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Der Buchsbaum hat sich gut erholt

Es tut gut zu sehen, wie der im Vorjahr so extrem gebeutelte Buchsbaum sich in diesem Sommer sichtlich erholt. Die Radikalkur mit starkem Rückschnitt und zweimaliger Behandlung mit einem biologischen Mittel, einem natürlichen Feind des Buchsbaumzünslers hat damals immerhin dazu geführt, dass der massive Befall gestoppt werden konnte. Der Strauch allerdings war danach kaum mehr wiederzuerkennen, hatte kaum noch ein Vierteil seines ursprünglichen Volumens und war außerdem total aus der Form geraten. Natürlich geht das nicht so schnell, aber aus der Distanz hat doch schon wieder eine erkennbare Strauchform und er bemüht sich auch, langsam die großen Löcher zuwachsen zu lassen, die durch den Rückschnitt besonders stark befallener Zweige entstanden waren. Ich hoffe, die Plage wird sich so schnell nicht mehr wiederholen. Immerhin weiß ich jetzt, wie man sie effektiv bekämpft, ohne der Pflanze und empfindlichen Insekten zu schaden.

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Ein kühler Palmsonntag mit Palmen

Es ist schön, dass wir letztlich doch noch genügend Palm für unsere Türkreuze zum Palmsonntagssegen mitbringen konnten. Zwar deutlich spärlicher und kleiner sind die Ästchen, allerdings doch genügend für unsere eigenen Zwecke. Nur Weitergeben konnten wir diesmal keine. Selbst am Altar gab es dieses Jahr erstmals keine Palmbuschen zum Mitnehmen, denn auch die Kirche konnte im ganzen Dorf nicht genügend gesunde Zweige zusammentragen, hat für die feiertägliche Dekoration stattdessen richtige Palmzweige verwendet, da P. M. solche im eigenen Garten pflegt. Manchmal macht die Natur eben auch bei Traditionen einen Strich durch die Rechnung. Es war seit langem der erste Palmsonntag bei ungemütlichem Wetter, das von der Temperatur her sogar an einen Wintertag erinnerte. Dennoch zog der Feiertagsgottesdienst zahlreiche Menschen an. Ein Zeichen, dass es nicht nur bei den Älteren fest verwurzelte Traditionen und ein erhaltenes Bedürfnis gibt, die sich in christlichen Feiertagen Ausdruck verschaffen.

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Viel Samstagarbeit nach Plan

Da die Wetterkapriolen bei uns nicht so stark ausgefallen waren, konnte ich an diesem Samstag doch alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte. Allen voran der lästige, aber notwendige Reifenwechsel, der wegen einer Schraube im Profil mit einiger Verzögerung verbunden war, und am Nachmittag das Umtopfen der verschiedenen Sonnenblumen und der Rizinusstauden. Durch das Verteilen auf größere Pflanztöpfe ist am Ende doch schon eine ganze Menge an kleinen Blumen herausgekommen, die ich nur schwer auf der Fensterbank oder jedenfalls bei Licht drinnen unterbringen kann. Aber wahrscheinlich kommt bei den Blumen in den nächsten Wochen ohnehin nicht mehr viel nach, so dass ich bald die Pflanzpaletten ohnehin entfernen kann. Dann kommt es darauf an, dass die relativ spontan angewachsenen Pflanzen sich in der geräumigeren Erde gut entwickeln, bis ich sie irgendwann auspflanzen kann. Einige davon werden ohnehin neue Besitzer finden, wie schon im Vorjahr. Und dann sind da noch die vielen angesäten Strohblumen und die Chilis. Bei den Strohblumen habe ich diesmal Bedenken. Bisher sieht es nicht danach aus, dass sie ordentlich keimen. Denn was bisher gewachsen ist, wirkt eher wie Unkraut. Vielleicht war der Zeitpunkt für diese Art ungünstig. Vielleicht liegt es aber auch an der Erde. Noch ratloser machen mich die Chilis, die noch gar keine Regung gezeigt haben. Sollte alle Samen von den letztjährigen Schoten Blindgänger sein? Ich kann es mir fast nicht vorstellen und tendiere, weiterhin Geduld zu haben. Die Gartenbäume sind derzeit noch vorsichtig. Die Knospen sind zwar schon zu sehen, aber sie scheinen dem Frühling noch nicht ganz zu trauen. Mit guten Grund wohl, denn die Nächte sind zurzeit noch klirrend kalt, bis zur Frostgrenze. Umso erstaunlicher scheint es mir, dass wir beim Sortieren der spärlichen Palmzweige für morgen unter den Zweigen von P. M. doch tatsächlich einen einzelnen lebenden Buchsbaumzünsler entdeckt haben. Wo, frage ich mich, kommt der her, um diese Jahreszeit und bei diesen Temperaturen. Jedenfalls haben wir den Zweig inklusive seines ungewollten Bewohners gleich verbrannt, da wir vermeiden wollen, dass er aus der Tonne krabbelt und sein Domizil gleich in unserem so gerupften Buchsbaum bezieht. Letztlich wird der Palmbuschen spärlicher ausfallen als sonst. Aber für unsere eigenen Türkreuze wird er gerade ausreichen.

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Abstand nehmen

Wieder eine extrem arbeitsreiche Woche liegt hinter mir. Aber jetzt freue ich mich auf das Wochenende, mit hoffentlich der Gelegenheit, etwas im Garten zu tun und andere Frühjahrsarbeiten zu erledigen. Das ist ein guter Ausgleich zu dem vielen Sitzen und der beanspruchenden Projektarbeit. Ich hoffe, das Wetter spielt mit. Ein wenig Palm von unserem eigenen gerupften Buchsbaum muss ich auch noch schneiden – ganz vorsichtig, um den armen Strauch nicht mehr zu gefährden. Und dann können wir alle einmal etwas Abstand nehmen.

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Sparsame Palmzweige in diesem Jahr

Ostern ist nun schon im täglichen Gespräch präsent. Vielleicht sind wir dem Feiertag in diesem Jahr wieder näher als in den Jahren zuvor. So dass er eine tiefe, in der gesamten Lebensgeschichte fußende Bedeutung entfaltet. Auch M. hat wie wir alle besondere Freude an all den vorösterlichen Traditionen, Themen und Dekorationen, die das Fest mit Inhalt und Emotion verknüpfen. Und eine Reihe verschiedener Ostergrußkarten mit österlichen Motiven der letzten Jahre habe ich auch schon vorbereitet. Es bleibt gerade noch eine Woche, diese Grüße auf den Weg zu bringen. Ein Projekt, das v. a. M. maßgeblich mit Leben füllt, bei dem ich meine Unterstützung anbiete. Da im Vorjahressommer der Buchsbaumzünsler so radikal und flächendeckend zugeschlagen hat, war es zum ersten Mal, seit ich denken kann, nicht möglich, Palmzweige für den Palmsonntag abzuzweigen. Bei den wenigen noch verbliebenen Ästchen wäre das einem endgültigen Kahlschlag gleichgekommen. So sind wir auf dem Rückweg von M. bei P. M. vorbeigefahren, der einen zwar ebenfalls gebeutelten, aber noch etwas ausladenderen Buchsbaum im Garten hat. Von dem konnten wir zumindest einen kleinen Bund einzelner Zweigchen schneiden. Viel weniger als sonst, aber wir würden es schon als Verlust wahrnehmen, am Palmsonntag keine Zweige segnen lassen zu können, die uns das ganze Jahr über an den Türkreuzen begleiten und uns die christliche Lebens- und Siegessymbolik in Gedächtnis und Seele rufen.

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Dem Buchsbaumzünsler erneut an den Kragen

Ein sehr gemischter und auch ausgeglichener Arbeitstag. Zunächst die Projektarbeit im virtuellen Raum, am Nachmittag die erste Phase der aktuellen Holzarbeit, diesmal mit Pappel und Bergfichte. Und dann habe ich die noch moderate Temperatur genutzt, um den radikal zurückgeschnittenen Buchsbaum erneut mit dem Bakterium zu spritzen, das zu den natürlichen Feinden des Buchsbaumzünslers gehört. Eigentlich sollten zwar aktuell keine Raupen mehr an dem so stark gerupften Strauch zu finden sein, aber man weiß eben nie. Und außerdem könnten ja wieder neue von außen hinzukommen, wie es wohl in den letzten Wochen wieder geschehen ist. Jedenfalls habe ich ihn jetzt wieder so gründlich damit behandelt, dass so schnell nichts mehr passieren sollte. Die Witterung wird in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass nichts abgespült wird. Das sind ganz gute Voraussetzungen. Wenn das jetzt nicht greift, können wir leider auch nichts mehr gegen den in diesem Jahr so starken Befall unternehmen.

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Die hochsommerliche Zweitaufgabe

Ein tolles Datum, dieser 21.07., und auch ein guter Holzarbeitssamstag. Ein strammes Programm wartete seit dem Morgen auf mich, das ich plangemäß umsetzen konnte. Jetzt nur noch die geölten Perlen zum Trocknen bereitstellen und dieses Projekt ist abgeschlossen. Schön, dass ich Anfang der Woche gleich mit dem nächsten beginnen kann. Gerade in dieser hitzigen Hochsommerphase finde ich das einfach klasse, sozusagen als Zweitaufgabe. Der Zünsler hat mich zwischendurch auch heute noch beschäftigt, in Form von weiterem Zurückschneiden. Das Mittel habe ich aber noch nicht angewandt, da für unsere Region Gewitterregen vorausgesagt waren und es nicht wirklich wirken kann, wenn es gleich wieder abgespült wird. Aber notwendig wird das auf jeden Fall sein, da ich auch bei dem geringfügigen Nachschneiden weitere Raupen gefunden habe. Von selbst also wird das Problem sich nicht lösen.

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Der Buchsbaumzünsler ist wieder da

Der Buchsbaumzünsler hat erneut zugeschlagen. Nach einem langen Nachmittag mit intensiver Holzarbeit überbrachte mir M. diese Nachricht, die ich nicht glauben wollte. Tatsächlich habe ich in den letzten Wochen, nachdem ich den Busch erfolgreich mit dem biologischen Mittel gespritzt hatte, täglich beim Blumengießen einen Blick darauf geworfen und konnte absolut keine Veränderung feststellen. Kein Gewimmel von Raupen, keine auffälligen neuen Gespinste. Und doch, nachdem ich mich vergewissert hatte, musste ich feststellen, dass offenbar doch einige Exemplare überlebt haben und sich zwischenzeitlich vermehren konnten. Viel Raupen konnte ich allerdings nicht sehen, dafür aber bei genauem Blick ins Innere des Gehölze massenhaft neue Gespinste. Vielleicht war es ein Fehler, der Empfehlung nicht zu folgen, die dahin ging, das Spritzen nach 2-3 Wochen zu wiederholen. Es schien mir einfach sehr erfolgreich gewesen zu sein. Jedenfalls konnte ich jetzt nicht umhin, den Busch großflächig weiter zurückzuschneiden, nachdem wir beim letzten Mal ja schon sehr viel entfernt hatten. Für die erneute Behandlung mit dem natürlichen Feind des Zünslers sind die Bedingungen jetzt gut, weil ich überall gut hinkomme. Aber der kleine Baum ist natürlich so stark reduziert, dass er eher einem traurigen Gerippe gleicht. Ich hoffe, dass die Behandlung diesmal endgültig Wirkung zeigt und das Problem des Schädlings damit endlich behoben ist. Ansonsten müssen wir auf die Regenerationsfähigkeit des Buchsbaums vertrauen, der in einigen Jahren vielleicht wieder seine alte Form annehmen kann.

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Immerhin Entspannung für den Buchsbaum

Viele nervenaufreibende Arbeiten rund um technische Konfigurationen. Da können auch wenige Pausen im Garten oder in der Landschaft keine wirkliche Entspannung bringen. Immerhin, bei einem Blick auf den Buchsbaum konnte ich zumindest keine neues Wuseln und Kriechen der Raupen mehr entdecken. Sie sollte also paralysiert worden sein. Ich hoffe, das Problem wird dann in einigen Tagen auch erledigt sein und hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Vor allem hoffe ich auf eine schnelle Erholung des Strauchs. Dass er in diesem Jahr seine Form wieder findet und die Seite, die auf Grund der früher angrenzenden Zypressenhecke gar keine Äste hat, dass diese Seite auch noch zuwächst, damit der kleine Baum bald eine kugelige Krone erhält.

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Unangenehme Sonntagserfahrungen

Der anstrengende Gartenarbeitstag steckte uns heute noch in den Knochen. Und dennoch hat es uns am Nachmittag wieder in den Garten gezogen. Da sind noch gewisse Dinge im Hinterkopf, die zu einem Start in die Gartensaison gehören und die wir noch nicht umsetzen konnten. Immerhin stehen jetzt auch die Gartenmöbel und machten zum ersten Mal in diesem Jahr das Sitzen draußen wieder möglich. Zwischendurch gabs einige Unruhe, einen Bienenschwarm betreffend. Die Nachbarn des Bienenhauses riefen an, dass sich ein Schwarm selbstständig gemacht habe, den sie auf einem ziemlich hohen Baum entdeckt hatten. Tatsächlich hatte sich einer der wenigen verbliebenen Völker auf den Weg gemacht, dem Ruf einer unentdeckten Königin folgend, und zwar in die Krone eines ziemlich hohen Apfelbaums in unmittelbarer Nachbarschaft. Als wir eintrafen war schon ein anderer Imker vor Ort. Aber auch der sah die Vergeblichkeit aller Versuche, den Schwarm in dieser Lage einzufangen. So bleibt nur die Hoffnung, dass er sich in den nächsten Tagen noch eine Etage tiefer bewegt. Dann bestünde eine Chance. Ansonsten provoziert dieser Verlust wieder einmal einen fast vollständigen Neuanfang für V. in dieser Saison. Am späten Nachmittag habe ich das gestern nicht mehr realisierte Vorhaben umgesetzt, dem Buchsbaumzünsler an den Kragen zu gehen. Das biologische Mittel ließe sich gut mit Wasser anrühren, glücklicherweise hatten wir auch das richtige Sprüh-Equipment zur Verfügung, so dass ich das, mit einer dichten schließenden Schwimmbrille ausgestattet, gefahrlos wagen konnte. Im Idealfall sollte den Raupen jetzt schon der ansonsten riesige Appetit vergangen sein. Und vielleicht ist das Problem in einigen Tagen auch vollständig gelöst. Der Busch ist natürlich jetzt schon ziemlich zerrupft. Nicht nur wegen des Raupenfraßes. Auch weil ich ihn um die Gespinste herum zweimal in Folge ein gutes Stück ausgedünnt hatte. So dürften wir der Plage am ehesten Herr werden können. Ich hoffe, der Traditionsbaum wird auf

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Der große jährliche Freiluftputz und einige aufgeschobene Gartenprojekte

So lange hat das große Rund-ums-Haus-Frühlingsputz noch nie gedauert. Ich hatte den Eindruck, dass sehr viel mehr Moos und Algen abgetragen werden mussten als üblich. Und zwischendurch hat dann auch noch der Hochdruckreiniger mehrere Male gestreikt. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. So ist am Ende eine den ganzen Tag füllende Arbeit daraus geworden. Die Gartenmöbel werden wir deshalb erst morgen arrangieren können. Immerhin ist aber sonst alles vorbereitet, so dass der Gartensaison eigentlich nicht mehr allzu viel entgegenstehen dürfte. Auch das kleine Becken haben wir abgelassen, denn das darin gesammelte Regenwasser war voll von Algen und gesättigt mit dem gelben Blütenstaub, der sich in diesen Tagen über alles legt. Jetzt sind auch dessen Fliesen wieder ansehnlich und es ist fit für das kommende, dann wahrscheinlich von Blütenstaub freie Regenwasser. Eine Sache ist mir morgen dann doch noch wichtig, die ich heute nicht mehr erledigen konnte. Das biologische Bekämpfungsmittel gegen den Buchsbaumzünsler soll unseren kleinen, aber schon ziemlich alten Busch noch retten. Händisch haben wir die am stärksten befallenen Bereiche schon entfernt. Aber ohne dieses Bakterium, das zu den natürlichen Feinden des Buchsbaumzünslers gehört, wird die Plage nicht zu beseitigen sein. Und so ein weitgehend, wenn nicht komplett kahl gefressener Baum tut einem wirklich weh. Ich hoffe, die Maßnahme kommt nicht zu spät.

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Krisenzeit der Gartenbäume

Zurzeit scheint es bei den Gartenbäumen eine Krise nach der anderen zu geben. Erst war es das unerwartete Kränkeln des neu eingepflanzten Feigenbäumchens, das vor dem Winter so wunderbar gerade in die Höhe gewachsen war und dessen tadelloser Haupttrieb dann irgendwann während des Winters trotz der guten Pflege abgestorben war. Dann das Bluten des Walnussbaums. Gestern die entsetzende Entdeckung der Raupen am Buchsbaum, der dort schon ewig steht und der noch nie vergleichbaren Befall hatte. Und dann stelle ich heute auch noch eine merkwürdige Verfärbung und Konsistenzänderung bei der Steckpalme fest. Die hatte zwar um diese Zeit auch in den Vorjahren immer schon ihre Leidensphase. Aber das lag bisher immer an Läusen, die sich an den Blattunterseiten festgesetzt hatte. Die befallenen Blätter sind dann abgefallen und wurde rasch durch frisce ersetzt. Jetzt aber ist davon nichts zu sehen. Stattdessen sind alle Blätter ausnahmslos ledrig verändert und wirken, als ob sie jemand mit Braun-Goldfarbe angesprüht hätte. Ein Umstand, den ich mir gar nicht erklären kann, zumal der Baum sonst sehr vital wirkt und die Blätter auch keine Tendenz zeigen abzufallen, also nicht so aussehen wie im Herbst. Das scheint ja ein nervenaufreibendes Baumjahr zu werden, das uns noch so manche Sorge bereiten wird.

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Bei uns ausschließlich Buchsbaumzweige

Der Palmsonntagsgottesdienst wurde heute mit ungewohnter Besetzung, aber sehr einfallsreich und ansprechend gefeiert. Fast alle hatten die traditionellen Palmzweige dabei, manchen scheinen sogar größere Teile ihres Buchsbaumbuschs für den Zweck geopfert zu haben. Wie jedes Jahr habe ich die gesegneten Zweige auf alle Türkreuze oder anderen christlichen Symbole im Haus verteilt. Einige Zweige will M. noch an Bekannte weitergeben, die keine Gelegenheit hatten, den Gottesdienst zu besuchen, für die die Tradition aber dennoch Bedeutung hat und die sich darüber freuen. In unserer Region sieht man tatsächlich nur Buchsbaumzweige. Andere Möglichkeiten, wie z. B. Weidenkätzchen oder gar echte Palmzweige kommen dagegen gar nicht vor. Na ja, bei dem in diesem Jahr früheren Termin für Palmsonntag und Ostern wäre es anders auch kaum möglich. Ich freue mich, dass die Sonne heute doch markanter hervortrat als erwartet. Denn ich finde, gerade der Palmsonntag als Feier des Sieges im christlichen Sinn erhält im Sonnenlicht noch einmal mehr Intensität. Äußere Faktoren, die christlichen Sinn ergänzen und hervortreten lassen.

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Der Buchsbaum, das Aschenkreuz und die Transformation

Es steckt so viel Symbolisches darin, und doch registriere ich in der eigenen Wahrnehmung einen Verlust von Innerlichkeit und emotionaler Beteiligung bei so manchem Ritus, den ich in Kindertagen beim den heiligen Messen kennengelernt habe. Das Aschenkreuz ist einer davon, dem ich heute wieder begegnen will. Es markiert den Anfang der Fastenzeit und verweist damit bereits vor auf das Osterfest und seine zentrale Botschaft der Wiederauferstehung. Wir bereiten uns quasi als Menschen selbst auf die eigene Erneuerung vor, indem wir uns zunächst einmal daran erinnern, dass wir sterblich sind und alles Handeln vor diesem Hintergrund nur für kurze Zeit Bedeutung haben kann. Im Aschenkreuz ist in verwandelter Form der Palmzweig des Vorjahres enthalten und damit ein Symbol des Sieges. Denn die vorjährigen am Palmsonntag gesegneten so genannten Palmzweige, die in unserer Gegend in der Regel aus Buchbaumzweigen bestehen, werden zuvor verbrannt. Die daraus entstehende Asche wird für die Aschenkreuze verwendet. Es ist wie eine vorweggenommene Auferstehung vierzig Tage vor der eigentlichen Feier derselben. So ist im Niedergang und der Vernichtung bereits der Keim für das neue Aufleben enthalten. In den nächsten Wochen können wir uns darauf vorbereiten. Ich hoffe, dass solcher Sinn in der tradierten Form nicht verloren geht und auch außerhalb der Fastenzeit im Bewusstsein bleibt.

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Vorverlegte Palmweihe

Die Palmzeige am Samstagabend vor Palmsonntag segnen zu lassen, gefällt mir eigentlich gar nicht. Für mich verbindet sich diese Tradition eigentlich typischerweise mit einem sonnigen Vormittag des Palmsonntags, und mit dem Fußweg über den alten Friedhof zur Kirche, durch eine kleine Allee blühender Zierkirschbäume. Die unregelmäßigen Gottesdienstzeiten bringen es aber immer häufiger mit sich, dass die Feiertage nicht am eigentlichen Tag zelebriert werden können. Das nimmt dem ein gutes Stück seiner Aura und seiner symbolhaften Stärke. Die Buchsbaumzweige habe ich eben an unserem alten Strauch geschnitten, der seit vielen Jahren eine Ecke des Gartens markiert. Im vergangenen Sommer hat er mächtig an Volumen zugelegt. Ich hoffe, V. wird ihn nicht wieder so stark stutzen wie zuletzt. Eigentlich sollte daraus ein richtiger kleiner Baum werden. Bisher aber war er immer in überschaubarer Strauchform gewachsen. Zum Teil liegt das sicher an unserem Klima, z. T. aber auch an der Vorstellung, die man von dieser Art hierzulande hat, nämlich die eines kleinen Zierstrauchs. Ein Gutes hat die Vorverlegung auf den Vorabend: Morgen Vormittag kann ich mir viel Zeit lassen, die Zweige auf die verschiedenen Türkreuze im Haus zu verteilen.

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Vegetabile Feiertags- und Frühlingssymbolik

Schade, dass wir eigentlich nicht mit sonnigen Osterfeiertagen rechnen können. Denn es soll zunächst so weiter gehen. Regnerisch, windig, kühl. Nicht in der Konsequenz des Frühlings liegend, für den es bereits vorher erste Anzeichen gab. Und nicht gerade das, was die Lebensgeister weckt und zu neuen Ufern trägt. Immerhin, die Palmzweige als symbolisches Zeichen, zum einen des Sieges und der Hoffnung im christlichen Sinne, zum anderen der Erneuerung, des Schutzes und des Lebens im Sinne einer allgemeingültigen vegetabilen Symbolik, diese immergrünen Zweige habe ich nach der Segnung am Vormittag überall im Haus verteilt. Ein Ritual, das für uns dazugehört und das für mich selbst eine kaum wegzudenkende Bedeutung hat. Die Weidenkätzchen, die M. sich ergänzend als Dekoration für die Karwoche und die Ostertage gewünscht hat, kann ich ihr nicht zur Verfügung stellen. Zum einen weil man sie generell nicht abschneiden soll, zum anderen weil sie in fußläufiger Entfernung bei uns sehr selten zu finden sind. Eigentlich finde ich es aber auch viel schlüssiger, die immergrünen Pflanzen im österlichen Kontext zu verwenden. Ich hoffe, die Buchsbaumzweige werden möglichst lange grün bleiben und erst spät ausbleichen .

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Neue Palmzweige

Am Nachmittag haben wir schon einmal die Buchbaumzweige geschnitten, die wir morgen in der Palmsonntagsmesse segnen lassen wollen. V. hatte zuvor schon größere Zweige von dem großen Buchsbaum am Bienenhaus mitgebracht. Der trägt ziemlich große Blätter, was ich eher nicht so schön finde, zumal wir meist doch recht kleine Zweiglein benötigen. Mal sehen, morgen früh werden wir die Bündel zusammenstellen und eine Auswahl treffen. Und die letzte Auswahl erfolgt dann ohnehin, wenn ich die Zweige auf die verschiedenen Kreuze im Haus verteile. Ein Bündel geht wie immer an J. und W., da sie ja leider nicht in die Messe kommen. Nun hoffe ich auf einigermaßen schönes Wetter, das, wie ich finde, dem Feiertag eigentlich besser zu Gesichte stehen würde.

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