Verregneter Pfingsttag

Immerhin, um die Zeit des Feiertagsgottesdienstes am späten Vormittag herum zeigte der Pfingstsonntag noch seine freundlichere Seite. Ein Hauch des sonst eher typischen lichtreichen Pfingstwetters war da zu spüren. Aber wie vorhergesagt ist es dann am Nachmittag in Richtung Bewölkung und Gewitterregen umgeschlagen. Bei uns ist das aber noch moderat ausgefallen. Immerhin hat es uns das kostenlose Nachfüllen des Regenwassertanks ermöglicht. Wer weiß, wann der nächste ergiebige Regen fällt. Ich hoffe, wir haben mit dem zweiten Feiertag das unangenehme Wetter hinter uns und die Frühsommerwitterung kehrt zurück. Nach der Abkühlung und dem Regen dürften sich die Pflanzen auf die nächste Wachstums-, Blattaustrieb- und Blütenperiode freuen und dafür auch gut gewappnet sein. Auch den Bäumen wird die Durchfeuchtung des Bodens guttun, die sonst von den Gießkannengaben der übrigen Pflanzen wenig profitieren und ihren Flüssigkeitsbedarf aus tiefen Bodenschichten heraus decken müssen. Wenn der weitere Verlauf des Sommers die erwartete Gleichmäßigkeit erfüllt, sei der etwas verregnete Pfingsttag entschuldigt.

Fleiß-Handarbeit mit Apfelbaum

An solchen Frühsommertagen wie diesem haben diesige Nieselregenphasen etwas Entschleunigendes. Gleichzeitig mit der leichten Abkühlung stellt sich dann atmosphärisch eine Art Auszeit ein und erleichtert die Konzentration gerade auf unwahrscheinliche Arbeiten wie mein Kunsthandwerk. So war es mir auch möglich, diese Auftragsarbeit bis zum Abend abzuschließen, gerade weil mich nichts wirklich ablenken konnte und ich ganz bei dieser mehrstündigen Fleiß-Handarbeit bleiben konnte. Bei dem extrem dicht gewachsenen und harten Apfelbaumholzabschnitt, den ich diesmal unbeabsichtigt ausgewählt hatte, waren das gute Voraussetzungen, denn bei so hartem und widerstandsfähigem Holz muss ich deutlich mehr Kraft aufwenden und sitze länger an den Routinearbeitsschritten als bei mittelharten oder gar weichen Hölzern. Letztlich aber kommt es auf ein bestimmtes nicht zu unterschreitendes Qualitätsniveau an. Das habe ich diesem Fall genauso erfüllt wie in allen anderen zuvor.

Sich ins Verhältnis zur Jahreszeit setzen

An einem so schönen Frühsommertag ein Baumkreis-Armband herzustellen, ist eine Freude. Da passt einfach alles zusammen: Die Energie der 22 Baumarten, die sie in ihrem Holz konserviert haben und die ich in Form der Armbänder wieder handhabbar mache, die vegetabile Umgebung inmitten des Gartens mit seiner frühlingshaften Anmutung, dem Grünen und Blühen, die Geräuschkulisse, eine Mischung aus Naturgeräuschen vom Wind und den Vögeln und von Menschen in der Nachbarschaft, die den Frühling und den Aufenthalt im Freien genauso genießen und die mit den Pflanzen dabei förmlich aufblühen. Es verleiht der Arbeit eine besondere Note, der Arbeit selbst und wie sie sich anfühlt, wahrscheinlich weniger den Ergebnissen. Bei denen bemühe ich mich um gleichbleibende Qualität und ästhetische Ausdruckskraft, den Rest steuern die Bäume selbst bei, die in Form ihres Holzes noch lange leben und in dieser Form von den Jahreszeiten unabhängig geworden sind.

Dauerhaft anwesendes Lebenssymbol

Ein richtig toller Frühsommertag hat mir die kunsthandwerkliche Arbeit am Nachmittag sehr angenehm gemacht. Am Vormittag war ich mit V. über Land gefahren, auf einer der in jüngster Zeit häufig verfolgten Strecke, die – vom Ziel einmal abgesehen – zu unseren liebsten gehört, weil sie landschaftlich sehr reizvoll und irgendwie friedvoll wirkt. Es wäre schön, wenn uns ein Mai mit solchem Klima bevorstehen würde. Wir haben alle diese Freude am Sonnenlicht, das in Verbindung mit der Wahrnehmung des Pflanzenwachstums, dem Grün und den filigranen, teils bunt ausgeschmückten Formen der Blüten und Früchte an jedem Tag dieser Jahreszeit für das Leben schlechthin steht und damit das wohl stärkste dauerhaft anwesende Lebenssymbol darstellt.

Dynamisches Pflanzenwachstum im Hochfrühling

Das ist die Zeit des Gartenjahres, in der man mit Mähen und Zurückschneiden kaum mehr nachkommt. Der Rasen, den ich vor einer Woche erst zum ersten Mal in diesem Jahr gemäht hatte, sah sich dadurch erst recht ermuntert, kräftig nachzuwachsen. Die Häufigkeit wird sich zum Spätsommer hin entsprechend vergrößern. Auch der Efeubewuchs an unserer Einfahrtmauer und über der Grotte zeigt jetzt frisches Grün, was man an der helleren Farbe der Blätter erkennt. Da die älteren Blätter aber darunter verbleiben, wenn auch zum Teil langsam vertrocknend, wird die Hecke wieder dicker. Dann ist der nächste Rückschnitte auch wieder vorprogrammiert. Nur die Gartenbäume haben jetzt alle Mühe, zunächst Blätter auszutreiben, ihr Triebwachstum zu verstärken, die Blüten auszubilden, und bei manchen ist jetzt auch schon der Beginn der Fruchtphase. Eine spannende Jahreszeit, in der der Frühling seinen Höhepunkt erreicht hat und sich langsam in Richtung des Frühsommers entwickelt.

Passend zum Juni

Jetzt kommt der Sommer doch wieder zurück, schon bald werden wir die besondere frühsommerliche Atmosphäre des Juni in uns aufnehmen. Die Holzarbeit musste heute einmal pausieren, da zu viele Routinearbeiten abgearbeitet werden mussten. Aber ein Ausflug über Land am Nachmittag hat mich auf den morgigen Einsatz am Gartenarbeitsplatz eingestimmt. Und dann wird noch ein kreativer Sonntag mit fotografischen Projekten im Wald folgen. Ganz gute Aussichten, die zur Jahreszeit passen und die Reize der Jahreszeit zu nutzen wissen.

Anregende Frühsommerumgebung

Die Pflanzen gewöhnen sich allmählich an die erste langanhaltende Hitze dieses Jahres. Jetzt wagen die Sonnenblumen erstmals weiteres Höhewachstum, die kleinen Wunderbäumchen werden zumindest fülliger und breiten mehr Blätter aus. Und Arten, die sonst schon längst in voller Blüte stehen, wie die orangenen Mohnblumen, die ich dieses Jahr nochmal an verschiedenen Stellen nachgesät hatte, lassen erst jetzt vermehrt überhaupt ihre schönen Blüten zum Vorschein kommen. Die Bäume entwickeln ihr Blattkleid und ihre Kronenausdehnung langsam, aber doch erkennbar weiter. Und das Ganze summiert sich zu einem schönen frühsommerlichen Ambiente, in dem die Sonne durch mehr Grün gefiltert wird und die wachsenden Schatten auch bei hochstehender Sonne Abkühlung schenken, solange man sich im Garten aufhält. Ich freue mich sehr darauf, in dieser anregenden Sommergartenumgebung wieder meiner kunsthandwerklichen Arbeit nachgehen zu können. Die Outdoorsaison hat diesbezüglich unglaublich spät begonnen.

Belebender Vollfrühling

Nach drei Supersonnentagen hintereinander war dieser Mittwoch „nur“ mit überdurchschnittlich viel Sonne gesegnet. Von mir aus kann das noch länger so weitergehen, zumal es trotzdem nicht so aggressiv heiß und unangenehm schwül wie im Spätsommer ist, sondern eben jene angenehme Frühsommer- oder, wie es im Wetterbericht hieß, Vollfrühlingswärme vorherrscht. Ich freue mich auf gute Wachstumsbedingungen für alles, was grünt und blüht. Und auf kosmische Unterstützung für die Belebung der Lebensgeister und des Gemüts, die wir nach langer Krisenverarbeitung so dringend benötigen.

Späte Gartenbäume

Alles Grün beginnt jetzt im Garten zu wuchern. Die Efeuhecken haben in den beiden vergangenen Wochen enorm viel junge Blätter gebildet und drohen mal wieder zu opulent zu werden. Da ist ein Rückschnitt dringend erforderlich, wohlwissend, dass es nicht der letzte Wachstumsschub dieses Jahres gewesen sein wird. Erfreulicherweise kommen jetzt dank der Sonne auch die Gartenbäume stärker in Tritt, lassen endlich ihre Blätter wachsen, auf eine stabile Witterung in nächster Zukunft vertrauend. Und auch die Sommerblumen gedeihen gut, nur dass die extreme Sonneneinstrahlung in ihrem aktuellen Wachstumszustand noch nicht gut vertragen. Da müssen wir immer wieder etwas abpflücken, was in der Sonne verdorrt war oder das Pflanzgefäß etwas verschieben, um zu starke Einstrahlung zu verhindern. Aber ich gieße auch regelmäßig und schon jetzt recht viel, und zwischendurch ist uns ja immer noch auch wechselhaftes Regenwetter vergönnt, über das sich alle Grünpflanzen sehr freuen.

Die lichtreichsten Tage

Es war wieder so ein extrem sonnenreicher Tag, ähnlich gestern, auch wenn ich einen Blick auf die Fotovoltaik werfe. Und tatsächlich, beim Blick auf die Statistik stelle ich fest, dass während des Mais und Anfang Juni regelmäßig die sonnenlichtintensivsten Tage des ganzen Jahres fallen. Im Hochsommer sind in der Regel solche Spitzenwerte in Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung nicht mehr zu erwarten. Aber natürlich ist das nur die Seite der Zahlen. Viel wichtiger für uns ist die belebende Wirkung von so viel Licht, und dass dieser Durchbruch des Frühlings bzw. Frühsommers die Stimmung der Menschen verbessern kann. So hoffen wir auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Sonnenlichts über die Sommermonate und dass die Extreme der letzten Jahre ausbleiben. Die sind für Menschen und Pflanzen, ganz besonders für die Bäume, nämlich eher belastend gewesen.

Reizvolle Naturdetails

An dem ersten Frühsommertag, der wirklich durchgehend sonnig ausfiel, waren viele Menschen unterwegs. Man sah ihnen förmlich an, wie sie die Bewegung in der Landschaft, bei Sonne und angenehmer Wärme genießen. So wie es sich in den vergangenen Tag angekündigt hatte. Das wirkt der sich gerade wieder auflösenden Krisenstimmung weiter entgegen, wohl mehr als manche administrative Maßnahme. Auf meinem Lieblingsweg habe ich wieder einmal, wie zuletzt häufiger über die Sommermonate, den Reiz der Wiesenkräuter als fotografisches Motiv erkannt und einige Versuche unternommen. Die Ergebnisse sind vereinzelt auch ganz gelungen, mehr ist bei diesem komplexen Motivfeld nicht zu erwarten, hängt das Gelingen doch sehr stark vom Zufall ab, gerade weil die natürlichen Strukturen in so einer Wiese enorm vielgestaltig und sich überlagernd sind, so dass ganze Serien notwendig sind, aus denen am Ende einige wirklich gute Einstellungen herausgefiltert werden können. Unter den so ausgefilterten Motiven sind aber durchaus solche, die in ihrer natürlichen Eindrücklichkeit manches Baumdetailfoto noch übertreffen können. Aber auch bei den Bäumen tut sich wieder etwas. Heute besonders auffällig schien mir die zwar wie immer unauffällige Blüte des Pfaffenhütchen-Strauchs, die aber außerordentlich üppig ausfällt und im Spätsommer sehr viele rosa-orangene Pfaffenhütchen erwarten lässt.

Blüte des Pfaffenhütchens im Frühling 2021

Etappenziel zum Sommergarten erreicht

Ausnahmsweise war ich an diesem Wochenende einmal nicht kunsthandwerklich beansprucht. So konnte ich mich heute der Gartenarbeit widmen. Eigentlich überfällig, aber die Vorbereitungen waren ja schon gemacht, und für diesen Teil der Arbeit, dem Einpflanzen der vorgezogenen Blumen und Stauden, dem Umpflanzen anderer Gewächse, Auffüllen von Rindenmulch und der Aussaat weiterer Arten in die Gartenerde war erst jetzt wieder Gelegenheit, an dem ersten wirklich sonnenreichen Tag seit Wochen. Auch die Vorhersagen lassen auf einen Start in den Frühsommer hoffen, was den Pflanzen einen Wachstumsschub verleihen wird. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt weit fortgeschritten sind mit dem Anlegen und Ausgestalten unseres Sommergartens. Es passt zu der eigentümlichen Verzögerung in diesem Jahr, dass auch die Gartenbäume für die Zeit noch wenig entwickelt sind. Der Walnussbaum, der Ginkgo, die Feigenbäume, erst recht die Gleditschien haben zwar schon Blätter ausgebildet, die sind aber noch winzig und wollen nicht richtig voran. Und dann ist da dieser skurril wirkende Umstand, dass bei einigen Arten schon Früchte erscheinen, bevor überhaupt Blätter richtig ausgebreitet sind. Überdeutlich beobachten wir das bei dem kleinen Pfirsichbaum. Der trug schon im Vorjahr für sein geringes Alter erstaunlich viele große Früchte. Und wenn in diesem Jahr alle zur Reife kommen, die jetzt schon als kleine grüne Kugeln zu sehen sind, wird das eine Wahnsinnspfirsichernte. V. meint, dass es für die Zwetschgen und Mirabellen in diesem Sommer auch sehr gut aussieht. Klasse, das bedeutet viele leckere Hefekuchen, die wir einfrieren und übers Jahr genießen können.

Kurs auf Frühsommer

Es geht nun doch endlich in Richtung Frühsommer. Einige Sommerblumen konnte ich heute noch nachkaufen, eine für den noch nicht bestückten Pflanztopf bei uns und die übrigen für J., da das dieses Jahr mit der Pflanzenlieferung nicht funktioniert hat. V. ist guten Mutes, dass die Honigsaison jetzt endlich beginnen kann, nachdem die eigentlich gute Frühtracht vollständig ins Wasser gefallen war bzw. die Bienen den Honig selbst verspeist hatten. Mit wärmerem und sonnenreicherem Wetter wird sich das Blatt hoffentlich wenden. Jetzt wohl v. a. mit Weißdorn und bald auch mit Robinienblüten. Eine merkwürdige Beobachtung hat V. bei unserem Maulbeerbaum gemacht. Obwohl er bisher kaum Blätter ausgebildet hat, sollen sich bereits Früchte, zwar noch winzig, an den Ästen zeigen. Den Baum hatte ich erstmals seit Jahren im Frühjahr nicht zurückgeschnitten. Aber dass es daran liegen sollte, kann ich nicht glauben. Und warum jetzt schon Früchte erscheinen, kommt mir ebenfalls seltsam vor. Wir müssen das noch genauer im Auge behalten.

Kontemplativer Feiertag mit Frühsommerimpressionen

Ein schöner Feiertag, der vielleicht nicht die oft so sonnenreiche Pfingstwitterung mitbrachte, aber doch die kontemplative Grundstimmung, die ich an Feiertagen generell schätze. Der Gottesdienst am gestrigen Abend hat uns den Sinn des Festes erneut in Erinnerung gerufen, der für uns ohnehin präsent ist und sicher nicht geringer eingeschätzt wird als der des Osterfestes. Gerade in der Krisenzeit finde ich Feiertage besonders wichtig. Wie immer ist es aber notwendig, dass man das Besondere des Feiertags bewusst wahrnimmt. Vielleicht wird diese Fähigkeit während der Krise befördert, ich würde es mir wünschen, gerade weil für mich sich Feiertage immer schon anders anfühlen und ich darin immer schon einen Gewinn erkannt habe. Selbst habe ich diese Stimmung heute genutzt, um die Lektüre von Rudolf Steiners Autobiografie abzuschließen, die gerade in den letzten Kapiteln sehr aufschlussreich für sein Werk und Wirken war. Allzu schade, dass sie unvollendet geblieben ist und gerade die letzten ca. 15 Jahre seines Lebens nicht mehr aus der eigenen Perspektive des Geistesforschers erschlossen werden können. Was sie aber enthält, hilft mir sehr, sein Werk besser zu verstehen und mich gezielt auch einzelnen Werkphasen eingehender zu widmen. Für M. habe ich zwei der schönsten Mohnblüten-Weisen-Impressionen im Format 30 x 45 cm ausgedruckt, was der neue Drucker möglich machte und in rahmenlose Bilderhalter gefasst. Für den dritten Rahmen habe ich die ältere Nahaufnahme der Spitzahornblüte ausgesucht, der im selben Format erscheint. Beides passt gut in die Jahreszeit, die Mohnblüten sind allerdings etwas vorgegriffen, kommen eigentlich in der Form erst im Juni/Juli, während die Spitzahornblüte schon fast vergangen ist. Aber die Jahreszeit wird mit den beiden Motiven ganz gut abgesteckt, vor allem das besondere Licht und die Farben des Frühsommers.

Ein Muster-Frühsommertag

Es sind starke Temperaturschwankungen im Tagesverlauf, die die letzten Tage kennzeichnen. Auch wenn wir die frühsommerliche Atmosphäre genießen, die Aufenthalte im Garten und weiter draußen im Freien, ahnen wir doch schon, wie sich die Klimaerwärmung auf die Wetterextreme auswirkt und wir wohl zum wiederholten Male mit Rekordhitzephasen und Trockenheit rechnen müssen. Bisher hat es sich damit noch in Grenzen gehalten, gefühlt und auch abgesehen an der prächtigen Entwicklung unserer Sommerblumen und der Gartenbäume. Aber längere Trockenphasen aus den Vorjahren noch in allzu lebhafter Erinnerung. So wünschen wir uns einen moderat warmen Sommer und eine Abwechslung mit Sommerregen und wolkenbedeckteren Tagen. Was M. und V. heute Nachmittag meinten, würde ich bestätigen. Wärmer als heute müsste es eigentlich nicht mehr werden.

Noch keine Aufbruchstimmung

Einige Videos mit Bewegungsfolgen einer fernöstlichen Bewegungslehre konnte ich mir heute ansehen. Das war eine wohltuende Abwechslung, die mir einmal wieder vor Augen geführt hat, wie sehr man im Frühling und Sommer aufleben kann, was allein das Licht und die Sonne mit uns und unserer Motivation macht. Denn diese Videos wurden offensichtlich bei bestem Frühsommerwetter teils mitten in der Landschaft gedreht, mit Baumblüten und viel Grün im Blickfeld und frischer Luft. Das wünscht man sich zumindest in Gedanken in diesen trüben, stürmischen, aber nur mäßig kalten Wintertagen die warme Jahreszeit herbei. Und dass eine Aufbruchstimmung entsteht, die in diesem Jahr noch nicht feststellbar ist.

Wenn Zeit und Wetter zusammenfallen

Mein Baumkalenderblatt für Juni zeigt eine wunderbar frühsommerliche Waldlandschaft in England, mit dicht stehenden grünenden Bäumen, punktuell durchdringenden Lichtstrahlen und einem Boden, der von lila blühenden Hasenglöckchen vollständig bedeckt ist. Eine Waldidylle, die genau in die Jahreszeit passt und damit sehr gut für den Juni ausgewählt. Leider sind mir solche Exkursionen in nahe gelegene Waldstücke, die ähnliche Eindrücke vermitteln könnten verwehrt. Da fallen mir schon einige Stellen ein, nur ist die zeitliche Auslastung so und das Wetter so wechselhaft, dass beides, Zeit und das richtige Wetter, zuletzt nicht häufig zusammenfallen wollten. Vielleicht bietet sich über die Pfingsttage einmal wieder die Gelegenheit und die Chance, das besonders belebende Licht dieses Frühsommermonats im Spiegel der Bäume fotografisch festzuhalten.

Gewitterfront und Pflanzenschäden

Das Unwetter ist bei uns noch nicht angekommen, obwohl es zwischendurch fast so aussah. Aber scheinbar ist diese Gewitterfront noch unterwegs und kann sich länger halten. Hoffen wir, verschont zu bleiben, zu Gunsten unserer gerade erst angewachsenen und noch ziemlich instabilen Pflanzen. Aus dem Vorjahr wissen wir ja, wie unangenehme Schäden das anrichten kann. Ich denke nur an die zerfetzten Blätter unserer drei Wunderbäume, die auf dicke Hagelkörner zurückzuführen waren. Auch die Blütenstände, freilich später im Jahr, waren teilweise in Mitleidenschaft gezogen. So etwas ist immer sehr ärgerlich und entmutigend, wenn man zuvor viel Zeit und Liebe in das Heranziehen der Pflanzen gesteckt hat. Aber auch für das Arbeiten draußen, wie die gerade wieder anstehende kunsthandwerkliche Holzarbeit ist das Gewittrige nicht so beflügelnd. So hoffe ich, dass wir bald wieder in den ruhigen, entspannenden Frühsommer einmünden.

Frühsommerlicher Aufbruch

Sonnenstunden dürfte es in diesem Mai ziemlich genau so viele geben wie im Mai des Vorjahrs. Wenn diese letzten Tage nicht so durchwachsen gewesen wären, mit schwüler Wärme, aber durchgehender Hochnebeldecke, hätte es ein sehr guter Sonnenmonat werden können. Für die Pflanzen ist dieses Intermezzo eine Erholung und tut ihrem Wachstum offenbar gut. Und auch der Regentank konnte sich auffüllen bzw. wurde erst gar nicht stark beansprucht. Aber die durchgehende moderate Wärme bei gleichbleibender Helligkeit ist genau das, was wir uns vom Juni erhoffen. Für mich traditionell der schönst Monat überhaupt, weil der Sommer sich idealerweise dann von der sich aufbauenden Seite zeigt, die Vegetation noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und diese lebendige Aufbruchstimmung überall gerade in Garten und Landschaft zu spüren ist. Das überträgt sich automatisch auf uns Menschen und gibt diesen unvergleichlichen Schub, den uns in diesem Form nur der Kontakt und Austausch mit der Natur geben kann.

Frühsommerliche Pfingstperspektive

Schon wieder Wochenende. Diese Arbeitswochen vergehen im Flug. Ich erkenne das daran, dass vor allem die Gartenarbeit und die kunsthandwerkliche Arbeit im Gartenambiente meine zusammenfassende Erinnerung dieser letzten Wochen geprägt haben. Währenddessen waren die Projektwochen selbst mit viel Formalem angefüllt, worunter die kreative Arbeit letztlich doch leiden muss. Die Pflanzen werden mich morgen zunächst wieder beschäftigen, da die letzten vorgezogenen Pflanzen ins Freiland sollen. Und dann geht’s wieder weiter mit dieser interessanten Zusammenstellung verschiedener Lebensbaumhölzer, deren Bearbeitung bei so schön moderatem Frühsommerwetter viel Freude macht. Wenn ich den Wetterbericht und seine Vorhersagen betrachte, können wir ja eigentlich auch mit einem jahreszeitgemäßen Pfingstwetter rechnen. Eine erneute untypische Abweichung müssen wir gerade jetzt nicht unbedingt haben.

Frühsommerliche Arbeitskulisse

Das ist schon fast Hochsommer. So bin ich für die handwerkliche Arbeit am Nachmittag nun endgültig ins Gartenatelier umgezogen. Das ist relativ simpel, weil ich im Grunde nur den Arbeitstisch und den Stuhl neu platzieren muss. Aber das Arbeiten selbst ist schon ein ganz anderes, so mit grünender und blühender Gartenkulisse, der ganz anderen Geräuschkulisse und der am Nachmittag wärmenden Sonne im Rücken. Am wohltuendsten ist dabei das natürliche Licht, das ich für diese Detailarbeiten den ganzen Winter über sehr vermisst habe. Bestimmte Routinearbeiten gehen so schneller und irgendwie leichter von der Hand. Bei anderem habe ich den Eindruck, dass der Arbeitsplatz an der freien Luft auch mit vergleichsweise stärkerer Ablenkung verbunden sein kann. Für das Schleifen der Perlen aus Apfelbaum- und Olivenbaumholz war dieses Setting heute genau das richtige. Nun hoffe ich, nicht gleich wieder zurückziehen zu müssen, und dass das frühsommerliche Wetter anhält.