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Gutes Baumnüssejahr

Die Walnussbäume tragen in diesem Jahr reichere Frucht als gewöhnlich. Bei unseren zwar zahlreichen, aber noch relativ jungen Bäumen war die Ausbeute gar sehr schlecht in den Vorjahren. Die meisten dieser Bäume wachsen auch am Dorfrand, wo ein recht raues Klima herrscht. Mit der Folge, dass die Blüten meist erfrieren und es u. U. gar keine Nüsse anschließend gibt. Dieses insgesamt wärmere Jahr hat den Nussbäumen dort insofern gut getan. V. hat es nach dem letzten Sammeln aber versäumt, die von der Schale entfernten Nusshälften sorgfältig zu trocknen. Die waren noch zu feucht und haben das dichte Übereinanderlagern nicht vertragen. So mussten wir drei Viertel dieser Auswahl entsorgen, da sich ein Netz von Schimmelpilzen über alles gezogen hatte. Den Fehler werden wir wohl bei noch kommenden nicht mehr machen. Das Trocknen an der Luft, auf einem Keramikteller als Unterlage, hat sich auch bei den Chilis bewährt. Richtig klein geschnitten trocknen die innerhalb einer Woche ein und sind nach ca. 2 Wochen ganz hart, so dass sie später leicht gemahlen werden können. Bei den Chilis wird es wohl diesmal ein volles Döschen ergeben. Und die Baumnüsse sollten für unsere selbst zusammengestellten Nussmischungen das ganze Jahr über ausreichen.

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Pflanzrituale

Ein Einundzwanzigster und wie fast immer einer der eindrücklicheren Tage. Dieses Jahr beginnt der Herbst ziemlich pünktlich, vorbildlich dem Kalenderdatum entsprechend. Angekündigt hatte sich diese Stimmung schon länger, aber jetzt ist sie unübersehbar. Und schon muss man bangen, dass die letzten reifenden Früchte, bei mir ist das Gemüse, nämlich die superscharfen Chilis, dass die nicht mehr richtig ausreifen. Dabei haben die Pflanzen in den letzten Wochen immer wieder neue Blüten angesetzt, die auch jetzt noch sichtbar sind. Das sollte also auch in den kommenden Wochen noch mehr Chilischoten werden und am Ende eine deutlich bessere Ernte als im Vorjahr, als ich allerdings auch nicht so viele Pflanzen gesät hatte. Auch wenn die Blätter, eigentlich die ganze Pflanze über den Sommer trotz Optimalbedingungen irgendwie blassgelblich und nicht satt grün aussah, entwickeln sich die Schoten doch prima. Und die Schärfe ist genauso außerordentlich wie im letzten Jahr. Das ist schon ein Erfolgserlebnis, wenn ich bedenke, wie mühsam und langwierig das Ziehen der Pflänzchen aus den vorjährigen Samen war und wie unendlich viel Gießwasser sie geschluckt haben, bevor auch nur eine Blüte aufgetaucht ist. Als Ergänzung zu meinen Baumpflanzungen, die nicht so häufig vorkommen, sind diese jährlich wiederkehrenden Pflanzrituale etwas, das mir ans Herz gewachsen ist.

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Gärtnerische Fertigkeiten verbessern

Der Fernsehgärtner hat heute Grundlegendes zum Einsäen der Frühjahrspflanzen erklärt. Aber das Wichtigste, wie man die in einen Pflanztopf angewachsenen Sämlinge später am geschicktes pikiert, für die Erklärung ist am Ende keine Zeit mehr übrig geblieben. Auch ohne fachmännische Anleitung habe ich das in den letzten Jahren eigentlich immer schon intuitiv richtig gemacht, das Pikieren ist aber dennoch eine Herausforderung, für die mir die Übung fehlt. Deshalb war das immer eine mit Herzklopfen verbundene Aufgabe, bei der ich immer die Befürchtung hatte, die zarten Wurzeln zu beschädigen und damit die Gefahr zu vergrößern, dass die vereinzelten Pflänzchen anschließend welken. Mal sehen, ob mir das in diesem Frühjahr mit den Chilipflanzen besser gelingt, zumal ich mir eine größere Anzahl vorgenommen habe. Nicht Säen, aber Zurückschneiden steht demnächst für den Maulbeerbaum an. Eigentlich schon etwas spät jetzt, aber das Wetter war bisher an den Wochenenden nicht wirklich geeignet. Und auch dieses Wochenende wird nicht möglich sein. So hoffe ich, dass der Frühling sehr bald mit stabil höheren Temperaturen zu uns kommt und bleibt, damit wir möglichst vor Ostern in die Gartensaison starten können.

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Erste Frühlingsaussaaten

J. hat die Pflanzensamen, die ich ihr zu Weihnachten geschenkt hatte, schon in kleine Pflanztöpfe ausgesät. Dazu bin ich selbst noch nicht gekommen, denke aber, dass ich es zumindest für die Chilisamen noch im März erledigen will. Bei den Rizinussamen bin ich mir nicht so sicher, ob es Sinn macht, sie vorzuziehen. Die Methode, sie im Laufe des Frühlings direkt in den Garten auszusäen, an möglichst sonnigen Standorten, hat sich im Vorjahr bewährt. Ich vermute auch, dass diese robusten Samen einiges an Feuchtigkeit benötigen, um überhaupt zu keimen. So ist das direkte Aussäen in die Gartenerde für den Wunderbaum wahrscheinlich die geeignetere Methode. Sehr gespannt bin ich, wie die Erfolgsquote in diesem Jahr ausfallen wird. Von den bestimmt 10 Samen waren vorjährig gerade 3 wirklich gekeimt. Von den übrigen war nichts zu sehen gewesen. Es wird wieder interessant sein, das zunächst zögerliche und ab einem bestimmten Punkt rasante Höhen- und Breitenwachstum der Pflanzen zu beobachten. Eine wirkliche Bereicherung, auch rein optisch, für den Sommergarten.

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Erste Pläne zur Pflanzensaat

Der Bauernkalender macht jetzt schon darauf aufmerksam, dass die ersten Pflanzen auf der Fensterbank aus Samen vorgezogen werden können. Wahrscheinlich ist das eine Standardempfehlung, die von „normalen“ Wetterjahren und jahreszeitlichen Verläufen ausgeht. Möglicherweise ist das in diesem Winter anders. Jedenfalls sieht es aktuell so aus, als ob durchaus noch längere Phasen mit frostigen Nächten und kalt-nassen Tagen bevorstehen. Für das, was ich mir an Eigenzüchtungen vorgenommen habe, ist wohl der März noch früh genug. Ich denke vor allem an die Chilisamen, die ich im Vorjahr gesammelt und getrocknet habe. Die Ausbeute an Schoten war ziemlich gering, aber es sind doch ziemlich viele Samen, so dass ich diesmal mehr aussähen und hoffentlich auch ernten kann. Die extravagante Schärfe dieser Sorte hat es mir durchaus angetan. Die anderen Samen werde ich wohl eher direkt in die Erde setzen, und das natürlich deutlich später: Sonnenblumen und Rizinus sind recht unempfindlich und wachsen schnell. Dafür muss es dann doch stabile frostfrei sein und der Frühling muss schon in vollem Gange sein. Bei den Chilis ist das frühzeitige Säen sicher von Vorteil, auch wenn die Pflanze sehr spät wirklich in Fahrt kommt und sehr spät erst reife Frucht trägt. Im Frühjahr steht dann noch ein anderes, aufwändigeres Projekt an: M. will die entfernte Zypressenhecke ausgleichen. Dafür müssen wir noch geeignete Gehölze finden, die sich nicht allzu stark ausbreiten. Eine schwieriges Vorhaben, von dem ich nicht weiß, ob am Ende nicht doch wieder die vorübergehende Bepflanzung mit Sonnenblumen und Schwarzäugiger Susanne steht, die dann jedes Jahr wieder erneuert werden müsste.

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Die Gartensaison dauert länger

Einige lang aufgeschobene technische Korrekturen an meinen kunsthandwerklichen Maschinen konnte ich heute endlich umsetzen. Damit bin ich jetzt bestens für die meist intensiven Arbeitseinsätze in Herbst und Winter gerüstet. Am Nachmittag haben wir schon einmal mit dem Entfernen der ersten Sonnenblumenstängel begonnen. Die waren ja schon auf halber Höhe gekappt, nun haben wir sie mi den Wurzeln herausgezogen und entsorgt. Die Wurzelballen gut ausgeklopft ist kaum noch Erde verloren gegangen. Jetzt ist wieder mehr Luft und Licht vorhanden. Die links und rechts davon stehenden und die an der Seite haben wir aber noch gelassen, da dort noch viele jüngere Blütenköpfe vorhanden sind. Das wird uns noch 1-2 Wochen freudig entgegen strahlen. Aber dann wird die Sonnenblumensaison endgültig beendet sein. Kerne haben wir jetzt genug, so dass die nächstjährige Wiederauflage mit den Riesensonnenblumen schon gesichert ist. Sehr viel länger werden wir etwas von den Rizinusstauden haben. Und auch die Strohblumen sind noch lange nicht ausgeblüht, sondern bilden immer noch und immer wieder neue Blütenköpfe, was meine Sammlung kontinuierlich wachsen und die Auswahl groß werden lässt. Besonders gespannt bin ich auf die neuen, auf dem Samentütchen als extrascharf bezeichneten Chilis. Diese Sorte ist offenbar sehr spät blühend und fruchtend. Immer noch bilden sich nämlich Blüten, obwohl die ersten grünen Früchte schon recht groß ausgewachsen sind. Das wird wohl noch dauern und die Nutzgartensaison damit verlängern.

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Geköpfte Chilis

Bei den Chilipflanzen ist es wie bei den meisten Bäumen. Der Mitteltrieb ist für ihre Entwicklung wichtig. Später zeigen sich die Schoten an den oberen Seitenästen. Umso erschrockener war ich zu sehen, dass M. tatsächlich bei 5 der 6 so schön angewachsenen Pflanzen tatsächlich die Mittelknospen abgeknipst hat. Ich konnte das kaum fassen. Nur weil die Blätter eine Kräuselung aufwiesen, die dieses Jahr allerdings bei verschiedenen Pflanzen zu beobachten ist und meiner Erfahrung nach meist auf eine Pilzinfektion zurückgeht. Die Photosynthese funktioniert aber trotzdem, und die Chilis wären sicher auch so prächtig gewachsen. Damit dürfte es jetzt für diese 5 vorbei sein, Schluss mit dem ersten geglückten Versuch, die Pflanzen aus Samen großzuziehen. Ich war wirklich entsetzt, auch weil ich mir das Trauerspiel jetzt noch Wochen ansehen muss. Sehr unwahrscheinlich, dass daraus noch etwas wird. Und die die eine noch heil gebliebene kann den Verlust natürlich kaum kaschieren.

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