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Die neue Unübersichtlichkeit der Jahreszeiten

Vielleicht ist es uns vergönnt, im November die Sonnenstunden nachträglich zu erhalten, die uns im Oktober gefehlt haben. So sieht es in diesen Tagen aus, die von ungewöhnlich viel Licht geprägt sind, wobei die Temperaturen, gerade in den Nächten, eher empfindlich kühl werden. Solches Wetter könnten wir auch noch an Weihnachten erleben, wenn wir die Vorjahre in Betracht ziehen. Das würde langfristig das gefühlte Verschwinden des Winters bedeuten, analog zum schleichenden Verschwinden der Jahreszeiten. Kaum auszudenken, was eine Nivellierung der Jahreszeiten für unsere biologische Uhr bedeuten würde. Wenn wir beobachten, wie die Bäume nach wie vor nach der Winterruhe blühen, Blätter treiben und Früchte ausbilden, während das jeweils zugeordnete Wetter nicht dem entspricht, was man traditionell erwarten sollte. Diese neue Unübersichtlichkeit bei den Jahreszeiten läuft parallel zur Desorientierung in Gesellschaft, Politik und in Teilen auch der Wirtschaft. Was zeigt, dass wir eben immer auch natürliche Wesen sind, die ihre Wurzeln nicht verleugnen können, die auch im kulturellen Leben noch von ihrer Biologie mitgeprägt sind.

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Biologie vs. Sprache

Ein sehr ruhiger Sonntag mit unverhofften Wendungen. Sollte die Zurückhaltung in Sachen Baumkreis nun ein Ende haben. Gegenwärtig stelle ich gegenteilige Tendenzen fest. Wie wenn die anhaltende Sonne und das viele Licht die Lebensgeister auch bei den Menschen weckte und Lust auf Natur, Landschaft und Frühling herausgekitzelt hätte. Die Menschen lassen sich gerne von außen inspirieren. Da setzt sich die Biologie durch und hat größere kommunikative Wirkung als die Sprache und ihre Anwendung.

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Die natürliche Grundlage bleibt am einflussreichsten

Das Timing für den Abschluss des jüngsten Symbolarmbandauftrags war gut. Wie geplant konnte ich es am Abend fertigstellen, was mir erst einmal eine Verschnaufpause ermöglicht. Tatsächlich hat es sich in den letzten Wochen gehäuft, wie schon einige Male in diesem Jahr, und wie es eigentlich schon seit längerem für die Verteilung übers Jahr hinweg typisch ist. Oft kommt dann eine längere Pause. Aber auch darauf kann man sich eher nicht verlassen. Schön wäre es eben gleichmäßiger verteilt. Diese Produktion in der Sphäre des Symbolischen hängen aber eng mit globalen Stimmungen und der emotionalen Verfassung und Befindlichkeit der Menschen zusammen. Oft ist das tatsächlich global, nur so kann ich diese Häufungen erklären, die von langen Auszeiten abgelöst werden. Meine schon einige Male aufgestellte These ist, dass die Menschen sehr viel abhängiger vom natürlichen Rahmen sind, in dem sie sich bewegen und Teil dessen sie sind. Biologische und klimatische Faktoren, die auf die Biologie durchscheinen, sind oft wichtiger für Aktivität und Motivation, für Entschlusskraft und Verhaltensschwankungen als soziale Faktoren. Auf die Ebene der Kommunikation wirkt sich das aber wiederum aus, so dass häufig der Eindruck entsteht, die Schwankungen hätten kommunikative Hintergründe. Man muss dann eine Ebene tiefer blicken und kann sich nur wundern, wie abhängig wir als Kulturmenschen jederzeit und durchgängig von unserer Natur und der Umwelt unserer Natur sind. Es ist schön, dass ich diese Zusammenhänge und Veränderungen kontinuierlich am Beispiel der Mensch-Baum-Beziehung betrachten und mit dem in Verbindung bringen kann, was andere zum Thema beitragen.

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