Wechselhafte Aufmerksamkeit für Grundlagenthemen

Eine günstige Zeit fürs kunsthandwerkliche Arbeiten ist das wahrlich nicht. Verwundert bin ich darüber eher nicht, weil sich dieser Zusammenhang zwischen der globalen Depression und einer dadurch bedingten Abkehr von den natürlichen Grundlagen in den letzten Jahren verstärkt hat. Einige Jahre zuvor konnte ich noch etwas anderes beobachten, dass nämlich länger anhaltende Krisenphasen im Bereich des Sozialen und der Kommunikation einen Ausglich im Verhältnis zur äußeren Natur eingefordert haben. Und dann haben sich die Menschen wieder verstärkt für die Symbolformen aus der Wunschbaum-Manufaktur interessiert und daraus auch einen erkennbaren Gewinn gezogen. Das ist heute anders. Frusterfahrung wird von einer Verstetigung derselben auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen abgelöst, eine Art Frustrationsspirale entsteht. Es ist kaum möglich, in der Situation mit Symbolformen eine Umkehr zu initiieren. Die Initiative und das Interesse müssen schon von den potenziellen Nutzern ausgehen. So werde ich mich wohl gegen Ende des Jahres v. a. um Vorbereitungsarbeiten, die Bevorratung mit Kanteln aller angebotenen Holzarten und vielleicht auch mit dem Aufsägen und Trocknen einer neuen Holzart kümmern. Die günstigeren Zeiten mit mehr Aufmerksamkeit für Grundlagenthemen und Symbolformen werden wieder kommen, wenn die nötigen Verarbeitungsprozesse hinter uns liegen.

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