Erste Baumfrühlingszeichen in einem aus den Fugen geratenen Klima

Die Sonnenperiode ist zwar schon wieder vorbei, aber immerhin hat sich die frühlingshafte Erwärmung auch heute gehalten und an diesem wolkenverhangenen, aber nicht regnerischen Sonntag viele Menschen in die Landschaft gezogen. Am Nachmittag auch mich. Dabei konnte ich feststellen, in den letzten Wochen, in denen ich kaum Zeit für Spaziergänge erübrigen konnte, in Sachen Baumlandschaft und Frühling nichts verpasst zu haben. Denn es beginnt erst jetzt, dass sich bei den frühen Baumarten Frühlingszeichen zeigen, die aber bald schon zu einem sichtbar veränderten Landschaftsbild beitragen werden. Es sind v. a. die Weißdornsträucher und die Schwarzdornsträucher, die sich bemerkbar machen. Der Weißdorn in Form von schon teils aufgefalteten Blatttrieben und der Schlehdorn in Form noch geschlossener Blütenknospen. Die sind aber auch schon weit fortgeschritten. Man kann die weißen Blütenblätter von außen schon sehen, auch wenn sie noch geschlossen sind. Ich schätze, das kann jetzt über Nacht kommen, wenn die Temperatur mitspielt und die Sonne nicht ganz ausbleibt. Dann haben wir auf einmal dieses irre „Schlehweiß“, wohl einer der auffälligsten unbunten Farbmarkierungen im ersten Baumfrühling. Dass um diese Zeit, ziemlich typisch übrigens, die Schlehenblüte sichtbar wird, ist nun nicht überraschend, aber mir schien es heute im ersten Moment überraschend, dass die Blätter des Weißdorn zeitgleich erscheinen. Das hatte ich so nicht in Erinnerung. Wohl, dass die Weißdornblüte erst deutlich später kommt, aber die Blätter schienen mir gewöhnlich auch erst später entwickelt zu werden, nicht zeitgleich mit der Blüte der Schlehen. Entweder habe ich damit wieder etwas dazugelernt, oder in diesem Jahr ist wieder einmal alles anders als gewöhnlich. Das allerdings würde mich nicht überraschen, denn die Unvorhersehbarkeit und konstante Abweichung von aus Kindheitstagen vertrauten vegetabilen Zyklen, ist eine Merkmal unseres aus den Fugen geratenen Klimas.

Für einen langen, schönen, ausgedehnten Frühling

Das Frühlingswetter ist jetzt ziemlich konstant, auch wenn die Sonne heute nicht ganz so strahlend durchkam wie in den letzten Tagen. Aber die Wärme nimmt zu, allein das macht uns zuversichtlich, dass der Baumfrühling bald angekommen sein wird. Das ist dann bleichbedeutend mit mehr Lust, sich draußen aufzuhalten, wieder mehr im Garten zu arbeiten und sich allmählich in Richtung der Gartensaison hin zu bewegen. Die große Reinigungsaktion rund ums Haus, bei der der grüne Schmutzfilm der letzten 12 Monate vom Waschbeton und den Fliesen entfernt wird, ist allerdings noch etwas dahin. Diesmal will ich auch die Überdachung hinterm Haus wieder mit dem Hochdruckreiniger abspritzen, da auch die immer mehr Algen ansetze und dann an Transparenz verliert. Und das Rausstellen und Beziehen der Gartenmöbel gehört bei dieser Aktion auch dazu. Dafür ist es aber noch zu kühl, denn in Verbindung mit stundenlanger Wasserberieselung kann schon eine Bewölkung unangenehm wirken, wen sie denn gerade an dem Tag vorherrschend sein sollte. Ich werde die Frühjahrs-Außenputz-Aktion aber ohnehin auf zwei Tage aufteilen, denn zusammen mit der Dachreinigung wäre es für einen Gartenarbeitstag zu viel. Hoffen wir also auf eine Stabilisierung des Wetters und einen langen, schönen, ausgedehnten Frühling.

Den Frühling an den Bäumen erkennen

Es war ein Einundzwanzigster, aber vor lauter Geschäftigkeit habe ich gar nicht auf die herausragenden Geschehnisse oder Anmutungen des Tages achten können. Auch ist mir nicht wirklich aufgefallen, dass es viel weniger Sonne gab als an den Tagen zuvor. Eigentlich schien es mir durchgehend hell und sonnig, aber wahrscheinlich waren heute mehr wolkige Himmelsabschnitte dabei, oder zumindest ein dichterer Hochnebel, der immer einiges an Strahlungsintensität wegnimmt. Dennoch war es ein Tag, der vermutlich wegen der unverhofft angekommenen Wärme viele Menschen nach draußen zog. In M. war um die Mittagszeit erstaunlich viel los. Wie wenn alle nur auf die Gelegenheit gewartet hätten, sich wieder mehr im Freien aufhalten zu können. Einer dort hat es gleich übertrieben und lief mit nacktem Oberkörper über die Straße. Na ja, ganz so sommerlich war es dann wohl doch noch nicht. Jetzt warte ich auf die ersten Frühlingszeichen der Bäume und hoffe, die Ahorne werden beginnen mit ihren irren gelb-grünen Blütenständen, die von Weitem wie Blätter wirken. Bald darauf kann man sie auch von den oft zeitgleich auftauchenden Blättern nur mit Mühe unterscheiden. Alles an den Spitzahornen steht aber für den frühen Baumfrühling, deutlicher, als es die Erlen und Haselsträucher anzudeuten vermögen, da deren weiblichen Blüten sehr unscheinbar und die männlichen unbunt wirken und deshalb als solche nicht wahrgenommen werden. An den Baumarten, die als Blüten erkennbare, v. a. farbintensive Blüten tragen, erkennen wir den Frühling. Eine Wahrnehmung, die ohne die früh blühenden Baumarten in derselben Intensität nicht denkbar wäre.

Jahreszeitliche Wendemarken, Baumkalender und Selbstspiegelung

Das war der kalendarische Frühlingsanfang. Nach dem keltischen Baumkalender ist er aber auf den morgigen 21. März terminiert, dem Tag der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und dem Tag, der nach diesem Kalender mit der Eiche in Verbindung gebracht wird. Das wundert mich immer ein wenig, da ich den Tag eher mit der Birke assoziiere, aber die steht mit der Sommersonnenwende am 24. Juni nach dem Kalender in Verbindung. Wie auch immer, es wurden in diesem System genau die Baumarten auf die vier jahreszeitlichen Orientierungsmarken gelegt, die den meisten Menschen bekannt sind: Eiche, Birke und Buche. Nur der Olivenbaum am 23.09. fällt als mediterrane Art in diesem System aus der Reihe. Aber man darf nicht vergessen, dass das keltische Verbreitungsgebiet in seinen besten Zeiten eben auch bis in diese Regionen hinein reichte. Und ein Energie- und Kraftbaum ist der Ölbaum ja ohnehin. Am spannendsten bei all dem finde ich, dass die Systematik des Baumkalenders und des daraus abgeleiteten Baumhoroskops zwar mit dem Keltischen in Verbindung gebracht wird, tatsächlich aber nicht auf keltische Wurzeln zurückgeht. Es ist ein „moderner Mythos“, wie es einmal in einem Wikipedia-Artikel genannt wurde. Dennoch stelle ich seit über 20 Jahren immer wieder fest, wie stimmig die unter dem Begriff des keltischen Baumkalenders veröffentlichten Konstrukte und Ausformulierungen doch sind. Und dass viele Menschen etwas damit anfangen, es mit ihrer Persönlichkeit und selbstbeobachtend mit ihren Eigenschaften verbinden können. Die Idee der Selbstspiegelung in der Symbolkraft der Bäume findet in dem System einen sehr greifbaren und schlüssigen Ausdruck.

An die Energie der äußeren und inneren Natur anknüpfen

Wieder ein neuer Sonnenrekordtag. Das baut einerseits auf, weil es Energie von außen heranführt. Und doch kann es zum Aufhellen der Stimmung nicht so viel beitragen – bisher jedenfalls noch nicht. Dabei bin ich mit meinen Pflanzversuchen bei den Chili-Sorten schon ganz nah am Frühlingsthema dran, schon einige Wochen früher als der Frühling selbst. Ich setze jetzt auf Kontinuität, eine längere Phase mit sonnenreichem Wetter und guten Wachstumsbedingungen für die Pflanze, v. a. für die Bäume, die nach meinem Geschmack jetzt in den Frühling aufbrechen und uns den Frühling anzeigen sollten. Das ist doch das Beste, was uns gerade passieren kann. Von dem von Menschen Gemachten dürften wir uns nicht allzu viel auch mittelfristig erwarten. Da ist der Bezug zur äußeren Natur, aber auch die Innenschau in Richtung der geistigen Ursprünge und Verwurzelungen weitaus zukunftsträchtiger und auch besser geeignet, die dringend benötigten Veränderungen anzustoßen.

Baumfrühling: Früher oder später?

Ein kleiner Einbruch bei den Sonnenstunden hat den tollen gestrigen Sonnentag leider nicht nahtlos fortgeführt. Aber wie es aussieht steht doch für die nächste Zeit alles im Zeichen des Frühlings, fast schon passend zum kalendarischen Frühlingsanfang. Das ist gut für meine selbst gezogenen Gemüsepflanzen, die dann gut wachsen und – sofern es um die gerade ausgesäten geht – recht schnell keimen. Mit dem Mehr an Licht wird bei den schön herausgewachsenen auch die Wärmematte nicht mehr notwendig sein, das Licht ist dann wichtiger und dass ich sie nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gieße. Am motivierendsten dürfte das Sonnenlicht jetzt aber für die Bäume sein. Meist sind die ja gerade besonders zögerlich, bevor sie sich trauen, die Blätter, Asttriebe oder Blüten auszutreiben. Und wenn sich Verzögerungen einstellen, heißt das meistens, dass doch noch frostige Tage und Nächte kommen könnten. Die Bäume haben für das einen besonders weitblickenden und vorausschauenden Sinn, der weiter reicht als der der am meisten wetterfühligen Menschen. Ich bin gespannt, wie früh oder spät der Baumfrühling sich in diesem Jahr zeigen wird.

Nuancen jungen Grüns im Baumfrühling

Schade, heute geht eine lange Phase ziemlich konstanten, vom Sonnenlicht dominierten Wetters zu Ende. Vorläufig, da die stabile Hochdrucklage von einer Reihe von Tiefs abgelöst wird und uns erst einmal wieder wolkiges, wechselhaftes und kühleres Wetter zurückbringt. Wäre ja auch zu schön gewesen, hätte das Traumspätwinterwetter noch länger ohne Unterbrechung angehalten. Wollen wir nur hoffen, dass sich die kommenden Tiefs nicht zusätzlich in den Gemütern, Motivationen und Kommunikationen niederschlagen. Und wollen wir hoffen, dass die zwischenzeitliche Abkühlung und das Mehr an Regen den Bäumen den besten Start in den Baumfrühling ermöglichen wird, der ja meist über Nacht ins Bewusstsein tritt, wenn nämlich die Baumlandschaft erstmals wieder erkennbare Farbtupfer aus gelblichem, frischem Grün erhält. Dieses junge Grün tritt dann immer sehr schnell in Erscheinung, bevor wenige Wochen später schon der überwiegende Anteil der Baumkronen von Nuancen eben dieses Grüns ausgefüllt sind.

Der erste große Frühlingschritt

Zumindest was die Sonnenstunden betrifft, hat dieser Tag den ersten großen Schritt in Richtung Frühling getan. Die Zahl der Sonnenstunden kann sogar schon mit einem durchschnittlichen Sommertag mithalten. Nur die Temperaturen sind natürlich noch nicht dementsprechend. Über Nacht klirrend kalt und tagsüber wirds jetzt aber schon milder. Das ist genau die Zeit, in der die frühen Baumarten ihre Hochzeit starten. Ich rechne bei den Spitzahornen damit, dass sie ihre Blüten und Blätter, nacheinander oder auch gleichzeitig demnächst auseinanderfalten und dann dieses typische gelb-grüne Frühlingsbild in ihre Kronen zaubern. Für mich steht das synonym für den Frühlingsanfang, da es tatsächlich mit die ersten Bäume sind, die sich regen. Von den Haselsträuchern und Erlen einmal abgesehen. Aber bei denen sind es eben die männlichen Blütenkätzchen, die von der neuen Vegetationsperiode zeugen. Und die sind farbliche wenig spektakulär, so unauffällig, dass sie den meisten Vorübergehenden gar nicht auffallen, wenn sie schon seit Winteranfang des Vorjahres an den Sträuchern und Bäumen zu sehen sind. Am Anfang noch ganz dünn und fest, jetzt aber bald lang und flauschiger, das sie ja ihre Samen freilassen wollen. Das erste Grün der Spitzahorn, das meist von den gelbgrünen Blütenständen und nicht von den Blättern stammt, ist zusammen mit dem Erstarken des Sonnenlichts gerade wichtig, damit die Menschen in dieser schwierigen Zeit mit Dysbalancen und Katastrophen ein wenig natürliche Verstärkung von außen erhalten.

Eigentlich bin ich ganz froh, dass V. sich zurzeit so zäh in Bezug auf die Routinearbeiten rund um den Holzofen zeigt. Immerhin die grünen, kürzlich erst geschnittenen Äste des Nashi und der Gleditschie sind dank Vs Beharrlichkeit jetzt schon im Holzofen verfeuert und müssen nicht mehr über die Biotonne entsorgt werden. Aber die neuerdings als notwendig erachteten Vorratseimer mit Brennholz habe ich in den letzten Tagen selbst befüllt und bereitgestellt. Das ist für mich schon auch eine Sache, die ich bewusst verfolge, weil in wenigen Tagen schon diese Geschichte beendet sein wird. Das Brennholz machen, im Wald oder auf einer unserer Streuobstwiesen, der Transport des Materials und vor allem das Kleinsägen und Spalten sind schon traditionelle Arbeiten bei uns gewesen, die wir über Jahrzehnte zusammen ausgeführt und irgendwie auch als spannend geschätzt haben. Natürlich ist mir bei jedem Stück Brennholz auch unser Beitrag dazu in Erinnerung und all die Arbeiten, die das ganze Jahr über diesbezüglich zu erledigen sind. Das letzte dazu diesmal war meine Sägeaktion im Sommer, bei der ich den jetzt zuneige gehenden Holzvorrat aufgehäuft und aufgestapelt hatte. Schade, dass das jetzt bald Geschichte ist. Zumindest was das Brennholz betrifft. Das Holz und seine Verarbeitung werden mir natürlich in der Vorbereitung der Wunschbaum-Manufaktur noch länger erhalten bleiben. Dann aber in vielfältigerer Form, mit der Bearbeitung von über 40 verschiedenen Baum- und Holzarten, und nicht nur beschränkt auf die grob zerkleinerten Ofenstücke, die sich auf 5-6 Holzarten im Wesentlichen reduzieren ließen.

Vorfrühlingssonne aufnehmen

Es ist schön, so viel Licht und Sonne zu sehen. Wie wenn sie in einen hineinkriechen würde. Nach so viel Winter und Dunkelheit lässt das wieder aufatmen, vor allem, weil es noch einige Tage so anhalten soll. Ich wünsche mir positive Wirkungen auf das Keimen meiner Chilisamen und hoffentlich auch auf die frühen Baumarten. Vor allem denke ich an den Maulbeerbaum, der hoffentlich nach diesen Sonnentagen nicht doch noch einmal empfindliche Frostnächte ertragen muss, die er nicht gut verträgt. Dann könnte ich ruhigen Gewissens am Wochenende den Rückschnitt der Krone angehen, ohne befürchten zu müssen, er könne sich später daran stören und noch ein weitere Jahr als Fruchtbaum ausfallen.

Symbolhaftes gegen lähmende Routinen

Gut für die Chilisamen und gut für uns, weil es die Hoffnung auf Frühling befördert, ist die Zunahme des Sonnenlichts. Tatsächlich sollen wir uns in Richtung der maximalen Lichtstundenzahl noch in dieser Woche nähern. Das wäre schon eine schöne Entschädigung für die langen Monate mit trübem und regnerischem Wetter. Ich hoffe, dann wird auch die Kommunikationsfreude der Menschen wieder größer und der Austausch intensiver, was ich aktuell vermisse, aber auch schätze, denn so erfahre ich weniger Ablenkung und kann durchgängiger an den kreativen Projekten arbeiten, die mich mit wechselnden Themen konfrontieren. Natur und Bäume kommen danach und manchmal auch zwischendurch zur ihrem Recht, wenn ich Gelegenheit habe, dem Übermaß an rationalem Denken und Gestalten von Symbolhaftem Getränktes entgegenzusetzen. Wie das so häufig bei Gegensätzen ist, wirkt das letztlich auch für die rationale Arbeit bereichernd, die sonst allzu schnell zu lähmender Routine entwickeln kann.

Fleißarbeit im Vorfrühlingsgarten bei frostiger Temperatur

M. und V. haben sich verwundert darüber geäußert, dass ich mich heute so eifrig in die Gartenarbeit gestürzt habe. Es war auch kein Zuckerschlecken, da bis zur Mittagszeit ein frostige Kühlschrankatmosphäre im Garten herrschte und ich mir ziemlich die Finger unterkühlt habe. Aber ansonsten dick eingepackt war es dann doch ganz gut machbar. Als erstes hatte ich mir das Aussäen von vier verschiedenen Chilisorten in die kleinen rechteckigen Pflanztöpfchen vorgenommen, die ich auch in den Vorjahren schon immer dafür verwendet hatte. Auch habe ich zuvor dasselbe Pflanzenerdesubstrat besorgt, das speziell für Chilipflanzen gedacht ist und das bisher immer geeignet schien. Drei der Chilisorten, die ich auf diese Weise in den nächsten Wochen mit Heizmatte und künstlichem Licht vorziehen will, stammen aus Samen, die ich im letzten Jahr aus eigenen Pflanzen gewonnen hatte: Habanero Rot, Glocken-Chili und Bhut Jolokia. Von letzterer hatte ich nicht sehr viele Samen, aber die Sorte habe ich trotzdem besonders häufig gesät, in 14 Töpfchen, weil es sich ja um eine ehemals als schärfste Chili der Welt geltende Sorte handelt. Ich hoffe, der Ertrag wird diesmal größer sein. Habanero Rot war wie die Orange Variante zuvor schon ganz ordentlich ertragreich, und die Glockenchilis haben nicht nur diese wunderbar plastische Form, sie bilden auch ziemlich große Schoten und vor allem wachsen die Pflanzen am schnellsten und werden am höchsten von allen. Neu ist die vierte Sorte, die ich mir neu angeschafft habe und die eine besondere Rarität darstellen soll: Habanero Chocalate. Tatsächlich zeigen die Abbildungen des Lieferanten dunkelrot-bräunliche Schoten, die vermutlich ähnliche Geschmackseigenschaften wie die Red Variante haben werden. Ich bin gespannt, vor allem ob sie überhaupt keimen und vernünftig wachsen. Sehr viel Arbeit hat nach diesem Pflanzen der Rückschnitt von zwei Gartenbäumen gemacht. Der Walnussbaum musste auf jeden Fall von zwei großen, tief liegenden Ästen befreit werden, die im Sommer einen großen und dichten Schatten werfen, gerade an die Stelle im Garten, an dem ich die Chilis später in Kübel auspflanze. Wenn dann keine Sonne hingelangt, kann aus dem ganzen Projekt ja nichts werden. Deshalb dieser umfangreichen Rückschnitt, der dem Sommergarten und allem, was in ihm wachsen soll, gut tun wird. Und die Gleditschie hat ebenfalls einen Rückschnitt erfordert, der sich wegen der Höhe des schmalen Bäumchens und wegen der enorm langen und vielen Dornen, die sich überall über die Äste verteilen, nicht ganz unanstrengend gestaltet. Mit viel Mühe, einigen blutigen Stichen durch die Dornen und kleinteiligem Zerkleinern der Äste mit Ast- und Baumscheren war das Ergebnis aber zufriedenstellend. Auch bei der Gleditschie sind jetzt die tief liegenden und breit ausladenden Äste entfernt und der Baum in der Breite deutlich reduziert. Dass er in der Vertikalen langsam dem benachbarten Walnussbaum und dem Ginkgo Konkurrenz macht, stört mich eher nicht, weil das bei dem filigranen Blätterdacht selbst im Hochsommer kaum Schattenwurf verursacht.

Säen, pflanzen und Bäume pflegen

An diesem Wochenende ist es endlich soweit, dass ich die ersten Pflanzarbeiten für diese Gartensaison angehen kann. Eigentlich ist es eher ein Säen, denn ich will diesmal mit dem Vorziehen der Chilipflanzen etwas früher beginnen. Ohne zu wissen, ob das auch funktioniert und die lange Zeit für da Aufpäppeln nicht zu lang ausfällt. Aber ich muss das einfach ausprobieren, auch um nach Jahren wieder eine gute Ernte zu ermöglichen. Die hängt auch von den Sorten und der Qualität des Saatguts ab. Diesmal ist es eine Mischung zwischen eigenem, aus den letztjährigen Schoten gesammeltem Samen und neu hinzugekauften. Ich bin sehr gespannt, wie die sich jeweils entwickeln. Ansonsten wird zumindest ein Baumschnitt auf dem Programm stehen. Der hängt letztlich auch mit den Chilis zusammen, da der ausladende untere Ast des Walnussbaums im Sommer doch sehr lange Schatten geworfen hat. Den werde ich ganz entfernen, damit die Sonne in diese Ecke vordringen kann, in der die meisten Pflanzgefäße mit Chilis gewöhnlich stehen. Das größere Baumschnittvorhaben, rund um den Maulbeerbaum, will ich auf einen etwas wärmeren Tag aufschieben.

Die Sehnsucht nach dem Baumfrühling

Die Arbeitswochen und damit die Zeit fliegen nur so dahin. So freue ich mich insgeheim auf das Ausschleichen des Winters, nicht nur wegen des ausgehenden Brennholzes. Auch die Bäume, das Grün, die Aufbruchstimmung zumindest in der Natur vermisse ich und sehne ich förmlich herbei. So werden hoffentlich auch wieder echte Naturfotografien zur Dokumentation des Baumfrühlings entstehen, die dem umfangreichen KI generierten Bildmaterial wieder das Vertraute entgegensetzen.

Imagination frühlingshafter Waldelfen

KI generierte Waldfrau 2025 I
KI generierte Waldfrau 2025 II

Nach dem vielen inhaltlichen Denken und Formulieren in dieser Woche hat es mich doch wieder zu den Naturthemen hingezogen. Und eines der Motivfelder, die ich im Sommer letzten Jahres zu Beginn meiner Versuche mit der generativen KI in den Blick genommen hatte, schien mir auch jetzt wieder interessant. Schon, um den Frühling zumindest in der Imagination vorwegzunehmen. Die Ergebnisse kommen denen der „Waldelfen-Reihe“ von letztem Jahr recht nahe, aber bei den Modellen für die Bildgenerierung hat sich zwischenzeitlich schon einiges entwickelt, was die Qualität der naturalistischen Anmutung verbessern konnte.

Übergangsjahreszeit und Baumschnittgedanken

Die Verteilung des Sonnenlichts verlief am heutigen Sonntag ähnlich wie gestern, hatte um die Mittagszeit aber eine Delle, ganz untypisch. Denn normalerweise verzeichnet die Kurve in der Zeit ja ihren Höhepunkt. Aber wir wollen nicht zu viel verlangen, freuen uns einfach auf das Licht und die Aussicht auf weitere Tage mit ähnlichem Verlauf. Die Bäume sind mir in dieser Übergangsjahreszeit merkwürdig fern. Zwar denke ich öfter schon an den richtigen Zeitpunkt, unsere Fruchtbäume, im Garten und außerhalb, zurückzuschneiden. Aber es ist gleichzeitig auch klar, dass es dafür noch etwas zu früh ist. Wenn ich mich entschließen kann, ist es aber erfahrungsgemäß schon ein wenig zu spät, dann sind schon die ersten Knospen zu sehen, aus denen die neuen Asttriebe entstehen. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, diesmal den idealen Zeitpunkt genauer im Blick zu behalten, besonders für den Maulbeerbaum. Der war nämlich im Vorjahr extrem gebeutelt aus einer Frostphase im Frühling hervorgegangen und hatte ganz große Probleme, sich wieder zu erholen. Nach mehreren Monaten, in denen er fast komplett kahl dastand, konnte er sich im Spätsommer doch noch einmal aufrappeln, um zum zweiten Mal Blätter und feine Äste auszutreiben. Das sah damals allerdings sehr wild aus. Wir werden beim Zurückschneiden wohl sehr vorsichtig und zurückhaltend vorgehen müssen, wenn er nach der Schreckenserfahrung dieses Jahr eine wahrscheinliche Chance erhalten soll, Früchte zu bilden. Das ist bei diesem Baum, möglicherweise auch bei der Art generell, eine Seltenheit, die offenbar von vielen nicht näher identifizierbaren Faktoren abhängt. Jedenfalls hatten wir bisher erst dreimal die Ehre. In den drei Fällen durften wir aber sehr viele Früchte ernten, die überwiegend in unseren leckere schwarze Maulbeermarmelade eingegangen sind.

Vorbote des Frühlingslichts vor Lichtmess

KI generiertes Bild eines Hainbuchenzweigs mit frühsommerlicher Anmutung

Das tut gut, endlich einmal wieder richtig viel Licht. Die grafische Aufzeichnung der Sonneneinstrahlung bildete heute eine steil ansteigende, oben abgerundete und fast symmetrisch wieder abfallende Kurve. Fast perfekt für die Jahreszeit, und so schön, dass das genau einen Tag vor Lichtmess uns so begegnet. Dann ist vielleicht doch noch nicht alles verloren, dann können wir uns doch zumindest manchmal noch auf typische jahreszeitliche Verläufe freuen. Und natürlich auf die reichhaltige Symbolik, die das mit sich bringt. Denn wer würde bei so viel Licht wie heute nicht an Frühling denken. Wahrscheinlich deshalb habe ich nach längerer Pause mit dem Generieren heute einmal die KI generierte Fassung eines natürlich wirkenden Hainbuchenzweigs versucht, wie er im Frühling oder Frühsommer an den Bäumen in Erscheinung tritt. Die Ergebnisse sind ganz gut, auch wenn ich für bestimmte Einstellungen, die den Eindruck natürlich erscheinen lassen, bei den Prompts ziemlich nachjustieren musste. Eines der Ergebnisse habe ich hier abgebildet.

Januarlichtpunkt zum Start in den Spätwinter

Immerhin ist die Sonnenstundenbilanz dieses Januars nicht so schlecht ausgefallen wie ich zuletzt befürchten musste. Auch dank dieses letzten Tags im Monat, der überdurchschnittlich viel Licht brachte. So kommt die Summe nicht ganz an den sehr guten Wert des Vorjahres heran, liegt aber doch höher, als im Monat Januar durchschnittlich zu erwarten ist. Also in diesem Punkt ein ganz guter Start ins Jahr, der einen Lichtpunkt inmitten der vielen Unmöglichkeiten setzt, die uns außerhalb der Natur begegnen. Und davon gibts jede Menge, leider ist unsere Anstrengung, das zu verarbeiten, auch nicht kleiner oder weniger herausfordernd geworden. Um den vielen menschlichen und kulturellen Katastrophen besser begegnen zu können, um sich nicht permanent einer Überforderung ausgesetzt zu fühlen, ist ein bisschen Unterstützung von der natürlichen Umwelt willkommen. Die könnte in Gestalt eines hellen, sonnenreichen Spätwinters, aber auch in Form eines vorgezogenen Frühlings in Erscheinung treten. Letzteres wäre mir wegen der Verlängerung der vitalen Lebensphase der Bäume und anderen Grünpflanzen natürlich am liebsten. Von Winter und seinen schönen, weil gemütlichen und symbolträchtigen Seiten, hätte ich eigentlich bis jetzt schon genügend in mir aufgenommen. Der zyklische Wechsel könnte jetzt doch etwas früher eintreten.

Mit dem weihnachtlichen Licht im Hintergrund im neuen Jahr bestehen

Wieviel die Sonne doch ausmacht. Die zwei extrem lichtreichen Tage, die hinter uns liegen, haben die Menschen richtig aufleben lassen, vielleicht sogar schon den Frühling erahnen lassen, trotz der noch anhaltenden Kälte. Aber heute war das schon wieder vorbei und die nicht mehr extrem kalte, aber unangenehme Nässe durchtränkt alles, auch die Gemüter, die zurzeit nicht so viel an natürlichem, von außen kommenden Stress vertragen. So kämpfen wir uns durch das Soziale, die Kommunikation und die eigenen Kulturprojekte und können keine Unterstützung von der äußeren Natur erwarten. Da ist es schon notwendig, das innere Licht anzuknipsen, die davon ausgehende Wärme in sich wachsen zu lassen, die wir zuletzt vor dem leuchtenden Weihnachtsbaum stehend so eindrücklich aus dem Innersten hervorholen und wahrnehmen konnten. Möglichst viel von diesem Licht und der Wärme der Weihnachtszeit ins neue Jahr mitzuführen, war mir immer wichtig. So wünsche ich mir und allen anderen, dass wir uns erinnern, dass Weihnachten gerade in so ungemütlichen Zeiten nicht verschwunden, sondern nur wieder bis zur neuen Adventszeit in den Hintergrund der Aufmerksamkeit gerückt ist.

Zehrende Hervorbringungen während der Winterzeit

Bei einem dichten Arbeitspensum verfliegt die Zeit noch schneller als sonst. Das kommt zu der Beschleunigung mit zunehmendem Alter noch dazu. Umso wichtiger scheint es mir zu sein, zwischendurch „verlängernde“ Phasen einzulegen, wenn das irgendwie möglich ist, die den dahinfliegenden Fluss unterbricht und damit den Tag gefühlt wieder etwas verlängert. Das ist eben der große Nachteil umfangreicher Beanspruchung. Es fließt sehr viel in die Hervorbringungen und zu wenig in die eigene Entwicklung. Der kommende Frühling könnte dazu auch einen Beitrag leisten – vor allem, wenn sich wieder mehr Menschen für die symbolischen Dimensionen der Bäume erwärmen können. Dann bekommt die kunsthandwerkliche Arbeit eine Chance und mit ihr die aufbauende Arbeit mit der Lebenssymbolik der Baumarten und der Bäume als wichtige Mit-Lebewesen. Mehr davon wäre mir auch jetzt, in der Mitte des Winters, schon sympathisch, auch wenn es jetzt noch nicht so passend erscheint.

Winterzeiteindrücke zwischen Weihnachtslichtern und Frühlingsgedanken

Was für ein geschäftiger Tag. Aber trotz des dichten Arbeitsprogramms und der gedrängten Aufgabenliste hat das heute gerade in seinem Abwechslungsreichtum Spaß gemacht. Und bei dem erstmals seit langem wieder traumhaft hellen Wintertag sind diese Aufgaben umso leichter von der Hand gegangen. Das Sonnenlicht ist nach Wochen mit Regen und Dunkelheit ein wirklicher Segen und lässt sofort an Frühling denken. Schon ist man bei solchen Wetterumschwüngen auch ganz weit weg von der gerade erst zu Ende gegangenen Weihnachtszeit. Und doch ist vieles noch geblieben, was wir in diesen Wintertagen gleichermaßen schätzen: Der Holzofen mit seiner unvergleichlich wohligen Wärme. Die zwar nicht mehr weihnachtlich geschmückte, aber doch sehr gemütliche Wohnungseinrichtung mit vielen winterlichen Accessoires und echten Kerzen, die uns das weihnachtliche Licht noch weiter in dieses Jahr hinein verlängern. Und die Begegnungen in der warmen Stube, die eine andere Qualität haben als im Sommer, wenn man sich auch wieder mehr draußen aufhält und Menschen dort begegnet. Das enge Beisammensein im Haus ist auch einer der Vorzüge der sonst so Energie fordernden Winterzeit.

Immerhin keine Nach-Katastrophe

Wieder ein Einundzwanzigster, und wieder einer, der nicht so spektakulär schien. Jedenfalls fehlte die Aura des Einundzwanzigsten im Vormonat, den ich erfreut hervorgehoben hatte. Immerhin ist der Regen nicht so heftig ausgefallen wie befürchtet, und immerhin ist damit eine Nach-Katastrophe in unserer zuletzt vom Hochwasser so gebeutelten Region ausgeblieben. Das lässt uns alle aufatmen. Die Sonne hat sicher aber wieder einmal sehr rar gemacht und die Sonnenstundenbilanz dieses rekordverdächtig dunklen Maimonats weiter verschlechtert. Gut ist das für alles, was draußen grünt, z. B. unseren Efeubewuchs, den ich demnächst wieder zurückschneiden muss. Aber auch die Gartenbäume hatten Gelegenheit, ihr Blattgrün sprießen zu lassen und Wasserreserven einzulagern. Für den Sommer, der hoffentlich in freundlicher Form auf uns zukommt. Am besten moderat warm und durchgängig hell. Nach den ersten 5 Monaten kann es eigentlich nur noch erfreulicher werden.

Ein schöner Sommerblumenpflanztag

Das Pflanzen der Sommerblumen haben wir trotz der Widrigkeiten und trüben Aussichten der letzten Tage, am Ende doch glücklich geplant. Passend zum heutigen Pflanztag hat sich der Dauerregen gelegt und nahezu der ganze Arbeitstag blieb trocken, gegen Nachmittag sogar ziemlich sonnig. Damit machte die Garten- und Pflanzarbeit dann auch Spaß. Beim Einkauf heute Vormittag habe ich noch einige niedrig wachsende Sommerblumen mitgebracht, die noch gefehlt hatte. Insgesamt konnte ich die Auswahl sehr stimmig auf unsere diversen Pflanzgefäße, Tröge und Kübel verteilen und auch farblich, bezüglich der Größen und Blumenarten schön arrangieren. Wie immer mit einigen Zeitaufwand verbunden, aber am Abend konnten wir diese Arbeit zufrieden abschließen. Ich hoffe, dass alle Blumen nun auch gut angehen und sich prächtig entwickeln. Hinterm Haus habe ich die unschöne Beobachtung gemacht, dass die wunderbare Mohnblume, die wir bei der Gartenausstellung gekauft und gleich in den Garten gepflanzt hatten, innerhalb der letzten 2 Tage, an denen ich keinen Blick darauf hatte, von den Schnecken zerfressen wurde. Ich weiß nicht, ob sie sich noch einmal erholen kann, solange die Blütezeit anhält. Ein herber Verlust, gerade jetzt zur Hochzeit der Mohnblüte. Ein wenig Sorgen mache ich mir um die Blumenpflanzungen im Garten. Nicht nur wegen der Schnecken, die man mit Schneckenkorn immerhin bekämpfen kann. Das Dauerthema der Gartenbäume, die zwar prächtig gewachsen und gut entwickelt sind, aber eben auch viel Schatten werfen, wirft eben diesen Schatten wieder voraus und wird gerade über die Sommermonate eine echte Lichtnot für alle anderen Pflanzen bedeuten. Aktuell weiß ich keine Lösung dafür, außer die Bäume im nächsten Winter radikaler zurückzuschneiden und damit mehr Lichtschneisen darzustellen.

Hoffnung auf eine stabile Robinienblüte

Ein richtig trüber Tag fast ohne Sonne, der so gar nicht in die Witterung der letzten Woche passte. Ich hoffe, das war nur ein kurzes Intermezzo und der Mai entwickelt sich wieder in Richtung des Frühlingswetters, das wir von ihm gewöhnt sind. Zuletzt hatten meine Chilipflanzen endlich einmal an Wachstum zugelegt und etwas größere Blättchen ausgebildet. Das sollte doch wegen Lichtmangel nicht gleich wieder zunichte gemacht werden. Der Ersatz für Vs tot eingetroffene Bienenkönigin ist heute eingetroffen. Nach einigem Hin und Her besteht jetzt doch noch eine Chance auf ein bisschen Honigertrag. V. hat beobachtet, dass aktuell die Robinien zur Blüte gekommen sind. Wenn es jetzt keinen Dauerregen geben sollte, könnte das eine gute Bienenweide werden. Die Robinienblüten sind als Bienentracht immer sehr ergiebig, wenn denn die Witterungsbedingungen passen. Das aber ist selten der Fall. Entweder waren in der Vergangenheit die Blüten erfroren, oder sie sind heftigen Stürmen und Regen zum Opfer gefallen. Nur in den günstig verlaufenen Jahren hatten wir einen ordentlichen Ertrag gerade von der Robinienblüte. Hoffen wir auf einen günstigen Verlauf.

Wachstumswetter und Verlusterfahrungen

Das ist ein schönes, wachstumsförderndes Frühlingswetter. Und das Unwetter ist zumindest in unserer Region ausgeblieben. Ich denke, wir können noch in dieser Woche unserer Sommerblumen kaufen und in die vorbereiteten Gefäße einpflanzen. Wenn das geschafft ist, stehen auch schon wieder die nächste Rückschnitte an. Zum Beispiel an der Efeuhecke, die um diese Jahreszeit wieder gewaltig austreibt und dann schnell die Form verliert. Bei den anderen Bäumen dagegen kann man jetzt nicht mehr viel machen. Der kleine Buchsbaum, klar, der musste wegen des Zünslerbefalls zurückgeschnitten werden. Den anderen Arten müssen wir jetzt aber Zeit lassen, ihr Laub zu entwickeln, an Substanz zuzunehmen und ihre Energie in die Blüte, später in das Ausbilden der Früchte zu stecken. Ich hoffe, unsere Walnussbäume haben bei den Nachtfrösten der letzten Wochen nicht allzu stark Schaden genommen. Und auch bei den Obstsorten hoffe ich auf das eine oder andere Wunder, damit die Baumobsternte dieses Jahr nicht komplett ins Wasser fällt. Bei Vs Bienenbestellung gab es heute wieder einen Rückschlag. Das Volk ist zwar wohlbehalten angekommen, aber die zugehörige Königin war bei der Ankunft schon tot. Glücklicherweise werden wir morgen einen Ersatz für die Königin erhalten. Dann wird es mit dem Neuanfang hoffentlich nicht ganz so brüchig und holprig wie bei anderen Völkern zuletzt erlebt.

In Richtung eines stabilen Frühlings

Nun denke ich wird der Frühling in seine stabile Phase eintreten, auch wenn es heute wieder wechselhafter war. Die Sonne setzt sich doch immer wieder erkennbar durch. Und an den kleinen Chilipflänzchen kann ich auch absehen, dass diese Konstanz des Sonnenlichts für das Wachstum einen Unterschied macht. Nachdem sie nämlich wochenlang auf der Stelle traten, ist jetzt ein deutlich beschleunigtes Wachstum der Blättchen zu erkennen. Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit einer üppigen Chiliernte im Spätsommer. Für das Einpflanzen in die großen Pflanztröge draußen ist es aber noch viel zu früh. Ich hoffe, die Witterung morgen Vormittag wird günstig ausfallen, weil V. seinen nachbestellten Kunstschwarm Bienen erhalten wird. Damit die sich gut eingewöhnen, ist ein mäßig warmes und lichtes Wetter von Vorteil. Und vielleicht können die jungen Völker ja auch noch etwas von den Baumblüten in unserer Region mitnehmen und einiges an Honig produzieren. Noch ist es dafür nicht zu spät.

Wechselhafte Rezeption der Maibaumtradition

Die weltlichen Feiertage sagen mir nicht so viel wie die kirchlichen. Das war eigentlich immer schon so. An so einem Tag wie dem 1. Mai aber merke ich heute, dass meine frühere Beschäftigung mit den daran geknüpften Traditionen und Bräuchen stark abgeblasst ist, mir heute wie ein Relikt einer früheren Lebensphase erscheint. Dabei brachte auch mein Text zur Baumsymbolik des 1. Mai durchaus spannende Inhalte zum Vorschein und war geeignet, meiner Ausarbeitung verschiedener Aspekte des Lebensbaum-Begriffs weitere Facetten hinzuzufügen. Aber eine echte persönliche Verbindung etwa mit der Maibaumtradition ist bei uns eher nicht vorhanden. Auch weil wir nicht gerade in einer Region leben und große geworden sind, die eindrucksvolle Maifeiertraditionen rund um den Maibaum pflegt. Hiesige Maibäume sind dann doch eher der müde Abklatsch einer eigentlich reichhaltigen und vielgestaltigen Traditionslinie von Frühlingsfeiern.

Sonniger Abschluss eines bemerkenswert lichtarmen Aprils

Es ist ermutigend und aufmunternd, dass der letzte Tag im April doch noch echtes Frühlingswetter gebracht hat. Man könnte es auch fast schon als Frühsommerwetter bezeichnen. Das entschädigt für den holprigen Verlauf dieses Aprils, der doch weitgehend vom Klischee des Aprilwetters geprägt war. Aber auch mit diesem letzten sonnigen Tag war das der lichtärmste April der letzten 15 Jahre, zumindest für unsere Region. Nun bin ich gespannt, ob es zum Spätsommer hin eine kontinuierliche Steigerung, einen stetigen Zuwachs an Sonnenstunden geben wird. Das würde dem bisherigen Jahresverlauf entsprechen, in dem jeder Monat ungefähr in gleichem Umfang an Sonnenlicht zugelegt hat. Wenn dem so wäre, könnte es am Ende doch noch ein überdurchschnittliches lichtreiches Kalenderjahr werden. Und eines, in dem die Bäume und anderen Grünpflanzen viel sonnenenergetisch mobilisierte Biomasse hervorbringen können.

Für den Frühling ungünstige und untypische Kapriolen

Gut, dass wir die Reinigungsaktion im Garten aufgeschoben haben. Ich hatte da den richtigen Riecher, weil ich diese Entwicklung der Witterung ähnlich vorausgesagt habe. Dass aber ausgerechnet der Sonntag derart lichtarm sein würde, hätte ich nicht gedacht. Ich denke, die nächste Woche wird eine Wetterwende bringen und uns endgültig auf den Frühling einstimmen. Dann können die Bäume da weitermachen, wo sie vor zwei Wochen aufgehört haben, nämlich ihre Blüte voranzubringen. Natürlich mussten zwischenzeitlich einige Baumblüten und auch Baumblätter sich den Nachfrösten geschlagen geben. Bei unserem Feigenbaum etwa sind die kurz zuvor entstandenen ersten zarten Blätter gleich erfroren, so dass der Baum jetzt wieder ganz kahl dasteht. Bei anderen Bäumen ist es ähnlich. Während das Laub sicherlich einen neuen Anlauf nehmen kann, sieht es bei den Baumblüten allerdings bei einigen Arten übler aus. Ich schätze, dass mindestens die Hälfte der jungen Baumblüten unseres Walnussbaums in diesen Frostnächsten erfroren sind. Vermutlich wird die Nussernte deshalb in diesem Herbst sehr mäßig ausfallen. Das ist ein Rückschlag, nachdem der inzwischen schon groß gewachsene Baum zuletzt anfing, eine nennenswerte Zahl von Nüssen abzuwerfen. Aber da steckt man nicht drin. Dieses Frühjahr war eben wieder einmal eines, das für die Blüte nicht günstig verlaufen ist. Ich hoffe, bei den wärmeliebenden Gemüsesorten, die sich später entwickeln, sind die Aussichten dieses Jahr dagegen günstiger. Dabei denke ich vor allem an meine Chilipflanzen, die ich aufwändig auf der Fensterbank vorziehe, ständig beleuchte, wenn kein natürliches Licht ausreichend vorhanden ist, und auch immer noch mit einer Heizmatte anwärme, zumindest einen Teil der kleinen Pflänzchen. Bei so viel Mühe und Geduld würde ich mich freuen, diesmal erfolgreicher zu sein und im Spätsommer viele große Schoten ernten zu können.

Schöne Wildapfelblüte

Technisch noch besser gelungen als die Fotos von der diesjährigen Weißdornblüte sind die Fotografien der Wildapfelblüte. Es mag daran liegen, dass diese Blüten nicht ganz so filigran und kleinteilig aufgebaut sind und außerdem deutlichere Farbkontraste ausbilden, was Objektive bevorzugen. Die sehr kleinen Einzelblüten des Weißdorns sind dagegen eine Herausforderung, weil man es mit Nuancen von strahlendem Weiß in Kombination mit nur einer Akzentfarbe zu tun hat. Die Apfelblüte dagegen setzt einen deutlichen roten Farbakzent mit glatten Verläufen.

Wildapfelblüte I
Wildapfelblüte II

Mysteriöser Weißdorn

Bei meiner Durchsicht der neueren Baumblütenfotografien ist mir ein Motiv aus der Reihe mit Fotos der Weißdornblüte ins Auge gefallen, das etwas Geheimnisvolles birgt. Vielleicht hängt es mit dem Hintergrund zusammen, der in undurchdringlicher Weise in Kontrast mit dem farbakzentuierten Blütenweiß tritt und dieses wie unwirklich oder übernatürlich erscheinen lässt. Bei den anderen, noch stärker herangezoomten Variationen dieses Motivs ist es ähnlich. Dieses hier bietet zudem eine gewisse räumliche Tiefe, welche die mysteriöse Anmutung dieses Baumblütenbildes in meinen Augen noch verstärkt.

Weißdornblüte 2024 III

Frühlingsstimmung und Wetterwechsel

Ich hoffe, der Frühling, insbesondere der Baumblütenfrühling kehrt bald wieder zurück. Wir hatten uns zuletzt schon an dieses Licht und die wärmenden Phasen am Tag gewöhnt. Und konnten das Wachstum der Blätter und die Entwicklung der Blüten in uns aufnehmen. Eine Beobachtung, die immer auch belebende Rückwirkungen zeigt. Ein Aprilwetter wie jetzt gerade versetzt uns dann wieder einige Dämpfer. So hoffe ich, wir können bald da weitermachen, wo wir in Sachen Frühlingsstimmung vor einigen Tagen wegen des Wetterwechsels aufhören mussten.