Neues Wunschbaum-Armband: Flieder

Neues Wunschbaum-Armband: Flieder

Es ist schon länger her, dass ich eine neue Baumart in der Reihe meiner Armbänder in der Wunschbaum-Manufaktur aufgenommen habe. Der Flieder ist da gleich ein sehr eindrucksvoller Wunschbaum-Kandidat. Das Musterarmband habe ich jetzt fotografiert und in der Auswahl der Wunschbaum-Armbänder ergänzt: https://wunschbaum.com/wunschbaum-armband-flieder.html Es ist ein außerordentlich dichtes, schweres, schön gemasertes und nach dem Feinschliff glattes Holz, das zudem noch sehr angenehm duftet – vor allem, wenn man es bearbeitet – und auch nach dem Feinschliff noch einen olfaktorischen Eindruck vermittelt, der in synästhetischer Vermischung sofort an den blühenden Flieder denken lässt.

Engagement zwischen Flieder und Buchs

Meine produktiven Vorhaben fürs Wochenende konnte ich an diesem Samstag umsetzen. Bei einem ziemlich dichten Arbeitsprogramm. Aber das Musterarmband aus dem Holz des Flieders ist jetzt fertiggestellt. Und die Fortsetzung meiner Kuchenbackphase war am Nachmittag auch erfolgreich. Die gekauften Buchsbaumzweige für den Besuch der Palmsonntagsmesse morgen vorzubereiten, hat noch am morgigen Vormittag Zeit. Ich hoffe, wir können wie gewohnt diese Tradition wahren und gesegnete Buchszweige mit nach Hause zurückbringen. Ansonsten würde etwas fehlen. Dass die Zweige nicht vom eigenen Buchsbaum stammen, ist dagegen nicht so wichtig. Auch das hatte zwar Jahrzehnte Tradition. Aber früher war auch keine Rede vom Buchsbaumzünsler, so dass wir diese Sorgen in früheren Jahren niemals hatten.

Neues Wunschbaum-Armband aus Fliederholz vorbereitet

Es hat nun lange zum Trocknen bereitgelegen, das Holz des Flieders, das ich schon vor über einem Jahr zu einigen Kanteln mit 15 x 15 mm Querschnitt weiterverarbeitet hatte. Das ist das Maß für die Holzstab-Rohlinge, auf die ich zur Herstellung der Wunschbaum-Armbänder zurückgreife. So schmal gesägt hat es gute Aussichten, innerhalb von 12 Monaten wirklich abzutrocknen, so dass es während der Verarbeitung zu kleinen Perlen nicht mehr verzieht oder sich sonstwie unberechenbar verändert. Die größeren Abschnitte mit gewachsten Hirnholzenden hatte ich vor einigen Tagen zum weiteren Trocknen meinem Lager unterschiedlichster Holzarten hinzugefügt, die ich im Rahmen der Wunschbaum-Manufaktur verwende. Dieses Flieder-Holz ist wirklich hervorragend fürs Drechseln geeignet: dicht, sehr schwer, gleichmäßig gewachsen und ohne Astknoten. Das sind zusammen genommen sehr gute Voraussetzungen. Die beiden Stäbe für das Muster-Armband sind jedenfalls gut gelungen. Nun hoffe ich, dass auch die filigranere Arbeit mit und an den Perlen ebenso gut von der Hand geht. Vor allem bin ich auf das Ergebnis gespannt, das lebendig und eindrucksvoll zu werden verspricht.

Holzarten, Vorräte und Holzarbeitskalküle

Jetzt habe ich auch mal die am Wochenende zurechtgesägten Kanteln in meine Vorratsschachteln verstaut. Einmal in die mit den Kanteln der Lebensbaum-Hölzer und einmal in die mit den Wunschbaum-Hölzern. Den größeren Teil der zuletzt noch übriggebliebenen Ebereschen-Abschnitte habe ich aussortiert, da die nicht mehr die beste Qualität hatten, zu viele Astknoten, zu viele Einschlüsse, die bei der späteren Verarbeitung unruhige und unregelmäßige Oberflächen ergeben. Die konnte ich durch frisches Material ersetzen, das in dem schmal gesägten Kantelformat auch bald vollständig durchgetrocknet sein sollte. Die Abschnitte hatte ich im Frühjahr erhalten und dann gleich in geviertelte Abschnitte gesägt, um die Spannung herauszunehmen, und natürlich gewachst. Über den Sommer konnte das noch weiter antrocknen. Erfahrungsgemäß beschleunigt sich der Trocknungsprozess, sobald die Stärke der Abschnitte das Kantelformat erreicht hat. Gut, jetzt dürfte ich für alle wichtigen, weil häufiger nachgefragten Holzarten wieder gut bevorratet sein. Außerdem habe ich mit dem Flieder eine neue Art hinzubekommen. Ich freue mich schon darauf, daraus ein Muster-Armband herzustellen und dann das Repertoire der Wunschbaum-Armbänder um eine neue Art zu erweitern.

Beim Sägen mehr über die verschiedenen Holzarten gelernt

Gesägt habe ich länger nicht mehr. Aber heute war es wieder so weit. Eigentlich, weil es eine Anfrage zu einem Armband aus Kirschbaumholz gab und ich keine Kantel aus Kirschbaum vorrätig hatte. Aber neben den Kirschbaumkanteln habe ich die Gelegenheit genutzt und endlich die über den Sommer gut angetrockneten Abschnitte der Eberesche, des Flieders und einige kleinere Abschnitte des Goldregens mit der Kreissäge begradigt. Die größeren Abschnitte kommen jetzt zu den Vorratsplätzen der übrigen Arten, und von der Eberesche und dem Flieder habe ich gleich noch fertige Kanteln gesägt. Die letzten alten Vorräte bei der Eberesche sind nämlich gerade dabei, zuneige zu gehen. Und der Flieder ist noch nicht in meiner Auswahl enthalten. Die vorbereiteten Kanteln werden dazu dienen, ein Musterarmband zu erstellen. Ich kann mir vorstellen, dass das sehr dekorativ wird. Das Holz sieht so schon mal sehr interessant aus – und riecht zudem toll. Das ist beim Sägen immer sehr eindrücklich, wenn der feine Staub in der Luft schwebt und in dem Fall auch den Duft der enthaltenen ätherischen Öle verströmt. Gut, dass ich von dieser Art einige sehr schöne Abschnitte zur Verfügung habe.

Attraktives Fliederholz in guter Qualität

Das Sägen an der Kreissäge war heute Nachmittag doch mit mehr Zeitaufwand verbunden, als ich ursprünglich gedacht hatte. Aber jetzt haben wir zum einen die größere Ansammlung von Stammabschnitten und Ästen der beiden gefällten Walnussbäume, die Konstruktionsreste unserer alten Sitzgarnitur und den großen schon ganz zerrissenen Kirschbaumstamm zu Brennholz, in ofengerechte Abschnitte verarbeitet. Und zum anderen konnte ich die verschiedenen Abschnitte des Fliederbaumstamms auseinandersägen, die V. mitgebracht hatte. Tatsächlich handelt es sich um ein sehr schweres, dichtes und hartes Holz, das im Kern eine dunkle Färbung aufweist und auch eine interessante farbliche Binnendifferenzierung aufzuweisen scheint. Zwei der mitgebrachten Abschnitte des Stamms waren einwandfrei, die konnte ich jeweils in der Länge halbieren und dann durch die Markröhre längs teilen. Das ergab dann 8 exzellente Abschnitte, deren Schwund beim Trocknen sich in Grenzen halten sollte, zumal ich natürlich alle Abschnitte an den Enden mit heißem Paraffin versiegelt habe, um das Trocknen zu verlangsamen, wie ich das immer tue. Neben den beiden längeren ziemlich gleichmäßig dicken Abschnitten gab es auch noch einen schmäleren Abschnitt vom oberen Teil des Stamms und einen kurzen, sehr dicken unteren Abschnitt. Beide waren aber leider überwiegend nicht zu gebrauchen, weil sie vom Kern aus ausgefault waren und kaum noch durchgängig stabiles Holz aufwiesen. Aus diesen Endabschnitten konnte ich nur einige kleine Abschnitte extrahieren. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie das Material sich während des Trocknens an der Luft verhält, und wie es in vollständig abgetrocknetem Zustand aussieht. Als Material für die Wunschbaum-Manufaktur sollte es in jedem Fall schon wegen der Dichte und interessanten Farbigkeit sehr geeignet sein.

Walnussbaum als Brennholz und Fliederholz für die Wunschbaum-Manufaktur

Ich bin froh, dass die jüngst realisierten Porträtfotos vor vegetabilem Hintergrund und Baum in der letztlich getroffenen Auswahl gute Ergebnisse enthielten. Damit lässt sich dann illustrativ auch gut arbeiten. Und ebenso froh bin ich, morgen wieder einmal praktisch mit Holz arbeiten zu können. V. plant, die Stämme und dicken Äste der beiden gerade gefällten Walnussbäume zu Brennholzabschnitten zu sägen. Natürlich eine Aufgabe für mich, die ich gerne wahrnehme. Zumal noch eine weitere Holz-Rarität hinzukommt, die auf demselben Grundstück ebenfalls ihre Lebenszeit hinter sich lassen musste. Ein Flieder-Baum, dessen Holz mir noch gar nicht bekannt ist. V. meint, es sei ein sehr dicht gewachsenes, dunkles und dekorativ wirkendes Holz. Das hört sich so an, als ob es sich als Material für ein neues Angebot bei den Wunschbaum-Armbändern eignet. Um das herauszufinden, ist es zunächst erforderlich, den Stamm zu vierteln und aus den Vierteln dann Abschnitte zum Trocknen zu gewinnen. Irgendwann, frühestens in einem Jahr, werde ich daraus Kanteln herstellen können, aus denen die Stäbe und Perlen für meine Armbänder gemacht werden. Schön, damit hätte ich eine weitere Baum- bzw. Holzartenauswahlmöglichkeit im Wunschbaum-Shop vorbereitet.