Die Neufassung des Baumtagebuchs ist weitgehend abgeschlossen

Hinter mir liegt nun wirkliche eine enorme Arbeit an der Neufassung der Baumtagebuch-Website. Heute Abend bin ich tatsächlich zu einem vorläufigen Abschluss gekommen, nachdem ich die Entwicklungsversion auf die reguläre Domain umgeschaltet hatte und zuletzt noch einmal sämtliche älteren Abbildungen durchgegangen war. Es gab eine ganze Reihe nicht funktionierender Pfade, die ich korrigieren musste, und auch teilweise nicht mehr funktionierende Inhaltselemente, wie etwa einige Flash-Animationen, die ich durch einzelne Stills ersetzt habe, damit keine Lücken entstehen. Auch wenn im Bereich der Baum-Projekte weitere Projekte sukzessive hinzukommen sollten, ist die Neufassung des Kerns, nämlich der fast 6000 Blogbeiträge, auf dem neuesten Stand der Technik. Vor allem sind alle Filter- und Suchfunktionen aktuell, die Performance ist optimiert, alles irgendwie Veraltete habe ich durch neueste Lösungen ausgetauscht. Bei aller auf die künftige Weiterentwicklung des Blogs gerichteten Motivation bei der Neugestaltung war die punktuelle Durchsicht älterer bis zum 20. November 2004 zurückreichenden Beiträge für mich emotional anrührend. Auch weil dabei ein längerer Abschnitt Lebenszeit in geraffter Form in meiner Erinnerung vorübergezogen ist. Aber das ist nicht nur wehmütig, vielfach auch bestätigend und ein wichtiger Bestandteil der autobiografischen Selbstbeobachtung, die gelegentlich eine Verstärkung nötig hat, die Positives anstoßen kann.

Biografisch geprägte Baumt-Text-Beiträge

Bei der neuerlichen Zusammenstellung der Baum-Texte als Element meiner Baum-Projekte bin ich heute auf ältere Texte gestoßen, die ganz aus meiner Erinnerung verschwunden waren. Interessante Beiträge mit zum Teil experimentellem Charakter, die wunderbar in die Reihe von biografisch geprägten Baumtexten passen und insofern sich als Inhalte für die Baumtagebuch-Seite hervorragend eignen. Es ist gut, dass ich diese älteren Hervorbringungen noch einmal sichte und systematisiere. Das ist hilfreich für die Weiterführung und Weiterentwicklung der Baumprojekte insgesamt und des Baumtagebuchs im Besonderen.

Sommerlicher Monatsabschluss

Diesen Tag konnte man per definitionem schon als Sommertag bezeichnen. Genauso hat er sich während der Mittagsstunden auch angefühlt, was mich gleich zu einem lange geplanten Überlandausflug verleitet hat. Schön ist, dass die Sonnenstundenbilanz des Vorjahresmonats wegen der letzten sehr lichtreichen Tage noch leicht übertroffen werden konnte. Wäre schön, wenn sich das so halten würde und wir nahtlos in einen stabilen Frühling übergehen könnten. Bei der rückwärtsgehenden Durchsicht des Baumtagebuchs bin ich heute schon im Jahr 2014 angekommen und konnte durch das punktuelle Durchlesen einzelner Einträge, in denen die Abbildungen neue platziert werden mussten, einen ganz guten Eindruck früherer Themen gewinnen und mich auch an einzelne Beobachtungen und Ereignisse zurückerinnern. Dazu gehört natürlich auch das 10jährige Jubiläum des Tagebuchs am 20. November 2014. Es erscheint mir immer noch ganz unwahrscheinlich, dass ich nun schon so lange an dem Projekt festhalte und es als konstantes Element meiner Wunschbaum-Projekte weiterentwickeln konnte.

Sparsame Fotoillustration

Allzu viele Abbildungen zeige ich in den letzten Jahren im Baumtagebuch nicht mehr. Das ist vielleicht etwas weniger eyecatching, aber doch der eigenen Beschäftigung mit den Bäumen eher angemessen. Natürlich ist es auch eine Frage des Zeitaufwands. Bei der aktuell in Arbeit befindlichen Neufassung des Baumtagebuchs ist es vor allem rückwärts arbeitend eine große Erleichterung, dass sich die Zahl der Fotoillustrationen doch einigermaßen in Grenzen hält. Denn es ist notwendig, alle Abbildungen mindestens bis 2014 rückwirkend neu einzupflegen. Die Automatisierung des Vorgangs nach Umstellung der technischen Grundlage hat leider nicht sauber funktioniert. So wartet noch eine Menge Routinearbeit in diesem Bereich auf mich. Aber die Performance und Klarheit der Inhaltsausgabe wird dann auf eine zukunftssichere Basis gestellt sein.

Grenzenlos nicht nur in Krisenzeiten

Die Tagebuchneugestaltung ist spannend, auch wenn sich die Ergebnisse nicht wesentlich von der bisherigen Umsetzung unterscheiden. Aber es kommt bei solchen Formaten eben sehr auf die Feinheiten an, die ich versuche, weiter auszuarbeiten. Und am Ende wird der Blog wieder zeitgemäß und frisch wirken. Darauf freue ich mich schon. Stoff wird es auch in Zukunft genug geben, ist das Themenfeld rund um die Erfahrung der Bäume doch grenzenlos, nicht nur in Krisenzeiten.

Tagebuchzeiterinnerung

Dass das Baumtagebuch mich in diesen Tagen so stark auch von der gestalterischen Seite beschäftigt, ist für mich selbst überraschend. Aber ich habe tatsächlich den Eindruck, dass die Zeit für diesen Relaunch die richtige ist. So ziehen viele Erinnerungen aus dieser schon über 15 Jahre dauernden Tagebuchzeit an mir vorbei, die in die Neuerungen einfließen werden und das Ganze am Ende sicher zu etwas noch Qualitätvolleren machen werden.

16 Jahre Baumtagebuch

Da war doch was? Genau, das Baumtagebuch feiert am 20. November Geburtstag und vollendet jetzt schon sein 16. Lebensjahr. Immer wieder unglaublich, mir zu vergegenwärtigen, dass ich tatsächlich so lange einen Beitrag täglich veröffentlichen konnte. Das ist schon fast zu viel, um es in konventioneller Dokumentenform zusammenzustellen. Ich denke, ich werde bei der Blogversion bleiben und mittelfristig auf dieser Basis eine Neugestaltung vornehmen. Die ist bald überfällig und wird, wie aktuell bei der Neuentwicklung des Auftritts der Wunschbaum-Manufaktur, vielleicht auch inhaltlich neue Akzente setzen können, die über die eigentlichen Tagebucheinträge hinausgehen. Zusammen mit einem möglichen Redesign von wunschbaum.de sind damit gleich mehrere Projekte angedacht, die Ergebnisse meiner intensiven Beschäftigung mit der Symbolik und Ästhetik der Bäume im Internet auf eine aktualisierte und neu durchdachte Basis stellen könnten.

Die Wiedervereinigung im Lebensweg

Auch wenn mir dieser gesetzliche Feiertag nicht so viel bedeutet, der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung ist schon etwas Besonderes und auch Anlass, die eigene Biografie vor dem Hintergrund dieses historischen Vorgangs zu rekapitulieren. Anfang der Neunziger ist in meiner Erinnerung weitaus weniger historisch, als die Bilder der gedenkenden Berichterstattung vermuten ließen. Diese Bilder wirken heute auf mich wie aus einer anderen Zeit, damals wirkte die Zeit aber sehr frisch und modern auf mich, vielleicht war sie auch frisch und sogar frischer als heute. Mit Blick auf die heutigen Verhältnisse würde ich das fast behaupten wollen. Das Historische war mir damals nicht in der Form bewusst, wie es im Rückblick erscheint, auch wenn die Fahrt nach Berlin, kurz nach Öffnung der Mauern, ein interessantes Erlebnis für mich war, bei dem die Aura der DDR noch sehr präsent und allerorts spürbar war. Und auch die Erkundung zweier anderer neuer Bundesländer etwa 8 Jahre später haben mir einen plastischen Eindruck so mancher Umwälzungen im Leben der dort Ansässigen vermittelt, aus dem vieles, was an Problemen später zum Thema wurde, für mich ganz gut verständlich war. Bei all dem, was politisch und gesellschaftlich in diesen 30 Jahren an Veränderung und Anpassung zu beobachten war, im Zuge dessen wir uns alle mitverändert und in gewissen Grenzen angepasst haben, ist es das Baum-Thema geblieben, das mich durchgehend begleitet hat. Diese Basis-Thema war immer schon zeitlos und ganz unabhängig von Erfahrungen und Erlebnissen in anderen Lebensbereichen. Und es war immer schon eine Quelle für Ruhe, Reflexion und Ausgleich, wie wechselhaft und turbulent die Dinge drumherum sich auch entwickelt haben mochten. Das Baumtagebuch ist mir eine dauerhafte Praxis, die hilft das Gleichbleibende und Archetypische zu bewahren, in einer aufbauenden, die Entwicklung und die Wertschätzung des Lebens fördernden Form.

Contententwicklung: Bäume als Lebensthema

Es war mir ein Anliegen, das Langzeitprojekt Baumtagebuch nun auch als Arbeitsbeispiel für Contententwicklung auf meiner Agenturwebsite vorzustellen: https://linielux.com/projekte_content_baumtagebuch.html Denn es ist ein Projekt, das mich noch lange begleiten wird und nun schon länger als 15, in vier Monaten sind es 16 Jahre andauert. Da steckt schon viel Lebenszeit und Herzblut drin, es ist vor allem aber Ausdruck einer bestimmten Art, mit Inhalten umzugehen. Das betrifft wie immer bei der Sprache nicht nur die Formulierung, v. a. das auf Themen bezogene Denken. Und es stellt zudem eine höchst persönliche und spontane Form von Content und Contententwicklung vor, die das Spektrum meiner Arbeitsbeispiele erweitert. Letztlich fließt vieles von der Erfahrung und Routine im Bloggen in meine auf Kundenprojekte bezogene Arbeit mit Inhalten ein. Auch da geht’s eben nicht nur um Fakten, Transparenz und Logik. In der externen Kommunikationsarbeit kann gerade das Impressionistische, die spontane sprachliche Fassung Authentizität vermitteln. Ich versuche in den Bereichen, in denen das möglich und erwünscht ist, etwas davon nutzbar zu machen.

Texte zum Baumerleben – Baumblog – Bäume als Lebensthema

Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um diese heißen Tage schadlos zu überstehen. Die ungewöhnliche Ruhe draußen zeugt davon, dass es offenbar allen so geht. Man versucht, sich möglichst wenig zu bewegen und durchzuhalten. Ungewohnt ist es deshalb, weil frühere Heißphasen meist schneller von Gewittern, Abkühlung, durchschnittlichen Sommertemperaturn abgelöst wurden. Eine so lange anhaltende Hitze auf hohem Niveau, um die 35 Grade, sind doch selten – glücklicherweise, denn für Pflanzen, Tiere und Menschen ist das auf lange Sicht schädlich und stressig. Ich habe die Ruhe des Nachmittags genutzt, um nun doch das Buch „Baumreich“ einer Luxemburger Autorin auszulesen, das schon seit bestimmt zwei Jahren in der Lektüreschlange steht. Es wirkte zuvor etwas langatmig auf mich, weil diese Form der Darstellung, die Beschreibung von Exkursionen durch die Baumlandschaft, durchmischt mit Beobachtungen und Betrachtungen zu den Bäumen und bestimmten Baumarten allgemeiner Art, die sich über ein ganzes Jahr in Bezug auf verschiedene Orte und Regionen verteilen, untereinander kaum einen Zusammenhang haben. Die Autorin hat sich bemüht, Themen zu konstruieren und jeder Wanderung, jeder Erkundung einer bestimmten Baumlandschaft in ihrer Region, einen roten Faden zu verleihen, an dem sich auch Allgemeineres aufzeigen und erläutern lässt. Das ist mal besser, mal weniger gut gelungen. Dennoch habe ich das Buch zu Ende gelesen, einfach weil diese lebensnahe Art, die eigenen Beobachtungen mit Bezug auf die Bäume festzuhalten, meinem Konzept im Baumtagebuch doch sehr nahekommt. Meine täglichen Beiträge sind allerdings, gerade weil es tägliche sind, noch unzusammenhängender, haben allerdings auch nicht den Anspruch, einen stringenten Zusammenhang zu bilden. Es geht mir eher darum, das spontane Erleben, Reflektieren und Beobachten an jedem Tag wieder aufs Neue aufzuzeichnen. Das enthält immer wieder auch allgemeinere Erkenntnisse, die sich von Zeit zu Zeit wiederholen mögen. Es sind aber doch jeweils von der jeweiligen Situation geprägte Texte, die nie gleichartig sind oder wie Wahrheiten wirken sollen. Ich denke, bei dieser Linie will ich auch bleiben, da diese Textform auch für mich selbst etwas Einmaliges darstellt, das mein Leben bereichert.

Persönliches Baumerleben festzuhalten – in welcher Form?

Das Buch mit Erfahrungs- und Exkursionsberichten zur Baumlandschaft in Luxemburg gehört wahrlich nicht zu den spannendsten Publikationen. Heute ist es mir wieder in die Hände gefallen, nachdem ich in 1,5 Jahre es nicht bis zur Hälfte des Buchs geschafft hatte. Dennoch gibt es etwas, das mich veranlasst, es nicht einfach zur Seite zu legen. Und das ist wohl eine Art Anerkennung dafür, dass auch andere die höchst persönliche Sicht auf die Bäume ihrer Lebenswelt zum Thema machen. Vielleicht ist es etwas übers Zeil hinausschießend, das in Form eines gedruckten Buchs umzusetzen, da sich darin nämlich der Tagebuchartige Charakter als enervierend herausstellt. Im Rahmen einzelner Ausflüge gesammelte Eindrücke lassen sich eben nicht sehr gut in Buchform aneinanderfügen, jedenfalls nicht in der Form, dass man das im Zusammenhang mit Genuss lesen kann. Das Buch versucht zwar den Inhalt nach bestimmten Themen zu strukturieren. Das aber wirkt eher aufgesetzt. Vielleicht das Blog-Format für diese Art des Festhaltens und Weitergebens persönlich gefärbter Themen doch die bessere Form. Denn letztlich bleibt Kommunikation dabei eher nachrangig. Wenn es aber auch andere interessiert und punktuell Kommunikation und unterschiedliche Formen von Austausch dadurch ins Leben gerufen werden, kann das auch für beide Seiten einen Reiz haben.

15 Jahre Baumtagebuch

Zunächst hat diese Zahl nur statistische Bedeutung. Aber damit ist schon auch eine symbolisch bedeutsame Marke erreicht, die mich selbst ein wenig in Staunen versetzt. 15 Jahre Baumtagebuch mit genau einem Blogeintrag pro Tag, das sind 5479 Tage und ebenso viele Einträge ins Baumtagebuch. Damals vor 15 Jahren konnte ich natürlich nicht absehen, dass ich das so lange praktizieren würde, und auch nicht, dass ich die einmal gewählte Routine mit den täglichen Einträgen so konsequent beibehalten würde. Aber es ist in dieser Zeit tatsächlich keine Lücke entstanden. Eine nachträgliche Bestätigung für die Idee, ein thematisch zentriertes Tagebuch ins Leben zu rufen, das stark autobiographisch und selbstreflektierend geprägt ist und keine ausgeklügelten Weisheiten, sondern spontane Betrachtungen, Einsichten, Beobachtungen und sonstige Überlegungen mit Bezug zum Thema wiedergeben will. Das ist mir immerhin gelungen, und auch, in dieser Zeit eine gewisse Routine in eben dieser Form von Textproduktion zu entwickeln. Das ist schon etwas eigenes, etwas, das formal interaktiv angelegt ist, aber nicht interaktiv wirken muss. Etwas, bei dem es nicht wesentlich wird, ob externe Reaktionen kommen oder sonstige Kommunikationen stattfinden. Wenn es hier und da Gleichklänge und Gleichheiten in den Gedanken und in der Seele gibt, die auf das Baumtagebuch zurückzuführen sind, ist seine soziale Funktion schon erfüllt. Aber auch ohne diese Wirkung hat es aus meiner Sicht ein Potenzial, das sich auch noch weitere 15 Jahre entwickeln kann.

Jahreszeitliche Abhängigkeiten

Mir scheint, die Menschen haben mit dem schon fühlbaren Herbst bzw. dem erkennbaren Umbruch der Jahreszeit zu kämpfen. Solche Umstellungsprobleme äußern sich meist in besonders ausgeprägten Verzögerungen, Unentschlossenheit, der Tendenz, die Dinge lieber noch aufzuschieben, v. a. weiter reichende Entscheidungen. Wenn es dann irgendwann wieder flüssiger wird, ist auch die Jahreszeit angekommen und nicht mehr im Übergang. Ein weiteres Anzeichen für unsere Abhängigkeit vom jahreszeitlichen Zyklus, der oft nicht bewusst, aber doch sehr wirksam sein kann. Die Bäume als Spiegel der eigenen Persönlichkeit und als starkes Symbol ganzjährig präsent zu haben, ist für mich eine große Bereicherung. Allein die täglichen Baumtagebucheinträge stellen das schon sicher. Denn gerade die beschriebene Abhängigkeit ist dann relativiert und ich kann mich den tiefer gehenden und sehr vielgestaltigen symbolischen und ästhetischen Ebenen nähern und diese kreativ verarbeiten, die sich in der Beschäftigung mit den Bäumen wie von selbst eröffnen.

Medial vermittelte Gemeinsamkeiten im Baumdiskurs

Das Buch über die Bäume in Luxemburg ist nicht gerade spannend zu nennen. Dennoch habe ich die Lektüre heute fortgesetzt, weil mich die dokumentarische und dennoch impressionistische Art der Betrachtung an meinen eigenen im Baumtagebuch umgesetzten Stil erinnert und ich es immer spannend finde, mir tagebuchartige Texte anderer Autoren anzusehen. Da gibt’s durchaus auch in der Betrachtungsweise, im sprachlichen Ausdruck und in der Auswahl interessierender Themen und Naturdetails Ähnlichkeiten mit meiner Denk- und Beobachtungsweise. Das zeigt zumindest, dass vermittelt über das Universalthema Bäume medial hergestellte Gemeinsamkeiten erkennbar sein können, die auf die Reflexion und Weiterentwicklung der Arbeit mit dem Baumthema wiederum Auswirkungen haben können.

Die natürliche Basis an jedem Tag im Blick behalten

Der Weg nach S. ist uns inzwischen schon vertraut. Und für den Rest der Woche werden wir ihn auch wiederholen. Anschließend geht’s dann vielleicht nicht täglich, aber doch öfter, in Richtung O. Das ist dann schon angenehmer, weil die Strecke ländlicher ist. Von den Streckenimpressionen einmal abgesehen, ist es aber einfach primär, dass M. wieder auf die Beine kommt und die bestmögliche Behandlung erfährt. Damit sie bald wieder den eben erst sommerfertig gemachten Garten genießen und das Sprießen und Wachsen in der Natur zum Auftanken eigener Reserven nutzen kann. Gerade in solchen Zeiten, in denen künstliche Korrekturen im Mittelpunkt stehen, sehnt man aus gutem Grund ganz besonders nach der natürlichen Basis. Ein Grund für mich, Facetten dieser Basis an jedem Tag, zumindest im Rahmen des Baumtagebuchs, zu beschreiben, zu reflektieren und manchmal auch in kreativer Form weiterzuverarbeiten und durch eigene Erfahrung gefiltert zu vermitteln.

Das Baumtagebuch wird heute 14 Jahre alt

Den Beginn des Baumtagebuchs werde ich immer mit der Vorweihnachtszeit und ihren so eindrucksvollen Ritualen verbinden. Am 20. November 2004 waren wir mit dem Zusammentragen immergrüner Zweige für die Weihnachtsdekoration beschäftigt und mit dem Schlagen eines Weihnachtsbaums, beides in dem damals noch nutzbaren kleinen Waldstück. Und am Nachmittag führte uns der Weg in eine der schönsten Weihnachtsdekorationsausstellungen der Region, die auch heute noch immer in dieser Woche eröffnet wird. Das waren für mich immer schon sehr eindrückliche Erlebnisse, weil sich in ihnen vegetative Symbolik und christliche-feiertäglicher Sinn vereinigt. Ich kann mir kaum etwas Spannenderes vorstellen. So dreht sich 14 Jahre später, das sind bisher 5111 Tage(bucheinträge), im Baumtagebuch immer noch vieles um die Rituale und Gebräuche rund um unsere Feiertage, deren Bedeutung für mich nicht verblasst ist, auch wenn manche meinen, anlässlich des Beginns der Weihnachtszeit die Kommerzialisierung vehement beklagen zu müssen, worüber sie den Kern des Ganzen völlig aus dem Blick verlieren. Ich hoffe, das Baumtagebuch kann dem eine ganz klein bisschen entgegensteuern.

Das Gemeinsame der Art zum individuellen Ausdruck bringen

Nun kommen auch wieder die Anfragen zu Kooperationsmöglichkeiten mit dem Baumtagebuch. Dieses Thema hatte über den Sommer weitgehend brach gelegen. Erfahrungsgemäß gegen Jahresende wird es aber wieder auferweckt, in immer neuen Varianten und von verschiedenen Richtungen. Leider ist dieser Ansatz selten von Erfolg gekrönt, da die Motive und inhaltlichen Linien schwer miteinander zu vereinbaren sind. Eigentlich ist die Idee nicht unattraktiv, praktisch dennoch kaum umsetzbar. So wird das Baumtagebuch in seiner Substanz das bleiben, was es seit über 13 Jahren ist: Ein Themenblog, der das große Themenfeld der Baumsymbolik aus ganz persönlicher Perspektive beleuchtet und aus dieser Individualität einiges herausarbeitet, was allgemein vermittelbar, verstehbar und teilbar ist. Das zeigen mir die Rückmeldungen und Kommentare. Damit ist das Baumtagebuch wie ein Spiegel der Wesens der Bäume selbst. Wie es Hermann Hesse einmal sinngemäß ausgedrückt hat, ist jedes Exemplar ein Repräsentant seiner Art, drückt sich in diesem Rahmen aber höchst individuell aus, geht seinen je eigenen Weg in je unverwechselbarer Gestalt.

Sicherheit über alles

Das Thema Datenschutz hält mich in diesen Tagen fast pausenlos in Atem. Es ist sehr umfangreich und ausufernd, was man da künftig alles beachten, wovon man sich distanzieren, was man ausschließen, kontrollieren oder vermeiden soll. Bei alldem bleibt der leise Verdacht zurück, dass sich die Dinge verselbständigt haben und die Frage nach dem eigentlichen Schutz persönlicher Rechte nicht mehr das Wichtigste ist. Allein die Kompliziertheit der Umsetzung, die Unklarheit vieler Detailfragen und die damit verbundene Übersättigung angesichts von als zu viel empfundenem Formalismus, zeichnet in dem Bereich ein fast surreales Bild und ist einfach unverhältnismäßig. Aber es betrifft letztlich alle Unternehmensbereiche und auch alle Präsenzen im Internet. So kommen auch Wunschbaum-Seiten und Baumtagebuch in die Situation, sich entgegen ihrer sonstigen Gegenstände mit Datenschutzfragen und ihrer technischen Umsetzung auseinanderzusetzen. Wohlwissend, dass die Motivation zum Besuch und dem Lesen und Stöbern auf diesen Seiten ganz anders ausgerichtete Ursprünge hat. Vielleicht ist das ja typisch deutsch, dass man sich das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle durch komplizierte Formalismen quasi erarbeiten muss. Dass man nicht eher zufrieden ist, bis alles bis ins Kleinste reguliert, antiseptisch ausformuliert und von Anfechtbarkeit befreit ist. Gewisse Ermüdungserscheinungen bleiben da nicht aus.

Baumtagebuch ohne Kompromisse

Das Baumtagebuch hat in den letzten beiden Jahren deutlich stärkere Resonanz gerade von Seiten anderer Blogbetreiber oder anderer Interessierter gefunden, die eine thematische Nähe zum Themenfeld hergestellt haben. Teilweise auch von Unternehmen, die sich die Suchmaschinenoptimierung auf die Fahnen geschrieben haben und den Textumfang des seit über 13 Jahren mit täglichem Inhalt gefüllten Tagebuchs attraktiv finden. Natürlich freuen mich besonders die auf das Thema bezogenen Anfragen und Kooperationsangebote, auch wenn ich die in den wenigsten Fällen wirklich mit meinen eigenen Kriterien und der eigenen Motivation zum Betreiben des Blogs in Einklang bringen kann. Oft wird deshalb nichts aus einer möglichen Kooperation. Dabei scheint es mir besonders wichtig, vielleicht sogar existenziell für ein langfristig angelegtes Blogprojekt, jederzeit glaubwürdig zu bleiben und nicht von der eigenen Linie abzuweichen. Fremde Inhalte, die nicht ganz deutlich darauf Bezug nehmen oder sich nahtlos ergänzen, sind da deplatziert und wirken nur destruktiv. Schließlich geht es im Tagebuch nicht darum, irgendetwas zu erreichen, mehr darum, die eigenen Gedanken, Beobachtungen, Überlegungen und Sichtweisen zu teilen. Jede Rückmeldung, jede Reaktion ist dann erwünscht und trägt zur Weiterentwicklung des Projekts bei. Wenn Kooperationsvorschläge dazu kommen, ist das in Ordnung. Dem Sinn muss das Ergebnis dann aber immer entsprechen.

13 Jahre Baumtagebuch

Es ist wieder soweit. Jetzt liegt der allererste Baumtagebucheintrag 13 Jahre zurück. Manchmal bin ich über meine eigene Konsequenz überrascht, kann ich mir doch selbst fast nicht erklären, wie diese Durchgängigkeit über die Jahre möglich gewesen ist. Und dann auch ohne jede Lücke, immer mit dem einen Eintrag pro Tag. Das ist eine fast schon in Fleisch und Blut übergegangene Routine, die den Abschluss des produktiven Tags setzt. Nicht nur der Arbeitstage, auch der Wochenenden und Feiertage, die oft besonders anregend sind für die Entstehung von Beiträgen. Und schließlich war es ja auch die Vorweihnachtszeit des Jahres 2004, in der der Impuls für den Start des Baumtagebuchs entstand. An einem Tag, der damals traditionell mit dem Schlagen des Weihnachtsbaums in unserem eigenen kleinen Privatwald begann und mit dem Besuch einer Weihnachtsausstellung endete. Nur zwei Themenfelder, das ich dann auch in den Folgejahren immer wieder aufgegriffen und durch zahlreiche andere Facetten der Baumsymbolik, des Baum-Mensch-Verhältnisses und der Ästhetik von Baum und Holz erweitern konnte. Ein eigentlich unerschöpfliches Gebiet, das sicherlich Raum für viele weitere Jahre lässt.

Interesseschwankungen

Womit die Interesseschwankungen bezüglich meiner verschiedenen Wunschbaum-Projekte zusammenhängen, kann ich bis heute nicht genau sagen. Aber es ist einfach auffallend, dass sich Anfragen, Anregungen, Kooperationsangebote oder auch Bestellanfragen im Bereich der Manufaktur zu bestimmten Zeiten häufen. Vielleicht ist es doch ein kosmischer Einfluss, der sich da bemerkbar macht. Nun steht das Baumtagebuch also einmal wieder im Fokus des Interesses. Wie schon einige Male in den Vorjahren. Besonders im letzten Jahr gab es phasenweise unzählige Kooperationsvorschläge, die mehr oder weniger seriös zu beurteilen waren. Der jetzt eingegangene Vorschlag klingt da interessanter. Aber es gilt immer abzuwägen, was noch im Rahmen des selbst formulierten Konzepts liegt, was noch damit vereinbar ist oder es sogar befördert, und was eben zu weit von der Motivation des Projekts weg führt. Ich bin dabei, diese abzuklären. Vielleicht wird es ja in Kürze eine Kooperation geben, die für beide Seiten einen Mehrwert hervorbringt.

12. Geburtstag des Baumtagebuchs

Nach genau 12 Jahren Baumtagebuch fällt der Besuch der Adventsausstellung, die damals den Anlass für den Startschuss gegeben hat, wieder genau auf einen Samstag und genau auf den 20. November. Die getrockneten exotischen Früchte, Zapfen und Fruchtschalen wurden auch 2004 schon während dieser Ausstellung im Blumenhaus W., das kein Blumengeschäft, sondern eher ein Dekorations- und Wohnaccessoire-Spezialist ist, als ausgefallene Utensilien für adventliche und weihnachtliche Dekoration angeboten. Viele dieser damaligen Früchte, habe ich heute wiedergesehen, ergänzt durch neue, so bisher noch nicht gesehene. Einiges ist dem damaligen Angebot noch ähnlich, anderes wurde geändert, präsentiert sich gerade in diesem Jahr in einer vergleichsweise ernüchterten Form. Das mag ein subjektiver, dem fortgeschrittenen Alter geschuldeter Eindruck sein. Aber auch in der Wahrnehmung und symbolischen Begleitung der Weihnachtszeit sind die Dinge natürlich im Gange. Dem trägt die Dekorationsbranche eben auch Rechnung. Deshalb mache ich dort zwar immer wieder und immer noch neue Entdeckungen und erhalte Anregungen, die zahlreiche Symbole der Weihnacht in schier unendliche Facetten auflösen. Aber ich stelle auch einen Verlust an Innerlichkeit, ich möchte sagen Innigkeit fest, die sich auf den Oberflächen stärker nüchterner, allzu cleaner, für meinen Geschmack zu formalisierter Formen offenbart. So ist der jährlich wiederkehrenden Ausstellung doch einiges von ihrem Zauber abhandengekommen. Kurz vor Ende des Besuchs dachte ich eigentlich, diesmal würden wir tatsächlich einmal ohne jede Errungenschaft gehen, allein bereichert durch die optischen Eindrücke. Aber dann hat M. doch noch Gefallen gefunden an dem recht ansehnlichen künstlichen Imitat einer nicht näher zu bezeichnenden Pflanzengirlande und an einem mit Glitzer und Glanzlack überzogenen Imitat eines Erlenzweigs, der in die Weihnachtszeit ebenso gut passt wie in die Winterzeit zwischen den Tagen und in den Jahresanfang. So sind die Bäume also in einem weiteren Dekorationsutensil präsent und nicht nur in den noch herzustellenden Kränzen aus frischgeschnittenen Tannenzweigen, die wir kurz vor dem Ausstellungsbesuch bei einem Händler am Straßenrand gefunden haben.

Technik ist Mittel, nicht Zweck

Nun waren die technischen Probleme doch nicht so weitgehend, wie ich vermutet habe. Gut so, denn damit sind lähmende Verzögerungen vom Tisch und Ausweich- und Rettungsaktionen nicht notwendig. Verbunden mit etwas mehr Überblick und einigen neuen Erkenntnissen, die für die Planung der technischen Infrastruktur der näheren Zukunft von Vorteil sind. Denn für alle Webprojekte, auch für die, die sich um die Thematik der Baumsymbole und Baumbeobachtungen drehen, sind Brüche immer ärgerlich, wenn es einfach nur um die Darstellung und Vermittlung eigenen Erlebens geht. Die Technik versuche ich dabei für die Vermittlung der Inhalte nutzbar zu machen, ohne sie selbst zum Thema zu machen. Das würde Aufmerksamkeit vom eigentlichen Gegenstand abziehen und einen Teil der Wirkung vernichten. Schön, dass das über den größten Teil der Zeit auch so verwirklicht.

Technische Tücken

Immerhin, seit langem war ich in dieser Hinsicht sehr störungsfrei unterwegs. Doch jetzt sieht es danach aus, dass die Technik ein größeres Problem verzeichnet. Das bedeutet zumindest eine Unterbrechung, im ungünstigsten Fall eine längere. Während das Baumtagebuch davon nicht betroffen sein muss, wird es die übrige Projektarbeit u.U. empfindlich beeinträchtigen. Morgen werde ich mit externer Unterstützung hoffentlich mehr wissen. So etwas kommt immer zur Unzeit. Und man weiß dann auch erst später, ob es irgendeinen übergeordneten Sinn gemacht hat.

Zur Balance zwischen Technik und Inhalt

Manchmal taucht auch bei einem so persönlichen und technikfernen Thema wie der Baumsymbolik technisch Unvorhergesehenes auf. So musste ich einen Großteil des Arbeitstags damit verbringen, die Stabilität des Baumtagebuchs in seiner Internetform wiederherzustellen. Zumindest gab es Hinweise auf Beeinträchtigungen. Ich denke, das ist nach einigem Suchen und Recherchieren jetzt wieder in Ordnung, mit hoffentlich bleibender Zuverlässigkeit für die Zukunft. Schließlich ist es am wichtigsten, die Aufmerksamkeit auf die Inhalte und die Art ihrer Vermittlung zu lenken. Das rein Technische versuche ich gerade bei solchen Themenprojekten im Hintergrund zu halten, es wirklich in den Dienst der Darstellung und Verarbeitung von Inhalten zu stellen.

Schnellere Ladezeit für bessere Wahrnehmbarkeit

Die Beschleunigungstechnik des Webhosts für besonders schnelle Ladezeiten funktioniert bei meiner Agenturseite schon einmal gut. Das ist durchaus eine Möglichkeit für das Baumtagebuch, das schon auf Grund der technischen Basis und des inhaltlichen Umfangs erhöhte Anforderungen stellt. Eigentlich eine gute Chance, die Benutzerfreundlichkeit durch schnellere Ladezeit weiter zu erhöhen. Mit solchen Fragen der Optimierung beschäftige ich mich ab und zu ganz gerne. Denn auch die authentischsten und ehrlichsten Inhalte sind kommunikativ nutzlos, wenn sie nicht wahrgenommen werden. Die Zeit, die der einzelne zur Verfügung hat oder die er sich gönnt, um bestimmte Inhalte in sich aufzunehmen, ist eben begrenzt, auch wenn ich den Wunsch sehr deutlich wahrnehme, diese überhitzte Beschleunigung wieder zurückzufahren. Der Wunsch ist bei vielen da. An der Umsetzung hapert es aber noch sehr. Schnellere Ladezeiten könnten dem entgegenkommen.

Zur Anschlussfähgikeit von Blogs

Die Prämierung unter den Top-Gartenblogs hat mich doch sehr gefreut. Wie es mich überhaupt freut, dass die Bloggerszene sich immer noch weiterentwickelt und keineswegs eingeschlafen ist während der letzten Jahre. Neben den Forendiskussionen, an denen ich mich in bestimmten Themenfeldern früher gerne beteiligt habe, ist für mich die persönliche Mitteilung in den Onlinetagebüchern die erfreulichste Form, die zum Einfluss und Stellenwert des Internets als Informations-, Interaktions- und Kommunikationsmedium maßgeblich beigetragen hat. Erfreulich, weil sich darin wirkliche Arbeit an Inhalten, Ausdruck echter Leidenschaft und gute Ansätze für Kommunikationen finden und initiieren lassen. Für mich etwas ganz Anderes als die so lähmend inhaltslose Form, in der kommunikative Anschlüsse zum Beispiel bei Facebook erzeugt werden. Je länger ich das beobachte, desto weniger wahrscheinlich erscheint es mir, dass die Nutzer darin längerfristig wachsen und wirklich Fortschrittliches umsetzen können. Ich glaube, dieses Fortschreiten ist echte Arbeit. Ich versuche das u. a. im Baumtagebuch, so wie viele andere in ihren Gartenblogs oder anderen Themenblogs, die zunächst der Selbstreflexion dienen, aber eben über das Medium immer auch anschlussfähig sein können. Solche Prämierungen oder auch nur Links in Themenlisten u. ä. tragen dazu bei, das alles lebendig zu halten und immer wieder auch neue Anschlüsse zu erreichen. Wenn sich dadurch andere motiviert fühlen, sich selbst in ähnlicher Weise auszudrücken, ist der Kreislauf geschlossen. Dann fängt es an, richtig interessant zu werden.

Neue technische Heimat

Inhaltlich wird sich nichts ändern, aber jetzt ist das Baumtagebuch von einem neuen Server aus erreichbar. Die Umstellung war aus technischen Gründen sinnvoll geworden. Und nun bin ich froh, dass dieser Transfer abgeschlossen ist. Künftig freue ich mich auf mehr Stabilität und möglichst jederzeitige Zugänglichkeit. Damit alle, die an meinen Beobachtungen und Überlegungen zur Symbolik der Bäume teilhaben möchten, das auch jederzeit tun können. Ganz weit weg vom Inhalt dieses Projekts sind diese technischen Maßnahmen, aber dennoch notwendig, um das Baumthema auch im virtuellen Raum erfahrbar zu machen.

Baumtagebuch ist Top Gartenblog

Eine Auszeichnung für das Baumtagebuch gleich zu Beginn des Jahres! Das freut mich doch sehr. Dieser Baumblog ist nämlich auf der Seite “Top Gartenblogs” des Unternehmens Garten Heinemann prämiert worden. Dort gibt’s verschiedene Links zu anderen ausgesuchten Gartenblogs. Und natürlich jede Menge tolle Artikel und Objekte zur Gartengestaltung. Da kann man ins Schwärmen kommen. Bei diesen Dekorationsobjekten denke ich unwillkürlich an den Sommer und die kommende neue Gartensaison. Aktuell ist der Garten dagegen so gut wie nicht im Bewusstsein, den größten Teil des Tages in Regen und Düsternis getaucht und insofern sicher keine Anregung. Eine Zeit, die eher dazu einlädt, sich der Symbolik der vegetabilen Welt zu widmen und Pläne für die kommende Zeit des Blühens und Grünens zu schmieden.

11 Jahre Baumtagebuch

Vor 11 Jahren habe ich mit den Einträgen ins Baumtagebuch begonnen. Und schon der Titel des ersten Eintrags vom 20. November 2004 war „Beginn der Weihnachtszeit“. Darin ging es um vegetabile Weihnachtssymbolik und dekorative Vorbereitungen für die Adventszeit. Ein Thema, das uns in dieser Zeit immer wieder begleitet. So auch heute, als wir unterwegs waren, um kleinere Weihnachtsgeschenke für Bekannte und bestimmte Dekorationsutensilien für den Adventskranz zu besorgen. Auch in dieser Saison sieht man neue Gestaltungsideen. Weihnachtsbaumfiguren mit einer Bespannung aus Fell sind mir ins Auge gefallen, da ich das so noch nicht gesehen habe. Viele Dinge in Silberglanz und schöne Beleuchtungsideen mit LED-Lichtern. Eine davon haben wir dann auch mitgenommen, die sich als Zusatzbeleuchtung für den silbern eingefassten Adventskranz eignen werden. Morgen wollen wir verschiedene Gestaltungsvarianten einmal durchspielen. Beinahe hätte ich das heutige Jubiläum vergessen. Aber der Weihnachtsdekorationseinkauf hat mich an den Anfang dann doch noch erinnert.

Die Szene der Gartenblogger

Mit dieser Eintrübung haben wir nun gar nicht gerechnet, hatten wir uns doch schon auf stetig steigende und am Sonntag gipfelnde Temperaturen in dieser Woche eingestellt. Stattdessen wieder Wolken, bevor der Hochsommer am Samstag vermutlich umso heftiger zurückkehrt. Das ist schon ein Witterungsverlauf, der dem Organismus einiges abverlangt. Aber dann komme ich auch besonders flüssig mit meiner Projektarbeit weiter – weniger natürliche Ablenkung sozusagen. Ich freue mich, dass der Artikel über Gartenblogs mit dem Titel „Grüne Leidenschaft im Internet“ in der Zeitschrift DEGA GARTENBAU tatsächlich erschienen ist. Die Autorin des Artikels hatte mir das vor einigen Wochen angekündigt. Und tatsächlich ist in der sehr transparenten und umfassenden Betrachtung der aktuellen Blogszene rund ums Thema Garten mein Baumtagebuch als Beispiel angeführt, und dann noch als „Etwas Besonderes …“ Das freut mich natürlich. Auch dass ich mit meinen langjährigen Erfahrungen mit dem Internettagebuch ein wenig zur Aufklärung und dem Inhalt des Artikels beitragen konnte. Es ist dem, der sich regelmäßig mit Blogbeiträgen äußert, vielleicht nicht so bewusst. Es gibt tatsächlich so etwas wie eine Blogger-Bewegung, die eigentlich schon länger besteht und an Schwungkraft nicht nachgelassen zu haben scheint. Die Formen, konkreten Inhalte und Motivationen sind sehr vielfältig. Aber die grundlegende Idee, andere an themenbezogenen Erlebnissen, Überlegungen und Aktivitäten virtuell teilhaben zu lassen, ist der Motor des Phänomens. Einer, der meiner Einschätzung nach noch lange nicht ausgedient hat und weiter entwicklungs- und anpassungsfähig bleibt.