Doch noch ein Baumobsterfolg in diesem Sommer

Was für ein holpriger und geschäftig ausgefüllter Tag. Der stand am Morgen unter dem Einfluss bzw. den Nachwirkungen des gestrigen Mirabellenkuchenbackens. Denn natürlich mussten die abgekühlten Blechhefekuchen auch verpackt und eingefroren werden. Das war bei den großen rechteckigen Blechkuchen erwartungsgemäß aufwändig, da ich die teilen musste und dann auch noch zwei zurechtgeschnittene Tortenpappen überlappend unterschieben musste, um einigermaßen transportable Pakete zu erhalten. Am Ende hat es dank des geeigneten Equipments funktioniert, und Platz in den Gefrierschränken haben wir auch noch ausreichend gefunden. So haben unsere kleinen Mirabellenbäume uns in der Mitte des Hochsommers doch noch einen Baumobsterfolg beschert, mit dem wir vor Wochen noch nicht gerechnet hätten.

Ein neuer Familienrekord beim Mirabellenkuchenbacken

Es war die geplante Fortsetzung des Mirabellenkuchenbackens, die den heutigen Tag zum größeren Teil ausgefüllt hat. Am Ende waren wir zu dritt an dem Projekt beteiligt, was auch notwendig war, um bis zum späten Abend durch zu sein. Allerdings müssen wir dann morgen noch die ganzen Bleche spülen und natürlich die verschiedenen Kuchen einpacken und einfrieren. Mit den 5 bereits in der Vorwoche gebackenen kommen wir damit auf insgesamt 16 Kuchen. Dabei sind allerdings zwei große rechteckige Bleche. Wenn wir die auf die traditionellen Rundbleche verteilt hätten, wären mindestens 18 Mirabellen-Hefekuchen dabei herausgekommen. Die 16 entsprechen ungefähr dem, was wir vor einigen Jahren schon einmal realisiert hatten, damals waren aber noch einige Zwetschgenkuchen darunter. Diesmal also ausschließlich Mirabellenkuchen, die wirklich gut gelungen sind, auch wenn M. bei dem zweiten heute Nachmittag angesetzten Hefeteig Problem mit der Konsistenz hatte. Schlussendlich ist aber dieser Problemteig noch gut aufgegangen und ließ sich gut auf die Bleche verteilen. Wir sind heute Abend ziemlich erschöpft, aber auch froh, einen schönen Obstkuchenvorrat für die nächsten 12 Monate zur Verfügung zu haben.

Ein schöner Sommerblumenpflanztag

Das Pflanzen der Sommerblumen haben wir trotz der Widrigkeiten und trüben Aussichten der letzten Tage, am Ende doch glücklich geplant. Passend zum heutigen Pflanztag hat sich der Dauerregen gelegt und nahezu der ganze Arbeitstag blieb trocken, gegen Nachmittag sogar ziemlich sonnig. Damit machte die Garten- und Pflanzarbeit dann auch Spaß. Beim Einkauf heute Vormittag habe ich noch einige niedrig wachsende Sommerblumen mitgebracht, die noch gefehlt hatte. Insgesamt konnte ich die Auswahl sehr stimmig auf unsere diversen Pflanzgefäße, Tröge und Kübel verteilen und auch farblich, bezüglich der Größen und Blumenarten schön arrangieren. Wie immer mit einigen Zeitaufwand verbunden, aber am Abend konnten wir diese Arbeit zufrieden abschließen. Ich hoffe, dass alle Blumen nun auch gut angehen und sich prächtig entwickeln. Hinterm Haus habe ich die unschöne Beobachtung gemacht, dass die wunderbare Mohnblume, die wir bei der Gartenausstellung gekauft und gleich in den Garten gepflanzt hatten, innerhalb der letzten 2 Tage, an denen ich keinen Blick darauf hatte, von den Schnecken zerfressen wurde. Ich weiß nicht, ob sie sich noch einmal erholen kann, solange die Blütezeit anhält. Ein herber Verlust, gerade jetzt zur Hochzeit der Mohnblüte. Ein wenig Sorgen mache ich mir um die Blumenpflanzungen im Garten. Nicht nur wegen der Schnecken, die man mit Schneckenkorn immerhin bekämpfen kann. Das Dauerthema der Gartenbäume, die zwar prächtig gewachsen und gut entwickelt sind, aber eben auch viel Schatten werfen, wirft eben diesen Schatten wieder voraus und wird gerade über die Sommermonate eine echte Lichtnot für alle anderen Pflanzen bedeuten. Aktuell weiß ich keine Lösung dafür, außer die Bäume im nächsten Winter radikaler zurückzuschneiden und damit mehr Lichtschneisen darzustellen.

Traditioneller Besuch der Gartenausstellung bei Traumwetter

Unser Besuch der großen Gartenausstellung hat in diesen Tag ab Christi Himmelfahrt schon Tradition. Auch wenn es im letzten Jahr weg Ms Ausfall nicht funktioniert hat. Diesmal haben wir gleich den Feiertag als ersten Tag der mehrtägigen Freiluftveranstaltung gewählt, weil das Wetter so toll war, eigentlich der erste wirklich schöne und durchgängig sonnige Tag dieses Jahres. Man hat den Besuchern angesehen, wie sie sich nach solchen Gelegenheiten und auch nach der Normalität der jahreszeitlichen Verhältnisse sehnen. Heute hat in der Hinsicht alles zusammengepasst. Viele auf den Garten bezogene Angebote, natürlich Pflanzen aller Art, Blumen, Stauden, kleine Gehölze und Bäumchen. Aber natürlich auch Gartenwerkzeuge, Gartenmöbel, Gartendekoration, Kunsthandwerk für den Garten, und andere Dinge, die man mit einem bewussten Leben mit den Jahreszeiten, insbesondere mit der von der Sonne beschienen Jahreszeit verbindet. Ich freue mich, das dieses Jahr wieder zusammen mit M. erlebt zu haben und hoffe, einige Marktereignisse werden in den nächsten Monaten folgen können.

Aus gutem Grund eine lange Brennofensaison

V. meinte zwar, die letzte aufgestapelte Wand mit Holzscheiten, die noch von unserem ehemals riesigen Brennholzhaufen übrig ist, würde bis zum Abschluss der Saison übrigbleiben. Aber zwischendurch wird’s immer wieder so kühl und ungemütlich, dass der Holzofen wohl doch noch bis in den April hinein in Betrieb bleiben wird. Ich schätze, wir werden im Sommer dann die ganze Ecke neu auffüllen können. So ist auch genug Platz, um die letzten Stammabschnitte, die noch auf Vorrat sind, in ofengerechte Stücke zu sägen und dann schon lange vor der Saison bereit zu halten. Damit ist dann ein langes Kapitel der Familiengeschichte abgeschlossen. Kurioserweise deckt sich das zeitlich mit gewissen Neuerungen bei der Art, wie man formal mit Holzenergie in Zukunft umgehen soll – ungeachtet der Frage, wie sinnvoll und weitblickend das ist.

Palmsonntag – Segnung – Familientradition

Dass ich heute mit M. zusammen doch zum Palmsonntagsgottesdienst gehen konnte, hat mich sehr gefreut. Dieser Besuch und die Segnung der Palmzweige gehört zu den althergebrachten Familientraditionen, die für uns alle Bedeutung haben. Eines ist mir diesmal seltsam vorgekommen: Die Segnung der Palmzeige schien mir sonst im Gottesdienst explizit ausgesprochen worden zu sein. Diesmal habe ich zwar einmal eine Segnungsgeste mit Weihwasser beobachtet, die mir aber nicht mit dem sonst üblichen Segenspruch begleitet zu sein schien. Da es aber der Palmsonntagsgottesdienst war, gehe ich einfach davon aus, dass es mit der Segnung seine Richtigkeit hatte. Am Nachmittag habe ich traditionsgemäß die Palmzweige über allen Türkreuzen im Haus gegen die heute gesegneten ausgetauscht und später die alten verbrannt. Auch das ist eine mir lieb gewordene Tradition. Ich hoffe, noch viele weitere Palmsonntag im Kreise der ganzen Familie erleben zu dürfen. Und dass uns die tiefe Bedeutung des Tags als Auftakt der Karwoche immer so bedeutungsvoll bleiben wird. Bei so viel von außen herangetragenem Krisenerleben scheint auch das nicht mehr ganz so selbstverständlich zu sein.

Brennholzvorräte und Familientraditionen

Ich bin froh, im Sommer ein beachtlichen Holzvorrat für diesen Winter angehäuft zu haben. Denn er hat doch ziemlich lange angehalten. Der größte Teil ist jetzt zwar schon verbraucht. Schnell geht’s in Richtung des abgetrennten Basis-Vorrats. Aber meine Prognose vor einiger Zeit, dass es bis Ende März ausreichen könnte, wird sich wohl bewahrheiten. Meist deckt sich das auch mit dem wirklichen Ankommen des Frühlings und deutlich höherer Durchschnittstemperatur. Dann ist es auch wieder verantwortbar, die Zentralheizung anzuschalten, bis auch die überflüssig wird. Unser restlicher Vorrat an Holzscheiten, die für die kommende Ofensaison noch ofengerecht zu sägen sind, ist überschaubar. Bei meiner letzten Inspektion schein er mir kleiner als ich ihn in Erinnerung hatte. Jedenfalls wird der letzte Brennholzhaufen für unsere dann wahrscheinlich letzte Holzofensaison etwas kleiner ausfallen als der letzte. Damit könnte die letzte Saison dann schon spätestens im Februar 2025 zum Abschluss kommen. Noch unklar ist, ob es für uns eine regenerative Folgelösung bei der Heizung geben wird. Aber wenn wird das nicht mehr auf Grundlage von Schnittholz sein – bedauerlicherweise, denn damit geht auch in Stück Familientradition zu Ende.

Familientradition und sich wandelnde jahreszeitliche Wahrnehmung

In Sachen Honig und Bienen sind wir zumindest planerisch schon einen Schritt weitergekommen. Das eröffnet V. eine Chance, die Imkerei in diesem Jahr nahtlos fortzusetzen, was ohne diese Planungen ohne Weiteres nicht möglich wäre. Eigentlich finde ich solche Lösungen auch in Ordnung und vielleicht besser als radikale Schnitte oder das Aufgeben lieb gewonnener Traditionen. Auch wenn es nicht mehr dieselbe Anmutung hat wie in früheren Jahrzehnten, spielt es in der Familienbiografie eine wichtige Rolle. Der Frühling, die Baumblüte, der Sommer und seine späten Blüten bei Bäumen und Sträuchern, und zum Abschluss der Saison alle paar Jahre auch mal Waldhonig, der nicht von Blüten stammt, sondern auf Ausschwitzungen meist von Nadelbäumen zurückgeht. Diese oft nicht sehr gut voraussehbare und kaum berechenbare Abfolge hat die wärmere Zeit des Jahres, die Wachstumszeit der Bäume und die Zeit, in der wir uns mehr im Freien aufgehalten haben, in unserer Familie ganz regelmäßig begleitet und damit unseren Eindruck dieser Jahreszeiten, unseren Begriff des Jahreszeitlichen wesentlich geprägt. Auch deshalb ist eine Fortsetzung, wenn auch auf niedrigem Niveau, gerechtfertigt. Immer angepasst an aktuelle Bedingungen und der ohnehin seit Jahren uns begegnenden Veränderung jahreszeitlicher Wahrnehmung und dem, was ich hier schon oft als „Verschwinden der Jahreszeiten“ bezeichnet habe.

Wechselhafte Familientradition rund ums Baumobst

V. hat es mit den Äpfeln heute mal wieder übertrieben. Zu viele auf einmal sollten gehäckselt und gekeltert werden. Das konnte bis zum Abend nicht funktionieren. So wird diese Aktion morgen noch Fortsetzung finden, bis danach endlich die eingemaischten Weintrauben an der Reihe sind. Das übliche und gewohnte Prozedere in dieser Zeit des Jahres. Aber eines mit Tradition in unserer Familie, auch wenn die Begeisterung fürs Baumobst v. a. bei V. selbst liegt. Ein bisschen wehmütig erinnere ich mich beim Durchsehen und Bearbeiten alter Familienfotos gerade daran, welche Bedeutung zur Zeit unserer Kindheit für uns noch hatte. Denselben Stellenwert kann es heute nicht mehr entwickeln. Schwer nur einzuordnen, welche Rolle die Tradition heute für uns noch haben kann.