Ein würdiger Karfreitag

Es ist gut, dass wir den Karfreitag in einer Atmosphäre erleben durften, die dem Feiertag angemessen ist. Ruhig, bei kühlem, aber zeitweise sonnenreichem Wetter, mit der Möglichkeit, die Bedeutung des Tags zu reflektieren, Innenschau zu halten und auch mit etwas Zeit, den Tag mit passender Lektüre zu thematisieren. Mit M. zusammen habe ich außerdem einige weitere Dekorationen für Ostern vorbereitet. Dabei bin ich auf schon verschollen geglaubte Osterkreationen aus meiner Kindheit gestoßen, was mich besonders gefreut hat. Und ich habe beschlossen, die neue Fotografie mit dem blühenden Schlehdornzweig nun doch auf die 120 x 80 cm Leinwand drucken zu lassen. Das kleinere Format werde ich bei mir aufhängen und an der Wand, die wir alle täglich im Blick haben, wird das Großformat Platz finden. Einer der Jahreszeit entsprechenden Motivauswahl sind wir dann schon ein Stück näher gekommen. Ich denke zur Erweiterung des Spektrums darüber nach, demnächst auch eine der Nahaufnahmen vom Pfaffenhütchen mit vollreifen Fruchtkapseln ebenfalls auf dieses große Format drucken zu lassen. Damit hätten wir dann zumindest für die vier Jahreszeiten ein gleich großes Leinwandformat zum Wechseln.

Geistiger Reset und die Rückkehr zu zukunftsgewandtem Fortschritt

Die Sehnsucht nach den Weihnachtsfeiertagen und der Zeit zwischen Jahren macht sich inzwischen bei den meisten Leuten breit. Ich beobachte eine Art Erschöpfung, die mit den globalen Entwicklungen unserer Zeit, aber auch mit deren Auswirkungen auf den ganz konkreten Lebensalltag zu tun hat. Es ist, als ob man sich einen Reset-Button wünscht, um im neuen Jahr mit möglichst gelöschten Eindrücken neu starten zu können. Und das ist ja auch passend, dass dieser Wunsch gerade in dieser Zeit des Jahres in den Vordergrund rückt. Ist das Weihnachtsfest doch das großen Symbol des Neuanfangs, personifiziert in dieser historischen Figur des Jesus von Nazareth, der erst als Menschenkind aufwachsen musste, um später seine erlösenden Wirkungen auf die Menschheit entfalten zu können. Unser Vorsprung besteht darin, dass wir dieses Ereignis in der Vergangenheit als Tatsache erkennen können und „nur“ die richtigen Angriffspunkte und den richtigen Umgang mit den Erlösungsgedanken für unsere Zeit weiterentwickeln müssen. Das aber scheint gerade und schon seit einigen Jahren in der Rückwärtsbewegung befindlich. Umso wichtiger scheint es, dass die großen kirchlichen Feste einen äußeren Anlass bieten, neue Anläufe zu nehmen, um den Rückschritt in wirklichen zukunftsgewandten Fortschritt umzuwandeln. Dafür ist wie so oft schon in der jüngeren Geschichte der Menschheit die berühmte „kritische Masse“ erforderlich, die zu bilden ein jeder von uns etwas beitragen möge.