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Das Bunte in Fruchtreife und Blätterherbst

Trotz des Dauerregens und der Wettertrübnis reifen meine Chilischoten weiter. Es scheint fast so, als ob diese Gemüsepflanze tatsächlich auf die ungemütlichen Tage wartet, bevor sie zum Schlussspurt ihrer Fruchtreife antritt. Dabei denkt man, sie benötige viel Licht und Sonne. Davon hatte sie im vergangenen wie in diesem Jahr jede Menge, und doch warten die Chilis sehr lange, bis der Sommer schon vorüber ist und selbst der Herbst bereits seine unangenehmen Seiten zeigt, bis sie die letzte Energie in die Früchte lenken und sie bunt werden lassen, parallel zum Abbau des Chlorophylls in den Baumblättern und zum bunten Blätterherbst, der bald auch bei uns beginnen sollte. Bisher fallen die Baumblätter noch meist vollständig, aber immer noch grün, einfach ab. Worauf wir uns aber eigentlich freuen, sind die Blattfärbungen, die zwar Zeichen des Zerfalls sind, auf der Oberfläche aber eine Farbenfreude ausstrahlen, die wehmütig stimmt und den Abschied vom Sommer erleichtert.

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Hochsommer, Reifen und Herbstahnungen

Alice hat uns doch noch nicht vergessen. Der eine Abstinenztag hat uns dahingehend schon zweifeln lassen. Aber mit einigen Anreizen, die M. nicht vermeiden will, sprich einigen kleineren Leckereien, ist er dann doch noch versucht, sich immer neu an uns zu erinnern und zumindest am Morgen und evtl. am späteren Nachmittag einen Besuch abzustatten. Es bleibt abzuwarten, ob das zu einer längerfristigen Routine wird und wie sich das Verhalten des Vogels in der kälteren Jahreszeit eventuell verändert. Aber bei den Lebensbedingungen, mit einem Schlafplatz im Schlafzimmer des „Frauchens“ sozusagen, scheint das nicht ausgeschlossen. Wenn ich in diesen Tagen den Blick über den Vogel hinaus über den hochsommerlichen Garten schweifen lasse und meine Sonnenblumen, Rizinusstauden und Strohblumen, den Ginkgo, die Feigenbäume, den Walnussbaum und den Buchsbaum besuche, stellen sich die ersten wirklichen Herbsteindrücke ein. Eigentlich ist das jetzt schon Herbststimmung, auch wenn die kommende Woche wieder äußerlich Hochsommer mit ca. 30 Grad werden soll. Die Pflanzen nehmen schon die nächste Phase vorweg und setzen alles ins Reifen ihrer Früchte. Feigen haben wir, da die Bäumchen noch zu jung sind, in diesem Jahr leider keine. Aber Walnüsse gibt’s erstmals reichlich, auch schon an diesem noch nicht so alten Baum. Und die Chilis kommen dieses Jahr früher. Vorjährig konnte ich die ersten tatsächlich erst Ende September erblicken. Diesmal sind schon die ersten grünen in nicht geringerer Größe zu sehen, die sicherlich in 4-5 Wochen ihre gelbe Farbe angenommen haben und dann erntefähig sind. Auch wenn die Pflanzen weniger grün und kleiner ausgefallen sind als bei J. rechne ich deshalb schon mit einem ganz guten Ertrag, auch weil ich mehr Pflanzen herangezogen habe als im Vorjahr und weil immer noch neue Blüten nachkommen, die ebenfalls noch Früchte bringen werden.

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Gespiegelte Haltung

Ja, die tendenziell meditative Grundstimmung dieser Obsterntezeit macht sich wieder einmal in Verzögerungen und Ausdehnungen bereits laufender Projekte bemerkbar. Es ist dann, als ob die Befindlichkeit vieler Menschen gleichzeitig von den Verhältnissen in ihrem natürlichen Außen geprägt ist. Und diese Verhältnisse deuten auf einen Rückzug, zwar auf ein Vollenden in Form der Fruchtreife, aber eben auch mit Blick auf das anschließende Zurückfahren der Wachstumsgeister. Das spiegelt sich oft in der entsprechenden menschlichen Haltung. Gut fürs Reflektieren. Schlecht aber, wenn ein Projekt nur im Austausch weiterentwickelt oder abgeschlossen werden kann. So versuche ich diese Phase wie immer zu nutzen, um das eigene Spektrum um die eine oder andere Facette zu bereichern.

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