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Die Baumlandschaft wird welker

Für einen 21. war dieser Sonntag relativ unspektakulär. Aber die moderate Sonne hat mich am Nachmittag in die Baumlandschaft hinaus gezogen, den Kopf freimachen, was zurzeit dringend notwendig scheint, zumindest am Wochenende. Die Ruhe dabei war das Wichtigste. Die Landschaft selbst präsentiert sich in diesen Tagen eher schmucklos, wohl eine Folge der langen Hitzephasen mit zu wenig Regen. Fast alle Bäume und Sträucher tragen schlapp gewordenes grünes Laub. Hinzu kommt, dass derzeit kaum eine Blüte zu sehen ist, und für die Früchte ist es noch etwas zu früh. Nur die Fruchtstände des Gemeinen Schneeballs sind mir ins Auge gefallen, auch weil die normalerweise erst viel später im Jahr diesen Zustand zeigen. Sie sind nämlich schon ganz verschrumpelt und zeigen quasi herbstliche Ambitionen, eben auch eine Folge dieses Wetters. Andere Arten, wie die Pfaffenhütchen, bewegen sich langsam in Richtung der Fruchtreife. Die Hütchen beginnen gerade erst, sich vom Grün in Richtung Rosa zu verfärben. Recht früh dran sind die Haselnüsse. Die Sträucher, denen ich begegnet bin, sind übervoll mit den noch grünen Nüssen. Irgendetwas an unserem derzeitigen Klima scheint dieser Art in die Karten zu spielen, während die meisten anderen erkennbar leiden.

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Nachlässigkeit und Pflanzenstress

Die Erholungspause der Vegetation hat sich heute fortgesetzt. Währenddessen sind einige Unglücke sichtbar geworden. Zum Beispiel eine der Blumenpflanzungen aus dem niedrigen Sandsteintrog, die über Nacht vollständig verdorrt war. Unklar, wie das passieren konnte, punktuelle Sonneneinstrahlung oder doch eine Wildpinkler, der selbst vor blühenden Blumen nicht zurückschreckt. Jedenfalls habe ich Ersatzpflanzen derselben Art besorgt, die ich in den nächsten Tagen einpflanzen will, hoffend, dass sie bis zum Ende der Saison durchhalten. Zum Überfluss hat V. seinen Auftrag, die Fensterbankpflanzen einmal die Woche zu gießen, nicht erfüllt, weswegen zwei Orchideen fast vollständig eingetrocknet sind. Ich habe sie versuchsweise gewässert und werde ihren Zustand weiterhin beobachten. Allerdings zweifle ich sehr daran, dass sie den Dürrestress noch einmal ausgleichen können und überleben. Jetzt müssen wir noch sorgfältiger auf unserer Sommerpflanzen achten. Und auch die Gartenbäume müssen immer im Blick bleiben, die sich in diesem Jahr ebenfalls sehr schwer tun und gemessen an der Entwicklung der Blätter eindeutig nicht den Stand eines Durchschnittjahrs erreicht haben. Da ist irgendetwas, das die Pflanzen davon abhält, richtig durchzustarten. Eines der Geheimnisse, das zu lüften ein viel besseres Verständnis der Pflanzen und ihrer Abhängigkeiten voraussetzte.

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