Landschaftsorientierung als Ausgleich

Die so angenehme, weil landschaftlich reizvolle Überlandfahrt konnte ich heute nach kurzer Zeit wiederholen. Eigentlich, weil es V. zu viel war, die Fahrt selbst anzutreten. Das war zwar außerplanmäßig, aber andererseits auch eine Abwechslung und ein Ausgleich für die viele konzentriert Projektarbeit, bei der es von Zeit zu Zeit wichtig ist, den Kopf frei zu machen durch Aktivitäten, die weniger mit Denken und Gestalten zu tun haben. Was könnte da geeigneter sein als ein Gang oder in dem Fall eine Fahrt durch die heimische Landschaft, wobei man Eindrücke der frühlingshaften Baumlandschaft und die frühsommerliche Stimmung der Menschen in sich aufnehmen kann. Ein bisschen Auszeit nach außen gerichteter Orientierung als Gegenpol zu der sonst eher nach innen gerichteten professionellen Anspannung und Anstrengung.

Frühlingshafte Fahrt durch ein unbekanntes Land

Eine interessante Fahrt durch ein für mich bisher von Orten direkt hinter der Grenze bekanntes Land füllt diesen schönen, warmen und sonnigen Frühlingstag aus. Viel Autobahnfahrt, aber nicht so viel wie erwartet, denn die endete auf halber Strecke und ging dann in Landstraßen über, was mir das Land und seinen Charakter natürlich eindrücklicher vermitteln konnte. Auch der Zweck des Besuchs konnte vollständig und zufriedenstellend erfüllt werden. Bei dem kurzen Abstecher im Anschluss an den Termin zum nahegelegenen am Waldrand liegenden Kloster ging es mir um meinen Namenspatron, den heiligen Bernhard von Clairvaux. Allerdings muss ich noch herausfinden, ob das Kloster etwas mit dem Heiligen zu tun hat oder unabhängig davon existiert. Ich vermute eher letzteres, denn ein Gefühl der persönlichen Anrührung hat sich bei diesem Besuch, der eine Besichtigung von außen war, nicht wirklich eingestellt. Ein sehr ruhig gelegener Ort am Wald, aus dem die Vögel zwitscherten – da könnte man schon an Bernhard v. Clairvaux denken, da ja durch seine vielfältigen Sinnsprüche bekannt ist, die sich auf Bauernkalendern, in Gedichtbänden und spirituellen Anthologien finden. Aber wie gesagt, wie da was räumlich zusammenhängt, das werde ich im Nachhinein noch genauer beleuchten.

Sich ins Verhältnis zur Jahreszeit setzen

An einem so schönen Frühsommertag ein Baumkreis-Armband herzustellen, ist eine Freude. Da passt einfach alles zusammen: Die Energie der 22 Baumarten, die sie in ihrem Holz konserviert haben und die ich in Form der Armbänder wieder handhabbar mache, die vegetabile Umgebung inmitten des Gartens mit seiner frühlingshaften Anmutung, dem Grünen und Blühen, die Geräuschkulisse, eine Mischung aus Naturgeräuschen vom Wind und den Vögeln und von Menschen in der Nachbarschaft, die den Frühling und den Aufenthalt im Freien genauso genießen und die mit den Pflanzen dabei förmlich aufblühen. Es verleiht der Arbeit eine besondere Note, der Arbeit selbst und wie sie sich anfühlt, wahrscheinlich weniger den Ergebnissen. Bei denen bemühe ich mich um gleichbleibende Qualität und ästhetische Ausdruckskraft, den Rest steuern die Bäume selbst bei, die in Form ihres Holzes noch lange leben und in dieser Form von den Jahreszeiten unabhängig geworden sind.

Dauerhaft anwesendes Lebenssymbol

Ein richtig toller Frühsommertag hat mir die kunsthandwerkliche Arbeit am Nachmittag sehr angenehm gemacht. Am Vormittag war ich mit V. über Land gefahren, auf einer der in jüngster Zeit häufig verfolgten Strecke, die – vom Ziel einmal abgesehen – zu unseren liebsten gehört, weil sie landschaftlich sehr reizvoll und irgendwie friedvoll wirkt. Es wäre schön, wenn uns ein Mai mit solchem Klima bevorstehen würde. Wir haben alle diese Freude am Sonnenlicht, das in Verbindung mit der Wahrnehmung des Pflanzenwachstums, dem Grün und den filigranen, teils bunt ausgeschmückten Formen der Blüten und Früchte an jedem Tag dieser Jahreszeit für das Leben schlechthin steht und damit das wohl stärkste dauerhaft anwesende Lebenssymbol darstellt.

Dynamisches Pflanzenwachstum im Hochfrühling

Das ist die Zeit des Gartenjahres, in der man mit Mähen und Zurückschneiden kaum mehr nachkommt. Der Rasen, den ich vor einer Woche erst zum ersten Mal in diesem Jahr gemäht hatte, sah sich dadurch erst recht ermuntert, kräftig nachzuwachsen. Die Häufigkeit wird sich zum Spätsommer hin entsprechend vergrößern. Auch der Efeubewuchs an unserer Einfahrtmauer und über der Grotte zeigt jetzt frisches Grün, was man an der helleren Farbe der Blätter erkennt. Da die älteren Blätter aber darunter verbleiben, wenn auch zum Teil langsam vertrocknend, wird die Hecke wieder dicker. Dann ist der nächste Rückschnitte auch wieder vorprogrammiert. Nur die Gartenbäume haben jetzt alle Mühe, zunächst Blätter auszutreiben, ihr Triebwachstum zu verstärken, die Blüten auszubilden, und bei manchen ist jetzt auch schon der Beginn der Fruchtphase. Eine spannende Jahreszeit, in der der Frühling seinen Höhepunkt erreicht hat und sich langsam in Richtung des Frühsommers entwickelt.

Praktischer Beginn der Gartensaison

Heute bin ich zum ersten Mal für dieses Jahr mit meinem mobilen Atelier wieder nach draußen gezogen. Vielleicht wäre es auch schon früher möglich gewesen, den Freiluftarbeitsplatz am Rand des Gartens zu beziehen, aber in den letzten Wochen war die Nachfrage nach meinen kunsthandwerklichen Produkten ausgesetzt. Jetzt läuft es wieder an. So freue ich mich auf diese immer wieder anregende Arbeitsumgebung, mit den ersten Sommerblumen im Rücken, und den Gartenbäumen, mit dem Vogelgezwitscher und mit den menschlichen Stimmen der Nachbarn, die ebenso wieder Lust haben, sich länger draußen aufzuhalten. Nachdem wir alles in den letzten Wochen für den Aufenthalt vorbereitet haben, hat jetzt im praktischen Sinne die Gartensaison begonnen. Heute mit fast sommerlichen Temperaturen. Die Sommerblumenpflanzung konnten wir ebenfalls abschließen, nachdem wir am Vormittag noch die fehlenden Blumen besorgt hatten, die wir jetzt in die vorbereiteten Kübel eingepflanzt haben.

Motivierende Kompensation von außen

Ganz gut war es, dass wir heute mal einen leichten Temperaturrückgang, etwas milden Regen und einen bedeckteren Himmel erlebt haben. Denn die Temperaturen werden in der nächsten Woche deutlich ansteigen, auf fast sommerliches Niveau. So konnten die Pflanzen nochmal genug Flüssigkeit aufnehmen und werden, unterstützt durch das abendliche Gießen, diesen Eintritt in die Hochzeit des Frühlings besser verkraften können. Uns Menschen wünsche ich einen Motivationsschub durch den sichtbaren und nun auch spürbaren Frühling. Denn diese Zusatzmotivation ist zurzeit sehr notwendig. Hilfe von außen kann da etwas kompensieren, was die Menschen aus ihrem Inneren heraus derzeit nicht mehr überzeugend hervorholen können.

Pflanzenwachstum bei milderem Klima

In G., wo wir heute zu Besuch waren, sind die Pflanzen wie immer schon etwas weiter, vor allem wegen des noch etwas milderen Klimas dort. Etwas mehr Sonne, höhere Temperatur, das kann schon den Unterschied bei der Wuchsfreudigkeit bei den Blumen machen. Aber auch die Gartenbäume erfreuen sich dort bester Gesundheit. Sogar die Strauchkiefer, die enorm viele Blütenstände und Zapfen trägt, obwohl sie um fast 90 Grad zur Rasenfläche hin geneigt ist. Der Versuch, sie testweise aufzurichten, ist daran gescheitert, dass mir nach einer ersten Berührung schon eine Riesenwolke gelben Blütenstaubs entgegenströmte. Den Versuch habe ich dann sogleich aufgegeben. Aber ich denke, die Kiefer ist noch gesund, so dass wir vielleicht im Winter einen erneuten Aufrichtversuch unternehmen können.

Frühlingszeichen und Frühlingserwartung

Jetzt haben wir die schmuddelige Übergangszeit wohl weitgehend hinter uns und der Baumfrühling kann in seine entscheidende Phase gehen. Viele Bäume haben bereits ihre Blüten geöffnet, oft schon vor dem Blattaustrieb. Das mit dem Nacheinander oder Gleichzeitigen von Blättern und Blüten ist nicht in jedem Jahr gleich. Ich meine, bei den Walnussbäumen auch schon einmal ein gleichzeitiges Auftreten beobachtet zu haben. Dieses Jahr aber sind die Blüten früher – ich hoffe, durch die vereinzelt frostigen Nächte haben sie keinen Schaden davongetragen, das wäre schlecht für die Nussernte. Die Blätter tuen sich dagegen in diesem Frühjahr generell schwer, so wirklich grün ist die Baumlandschaft deshalb noch nicht geworden. Aber ich ahne, dass das in den nächsten Tagen umschlägt und wir echten Frühling in uns aufnehmen können. Das Licht, das jetzt am Abend durchs Fenster fällt und im Tagesverlauf einige Male schon gleißend über die Szene strich, zeugt davon und macht gleich bessere Laune.

Jahreszeit und Bewusst-Sein in Krisenzeiten

Nach der anstrengenden Reinigungsarbeit gestern sollte dieser Sonntag einmal tatsächlich Ruhetag werden. Das hatten wir alle nötig und es passt ja auch ausnahmsweise zur verbreiteten Atmosphäre. Während der Woche allerdings würde ich mir weniger Stille und Zurückhaltung wünschen. Denn das zeigte so etwas wie den Normalzustand an, von dem wir derzeit weit entfernt sind. Die Arbeit im Freien hat uns aber Lust auf den Frühling und die Gartensaison gemacht, auf das, was sich eigentlich nie ändert. Vielleicht sind es diese kleinen Dinge des Alltags, die uns in Kontakt mit den Jahreszeiten bringen, die es uns ermöglichen, die Jahreszeiten bewusst zu verfolgen und ihre je besonderen Erscheinungen in uns auszunehmen, die das Leben in Krisenzeiten gleichgewichtiger machen. Das im Spiegel der Baumentwicklungszyklen zu beobachten, ist für mich immer besonders eindrücklich. Nur hätte ich eine Krise wie die uns gerade bescherte für dieses Bewusst-Sein nicht benötigt.

Frühjahr-Garten-Reinigung

Es war nicht der super sonnige Frühlingstag wie meist bei dieser Gelegenheit, aber der Regen blieb bis zum Abend aus. Insofern waren die Bedingungen eigentlich ideal für die bei uns traditionelle Rund-ums-Haus-Reinigungsaktion, die in der Regel in den Wochen nach Ostern, selten auch einmal davor platziert ist. V. konnte diesmal kaum helfen, aber M. war für lange Strecken mit dabei. So konnte ich die Arbeit bis zum Abend abschließen, so lange dauerte das Ganze, wie zu erwarten war. Die Technik hat diesmal auch dank des rechtzeitig besorgten Ersatzteils mitgespielt. In manchen Jahren hatten wir diesbezüglich auch schon Verzögerungen, diesmal also alles reibungslos. Die Reinigung vor allem der gefliesten Flächen und des Waschbetons, aber auch von zahlreichen Pflanzgefäßen, des Springbrunnenbeckens und des Trottoirs ist nun durch, ein gutes Gefühl. Was fehlt sind die Sitzmöbel für den Garten, die ich zwar auch schon gesäubert habe, die aber noch ihre Polster benötigen, auch müssen der Tisch und die Sessel noch gründlicher abgewaschen werden. Das haben wir nicht mehr geschafft. Aber nächste Woche ab Mittwoch wird das sicher nachgeholt, dann kann die Gartensaison endlich starten, mit den nächsten Pflanzarbeiten, Umtopfen von auf der Fensterbank vorgezogenen Pflanzen und vielem mehr, was für uns schon zu liebgewonnenen Routinen geworden ist. Ich freue mich auch auf die kunsthandwerkliche Arbeit im Freien, vor der Kulisse der Gartenbäume, der blühenden Pflanzen und mit der akustischen Kulisse der Vögel, die bei uns ihr Revier beanspruchen.

Persönliche Entwicklung und was uns die Pflanzen geben können

Obwohl wir wieder einen so schönen Frühlingstag erleben durften, mit viel Licht und offensichtlich sich auf die Blüte und das Grünen konzentrierenden Pflanzen, ist die lähmende Stimmung unter den Menschen unverändert. Man könnte meinen, sie habe sich festzementiert. Als ob man verbreitet auf etwas von außen wartete, das eine Art Auflösung und Rückversetzung in die gewohnten Verhältnisse herbeiführt. Aber natürlich muss dieser Versuch einer Normalisierung im Denken, Wahrnehmen, Motivieren und Handeln von uns selbst ausgehen, als Ergebnis einer Anstrengung, die uns ziemlich allein lässt, in Ermangelung von vergleichbarer Erfahrung. Diese Lösungen müssen wir selbständig finden, eine schwierige Sache, die wiederum ratlos macht. Ich freue mich auf den Halt des Gewohnten und ziemlich Unveränderten, das uns die natürliche Umwelt, vor allem die Welt des Vegetabilen uns anbietet, an dem wir uns stützen und orientieren können, ohne dass das etwas kostet. Die Bäume und ihre Energie, ihre lebenssymbolische Kraft bleiben für mich die wichtigsten Orientierungs- und Reflexionsmarken, die es sich lohnt, immer wieder in Erinnerung zu rufen, um die eigene Entwicklung im Spiegel des Natürlichen voranzubringen – etwas, das über die reine Bewältigung ungewünschter Zustände hinausgeht.

Wenn der Spitzahorn blüht

Das war ein toller sonnenreicher und erstaunlich warmer Frühlingstag, an dem ich es mich doch hinaus in die Baumlandschaft gezogen hat. Vor allem die Blüten des Spitzahorns, die sich am Flussdamm noch länger frisch gehalten haben, hatten es mir schon vor Tage angetan. Ich denke, es sind nach längere Zeit einmal wieder wirklich gute Nahaufnahmen von Blüten dieser Art gelungen, die wahrlich nicht einfach zu fotografieren sind.

Spitzahornblüte 2022 I
Spitzahornblüte 2022 II
Spitzahornblüte 2022 III

Sonne, Frühling, Hoffnungssymbole und Ostern in Krisenzeit

Jetzt sind die Tage schon stabiler sonnenreich, wenn auch noch meist kühl. Aber das deutet doch auf eine Jahreszeit, die den Namen Frühling verdient hat. Ich freue mich, dass dieses frühlingshafte Wetter in der Karwoche erstmals stabiler in Erscheinung getreten ist. Und wenn es zum Feiertag so bleibt, ist das ein schönes äußeres Symbol, das uns gut tut in dieser Krisenzeit. Da erhält Ostern noch einmal eine ganz besondere praktische Bedeutung, die wohl niemandem verborgen bleiben wird. V. richtet sich trotz vieler Widrigkeiten unterdessen auf die kommende Honigsaison ein. Und wie es aussieht, werden die Vorräte vom Vorjahr noch gerade ausreichen, bis der neue Blütenhonig von Ahorn, Weißdorn, Apfelbaum, Robinie, Esskastanie und Brombeeren nach und nach geschleudert werden kann. Und wer weiß, vielleicht wird es ja wieder eines der seltenen Jahre mit Waldhonig.

Vorfreude auf die Garten-Arbeitssaison

Es ist so wie vorausgesagt, heute ist der Frühling erstmals wieder deutlich erkennbar gewesen. Und von den sehr kühlen Temperaturen am Morgen abgesehen, ziehen sie im Laufe des Tages spürbar an, in Verbindung mit endlich mehr Sonne und Licht. Das wird meinen Fensterbank-Pflänzchen guttun und sie voranbringen, v. a. die Chilis benötigen endlich mehr Licht, um zu nennenswerter Größe zu gelangen. Aber auch bei den Rizinussamen hat sich überraschenderweise noch nichts getan. Ich schätze, denen fehlt einfach ein kräftiger Anreiz in Form von wärmenden Sonnenstrahlen. Erst das wird sie neben der Feuchtigkeit zum Keimen bringen. Immerhin die Sonnenblumen sind schon gut angewachsen und können demnächst in größere Pflanztöpfe umgesetzt werden. Ich freue mich sehr darauf, bald wieder mehr draußen im Garten arbeiten zu können, bald auch schon wieder mit meinem kunsthandwerklichen Atelier dorthin zu ziehen, was diese Arbeit immer wieder anders gestaltet als während des Winters, in dem die Kontemplation und Konzentration stärker im Mittelpunkt stehen. Im Frühjahr und Sommer dagegen spielen die Gartenbäume und die gesamte Pflanzenwelt des Gartens mit bei dem Vorhaben, die Symbolik und Ästhetik der Bäume und Hölzer in vermittelbare Form zu bringen.

April, Frühling und Naturbewusstsein

Wie war das: Der April macht, was er will. So scheint es tatsächlich aktuell zu sein, denn gerade schneit es dicke nasse Schneeflocken. Wie ein unpassender Nachklang des Winters und nur dadurch zu ertragen, dass für die Karwoche Frühlingswetter angesagt ist. Also der letzte Ausläufer der Übergangszeit. Die Gartensäuberungsaktion werden wir aber wiederum nicht vor Ostern realisieren können. Dazu wird es in der Karwoche noch zu unstabil sein. Ich hoffe aber auf einen wirklichen Aufbruch der (Baum-)Frühlings in der Woche danach. Und darauf, dass der Neuanfang im Zyklus der Natur auch die Menschen wieder zuversichtlicher macht. Den Einfluss ökologischer Faktoren habe ich in den letzten Jahren als immer präsenter und entscheidender wahrgenommen. Es wäre gut, wenn ein Bewusstsein dieser Zusammenhänge weiterverbreitet wird, denn so lassen sich Wirkungen antizipieren und ein individueller Ausgleich beschleunigen.

Frühling und österliche Symbolkraft

Heute konnte ich mich noch nicht zu der kunsthandwerklichen Arbeit durchringen. Einfach weil die Witterung so unangenehm war und bei trübem Wetter und wenig Tageslicht die Grobarbeit mit Holz keine wirkliche Freude darstellt. Ich hoffe auf Besserung in den kommenden Tagen, dass der Frühling seine angenehme Seite endlich zeigt und damit die handwerkliche Arbeit mit Holz im Freien wieder anregend wird. Die schönst Aussicht aber ist die auf frühlingshafte Temperaturen und vermutlich auch viel Licht im Verlauf der Karwoche. Welch schöneres Symbol für den Neuanfang mit alle seinen tief gehenden Implikationen könnte es noch geben.

In Erwartung einer frühlingshaften Karwoche

Immerhin haben wir die Aussicht auf eine wirklich frühlingshafte Karwoche, ganz passend im Vorfeld des Feiertags, der für den Neuanfang steht. Eben den können wir übertragen auf unsere gesamt Lebenssituation gut brauchen. So hoffe ich auf eine erkennbare Symbol- und Signalwirkung des diesjährigen Osterfestes, gerade im Hinblick auf den Frieden, den man traditionell in den Ostermärschen zu beschwören versuchte. Einleiten werde ich diese Zeit mit einer kunsthandwerklichen Arbeit, diesmal mit der Verarbeitung von Apfelbaum und Feigenbaum. Zwei Baumarten, die für das Fruchten und den Hochsommer stehen und damit Eindrücken vorgreifen, die im Augenblick noch weit entfernt scheinen, die aber bald mit dem Blühen und bald auch Fruchten der Pflanzen vorbereitet werden.

In Vorbereitung der Garten- und Pflanzenzuchtsaison

Morgen werden wieder einige Testprodukte ankommen. Was mich besonders freut, weil es genau zur rechten Zeit eintrifft, ist die 10 kg Vorratspackung biologischen Pflanzendüngers. Der ist für den ökologischen Landbau zertifiziert und besonders zum Düngen von Gemüse gedacht. Das ist genau das Richtige für meine Chilis, die sehr nährstoffhungrig sind und außerdem noch viel Gießwasser benötigen. Aber auch für die anderen Pflanzen, vielleicht auch für die Zierblumen, wird er sicher einsetzbar sein. Nur die Gartenbäume sind in der Hinsicht sehr genügsam, auch was die Feuchtigkeitsversorgung betrifft. Die schaffen es außerhalb extrem langer Hitzeperioden meist, über das Wurzelsystem genug Flüssigkeit aus dem Untergrund zu holen. Hoffen wir auf einen schön sonnigen und lichtreichen, aber auch nicht zu heißen Sommer, der uns allen guttut.

Wichtige Vorbereitung der Gartensaison

Mit der extern in Auftrag gegebenen Reinigungsaktion sind M. und P. jetzt letztlich doch zufrieden. Das war seit Jahren ein Thema, und diese Dinge kann man eben nicht selbst durchführen. So können wir uns demnächst auf die Routinearbeiten im Garten und rund ums Haus kümmern, um die Gartensaison damit vorzubereiten. Wenn diese Spätwinterphase vorbei ist, kommt auch die Lust dafür, und mit den ersten Blättern der Bäume zieht es uns automatisch öfter nach draußen, hoffentlich bald auch in mein Freiluftatelier, in dem die kunsthandwerkliche Arbeit mit Holz eine besondere Qualität besitzt. Die aktuelle Arbeit aber werde ich vorerst noch im Kellerraum ausführen müssen. Denn aktuell ist es dafür noch zu kalt und zu nass.

Letzte Winterphase vor dem Ergrünen

Nun sind die Handwerker heute doch nicht zum Einsatz gekommen, wegen des angekündigten Schnees, der die Arbeiten zu gefährlich gestaltet hätte. Immerhin konnte ich mich so ganz auf meine Projektarbeit konzentrieren und habe darin gute Fortschritte gemacht. Kein gutes Wetter, mit diesen spätwinterlichen Verhältnissen, um das Thema Gartensaison und Frühlingsaufbruch in den Mittelpunkt zu stellen. Und selbst für die kunsthandwerkliche Arbeit war heute nicht der passende Rahmen gegeben. Nutzen wir diese Zeit für einen endgültigen Abschied vom Winter und als Ruhepause vor der aktiveren, nach außen gerichteten Lebenszeit des Jahres, die wir mit dem flächendeckenden Ergrünen der Bäume verknüpfen können.

Motivierende Frühlingssignale

Wieder so ein turbulenter Tag, der uns ein unverhofftes Vorhaben für den Samstag beschert hat. So laufen wir kaum Gefahr, beschäftigungslos zu werden, nur dass dieser Samstag einmal nicht mit Gartenarbeit ausgefüllt sein wird. Aber ein lange verfolgtes Vorhaben wird danach mit fremder Hilfe auch erledigt sein, so dass die Gartensaison mit den üblichen Vorbereitungen dann beruhigt an den Start gehen kann. Ich freue mich außerdem, dass die Auszeit bei der Wunschbaum-Manufaktur wieder beendet ist und die kunsthandwerkliche Arbeit eine Fortsetzung findet. Das ist gerade vor Beginn der Baumfrühlings doch ein schönes und motivierendes Signal.

Die produktive Zeit des Vegetationszyklus

Die Sonnenstundenbilanz dieses Monats hatte ich zuletzt nicht mehr genau im Blick. Aber ich schätze, sie wird eher durchschnittlich ausfallen und wohl besser als die des kommenden April, der gleich mit typischem Aprilwetter startet. Nicht vorteilhaft für die grassierende Erkältungswelle. Ich hoffe, der Baumfrühling wird dennoch nicht mehr lange auf sich warten lassen und diese kühlere und nasse Übergangsphase wird den Pflanzen eher guttun, bevor sie in die produktivste Zeit des Vegetationszyklus wiedereintreten. Und mit dieser produktiven Pflanzenzeit wird auch wieder mehr Leben in die Menschen einziehen und wir werden ein Stück weit die lähmenden und hemmenden Umstände dieser Krisengegenwart beiseiteschieben können.

Reduzierte Frühlingssonne hemmt Anzuchtsvorhaben

Schade, für meine Fensterbankanzucht geht das Wetter gerade in die falsche Richtung. Es wäre jetzt wichtig, dass Licht und Sonnenwärme gleichzeitig durch das Fenster dringen, damit die Samen den nötigen Anreiz erhalten zu keimen. Das hat bisher nur bei den Sonnenblumenkernen gut funktioniert, die ohnehin zu den ersten gehören. Die Chilis haben sich noch gar nicht gezeigt, was allerdings oft so ist, auch auf dem Samentütchen wird eine Keimzeit von 15-20 Tagen genannt. Danach sollte sich in den nächsten Tagen allerdings etwas bewegen. Und auch die Rizinuskerne sind nicht so keimfreudig wie im Vorjahr, obwohl ich wieder die engen Pflanzreservoirs dafür verwende. Na ja, ich will einfach geduldig sein und auf einen Erfolg der diesjährigen Vorzucht hoffen. Gerade bei den Chilis wäre mir das wichtig, da die im Vorjahr ja leider ausgefallen waren, einfach weil sie nicht mehr rechtzeitig zur Blüte kamen.

Baumfrühlingsübergang

Jetzt erhält der junge Frühling erst einmal einen Rückschlag. Das kennen wir von den Vorjahren, in denen es auch so ein zähes Ringen um die stabilen Temperaturen und die Frühlingssonne gab, in denen es auch über Wochen eine undefinierbare Zwischenzeit zwischen Spätwinter und Frühling gab. Aber gerade in dieser Zwischenphase entwickeln sich die ersten Pflanzen, die auf der Fensterbank vorgezogen werden können, schleppend und bei manchen Arten zögerlich, aber doch erkennbar. Und in der Baumlandschaft regt sich auch einiges, alle voran die Spitzahorne, die dieses Frühjahr eher etwas später dran sind. Aber die gelb-grünen Blüten sind schon dominant und gehören zu den wenigen farbigen Highlights, die wir gegenwärtig an den Bäumen beobachten. Aber auch die Schlehen mit ihren schneeweißen Blüten habe ich vereinzelt gesichtet. Viele andere Arten nehmen gerade Anlauf, haben überwiegend aber schon ihre Blattknospen, teilweise auch die Blütenknospen vorbereitet, die nur auf stabile Verhältnisse warten, um gefahrlos sich öffnen und auffalten zu können.

Reflexionsphasen sind wichtig

Nun geht auch schon der März dem Ende entgegen, gerade diese letzte Woche schien nur so verflogen zu sein. Vor lauter Geschäftigkeit blieb mir kaum noch Freiraum für grundsätzliche Reflexionen. Nicht ganz so positiv kann ich das gedrängte Arbeiten sehen. Der fehlende Abstand kann die Dinge auch festfahren lassen, ich versuche dem deshalb so gut wie möglich entgegenzuwirken. Vielleicht gibt das Wochenende ja gewisse Anstöße dafür, vielleicht auch wieder mit mehr Kontakt zum Garten und den Aufgaben, die sich für die Gartenbäume und all die anderen Pflanzen aus dem nahenden Frühjahr ergeben.

Frühlingshaftes Shooting

Das ausgedehnte Foto- und Videoshooting heute war vielseitig und umfasste neben den Porträt-, Situations- und Gruppenfotografien auch Außenaufnahmen vom Gebäude und von einer Mitarbeiterinnengruppe. Das war zwischendurch eine aufbauende Abwechslung, nach dem Arbeiten mit künstlichem Licht und Stativ. Frei aus der Hand, bei natürlichem Licht von der endlich spürbaren Frühlingssonne, die heute eigentlich erstmals richtig durchkam. Der erste Frühlingstag, kann man sagen. Und bei diesem Außenshooting fand das in wunderbarer Kulisse auf der Wiese, im Garten und mit Blick auf die ersten blühenden Gartenbäume dieses Jahres statt. Ein ebenso anstrengendes wie schönes kreatives Erlebnis.

Warten auf die ersten Zeichen des Baumfrühlings

Auf die erste echte Frühlingsexkursion freue ich mich, die aktuell noch nicht möglich ist, weil gerade der Winter seine letzten ungemütlichen Seiten nach außen kehrt. Erkennbar wird die Zeit sein an den ersten Blattknospen der Bäume, für mich am eindrucksvollsten an den Spitzahornen zu beobachten. Auch weil die gleichzeitig ihre ebenfalls grün-gelblichen Blütenstände auffalten und man aus der Distanz meinen könnte, der ganze Baum ist mit hellem Grün überzogen. Diese filigranen und untypisch gefärbten Blüten gehören dann auch zu den ersten Bienenweiden. Ich hoffe, unsere Bienen finden wieder dorthin und die Witterung spielt vor allem mit. Die Aussichten dafür sind gut, weil die Stadt sich bei der Straßenbepflanzung direkt vor dem Bienenhaus für Spitzahorne entschieden hat und die jetzt schon hoch hinausgewachsen sind, mit vielen großen und nektarreichen Blüten. Fehlt nur noch, dass die Völker selbst gesund diesen nassen Winter überstehen. Das hat in den letzten beiden Wintern ganz gut funktioniert, erst recht im Vergleich zu den Jahren davor, so dass wir recht positiv in die kommende Honigsaison blicken.

Auf frühlingshafte Entspannung zugehen

Der Frühling will noch nicht kommen. Vorher müssen wir noch durch eine Phase mit Regen und Wind, Stürmen und der ekligen Seite des Spätwinters. Aber die Zeichen stehen auf Frühling, auch atmosphärisch unter den Menschen. So ist dieser Übergang besser zu ertragen, auch weil in Bezug auf die große Krise wirkliche Entspannungszeichen am Horizont erkennbar werden. Ich freue mich über die relativ geringe Ablenkung von meiner Kommunikationsarbeit in diesen Tagen, und auf die vielen Projekte, die im Verlauf des Frühlings ihren Höhepunkt erreicht haben werden. Mit dem Grünen der Bäume, dem beginnenden Blühen vieler Pflanzen ist das Umfeld einer kreativen und ausfüllenden Arbeit ein förderliches und entspannendes.

Unerwartete Aufbruchtendenzen im Vorfrühling

Wenn ich von gewissen Regungen ausgehe, die ich in diesen Tagen vermehrt in der Kommunikation feststelle, vor allem solchen, mit denen ich zuletzt nicht mehr rechnen konnte, könnte ich die Vorboten des Frühlings vermuten. Es ist diese Ahnung von Aufbruch und Neuanfang in der Vegetation, die normalerweise die Vögel als erste wagen, auch bestimmte Pflanzen oder die Blüten bestimmter früher Baumarten wie dem Haselstrauch, die tatsächlich aktuell von Menschen auszugehen scheint. Dieses Vorausschauende, das noch nicht von einem tatsächlichen Beobachteten ausgehen kann, sondern Traditionen und traditionelle Erwartungen, z. T. auch Selbstmotivationen nach langer Krisenkommunikation bemüht, kommt in dieser Form für mich überraschend. Aber gerade diese Überraschung wirkt auch aufbauend und macht Hoffnung, dass sich eine globale Stimmungsaufhellung breit machen könnte.

Sonnenlicht, Frühlingsahnung und seelische Gesundheit

Ein Lebensbaum und der Baumkreis haben mich auch heute Nachmittag wieder beschäftigt, bei einer Arbeit, die von länger anhaltendem Sonnenschein bei ziemlicher Kälte von draußen begleitet war. Das ist bei der Arbeit während des Winters im Kelleratelier immer sehr schön – wenn ein Hauch von Sonne und Frischluft von außen hereinströmt und die Ahnung des kommenden Frühlings mit seinem vegetabilen Aufbruch aufblitzen lässt. Das sind Momente und Eindrücke, welche die lähmende, unglaublich ermüdende Krisengestimmtheit und Lethargie vergessen lassen oder zumindest zeitweilig in den Hintergrund rücken. Und es sind Momente, die gerade wegen der überlastenden Krisenstimmung geradezu lebenswichtig geworden sind. Ich wünsche jedem, dass sich solche Momente regelmäßig einstellen können, um so die seelische Gesundheit zu erhalten.