Die sonnenreicheren Stunden musste ich einfach ausnutzen, um an diesem Samstag nach dem Abschluss der kunsthandwerklichen Arbeit doch noch mit dem Zurückschneiden der Gartenbäume zu widmen. Eigentlich wollte ich mit dem Walnussbaum beginnen, bei dem einige Seitenäste noch zu viel Schatten werfen, später im Sommer, wenn sie mit den großen lappigen Walnussbaumblättern bestückt sind. Nachdem ich im Vorjahr die ganz großen Äste in diesem Bereich schon herausgenommen hatte, ist das jetzt eine erweiternde Maßnahme, die meinen Gemüsepflanzen im Spätsommer guttun wird, die ansonsten zu wenige Nachmittagssonne tanken können. Aber V. hatte ich ausziehbare Astsäge mitgenommen, so dass ich das Vorhaben erste einmal aufschieben musste. Stattdessen habe ich weitere Seitenäste, teilweise auch zu auslandende Äste im oberen Kronenbereich der Gleditschie entfernt. So wird der Baum später nicht mehr mit den Nachbarbäumen zusammenwachsen und ebenfalls in den ersten 2 Metern überm Boden keinen Schatten mehr werfen können. Das Kleinschneiden der Gleditschien-Äste ist immer eine schwierige Sache, weil sie über sehr lange spitze Dornen verfügen, an denen man sich leicht verletzt. Ich konnte dennoch alles in der Biotonne unterbringen. Anschließend bin ich dann zum Maulbeerbaum außerhalb gefahren, um den ersten Teil des Rückschnitts durchzuführen. Es ging zunächst darum, die seitlich über die Begrenzungszäume reichenden Asttriebe zu kürzen. Das ist eine aufwändige und kleinteilige Arbeit, die ich versuche, vom Boden aus mit der ausziehbaren Astschere zu realisieren. Bis zu einer gewissen Höhe ist das auch ganz gut gelungen. Nächste Woche will ich dann den oberen Kronenbereich angehen, bei dem es darauf ankommen wird, die nahezu vertikal in die Höhe schießenden Äste deutlich zu kürzen. Unabhängig davon, wie der Maulbeerertrag in diesem Jahr ausfallen wird, es ist ohnehin unmöglich, diese sehr hohen Bereiche der Krone über eine Leiter zu erreichen. Uns ist zwar bewusst und haben das bereits mehrfach erfahren, dass man es beim Maulbeerbaum mit dem Zurückschneiden nicht übertreiben darf. Deshalb haben wir im Vorjahr auf diesen Rückschnitte der oberen Krone verzichtet. Aber jetzt ist es eben doch wieder fällig, wenn wir den Baum noch einigermaßen im Griff behalten wollen. Und so früh im Jahr sollte der Baum auch keinen Schaden aus der Aktion davon tragen – hoffe ich jedenfalls. Wahrscheinlich werde ich nächste Woche die Ast-Kettensäge verwenden, mit der ich in diese Höhen allerdings nur von der Leiter aus arbeiten kann. Ist nicht ganz unkompliziert, aber die Methode hat sich schon einmal bewährt, so dass ich es für vielversprechend halte.