Schlagwortarchiv: Feiertage

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Feiertage und Bäume

Und dann noch ein Tag, der fast herbstlich anmutete. Merkwürdige Umschwünge sind das, und wieder passt es nicht zum Charakter des Feiertags, nachdem wir schon frühsommerliches Wetter über Wochen erleben durften. Der Feiertag an sich wird aber schon eine besondere Ausstrahlung haben. Jedenfalls wirken Feiertage auf mich ganz anders als normale Werktage und auch anders als Sonntage. Es scheint, dass ihnen für die, die es gelernt haben, eine Aura eigen ist, der man sich nicht entziehen kann. Selbst wenn der christliche Sinn des kirchlichen Feiertags vielen nicht mehr geläufig ist. Darin sehe ich eigentlich den Wert solcher Tage, ihren Sinn zum Nutzen aller zu verströmen und in der Seele gewisse Spuren zu hinterlassen. Kulturelle Archetypen könnte ich das nennen, die gewachsene Kulturerscheinungen widerspiegeln. Archetypen, die andere archetypische Symbole des Lebens ergänzen, die im Natürlichen verortet sind. Die natürlichen Archetypen, allen voran vielleicht die Bäume, sind aber eigentlich zeitunabhängig, immer präsent und treten allerdings durch die Aufmerksamkeitslenkung jahreszeitlicher Wechsel stärker ins Bewusstsein. Es ist insofern kein Zufall, dass ich vor Jahren schon der Bedeutung von Bäumen bei gewissen Feiertagen auf die Spur gegangen bin und das in vier Texten festhalten konnte: 1. Mai (Maibaum), Palmsonntag (Palmzweige), Pfingsten (diverse vegetabile Symbolik) Weihnachten (Weihnachtsbaum). Diese Erscheinungen im Spannungsfeld von Natur und Kultur finde ich besonders aufschlussreich, wenn es darum geht, die natürliche Verortung des Kulturellen näher zu betrachten.

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Sommerfeiertage

Wie liegt ein Feiertag in der Woche. Das merkt man deutlich, denn um diese Sommerfeiertage herum suchen die Menschen förmlich die Auszeit, für die es ansonsten keinen Grund gibt. Ruhig ist es dadurch überwiegend, was aber die Konzentration auf Projektvorhaben vereinfacht und zeitaufwändige Prozesse schneller vorankommen lässt. Dieses extrem konzentrierte und gedrängte Arbeiten ist reizvoll und so wohl nur in der wärmeren und helleren Zeit des Jahres möglich. Und Corona verstärkt diesen Eindruck noch, da ohnehin alles Unwirklich und wie aus der Zeit gefallen wirkt. Ich freue mich auf alles, was kreative Entfaltung ermöglicht und auf alles, was mir den Kontakt zu Landschaft und Bäumen lebendig hält. So ein Sommerfeiertag ist dafür besonders förderlich, zumal wenn sich ein Wochenende direkt anschließt.

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Stille Tage

Es ist die Möglichkeit, einmal ganz ruhig und still den Tag zu verleben, die ich an den Feiertagen schätze und ganz besonders an einem solchen Karfreitag, an dem die Ruhe innen von einer ruhigen sonnenreichen Atmosphäre draußen begleitet war. Anders als an nicht feiertäglichen Sonntagen hat es mich heute so gar nicht zu einer Exkursion oder einem Spaziergang gedrängt. Ganz bei sich und der Familie bleiben, scheint mir an einem solchen christlichen Feiertag angemessener und stimmiger. Das Grün da draußen, das Licht und das überall spürbare Drängen, Wachsen und Blühen bei den Bäumen und anderen Pflanzen ist mir ein Trost und nimmt die Symbolik des Osterfestes vorweg. Gut, dass uns diese stillen Tage vergönnt sind.

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Zuversicht und Vertrauen

Zuversicht und Vertrauen sind Einstellungen, die ich mir gelegentlich erarbeiten, an die ich mich auch einmal erinnern muss. Heute durfte ich erneut erleben, dass zuversichtliches Denken richtig sein kann, ohne unvorsichtig oder naiv zu werden. Solche bestätigenden Erlebnisse sind dann ein Auftrieb, der für mich sehr stimmig ist zum Osterfest. Überhaupt finde ich es erstrebenswert, die eigentlichen Bedeutungen der Feiertage ins Bewusstsein zu bringen und je individuell auch erlebbar zu machen. Das Symbolische und christlich Sinnhafte des Osterfestes spielt für unsere Familie so immer wieder eine wirkliche Rolle, die überhaupt nicht aufdringlich daher kommt, die einem ehrlichen tradierten Bedürfnis entspricht. Dass ich während der Karwoche das erste richtige Manufakturprojekt dieses Jahres abschließen konnte, reiht sich in die sinnstiftenden Erlebnisse dieser Tage ein. Und die Voraussicht auf die Zufriedenheit und Wertschätzung der Träger trägt die Aufbruchgesinnung über Ostern hinaus in die gesamte Frühlingszeit.

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Der Technik Geschwindigkeit entziehen

Die fotografische Technik bleibt in diesen Fastnachtstagen ein Thema, das mich außerordentlich fesselt, gerade weil sich derzeit auf dem Gebiet so viel bewegt und man mit neuer Technik eben auch veränderte, möglicherweise erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten hat. Es ist nur schwierig, sich umfassend kundig zu machen, um wirklich aussagekräftige Vergleiche anstellen zu können. Es ist auf dem Gebiet allerdings wie bei der Computertechnik und der mobilen Telefonie. Die Entwicklung beschleunigt sich zusehends, so dass man kaum noch hinterher zu kommen scheint und die Dinge schon veraltet scheinen, wenn man sich gerade erst an sie gewöhnt hat und mit ihnen praktisch zu arbeiten gelernt hat. Ich denke, bei so viel Beschleunigung ist es für uns zunehmend wichtig, eine Rückwärtsbewegung einzuleiten, sich ein Stück dieser überzogenen Geschwindigkeit des Wandels zu entziehen. Das macht langfristig wirklich aufbauende Entwicklung und Verbesserung möglich. Die so sehr verkürzte Halbwertzeit des technischen Fortschritts dagegen befördert Rast- und Ruhelosigkeit und hat auch die Tendenz, sich von den Gegenständen und Inhalten zu weit fortzubewegen. Die Technik kann kein Selbstzweck sein, sollte vor allem einem darüber hinaus gehenden Zweck dienen. Ich versuche, diese Erkenntnis in die künftigen Entscheidungen und meinen Umgang mit Technik generell einzubauen, um einen ehrlichen und echten Umgang mit den Themen zu erreichen, die wie das Baum-Thema und das Feiertage-Thema meine liebsten Reflexionsgegenstände darstellen.

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Weihnachten und die geistige Entwicklung der Menschheit

Es ist ein Gewinn, dass wir in Deutschland einen zweiten Weihnachtsfeiertag haben. Ich empfinde das als Bereicherung und freue mich, das Feierliche der Weihnacht nicht auf zwei Tage konzentrieren zu müssen. Und auch die Raunächte und die Tage dazwischen gehören für mich dazu, wie schon die Adventszeit zuvor. Der zweite Tag war wie ein Duplikat des ersten Feiertags, ebenso ruhig und unaufgeregt verlaufen und wie gemacht, Feiertagsessen, Ausruhen und die Lektüre meiner neuen Bände mit Vortragsmitschriften und Textentwürfen von Rudolf Steiner zu verbinden. In den ersten Texten, mit denen ich in die Lektüre eingestiegen bin, geht es um die Entwicklung des Christusimpulses und die Rolle der Weihnachtsgeschichte, überhaupt der Idee einer Christgeburt, für die geistige Entwicklung der Menschheit. Große Themen, denen sich Steiner in einem Vortagszyklus in Berlin und verschiedenen Schweizer Städten in der Weihnachtszeit 1915 / 1916 gewidmet hat, dem zweiten Winter während des ersten Weltkriegs. Unglaublich, wie jemand in diesen bewegten Zeiten so tiefgehende Gedanken entwickeln, ausformulieren und vortragen konnte. Wieder ein Beweis, dass es ungewöhnliche, herausragende Persönlichkeiten gibt, die der Welt wirklich etwas Bleibendes mitzugeben hatten bzw. haben. Der nächste Text, den ich mir morgen ansehe, wird wiederum eine Weihnachtsthema aufgreifen und diesmal auch den Weihnachtsbaum erneut in den Mittelpunkt des Interesses stellen, wie dies ja auch in verschiedenen Weihnachtsvorträgen Steiners in anderen Jahren und vor anderem Publikum geschehen ist.

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Die zunehmende Präsenz des Weihnachtsbaums

Vom Außen her kann man die Atmosphäre dieser Weihnachtstage nicht definieren. Zu gleichförmig verläuft die Wetterstimmung schon seit Wochen, überwiegend dunkel mit wenigen kurzen Lichtphasen, leicht regnerisch und ungewöhnlich warm für die Jahreszeit. Man könnte auch sagen wenig kalt. So lebt auch der erste Feiertag vom weihnachtlichen Erleben zuhause, auch wenn die Messe am Vormittag St. G. eine schöne war. Ein ruhiger Feiertag, an dem wir die Eindrücke des Heiligen Abend weiter wirken lassen konnten und an dem sich der feiertägliche Sinn für jeden ungestört entfalten kann. M beneide ich für ihr nachmittägliches stilles Sitzen direkt neben dem Weihnachtsbaum, dessen warmes Strahlen und Funkeln sie direkt in sich aufnehmen kann, sobald sie die Augen öffnet. Ein Platz, der ihr vorbehalten ist. Ich selbst bewundere den Baum meist im Stehen und Vorbeigehen, und mir scheint, vom Heiligen Abend an gewinnt er von Tag zu Tag immer mehr an sinnhafter Präsenz, die ganz wesentlich für unsere Wahrnehmung und Kommunikation der Weihnachtstage ist.

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Solange der Weihnachtsbaum leuchtet

Nun wurde es doch bis kurz vor Heilig Abend ein sehr arbeitsintensiver, quasi pausenloser Arbeitseinsatz auf den verschiedensten Fronten. Das ist fast schon der Klassiker, nur dass Ms Missgeschick am späten Abend und der nächtliche Einsatz in Folge die Situation noch gedrängter gestaltet hat. So froh wie in diesem Jahr sind wir alle zusammen wohl noch nie gewesen, dass die Feiertage endlich beginnen und wir tatsächlich zurückschalten können. Ich hoffe, die Zeit zwischen den Jahren wird in der Folge noch ihren zeitlosen Charakter entfalten können und die Weihnachtszeit als kontemplative Auszeit möglich machen. Solange der Weihnachtsbaum steht und strahlt, würde ich mir das Wünschen. Möglichst ohne weitere Katastrophen und Hemmnisse, aber mit Ansätzen für einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr.

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Das Grundlegende der Weihnacht

Die noch ganz letzten, aber doch die wichtigsten Vorbereitungen vor den Weihnachtsfeiertagen konnten wir heute abschließen. Und nach langer Zeit wieder mit Ms und Vs Freunden zusammen essen. In der dörflichen Lokalität, mit der ich seit einigen Jahre eine sympathische Verbindung pflege. Und das war vielleicht ehrlicher und echter als jemals zuvor, vielleicht Ausdruck einer wachsenden Lebensweisheit, die heute auch den vermeintlich jüngeren zugestanden werden kann. An einem bestimmten Punkt hat man vielleicht einen vergleichbaren oder stark einander angenäherten Erfahrungsstand erreicht. Das finde ich schön und macht mich melancholisch zugleich, weil das eben auch in der Selbstbeobachtung und mitlaufenden Autobiographie emotionale Kapriolen schlagen kann. Der Anblick des wunderschönen majestätischen Weihnachtsbaums hilft mir in dieser Weihnachtszeit noch stärker als zuvor, das Schwankende und Wechselhafte auszublenden und zu nivellieren. Dann ist nur noch das wirklich Grundlegende von Bedeutung. Eine Reduktion, die für mich in diesen Tagen besonders notwendig ist und zum Jahreswechsel Verworrenes und Enttäuschendes auflösen mag.

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Mit dem Geburtstag ist auch Weihnachten angekommen

Mir an Ms Geburtstag Zeit zu lassen, ist mir immer wichtig. Ich freue mich, dass das heute gelungen ist und neben vielen Besuchern und entfernten Gratulanten wir selbst auch die Möglichkeit hatten, den Festtag als solchen zu begehen. Jetzt ist Weihnachten wirklich auch angekommen, mit der so festlich geschmückten Wohnung, den schon auf die Feiertage passenden Stimmungen der Menschen, der Möglichkeit, die Dinge endlich langsamer anzugehen und sich dem Ruhepunkt zu nähern. Morgen gibt’s eine Art Nachfeier mit Ms Freunden und dann noch einige Vorbereitungen für die Feiertage selbst. Aber da bin ich doch zuversichtlich und bin froh, dass wir das alles ganz gut umsetzen konnten. Der Weihnachtsbaum, das ist nach dem Eindruck des vergangenen Tages doch festzustellen, ist dieses Jahr besonders schön und beeindruckend, weil der Schmuck perfekt zu dem ohnehin eindrucksvollen Symbolbaum arrangiert ist. Ich denke, das haben auch unsere Besucher so wahrgenommen und werden andere bestätigen, die noch bis zum Dreikönigstag zu Besuch kommen werden.

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Auratische Differenz bei Feiertagen

Die Aura eines kirchlichen Feiertags hatte dieser 3. Oktober für mich nicht. Das geht mir aber bei weltlichen Feiertagen fast immer so. So konnte ich zumindest den feiertäglichen Abstand genießen, der immer eine Unterbrechung des Alltags bedeutet, und das ist gut so. Keine Baumliteratur und auch kein spirituelles Thema habe ich bei der nachmittäglichen Lektüre aufgegriffen, sondern die schon zum Langzeitinteresse ausgewachsene Spannungslektüre. Nach dem kurzen Gang durch die aktuelle Baumlandschaft am Flussdamm, der mir die reduzierten Akzente einiger Baumfrüchte, wie z. B. vom Schlehdorn, den Heckenrosen und des Liguster, vor Augen führte, war das die richtige Beschäftigung für diesen feiertäglichen Donnerstag.

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Feiertage und die anderen Themen

Es ist wie so oft. Die Menschen nutzen den Feiertag, zudem noch in der Wochenmitte, um vorher und nachher die Zügel lockerer zu lassen. Das ist ein durchgängig zu beobachtendes Phänomen, was sich auf die Durchführung von Projekten auswirkt, die sich in solchen Phasen verzögern. Aber das Bedürfnis nach Ablenkung und Abstand ist offensichtlich ganzjährig vorhanden. Gut, dass wir die Feiertage haben. Bei den kirchlichen kommt dann noch tiefer gehender Sinn hinzu, mit Aussicht darauf, dass die zusätzliche Freizeit tatsächlich einmal abweichend genutzt wird und die Gedanken tatsächlich einmal in andere Richtungen gelenkt werden. Es ist die gleiche Art von Abstand und Reflexion, die für mich ganzjährig durch das Baumsymbolthema möglich ist. So gesehen kann ich jeden Tag in gewisser Weise als Feiertag auffassen. Aber natürlich muss es mir gelingen, dem Inhalt und den Gedanken, die parallel und doch außerhalb des Alltagsdenkens sich bewegen, auch ausreichend Raum zu geben. Das ist mal mehr, mal weniger erfolgreich. Aber die Anstrengung unternehme ich immer, zumindest durch den Eintrag im Baumtagebuch.

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Ein kühler Palmsonntag mit Palmen

Es ist schön, dass wir letztlich doch noch genügend Palm für unsere Türkreuze zum Palmsonntagssegen mitbringen konnten. Zwar deutlich spärlicher und kleiner sind die Ästchen, allerdings doch genügend für unsere eigenen Zwecke. Nur Weitergeben konnten wir diesmal keine. Selbst am Altar gab es dieses Jahr erstmals keine Palmbuschen zum Mitnehmen, denn auch die Kirche konnte im ganzen Dorf nicht genügend gesunde Zweige zusammentragen, hat für die feiertägliche Dekoration stattdessen richtige Palmzweige verwendet, da P. M. solche im eigenen Garten pflegt. Manchmal macht die Natur eben auch bei Traditionen einen Strich durch die Rechnung. Es war seit langem der erste Palmsonntag bei ungemütlichem Wetter, das von der Temperatur her sogar an einen Wintertag erinnerte. Dennoch zog der Feiertagsgottesdienst zahlreiche Menschen an. Ein Zeichen, dass es nicht nur bei den Älteren fest verwurzelte Traditionen und ein erhaltenes Bedürfnis gibt, die sich in christlichen Feiertagen Ausdruck verschaffen.

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Sparsame Palmzweige in diesem Jahr

Ostern ist nun schon im täglichen Gespräch präsent. Vielleicht sind wir dem Feiertag in diesem Jahr wieder näher als in den Jahren zuvor. So dass er eine tiefe, in der gesamten Lebensgeschichte fußende Bedeutung entfaltet. Auch M. hat wie wir alle besondere Freude an all den vorösterlichen Traditionen, Themen und Dekorationen, die das Fest mit Inhalt und Emotion verknüpfen. Und eine Reihe verschiedener Ostergrußkarten mit österlichen Motiven der letzten Jahre habe ich auch schon vorbereitet. Es bleibt gerade noch eine Woche, diese Grüße auf den Weg zu bringen. Ein Projekt, das v. a. M. maßgeblich mit Leben füllt, bei dem ich meine Unterstützung anbiete. Da im Vorjahressommer der Buchsbaumzünsler so radikal und flächendeckend zugeschlagen hat, war es zum ersten Mal, seit ich denken kann, nicht möglich, Palmzweige für den Palmsonntag abzuzweigen. Bei den wenigen noch verbliebenen Ästchen wäre das einem endgültigen Kahlschlag gleichgekommen. So sind wir auf dem Rückweg von M. bei P. M. vorbeigefahren, der einen zwar ebenfalls gebeutelten, aber noch etwas ausladenderen Buchsbaum im Garten hat. Von dem konnten wir zumindest einen kleinen Bund einzelner Zweigchen schneiden. Viel weniger als sonst, aber wir würden es schon als Verlust wahrnehmen, am Palmsonntag keine Zweige segnen lassen zu können, die uns das ganze Jahr über an den Türkreuzen begleiten und uns die christliche Lebens- und Siegessymbolik in Gedächtnis und Seele rufen.

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Auszeiten und emotionale Reloads

Die Zeit der konzentrierten Arbeit, bei der man noch stärker in sich gekehrt sein kann, setzt sich für mich fort. Das ist ein Zeichen, dass der Winter atmosphärisch und emotional noch präsent ist, obwohl wir den Frühling vorausahnen. Es ist diese Spannung zwischen Ahnung und noch nicht Vorhandensein, die die Wochen vor Fastnacht so unvergleichlich machen. Ich erkenne darin immer etwas Zeitloses, wie aus der normalen Zeit Gefallenes. Das hat es mit der Vorweihnachtszeit gemeinsam, vielleicht auch mit den Osterfeiertagen. Und ich bin unendlich froh, dass wir diese Feiertage und jahreszeitlich definierten „Auszeiten“ haben, ohne die es schwer wäre, alles einmal auf Null herunterzufahren, einen emotionalen und seelischen Reload zu erreichen, nach dem die Dinge wieder neu oder wenigstens anders neu aufgebaut und arrangiert werden können. Die Bäume gehören sich nicht nur für mich zu den starken Lebenssymbolen, die uns sehr gut dabei helfen können, in diesen Zeitphasen diesen Reload tatsächlich auch zu realisieren.

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Entschärfte Weihnachtsimpressionen

Es ist bei uns Tradition, zwischen den Jahren zu einem nachweihnachtlichen Einkaufsausflug nach S. zu fahren. Übers Jahr sind wir dort eigentlich nie. In dieser Zeit aber hat ein Besuch seinen eigenen Reiz, meist mit den gleichen Anlaufstellen und nur wenig variierenden Eindrücken. Es liegt aber gerade in dieser Konstanz begründet, dass wir an der Tradition festhalten, auch wenn M. das manchmal zu anstrengend erscheint. Im Nachhinein ist es doch immer schön gewesen. Es ist dieser Eindruck der kommerziellen Ästhetik der Feiertage, wie ich das einmal nennen will, der in diesen Tagen vorherrscht und der, gerade weil die Feiertage zurückliegen, wie ein sich selbst entschärfender wirkt. Vor dem Hintergrund drastisch reduzierter Preise für Feiertagsartikel und dem schon langsam abblassenden Feiertagsgefühl ist es so, wie wenn man diese Dinge im Gegensatz zur Zeit vorher emotionsarm betrachten kann. Sie sind wie ein wissenschaftlicher Beobachtungsgegenstand, über den man sich oft wundern kann, der aber auf andere Art auch fasziniert. Das große Zentrum mit seiner speziellen Lichtatmosphäre musste ich deshalb noch einmal besuchen. Diese Entdeckung war im Vorjahr einfach zu stark haften geblieben. So sind mir fotografische Varianten der vorjährigen Impressionen gelungen, bei denen ich mich gleich auf die interessantesten Perspektiven beschränken konnte. Natürlich spielt der riesige kegelförmige Weihnachtsbaum die Hauptrolle.

Christmas Shopping Center 2018
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Stimmige Rituale und Symbole rund um Weihnachten

Es war einer der Besuche, die kurz vor Weihnachten besonders viel Sinn machen, weil sie an die biographische Vergangenheit anknüpfen. Und Weihnachten hat eben auch etwas mit Ursprung und Heimat zu tun. Ähnliche Traditionen und fast schon rituelle Begegnungen und Besuche werden vor und nach den Feiertagen folgen. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, die richtige Atmosphäre dafür zu schaffen. Denn die Aufmerksamkeit auf das, was Weihnachten für uns persönlich bedeutet, erfordert eben auch eine gewisse Vorbereitung, ein eingestimmt Sein. Der Weihnachtsbaum in der eigenen Stube ist nur ein, wenn auch besonders eindrückliches und intensives Symbol, das zu dieser Einstimmung beiträgt. Aber Weihnachten ist eben viel mehr. Für uns alle wünsche ich mir, möglichst vieles davon auch in die Zeit zwischen den Feiertagen hinübertragen zu können.

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Eindrückliche Darstellung des Symbolischen der Weihnacht

Es ist gut, dass ich den Weihnachtsbaum bereits am Wochenende aufgestellt und geschmückt habe. Das wäre sonst in den nächsten Tagen aktuell geworden. Und Mitte der letzten Adventswoche laufen sehr viele andere Fäden zusammen. Da hätte mir die Muße dann doch gefehlt. So können wir uns einige Tage länger an dem diesmal besonders eindrucksvollen Baum freuen und die besondere weihnachtliche Atmosphäre in uns aufnehmen, die ohne den Baum eine andere wäre. Ich bin auch froh, ein wenig dieser Atmosphäre, so wie sie uns im Vorjahr umgab, in Form der diesjährigen Weihnachtsgrußkarte an Freunde, Bekannte und Kunden weitergegeben zu haben. Die Fotografie in abstrakter Unschärfe von unserem weihnachtlich erleuchteten Wohnzimmer hat schon etwas, das dem Eindruck der längsten Nacht des Jahres, ihrer symbolischen Stärke und ihrer christlichen Bedeutung sehr deutlich transportiert. Ich denke und hoffe, dass die Empfänger das auch so wahrnehmen und einige Tage vor dem Fest sich beim Anblick des Bildes schon in die Situation des Feiertags versetzt fühlen.

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Der Weihnachtsbaum als Symbol der Feiertagskultur

Die emotionale Bestimmung im Advent, ein besonderer Augenmerk auf die Ästhetik vorweihnachtlicher Symbole und Formen, das hat mein Erleben früherer Jahre in dieser Zeit des Jahres immer sehr geprägt. Ich merke, dass sich das, nachdem es in den vergangenen Jahren etwas abgeblasst war, nun doch wieder einholt und meine Aufmerksamkeit sich der damaligen ähnelt. Es ist ganz spannend, das an mir selbst zu beobachten, da sich auf anderen Ebenen natürlich vieles verändert hat. Es gibt aber diese Themen und die Formen, sich ihnen zu widmen, die wie überzeitlich wirksam sind, wodurch ich oft Déjà-vus erlebe. Das Symbol des Weihnachtsbaums ist ein wichtiges Element dieses Erlebens. So finde ich immer wieder Gefallen an den alten und kontinuierlich neu erfundenen und kreierten Formen, den Weihnachtsbaum als Symbol des weihnachtlichen Ereignisses zu fassen und ihn als anziehendes und motivierendes Zeichen mit tiefer Bedeutung einzusetzen. Dieser Faszination kann sich meiner Beobachtung nach kaum jemand entziehen. Und wenn M. in diesen Tage immer wieder von wild fremden angesprochen wird auf ihre Weihnachtsbaum-Pins und kleinen am Revers angebrachten Broschen, dann zeugt das von einer zeitlosen Ästhetik, die Menschen unterschiedlichen Alters und sonstiger Couleur begreiflich ist und bleibt. Es ist schön, solche Konstanten in ansonsten so unbestimmten und wechselhaften Umfeldern zu erblicken. Gut ist das für die Seele, aber auch für die Stabilität und Lebendigkeit feiertäglicher Kultur.

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Die Zutaten für den Kräuterstrauß

Die Kräuter für die beiden Sträuße an Mariä Himmelfahrt haben wir am Nachmittag schon gesammelt. Nächste Woche wäre es schwierig einzurichten gewesen. Außerdem sind zeitweise Gewitter vorausgesagt, die uns damit einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Wie zu erwarten war, ist die Auswahl diesmal nicht sehr üppig, einfach weil vieles, was für diese Jahreszeit eigentlich typisch ist und normalerweise in den Strauß gehört, auf Grund des extremen Hochsommers schon verblüht oder vollständig vertrocknet ist. Prominentestes Beispiel ist die Königskerze, die zwar in diesem Jahr überall zahlreich und üppig gewachsen ist, aber eben schon abgeblüht ist. Man findet nur noch braune, vertrocknete Stängel, ohne Spuren der gelben Blütenblätter. Bei anderen Arten mussten wir länger suchen. So sind wir froh, vom Rainfarn auf einer Wiese nach ausgedehntem Suchen doch noch genügend Zweige gefunden zu haben, die sich zum Einbinden eignen, weil die sonnengelben Blütenstände noch frisch sind. Auch von der wilden Möhre waren noch einige ganz schöne Exemplare ausfindig zu machen. Eine Rarität, die ich auf einem ansonsten fast vollständig verdorrten Wegrand entdeckt habe, ist der Zweig einer Heckenrose mit einem Schlafapfel. Irgendwie passt das gut, denn auch dem Schlafapfel wird ja nachgesagt, dass den gesunden Schlaf fördert, so man ihn unters Kopfkissen legt. Also auch ein Heilkraut, wenn man so will. Am Ende werden es etwas ungewöhnlich zusammengesetzt Sträuße werden, in denen auch jeweils eine unserer Strohblumen, wahrscheinlich je ein Zweig vom Grünen Heinrich und einer anderen lila blühenden Pflanze aus unserem Garten, deren Bezeichnung ich nicht kenne, vorkommen werden. M. hat schon mal begonnen, alles etwas zu sortieren, damit wir es in den Folgetagen gleichmäßig verteilen und zwei schöne Sträuße daraus binden können.

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Menschen und Pflanzen – eine Entwicklungspartnerschaft

Sehr froh bin ich, während dieser Feiertage genügend Zeit und Ruhe für die Lektüre der Beiträge Rudolf Steiners zu den Jahreskreisfesten gefunden zu haben. Da u. a. auch Ostern thematisiert wird, war das zudem zeitlich sehr passend und besonders eindrücklich, am deutlichsten dabei der Vortrag zum Thema Ostern, der ebenfalls am Ostersonntag, 1. April, nur eben 95 Jahre zuvor in Dornach, Schweiz, von Steiner vor Mitglieder der anthroposophischen Gesellschaft gehalten wurde. Die zuletzt gelesenen Texte von 1923 gehören in den Bereich des Spätwerks, wenn man so will, bzw. der ausgereiften und sehr ausgefeilten und von Erfahrung gesättigten Lehren Steiners. Darin deutlich spürbar ist ein gewisser pädagogischer Ton, der Anspruch, Spuren zu hinterlassen, alltagstaugliche Anleitungen zur praktischen Weiterentwicklung der anthroposophischen Weltanschauung und Lebensweise zu geben. Ich finde das besonders anrührend, weil ein echtes Interesse, an wirkliches Überzeugtsein von der eigenen Lehre darin zum Vorschein kommt. Mit Themen, die auch zu seiner Zeit nicht sehr populär gewesen sein dürften. Und derart detailreich und thematisch weitgreifend, riesige Bögen spannend, ungeahnte Zusammenhänge aufdeckend, dass es einen mit Ehrfurcht und Bewunderung erfüllen muss. Er muss zwei Jahre vor seinem Tod bereits geahnt haben, dass es mit der Weiterführung seiner Lehre zumindest schwierig werden würde. Dass möglicherweise nicht so viel von seinen Erkenntnissen in die Lebenspraxis seiner Zuhörer und Gefolgsleute bis dahin eingeflossen war. Umso dringlicher die Appelle, Anthroposophie praktisch zu verstehen und eine tatsächliche geistige Entwicklung, einen Fortschritt durch disziplinierte Anstrengung auf anthroposophischem Gebiet anzustreben. Vieles davon erscheint mir 100 Jahre später nicht weniger wichtig und aktuell wie damals. Selbst die Sprache Steiners in diesen letzten Lebensjahren war merkwürdig modern und von heutiger kaum noch zu unterscheiden. Wenn dann gerade in diesen zuletzt gelesenen Vortragsmitschriften u. a. von einer Art Lebens- und Entwicklungspartnerschaft zwischen Menschen und Pflanzen ihrer Lebenswelt zu Rede ist, sehe ich mich einmal mehr in der Beschäftigung mit diesem historischen Gedankengut bestätigt. Dass die eigenen geistigen Entwicklungsbemühungen auch Auswirkungen auf die Pflanzen hat, denen menschliche Aufmerksamkeit und Beobachtung zuteil werden, das ist mir intuitiv aus meinen Wunschbaum-Projekten seit vielen Jahren vertraut. Eine geisteswissenschaftliche Hintermauerung zu studieren kann helfen, die eigenen Betrachtungsweisen, Erkenntniswege und Entwicklungen zu bestärken und ein Stück weit zu kontrollieren.

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