas von dem Niederschlag in ihren Wurzelwerken speichern, um die noch kommenden heißen Tage schadlos zu überstehen.

Gartenbäume mit ungewöhnlichen Wachstumsfortschritten

Natürlich sind in einem so sonnenreichen Sommer auch die Gartenbäume präsent und machen bei so viel Licht ungewöhnliche Wachstumsfortschritte. Man sieht das daran, wie hoch hinaus sie inzwischen reichen, vor allem der Walnussbaum, der Ginkgo und inzwischen auch die ältere Gleditschie. Auch die Breite der oberen Krone hat sich vergrößert und die drei zu richtig stattlichen Baumindividuen werden lassen. So deutliche Entwicklungsschritte konnte ich im Jahreswechsel bisher nicht beobachten. Aber noch dominanter sind in diesem Hochsommer die Blumen und Stauden, die bei uns weitgehend einjährig sind und die wir immer wieder neu in der Gärtnerei besorgen, einpflanzen und sorgsam pflegen. Um bei der ungewöhnlichen langanhaltenden Hitze immer genug Gießwasser parat zu haben, mussten wir heute tatsächlich noch die letzten sonst nicht zugänglichen Füllvolumen unseres großen liegenden Regenwassertanks leerpumpen. Zunächst ins Springbrunnenbecken, und von dort aus mit Hilfe einer anderen Pumpe wiederum in den Plastiktank, der ich zum Abzapfen des Regenwassers überwiegend nutze. Der wäre wohl in den nächsten Tagen leer gewesen ohne dieses Auffüllen.

Hochsommerliche Baumreihen und Ruhepunkte

Ein durchmischter Einundzwanzigster war das, der durchaus typische Merkmale dessen in sich trug, was mit der Symbolik dieser Zahl in Zusammenhang steht. Der aber auch durch die ungemeine Aufregung geprägt war, welche die Familie seit Monaten begleitet. Ich will einmal die aufbauenden und positiven Bestandteile aufgreifen und daraus Energie für die weiteren Hochsommerwochen und alle die Herausforderungen schöpfen, die in diesen Wochen noch auf uns warten. Die alleeförmigen Eindrücke der Ahornbäume am Straßenrand waren neben unseren großen Gartenbäumen die vegetabilen Begleiter und Ruhepunkte an diesem wirklich angenehm warmen, wohltemperierten Sommertag, an dem wir eine Reihe von Routineerledigungen unterbringen konnten. Um vor Ort bei den Gesprächspartnern bestätigt zu finden, dass die Auszeittage des Hochsommers ihre ganz eigene Stimmung unter den Menschen hervorrufen.

Konzentrierte Projekte in hochsommerlicher Auszeit

Atmosphärisch und auch klimatisch ist das gerade jetzt der absolute Höhepunkt des Hochsommers. Nicht nur, dass fast alle Privatleute und auch Betriebe gerade ihre Sommerferien eingeplant haben und ohnehin nicht erreichbar sind. Es macht sich auch außerhalb beruflicher und geschäftlicher Umgebungen gerade ein Sommer-Feeling breit, dem sich kaum jemand entziehen kann. Ich genieße die Ruhe, die das nebenbei mit sich bringt beim abendlichen Blumengießen und einem Rundgang durch den Garten, mit Blick auf das viele Grün der Blumen, Stauden und Bäume. Aber ich nutze solche Hochsommer-Auszeit-Phasen auch gerne, um konzentriert aktuelle Projekte weiterzuverfolgen. Nie bin ich so wenig davon abgelenkt und kann mich mit wenig Unterbrechungen so lange an zusammenhängenden Arbeitsschritten aufhalten. Das ist im Ergebnis enorm effizient und schafft künftige Freiräume für kreativere Vorhaben, die meist auch mehr Zeit und Muße erfordern. Ich hoffe, bei der von außen begünstigten Geschäftigkeit werde ich dennoch ein wenig Zeit zwischendurch erübrigen können, um die Baumfotografie des Sommers aufzugreifen und zu vertiefen oder meine Material- und Baumerkundungen im kunsthandwerklichen Arbeiten voranzutreiben.

Dominantes Gartenbaum-Dreieck

Von allen Gartenbäumen, deren Entwicklung ich seit Jahren genauestens beobachte, hat sich die Gleditschie in diesem Sommer am erstaunlichsten weiterentwickelt. Es ist der plötzliche Eindruck, den ich vor 3-4 Jahren vom Ginkgo hatte, dass er nämlich urplötzlich zu einem stattlichen hohen Baum mit starkem Stamm emporgewachsen war, der sich mir jetzt, in diesem Somme, bei der älteren der beiden Gleditschien aufdrängt. Noch im Vorjahr war sie der filigrane, lichte, irgendwie zerbrechlich wirkende Jungbaum. Und heute präsentiert sie sich mit enorm ausgeweiteter Krone, mit enorm in die Breite gewachsenem Stamm und vielen im oberen Teil der Krone sichtbaren Schotenfrüchten, die bisher noch nie so deutlich das sommerliche Bild beeinflussten. Und so licht und filigran wie zuvor erscheint er jetzt auch nicht mehr. Die jetzt dichter mit Blättern bewachsene Krone scheint deutlich erwachsen und lässt der Juniorbaum insgesamt auf einmal erwachsen wirken. Damit sind es erstmals drei dominierende Senioren unter den Gartenbäumen, die ein Dreieck bilden und den größten Teil der Gartenfläche überdachten: Walnussbaum – Ginkgo – Gleditschie. Der Feigenbaum nimmt sich dagegen wie ein Winzling aus, der wegen seiner typischen Wuchsform auch niemals die Höhe und Dominanz der anderen drei erreichen wird.

Parkähnliche Anmutung

Heute kam endlich mal wieder mehr Wind in die Atmosphäre, was die ansonsten noch immer hohen Sommertemperaturen erträglicher gestaltete. Der sehr belastende Eindruck von gestern war damit korrigiert, so dass wir uns auf etwas angenehmere Sommertage freuen können. Trotz der sommerlichen Hitzebelastungen freuen wir uns ungemein am vitalen Erscheinungsbild des Gartens, dem vielen Grün, dem Blühen, dem enormen Zuwachs in Kronenausdehnung und Stammdicke bei unseren älteren Gartenbäumen. Das geht schon fast in Richtung einer parkähnlichen Anmutung. Ich hoffe, wir finden die Muße, das auch durch Aufenthalte draußen genießen zu können.

Hitzefolgeschäden nicht nur für die Bäume

Mit Hitze konnte ich in den letzten Jahren eigentlich deutlich besser umgehen als in früherer Zeit. Tatsächlich war ich zuletzt in Hitzephasen recht kreativ und produktiv. Aber diese wirklich langanhaltende Hitze dieser Wochen macht mir nun doch zu schaffen – wie man hört nicht nur mir, sehr viele Menschen leiden an diese Wetter, das zudem gerade kaum irgendwelche Erleichterung z. B. in Form von Wind oder Regenschauern erfährt. Sehr beanspruchende Zeiten für wetterfühlige oder irgendwie körperlich angeschlagene Menschen. Ich kann nur hoffen, dass sehr bald eine Normalisierung eintritt, dass der Hochsommer ein angenehm warmer werden wird. Diesmal gilt der Wunsch v. a. für uns Menschen, nachdem ich hier im Baumtagebuch schon des Öfteren die Hitzefolgeschäden bei den Bäumen in den Mittelpunkt gestellt hatte. Nein, dann ist mir ein durchwachsener Sommer wie in den beiden vergangenen Jahren fast lieber. Und die Fruchtbäume mögen durchwachsene Sommer offenbar auch mehr, wie wir an dem sagenhaften Baumobstreichtum des Vorjahres gesehen haben. Dagegen dürfte dieses Jahr sehr bescheiden ausfallen, v. a. beim Maulbeerbaum scheint sich in Sachen reifer Früchte gar nichts voran zubewegen. Ich hoffe, irgendwann besser zu verstehen, von welchen Faktoren insgesamt der Baumobstertrag abhängig ist und inwieweit man das beeinflussen kann.

Warten auf den nächsten Regen nach langer Durststrecke

Die Sommerblumen sowieso, aber auch manche Stauden lassen nach der lang anhaltenden Hitzewelle öfter die Köpfe und Blätter hängen. Bei den Blumen kann ich dem durch abendlich großzügiges Gießen mit Regenwasser aus unseren Tanks entgegenwirken, so dass sie bis zum nächsten Abend ganz gut durchhalten. Bei den Stauden muss ich dagegen auf deren Widerstandkraft und Ausdauer hoffen, denn die kann ich täglich nicht auch noch gießen, gehen unsere Vorräte an Regenwasser doch langsam dem Ende entgegen. Natürlich benötigen auch die Bäume des Gartens bald einen Nachschub an Flüssigkeit, den sie in die Wurzeln und den Stamm einlagern können. Noch scheinen ihre Wurzeln tief und weit genug zu reichen, um die Durststrecke zu überbrücken. Aber in den nächsten Tagen sollten endlich wieder Schauern oder ergiebigere Gewitterregen kommen, um die Regenwasserreservoirs aufzufüllen und den Boden zu durchfeuchten, bis das Sommerwetter wieder moderate Züge annehmen wird.

Handarbeit im Umfeld des Gartens

Es ist schon enorm, wie viele Hitzetage in Folge, und das verteilt über jetzt schon mehrere Wochen, wir in diesem Sommer erleben. In der Form, so glaube ich mich zu erinnern, hat es das tatsächlich noch nicht gegeben. Es waren sonst nur kurzfristige Inseln mit wirklich heißen Temperaturen, dann aber immer im Wechsel mit abgekühlten Phasen und Regen. Das hier ist schon ein Hitzesommer, der an das anknüpft, was in Spanien oder Portugal wohl schon vor Jahren Normalität war. Wir müssen uns einfach darauf einstellen, vor allem, weil sich solches wohl immer öfter einstellen wird. Trotz der Hitze genieße ich die Holzarbeit im Freien, die bis zum späten Nachmittag noch ganz angenehm im kühlen Schatten des Hinterhauses möglich ist und erst später dann schweißtreibend wird. Durch die jetzt schon hohen Gartenbäume, die gemessen an der Fläche des Gartens zudem eigentlich zu dicht stehen, haben wir aber gerade im Hochsommer ohnehin ein schattiges Plätzchen, das fast vollständig mit Baumkronen überdacht ist, die sich teils sogar überlagern. Daraus entsteht in sehr angenehmes Mikroklima, das diese Handarbeit im Umfeld des Gartens zu einem Erlebnis werden lässt.

Auf ein gesundes Gleichgewicht im Garten hinarbeiten

Beim abendlichen Rundgang durch den Garten und ums Haus wirken gerade die Gartenbäume in dieser Zeit des Jahres sehr dominant auf mich. So präsent und majestätisch wie in diesem Sommer erschienen mir insbesondere die hoch hinaus gewachsenen Bäume, der Walnussbaum, der Ginkgo und die ältere der beiden Gleditschien noch nie. Alle drei haben gewaltig an Höhe und Ausdehnung der Krone zugenommen. Wenn ich den Ginkgo heute mit dem von vor 10 Jahren vergleiche, als ich ihn noch mit einer parallel zum Stamm eingeschlagenen flexiblen Eisenstange stützen musste, so ist er kaum mehr wiederzuerkennen. So hochgewachsen, so zahlreich verzweigt, vor allem mit so starkem Stamm präsentiert er sich jetzt. Noch mehr zugelegt, innerhalb weniger Jahre, hat die Gleditschie, die mir bis vor einigen Jahren noch wie eine zarte Baum-Elfe erschienen war, die aber auf einmal einen enorm starken Stamm und unbändig in alle Richtungen wachsenden Seitenäste bekommen hat. Dabei habe ich ihn jedes Jahr aufs Neue kräftig zurückgeschnitten, insbesondere die tief liegenden Seitenäste herausgenommen. Aber jetzt ist der nächste notwendige Rückschnitt im Frühjahr nächsten Jahres schon erkennbar. Ich achte darauf besonders, da diese Bäume, bei aller Majestät sonst zu viel Schatten werfen und alle lichthungrigen Pflanzen unter ihnen verdrängen. So ist es schwierig geworden, im Kronenschatten der Bäume noch Kräuter oder Sommerblumen zu pflanzen, die kaum noch eine Chance zu gedeihen haben. Wir arbeiten noch daran, einen gesundes Gleichwicht in der Bepflanzung und Verteilung der Pflanzen im Garten langfristig hinzubekommen.

Widerstandskraft angesichts der großen Hitze

Wahnsinn, der Sommer ist in seiner Frühphase, die wie ein vorgezogener Hochsommer wirkt, sehr hartnäckig. Aber immerhin sind die Temperaturen mit rund 30 Grad vergleichsweise moderat geworden und lassen nur phasenweise den Schweiß treiben, was in den Vortagen ja Dauerzustand war. Die Sommerblumen leiden unter solch intensiver und langanhaltender Sonneneinstrahlung natürlich massiv. Manche der gerade erst erschienenen Blüten, etwa bei unserer blauen Fächerhortensie, sind innerhalb weniger unbeobachteter Hitzetage verdorrt und auch bei den täglich unter Beobachtung stehenden müssen wir sehr achtsam sein, um ein Vergehen zu vermeiden. Auch an den Bäumen wird diese Rekord-Hitze-Periode nicht spurlos vorüber gehen. Ich hoffe aber sehr, dass insbesondere die Gartenbäume nicht dauerhaft unter Stress stehen werden und über den Sommer eher an Stärke und Widerstandskraft gewinnen.

Saarländischer Hitzerekord schon wieder passé

Der deutsche Hitzerekord, der gestern noch dem heimatlichen Saarbrücken verortet wurde, ist heute schon durch eine Stadt in Sachsen-Anhalt abgelöst worden. Aber belastend und ungewöhnlich dürfte diese langanhaltende Hitzephase wohl für alle europaweit und besonders innerhalb Deutschlands sein. Gut ist, dass das Ganze wohl vorläufig seinen Höhepunkt überschritten hat und bald durch heftige Gewitter abgelöst wird, die dann Abkühlung und Normalisierung bringen sollen. Danach kann es sommerlich entspannter weitergehen. Ich hoffe, die Hitze draußen wird gewisse hitzige Dysbalancen und interne Konflikte nicht auch noch weiter aufheizen. Und ich hoffe, dass die Pflanzen, eigentlich Profiteure von viel Sonnenlicht, durch das Zuviel an aggressiver Sonneneinstrahlung keine Schäden davontragen werden. Ganz besonders hoffe ich das für die Bäume, bei denen sich solche Hitzefolgeschäden oft erst im Folgejahr zeigen.

Mit ungewohntem Terrain vertrauter werden

Nach der Erfahrung gestern bin ich an diesem Samstag schon mit Js Tagesablauf und den Verhältnissen im Haus einigermaßen vertraut, so dass ich Unterstützung leisten und W. zusätzlich in der Klinik besuchen konnte. Natürlich erfordert das Einiges an Improvisation und auch psychisch ungewöhnliche Anstrengung, um das komplizierte Ineinandergreifen verschiedener Temperamente, Kommunikationsgewohnheiten und Erwartungen in Einklang zu bringen – damit der Tag ordentlich organisiert werden kann. Aber das war auch geeignet, Js Alltag und Probleme etwas genauer und im Gespräch mit Js Bekannten besser verstehen zu lernen. Immerhin den Vorgarten konnte ich heute ein wenig begutachten – um erfreut festzustellen, dass die Gartenbäume dort und die Beetbepflanzung generell, in einem ganz ordentlichen Zustand sind. Zumindest darüber müssen wir uns vorerst keine größeren Gedanken machen.

Sommerliche Auftriebsverzögerung

Dieser gut vorbereitete Termin zu Ms Antrag ist heute Vormittag doch ganz gut verlaufen. Jedenfalls konnten wir nicht noch mehr zu einem Gelingen beitragen. Das Ergebnis, das in ca. einer Woche zu erwarten ist, sollte insofern zumindest nicht erschreckend ausfallen. Bei der Konzentration auf Kommunikation und körperbezogene Themen kam heute, wie schon in den letzten Tagen, die Naturbeobachtung natürlich zu kurz. Ein Glück, dass der Juni gerade auch untypisch ausfällt und so gar nicht an Frühsommer erinnert. Zu wenig Licht, zu kühl, zu durchwachsen. Dabei kannte ich den Juni gerade als Vorzeigesonnenmonat, mit moderaten, aber angenehmen Temperaturen und einer erfrischenden und aufbauenden Lichtstimmung. Ich hoffe, die wird spätestens zum Wochenende doch noch zurückkehren und dann vielleicht weitere in den Juli hineinreichen. Damit wir doch noch einen vitalen und wachstumsorientierten langen Sommer erleben. Und damit nicht nur die Gartenbäume sich prächtig entwickeln, sondern auch wir als menschliche Gegenüber einen Auftrieb erfahren.

Ruhiger Sonntag zum Kraftschöpfen

Immer willkommen ist so ein Sonntag, an dem wir die Dinge langsamer angehen können. Schon weil die nächste aufgabenreiche Woche wieder bevorsteht und irgendwann ja einmal ein kleinerer Gang notwendig ist. Damit konnten wir gedanklich und planend einige Dinge, die in den nächsten Tagen wichtig werden, vorbereiten und uns mental darauf einstellen. Und haben uns im Übrigen am Wachstumswetter da draußen, die Aussichten auf wieder mehr Sonne im Juni, dem farbenprächtigen Blühen der Sommerblumen und dem Grünen und stark werden der Gartenbäume erfreut. Ohne dass ich allerdings Gelegenheit hatte, die aktuelle Baumlandschaft zu erkunden. Ich schätze, demnächst, wenn wieder stabileres Sonnenwetter herrscht, werde ich mich erneut aufmachen, um insbesondere die späten Baumblüten in Nahaufnahmen fotografisch festzuhalten und meine Baum-Detail-Portfolio damit um weitere Motive zu erweitern.

Begründete Hoffnungen auf einen ausgedehnten Sommer

Jetzt also wieder Schonklima für die Pflanzen, und der erste Tag seit Langem, an dem ich nicht gießen musste. Gleichzeitig sind unsere Regenwasserreservoirs durch den Regen wieder etwas aufgefüllt worden. Die Wechselhaftigkeit des Wetters verlangt uns biorhythmisch zurzeit so einiges ab. Aber mit der Aussicht auf einen wirklich moderat warmen und sonnenreichen Juni kann man das ganz gut ertragen. Jedenfalls haben die richtigen Sonnentage im Mai, und zuvor schon im April gewisse Hoffnungen für eine ausgedehnte Sommersaison geschürt, und vor allem auf einen Sommer, der den Namen verdient. Im Vorjahr war der Sommer ja eigentlich ausgefallen, was u. a. nachträglich daran erkannten, dass wir nur einige wenige Male die Sitzgarnitur hinterm Haus zum Essen oder Kaffeetrinken genutzt hatten. -Das ist bis jetzt schon in diesem Jahr anders. Wenn nichts noch später dagegenspricht, freue ich mich auf mehr Aufenthalt im Garten -nicht nur für die Gartenarbeit und die Rundgänge zu den Gartenbäumen, Stauden und Blumen. Auch um dort die Mahlzeiten zu uns zu nehmen und vor allem auch kunsthandwerklich zu arbeiten. Die nächste Gelegenheit, und wenn ich mich richtig erinnere die erste für dieses Jahr dort draußen, wird es dazu am Wochenende geben. Diesmal geht’s um ein Wunschbaum-Armband aus dem Holz des Holunders.

Den energiegeladenen Übergang vom Frühling zum Sommer beobachten

Bei dem Traum-Wetter denkt man gar nicht an Routinearbeit und mühsames Abarbeiten technischer Aufgaben. Aber tatsächlich bin ich in diesem Tagen sehr mit genau diesen Tätigkeiten in Anspruch genommen, in einer geradezu unwirklichen Dichte. Das Gute ist: Danach kommen auch wieder Freiräume, die sich zur Abwechslung mit inhaltlichen und kreativen Ansätzen ausfüllen lassen, was dann den Ausgleich zurückbringt. Und immerhin bin ich zwischendurch durch das Gießen und kurze Wege rund ums Haus mit dem intensiven Blühen und Grünen im Garten in Kontakt und kann die energiegeladene Entwicklung der Vegetation in dieser Zeit des Übergangs vom Frühling in den Sommer sehr gut beobachten und auf mich wirken lassen. Ich denke, solche alltäglichen ökologischen Beobachtungen sind für viele ein wichtiger Ausgleich, weil es kleine Erholungsphasen und -oasen während des Tages schafft, die den Kopf freizumachen helfen. Eine Sonderaktion in diesem Gebiet habe ich für morgen vorgesehen. Ich werde versuchen, die nötige Zeit freizumachen, um für V. die Wiese neben dem Bienenhaus zu mähen. Die ist ziemlich hochgewachsen und muss mal wieder begradigt werden. Bei der Gelegenheit kann ich meinen Maulbeerbaum einen Besuch abstatten und hoffentlich schon sehen, ob es in diesem Jahr Aussicht auf eine nennenswerte Maulbeerenernte gibt.

Üppiges Pflanzengrün gegen Ende Mai

Das war wohl der bisher heißeste Tag des Jahres, was Ende Mai durchaus ungewöhnlich ist. Und es werden noch einige Tage in dieser Art folgen. Ich finde das ganz anregend, auch wenn man bei körperlichen Arbeiten schwitzt. Denn die Eis-Saison konnte damit heute starten. Und belebend wirkt so viel Sonnenlicht trotz der unvermeidlichen Transpiration doch immer. Ich freue mich am ungeheuren Grün, das so viel Sonne in dieser Jahreszeit hervorbringt. In den Baumkronen, den Stauden, den Blumen. Und auch die immergrünen Arten, die gerade zurückgeschnitten wurden, wie unsere Efeuhecken, die schließen ihre durch den Rückschnitt aufgegangenen Lücken jetzt wieder ganz schnell, so dass im August voraussichtlich der Nächste Schnitt fällig sein wird. Und auch die Pfirsiche scheinen vom Sonnenlicht zu profitieren. An dem sehr stark gestutzten Baum sehe ich schon zahlreiche noch sehr kleine und grüne Früchte. Wenn die sich auswachsen, dürfte der nächste Reihe von Pfirsich-Pudding-Kuchen nichts im Wege stehen.

Doppelter Sonnen-Pfingstfeiertag

Es ist ein Glück, dass der zweite Pfingstfeiertag fast wie eine Verlängerung des ersten auf mich wirkte, mit der gleichen ruhigen und sonnenlichtdurchtränkten Aura ausgestattet. Es ist eine Freude zu sehen, wie die Gartenbäume und alles grünblättrige Gehölz um uns herum gerade das frühsommerliche Licht auffangen und zu üppigem Wachstum dadurch angeregt werden. Tatsächlich sind einzelne Bäume im Garten, besonders deutlich bei der größeren Gleditschie, erst in diesem Frühjahr „erwachsen“ geworden und wirken auf einmal gewaltig. Gut, dass ich sie zuvor zurückgeschnitten hatte – bei der Gleditschie wäre, erst jetzt so erkennbar, gleich ein weiterer Rückschnitte der tiefer liegenden Äste notwendig, die jetzt schon wieder Schatten werfen, wo ich demnächst eigentlich einen Teil der Chilipflanzen platzieren will. Aber das kriege ich schon irgendwie hin. Ich hoffe, der Feigenbaum wird bei so viel früher Sonne dieses Jahr einmal einen ordentlichen Früchteertrag bringen. Und gleiches wäre für den Pfirsichbaum zu wünschen, schon allein, weil wir gerade die letzten Stücke des letztjährig gebackenen Pfirsichkuchens verspeist haben, von denen ich im Vorjahr ja reichlich backen konnte. Dass sich ein so üppiges Baumobstjahr wie in 2025 gleich noch einmal wiederholt, glaube ich dagegen nicht. Schön wäre es aber, wenn wenigstens die Mirabellen wieder reichlich fruchten. Denn mit denen lässt sich ohnehin der beste Obstkuchen zubereiten.

Ein typisch lichtreicher Pfingstfeiertag mit ruhiger Aura

Es war ein feiertäglich ruhiger und wegen des ganztägigen Hochnebels nicht ganz so knallig sonniger Pfingstsonntag. Natürlich hat sich unter der Hochnebeldecke eine ziemlich stickige Wärme gestaut und es war schön und schattenfrei hell, wie unter einem künstlichen Lichtzelt. Vor allem hat nach dem schweißtreibenden Einsatz gestern die Ruhe des Feiertags, der ansonsten in pfingsttypischer Manier daherkam, sehr gutgetan. Denn Hektik ist etwas, das wir gerade gar nicht gebrauchen können. Am Nachmittag konnten wir uns zum ersten Mal für diese Gartensaison daran freuen, den Kaffee hinterm Haus auf unserer Gartensitzgarnitur mit Blick auf das Grün der Gartenbäume genießen zu können. Ich hatte darauf bestanden, das heute auf jeden Fall einmal zu machen, weil in den Vorjahren fast jede Gelegenheit dazu ausgelassen wurde, was ich mit Blick auf die sommerliche Familientradition jammerschade finde. Ich hoffe, es wir noch viele Gelegenheit währen dieser Sommermonate geben, auch zum Mittagessen.

Sommerblumenpflanzzeit

Die Sonnenstunden in diesem Mai werden möglicherweise ähnlich gering ausfallen wie im Mai des vorletzten Jahres. Jedenfalls wenn von der Halbzeitbilanz ausgehe. Im Vorjahr war der Mai, wie schon in zahlreichen früheren Jahren, außerordentlich sonnenlichtreich ausgefallen. Jetzt, nach einem sonnigen April, also wieder eine Schwankung in entgegengesetzter und jahreszeitenuntypischer Richtung. Vor allem auch die kühlen Temperaturen der letzten 10 Tage sind sehr untypisch gewesen und werden sich wohl erst langsam mit der kommenden Woche normalisieren. Ich freue mich, morgen zusammen mit M. die Sommerblumen auszusuchen und einzupflanzen. Frische Pflanzerde und Dünger habe ich heute Nachmittag schon besorgt, und auch schon eine Reihe von Blumen, die diesmal im Gartencenter wirklich gute Qualität haben. Nicht so mickrig ausgewachsen wie in manchem Jahr zuvor, und auch die Auswahl ist reichhaltiger als sonst. So dürften wir morgen fündig werden und uns wieder mit einer abwechslungsreichen und bunten Auswahl an Sommerblumen eindecken. Das ist neben den inzwischen schon ordentlich ausgewachsenen Gartenbäumen seit Jahren unser Highlight während der Sommermonate, bis spät in den Herbst hinein. Offenbar haben wir dafür auch ein Händchen. Nicht ohne Grund erhalten wir von Nachbarn und Passanten regelmäßig Lob für unsere Sommerblumenpflanzungen und die Zusammenstellung.

Frühlingsbeobachtungen vor Beginn der Gartensaison

Wieder so ein toller Frühlingssonnentag. Wenn auch von der tatsächlichen Sonnenstrahlung her etwas weniger als gestern, hat man das auf Grund der wohligen Wärme doch nicht bemerkt. Gefühlt war das der bisher schönste Frühlingstag. Trotz der vielen Aufgaben und ziemlich viel ruheloser Geschäftigkeit weiß ich dieses angenehme Setting doch sehr zu schätzen. Und die vegetabilen Veränderungen, die man selbst auf mit dem Auto gefahrenen Strecken durchaus bewusst wahrnehmen kann, entgehen mir natürlich nicht. Im Gegenteil macht das Laune und weckt die Vorfreude auf die Gartensaison, die bei uns meist mit der Rund-ums-Haus-Säuberungsaktion eingeleitet wird. An diesem Wochenende wird das noch nicht möglich sein. Aber vielleicht ist ja das kommende für diese Aktion geeignet, jedenfalls wenn es sonnig und warm genug dafür sein wird. Nach den ersten Erfolgen beim Großziehen meiner immer wieder schwierigen Chilipflanzen werde ich mich dann auch wieder mehr mit den Gartenbäumen und den Blumen und Stauden im Garten auseinandersetzen.

Prachtvolle Gartenexemplare

Sie sind ja noch nicht richtig im Frühling angekommen. Aber beim Gang durch den Garten beeindrucken mich unsere Gartenbäume, der Ginkgo, der Walnussbaum, die Gleditschien und Feigenbäume doch sehr. Vom Pfirsichbaum und dem kleinen Kirschbaum und der Nashi-Birne will ich nicht reden, weil die nicht auf meine Initiative zurückgehen und sich ihre Entwicklung in den letzten Jahren auch als sehr wechselhaft herausgestellt hat. Aber die genannten sind richtige Prachtexemplare, v. a. der Ginkgo und der Walnussbaum. Umso erschrockener war ich auch, als V. vor einiger Zeit tatsächlich die Idee eingebracht hatte, eine starke Wurzel des Ginkgos auszugraben und zu kappen, um damit zu verhindern, dass der geflieste Gartenpfad an der Stelle weiter angehoben wird und starke Verwerfungen ausbildet. Die sind zwar in diesem Jahr deutlich erkennbar. Aber die Idee mit der Wurzel kann doch nicht wahr sein. Niemals könnte ich dem so stolzen Baum auf diese Art Schaden zufügen. Und dass er einen solche Eingriff nicht gut vertragen würde, vielleicht sogar daran zugrunde gehen könnte, scheint mir nicht abwegig. So hoffe ich, wir finden eine andere Lösung und v. a. dass V. sich nicht penetrant den abstrusen Vorschlag weiterverfolgen wird.

Die Garten-Erholungssaison beenden

Das sonnenreichere Wetter heute war doch sehr willkommen, da wie so oft am Samstag Gartenarbeit anstand. Diesmal habe ich die Sitzgarnitur unter der Hinterhausüberdachung winterfest gemacht bzw. teilweise auch nach innen geholt. Das ist immer ziemlich zeitaufwändig, auch weil so viele Kissen und Bezügen reinzuholen, zu waschen oder in Schränken bis zur nächsten Gartensaison zu verstauen sind. Außerdem habe ich einmal den ganzen Bereich hinterm Haus gekehrt und die erste große Ladung trockenes Herbstlaub von den Gartenbäumen in die Biotonne verfrachtet. Vor allem aber war es mir wichtig, den Efeu noch einmal vor dem Winter zurückzuschneiden. Diesmal nicht mit der Heckenschere, sondern per Hand mit der Gartenschere. Das war möglich, weil diesmal v. a. vereinzelte lange Triebe zu kappen waren, die ohne den Rückschnitt im Frühjahr ein chaotisches Bild ergeben hätte und dann zu viel Aufwand erfordert hätten. Zusammen mit einigen handwerklichen Arbeiten war mit diesen Aktionen der ganze Samstag komplett ausgefüllt. Gut, dass wir für die eher kontemplativen Anteile noch den Sonntag haben, erfreulicherweise wieder mit vergleichbarer zuletzt eher ungewohnt lichtreicher und moderat warmer Witterung.

Gartengrün und Gartenbäume zwischen Sommer und Herbst

Das ist mit dem zwischenzeitlich satten Regen natürlich ein ideales Wachstumswetter, zumal die Restwärme des Spätsommers noch nicht ganz verflogen ist. Man kann beobachten, wie das Grün sich fast täglich mehr Raum greift und einem letzten Höhepunkt entgegenstrebt. Auch der Efeubewuchs auf unserer Mauer und über der Grotte ist in den letzten Wochen wieder explodiert und hat lange neue Triebe gebildet, die von der Mauer abstehen und demnächst wieder zurückgeschnitten werden müssen. Dann wahrscheinlich das letzte Mal für dieses Jahr. Und auch bei den Obstbäumen geht jetzt alles dem Abschluss der Saison entgegen. Nur die Äpfel sind noch nicht ganz so weit. Die Nashi-Birnen können noch einige weitere Tage zum Ausreifen gebrauchen. Und bei den Feigen weiß man eigentlich nie. Die bewegen sich manchmal wochenlang überhaupt nicht. Und dann finde ich bei genauerem Hinsehen doch noch einzelne, dann sogar sehr große und wohlschmeckende dicke Feigenfrüchte, über die sich M. besonders freut, weil es sich um Früchte des persönlichen Lebensbaums handelt. Aber auch nach dem Abschluss der Baumobstsaison ist von den Gartenbäumen und denen in freier Baumlandschaft noch viel Anregendes zu erwarten. Vor allem ein möglichst typischer, farblich kontrastreicher und farbgesättigter Baumherbst wäre schön. Noch schön, wenn der mit milder Temperatur und viel Licht begleitet ist. Dann nämlich kommen die Herbstfarben erst richtig zur Geltung, und nur dann kommt die ungebremste Herbststimmung in ihrer positiven, lebensfrohen Ausformung zur Geltung.

Ungewöhnlich lang anhaltende Baumobstthemen

Toll, dass Ende August der Sommer wieder einen neuen Anlauf nimmt und ein Licht, eine Wärme und eine Atmosphäre herbeizaubert, die urlaubstypischer nicht sein könnte. Das war nach einigen trüben Tagen und abgekühlten Temperaturen nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Es wird auch wieder umschlagen und moderater werden, aber solche Spitzentage sind eine willkommene Entschädigung für zu lange Phasen der sommerlichen Unterbrechung, die wir im Verlauf des Juli und August erlebt haben. Ganz gut ist das Wechselhaft für die ohnehin vitalen Obstbäume und ihre Früchte. Die profitieren von der Sonne, wenn sie denn so intensiv scheint wie heute, und von den Regenphasen zwischendurch, die die Früchte größer und saftiger werden lassen. Es scheint, dass das Thema der Baumobsternte aufgrund des guten Obstjahres, aber auch der günstigen Entwicklung des Wetters gerade jetzt in der Erntezeit, in diesem Jahr ein ungewöhnlich ausgeprägtes und lang andauerndes werden könnte.

Dominante Gartenbäume und kühlender Baumschatten

Sehr schön, jetzt kommt der Sommer doch noch mal kräftig zurück. Bezeichnend für diesen August ist aber, dass trotz der jetzt zurückgekehrten Wärme oder Hitze die Temperaturen nicht so belastend wirken wie noch im Juni. Da liegt schon etwas vom Herbst in der Luft. Ganz gut, weil es dann bei der Hitze nicht so anstrengend wird. Dass unsere Gartenbäume inzwischen so dicht beieinanderstehen und sich ihre Kronen vielfach schon berühren, ist bei solchem Wetter natürlich ein Segen. In vielen anderen Hinsichten ist es eher ein Hindernis, da der Schatten die Möglichkeiten stark einschränkt, Blumen, Stauden und Kräuter zu pflanzen. An Sonnenblumen z. B. ist schon seit Jahren nicht mehr zu denken. Die finden einfach keine Lücke mehr, in die sie ihre Köpfe recken können. Aber so habe die Bäume eine größere Dominanz entwickelt und beschenken uns in Jahren wie diesen auch reichlich mit Früchten – und eben mit Schatten wie in diesen Tagen. V. hatte heute ein ernüchterndes Erlebnis, da ich zufällig initiiert habe. Das gerade nach drei Arbeitstage abgeschlossene Einkochen der Maulbeermarmelade war missglückt, da sie nicht steif genug wurde. Möglicherweise ein Resultat der veränderten Konsistenz der Früchte nach dem Einfrieren. Jetzt muss die Sache wiederholt werden, um mit längerem Einkochen die Flüssigkeit zu reduzieren. Ein Test dazu ist schon geschafft. Aber natürlich ist es ärgerlich, den größeren Aufwand einer Wiederholung auf sich zu nehmen.

Sommerlethargie und Ablenkungsgrenzen

Merkwürdig verschlafen wirkt diese Mitte des Hochsommer-Julis. So als ob man sich in der Unentschlossenheit einer Sommerlethargie verloren hätte. Vielleicht auch, weil es keine richtige Fortsetzung des super Hochsommerwetters gab, sondern eine längere wechselhafte Unterbrechung. Es ist immer abhängig davon, wie deutlich etwas ausfällt, wie viel Sommer direkt wahrnehmbar ist. Je nachdem schwanken die Gemüter und Motivationen. Da können dann auch der Garten, die Bäume, die vielen farbenfrohen Sommerblumen nicht viel ausrichten. Es scheint, dass die in solchen Phasen als „Ablenkung“ nicht ausreichen. Aber ich rechne trotzdem mit einem verlängerten, ausgedehnten Sommer, die uns zumindest durch eine voraussichtlich reiche Baumobsternte versüßt wird. Erfreulich für uns ist zudem, dass V. noch einiges an Honig abschleudern konnte. Bei nur zwei zugeflogenen Völkern und nachdem wir das Kapitel eigentlich schon abgeschlossen hatten, ist das doch gar nicht so schlecht.

Nutzlose Naturfreuden sind die schönsten

An den Sommer in dieser Form könnte man sich gewöhnen. Mir zumindest bekommt die trockenere Hitze ganz gut und auch besser als die eher lauwarme und feuchte Variante. Und dennoch kann das bei körperlich anstrengenderen Aufgaben zu einer Herausforderung werden. Heute ist aber damit noch mal alles gut gegangen. Ich freue mich dann auf die ehr schattigen kunsthandwerklichen Arbeiten am Wochenende und all die anderen Aktivitäten, die mich hoffentlich von der formalen und techniklastigen Arbeit im ausgleichenden Sinne wegführen. Vielleicht werde ich am Wochenende dem Maulbeerbaum noch einen weiteren Besuch abstatten, vielleicht warte ich aber auch noch eine Woche, damit zwischenzeitlich mehr Früchte ausreifen können und sich dann eher lohnt. Das Arbeiten im Freien, in Gartennähe und die Präsenz der Gartenbäume sind aber auch eine schöne Alternative, ganz nutzlos, aber genauso zur Jahreszeit passend.

Den Bäumen sehr nahe

Tolles Sommerwetter, das hilft bei der ungewöhnlich intensiven Arbeitsbelastung und den vielen kniffligen Herausforderungen. So eine Verstärkung vom natürlichen Umfeld ist da Gold wert und kann gerne in der Form weitergehen. Leider soll es aber ab der Wochenmitte wechselhafter werden, das ganz tolle Sommerwetter macht dann wohl Pause. Ich freue mich auf diese weitere Arbeit, blicke aber auch auf etwas Ausgleich und wieder mehr kreative und handwerkliche Arbeit zwischendurch. Am liebst mit Holz, auch weil ich dann den Bäumen auf eine Art besonders nahe bin.