Unsere schönes Schlehdornblütenbild

Jetzt bin ich doch ganz froh, den Leinwanddruck mit meinem Favoriten-Schlehdornbütenbild auch auf das größere Format 120 x 80 cm bestellt zu haben. Er hängt seit einigen Tagen an Stelle der vorherigen 90 x 60 cm Ausführung, die wiederum ich in mein Arbeitszimmer gehängt habe. Der große Ausdruck der wunderschönen Nahaufnahme dieses Zweigs mit den gerade erst geöffneten Blütenständen des Schwarzdorns ist schon ein Hingucker. Vor allem durch den ungewöhnlich dunklen, bräunlichen Hintergrund in dieser Einstellung erscheinen die Einzelblüten ungewöhnlich kontrastreich, in allen Details bis zu den winzigen gelben Pollen. Es macht mir Freude, Besucher die Baumart anhand des Bildes bestimmen zu lassen. Bisher hat noch niemand auf Anhieb die richtige Zuordnung vorgenommen, erst nach gewissen Tipps und Hinweisen. Aber Frau J., die am Nachmittag zu Besuch war, ist doch recht schnell darauf gekommen, nachdem sie zunächst auf die Kirschblüte getippt hatte. Die hat zwar gewisse Ähnlichkeiten, aber genau betrachtet ist der Schlehdorn eben doch unverkennbar.

Baumfotografie und Sonnenlicht sind untrennbar

Es ist gut, dass ich den bisher sonnenreichsten und hellsten Tag für diese fotografischen Rei-hen genutzt habe. Denn jetzt ist es erst einmal wieder vorbei mit echtem Frühling, und auch mit dem Sonnenlicht, das für Nahaufnahmen so filigraner Baumblüten notwendig ist. Mit der Durchsicht und Optimierung dieser Reihen, vor allem von der Spitzahornblüte, werde ich noch einige Zeit investieren müssen. Und danach wird der Frühling hoffentlich wieder Fahrt aufgenommen haben. Den etwas trüberen Samstag werde ich einer neuen kunsthandwerkli-chen Arbeit widmen, und der Sonntag wird vielleicht Gelegenheit zu ein wenig Kontemplation bieten. Das ist auch wichtig, zumal die kommenden Wochen nicht weniger unruhig zu werden versprechen.

Fotografisch über die Baumthemen hinausgekommen

Die vielen Projekt- und Routinearbeiten haben den Großteil dieses Tages ausgefüllt. Aber zwischendurch habe ich auch kurze Exkursionen unternehmen können. Die ersten Erfolge beim Aussäen der Chilis stellen sich ein. Die Temperatur steigt wieder und die Anteile sonniger Abschnitte häufen sich wieder. Scheint also so, als ob der Frühling sich doch allmählich durchsetzt. Immerhin bin ich am Abend dazu gekommen, meine neuesten Chili-Objektbilder in freigestellter Form zu optimieren. Das könnte nach langer Zeit wieder eine echte Innovation in meine Microstock-Portfolios einbringen. Ich bin gespannt, ob diese Bilder akzeptiert werden und ob sie Resonanz finden. Ein weiteres Beispiel wäre das für die erfolgreiche Ausweitung meiner fotografischen Motivfelder, weit über die Baummotive und Baumdetails hinaus. So bin ich von dort über die Strukturen von Holz und Materialoberflächen und -texturen inzwischen auch wieder zu den Naturformen zurückgekehrt, widme mich dabei aber auch anderen Formen, die keinen direkten Bezug zu den Bäumen aufweisen, die aber nicht minder spannende Bearbeitungs- und symbolische Darstellungsmöglichkeiten bieten.

Wenn ein Baum sich seiner fotografischen Erfassung entzieht

Gut, dass es so viele zeitintensive Projektarbeiten gibt, die mich in diesen Tagen in Atem halten. Denn auch nur einen kurzen Spaziergang zu machen, ist bei dem durchwachsenen und jetzt auch wieder regnerischen Wetter kaum möglich. So sind wir wie im Winter wieder auf uns selbst zurückgezogen und trauern den zwei Wochen hinterher, die zuletzt mit super viel Sonne und vorfrühlingshaftem Wetter Hoffnung auf ein Ende des Schmuddel-Winters gemacht haben. Eine der nachgeholten, weil lange liegengelassenen Aufgaben, die ich – wie gestern schon beschrieben – gerade nachhole, ist die Durchsicht und Sortierung der letztjährigen Fotoreihen. Damit bin ich inzwischen tatsächlich schon fast durch. Eine der letzten Reihen, die noch fehlten, ist die vom Maulbeerbaum in der Zeit, in der er so üppig Blätter und ungeahnt viele Maulbeeren getragen hat. Dieses Motivfeld dürfte ziemlich selten sein. Leider waren die Lichtverhältnisse an diesem Tag aber so, dass es ganz schwierig war, qualitativ gute Bilder zu machen: Zu hell, kein Stativ, schwierige Licht- und Schattenverhältnisse. So bin ich bei der Durchsicht jetzt wieder zu demselben Schluss gekommen wie damals Ende Juni: Für dokumentarische Zwecke ist die Reihe super. Aber es ist tatsächlich trotz sorgefältiger Nachbereitung nicht möglich, auch nur ein Foto aus dieser Reihe herauszugreifen, das für meine Microstock-Portfolios geeignet wäre. Dazu ist die technische Qualität in keinem Fall ausreichend, teils auch die Komposition, was im Umfeld dieses so lebendigen und quasi überwältigenden Baums, so wie er sich im Sommer 2025 präsentiert hat, gar nicht so überraschend ist. Wahrscheinlich hat der Maulbeerbaum ob seiner ungewöhnlichen vitalen Stärke in diesem Sommer einer fotografischen Erfassung entzogen. Was er ausstrahlte, sollte sich nicht so einfach wie sonst in statischen Fotografien festhalten lassen. Wenn das seine Absicht war, so ist ihm das tatsächlich auch gelungen. Falls es dieses Jahr wieder Maulbeeren geben sollte, werde ich einen neuen Versuch starten.

Fotografischer Überblick und lohnende Motivserien

Endlich bin ich einmal dazu gekommen, meine Fotoarchive unter „Aktuell“ zu sichten, auszusortieren und in die richtigen Archivordner zu verschieben, die sich in den letzten 3 Jahren dort angesammelt hatten. Zum Teil handelte es sich um Fotoserien aus Spaziergängen durch die Baumlandschaft, bei denen viele Aufnahmen entstanden sind, die ich nicht mehr durchsehen konnte. Ich bin froh, dass jetzt sortiert zu haben. Einige gute Ergebnisse waren darunter, auf die ich später einmal sicher werde zurückgreifen können. Vieles habe ich aber auch gelöscht, weil es schon nach der erstmaligen Sichtung nicht wirklich wert war, archiviert zu werden. Es ist ganz gut, diese Dinge einmal in Ruhe durchzugehen, auch um zu sehen, welche Motivfelder eher schwierig sind und welche ich durchaus noch weitere Male in Angriff nehmen kann. Motive aus der Baumlandschaft und von Baumdetails, auf Feiertage und Traditionen bezogene Motive aus unserer Lebenswelt und der eigenen gelebten Traditionspflege. Aber auch Strukturbilder, Materialien, Oberflächentexturen und Hintergründe. Zurzeit habe ich wegen des tollen Lichts, das uns einige Tage lang in diesem Spätwinter vergönnt war, wieder mehr auf fotografische Erkundung zu gehen. Ich hoffe, es wird im Laufe des Frühlings noch viele Gelegenheit dazu geben.

Wieder mehr fotografisch unterwegs

Heute habe ich auch die jüngsten Fotografien aus der Baumlandschaft durchgesehen und eine enge Auswahl meinen Microstock-Portfolios hinzugefügt. Diesmal waren zwischen den Baumbildern auch einige sehr gelungene Material-Struktur-Motive, Beton-, Metall- und Kunststofftexturen, die ich in ähnlicher Form schon einmal erfasst hatte, die bei dem Licht der letzten Tage aber wiederum in einer anderen Anmutung erschienen. Auch habe ich ganz neue Motive auf meinen Lieblingswegen entdeckt. Ich bin froh, dass ich nach der Flaute in den letzten Jahren jetzt wieder verstärkt echte Fotografie in der Landschaft und der näheren dörflichen Umgebung realisieren kann. Wenn das Wetter und vor allem das Sonnenlicht dieses Jahr wieder besser und konstanter ist, bietet sich das auch an.

Wiederbelebte fotografische Ambition

Neben allem, was ich das ganze Jahr über fotografisch für meine Projektarbeiten realisiere, denke ich doch daran, die Anfänge in der Natur- und Baumfotografie künftig wieder stärker aufleben zu lassen. Ein Schritt in diese Richtung wäre die technisch aktualisierte Fassung der Makroobjektivs, denn mit Nahaufnahmen von Baumdetails nahm meine fotografische Ambition ihren Anfang. In dem Bereich könnte ich wieder mehr umsetzen. Die praktischen Erfahrungen auf anderen Motivgebieten sind dabei durchaus eine Hilfe, weil sie den Wahrnehmungs- und Gestaltungshorizont weiten kann. Ich bin gespannt, wohin mich dieses jetzt gefasst Vorhaben im neuen Jahr führen wird.

Naturformen fotografisch festhalten und kreativ verarbeiten

Nach wenig Gelegenheit im Laufe dieses Jahres hatte ich zuletzt endlich wieder die Möglichkeit, einige fotografische Kreativprojekte anzugehen. So konnte ich heute die vor einigen Tagen gemachten Baumdetailaufnahmen vom Spaziergang durchsehen, auswählen und optimieren. Und die wirklich eindrucksvollen Form-Farbkombinationen in den Schoten meiner verschiedenen selbstgezogenen Chilisorten waren heute Thema einer neuen Reihe mit Nahaufnahmen. Beides ist spannend, bei den Nahaufnahmen steht aber noch die Entwicklung, Bildbearbeitung und möglicherweise das Freistellen bevor. Ich bin gespannt, was ich daraus machen kann. Bei meiner heutigen Lektüre in späten Vortragsmitschriften Rudolf Steiners hatte ich den Eindruck, wesentliche Einsichten der Lehre jetzt erst in ihrem Ausmaß und ihrer Reichweite verstanden zu haben, oder zumindest eine wirkliche Ahnung davon zu haben. Dieses spezielle Themenfeld, das Grundlagen des anthroposophischen Denkens betrifft, nämlich die mehrgliedrige Verfassung von Mensch und Kosmos, will ich anhand der späteren Schriften, die viel klarer und vielleicht aus heutiger Sicht verständlicher wirken, noch einmal eingehender betrachten und versuchen, die Grundlagen wirklich auch in praktischer Hinsicht zu verinnerlichen.

Künstlich-natürliche Hintergründe

Das künstliche Generieren natürlich anmutender Bokeh-Hintergründe war ein Versuch, den ich heute nebenbei gewagt habe. Bis zu den Rändern reichende rein abstrakte Hintergründe in abstrakter Unschärfe sind grafische Elemente, die häufig benötigt werden, aber eigentlich fotografisch nicht zu realisieren sind. Man kann sie eben nur als Hintergrund hinter einem scharf gestellten Hauptmotiv erreichen. Es sei denn, man arbeitet mit manueller Fokussierung und bewusstem Unscharfstellen der Brennweite, wie ich das u. a. bei den Weihnachtsimpressionen tue. Aber in der Landschaft draußen und ohne künstliche Lichtquellen ist das schwierig. Deshalb also der Versuch mit generativer KI. Allerdings hat sich dieser Ansatz als schwierig herausgestellt. Je nach gewähltem Modell erscheint das Bokeh ziemlich rauschbehaftet, obwohl meine Prompts das explizit ausschließen. Bei anderen, die in dieser Hinsicht gut gelungen sind, mangelt es an der natürlichen Anmutung. Mit dem Motivfeld werde ich noch weiter experimentieren müssen. Das ist eine der größeren Herausforderungen. So bleibe ich gespannt, ob sich gute Lösungen finden lassen.

Die infizierende Arbeit mit visuellen Bildformen

Die Arbeit mit eigenen Fotografien oder auch jetzt mit den zuweilen KI generierten Bildern hat immer etwas Infizierendes. Wenn ich einmal wieder den Faden aufgenommen habe, lässt es mich so schnell nicht los. So habe ich die Weiterverarbeitung und Optimierung verschiedener in den letzten Wochen und Monaten realisierter Motive heute wieder aufgenommen. Und anderem habe ich mir die Reihe mit KI generierten Blätter-Makros erneut vorgenommen. Ein in dieser Technik für mich neues Motivfeld, das aber durchaus interessante Perspektiven zu bieten scheint. Ich denke, das neben der Hainbuche auch auf Blätter und Zweige anderer Baumarten, vielleicht auch zu verschiedenen Jahreszeiten, anzuwenden. Und dann waren ja auch noch die letzten Weihnachtsfotografien noch nicht abschließend in die Form gebracht, die ich für die Einreichung bei Microstock-Agenturen benötige. Aber diese Auswahl ist jetzt auch getroffen. So werde ich dieses Thema in den nächsten Tagen endgültig abschließen können. Gleichzeitig freue ich mich schon auf die neue Saison und neue Gelegenheiten im Bereich der Weihnachtsbilder, dann wohl wieder zu Beginn der Adventszeit, oder vielleicht auch schon während des Hochsommers – jedenfalls wenn sich die Kuriosität vom Sommer letzten Jahres wiederholen sollte.

Fotografische Vielfalt und motivische Spektrumserweiterung

Die Detailarbeit an einer größeren Serie an Porträtfotografien hat mich zurzeit richtig gepackt. Selten habe ich so ausgefeilte und raffinierte Ergebnisse erzielt. Natürlich sind das Arbeiten im eigenen Interesse, die ich so nicht weiterberechnen kann und möchte. Aber die Erfahrung mit diesen Bearbeitungen ist für mich sehr wertvoll, weil es das Möglichkeitsspektrum für künftige Projekte doch enorm erweitert. Insofern bin ich sehr froh, dieses neue fotografische Motivfeld und diese Aufgabe gefunden und für mich entdeckt zu haben. Vor einigen Jahren hätte ich noch nicht gedacht, dass mich über die Natur- und Baumfotografie hinaus, vielleicht auch noch über die Weihnachtsfotografie hinaus, andere, eigentlich ganz abweichende fotografische Motiv so faszinieren könnten. Es sind am Ende einfach verschiedene Ansätze, ganz unterschiedlich Herangehensweisen, Techniken, Bildideen und auch Bearbeitungsroutinen, die bei dem einen oder anderen fotografischen Aufgabenfeld auf mich warten. Sehr spannend, das mit abwechselnden Schwerpunkten immer wieder durchspielen und weiterentwickeln zu können.

KI generierte Bilder vs individuelle Fotografie

Immerhin sehe ich mich derzeit mit zahlreichen und umfangreichen Kreativaufgaben konfrontiert. Viel Fotografie ist dabei und viel Gestalten und Illustrieren mit fotografischen Mitteln. Ich denke, auf dem Gebiet habe ich in den letzten Jahren einen großen Schritt vorwärts gemacht. Gerade die Möglichkeiten, Fotografie für illustrative Zwecke einzusetzen, wird wohl noch zu dürftig genutzt. Ich beobachte eine Reduktion auf Standardkonzepte, aber wenig Lösungen, die mit konkreten Räumen und Personen deren individuelle Bestimmung und Aufgaben wiedergeben. Anstrengend und planungsintensiv ist das zwar. Man kann aber sehr eindrucksvolle und vor allem unverwechselbare Ergebnisse erzielen, die Wirkung zeigen. Interessant ist für mich, dass ich nach langen Jahren der Fokussierung auf Baum- und Naturfotografie irgendwann zusätzlich auf Menschen und Aktionen als fotografisches Motivfeld gekommen bin. Dabei hätte ich zuvor nicht gedacht, dass mich das so herausfordern würde. Aber gerade die Porträtfotografie hat es mir inzwischen richtig angetan. Und auch das Festhalten von Arbeitssituationen, d. h. Menschen bei der Arbeit und in Aktion, ist heute für mich außerordentlich spannend. Und gleichzeitig sind diese Felder der Beweis dafür, dass die Fotografie nie ihre Bedeutung verlieren wird. Denn es sind Motive und Situationen, die eben nicht durch Rückgriff auf schon Vorhandenes generiert werden können. Das genau sind die Aufgaben, bei denen Bildgenerierung mittels generativer KI an ihre Grenzen stößt. An unüberwindliche Grenzen, was KI Bilder letztlich immer als eine eng beschränkte Ergänzung zur individuellen fotografischen Arbeit werden lässt.

Zwischen Menschen und äußerer Natur – fotografische Herausforderungen

Wieder ein spannender Tag, der ganz im Zeichen der Fotografie stand. Zunächst die Durchsicht und Bearbeitung der Arbeits- und Raumsituationen aus dem Shooting von vor zwei Tagen. Und dann ein neues Shooting mit Ganzkörper- bis Porträtaufnahmen, die z. T. auch Bewegungssituationen beinhalteten. Ausnahmsweise wieder vor meiner sehr breiten Papierleinwand, um eine möglichst gute Grundlage fürs Freistellen zu haben. So sind die fotografischen Aufgaben mit menschlichen Motiven und Arbeitssituationen zurzeit ein Schwerpunkt, und die Naturfotografie ist eher in den Hintergrund getreten. Aber ich denke natürlich daran, diesen für mich so wichtige Faden wieder aufzugreifen und das Portfolio in dem Bereich zu erweitern. Vielleicht bietet der diesjährige Blätterherbst ja die nächste Gelegenheit und auch gute Licht- und Motivsituationen, um dieses Vorhaben auch erfolgreich zu gestalten.

Den selten gewordenen Blätterherbst festhalten

Das Wetter ist jetzt wirklich Indian Summer like. Zuletzt hätten wir darauf schon gar nicht mehr gehofft. Aber das tut jetzt auch gut, zumal bei der Witterung auch gute Aussicht auf einen farbenfrohen Blätterherbst besteht. Denn diese Abfolge von kühlen Nächten und ziemlich sonnenreichen Tagen befördert die typische Herbstfärbung der Baumkronen. Ich hoffe, in diesem Jahr endlich wieder Gelegenheit zu haben, den Herbst aus der Perspektive der Blattfärbung bei den Bäumen auch fotografisch festhalten zu können. Diese früher so häufig verfolgten Motive habe ich in den letzten Jahren sehr vernachlässigt. Vielleicht weil ich mich in die traurige Beobachtung eines Verschwindens der Jahreszeiten vertieft hatte. Aber wenn es einmal erfreuliche Abweichungen oder eine zeitweilige Rückkehr zum Gewohnten gibt, kann ich das ja erst recht auch versuchen festzuhalten.

Fotografische Intuition

Seltsam, dass sich manchmal gleichartige Aufgaben häufen, auch wenn sie länger nicht angesagt waren. So ist das für mich aktuell mit dem Fotografieren. Außerhalb privater Projekte waren fotografische Projekte in den letzten Monaten kaum vorgekommen. Jetzt sind es gleich mehrere innerhalb einer Woche. Es ist aber auch spannend, nach längerer Pause an liebe gewordene Aktivitäten und die damit erworbene Erfahrung anzuknüpfen und daraus wieder etwas Neues zu machen. Insbesondere die Illustration von professionellem Arbeiten in der dafür vorgesehenen räumlichen Umgebung, ist herausfordernd, da neben dem Porträtthema eben auch Bewegung, Situationslogik und räumliche Stimmigkeit als Aufgaben hinzukommen, die nicht nur mit schon Bekanntem und daran anknüpfenden Rezepten aufzulösen sind. Vieles muss eben erstmals und in der jeweiligen Situation entschieden werden. Da spielt Intuition eine wichtige Rolle. Glücklicherweise verlässt die mich selten, und so konnte ich auch heute ganz gute und sicher nutzbare Ergebnisse erzielen. Natürlich kommt mir nach solchen Shootings für mich immer auch der Ausbau meines Natur- und Baumfotografie-Portfolios in den Sinn, das zuletzt wenig Zuwachs verzeichnen konnte. Ein Grund ist das merkwürdige Wetter, das im Sommer wenig Anreiz für ausgedehnte Fotoexkursionen gab. Und natürlich meine intensive Beschäftigung mit generativer KI und darauf aufbauenden Bilderzeugungsmöglichkeiten, die eben in Teilen das Fotografieren transzendieren. Aber die Zeit für die Bäume und die Symbolthemen rund um Weihnachten und seine vegetabilen Traditionen wird natürlich auch wieder kommen.

Anti-Krisen-Kreativität

Der Flow innerhalb der Routinearbeit ist nach einem ruhigen Wochenende gleich am Montagmorgen wieder da. Und schon ist der ganze Tag wieder mit gedrängter Geschäftigkeit und unzähligen Aufgaben und Herausforderungen angefüllt. Eigentlich gut, denn das täuscht ein wenig über die tiefgründige Lethargie hinweg, die tatsächlich vielerorts und unter den Menschen generell festzustellen ist. Da kommt Geschäftigkeit sogar recht, weil sie eine Lücke ein Stück weit schließt, die durch diesen dauerhaften Krisenmodus entstanden ist, der uns seit Jahren beeinflusst und leider sehr stark abbremst. Es ist nicht ganz einfach, dem etwas entgegenzusetzen, was dem zuvor Normalen und Erwarteten nahekommt. Ich versuche es dennoch, einfach weil die Motivationswende, die Anknüpfung an frühere, schon einmal weiter fortgeschrittene Entwicklungsstände, irgendwann wieder kommen muss. Und ich meine, man muss sich dieses Wiederkehren wirklich erarbeiten. Die kreativen Aufgaben und Hervorbringungen sind wohl das beste Mittel gegen den Krisenstrom. Die versuche ich nach wie vor in Bereich des Kunsthandwerks, in der Fotografie und Bildgestaltung und auch im sprachlichen Bereich, sogar in den eher auf Marketing bezogenen beruflichen Aufgaben umzusetzen. Denn daran fehlt es uns, an kreativen Inhalten, die etwas neu erfinden, was uns abhandengekommen ist, durch äußere, ungewollte Umstände, aber teilweise wohl auch durch eigene Versäumnisse, Nachlässigkeiten, u. U. auch Naivität, was die Entwicklungspotenziale unserer Gesellschaft und Wirtschaft betrifft.

Christliche Tradition, vegetabile Form und Baumfotografie

Morgen oder spätestens übermorgen werden wir uns auf den Weg zu unseren Favoritenplätzen machen, um Sommerkräuter für die traditionellen Kräutersträuße zu Mariä Himmelfahrt zu sammeln. Schon im Vorjahr war an diesen Tagen des Sammelns so heiß wie gerade wieder. Das gehört fast schon zu dieser Tradition, das sommerlich heißte Wetter, die schwüle Luft und die gewisse Anstrengung, die das Zusammentragen von ausreichend Kräutern immer mit sich bringt. Aber wir mögen es trotzdem sehr. Auch wenn wir ohne diesen Anlass sicher nicht auf die Idee kämen, bei der recht erschöpfenden Hitze in der Landschaft unterwegs zu sein. Deshalb und auch wegen der gerade eher unspektakulären Anmutung der Baumlandschaft bin ich derzeit auch nicht in Sachen Baumfotografie unterwegs, widme mich eher den Symbolbäumen, die sich ohnehin besser auf generativ künstlichem Wege oder aber in der Weihnachtssaison selbst auf dem Weg echter Fotografie illustrieren lassen. Aber natürlich kommt in Kürze auch wieder eine jahreszeitliche Übergangsphase, nämlich am Übergang von Spätsommer zu Frühherbst, in der es wieder auch ästhetisch wieder eindrucksvoll wird rund die Bäume. Für dann spätestens ist die nächste Fotoreihe mit Nahaufnahmen geplant.

Natürliche und symbolische Bäume mitten im Hochsommer

Vielleicht ist es ein bisschen skurril, aber für mich dennoch nicht ungewöhnlich, dass mich gegenwärtig, auf dem Höhepunkt des Hochsommers, der Inbegriff von Symbolbäumen, nämlich die Weihnachtsbäume, mindestens genauso viel beschäftigen wie die lebenden Bäume da draußen. Das hat natürlich v. a. mit meinen Entwicklungsreihen und kreativen Versuche mit der Bildgenerierung auf Grundlage generativer KI zu tun. Da Weihnachten zu meinen umfangreichsten und auch erfolgreichsten Motivfelder innerhalb meiner Microstock-Portfolios gehört, habe ich einen ersten Schwerpunkt auf die Ausweitung eben dieses Motivfelds gelegt. Naturgemäß sind da sehr viele Weihnachtsbaum-Dekorationsobjekte mit abgebildet, oder der Weihnachtsbaum und seine dekorativen Pendants Adventskranz und Weihnachtsgesteck sind zumindest als Bokeh-Lichtquelle im Hintergrund für die warme Weihnachtsstimmung verantwortlich, die im besten Fall von allen Motiven ausstrahlt. Auch Glas-Weihnachtsaumskulpturen gehören zu den Hauptmotiven. Dabei konnte ich einige Exemplare virtuell generieren, die mir live bisher noch nicht vorgekommen sind und die auch in unseren umfangreichen Weihnachtsdekorationskisten so nicht vertreten sind. Insofern sind die Bilder aus generativer KI tatsächlich eine kreative Bereicherung, allein schon wegen der Möglichkeit, Dinge zu erschaffen, die man v. a. in dieser Kombinationsvielfalt ohne Riesenaufwand niemals zusammentragen und erste recht nicht fotografieren könnte.

Das Beste aus unterschiedlichen fotografischen Welten

Doch ein reiner Rekreationssonntag. Aber nach der recht dicht getakteten Woche war das auch wichtig und notwendig, bevor der Hochsommermonat in die nächste Runde geht. Den geplanten Ausflug haben wir wegen des Rekreationsbedürfnisses dann auch ausgelassen, die nächste Gelegenheit gibt’s Anfang September. Und ansonsten bin ich schon recht froh, wenn ich während der Woche, in freien Zeitphasen, meine fotografischen Spaziergänge durch die nahe Baumlandschaft wieder aufnehmen kann, die in diesem Sommer bisher zu kurz gekommen sind. Das konventionelle Fotografieren will ich auf keinen Fall vernachlässigen, sehe ich doch, wie groß die Qualitätsunterschiede in vielen Motivbereichen zu dem ist, was über generative KI möglich ist. Natürlich, wenn tatsächlich einmal die Pixelgrößen moderner Vollformatkameras über die KI zu realisieren sind und die Ergebnisse denen einer echten fotografischen Optik tatsächlich nahekommen sollten, dann bedeutete das eine echte Konkurrenz, wenn auch noch nicht eine Ablösung des Fotografierens mit Kamera und Objektiven. Aber davon sind wir noch weit entfernt. Für mich Grund genug, das Beste aus beiden Welten weiterzuverfolgen und kreativ in den jeweiligen Stärken zu nutzen.

Erweiterte Bildwelten dank KI

Die Elfenfrauen, Art Nouveau Schönheiten und Glamour-Gestalten aus künstlich intelligenter Bilderstellung beschäftigen mich in diesen Tagen immer intensiver. Es scheint, dass ich darin ein neues sehr spannendes kreatives Aufgabenfeld entdeckt habe, in dessen vielfältige Möglichkeiten sich einzuarbeiten eine Herausforderung der nächsten Monate sein wird. Faszinierend sind die Entwicklungen in dem Bereich auf jeden Fall. Und augenfälliger und damit verblüffender als reine Textgeneratoren natürlich sowieso. Ich bin im Speziellen sehr neugierig, wie sich die Technik für die Erweiterung meiner Baum-, Holz-, Natur- und Landschaftsfotoreihen nutzen lässt und wie sich damit diese Motivfelder diversifizieren lassen. Eigentlich stehen ich bei diesen Dingen noch ziemlich am Anfang.

Die Entwicklung motivischen Denkens und Arbeitens im Zeitvergleich

Zur Erweiterung des Portfolios bei der Microstock-Agentur, in der ich zuletzt ein eigenes Portfolio eingerichtet hatte, habe ich nun noch die letzten, in ihrer Entstehung teils Jahre zurückliegende Motive hinzugefügt. Die sind motivisch interessant, qualitativ aber noch die technischen Grenzen meiner alten Kameratechnik gebunden. Ich denke, dass die Motivqualität in der Einschätzung der Agenturen aber überwiegt und diese älteren Fotos auch eine Chance erhalten werden. Darunter natürlich auch zahlreiche Baumfotografien, Natur-Strukturen, aber auch schon die ersten Versuche mit Nicht-Holz-Hintergrund- und Materialstrukturen und -texturen. Es ist spannend die Entwicklung der Motivschwerpunkte und ihrer technischen Umsetzung im Zeitverlauf zu beobachten und zu vergleichen. In ihrer illustrativen Wirkung stehen die älteren Motive den ganz neuen in Nichts nach. Vielleicht kommen sie dem, was sich Designer als Grundlage ihrer Gestaltungen wünschen, sogar noch näher, weil sie noch plakativer und reduzierter gedacht waren. Ausgefeilte Kamera- und Objektivtechnik legt irgendwie auch raffiniertere Arrangements nahe, die dann aber oft nicht mehr so auf das Wesentliche reduziert wirken.

Motivverschiebungen vom Ursprung der Baum-Themen

Beim erneuten Durchsehen fast aller meiner Microstock-Portfolio-Fotografien der letzten Jahre ist mir wieder aufgefallen, wie sich die Schwerpunktmotive verschoben haben. Tatsächlich waren es anfänglich vor allem Nahaufnahmen von Bäumen, Baum-Details von Blättern, Blüten, Früchten, Rinde oder Wurzeln, die im Mittelpunkt standen. Aber auch einige frühe Holz-Struktur-Bilder, die bis heute zu den Bestsellern meines Portfolios gehören und die mir Vorbild für ganze Reihen weitere Strukturbilder waren, die in den Folgejahren immer wieder entstanden sind. Auch Weihnachten war damals schon ein Thema. Aber gerade die Weihnachtsmotive sind zahlreicher und auch raffinierter geworden. Auch Nachaufnahmen und Details von anderen Oberflächen und Materialien als Holz, v. a. die Recycling-Kunststoffbilder, aber auch Metall, Beton oder Steinoberflächen. Die Bäume sind bei den Microstockbemühungen doch sehr in den Hintergrund geraten. Immerhin aber gelingen mir noch vereinzelt gute Aufnahmen von Problemmotiven, wie z. B. den komplizierten und filigranen Blüten des Spitzahorns, oder von den Blüten des Weißdorns oder der Pfaffenhütchen. Das ist dann dem Moment, aber auch der mir heute zur Verfügung stehenden Technik zu verdanken, die bestimmte Einstellungen und Qualitäten möglich macht, die für mich früher nicht machbar gewesen wären. Dieser Rückblick auf das ganze Portfolio hat mir jedenfalls die Sinnhaftigkeit der Initiative wieder vor Augen geführt und mich darin bestärkt, die Reihen weiterzuentwickeln.

Unverhofftes Pfingstwetter mit gewaltigen vegetabilen Raumimpressionen

Nun hat uns, ganz unverhofft, der zweite Pfingstfeiertag doch noch echtes Pfingstwetter beschert. Damit war gestern noch gar nicht zu rechnen. Aber sowohl die Temperatur als auch vor allem das Sonnenlicht war heute einem Pfingsttag wahrlich würdig. Selbst jetzt am Abend ist die tiefstehende Sonne noch wärmend und strahlt ein sehr warmes Licht aus, das den Frühling verkörpert. In der Baumlandschaft war beim heutigen Spaziergang am Flussufer, das zuletzt von dieser Überschwemmungskatastrophe heimgesucht war und an dem sich die Auswirkungen des Hochwassers vielerorts jetzt deutlich zeigen, vor allem die Blüte des Hartriegels augenfällig. Die war bei den vielen Hartriegelsträuchern, die am Rand des Damms gepflanzt sind gerade auf ihrem Höhepunkt angekommen und setzte überall weiß strahlende Farbtupfer auf das vom Regen üppig gewordene Grün. Am faszinierendsten fand ich aber, wie zuletzt meist um diese Jahreszeit, die filigranen und unendlich formenreichen und irgendwie unergründbaren Strukturen und Farben der Frühlingswiese mit ihren vielen kleinen Blüten, Stängeln, Transparenzen und Farbnuancen. Einige Impressionen dieser Wiesensituationen habe ich in Fotos festgehalten. Einige davon wirken wie abstrahierende Malereien. Ich stelle mir vor, sie in Öl oder Acryl quasi malerisch zu interpretieren. Das könnte gewaltige vegetabile Raumwirkungen ins Leben rufen.

Frühlingswiesenimpression 2024 I
Frühlingswiesenimpression 2024 II
Frühlingswiesenimpression 2024 III
Frühlingswiesenimpression 2024 IV

Fotografische Fortschritte

Mit meinen Auftragsfotografien habe ich in jüngster Zeit wirkliche Fortschritte gemacht. Es ist eine Bestätigung jahrelanger Projekterfahrung und technischer Innovationen, wenn neue Fotoreihen und ihre Weiterverarbeitung hochwertige Ergebnisse ergeben. Vielleicht die besten, die ich bisher realisieren konnte. Auf dem Gebiet scheint es keine Grenzen zu geben, da gibt es immer wieder Luft nach oben, besonders auf dem Gebiet der Porträtfotografie. Das macht Lust auf kommende Aufgaben in diesem Bereich und entschädigt ein Stück weit für eher frustrierende Erfahrungen auf demselben Gebiet, die ich ebenso kenne. Ich hoffe, auch bei den Baumfotografien, der Landschaftsfotografie und insbesondere auch bei den Oberflächenstrukturen von Holz und anderen Materialien die neuen Kenntnisse ebenso für optimale Ergebnisse nutzen zu können. Ausreichend Zeit, um sich ganz auf die jeweilige Aufnahmesituation einzulassen, ist allerdings eine weitere Voraussetzung. Wäre schon, wenn ich diese Zeit über den Sommer wieder öfter freimachen kann.

In die kreative Arbeitswoche hineinfinden

Wieder einige Verpflichtungen zum Beginn der Woche, die mich erst einmal abgehalten haben, in die Projektarbeit einzusteigen. Aber ab dem Nachmittag konnte ich die Kontinuität meiner Arbeit wieder herstellen und konzentriert die fotografischen Bearbeitungen weiterführen, die zurzeit einen Schwerpunkt bilden. Ich freue mich, dass parallel auch meine Microstock-Portfolios wieder mehr Beachtung finden und Resonanz erzeugen, interessanterweise auch mit Motiven, die bisher kaum eine Rolle gespielt haben und deren Einstellen zum Teil schon Jahre zurückliegt. Das sind undurchschaubare Schwankungen und unverhoffte Entwicklungen, die vermutlich ihren Ursprung in technischen Veränderungen der Anbieter haben, die man als Fotograf ohnehin nicht beeinflussen kann. Aber so erhalten eben auch ältere gute Motive eine Chance, die sie verdient haben, auch aus der Reihe der Baumfotografien und aus meiner umfangreichen Reihe von Holzstruktur- und Holztextur-Nachaufnahmen. Das macht auch Lust, in diesem Sommer eine Erweiterung des thematischen Portfolios in diesem Motivfeld anzusteuern.

Wunderbare Weißdornblüte

Es war heute ein gutes Licht zum Fotografieren. Vielleicht deshalb, aber auch wegen der Tageszeit des späteren Nachmittags, konnte ich mich an schwierige Baumblütenfotografien heranwagen, die erfahrungsgemäß nur selten gelingen. Bei den Bedingungen aber sind einige ganz gute Makrofotografien entstanden, trotz des Windes, der die Zweige ständig in Bewegung brachte. Besonders erfreut bin ich über eine Reihe von Nahaufnahmen der Weißdornblüte. Die ist schon seit vielen Jahren auf meinem Aufnahmeplan, doch misslingen die meisten Versuche, wegen der sehr filigranen Oberfläche dieser Blüten, aber auch, weil sie in wirklich frischer Form, mit den rosafarbenen Pollen, nur ganz kurze Zeit überhaupt zu sehen sind. Da müssen viele Faktoren ineinandergreifen, das richtige Licht, der richtige Aufnahmewinkel und eben das richtige Blütenstadium, um den einmaligen Charakter dieser Blüte eindrucksvoll zu erfassen.

Weißdornblüte 2024 II

Baumfotografische Themen im Spätsommer und Herbst

Spätsommer und Herbst bieten ihre ganz speziellen fotografischen Naturmotive. Ich denke daran, eine Reihe von Nahaufnahmen von Baum-Früchten und späten -blüten in dieser Zeit zu realisieren. Bevorzugt zu Motiven, die in meinem Portfolio noch unterrepräsentiert sind. Eines davon ist die Blüte des Efeus, die parallel zu den noch grünen Fruchtständen an einem unserer Efeuhecken auf ihrem Höhepunkt angekommen ist, zudem auch in größeren Flächen vorhanden, so dass sich gute fotografische Ausschnitte mit genau diesem Thema daraus herstellen lassen sollten. Aber wie immer bei solchen Vorhaben ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt, v. a. das richtige Licht abzupassen und die nötige Ruhe mit voller Konzentration auf die spezielle fotografische Aufgabe mitzubringen. Auf solche stimmigen Momente, beim Efeu wie bei einer Reihe weiterer Baummotive, hoffe ich für die kommenden Wochen.

Bildthema Recycling und Nachhaltigkeit

Ruhiger als erwartet verlief dieser Arbeitstag, was mir Gelegenheit gab, meine Projekte in Ruhe weiterzuentwickeln und gerade auch die unangenehmeren Dinge abzuwickeln. Zu den Angenehmeren gehörte am Nachmittag die Durchsicht, Auswahl, Entwicklung und Optimierung meiner jüngsten Reihe von Recycling-Plastik-Nahaufnahmen. Beim zweiten Anlauf mit Stativ vor Ort ist ja eine sehr gute Reihe von Aufnahmen mit unterschiedlichen Ausschnitten und Distanzen entstanden, aus der sich etwas machen lässt. Letztlich konnte ich 12 Varianten des Motivs für meine Microstock-Portfolios generieren, die ich auch schon in die Portfolios hochgeladen habe. Nun ist es an den Bildredakteuren, den Vorschlägen zuzustimmen. Erfahrungsgemäß gibt es bei einigen dazu gewisse Einwände, aber bei der Mehrzahl hat sich herumgesprochen bzw. ist es an meinen Downloadzahlen sehr gut ablesbar, dass diese Motive extrem gut nachgefragt werden – v. a. weil sie selten und dieser speziellen Form sogar einmalig sind. Ich bin froh, einen der letzten noch relativ unversehrten Abfallbehälter mit diesen Recyclingplatten noch entdeckt zu haben – und später ja noch einen weiteren, den ich in Kürze unter den Bäumen am Parkplatz in Augenschein nehmen werde. Vielleicht lassen sich dann noch weitere Variationen des Texturen-Themas gewinnen.

Fotografische Experimente

Meine fotografischen Experimente und Tests heute haben sich einmal ganz außerhalb des Baummotivfelds bewegt. Vielmehr hatte ich es auf mein derzeit erfolgreichstes Oberflächen-Struktur-Motiv abgesehen: Nahaufnahmen der Recycling-Plastik Platten, aus denen verschieden Abfallbehälter am Flussdamm gefertigt wurden. Ich habe jetzt den letzten noch fotografierfähigen ausfindig gemacht und zum ersten Mal mit Stativ eine umfangreiche Reihe verschiedener Distanzen und Ausschnitte realisiert. Anders als erwartet, konnte ich mit der Bracketing-Technik leider nichts erreichen, und auch Versuche mit versetztem Fokussieren bei ansonsten gleicher Einstellung haben in der Nachbearbeitung keine wirklich herausragenden Ergebnisse geliefert. Die Technik werde ich deshalb nur bei Motiven einsetzen können, die schon von der Aufnahmesituation her eine echte räumliche Tiefe mitbringen, was hier ja nicht wirklich der Fall ist. Also wäre das doch etwas, was sich in der Landschaftsfotografie oder auch bei Naturaufnahmen in mittlerer Distanz gewinnbringend nutzen ließe. Das heißt, es sind zu späterem Zeitpunkt noch weitere Versuchsreihen notwendig.

Verregneter August

Ganz schön verregnet, dieser August. Das wird meine Sonnenstundenbilanz wieder stark zurückwerfen. Aber immerhin kam während meiner kunsthandwerklichen Arbeit in den letzten Tagen zeitweise die Sonne doch durch und hat ihr frühherbstliches warmes Licht verströmt. Das versöhnt dann etwas mit dem eher ins Wasser gefallenen Sommerausklang. Wir hatten heute auch endlich Gelegenheit, eine lange aufgeschobenen Formalität zu erledigen, die so gar nichts mit den Jahreszeiten und der Baumsymbolik zu tun hatte, eher das Leben und seine Steuerbarkeit selbst betraf. Gut, dass wir das einmal mit kompetenter Unterstützung abschließen konnten. Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Holzarbeitsprojekt und die Gelegenheit, meine Recherchen bezüglich fotografischer Technik und ihrer kreativen Möglichkeiten weiter zu vertiefen.

Fotografische Planverfolgung

Nun konnte ich an dem etwas durchwachsenen, aber regenfreien Nachmittag doch einmal das Vorhaben umsetzen, die letzten am Flussdamm noch verbliebenen Recycling-Plastik-Platte abzulichten. Von diesen Platten, aus denen Abfalleimer hergestellt wurden, stammt ja tatsächlich meine erfolgreichste Reihe von Microstock-Fotografien im Bereich „Hintergründe und Texturen“, gemessen an den Downloadzahlen noch erfolgreicher als meine Weihnachtsfotos oder die Serie mit Nahaufnahmen von Baumdetails oder Holzstrukturen. Ich habe diese industriell in einem heute nicht mehr praktizierten Verfahren erzeugten Strukturen schon unzählige Male in verschiedenen Konstellationen und bei verschiedenen Lichtverhältnissen fotografiert, auch mit verschiedenen Brennbreiten und Objektiven, bei unterschiedlichen Platten. Aber diese sind eben die letzten, die noch nicht mit Graffiti vollständig unkenntlich gemacht worden sind. Und tatsächlich sind es diejenigen, bei den sich die Farben der Recyclingplastikpartikel noch am intensivsten erhalten haben. Aber technisch bin ich mit den Ergebnissen noch nicht ganz zufrieden. Deshalb werde ich wohl in Kürze einen zweiten Versuch unternehmen und dann erstmals die mir bisher noch nicht bekannte Technik des Fokus-Bracketing anwenden.