Ostersamstag und Start der Gartensaison

Das war eine große Anstrengung so kurz vor Ostern. Aber das Wetter war so ideal für die Rund ums Haus Frühjahrssäuberung, dass wir es nicht verschieben wollten. Und wenn alles wieder von Winteralgenschmutz befreit ist und die Gartengarnituren hervorgeholt und aufgestellt sind, dann kann die Gartensaison eigentlich auch erst richtig beginnen. Am Nachmittag konnten wir so zum ersten Mal wieder draußen sitzen, nach getaner Arbeit und bei wunderbar sonnigem fast schon Sommerklima. Eine schöne Vorbereitung und Einstimmung auf den Ostersonntag. Und eine Station, die uns den Frühling erst recht erkennbar macht und ihn mit dem Symbolischen des Ostergedankens ganz wunderbar verbindet. Wir freuen uns jetzt auf die Gartensaison, auf das Grün der Gartenbäume, der Pflanzen, die schon blühen und die nacheinander über den Frühling und Sommer verteilt noch blühen werden. Und auch auf das lichtdurchtränkte satte Grün des Hochsommer, wenn das Weinlaub dichter gewachsen ist und alles Sonnenlicht durch sein Chlorophyll filtert, bevor es uns erreicht.

Die nächsten Schritte im Frühlingsgarten

Vielleicht ziehen wir in diesem Jahr die Rund ums Haus Frühjahrssäuberung schon etwas vor. Das bietet sich an, da der Samstag schönes, sonniges Wetter verspricht. Und wenn die traditionelle Osternacht tatsächlich nicht stattfindet, steht dem auch planerisch nicht wirklich etwas entgegen. Im Gegenteil, Auferstehung und Neuanfang durch symbolisches Aufräumen der letzten Winterreste passen eigentlich gut zusammen. Auch wenn wir das schon einige Male so hatten, dass nämlich kurz nach der Säuberungsaktion das Wetter wieder ungemütlich wurde und wir erst einmal die Eröffnung der Gartensaison verschieben mussten. Vorbereitet wäre es dann aber schon einmal. Und die ersten Schritte unserer Pflanzaktivitäten haben wir ja auch schon hinter uns. Das fügt sich ganz gut zusammen. Ich freue mich, dass die gesäten Pflanzen sich inzwischen überwiegend vital zeigen. Demnächst kann für einige Aren der nächste Schritt, nochmaliges Umtopfen oder auspflanzen in die Gartenerde folgen. Dann werden auch die Gartenbäume so weit sein, ihre Blätter aufzufalten und erneut Substanz zuzulegen. In diesem Jahr bin ich recht sicher, dass es für die Bäume gut läuft. Anders als die Nadelbäume im Wald dürften unsere Gartenlaubbäume die Hitze des Vorjahres gut überstanden haben. Zurückgeschnitten haben wir sie auch soweit, dass ihre Form nicht aus den Fugen gerät und sie sich mit zu viel Ästen auch nicht selbst überfordern beim nächsten Wachstumsschub.

Neue Sommerblumen gesät

Nach allerlei Projektarbeit konnte ich meine weiteren Blumenprojekte am Nachmittag noch umsetzen. Jetzt sind auch Lupinen, Wucherblume und Ringelblume in die Gartenerde bzw. in einen Pflanzkübel ausgesät. Ich habe mir viel Mühe mit der Verteilung gegeben, die schon vorhandenen Pflanzen berücksichtigend und auch die Bedürfnisse der neu gesäten, soweit das aus den Empfehlungen auf dem Samentütchen ersichtlich war. Aus Erfahrung weiß ich, dass nicht immer alles auch im eigenen Garten anwächst. Aber ein Versuch ist es wert. Besonders freuen würde es mich, wenn die schönen orangefarbenen Blüten der Ringelblumen Realität werden würden. Die könnten wir dann sogar zu den Vorgartenblumen gesellen, als farbenfroher Blickfang der Sommerblumengalerie. Beruhigt bin ich, dass nach dem Winter beide kleinen Feigenbäumchen, der Walnussbaum und auch der Ginkgo unbeschadet in den neuen Jahreszyklus eintreten können und erkennbar gesunde Knospen zeigen. Ich hoffe, sie werden sich beim Kampf ums Licht nicht allzu sehr in die Quere kommen.

Für die Gartenarbeit frei gemacht

Die unangenehmen Erledigungen haben wir fürs Wochenende schon am Abend hinter uns gebracht. Damit bleibt uns noch der ganze Samstag, um bei hoffentlich nicht zu regnerischem Wetter und einigen Sonnenphasen weitere Gartenarbeiten anzugehen. Ich denke an das Aussähen verschiedener Blumensamen im Garten. Die Sorten, die man besser direkt in die Gartenerde aussäht und nicht vorziehen muss. Bei den Fensterbankzöglingen ist in den letzten Tagen eine Stagnation festzustellen. Außer bei den ohnehin schnell gesprossenen Sonnenblumen hat sich noch nichts Erkennbares bewegt. Vielleicht fehlt es einfach an Licht, denn die meisten der Pflanzen sind Lichtkeimer. Davon hatten wir zuletzt einfach zu wenig.

Die Bäume bestimmen den Frühling

Gleich am zweiten Tag zeigte sich der April von seiner legendär wechselhaften Seite. So ist das häufig, kurz bevor der Frühling sich endgültig durchgesetzt hat. Vielleicht ist das auch gut so, gerade weil es ein vertrauter Bestandteil unserer jahreszeitlichen Veränderungen ist, die für uns von klein so prägend wirkt. Wenn alles gleichmäßig und gleichbleibend wäre, können wir es nicht fassen. Der Wechsel und die Schwankungen gehören zum festen Erwartungsrepertoire. So also auch das Aprilwetter. Je ungemütlicher das ausfällt, umso eindrücklicher erscheint uns der wirkliche Frühling mit wärmenden Sonnenstrahlen, viel Licht und vor allem all dem hellen, noch transparenten Grün, das uns die Pflanzen entgegenstrahlen. So richtig ist in meiner Wahrnehmung der Baumfrühling noch nicht angekommen. Der hat sich bisher eher auf erste Gartenarbeiten, Baumrückschnitte und ähnliches konzentriert. Aber die Bäume müssen eben jetzt selbst in ihre aktive Phase zurückkehren. Erst dann ist der Frühling auch in uns angekommen.

Schöner Aprilauftakt

An diesem schönen ersten April hat sich die Sommerwetterperiode fortgesetzt. Das hat M. und V. wieder in den Garten gezogen, um erste Gartenarbeiten zu erledigen, den Boden zu harken, altes Laub zu entfernen und die Flächen für das Einpflanzen der Sommerblumen vorzubereiten. Die große Säuberungsaktion der gefliesten Pfade und der Waschbetonflächen wird wohl noch einige Zeit warten müssen. Das ist eine Aktion, die wir frühestens Mitte Mai erledigen, wenn der Frühsommer nicht mehr gefährdet ist. Bis dahin gibt’s aber noch jede Menge anderes zu tun, vor allem um die selbst gezogenen Pflanzen später im Garten einpflanzen zu können und ein schönes Gartenambiente zu schaffen. Darauf und auf die Licht-Schattenspiele durch das im Grün der Bäume gefilterte Sonnenlicht freuen wir uns schon.

Ende März leiten wir die Gartensaison ein

Ein langer Arbeitstag mit Gartenarbeit, aber diesmal in auswärtigen Gefilden. Da wir aber schon einige Male zu dieser Jahreszeit bei J. und W. im Garten tätig waren, fühlte sich auch das irgendwie vertraut an. Auch dort geht es immer wieder um bekannte Kandidaten, die sich im Laufe der Jahre prächtig entwickelt haben: Die Esskastanie im Vorgarten, bei der wir zwei weitere tief stehende und überflüssige Äste zurückgeschnitten haben, der Walnussbaum ebenfalls im Vorgarten und die Zwillings-Ebereschen im Hinterhausgarten, an denen diesmal nichts zu tun war, auch weil es jetzt schon etwas zu spät für Rückschnitte bei diesen Arten ist, die schon kräftige neue Triebe mit Knospen getrieben haben. Natürlich sind die Sommerblumen derzeit ein großes Thema. So drehte sich der Großteil der Arbeiten um das Eintopfen von Blumensamen oder –zwiebeln, das Auffüllen frischer Gartenerde in Pflanzgefäße oder das Entleeren alter verbrauchter Erde, das Bewegen und Arrangieren der Pflanzgefäße im Gartenareal und das Aufkehren des Winterdrecks und des verdorrten Laubs auf den Gehpfaden. Auch einen gerissenen Pflanztrog aus Ton habe ich ausgebessert, mit Draht und Spachtelmasse, so dass er zumindest in dieser Saison noch durchhalten sollte. Jetzt müssen die zahlreichen Samen noch erfolgreich keimen, die bereits als winzige Pflänzchen eingekauften Blumen gut anwachsen und sich der Frühling hoffentlich so entwickeln, dass die Pflanzenplanung bis zum Sommer wie gewünscht umsetzbar ist.

Alte Baumbekannte und Vorbereitung auf den Sommergarten

Ein langer Arbeitstag mit Gartenarbeit, aber diesmal in auswärtigen Gefilden. Da wir aber schon einige Male zu dieser Jahreszeit bei J. und W. im Garten tätig waren, fühlte sich auch das irgendwie vertraut an. Auch dort geht es immer wieder um bekannte Kandidaten, die sich im Laufe der Jahre prächtig entwickelt haben: Die Esskastanie im Vorgarten, bei der wir zwei weitere tief stehende und überflüssige Äste zurückgeschnitten haben, der Walnussbaum ebenfalls im Vorgarten und die Zwillings-Ebereschen im Hinterhausgarten, an denen diesmal nichts zu tun war, auch weil es jetzt schon etwas zu spät für Rückschnitte bei diesen Arten ist, die schon kräftige neue Triebe mit Knospen getrieben haben. Natürlich sind die Sommerblumen derzeit ein großes Thema. So drehte sich der Großteil der Arbeiten um das Eintopfen von Blumensamen oder –zwiebeln, das Auffüllen frischer Gartenerde in Pflanzgefäße oder das Entleeren alter verbrauchter Erde, das Bewegen und Arrangieren der Pflanzgefäße im Gartenareal und das Aufkehren des Winterdrecks und des verdorrten Laubs auf den Gehpfaden. Auch einen gerissenen Pflanztrog aus Ton habe ich ausgebessert, mit Draht und Spachtelmasse, so dass er zumindest in dieser Saison noch durchhalten sollte. Jetzt müssen die zahlreichen Samen noch erfolgreich keimen, die bereits als winzige Pflänzchen eingekauften Blumen gut anwachsen und sich der Frühling hoffentlich so entwickeln, dass die Pflanzenplanung bis zum Sommer wie gewünscht umsetzbar ist.

Ehrgeizige Pflanzenzucht

So vielfältig in Sachen Frühlingspflanzen waren wir zuvor noch nie. Auch V. hat der Ehrgeiz erfasst. Neben seinen diversen Gemüsesamen hat er heute auch noch eine Reihe von Kräutern in Töpfchen gesät. Da bin ich mal gespannt. Wäre ja schön, wenn etwas daraus wird. Nur waren wir bei Kräutern in der Vergangenheit weniger erfolgreich. Offenbar liegt es entweder an den Lichtverhältnissen an ihrem Standort oder an spezielleren Wachstumsbedingungen, vielleicht der Erde. Dennoch finde ich es gut, es noch einmal zu versuchen. Schließlich ist jedes Jahr beim Pflanzerfolg auch ein wenig anders. Am Abend bin ich mit dem Ebereschenprojekt gut vorangekommen. Wie in der Vorwoche sollte die Arbeit morgen abschließbar sein. Eine Routinearbeit, aber immer noch eine sehr anregende und bei jeder Wiederholung wieder spannende und herausfordernde.

Noch mehr Sommerblumen ausgesät

Vielleicht bin ich damit einen Rick später dran als im Vorjahr. Aber heute ist es mir doch noch gelungen, die letzten geplanten Pflanzensamen in Pflanztöpfe zu säen und zu den am Wochenende bereits angesäten auf die Fensterbank zu stellen. Die Auswahl ist jetzt mit den Strohblumen und der schwarz-, weiß und verschiedenfarbig äugigen Susanne noch etwas größer. Und bei der Anzahl der Töpfchen mache ich mir keine Sorgen, dass am Ende genügend Pflanzen für J. und W., K. und uns übrig bleiben. Bis dahin macht es aber noch etwas Arbeit. Täglich gießen, irgendwann in größere Gefäße umtopfen, vielleicht das eine oder andere vereinzeln und später auch das Einpflanzen in den Garten. Das ist immer interessant und spannend, wenn man den Wachstumsprozess beobachten kann und die Unterschiede zu den Vorjahren sieht. Das hängt eben von vielen Faktoren ab, dem Wetter, insbesondere dem Licht, der Erde und ob man die jeweils richtigen Zeiträume erwischt hat. Mit der schwarzäugigen Susanne bin ich vielleicht schon etwas spät. Dennoch hoffe ich, dass sich die Art gut anlässt und später am Zaun ihre bunten Blüten ausbreitet. Holzarbeit war am Nachmittag auch wieder Thema. Ein Rohling aus Eberesche. Das wird vom Ablauf eine Wiederholung der Vorwoche. Und ich bin wie häufig froh für die wohltuend abwechselnde Gelegenheit.

Toller Frühlingstag mit Baumschnitt und erster Pflanzensaat

Wie erwartet war das Zurückschneiden des Maulbeerbaums eine Arbeit, die mehr als vier Stunden in Anspruch nahm. Es ging mir diesmal etwas flüssiger von der Hand als in den Vorjahren, was vor allem daran lag, dass zwar die Anzahl der neuen Asttriebe sehr hoch war, die Äste selbst aber überwiegend nicht so dick waren. Mir scheint, der reiche Fruchtertrag des Vorjahrs hat den Baum doch einiges an Energie gekostet, den Teil, der einmal nicht in die Vergrößerung seines Holzvolumnes geflossen ist. Vielmehr ist der Baum insgesamt, v. a. am Stamm kräftiger geworden. Genauso, wie ich mir das immer gedacht und gewünscht habe. Meine Vorstellung orientiert sich immer an den alten, knorrigen Maulbeerbäumen vor dem alten Schloss in D., die ich so mag und von deren Holz ich ja einige Abschnitte erhalten und das ich auch schon verarbeitet habe. Wäre schön, wenn mein noch vergleichsweise junger Baum sich einmal so auswachsen könnte. Die Grundlagen dafür lege ich jedenfalls mit dem sorgfältigen Rückschnitt zum Beginn des Frühjahrs. Auch mit dem optischen Ergebnis bin cih diesmal sehr zufrieden. V. hat noch einige dickere, quer stehende Äste im Inneren der Krone entfernt, weil so das Anstellen der Leiter im Spätsommer leicht möglich ist. Sicher wird der Baum nach einer kurzen Verschnaufpause gleich wieder einen Neuaufbruch anstreben, neue Triebe bilden und hoffentlich in einer ungefährdeten Witterungsphase blühen. Dann erhalten wir vielleicht einen weiteren Jahrgang unserer leckeren Maulbeermarmelade. Die Frühlingssonne und das Arbeiten draußen hat so gut getan, dass ich anschließend gleich meine ersten Pflanzen angesät habe, die ich zunächst auf der Fensterbank vorziehe: Bisher sind es die Rizinusstauden, 5 verschiedene Sorten Sonnenblumen, ebenfalls von vorjährig gesammelten Samen und eine Reihe von 21 Pflanztöpfchen mit Chilis. Im Baumarkt habe ich später noch frische Samen für Strohblumen, die schwarzäugige Susanne und verschiedene uns bisher noch nicht praktisch vertraute Sommerblüher besorgt. Einen Teil werde ich noch zu den Fensterbank-Sämlingen gesellen. Und ein anderer Teil ist für direktes Aussähen in die Gartenerde besser geeignet. Da halte ich mich an die Empfehlungen auf den Samentütchen.

Vorfrühlingserwartungen

Gut, jetzt könnte die Sonne wieder zurückkehren. Der krasse Wechsel vom Traumwetter im Februar ausgehend, fiel mir dann doch zu heftig aus. Außerdem passt das nicht zu den Fastnachtstagen. V. hat das heute schon mal symbolisch zu nivellieren versucht, indem er mehrere Säcke Pflanzerde im Baumarkt besorgt hat. Das ist gut, denn die ersten Saatversuche stehen noch im März an. Ich denke dabei vor allem an die Chilipflanzen und auch an den Rizinus, von denen ich vorjährige Samen zur Verfügung habe. Mit den Sonnenblumen werde ich aber noch etwas länger warten, das ist im März eigentlich noch viel zu früh, weil die bei uns erfahrungsgemäß erst viel später zur Hochform auflaufen. Auf die Gartensaison, die aktuell noch kaum vorstellbar scheint, freuen wir uns alle. Das gehört zur Aufbruchstimmung des Frühlings dazu. Und wenn wir uns bald wieder mehr draußen bewegen und dort arbeiten können, ist das immer eine Bereicherung, auch schon bevor die Bäume ihr volles Blattkleid ausgebildet haben.

Die wirklich allerletzte Gartenarbeit

Die wohl allerletzten Gartenarbeiten haben wir heute wegen der anhaltenden Nachfröste durchgeführt. Es waren vor allem die Strohblumen, die im Zuge des Regenwetters und der Kälte endgültig vergangen waren. Die haben wir abgeschnitten und den Kübel, in den ein Teil gepflanzt war, entleert. Eine Menge Erde war darin, die demnächst gefroren wäre und möglicherweise dem Tongefäß geschadet hätte. Dasselbe war auch für zwei Pflanzbottiche aus Kunststoff von Nöten, in denen über den Sommer die Chilipflanzen gewachsen sind. Die Erde wäre hier wahrscheinlich nicht gefährlich geworden, aber im Boden ist bei diesen Gefäßen ein Gießwasserreservoir eingebaut, in dem das Wasser sicher gefroren wäre. Wer weiß, ob die Kammern das ausgehalten hätten. Jetzt ist alles in Sicherheit und wird uns im Folgejahr wieder zur Verfügung stehen können. Die Bäume haben sich inzwischen ohnehin zurückgezogen. Hier und da sind noch Reste des Herbstlaubs zu sehen, die aber auch mehr und mehr vergehen und nach dem Winter sicher nicht mehr als solche vorhanden sind. Jetzt ist also wirklich Winter. Und von mir aus könnte die Ofensaison schon beginnen.

Allerletzte Gartenarbeiten

Vollständig haben wir es nicht geschafft, den Garten winterklar zu machen. Zum Beispiel steht immer noch das große Pflanzgefäß mit den vergangenen Strohblumen im Regen. Und die Pflanzbottiche, in denen die Chilipflanzen wuchsen, jetzt nur noch mit verbrauchter Erde gefüllt. Die Strohblumen geben jetzt kein schönes Bild mehr. Und die Kunststoffpflanzgefäße könnten unter strengem Frost Schaden nehmen, wenn sich die feuchte Erde ausdehnt und die Wände sprengt. Ich werde wohl all diese Gefäße entleeren müssen, bevor die richtig tiefen Temperaturen kommen. Allein schon, um im Frühjahr eine Grundlage für die neuen Pflanzungen zu haben und die Gefäße nicht zu beschädigen. Also ist die Gartensaison immer noch nicht abgeschlossen. Unterdessen wünsche ich mir den Holzofenbrand und die typische, wohlige Wärme der Ofenheizung mit gut abgelagertem Holz herbei. Bei so ungemütlichem Wetter ist das genau die richtige Gegenmaßnahme. Bin gespannt, wann M. sich dazu durchringen kann. Ich denke aber nicht, dass es dazu kommt, bevor der Weihnachtsbaum seine Symbolfunktion für das neue Weihnachtsfest übernommen hat.

Worin die Freude am Garten gründet

Bei J. und W. war dieses Jahr ähnlich turbulent wie bei mir. So konnten sie zwar ihren Garten mit allem, was die Jahreszeiten an Attraktionen bieten, sehr genießen, aber allem gleichzeitig nachzukommen, ist eben doch nicht möglich. Walnüsse von dem schon hoch gewachsenen Baum im Vorgarten gab es dieses Jahr reichlicher als zuvor. Und die konnten auch gesammelt und als Vorrat getrocknet werden. Aber die jüngere Esskastanie trägt inzwischen auch schon viele Kastanienfrüchte, die nicht nur blind in ihrer stacheligen Hülle stecken. Nur die konnten sie eben aus Zeitmangel nicht ernten. Das meiste dürfte deshalb leider verloren sein. Der Vitalität der Baums wird das keinen Abbruch tun, aber ein kleiner Teil des Garten- und Erntejahrs ist damit ungenutzt geblieben. Ich finde, die Freude an alle dem, was man ganz nah im Garten übers Jahr beobachten und mitverfolgen kann, ist die Hauptsache, die uns bereichert. Ertrag und Effizienz ist da zumindest für mich nachrangig. Es wäre auch schlimm, wenn der so grassierende Leistungsgedanke nun auch noch die Freude am Garten und der Gartenarbeit trüben würde.

Letzte Baumrückschnitte

Heute hat V. sich an den Rückschnitt des Nashi-Birnenbaums gemacht. Das war dringend notwendig, weil der Baum von Jahr zu Jahr auch an Höhe zulegt und bald schon nicht mehr handhabbar ist, wenn es um das Ernten der schweren Früchte geht. Und bei der Gelegenheit haben wir dann auch den abstehenden und eigentlich die Gesamtsymmetrie der Krone störenden unteren Seitenast des Ginkgo abgeschnitten. Der Baum hat jetzt eine bessere Balance und bietet mit dem weit auslandenden Ast, besonders wenn er belaubt ist, jetzt keine Angriffsfläche mehr für den Wind. Den ebenfalls abweichend und viel zu weit abstehenden Seitenast in der Krone des Walnussbaums haben wir ebenfalls beschnitten. Um diese Jahreszeit ist das unproblematisch. So etwas wie im Frühjahr, als ich unbedacht zur denkbar ungünstigsten Zeit kleine Ästchen beschnitten hatte, wird mir nicht mehr passieren. Damals nämlich war das Transpirieren und ständige Tropfen aus der Schnittstelle mit keinem Mittel zu stoppen, auch nicht nach dem Versuch, es mit Baumbalsam zu verschließen. Gerade der Walnussbaum transportiert in dieser frühsommerlichen Jahreszeit Unmengen an Flüssigkeit und lässt sich dann nicht mehr regulieren.

Was noch zum Abschluss gebracht werden soll

Das werden dann wohl tatsächlich die letzten sommerlich anmutenden Tage dieses Jahres. M. ist deshalb auch fest entschlossen, die Sitzgarnituren im Garten einzupacken und alles winterfest zu machen. Auch wenn das wahrscheinlich angebracht ist, fällt es mir doch jedes Mal schwer, da es auch etwas Symbolhaftes mit sich bringt. So als ob man mit der hellen und warmen Jahreszeit für längere Zeit abschließt. Tatsächlich halten wir uns schon öfter und länger drinnen auf. Und der Pullover über dem Hemd ist auch oft kein Luxus mehr. So ist denn wieder ein erlebnisreiches Kapitel, dieser wunderbar sonnenreiche lange Sommer 2018, Geschichte. Und unser Blick richtet sich auf das Aufarbeiten und zum Abschluss bringen all dessen, was in diesem Jahr noch zum Ende gebracht werden soll. Der Garten, das Brennholz und das letzte Zurückschneiden der Bäume sind da nur ein symbolischer und praktischer Anfang.

Symbolische Verabschiedung der Gartensaison

Es ist ein sehr angenehmes Arbeiten draußen. Da fällt die Arbeit an der großen Maschine leicht, bei diesen fast sommerlichen Temperaturen und viel Licht Mitte Oktober. Ich werde den Sitzarbeitsplatz deshalb in dieser Woche auch wieder aus dem Keller nach draußen verlagern können, zumal uns Alice nicht mehr besuchen zu wollen scheint und die Gefahr nicht mehr besteht, dass mir etwas unverhofft abhandenkommt. So freue ich mich auf die nächsten acht Tage mit der geplanten Holzarbeit und dem dabei möglichen symbolischen Abschied von der Gartensaison. M. macht schon wieder Druck, die Gartensitzgarnitur müsse eingepackt werden, da ja bald schon Allerheiligen vor der Tür steht. Das ist zwar richtig, aber solches Wetter drei Wochen vor Allerheiligen ist eben auch ungewöhnlich und nicht zu ignorieren. Die Gartenbäume verlieren jetzt nach dem Weinlaub ebenfalls größtenteils ihr Laub. Damit wird der optische Eindruck des Gartens schon bald winterlich ausfallen, mit wenigen Akzenten, die dann schon eher in der offenen Baumlandschaft zu finden sind. In verbliebenen knallroten Früchten vom Gemeinen Schneeball oder von den Heckenrosen zum Beispiel. Die Chance, gut belichtete Details von Bäume aufzunehmen, ist dann ganz gut.

Herbstliche Brennholz- und Gartenarbeiten

Das geplante Brennholzmachen konnten wir heute umsetzen. Eigentlich war das Wetter dafür ideal, sonnig und doch kühl. Die jetzt auf Vorrat liegende Menge sollte für den größeren Teil der Holzofensaison ausreichen. Aber man weiß eben nie, vor allem, wenn wir diesmal nicht erst im neuen Jahr, sondern schon im Dezember beginnen sollten. Den Fall hatten wir in besonders strengen Wintern auch schon. Wenn die Kälte dann auch noch lange in 2019 hinein reicht, könnte der Brennholzbedarf deutlich größer werden. Ich wage da mal keine Prognose. Am Nachmittag hatte ich viel Arbeit damit, die Wurzelballen der Sonnenblumen auszugraben, von lockerer Erde zu befreien und sie zusammen mit den noch verbliebenen Stängeln zu zerkleinern und für die Biotonne vorzubereiten. Da ist im Laufe des Sommers jede Menge Biomasse zusammengewachsen. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass am Anfang nur diese kleinen Samenkerne stehen … Jetzt wirkt der Garten auf einmal viel lichter und aufgeräumter. Zentraler Farbakzent in der Mitte sind jetzt die noch verbliebenen Strohblumen, einmal die in die Erde gepflanzten und einmal die im Kübel angepflanzten, die bisher im Vorgarten standen. Die habe ich auf Ms Wunsch nach hinten gebracht, wo sie ihren Artgenossen für den Rest des Herbstes Gesellschaft leisten. Erfahrungsgemäß kommen noch lange immer wieder neue Blüten nach, oft bis in den November hinein. Auch mit neuen Samen vom Rizinus sind wir dieses Jahr reich gesegnet. Von der einzigen großen Pflanze, die wir in diesem Jahr haben, konnte ich schon viele sehr schöne Samenkerne gewinnen. Die Fruchtstände trocknen nach und nach ein. Aus den ehemals rötlichen, fleischigen Stachelkügelchen werden dann herbstlich welke, ganz harte und mit feinen harten Stachelchen übersäte Gebilde, in denen sich meist drei Samenkerne befinden. Die müssen zuvor aber noch von einer kokonartigen Schale befreit werden und kommen dann als bohnenförmige Samen mit marmorierter Oberfläche zum Vorschein. Ich finde das spannend, vor allem weil man die nächstjährige Züchtung damit schon so gut wie sicher hat.

Frühherbstliche Gartenarbeiten

Von den schon abgeschnittenen verwelkten Sonnenblumen, deren untere Stängel noch in der Erde wurzeln, einmal abgesehen, erscheint der Garten jetzt zum Frühherbst wieder sehr aufgeräumt. Das liegt daran, dass die Trauben schon abgeerntet und zurückgeschnitten sind und M. jetzt auch die Rabatten wieder gerechelt und von Unkraut befreit hat. Da V. einige bisher sperrig verlaufene Spanndrähte, die zum Leiten der Weinreben nicht mehr benötigt werden, ebenfalls entfernt hat, ist die Sicht in die Tiefe des Garens ebenfalls klarer und unverstellter. Als weitere Gartenarbeit steht auf jeden Fall das Zurückschneiden des Efeus an. An der Grotte vor allem, wo die neuen Triebe schon in alle Richtungen abstehen, und auch die Ranken über der langen Mauer. Bei der Grotte muss der Rückschnitt diesmal umfangreicher ausfallen, da jetzt erstmals die Gelegenheit ist, die ursprünglich schlankere Form wieder herzustellen. Dafür muss ich mir wohl einen Samstagnachmittag reservieren.

Weintraubenernte Teil I abgeschlossen

Wie gedacht ist zumindest die hiesige Weinlese schon abgeschlossen. V. hat mit einem Verwandten zusammen den ganzen Vormittag daran gearbeitet und den Rest des Tages damit verbracht, den Grünschnitt einzusammeln und alles wieder sauber zu machen. Am Abend habe ich dann noch einige umgeknickte und verblühte Sonnenblumen geschnitten und zu unserem Grünschnitt gegeben. Es kommen immer noch neue Blütenköpfe, etwas kleiner als sonst, aber z. T. mit herbstlichen Farben, so wie das Samentütchen es angekündigt hatte. Einige Samen für das nächste Jahr werde ich sicher sammeln können. Allerdings wird es im nächsten Jahr nicht mehr so viele geben. Und die Standort werde ich so wählen, dass sie auf jeden Fall genug Licht bekommen, auch ohne sich vier Meter in die Höhe strecken zu müssen. Auch mit dem Gießen hat das in dieser Saison dann doch überhand genommen.

Sommergarteneindrücke

Ich freue mich auf die handwerkliche Arbeit in den nächsten Tagen. Vier verschiedene Holzarten. Das verspricht Abwechslung. Und wenn es nicht drückend heiß ist, geht im Sommer diese Arbeit auch gut von der Hand. Draußen handwerklich arbeiten ist ohnehin das Beste, auch wegen der Eindrücke, die der Garten, seine Pflanzen und die Vögel während des Arbeitens als Hintergrund vermitteln. Die Weintrauben hängen hier vor meinem Fenster zum Greifen nahe und werden von Tag zu Tag rotbäckiger. Seltsam, dass die Amseln sie jetzt schon anpicken, wo sie doch noch überwiegend grün und vermutlich nicht sehr süß sind. Ich hoffe allerdings, dass V. das nicht zum Anlass nimmt, wieder diese hässlichen Netze zu spannen. Das ist für mich optisch das gräulichste, was ich mir im sonst so eindrucksvollen Gartenhochsommer vorstellen kann.

Am Ende wurde es doch wieder ein Gartenarbeitstag

An diesem Samstag haben wir uns ausnahmsweise einmal zurückgehalten. Aber am Vormittag und dann wieder am Abend war die Gartenarbeit dann doch wieder Thema. Es galt, den Gartenpfad wieder begehbar zu machen, indem ich den Physalisstauden mit Hilfe gespannter Drähte eine Grenze setzte. Das hatte im Vorjahr schon gut funktioniert, und wir hatten auch noch genügend Stäbe für diesen Zweck. So können sie sich gut weiterentwickeln, ohne ständig in den Weg zu hängen und bei Regen zu versanden. Später ist das von Vorteil, wenn wir die roten Lampions verwenden wollen, die mit Sandüberzug nicht mehr sauber zu bekommen sind. Am Abend waren dann noch verschiedene Blumen und der größte unserer drei Wunderbäume zu stützen. Die bekommen wegen der Neigung in Richtung der Sonne gerne Übergewicht und kippen nach dem Gießen einfach um, so auch heute Abend geschehen. Mit der Stütze wird das nicht mehr passieren. Einige Äste von Vs Nashi-Birne, die diesen Sommer enorm wuchert und lange Triebe ausbildet, habe ich über dem Pfad gekappt, um den Blumen dort wenigstens von oben noch Licht zu sichern. Auch die Weinranken habe ich an den ausladenden Enden zurückgeschnitten, damit sich die Trauben dort besser entwickeln können und die Schattenwirkung reduziert wird. Und schließlich habe ich zusammen mit M. beschlossen, den bisherigen, vor Wochen schon umgelenkten Haupttrieb des jüngeren Feigenbaums zu kappen. Das war jetzt der richtige Zeitpunkt, da die Seitentriebe kräftig geworden waren und eine einigermaßen gleichmäßige Krone zusammen ausgebildet hatten. so Kann sich der kleine Baum in Richtung eines ausladenden Busches entwickeln. Vielleicht in unserer Region und für diese Art die einzige längerfristig stabile und erfolgversprechende Lösung. Die Dramen bei den Versuchen, ihn in Baumform großzuziehen, haben wir ja mehrfach in allen Variationen durchlebt.

Durstige Hochphase des Pflanzensommers

Der Garten, vor allem die Bäume und Blumen rund ums Haus, zeigen sich gerade in der üppigsten und vitalsten Form. Das ist nun wirklich der Beginn des Höhepunkts, der hoffentlich bis in den August hinein andauern wird. Entsprechend durstig sind alle Pflanzen. Ich komme, weil der Regen seit Tagen ausbleibt, schon nicht mehr mit dem Regenwasser aus dem Vorratstank aus und muss auf das schon mit Algen besiedelte Wasser aus dem Springbrunnenbecken zurückgreifen. Das muss aber ohnehin wieder erneuert werden, so dass ich damit nicht allzu sparsam sein muss. Der intensivsten Gießzeiten kommen ohnehin noch. Vielleicht werden wir dafür auch einen zusätzlichen Regenwassertank herbeischaffen, damit uns später die vielen Sonnenblumen nicht verdursten und sich der Garten gerade während der sonnenreichsten Jahreszeit nicht dehydriert präsentiert.

Wochenendgartenroutine

Bis vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass mich die Gartenarbeit einmal so intensiv beschäftigen würde. Inzwischen ist es so, dass die Samstage oft vollständig von der Arbeit im Garten ausgefüllt sind. Dabei dachte ich, wir seien jetzt endlich durch. Tatsächlich aber scheint es endlos. So waren heute z. B. die Bananenstauden wieder zu teilen und umzutopfen. Die Pflanzen taten sich vom Frühjahr an schon sehr schwer. Eigentlich müssten sie jetzt schon neue Blätter auffalten und sich auch in die Höhe und Breite bewegen. Aber sie setzen stattdessen nur immer wieder neue Sprosse an. Ein Grund, warum es mir möglich war, aus zwei bisherigen Pflanztöpfen ganze 15 neue zu machen. Dabei konnte ich noch nicht einmal alle kleinen Sprosse berücksichtigen. Die Vereinzelung war dennoch notwendig, da das Wachstum insgesamt gehemmt war, insbesondere nachdem die Pflanzen durch die Nachtfröste im Frühjahr des Vorjahres einen schweren Rückschlag erhalten hatten. Wir konnten sie zwar aufpäppeln, aber seitdem dümpeln sie nur noch vor sich hin. Ich hoffe, mit der Vereinzelung in extra Pflanzgefäße neue Impulse geben zu können. Es wäre sonst schade drum. Den dritten Wunderbaum, der aus meinen zahlreichen Saatbemühungen hervorgegangen ist, habe ich am Nachmittag auch in die Erde, an seinen endgültigen Standort gesetzt. Jetzt markieren die drei Stauden drei markante Randpunkte des Gartens. Bei einem ist jetzt schon absehbar, dass er sich in der gewohnt raumgreifenden Weise entwickeln und vermutlich sehr groß werden wird. Die beiden kleineren aber tun sich bisher noch schwer, richtig in Gang zu kommen. Ich hoffe, sie können in den kommenden Wochen genügend Licht einfangen und finden ihren Rhythmus, und das richtig Klima vor, das sie an ihre tropische Heimat erinnert.

Kann Gartenarbeit übertrieben sein?

V. ist froh, dass er den jüngsten Rückschnitt der langen Zypressenhecke ums Bienenhaus hinter sich hat. Das ist gerade um die Jahreszeit eine anstrengende Sache, aber notwendig, wenn das Nachgewachsene Geäst nicht irgendwann zu stark werden soll. Dann kann die Heckenschere nämlich nichts mehr ausrichten und man muss teilweise mit der Kettensäge arbeiten. Von mir aus müsste diese Hecke gar nicht sein, zumal ich diese blaunadligen Zypressen schon ästhetisch nicht ansprechend finde. Aber V. sagt, dass es wegen des An- und Abflugs der Bienen eben von Vorteil ist. Möglicherweis wäre die Star- und Landebahn flacher, wenn neben dem Maschendrahtzaun keine Bäume die Grundstücksgrenze markieren würden. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, hoffe aber, dass das mit dem Rückschnitt noch lange organisierbar sein wird. Gerade das Grundstück dort macht sehr viel mehr Arbeit, als es vernünftigerweise noch vertretbar ist. Aber eigentlich darf ich da nichts sagen. Die Arbeitszeit im näher gelegenen Garten hat in den letzten Jahren auch für uns hier stetig zugenommen. Da mag sich mancher fragen, ob das Erholsame des Gartens nicht doch zu viel fordert, was eben diese Erholung wieder einkassiert. Ich schätze, wir tendieren auch auf dem Gebiet zu Übertreibungen.

Der Garten – Herausforderung und Geschenk

W. habe ich heute einen meiner nachgezogenen Wunderbäume mitgegeben. Ich hoffe, die kleine Staude wird sich in ihrer neuen Heimat wohl fühlen und sich im Hochsommer zu einem dieser Riesengewächse entwickeln, an denen wir im Vorjahr bei uns so viel Freude hatten. Die klimatischen Bedingungen dafür sind dort eigentlich mindestens genauso gut, wenn nicht besser, weil es in der Ecke des Südwestens oft noch ein paar Grad wärmer ist. Und Wärme mag diese Pflanze besonders, gepaart mich viel Licht und ordentlich Feuchtigkeitsnachschub durch die Wurzeln. J. hat mir erzählt, dass die Unwetter bei ihnen ähnliche Probleme im Garten verursacht haben und mir bestätigt, dass man dann ständig auf der Hut sein muss, damit nichts absäuft, umknickt oder weggeweht wird. So scheint die Gartenpflege tatsächlich von Jahr zu Jahr mehr Zeit zu beanspruchen, Tendenz ausufernd. Aber gleichzeitig schätzen wir die Beschäftigung und die Atmosphäre, mit der uns ein üppig bepflanzter, grünender, blühender, später fruchtender und im Hochsommer Schatten spendender Garten uns beschenkt.

Frühsommerliche Pfingstperspektive

Schon wieder Wochenende. Diese Arbeitswochen vergehen im Flug. Ich erkenne das daran, dass vor allem die Gartenarbeit und die kunsthandwerkliche Arbeit im Gartenambiente meine zusammenfassende Erinnerung dieser letzten Wochen geprägt haben. Währenddessen waren die Projektwochen selbst mit viel Formalem angefüllt, worunter die kreative Arbeit letztlich doch leiden muss. Die Pflanzen werden mich morgen zunächst wieder beschäftigen, da die letzten vorgezogenen Pflanzen ins Freiland sollen. Und dann geht’s wieder weiter mit dieser interessanten Zusammenstellung verschiedener Lebensbaumhölzer, deren Bearbeitung bei so schön moderatem Frühsommerwetter viel Freude macht. Wenn ich den Wetterbericht und seine Vorhersagen betrachte, können wir ja eigentlich auch mit einem jahreszeitgemäßen Pfingstwetter rechnen. Eine erneute untypische Abweichung müssen wir gerade jetzt nicht unbedingt haben.

Unangenehme Sonntagserfahrungen

Der anstrengende Gartenarbeitstag steckte uns heute noch in den Knochen. Und dennoch hat es uns am Nachmittag wieder in den Garten gezogen. Da sind noch gewisse Dinge im Hinterkopf, die zu einem Start in die Gartensaison gehören und die wir noch nicht umsetzen konnten. Immerhin stehen jetzt auch die Gartenmöbel und machten zum ersten Mal in diesem Jahr das Sitzen draußen wieder möglich. Zwischendurch gabs einige Unruhe, einen Bienenschwarm betreffend. Die Nachbarn des Bienenhauses riefen an, dass sich ein Schwarm selbstständig gemacht habe, den sie auf einem ziemlich hohen Baum entdeckt hatten. Tatsächlich hatte sich einer der wenigen verbliebenen Völker auf den Weg gemacht, dem Ruf einer unentdeckten Königin folgend, und zwar in die Krone eines ziemlich hohen Apfelbaums in unmittelbarer Nachbarschaft. Als wir eintrafen war schon ein anderer Imker vor Ort. Aber auch der sah die Vergeblichkeit aller Versuche, den Schwarm in dieser Lage einzufangen. So bleibt nur die Hoffnung, dass er sich in den nächsten Tagen noch eine Etage tiefer bewegt. Dann bestünde eine Chance. Ansonsten provoziert dieser Verlust wieder einmal einen fast vollständigen Neuanfang für V. in dieser Saison. Am späten Nachmittag habe ich das gestern nicht mehr realisierte Vorhaben umgesetzt, dem Buchsbaumzünsler an den Kragen zu gehen. Das biologische Mittel ließe sich gut mit Wasser anrühren, glücklicherweise hatten wir auch das richtige Sprüh-Equipment zur Verfügung, so dass ich das, mit einer dichten schließenden Schwimmbrille ausgestattet, gefahrlos wagen konnte. Im Idealfall sollte den Raupen jetzt schon der ansonsten riesige Appetit vergangen sein. Und vielleicht ist das Problem in einigen Tagen auch vollständig gelöst. Der Busch ist natürlich jetzt schon ziemlich zerrupft. Nicht nur wegen des Raupenfraßes. Auch weil ich ihn um die Gespinste herum zweimal in Folge ein gutes Stück ausgedünnt hatte. So dürften wir der Plage am ehesten Herr werden können. Ich hoffe, der Traditionsbaum wird auf

Der große jährliche Freiluftputz und einige aufgeschobene Gartenprojekte

So lange hat das große Rund-ums-Haus-Frühlingsputz noch nie gedauert. Ich hatte den Eindruck, dass sehr viel mehr Moos und Algen abgetragen werden mussten als üblich. Und zwischendurch hat dann auch noch der Hochdruckreiniger mehrere Male gestreikt. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. So ist am Ende eine den ganzen Tag füllende Arbeit daraus geworden. Die Gartenmöbel werden wir deshalb erst morgen arrangieren können. Immerhin ist aber sonst alles vorbereitet, so dass der Gartensaison eigentlich nicht mehr allzu viel entgegenstehen dürfte. Auch das kleine Becken haben wir abgelassen, denn das darin gesammelte Regenwasser war voll von Algen und gesättigt mit dem gelben Blütenstaub, der sich in diesen Tagen über alles legt. Jetzt sind auch dessen Fliesen wieder ansehnlich und es ist fit für das kommende, dann wahrscheinlich von Blütenstaub freie Regenwasser. Eine Sache ist mir morgen dann doch noch wichtig, die ich heute nicht mehr erledigen konnte. Das biologische Bekämpfungsmittel gegen den Buchsbaumzünsler soll unseren kleinen, aber schon ziemlich alten Busch noch retten. Händisch haben wir die am stärksten befallenen Bereiche schon entfernt. Aber ohne dieses Bakterium, das zu den natürlichen Feinden des Buchsbaumzünslers gehört, wird die Plage nicht zu beseitigen sein. Und so ein weitgehend, wenn nicht komplett kahl gefressener Baum tut einem wirklich weh. Ich hoffe, die Maßnahme kommt nicht zu spät.

Garten intensiv

Ein wirklich intensiver Gartenarbeitstag, der alles umfasste: Pflanzerde und Pflanztröge einkaufen. Umtopfen von Sämlingen in größere Gefäße, in große Blumentöpfe oder die neu erworbenen Tröge. Einpflanzen einiger Strohblumen direkt in die Gartenerde. Reinigen nicht mehr benötigter Anzuchtschalen. Aussortieren leider nicht gut entwickelter Sämlinge. Füllen zahlreicher Einzeltöpfe mit Erde, vor allem für die Sonnenblumen. Zahlreiche hatte ich einige Wochen zuvor bereits direkt in den Garten gesät. Die sind jetzt noch sehr klein, sehen aber gesund aus. Die von der Fensterbank haben in den letzten zwei Wochen einen enormen Schuss gemacht, waren aber einfach schon zu groß für das Pflanztablett mit den kleinen Zellen. Die mussten jetzt mehr Erde und mehr Volumen für ihre Wurzeln bekommen. Ich will sie noch einige Wochen länger auf der Fensterbank großziehen, um sie dann dorthin zu setzen, wo die Vögel die Sonnenblumenkerne aus der Erde gepickt haben. Mit diesen Arbeiten rund um Strohblumen, Mittagsblumen, Chilis, Sonnenblumen, Rizinus und Mohnblumen bin ich heute ein sehr großes Stück weiter gekommen. Mit dem Verarzten des Walnussbaums konnte ich mich nicht mehr beschäftigten. Aber das steht auch wieder an, da er an den Schnittstellen immer noch zu viel blutet.