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Fotografietechnische Fortschritte

Die fotografische Technik beschäftigt mich nach wie vor intensiv. Und da gibt’s tatsächlich noch sehr vieles zu entdecken und im konkreten Einsatz zur Routine werden zu lassen. Mit dem Spektrum in der Einsatzmöglichkeit des neuen Objektivs habe ich nicht ganz richtig gelegen. Es ist zwar auch für Nahaufnahmen geeignet, allerdings weniger für tatsächliche Makroaufnahmen. Dafür fehlt dann die flächig gleichmäßige Fokussierung. Es ist eher für „normal“ vielgestaltige Szene gedacht, in denen der Fokus immer ein Zentrum findet und von einem Unschärfebereich umgeben ist. Leider ist das nichts für Materialoberflächen wie die Baumstammquerschnitte, die ich beim letzten Spaziergang versucht habe zu erfassen. Der Fokus ist zielsicher und auch bei verhältnismäßig langer Belichtungszeit unverwackelt, ein großer Fortschritt. Aber einfach so zur Makrofunktion wechseln lässt sich leider nicht. Mehrere Objektive mitzuführen, wird sich deshalb letztlich nicht vermeiden lassen.

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Der Technik Geschwindigkeit entziehen

Die fotografische Technik bleibt in diesen Fastnachtstagen ein Thema, das mich außerordentlich fesselt, gerade weil sich derzeit auf dem Gebiet so viel bewegt und man mit neuer Technik eben auch veränderte, möglicherweise erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten hat. Es ist nur schwierig, sich umfassend kundig zu machen, um wirklich aussagekräftige Vergleiche anstellen zu können. Es ist auf dem Gebiet allerdings wie bei der Computertechnik und der mobilen Telefonie. Die Entwicklung beschleunigt sich zusehends, so dass man kaum noch hinterher zu kommen scheint und die Dinge schon veraltet scheinen, wenn man sich gerade erst an sie gewöhnt hat und mit ihnen praktisch zu arbeiten gelernt hat. Ich denke, bei so viel Beschleunigung ist es für uns zunehmend wichtig, eine Rückwärtsbewegung einzuleiten, sich ein Stück dieser überzogenen Geschwindigkeit des Wandels zu entziehen. Das macht langfristig wirklich aufbauende Entwicklung und Verbesserung möglich. Die so sehr verkürzte Halbwertzeit des technischen Fortschritts dagegen befördert Rast- und Ruhelosigkeit und hat auch die Tendenz, sich von den Gegenständen und Inhalten zu weit fortzubewegen. Die Technik kann kein Selbstzweck sein, sollte vor allem einem darüber hinaus gehenden Zweck dienen. Ich versuche, diese Erkenntnis in die künftigen Entscheidungen und meinen Umgang mit Technik generell einzubauen, um einen ehrlichen und echten Umgang mit den Themen zu erreichen, die wie das Baum-Thema und das Feiertage-Thema meine liebsten Reflexionsgegenstände darstellen.

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Technikfortschritt und thematische Fotoreihen

Bestimmte Fäden der jüngsten technischen Herausforderungen laufen langsam zusammen. Das ist ein gutes Gefühl, weil es Raum für neue Aufgaben schafft und auch eine Ausweitung des Spektrums und der verfügbaren Werkzeuge bedeutet. Ein weiteres Vorhaben ist es, liegen gebliebene und immer noch nicht weiter bearbeitete Fotoreihen durchzusehen und meine Portfolios damit zu erweitern. Es gibt noch vielversprechendes Material. Und mit den avisierten Anschaffungen und den neuen Möglichkeiten aus dem letzten Jahr sollten in 2020 auch eine Reihe neuer Motivreihen folgen, hoffentlich endlich auch wieder aus dem Umfeld der spezielleren Baumthemen und der Holzoberflächenstrukturen. Jedenfalls wenn nicht anderes sich als verzögernd oder hinderlich erweist.

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Unbeobachtete Fortschritte

Die Entwicklung mancher Gartenbäume erfüllt mich gelegentlich mit Verwunderung, wenn ich sie längere Zeit nicht unter genauerer Beobachtung hatte und dann die Aufmerksamkeit wieder neu auf sie fällt. So war mir schlicht entgangen, wie stark sich der junge Walnussbaum im letzten Jahr entwickelt hat. Das Zurückschneiden des sehr ausladenden und nicht zur Symmetrie der Krone passenden Seitenastes hat sich, vom Formkalkül einmal abgesehen, offenbar auch auf das Wachstum des Baums positiv ausgewirkt. Der Stamm ist erstaunlich stark geworden. Und nach Anlaufschwierigkeiten, die in diesem Frühjahr bei allen Bäumen zu beobachten waren, hat er in den letzten vier Wochen auch eine ausgedehnte und dicht belaubte Krone entwickelt. Erstmals scheint nicht das Höhenwachstum primär zu sein. Vielmehr bewegt sich der Baum in Richtung einer solideren Stammachse und der Kräftigung seiner vorhandenen Kronenarchitektur. Damit bleibt er hinter dem Ginkgo immer noch der zweithöchste Baum unseres Gartens. Seine Gesamtstatur wird ihn aber, wegen der opulenteren Ausstattung mit verzweigten Ästen und den vielen großen Blättern, schon in wenigen Jahren als den optisch dominanten Baum innerhalb des kleinen Ensembles erscheinen lassen.

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Eine ermutigende Beobachtung

Das mit den Erkältungen ist für diesen Winter noch nicht ausgestanden. Dabei ahnt man schon, dass die ganz kalten Tage und Nächte schon hinter uns liegen. Es wird wohl wechselhaft weitergehen, mit einigen Ausbrüchen nach unten und oben, aber tendenziell ist die Jahreszeit im Wechsel begriffen. Das kann man atmosphärisch spüren. Und so glaube ich auch eine gewisse produktive Unruhe bei vielen feststellen zu können, bevor die Bäume erstes Grün tragen. Es scheint, dass die Menschen in Sachen Intuition und Vorahnung dazugelernt haben und wir solches nicht mehr allein am Zugverhalten der Vögel oder dem Aufleben der Frühblüher ablesen müssen. Ohne solche Beobachtungen wäre ich zuletzt eher geneigt gewesen, die aktuelle Menschheitsentwicklung als fortschreitenden Rückschritt einzuschätzen.

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Wenn Kontrolle übers Ziel hinaus schießt

Nun ist auch das Baumtagebuch sicher. Jedenfalls SSL-technisch gesehen. Der private Blog kam nach den verschiedenen anderen Projekten an letzter Stelle mit der Umstellung. Und irgendwie sieht es auch einfach besser aus, wenn die Domain im Browser als sicher gekennzeichnet ist. Ganz unabhängig davon, dass dieses Online-Tagebuch ohnehin in Fragen der Verarbeitung sensibler Daten in die Kategorie der super harmlosen einzuordnen ist. Jetzt sollte sich wirklich niemand mehr stören an der nun einmal zum Wesen eines Blogs gehörenden Kommentarfunktion, oder der Integration eines Kontaktformulars. Tiefer gehende technische Vorkehrungen wie die in den letzten Monaten sukzessive implementierten kann man vernünftigerweise nicht treffen, wenn das, was Internet als Fortschrittstechnik ausmacht, nicht zu einem verängstigenden Kontrollapparat werden soll. Wie so oft sind politisch gut gemeinte Maßnahmen nicht an der Praxis und dem eigentlich Sinnvoll orientiert worden, was jetzt für die Internetkommunikation zu teils lähmender Ratlosigkeit und Desorientierung geführt hat. Bleibt zu hoffen, dass sich Best Practices herauskristallisieren werden, die das positive Potenzial des Internets nicht verunstalten.

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Fortschrittszweifel

Jetzt macht der November seinem Klischee alle Ehre. So nass, kalt und trüb zugleich schleicht sich das Außen allmählich in die Glieder und verursacht so manches Unwohlsein. Es ist diese Übergangszeit, die den menschlichen Organismus besonders herausfordert und einen zweifeln lässt, ob man sich den Winter herbeiwünschen soll. Dann, denkt man, doch lieber gleich richtig kalt, mit Schnee und Eis. Aber die richtigen Jahreszeiten sind uns nur noch selten vergönnt. Und selbst die Bäume müssen sich anstrengen, angesichts der Undeutlichkeiten und Überschneidungen die Jahreszeit noch einigermaßen zuverlässig durch Laubbildung und Laubfärbung zu signalisieren. Schwerstarbeit, wie so vieles in diesen Zeiten, in denen man sich fragen kann, worin eigentlich der Fortschritt besteht.

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