Pfingsten und das schwindende Verständnis für die Bedeutung von Feiertagen

Seit vielen Jahren wohl zum ersten Mal ist der Pfingstsonntag ziemlich ins Wasser gefallen. Erst gegen Abend kamen einige Sonnenstrahlen zum Vorschein, ansonsten ist der ganze Tag in gedämpfter Wetterstimmung mit Nieselregen verlaufen. Nicht gut für die Stimmung, die wir an Pfingsten eher an Frühlingshaftes knüpfen. Aber gut für die Kontemplation, die an Feiertagen wohl angesagter ist als sonst. Zumindest kann ich trotz der desillusionierenden Wirkungen aktueller Zeitumstände doch immer noch für mich sagen, dass kirchliche Feiertage von einer gewissen Aura umgeben sind, die sie von normalen auch Sonntagen unterscheiden. Das ist mir immer noch wertvoll, vielleicht noch wertvoller als früher. Ein bisschen erschreckend ist es dann für mich, wenn im Rahmen einer Unterhaltungssendung im Fernsehen die beiläufige Frage ins Publikum gestellt wird, welche Bedeutung Pfingsten denn habe, ob das denn jemand wisse. So als ob die Frage eigentlich ziemlich abwegig und eher unbedeutend sei. Tatsächlich hat sie dann auch keiner aus dem Publikum beantworten können, sehr traurig. An der Webstatistik, die ich gelegentlich für meine eigenen Projekte durchsehe, fällt mir im Umfeld von Feiertagen immer auf, dass tatsächlich die Zugriffe auf meine Text zu „Feiertags-Bäumen“ in diesen Tagen an Häufigkeit zunehmen. Wie es scheint, gibt’s doch noch Menschen, die sich für diese symbolischen Dinge interessieren, z. B. auch für den Text, den ich vor einigen Jahren über die Bedeutung von Bäumen im Pfingstbrauchtum geschrieben habe. Andere Texte habe ich über den Maibaum, den Weihnachtsbaum und die Baumsymbolik rund um den Palmsonntag geschrieben, die an den entsprechenden Feiertagen ebensolche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So können kleine Akzentuierungen dieser Art doch noch etwas anstoßen, und sei des auch nur ein kurzzeitiges Nachdenken über die eigentliche Bedeutung der Feiertage für uns Menschen.

Die Karwoche und österliche Seelenverfassung

Die letzten Tage vor Ostern sind doch wieder arbeitsreicher und dichter getaktet, als ich mir das für die Karwoche wünschen würde. Aber so ist das ja eigentlich immer vor Feiertagen. Auch wenn dieser Umstand merkwürdig in Kontrast tritt mit der ansonsten so verbreiteten Lethargie. Trotz der äußerlichen Geschäftigkeit sehe ich aber immer wieder auch Anzeichen für Initiativen und Einstellungen, die darauf hindeuten, dass der tiefe Sinn von Ostern dennoch in den Seelen vieler Menschen präsent ist und gerade in dieser Karwoche besonders gute Chancen hat, erkannt und vertieft zu werden. So hoffe ich für mich und die Familie, dass uns zumindest der Karfreitag den äußeren Rahmen für echte österliche Kontemplation und Vorbereitung bieten mag. Meine aktuellen nachmittäglichen und bis in die Abende hinein reichenden Holzarbeiten von unterschiedlichen Baumarten und mit verschiedenen Kombinationen ergänzen sich zu dieser österlichen Kontemplation sehr gut. Meditative Wirkung hat diese Manufaktur allerdings auch außerhalb feiertäglicher Kontexte.

Ostern, Aufbruch und vegetabile Symbolik

Es gehört wohl zu den Konstanten der Lebenserfahrung, die kaum jemals eine Abweichung erfährt, dass die Woche vor und auch nach den großen kirchlichen Feiertagen in der Stimmung der Menschen eine Art Auszeit darstellt. Dann läuft alles etwas langsamer und weniger zielgerichtet ab als gewöhnlich. Fast könnte man meinen, das hinge mit der Besinnung und auch dem Nachklang, der Sinnhaftigkeit des Feiertags selbst zusammen. Aber gerade für die weniger religiös Orientierten und diesbezüglich auch Ahnungslosen liegt es eher an der abstrakten Aura des Feiertäglichen, die sich auch ohne religiöses Verständnis ausbreitet und um sich einen weiten zeitlichen Dunstkreis zieht, in dem es sich bequem machen lässt. Leider hemmt das auch laufende Projekt und ist gerade die Zeit, um etwas Neues zu beginne oder lange Liegengebliebenes in Angriff zu nehmen. Eher die Zeit des Abwartens, Ruhens und Aufschiebens. Ich hoffe, dass für Religiöse wie auch für andere Menschen das Osterfest dennoch seine sinnhafte, belebende, mit Aufbruchs- und Umwandlungssymbolik gesättigte Energie entfalten kann und dass die Feiertage selbst dann die reinigende und klärende Wirkung auf die Menschen haben, die anschließend mutiges und zuversichtliches Aufbruchshandeln wieder möglich oder leichter macht. Gerne würde ich über die am Sonntag gesegneten Palmzweige hinaus noch andere vegetabile Zeichen der Osterzeit wie des Frühlings um mich arrangieren. Aber leider sind mir noch keine Zweige mit typischen Weidenkätzchen oder andere blühende Frühlingszweige begegnet, die ich bedenkenlos hätte abzweigen können, um ein wenig des vegetabilen Frühlings ins Wohnumfeld zu holen.

Archetypische Zahlensymbolik?

Die Tendenz, dass die Einundzwanzigsten nichts Herausragendes mehr mit sich führen, scheint sich in diesem neuen Jahr fortzusetzen. Die Zahlensymbolik ist eben nicht mehr das, was sie einmal war. Vielleicht täusche ich mich aber auch und die Entwicklung dieses Tages barg doch ein aufschlussreiches Geheimnis, das mir nur verborgen geblieben ist. Ähnlich dem mystischen Geheimnis hinter dem konstruierten System der 21 Baumarten im keltischen Baumkalender. Vielleicht steckt in der Symbolik der Grundzahlen und, sagen wir, der Zahlen bis 40 doch eine konstanter Bedeutungsschatz, der mit archetypischen Konstanten gleichzusetzen und als solche zu verstehen ist. Freuen würde es mich, ertappe ich mich doch nach wie vor in Alltagssituationen dabei, die für mich wichtigen Zahlen zu identifizieren und spontan ihre mögliche Symbolik in Erinnerung zu rufen.

Den Geist- und Sinn-Faden nicht abreißen lassen

Vermutlich können die meisten meine Affinität und das innige emotionale Verhältnis zur Weihnachtszeit nicht nachvollziehen. Tatsächlich begegne ich schon seit vielen Jahren einer verbreiteten Müdigkeit, wenn nicht entschiedener Ablehnung dem Thema gegenüber. Wie wenn sich die Menschen von der Traditionssymbolik und den verbundenen inneren Handlungen distanziert hätten oder das Bedürfnis nach Distanzierung hätten. Allerdings ist das eine Entwicklung und ein Phänomen, das nicht nur auf Weihnachten zutrifft. Eigentlich beobachte ich das bei allen Traditionsfesten, Feiertagen, insbesondere den christlichen, und überhaupt Gedenktagen mit speziellem Bedeutungshintergrund und Sinn. Es gibt die Tendenz, diese als eine Form von Folklore zu entwerten und quasi als unzeitgemäß, zumindest extrem nachrangig zu betrachten. Was ich an der Stelle immer zum Ausdruck bringen möchte: Das Gegenteil ist der Fall. Die vermeintliche Irrelevanz ist Dank der Zeitlosigkeit dieser Inhalte nicht denkbar. In ihnen steckt vielmehr das wirklich Essenzielle, die Gelegenheit vor allem, sich aus Anlass der Traditionstage und -zeiten eben diesem wieder stärker zu nähern, dieses Essenzielle wieder mehr zum eigentlichen Gegenstand des Interesses und der persönlichen Entwicklung zu machen. Das ist der eigentliche Zweck meiner Versuche, symbolische Formen wie den Weihnachtsbaum und die Symbolbäume als Aufmerksamkeitsmarken ins Bewusstsein zu rücken, die uns vieles zurückgeben können, was immer schon vorhanden ist, aber im Zuge der zeitgenössischen Verwirrungen verschüttet wurde. Ich bemühe mich, einen Beitrag dazu zu leisten, dass dieser wichtige Geist- und Sinn-Faden nicht abreißt.

Auf Symbole und ihre kreative Verarbeitung aufmerksam machen

Es ist gut und beruhigend, dass ich mit meiner Projektarbeit gut vorankomme. So bleibt noch die Chance, all die jahreszeitenbezogenen Projekt weiterzuverfolgen und nicht zu vernachlässigen. Auch wenn die Zeitanteile dafür vergleichsweise gering ausfallen, sind sie mir doch ebenso wichtig wie das andere, auf externe Aufträge und fremde Bedürfnislagen und Gedanken bezogene professionelle Tun. Es ist eigentlich ein Bestreben und gleichzeitig eine Form von Luxus, beides parallel mit einer gewissen Gleichmäßigkeit zu betreiben. Ein Luxus, den viele heutzutage für antiquiert, vielleicht gar für nicht erstrebenswert halten. Ich meine aber, dass die kontinuierliche kreative Arbeit mit Symbolen sehr wichtig ist, wenn man sich individuell weiterentwickeln und nicht nur auf einem bestimmten Stand verharren will. Auch wenn man nicht irgendwelchen zeitgeistigen Gedanken für sich zum Maßstab nehmen will. Jedenfalls versuche ich bei allem, was ich tue, nicht nur die eigenen Interessen zu verwirklichen. Es geht immer auch um eine Mitteilung oder, wenn man so will, um eine Aufklärung, eine Erinnerung an die Dinge, die so häufig vernachlässigt werden. Das Baumtagebuch ist für mich nur ein, aber ein wichtiger Bestandteil dieses Aufmerksam-Machens.

Verblassender Feiertag

An diesem Feiertag hat mich die technische Arbeit doch wieder sehr beansprucht. So habe ich erstmals seit vielen Jahren so gar nichts von der Ausflugsstimmung des 1. Mai mitbekommen, die sonst doch immer im Mittelpunkt steht. Aber sonst haben wir jetzt auch Frühlingswetter und eine schon etwas mehr nach außen gerichtete Aktivität. Wäre auch seltsam, wenn das nur wegen des Feiertags auf Knopfdruck aktiviert werden könnte. Aber aus der Ferne habe ich Spuren des traditionellen Feiergeschehens dann doch noch wahrgenommen. Und es kam mir, wie so vieles in dieser Zeit, irgendwie nicht angebracht vor. Aber da mag ich eine Ausnahme sein. Den Maibaum in der Dorfmitte habe ich auch noch nicht bewundert. Ich nehme an, es wurde wieder eine schlanke Wirke mit einer Dekoration aus bunten Bändern auf dem Schulplatz aufgestellt. Ich werde das in den nächsten Tagen sicher noch betrachten können. Leider gehört der Maibaum nicht zu den Traditionen, die in unserer Region große Bedeutung entwickelt hätten. Entsprechend mickrig fallen unsere Maibäume auch aus. Grundsätzlich habe ich aber ein Faible für Traditionen und Rituale, die sich um Bäume drehen. Und gerade auch für solche, bei denen ihre ursprüngliche Existenz transformiert wurde in Richtung einer Symbolbauminszenierung. Es wird sicher auch für die Fortentwicklung dieses Brauchs wieder eine passende Zeit kommen. Wir müssen uns erst wieder an den Sinn und Zweck der Rituale erinnern und sie mit neuem, in unsere Lebenswirklichkeit passendem Sinn verknüpfen.

Wieder erholte Zahlensymbolik

Die Einundzwanzigsten werden in jüngster Zeit wieder besser. Zuletzt hatte die Zahlensymbolik an Macht eingebüßt. Umso mehr freue ich mich, dass ich mit der Einundzwanzig wieder etwas Belebendes, Zukunftsgewandtes verbinden kann. Jedenfalls machten die Versuche der Sonne, heute immer wieder sich Bahn zu brechen Mut und lassen uns zuversichtlich auf den morgigen Arbeitssamstag blicken, der der schönste und wärmste Tag des bisherigen Frühlings werden soll. Ideal für die Reinemachaktion rund ums Haus, die bei schlechtem Wetter und vor allem Kälte nicht durchführbar wäre. Vor allem freue ich mich auf das Einläuten der Gartensaison, auch wenn nach dem Saubermachen sicher erst einmal das Schuddelwetter zurückkehrt. Aber egal, es ist dann alles gerichtet, um mit dem Pflanzen der Blumen und des eigenen Gemüses weiterzumachen, sich wieder öfter und länger im Garten aufzuhalten und dort zu arbeiten, uns am Vegetationsfortschritt der Bäume zu erfreuen, die bis zum Spätherbst immer wieder ein anderes attraktives Bild bieten und die Gartenkulisse somit optisch einrahmen.

Freizeit, Gelegenheit und Sinnverschiebung

Ein Tag, der in dieser entspannten Ruhe nur unmittelbar vor oder auch nach einem Feiertag erlebt werden kann. So war das heute ganz typisch für das Freizeitverhalten oder mehr die Freizeiteinstellung der Deutschen, wie sie seit Jahren zu beobachten ist. Man freut sich über jede Gelegenheit, die einen Grund fürs Abstandnehmen bietet. Auch wenn das inhaltlich vielleicht nicht passend ist, schließen sich gerade bei schönem Wetter und in der sonnenreichen Jahreszeit dann Ausflüge oder sonstige Unternehmungen an. Ich finde das einerseits schön, vor allem, dass uns überhaupt in vergleichbarer Fülle Feiertage beschert sind, vor allem die kirchlichen, die einen weiterreichenden Sinn in sich tragen. Andererseits vermisse ich den verbreiteten Bezug zur Bedeutung und dem Grund für den jeweiligen Feiertag. Die unterschiedslose Vereinheitlichung jeglicher Form von Aktivität und Freizeitgestaltung bei sich bietender Gelegenheit gibt mir immer noch zu denken. Nur, wer sollte sich dagegen aussprechen nach inzwischen schon mehreren erzwungenen Jahren ohne solche Gelegenheiten. So werde ich mit diesmal mehr Verständnis selbst an einer solchen Unternehmung an einem christlichen Feiertag teilnehmen und den Schwerpunkt auf das Thema Garten, Sommer und Pflanzen legen. Sicher wird es dort viele Aussteller geben, die mit Blumen, Bäumen und allerlei Hilfsmitteln rund um die Gärtnerei aufwarten können und die man in dieser geballten Form sonst nicht sieht. Aber am Ende geht es doch vor allem um das Ereignis selbst und seinen kommunikativen Stellenwert.

Symbolformen und tiefer liegende Bedeutungen

In diesen Tagen werden die Menschen noch nervöser als zuletzt ohnehin schon. Krisenkommunikation und Krisenstimmung ohne Ende, dabei stand das Ende schon so einige Male gefühlt bevor. Ich denke, es ist heute noch nicht absehbar, welche langfristigen Wirkungen auf die Seele, die Motivation und durchaus auch die geistige Entwicklung diese Situation in allen Gesellschaften haben wird. Es scheint mir aber so, als ob gerade die hässlichsten Persönlichkeitsebenen und Wesenszüge in solcher Zeit häufiger an die Oberfläche treten und sich praktisch auswirken als uns lieb sein kann. Ich praktiziere es selbst und geben es Leuten, die überhaupt zugänglich scheinen, als eine Möglichkeit gerne weiter, die Dinge und Handlungen in ihren tiefer liegenden Bedeutungen zu begreifen und in diesem Sinne auch zu reagieren. Symboldenken und Symbolkommunikation ist im Alltag überall gegenwärtig und kann sich an verschiedensten Anlässen und Formen orientieren. Die Bäume als starke Symbole des Lebens und ihre Alltagsbedeutung sind da nur eine, wenn auch eine sehr lebensnahe Möglichkeit.

Die Rolle vegetabiler Traditionen ernst nehmen

Wenn ich, wie heute Nachmittag im Fernsehen, von vegetabilen Traditionen anderer Länder höre, die sich eng an die volkstümliche Bedeutung und praktische Wirkung von Bäumen anlehnen, bemerke ich eine Art Wehmut. Wohl weil gerade solche Überlegungen hierzulande fast am aussterben sind und gerade in Krisenzeiten noch weniger Aufmerksamkeit erhalten. Wenn überhaupt, werden solche Inhalte in populärwissenschaftlicher Baumliteratur oder Zeitschriftenbeiträgen ohne viel Tiefgang behandelt, und immer so, als ob man von eigentlich nicht mehr in unsere Zeit passenden Dingen redete. Dabei kann das, was z. B. in diesem Fernsehbeitrag über den Wacholder gesagt wurde, wofür seine Bestandteile, von den Nadeln bis zum Holz, Verwendung finden und inwieweit sich daraus gewisse Genüsse oder medizinische Wirkungen ergeben, durchaus für jeden von Interesse und Relevanz sein, der sich angesprochen fühlt und der natürlichen, von Bäumen oder anderen Pflanzen stammenden Stoffen die Wirksamkeit und Rolle zuerkennt, die sie in Jahrhunderten immer wieder tatsächlich hatten. Warum sollte das bedeutungslos geworden sein, nur weil wir außerdem digitale Fortschritte und viele technologische Errungenschaften feiern. Es ist Zeit, sich nicht mehr nur in Abstraktionen zu ergehen, die bevorzugt im Begriff der Nachhaltigkeit zusammengefasst werden, sondern das, was außerhalb der menschlichen Natur existiert, sich ebenfalls entwickelt und in Beziehung zu unserer Natur steht, auch ernst zu nehmen.

Die Färbung der Kommunikation durch private Bedeutungen

Zurzeit schätze ich sehr die Möglichkeit, Kommunikationsarbeit mit Holzarbeit gleichgewichtig abzuwechseln. Das sind zwei sich stimmig ergänzende Pole meiner Arbeit in einer mehrere Jahrzehnte schon bestehenden und sich entwickelnden Tradition. Zumindest durch die Ergebnisse kann ich das auch teilen, vieles in dieser Arbeit und ihrer speziellen Vielgestaltigkeit hat aber private Bedeutung, nur für mich selbst. Diese Privatbedeutungen sind mindestens so wichtig wie der kommunikativ vermittelbare Sinn und die soziale Anschlussfähigkeit der Arbeit und ihrer Produkte. Dieser Teil gehört dann in die Selbstreflexion und zu der persönlichen Entwicklung. Aber es hat eben auch einen Einfluss auf die Kommunikation, die durch besondere private Erfahrung, durch ganz eigene innere Handlungen, eine unverwechselbare Färbung erhält. Es ist diese Färbung, auf die ich mich eigentlich beziehe, wenn ich mein Agenturprojekt als LinieLux bezeichne.

Die Bedeutung der Bäume für mich

Heute hat V. die nächste Ration Maulbeeren gepflückt. Die werden sukzessive reif und sind in diesem Jahr Ausdruck eines wuchs-, blüh- und fruchtfreudigen Baums. Offenbar ist mir das Zurückschneiden in den vergangenen Jahren ganz gut gelungen. Mir geht es anders als V. aber allein um den Baum und seine Ausstrahlung, nicht um die Früchte. Wenn ich auch die erstmals ausprobierte Marmelade daraus lecker finde, ist das für mich aber doch nicht das Wichtigste. Wie mir der Nutzwert der Bäume generell nicht das Wichtigste darstellt. Wenn Zeit und Freiraum vorhanden ist oder geschaffen werden kann, um die Bäume als Lebenssymbole und Spiegel menschlicher Befindlichkeit und Entwicklung zu sehen und zu betrachten, dann entfalten sie in meinen Augen ihre größte Bedeutung für uns, weit mehr als ihre Hervorbringungen jemals beinhalten könnten.