Mehr- und Fleißarbeit in der Wunschbaum-Manufaktur

Den Ersatz für den gestern falsch weiterverarbeiteten Stab aus Kastanienholz habe ich heute gleich hergestellt. Natürlich war das ärgerlich und mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand, dem erneuten Einrichten der Maschine u. s. w. verbunden. Aber es war eben auch unvermeidlich, weil ich mit der Arbeit weitermachen wollte und diese Grundlage eben gefehlt hat. Auch dieser zweite Stab war nicht einfacher herzustellen, wegen der bekannten Besonderheiten des Esskastanienholzes. Aber das Ergebnis war letztlich doch sehr zufriedenstellend, sehr exakt und gleichmäßig gearbeitet, was das Wichtigste für das Herstellen der Perlen ist. Und mit den gleich vier Armbändern, die ich gerade in Arbeit habe, bin ich bis zum Abend auch gut vorangekommen. Es fehlt noch das Glätten der Kanten aller kleinen Perlen. Eine Fließarbeit, deren Abschluss aber jetzt schon ganz gut absehbar ist.

Falsche Perlenlänge nach dummer Verwechslung der Maße

Die Fortsetzung der Holzarbeit am Nachmittag hat Spaß gemacht, bei fast unverändert moderat warmem Sommerwetter – und zum ersten Mal für diese Saison überhaupt an meinem Arbeitstisch hinterm Haus. Leider ist mir beim Sägen des ersten Stabs ein Konzentrationsfehler passiert, den ich erst bemerkt hatte, nachdem ich mit dem zweiten Stab beginnen wollte. Ich hatte die Perlenlänge des zweiten auf den ersten Stab angewandt – mit dem Ergebnis, dass die Perlen für dieses Armband zu kurz sind. Ich werde diese sauber gearbeiteten Perlen zwar irgendwann für ein anderes Projekt verwenden können. Aber den Stab und das Sägen der Perlen muss ich tatsächlich wiederholen. Ziemlich viel Mehraufwand, den ich mir lieber erspart hätte. Aber da muss ich jetzt durch -hoffe nur, dass mir ein so ärgerlicher Fehler nicht noch einmal passiert.