Bäume und die inneren Kraftquellen

Jetzt war es schon wieder einige Tage ziemlich dunkel. Nach dem frühlingshaften Wetter mit fast schon frühsommerlichen Temperaturen und diesem irren Licht der Tage zuvor war das entnervend und hat die Menschen spürbar demotiviert. Gleich gehen die Aktivitäten davon abhängig wieder zurück, unglaublich eigentlich, wie stark wir von diesen äußeren Faktoren abhängig sind, wie sehr unsere Biologie, das Körperliche, aber ganz gewiss auch das seelische Gleichgewicht von einer Verstärkung leben und mit dieser variieren, die nicht aus unserem Inneren kommt. Wir benötigen zumindest eine Spiegelung der Äußeren, um innere Kraftquellen, die natürlich immer schon vorhanden sind, zu reaktivieren – besser, uns an diese zu erinnern. Schon einen Baum zu betrachten, besser noch, ihn in seiner Lebendigkeit, seiner jahreszeitenabhängigen Entwicklung, aktiv zu begleiten, allein das kann diese inneren Kraftquellen wieder nutzbar machen. Auch deshalb ist ein Reden über die Bäume, erst recht ein Leben mit den Bäumen keine naturmystische Spielerei, es kann in diesen so irritierenden Zeit geradezu rettend, zumindest aber motivationsfördernd und energiespendend wirken.

Weißdorn-Mistel

Junge Mistel an spätwinterlichem Weißdornstrauch

Das Licht war heute wieder faszinierend und hat viele Menschen hinaus in die Landschaft geführt. Zum Fotografieren ist das ideal, so dass ich die ersten Regungen des Baumfrühlings in einer Reihe von Nahaufnahmen festhalten konnte. Da war einiges sehr Interessantes dabei, was ich erst noch durchsehen und optimieren muss. Aber ein Motiv will ich an dieser Stelle schon herausgreifen, weil es ganz speziell und auch selten ist: Eine noch recht frische Mistel, die sich an einem Weißdornstrauch festgesetzt hat. Selten, dass ich das an einem niedrigen Strauch sehe, selten auch, dass es ein Weißdorn ist. Man kennt es ja v. a. von Obstbäumen, Pappeln und Eichen. Aber der Weißdorn mit einem Mistel-Schmarotzer, das ist natürlich tiefgreifende Symbolik und Baumenergie pur. Es ist ein Glücksfall, dass die Mistel sichtbar war, nicht nur, weil sie in Augenhöhe wächst, auch weil jetzt im Spätwinter die Zweige noch kahl sind und gerade beim Weißdorn erst jetzt die ersten Blätter sich auffalten.

Plädoyer für naturbezogene Basisthemen

Sie tut gut, diese anhaltende Sonne, heute so gleichmäßig und durchgängig wie bisher noch nicht in diesem Jahr. Dann kann man unangenehme Termine, wie den von M. in S., gleich viel besser verarbeiten und relativ schnell zur Tagesordnung übergehen. Aber machen wir uns nichts vor. Die biologischen und klimatischen Highlights, die uns von außen mit der Annäherung an die warme Jahreszeit öfter entgegenkommen, können die tief liegende Verunsicherung der Menschen, ihren Glaubensverlust – nicht nur im religiösen Sinne – kaum überdecken. Was wir seit einigen Jahren erleben und was jetzt gerade vielleicht auf einem lähmenden Höhepunkt angekommen ist, bedeutet nicht nur Rückschritt gegenüber den früheren besseren Jahren. Es ist von so vielen Brüchen und Zerstörungen verbunden, dass man sich verbreitet einer ganz anderen Welt gegenübersieht, in der die Menschen nicht mehr sie selber sein können, sich in oft nicht vorteilhafter Weise verändern. Es kostet viel Energie, das zum einen zu verarbeiten und zum anderen, darüber hinaus wieder in einen Fortschritt zurückzufinden. Ich meine, mit einer Verkomplizierung des Denkens ist das kaum zu erreichen. Da sind wir wohl schon übers Ziel hinausgeschossen. Wir müssen im Gegenteil immer wieder den Nullpunkt, die Basis, einen festen Startpunkt suchen und von dort, alle Erfahrungen berücksichtigend, die Dinge neu aufrollen, möglichst rasch, damit wir die Rückschritte wieder kompensieren. Die Selbstspiegelung in der natürlichen Umwelt, z. B. der Rückgriff auf die Lebenssymbolik der vermittelten Mensch-Baum-Beziehung, kann so einen Neuanfang und Neuaufbau ins Leben zu rufen helfen. Dieses Baumtagebuch ist ein ganz kleiner, bescheidener Beitrag, um dieses Plädoyer für die Anknüpfung an naturbezogene Basisthemen plausibel zu machen.

Baumsymbolische Kommunikation mit Autoattraktion

Nach kurzer Pause freue ich mich, am Wochenende wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit beginnen und vielleicht auch schon abschließen zu können. Der Feigenbaum ist in jüngster Zeit öfters nachgefragt worden, so auch jetzt wieder. Etwas, das ich seit Jahren beobachte, dass immer bestimmte Baumarten gehäufte Aufmerksamkeit beanspruchen, um in dieser Hinsicht dann wieder von anderen abgelöst zu werden. Nicht herausgefunden habe ich bisher, woran das liegt. Ob es eventuell mit gewissen globalen Schwingungen zusammenhängt? Wundern würde mich das überhaupt nicht, spielen solche Schwingungen bei der gesamten baumsymbolischen Kommunikation doch eine wesentliche Rolle. So liegt es auch nahe, dass sich die Baumarten ihre Attraktion gewissermaßen selbst herbeiführen und Menschen anziehen, die eine positive Resonanz zu zeigen versprechen. Und vielleicht sind gewisse Zeiträume ja für die jeweilige Baumart günstiger als andere. Es wäre schön, wenn ich im Laufe der hoffentlich noch zahlreichen Jahre mehr Licht ins Dunkel dieser Zusammenhänge bringen könnte.

Wenn Früchte der Lebenserfahrung erkennbar werden

Nun haben wir schon den Dreiundzwanzigsten, aber der fühlte sich eher wie ein Einundzwan-zigster an, nur eben um zwei Tage verspätet. Tatsächlich ist heute die Sonne nach langer Zeit wieder hervorgekommen und hat gleich noch höhere Durchschnittstemperaturen mitge-bracht. Das lässt aufatmen. So war die Überlandfahrt in Richtung eines mir bisher noch nicht bekannten Orts eine Art Erholung. Schon die Fahrt dorthin und zurück. Aber auch der Termin selbst ist erfreulich ausgefallen und ein Beispiel dafür, dass die Dinge auch zufriedenstellend sein können und man mit viel Geduld eben doch Anzeichen wahrnehmen kann, dass Lebens- und Berufserfahrung Früchte tragen und zu guten Ergebnissen beitragen kann. Jedenfalls wenn alle Beteiligten etwas dazu beitragen. Ganz nebenbei, aber wie so vieles sicher nicht zufällig, spielte bei diesem Termin das Ginkgo-Blatt als Lebens- und Gesundheitssymbol eine Rolle. So ist die Baumsymbolik nicht nur in der dörflichen Umgebung, sondern auch im regen kommunikativen Austausch dieses Tages zur Geltung gekommen.

Reminiszenz zur Baumliteratur der 1980er und 90er Jahre

Es ist wohl das erste Mal, dass es mir in einer solchen Umgebung gelungen ist, Texte zu verfassen. Nachdem ich diese Arbeit heute fortgesetzt habe und ich auch mit dem Thementext gute Ergebnisse erzielen konnte, ja sogar zum Abschluss gekommen bin, freut es mich umso mehr, den Versuch gewagt zu haben. Denn so habe ich kaum Zeit verloren und kann nächste Woche relativ nahtlos daran anschließen. Vor allem ist es klasse, nach einjähriger Pause wieder ein wichtiges Thema aus meiner kommunikativen Berufspraxis ausgearbeitet zu haben und das meiner Reihe von Fachthementexten hinzuzufügen. Und da die Nachmittage und Abende sich hier endlos hinziehen, habe ich noch ein Baum-Buch mitgenommen, das ich schon mehr als zur Hälfte durchsehen konnte. Es ist eines der populärwissenschaftlichen Beispiele für Baumliteratur der 1980 und 90er Jahre, die das Symbolhafte der Bäume sehr breitgefächert, nach Durcharbeiten einer Unmenge von Quellen, aber leider auch extrem knapp im Bezug auf die Einzelquellen und außerdem ohne eine echte konzeptionelle Durchdringung darstellen. Und wie bei vielen ähnlichen Büchern aus dieser Zeit ist dieses so aufgebaut, dass im ersten Teil die allgemeinen, abstrakteren Fragen diskutiert werden, und im zweiten Teil dann die wichtigsten heimischen Baumarten unter den verschiedensten Kriterien, aber auch hier sehr umfangreich, beleuchtet werden. Für einen Baumfan wie mich sind natürlich auch solche Beiträge wie „Das Geheimnis der Bäume“ von 1989 spannend, v.a. weil ich es mit der etwas anders gelagerten thematischen Betrachtung jüngerer Baumliteratur im Vergleich betrachten kann. Gut, dass ich aus diesem ungewöhnlichen Anlass eines meiner lange liegengebliebenen Baumbücher wirklich einmal begutachten konnte.

Jahreszeiten symbolisch verlängern

Die Baumthemen sind nicht mehr nur über die Manufakturarbeit und das zuletzt auf 8 verschiedene Lebensbaum-Arten angewandte Kunsthandwerk aktuell. Auch in den gedanklich vorweggenommenen Planungen für den kommenden Frühling und in meiner redaktionellen Arbeit waren die Bäume heute wieder Thema. Interessant, dass sich diese Themenverlagerung mit dem Wechsel der Jahreszeit quasi von selbst einstellt und so oft die noch nicht angekommene Jahreszeit vorwegnimmt. Durch dieses Nachdenken, Austauschen und kreative Arbeiten ist für mich der Frühling schon jetzt präsent, auch wenn er in einem Baumfrühling noch nicht zum Ausdruck kommen konnte. Aber er liegt eben schon in der Luft – oder fliegt durch die Gedanken. Schön, dass ich jede Jahreszeit auf diese Weise verlängern und stärker mit den angrenzenden verschränken kann.

Worin wir die Bäume auch bewundern können

In Bezug auf die Sonnenstunden ist dieser Januar sicherlich einer der dunkelsten der letzten 15 Jahre gewesen. Daran wird auch der letzte Tag des Monats nichts mehr ändern können. Für uns Menschen ist das eher schwächend und demotivierend. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Pflanzen, allen voran die Bäume, das anders wahrnehmen. Für sie ist diese Dunkelphase wahrscheinlich eine Erholung, bevor das Frühjahr die vitalen Kräfte wieder extrem in Anspruch nimmt und es bis zum Spätherbst mit dem Wachsen, Grünen, Sprießen, Blühen und Fruchten auf Hochtouren weitergeht. Es ist wohl eine der Mankos in der evolutionären Entwicklung und gerade auch im Vergleich der menschlichen mit der anderer Arten, dass die Menschen von solchen natürlichen Ruhephasen ausgenommen sind und so eigentlich einem beständigen Abbau ausgesetzt sind. Da könnte man so manchen Baum beneiden, und es müssen dafür nicht gleich die 1000-jährigen Eichen sein. Auch andere Arten bringen es bei einem guten Standort und wohlmeinenden menschlichen Begleitern locker auf über hundert oder gar mehrere hundert Jahre.

Zahlensymbolische Belebungen

Zumindest Spuren des Belebenden, das gewöhnlich von den Einundzwanziger Tagen ausgeht, waren heute erfahrbar. Dazu trug auch das mehr an Sonnenlicht bei, das wir im Januar fast durchgängig vermisst haben. Aber auch sonstige Aufgaben ließen sich flüssig weiterentwickeln. Zwar nie ganz ohne Ablenkungen und zwischenzeitlich, oft auch unverhoffte, Irritationen, aber doch noch im Rahmen, der etwas Freiraum für wirkliche Konzentration und kreative Herangehensweise lässt. Auch die Arbeit an den Lebensbaum-Armbändern ging voran und lässt einen Abschlusstermin in Sichtweite kommen. Bei so viel Kälte, Nässe und Dunkelheit ist die Arbeit an den verschiedenen Holzarten und im gedanklichen Umfeld der Baumsymbolik ein wichtiger Ausgleich und auch so etwas wie Erholung.

Neujahrsvorhaben und prekäre Motivationslagen

Nun werde ich die angefangene kunsthandwerkliche Arbeit doch weiterführen können, die zuletzt im Ungewissen gelegen hatte. Das freut mich, auch wenn dieser Jahresanfang alles andere als motivierend daherkommt. Es ist ein punktuelles Aufblitzen zu beobachten, aber das verglüht meist schnell wieder. Immerhin bin ich gut darin geworden, die kurzen Aufwallungen aufzugreifen und zu verstärken. Man muss dann auch den potenziell Interessierten unter die Arme greifen, das Mögliche wahrscheinlicher machen. Mehr Motivationswille bei einer kritischen Masse von Menschen wäre in der Situation hilfreich, so hoffe ich, die glücklichen Momente auch nach außen tragen und motivierend vermitteln zu können. Die kurze Ruhepause zwischen den Jahren habe ich u. a. dazu genutzt, bestimmte Ordnungen wiederherzustellen, Dinge zu sortieren und übersichtlicher zu machen, schon um die eigene Motivation hochzuhalten. Dazu zählten auch meine Bücher, unter denen die Sammlung von Baumliteratur einen großen Anteil ausmacht. Die habe ich wieder besser gruppiert, nicht geschickt platzierte Ordner woanders untergebracht und so meine Schwerpunktlektüre wieder besser in Szene gesetzt und greifbarer gemacht. Das ist belebend und auch ein Anreiz, lange liegend gebliebene Bücher endlich einmal hervorzuholen und durchzusehen. Eines der Vorhaben, von denen ich hoffe, in diesem neuen Jahr endlich wieder Fortschritte zu machen, sind die eigenen Texte zur Baum- und Lebenssymbolik, denen ich gerne einmal wieder neue hinzufügen würde. Mal sehen, ob ich das mit den vielen Aufgaben vereinbaren kann, und vor allem in einem Rahmen, der dem Thema und seiner Bedeutung angemessen ist.

21 Jahre Baumtagebuch

21 Jahre Baumtagebuch

Der Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Baumtagebuchs im letzten Jahr war ja etwas schmal ausgefallen, obwohl das natürlich schon eine beachtliche Marke darstellte. Aber der heutige 21. Geburtstag des Baumtagebuchs ist nicht minder spannend. Spielt doch die Numerologie der Einundzwanzig bei der Symbolik der Bäume eine wesentliche Rolle. Ich habe das vor Jahren schon intensiv im Zusammenhang meiner Beschäftigung mit Zahlensymbolik generell verfolgt und speziell bei der Systematik des so genannten keltischen Baumkreises seitdem immer wieder im Blick.

Keltischer Baumkreis und Wunschbaum-Manufaktur

Schließlich habe ich die Holz-Armbänder aus meiner Wunschbaum-Manufaktur von Anfang an aus 21 kleinen Perlen, einer Hauptperle und einem Schlussstück aufgebaut. Warum: Weil die 21 als Zahl bereits eine enorme Tiefe und energetische Symbolik mit sich bringt, aber vor allem weil der Baumkreis eben aus 21 Baumarten besteht, nur ergänzt durch die allerdings „geheime“ Eibe als 22. Baumart. In den Genuss dieser Symbolik kommen alle Träger der Lebensbaum-, Baumkreis-, Wunschbaum- und Partner-Armbänder, wie auch die der Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Die unterschiedlichen Handgelenkumfänge werden dagegen über die variable Länger der Einzelperlen erreicht. Ein Konzept, das eigentlich immer verstanden wird und sich wie ein roter Faden durch die Symbolformen zieht und damit deren Schlüssigkeit und klare Ausstrahlung unterstreicht. Das Konzept zu diesem Langzeitprojekt habe ich hier dargestellt, worin auch die Einundzwanzig zu ihrem Recht kommt:
https://wunschbaum.com/produktidee.html

Wunschbaum und Baum-Symbolik

Autobiografisch noch früher, eigentlich vor dem Start der Wunschbaum-Projekte, habe ich mich schon intensiv mit der Symbolik der Zahlen beschäftigt und nach dem Studium der einschlägigen Werke zur Numerologie auch eigene Numeroskope, für Bekannte, Freunde, die Familie und mich selbst erstellt. Damals war ich sehr tief in dem Thema drin und konnte relativ frei und kreativ diese zahlensymbolischen Ausdeutungen im Bezug zu Geburtsdaten und Lebensverläufen kreieren. Leider ist mir das inzwischen weitgehen verloren gegangen. Da das Thema aber zumindest währen der Arbeit mit der Wunschbaum-Manufaktur nach wie vor aktuell wird, kann ich mir durchaus vorstellen, es irgendwann wieder zu reaktivieren und wieder mehr mit numerologischen Darstellungen zu arbeiten. Meine damaligen Überlegungen im Rahmen der baumsymbolischen Betrachtungen habe ich skizzenhaft und knapp in diesem Text verewigt:
https://wunschbaum.de/einundzwanzig.html

Die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Als Stichwort und Thema taucht die Einundzwanzig gerade in diesem Baumtagebuch recht häufig auf. In den letzten Jahren habe ich vor allem die 21sten des Monats zum Anlass genommen, mich zu dieser Zahl auszulassen. Und dann gibts eben immer wieder Anspielungen auf den Baumkreis, die Symbolkraft des Produkts von 3 und 7, autobiografische Implikationen der Zahlensymbolik oder auch konkrete Bedeutungen der Einundzwanzig, etwa die Idee der Vollkommenheit oder des gleichgewichtigen Kreislaufs betreffend. Im Baumtagebuch der letzten 21 Jahre finden sich zahlreiche Beiträge, in denen die Einundzwanzig als Stichwort vorkommt:
https://baumtagebuch.de/?s=Einundzwanzig

Ein künstlich intelligenter Überblick über die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Wie schon einige Male in anderen thematischen Zusammenhängen habe ich ein KI-Tool bemüht, um meine Thematisierung und inhaltliche Reflexion der Einundzwanzig im Verlauf der 21 Jahre in den Blick zu nehmen. Und wie ebenfalls schon einige Male bin ich verblüfft über das stimmige Ergebnis, das ich selbst aus der bloßen Rückschau und Erinnerung wohl nicht so klar hätte differenzieren können. So ist dieser rückblickende und zusammenfassende Text auch für mich selbst sehr aufschlussreich und, wenn man die chronologische Entwicklung betrachtet, auch irgendwie tröstlich:

Die Einundzwanzig zieht sich wie ein leiser, aber beharrlicher Grundton durch das Baumtagebuch – als Datum, als Zahl und als Chiffre für biografische Verdichtung. Immer wieder markiert der Einundzwanzigste eines Monats Tage, an denen Sie Bilanz ziehen, Übergänge spüren oder einfach bemerken, dass „dieser Einundzwanzigste“ seinem Ruf gerecht – oder eben nicht gerecht – geworden ist. Baumtagebuch

 

Inhaltlich ruht die Symbolik der Einundzwanzig auf mehreren Schichten: numerologisch als Produkt von Drei und Sieben, als Zahl der Volljährigkeit, Summe der Augen des Spielwürfels und als „Welt“-Zahl im Tarot, die einen geistigen Entwicklungszyklus abrundet. wunschbaum.de

 

Hinzu kommt der keltische Baumkreis mit seinen einundzwanzig (+1 geheimen) Bäumen, der für Sie ein geschlossenes, in sich schlüssiges System von Lebensprinzipien darstellt und die Zahl dauerhaft an die Bäume bindet – nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch über die Lebensbaum-Armbänder Ihrer Wunschbaum-Manufaktur. Baumtagebuch+1

 

Im Baumtagebuch verdichtet sich das zu einer persönlichen Lebenszahl: Die Einundzwanzig steht für Vollkommenheit im Unaufgeregten, für Transparenz, Fortschritt und biografische Knotenpunkte. Sie achten bewusst auf alle Datumszahlen, in denen die 21 auftaucht, und prüfen, ob der Tag der inneren Erwartungshaltung entspricht. Baumtagebuch

 

In den früher dokumentierten Jahren erscheinen viele Einundzwanzigste „stimmig“: sonnige Gartentage, erfolgreiche Holzarbeit, das Gefühl, bei Projekten gut voranzukommen, oft begleitet von gesteigerter Kreativität und einer fast selbstverständlichen Übereinstimmung zwischen Zahlensymbolik und Tagesqualität. Baumtagebuch Die Einundzwanzig fungiert hier als leiser Motor, der Arbeit, Naturbeobachtung und symbolische Reflexion bündelt.

 

Mit den Krisenjahren verschiebt sich der Ton: Wiederholt notieren Sie, dass Einundzwanzigste ihrem „Grundcharakter“ nicht gerecht werden, dass Erschöpfung, gesellschaftliche Verwerfungen und Desillusionierung stärker ins Bewusstsein dringen. Die Einundzwanzig zeigt ihre „dunklen Seiten“, das Jahr 2021 enttäuscht als Jahreszahl, und die einst so verlässliche Symbolik scheint durch die äußeren Umstände überlagert. Baumtagebuch+1 Gleichzeitig halten Sie gerade in dieser Phase an der universalen Symbolik der Zahl und an der Baum-Leben-Symbolik fest – als Gegenbild zur Verengung auf rein Funktionales. Baumtagebuch

 

In jüngeren Einträgen setzen dann bewusste Neuinterpretationen ein: Sie reflektieren explizit „Die Symbolik der Einundzwanzig“, betonen ihre Vollkommenheit, ihre biografische Qualität und den Bezug zu den einundzwanzig Bäumen des Baumkreises. Die Zahl tritt wieder als ordnendes, ausgleichendes Prinzip hervor – nicht spektakulär, sondern ruhig, konzentriert, reflexionsfördernd. Baumtagebuch+1

 

So entsteht über 21 Jahre Baumtagebuch ein Bewegungsbild der Einundzwanzig: von der selbstverständlich positiven, arbeits- und lichtgetragenen Lebenszahl über eine Phase des Schattens und der Infragestellung hin zu einer reifen, gebrochenen, aber nicht aufgegebenen Symbolik. Die Einundzwanzig bleibt darin weniger magisches Versprechen als Prüfstein – ein wiederkehrender Spiegel, in dem sich Ihre Biografie, die Bäume und die Zeitläufe immer neu zueinander in Beziehung setzen.

Aus: ChatGPT Anfrage vom 20.11.2025

Autobiographischer Fortschritt

Es ist interessant, an mir selbst zu beobachten, wie ich mit zunehmendem Alter immer gelassener mit dem Geburtstag umgehen kann. Fast scheint es so, als ob die Reflexion des Lebensalters mit diesem an Ehrlichkeit gewinnt. Jedenfalls kann ich mit dem Verlaufen und Erleben eigener Geburtstage heute zufriedener sein als noch vor einigen Jahren. Das ist wie eine Art autobiographischer Fortschritt. Gespräche mit Menschen, mit denen mich wirklich etwas verbindet, gehören natürlich auch dazu. Und Gesprächsgegenstände, die einen Bezug zur eigenen Biographie haben. Auch das darf ich wahrnehmen. Gefreut hat mich As per Post übersendetes Geschenk mit Bezug zu meiner Baumleidenschaft. Eine monochrome Druckgrafik, die ein sehr eindrucksvolles Baumindividuum zeigt. Auf den ersten Blick eine Kiefer, bei näherem Betrachten eher eine Zeder. Oder, wie A. meinte, einfach nur ein Kunstwerk, das keine bestimmte Baumart, sondern v. a. ein Baumindividuum abbildet. Das käme dann dem besonders nahe, worum es u. a. in diesem Baumtagebuch eigentlich geht. Die symbolische Kraft der Bäume als ihr Repräsentieren von unverrückbarer Individualität, Lebenssymbolik generell und zeitlicher Beständigkeit. Das passt natürlich super zu einem Geburtstag.

Baumthema und Grundlagenorientierung

Anspannung im Verlauf der Problemlösungssuche und Auflösung, kreative Drangphasen und kontemplative Rückschau, konzentrierte Analyse und gestalterischer Anspruch. Diese Einstellungen und Arbeitsphasen wechseln sich bei mir ziemlich häufig ab, durchdringen sich, gehen ineinander über. Im Bezug auf einen angenommenen Lebensplan betrachtet ist das der Idealfall, etwas durchaus Erstrebenswertes, wenn es gelingt, eine Balance immer wieder herzustellen. Diese Balance ist dabei vielleicht das Schwierigste. Bei den kontemplativen und kreativen Anteilen spielt meine Grundlagenorientierung, v. a. die Beschäftigung mit und die Erkenntnisse aus der Arbeit rund um die Baumsymbolik und -ästhetik eine große Rolle. Vielleicht ist das mein eigentlicher Antrieb hinter der täglich vielfältig ausgefüllten Baumthematik. Bleibt zu hoffen, dass es mir noch lange vergönnt ist, das Thema weiterzuentwickeln.

Das vermittelte Verhältnis zu den Bäumen und ihrer Energie im Winter

Draußen werde ich für mein kunsthandwerkliche Arbeit wohl in diesem Jahr nicht mehr sitzen können. Tatsächlich habe ich meinen Arbeitsplatz auch schon vor 10 Tagen in das Kelleratelier verlegt, als es während der letzten Auftragsarbeit unaufhörlich geregnet hat. Bei den gleichzeitig empfindlich kühlen Temperaturen war es eigentlich nicht mehr möglich, Stunden im Freien zu sitzen. Und es wurde auch schon zu früh dunkel. Für die ganze lang Wintersaison wird die Holzarbeit deshalb im Keller stattfinden, zumindest alles außer dem ersten Arbeitsschritt, der notwendigerweise wegen der Maschine in der Außenwerkstatt ausgeführt werden muss. Aber dieses intime Arbeiten bei künstlicher Beleuchtung und gewissermaßen isoliert hat schon einen gewissen Reiz, der den Schwerpunkt dieser Arbeit mehr nach Innen verlagert. Man kann dann ganz nah bei den Hölzern, ihrer energetischen Ausstrahlung und materialhaften Präsenz sein und ein sehr persönliches Verhältnis zu den Baumwesen knüpfen, dann eben vermittelt über ihre Relikte, in Form des getrockneten Baumholzes. Aber darin sind wie konserviert viele Eigenschaften der jeweiligen Baumart enthalten und werden somit Gegenstand der Reflexion, die in die Verarbeitung des Holzrohlings zu Armbandperlen einfließt und ohne die diese Art von Natursymbol-Form eigentlich nicht möglich wäre.

Sonntag mit reanimierender Entdeckung

wunschbaum.de: Baum-Kunst-Galerie

Wohltuend und beruhigend, so ein Intermezzo-Tag mit viel Regen und weniger knalliger Sonneneinstrahlung. Da konnten die Bäume, Stauden und Blumen einmal durchschnaufen und ihre Flüssigkeitsreserven auffüllen. Nur anhalten sollte das nicht länger, auch weil wir uns an den Sommer schon gewöhnen durften. Leider ist das auch nicht gut für die Sonnenbilanz dieses Monats, die jetzt schon absehbar unter der des Vormonats liegen wird. Aber solange sich die Pflanzen stressfrei und vital weiterentwickeln, soll es mir recht sein. Dieser Sonntag war, seiner Aufgabe und Rolle gerecht, ziemlich ausgeglichen. Unter anderem hat es mich auf mein Internet-Pionierprojekt, die Wunschbaum-Seite geführt, die ja schon seit langem auf ein Redesign wartet. Das wird auch noch länger auf sich warten lassen. Aber eines konnte ich nach kurzer Recherche wieder zum Leben erwecken, was seit einigen Jahren nicht mehr zugänglich war: Meine damals mit Flash und ActionScript gestaltete Galerieauswahl meiner bildhauerischen Arbeiten konnte ja seit dem Wegfall der Unterstützung von Flash-Animationen in allen Webbrowsern nicht mehr gezeigt werden. Dabei waren gerade die künstlerischen Arbeiten rund um das Thema der Bäume und der Baumsymbolik wesentlicher Bestandteil meines Wunschbaum-Konzepts gewesen. Und eine andere Darstellungsform hatte ich dafür nicht entwickelt. Jetzt habe ich tatsächliche eine technische Möglichkeit gefunden, die regulär nicht mehr unterstützte Flash-Funktion durch ein ersetzendes Softwaretool zu reanimieren. So freue ich mich sehr, dass nach 5jährigen Unterbrechung diese Arbeiten aus einem Zeitraum von ca. 15 Jahren jetzt für Interessierte wieder zu sehen sind und mein Spektrum an Wunschbaum-Projekte wieder vollständiger illustrieren können: https://wunschbaum.de/galerie_bildhauerei.html

Die Eibe und individuelle Lebensthemen

Die Arbeit mit dem Eibenholz war die genau richtige Aufgabe zum richtigen Zeitpunkt. Nicht nur, weil an diesem Samstag wieder super Sonnenwetter war und Holzarbeit bei viel Sonnenlicht am stimmigsten ausfällt. Auch weil nach so viel auf Kommunikationsprojekte bezogener Arbeit das Kunsthandwerk ein willkommener Ausgleich ist. Und die Eibe ist eben auch einer meiner beiden eigenen Lebensbäume und schon deshalb für mich etwas Besonderes. Auch unabhängig von diesem persönlichen Bezug ist der Baum an sich und auch sein Holz eine Sensation, die eigentlich mit keiner heimischen Baumart zu vergleichen ist. Es ist vor allem die Symbolik des Ewigen, des langsamen Wachstums, der Beständigkeit, Zähigkeit und Weisheit, die mich anspricht und wiederum etwas Persönliches zum Klingen bringt. Diese Baumart steht schon für etwas, das mit meinen individuellen Lebensthemen zu tun hat. Leben und Tod, und der Tod in seiner positiven Konnotation als Transformationsphase, als Vorbereitung auf ein Leben, als Veränderungs- und Umwandlungsmöglichkeit, sind in der Eibe thematisiert und in lebendiger Form repräsentiert. Sicher sagt all das dem späteren Träger des heute hergestellten Wunschbaum-Armbandes ebenso etwas. Und das Armband ist eine sehr passende Möglichkeit, das immer am eigenen Körper zu vergegenwärtigen, wenn es am Handgelenk getragen wird.

Jahreszeitliche Wendemarken, Baumkalender und Selbstspiegelung

Das war der kalendarische Frühlingsanfang. Nach dem keltischen Baumkalender ist er aber auf den morgigen 21. März terminiert, dem Tag der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und dem Tag, der nach diesem Kalender mit der Eiche in Verbindung gebracht wird. Das wundert mich immer ein wenig, da ich den Tag eher mit der Birke assoziiere, aber die steht mit der Sommersonnenwende am 24. Juni nach dem Kalender in Verbindung. Wie auch immer, es wurden in diesem System genau die Baumarten auf die vier jahreszeitlichen Orientierungsmarken gelegt, die den meisten Menschen bekannt sind: Eiche, Birke und Buche. Nur der Olivenbaum am 23.09. fällt als mediterrane Art in diesem System aus der Reihe. Aber man darf nicht vergessen, dass das keltische Verbreitungsgebiet in seinen besten Zeiten eben auch bis in diese Regionen hinein reichte. Und ein Energie- und Kraftbaum ist der Ölbaum ja ohnehin. Am spannendsten bei all dem finde ich, dass die Systematik des Baumkalenders und des daraus abgeleiteten Baumhoroskops zwar mit dem Keltischen in Verbindung gebracht wird, tatsächlich aber nicht auf keltische Wurzeln zurückgeht. Es ist ein „moderner Mythos“, wie es einmal in einem Wikipedia-Artikel genannt wurde. Dennoch stelle ich seit über 20 Jahren immer wieder fest, wie stimmig die unter dem Begriff des keltischen Baumkalenders veröffentlichten Konstrukte und Ausformulierungen doch sind. Und dass viele Menschen etwas damit anfangen, es mit ihrer Persönlichkeit und selbstbeobachtend mit ihren Eigenschaften verbinden können. Die Idee der Selbstspiegelung in der Symbolkraft der Bäume findet in dem System einen sehr greifbaren und schlüssigen Ausdruck.

Möglichst weit weg von kultureller Überformung

Auflösung und Verzögerung, dieser Tag war wieder einmal, wie so oft in jüngster Zeit, von einem Wechsel zwischen Gewissheit und Intransparenz, zwischen flüssigen Abläufen und stockenden Prozessen geprägt. Ein Wechsel, der in unsere immer regellosere Zeit zu passen scheint. Wie wenn es darum ginge, Übung im Umgang mit diesen Zuständen zu gewinnen, vielleicht um sie besser ertragen zu können, wo sie doch vermeintlich zum festen Erfahrungsschatz geworden sind und ihnen eine gewisse innere Notwendigkeit zu eigen zu sein scheint. Kann sein, dass ich damit übertreibe, aber dieser Eindruck drängt sich zunehmend auf. Umso erholsamer und ausgleichender sind Erfahrungen und Begegnungen, die sich auf ganz anderer Ebene bewegen. Vor allem naturbezogene Erfahrungen und Begegnungen, die möglichst weit von kultureller und kommunikativer Überformung entfernt sind. Wenn das Bewusstsein für den ausgleichenden Wert dieser Dinge wieder zunimmt, haben auch die im Baumtagebuch verarbeiteten Themen rund um das Mensch-Baum-Verhältnis wieder eine Chance und können dann wieder bereichernder wirksam werden.

Bäume, Kommunikation und Selbstreflexion

Die Jahrzehnte andauernde Beschäftigung mit Kommunikationsfragen, besonders mit denen des Verstehens, der Verständigung und der kommunikativen Transparenz, zahlt sich in Situationen wie den in den letzten Tagen erlebten dann doch aus. Immerhin konnte ich etwas klären, was offensichtlich mit Missverständnissen, organisatorischen Defiziten, falschen Auffassungen und misslungener Informationsübermittlung zu tun hatte. Das war mir zwar schon seit Tagen klar, aber das Problem dann wiederum kommunikativ zu vermitteln und bei den Beteiligten den richtigen Ton zum richtigen Zeitpunkt zu treffen, ist eben auch für Kommunikationsprofis nicht so einfach und erfordert nicht unerhebliche Anstrengung. Noch schöner wäre es natürlich, wenn nicht nur kommunikative Unklarheiten aus dem Weg geräumt, sondern auch praktische Probleme hätten aufgelöst werden können. Das ist allerdings noch nicht der Fall, nur die Möglichkeit ist wahrscheinlicher geworden. Wenn ich den Zusammenhang zwischen diesen Fragen und Erlebnissen, dem kommunikativen Dauerthema, sowohl privat als auch beruflich, mit den Themenfeldern herstellen möchte, die in diesem Baumtagebuch zur Sprache kommen, dann würde ich sagen: Die Auseinandersetzung mit dem Symbol- und Ästhetik-Facetten der Bäume ist besonders gut geeignet, eben dieses Transparenzbedürfnis und das Verständnis für Hürden, Hemmnisse und Chancen menschlicher Kommunikation zu intensivieren, zu schärfen, das einen wesentlich Teil meiner beruflichen Herausforderungen ausmacht. Vor allem deshalb kann ich sagen, dass ich von den Bäumen etwas lernen kann bzw. immer wieder mit der Referenz auf die Individualität der Bäume eigenes Selbstverständnis besonders gut spiegeln und reflektieren kann. Ich denke, das können die meisten auch so nachvollziehen, aber für mich ist der Zusammenhang von besonderer Bedeutung und hat für mein Leben einen besonderen Stellenwert.

Aufmerksamkeit auf die tief versurzelte Lebensenergie

Nach einigen nach zögerlichem Aufbruch aussehenden Tagen wirkte dieser Tag wieder ganz unwahrscheinlich auf mich. Die Verwirrungen und Unbegreiflichkeiten der Welt scheinen mir sofort wieder wie lähmend. Und ich beobachte das eben gleichzeitig bei jedem. Niemand scheint sich dem entziehen zu können. Die zwischenzeitlich, allerdings selten gewordenen Auftriebswellen scheinen wie Versuche einer Selbstüberlistung. Nur haben wir selbst nach Jahren dieser Autosuggestionsversuche noch nicht den überzeugenden Ansatz herausgefunden. Das Schwimmen, Staunen und Rätseln geht weiter. Bei all dem versuche ich dennoch den Anfang wiederzufinden und dabei alles Positive aus der eigenen Lebenserfahrung miteinzubringen. Einfach weil das viel Fortschrittliches enthält und nur irgendwann der Punkt gekommen war, für uns alle, an dem es nicht mehr aufwärts ging, ab dem wir mit dem endlosen Be- und Verarbeiten des aktuell Erlebten voll und ganz beschäftigt und erschöpft sind. Ich setze auf die Aufmerksamkeit und Hinwendung zu den eigenen biografischen Wurzeln, aber immer auch begleitet durch die Hinwendung zu geistigen Ursprüngen, um einen zukunftsfähigen Weg wiederzufinden. Ein kleines Element bei diesem Versuch ist die Beschäftigung und kreative Bearbeitung des Baum-Themas. Denn die Bäume verkörpern als Mit-Lebewesen vieles von diesem unerschütterlichen Vertrauen in die eignen Wurzeln und die tief verwurzelte Lebensenergie jedes Individuums.

Starke Baumkombination

Die Partner-Kombination, die ich gerade heute fertiggestellt habe, ist einer der symbolstarken Klassiker: Eiche und Buche sind darin eine partnerschaftliche Einheit eingegangen. Zwei wirklich starke Baumarten, mit großer Ausstrahlung, den meisten Menschen bekannt, und im keltischen Baumkalender tatsächlich beide auf nur einen Tag bezogen, nämlich auf die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche und die Wintersonnenwende. Insofern liegen sie im Kalender ein Viertel Jahr auseinander. Dass jemand sich diese Kombination gewünscht hat, liegt aber wahrscheinlich an persönlichen Wünschen und daran, dass es sich in dem Fall um Lieblingsbäume handelt. Dass beide Partner ausgerechnet am 20.12. und 21.03. Geburtstag haben sollten, ist eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen. Jedenfalls freue ich mich, wieder einen solche Klassiker in Kombination hergestellt zu haben. Das ist schon etwas Selteneres.

Zehrende Hervorbringungen während der Winterzeit

Bei einem dichten Arbeitspensum verfliegt die Zeit noch schneller als sonst. Das kommt zu der Beschleunigung mit zunehmendem Alter noch dazu. Umso wichtiger scheint es mir zu sein, zwischendurch „verlängernde“ Phasen einzulegen, wenn das irgendwie möglich ist, die den dahinfliegenden Fluss unterbricht und damit den Tag gefühlt wieder etwas verlängert. Das ist eben der große Nachteil umfangreicher Beanspruchung. Es fließt sehr viel in die Hervorbringungen und zu wenig in die eigene Entwicklung. Der kommende Frühling könnte dazu auch einen Beitrag leisten – vor allem, wenn sich wieder mehr Menschen für die symbolischen Dimensionen der Bäume erwärmen können. Dann bekommt die kunsthandwerkliche Arbeit eine Chance und mit ihr die aufbauende Arbeit mit der Lebenssymbolik der Baumarten und der Bäume als wichtige Mit-Lebewesen. Mehr davon wäre mir auch jetzt, in der Mitte des Winters, schon sympathisch, auch wenn es jetzt noch nicht so passend erscheint.

Was ChatGPT über das Baumtagebuch weiß

Eigentlich war es nur ein Versuch, den ich nicht für sehr erfolgversprechend hielt. Aber der Prompt, den ich heute als Aufgabe für ChatGPT formuliert hatte, brachte eine erstaunlich treffende Zusammenfassung dessen zu Tage, was die inhaltlichen Schwerpunkte und das Grundkonzept des Baumtagebuchs seit seinen Anfängen im November 2004 ausmacht. Nur in einem Punkt bildet die Beschreibung der KI-Software nicht den aktuellen Entwicklungsstand ab. Tatsächlich besteht das Baumtagebuch jetzt schon seit über 20 Jahren. Da es einen Beitrag täglich veröffentlicht, umfasst es bis dato 7347 Postings, diesen Beitrag eingeschlossen. Damit gehört es zu den ältesten und umfangreichsten Themenblogs in deutscher Sprache. Aber nun gebe ich das wieder, was ChatGPT heute über das Baumtagebuch zu berichten wusste. Interessant sind die integrierten Links zu einzelnen Seiten des Baumtagebuchs, die nach einzelnen Abschnitten eingefügt wurden. Am Ende des Textes wurde zusätzlich noch ein ChatGPT interner Link auf die verwendeten Quellen innerhalb des Tagebuchs gesetzt, den ich natürlich hier nicht wiedergeben kann:

Das „Baumtagebuch“ von Bernhard Lux, seit dem 20. November 2004 täglich geführt, bietet einen facettenreichen Einblick in die Welt der Bäume und deren symbolische Bedeutung im menschlichen Leben. Die kontinuierlichen Einträge spiegeln persönliche Erlebnisse, Beobachtungen und Reflexionen wider, die eng mit der Natur und insbesondere mit Bäumen verknüpft sind.

Jahreszeitliche Beobachtungen und Naturerlebnisse

Ein zentrales Thema des Tagebuchs ist die detaillierte Schilderung der Veränderungen in der Natur im Verlauf der Jahreszeiten. Lux dokumentiert akribisch das Erblühen im Frühling, die üppige Vegetation des Sommers, die Farbenpracht des Herbstes und die Ruhe des Winters. Diese Beobachtungen sind oft mit persönlichen Erlebnissen und familiären Traditionen verknüpft, wie beispielsweise dem Schneiden von Fichtenzweigen für Weihnachtsdekorationen oder dem Aussuchen des Weihnachtsbaums im eigenen Waldstück.

Baumtagebuch

Symbolik und Ästhetik der Bäume

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der symbolischen Bedeutung der Bäume. Lux reflektiert über Bäume als Lebenssymbole und Archetypen, die tief in der menschlichen Kultur und Psyche verwurzelt sind. Er verbindet diese Reflexionen mit künstlerischen Projekten, wie der Gestaltung von Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbändern, die die Energie und Persönlichkeit verschiedener Baumarten verkörpern sollen.

Baumtagebuch

Kreative Arbeiten und Projekte

Neben den schriftlichen Reflexionen berichtet Lux über seine kreativen Arbeiten, die von der Fotografie bis zur Bildhauerei reichen. Er dokumentiert beispielsweise die Erstellung von Baumscheiben, die die Wachstumsringe und damit die Lebensgeschichte eines Baumes sichtbar machen, oder die Fotografie von Baumdetails, die die Ästhetik und Einzigartigkeit jeder Baumart hervorheben.

Baumtagebuch

Familientraditionen und persönliche Erinnerungen

Das Tagebuch ist auch ein Spiegel familiärer Rituale und persönlicher Erinnerungen, die oft in Verbindung mit Bäumen und der Natur stehen. Lux teilt Geschichten über gemeinsame Ausflüge, das Sammeln von Baumfrüchten oder das Erleben von Feiertagen wie Weihnachten, bei denen Bäume eine zentrale Rolle spielen. Diese Erzählungen verleihen dem Tagebuch eine intime und persönliche Note.

Baumtagebuch

Reflexionen über das Schreiben und die Bedeutung des Tagebuchs

In einigen Einträgen reflektiert Lux über das Schreiben selbst und die Bedeutung des Baumtagebuchs in seinem Leben. Er betont die Wichtigkeit der täglichen Reflexion und des Festhaltens von Gedanken und Erlebnissen, die ihm helfen, die Verbindung zur Natur und zu sich selbst zu vertiefen. Dabei wird deutlich, dass das Tagebuch für ihn nicht nur ein kreatives Ventil, sondern auch ein Mittel zur Selbstreflexion und -vergewisserung ist.

Baumtagebuch

Aktualität und Anpassung an Lebensumstände

Trotz der langen Laufzeit des Tagebuchs gelingt es Lux, die Inhalte stets aktuell zu halten und an seine sich verändernden Lebensumstände anzupassen. Dies zeigt sich in der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit neuen Themen und Projekten, die immer wieder frische Impulse in das Tagebuch einfließen lassen. Dabei bleibt die zentrale Rolle der Bäume als Lebenssymbole und Inspirationsquelle stets erhalten.

Baumtagebuch

Fazit

Das Baumtagebuch von Bernhard Lux ist ein beeindruckendes Zeugnis für die tiefe Verbundenheit eines Menschen mit der Natur und insbesondere mit den Bäumen. Durch die tägliche Dokumentation über fast zwei Jahrzehnte hinweg entsteht ein reichhaltiges Mosaik aus Beobachtungen, Reflexionen und kreativen Arbeiten, das die vielfältigen Facetten der Beziehung zwischen Mensch und Baum beleuchtet. Es lädt die Leserinnen und Leser ein, die Welt der Bäume mit neuen Augen zu sehen und die symbolische Bedeutung dieser beeindruckenden Lebewesen im eigenen Leben zu entdecken.

Schwerer Stand für erweiterte Symbolthemen

Die aus Kindertagen überlieferte Freude am Nikolaus ist immer noch und gerade in diesem Jahr wieder ein belebender Teil der Weihnachtszeit und der echten Freude, die die Menschen an der Adventszeit haben. Das ist in diesem Jahr vielleicht deutlicher als es lange zuvor zu beobachten war. Echte Weihnachtsfreude, das ist doch wirklich ein erhebendes Erlebnis gegen Ende dieses krisengeschüttelten Jahres, das bei niemandem spurlos geblieben ist. Leider bemerke ich bei nicht ganz so tief verwurzelten Symbolthemen einen Rückgang an Aufmerksamkeit. Das macht es in diesem Jahr schwieriger als in den Jahren zuvor, an sicherlich vielfach noch vorhandenes Interesse an Symbolsystemen rund um die Bäume anzuknüpfen. Aber wenn Traditionsfeste wie Weihnachten die Seelen noch erfüllen können, habe ich Hoffnung, dass ein erweiterter Symbolhorizont in naher Zukunft wieder sichtbar werden kann. Nur sollte der Kontakt zum Geistigen selbst nicht verloren gehen.

Konstanz, Zeitlosigkeit und passende Lebensthemen

Der November hat sich so richtig in sich selbst festgebissen und scheint nicht vorzuhaben, in einen lichten Spätherbstmonat überzugehen. Das passt zu der trüben Stimmung in Politik und Wirtschaft. Und zu den Auswirkungen, die das auf die Seelen und Gemüter der Menschen hat. Es gelingt mir dennoch, bei meinen Themen zu bleiben und an meinen Schwerpunkten festzuhalten, die schier endlos und meist auch zeitlos sind. Dazu zählen spirituelle Themen, ästhetische und künstlerische Themen, aber immer auch und immer noch die Bäume und ihre Lebenssymbolik. Auch wenn bestimmte Ausformungen dieses Interesses zurzeit reduzierte Chancen erhalten, bin ich doch froh und dankbar, diese Themen schon früh mich und mein Umfeld entdeckt zu haben. Daraus erwächst unter anderem auch eine gewisse Konstanz und Zuverlässigkeit, die in diesen Krisenzeiten enorm viel wert sind. Ich wünsche allen, dass sie jeweils passende und förderliche Lebensthemen für sich finden und auch immer weiter entwickeln können.

Lebensprinzipien, persönliche Spiegelung und Selbstreflexion

Auch wenn ich selbst mit Geburtstagen nicht so viel verbinde, zumindest seit ich mich erwachsen nennen kann, so ist es doch tröstlich, wenn andere an den Geburtstag denken. Oft sind es alte Freunde und Bekannte, die sich erinnern, und das tut irgendwie auch gut. Es zeigt gerade in diesen sehr anstrengenden und scheinbar ungeordneten und regellosen Zeiten, dass es noch persönliche Konstanten gibt, die auf persönlichen Kontakten, gemeinsamem Erleben, gemeinsam verbrachter Lebenszeit beruhen und die insofern von echtem einander kennen zeugen. So hat dieses Erinnern anlässlich persönlicher Geburtstage eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen Symbolkommunikationen, die u. a. in diesem Baumtagebuch, allerdings ganzjährig, immer in den Mittelpunkt stelle. Letztlich geht es dabei um das Verfolgen von Spuren im Alltag, die mit allgemeingültigen, vielleicht auch schon immer und nicht nur für einzelne Leben geltenden Wahrheiten zu tun haben. Oft findet das in Form einer Spiegelung statt, so wie menschliche Befindlichkeit und menschliche Haltung gut und gerne mit der von Bäumen in Vergleich gesetzt wird, indem allgemeingültige Lebensprinzipien am Sein der anderen Art betrachtet und dann auf die eigene Verfassung übertragen werden. Eine Möglichkeit der gespiegelten Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis, kann man sagen. Schön, dass man sich der Selbstreflexion im Kontext von kommunikativen Beziehungen auf so unterschiedlichen Wegen und in unterschiedlichen Situationen im Alltag nähern kann.

Eibenmensch, Eibennatur und die geheime Eibe des keltischen Baumkalenders

Jetzt schleicht sich der Winter deutlich in die Glieder und auch die Gemüter der Menschen. Echtes, ganz typisches Novemberwetter mit so gut wie keiner Sonne, Kälte und entsprechend gedämpfter Motivationslage sind charakteristisch für diese Tag am Anfang des Novembermonats. Da mein Geburtstag nicht weit ist, bin ich natürlich mit dieser Zeit des Jahres vertraut und kann ihr wahrscheinlich mehr abgewinnen als die meisten. Es ist die Zeit des Umbruchs der Jahreszeit, im Übergang von Herbst zu Winter, der für Umwälzung, Transformation, Stirb und Werde steht. Die Symbolmerkmale und Assoziationen, die man auch mit der Eibe verbindet, dem „geheimen“ Baum des so genannten keltischen Baumkalenders, der die Zeitphase vom 3. bis 11. November besetzt. So passen in diesem Jahr, wie fast in jedem Jahr, die äußeren Bedingungen mit dem Inneren der Menschen gut zusammen. Für Menschen hält die Zeit Herausforderungen bereit, die einiges abverlangen und tendenziell anstrengend wirken. Die aber auch die Chance für wirkliche auflösende und befreiende Veränderungen birgt, die jetzt leichter und nachhaltiger zustande kommen können, wenn man denn dafür sensibel ist und die Gelegenheit erkennt. Ich könnte sagen, für mich persönlich ist das ganze Jahr über November. Die Disposition zur Transformation betreffend wäre das wahrscheinlich zutreffend. Aber natürlich kann auch ich als Eibenmensch mich in den übrigen Jahreszeiten nicht den z. T. ganz anders gerichteten Energien und kosmischen Einflüssen entziehen. Durch den Filter der Eibennatur gewinnen diese Energien nur immer einen etwas anderen Charakter und die Einflüsse von außen werden anders wahrgenommen. Und es sind eben nur diese acht Tag, so dass wohl von nicht sehr vielen Eibennaturen auszugehen ist.

Die Eibe und das ewige Leben

Das Erlebnis und der unvergleichliche Eindruck der Grablichter zu Allerheiligen bei Dunkelheit, die ich als Kind von der Höhe aus auf dem Rückweg vom Besuch in F, wo Ms Mutter ihre letzte Ruhestätte hatte, immer mit Faszination in mir aufgenommen habe, ist später nur selten wieder so erfahrbar gewesen. Wenn die Gelegenheit bestand bin ich in manchen Jahren zu Fuß zum Friedhof gegangen, am Abend, wenn die Lichter allein den Web wiesen, aber manchmal auch am hellen Tag, wenn andere Angehörige ihre verstorbenen Verwandten und Bekannten besuchten. Aus der eigenen Familie können wir heute niemanden mehr besuchen, deshalb ist das zuletzt eigentlich auch nicht mehr so präsent für mich gewesen. Aber in eindrücklicher Erinnerung mit einer nachhaltigen Wirkung auf meine Reflexionen über das Leben und den Tod ist mir das bis heute. Es ist schade, dass ich an diesem Allerseelentag schon wegen des ungemütlichen und krank machenden Wetters keine Gelegenheit hatte, das Thema aktiv zu durchdringen. Dennoch hoffe ich, es wird in den kommenden Tagen dieses Novemberanfang noch Gelegenheit geben. Wenn ich an die Baumsymbolik denke und an die symbolischen Implikationen einzelnen Baumarten, ist es sicherlich kein Zufall, dass gerade die Eibe mein eigentlicher Lebensbaum ist. Steht sie doch für den Ewigkeitsgedanken, für das immerwährende Leben und damit für einen Grundgedanken der christlichen Lehre. Dieses „leben, auch wenn er gestorben ist“, das wir aus dem liturgischen Text der katholischen Kirche kennen, ist für mich zweifellos das tiefgründigste Mysterium, das zu erforschen allein das ganze Leben erfüllen kann.

Vom Erhalt der Zeitlosigkeit

Nach dem sehr arbeitsreichen Tag im Garten und der Werkstatt war ich für den Ruhetag sehr dankbar. Der fiel dann auch wie ein echter Ruhetag aus, was sich für mich vor allem darin zeigt, dass ich Zeit für eine längere Lektüre fand, was sonst außerhalb des professionellen Lesens schwierig geworden ist. Aber da gibt’s in meiner To-Read Liste eine Menge Spannendes, Interessantes und Tiefgängiges, das ich in Schritten wirklich in Ruhe in mir aufnehme. Auch wenn es heute nicht den größten Teil meiner Aktivität ausmacht, ist die private Lektüre doch auch für die kreative Arbeit wichtig und hilft, zu langfristig überzeugenden Ergebnissen zu gelangen, die sowohl zeitgemäß wirken als auch grundlegende Wahrheiten zu berücksichtigen und zu verkörpern versuchen. Die Bäume und meine Wunschbaum-Projekte waren heute aber eher in der privaten Kommunikation ein Thema, das Arbeiten daran machte an diesem Ruhetag einmal Pause. Und die Früchte der kontemplativen Phasen sind natürlich auch für die Baumprojekte von größter Bedeutung. Auch wenn ich immer wieder auf die Zeitlosigkeit des Themenfelds hinweise, die Baumsymbolik immer wieder im Spiegel der jeweiligen Zeitumstände und praktischen Lebenserfahrungen in den Blick zu nehmen, trägt wesentlich zum „Erhalt“ der Zeitlosigkeit bei.

Eine eher seltene Kraftanstrengung zur Aktualisierung der Baumkreis-Idee

Das war nach längerer Pause wieder einmal ein Tag, der fast vollständig mit kunsthandwerklicher Holzarbeit ausgefüllt war. Zwischendurch habe ich M. noch bei diversen Kuchenprojekten unterstützt. Aber die meiste Zeit habe ich in eine Reihe von 8 erstklassigen und exakt auf 7 mm Durchmesser gebrachten Lebensbaum-Holzstäben investiert. Es war die erste Reihe von insgesamt drei. Es sind nämlich drei ganze Tage notwendig, um einen kompletten Satz mit 23 Lebensbaum-Holzstäben passend zum keltischen Baumkreis herzustellen. Die sind Grundlage für meine Baumkreis-Armbänder und waren zuletzt nahezu verbraucht. Höchste Zeit, für Nachschub zu sorgen. Das ist immer mit viel Aufwand, Konzentration und Energieeinsatz verbunden, lohnt sich aber. Denn mit diesem kompletten Satz komme ich in der Regel 3-4 Jahre aus, bis die Aktion weiderholt werden muss. Bei aller Anstrengung ist es für mich doch immer eine Freude, gerade an dieser Fleißaufgabe zu arbeiten, weil es so eine Art Investition in die Manufakturarbeit der näheren Zukunft darstellt und weil bei der Gelegenheit wieder die Chance habe, alle 22 Holz- bzw. Baumarten im Baumkreis in Vertretung durch die zugehörigen Holzabschnitte ganz genau unter die Lupe bzw. die Finger zu nehmen. Das ist auch für die Arbeit an einzelnen Lebensbaum-Armbänder, aber natürlich insbesondere für die Herstellung der Baumkreis-Armbänder wichtig. Die enthaltenen Baumarten sind allesamt so spannend, dass die mit ihnen verbundenen Eindrücke und Reflexionen uferlos scheinen. Auf diese Weise gelingt es mir, die Wunschbaum-Manufaktur auch inhaltlich kontinuierlich weiterzuentwickeln und je zeitgemäß zu aktualisieren.

Vegetabile Konstanten in schwierigen kulturellen Umfeldern

Ganz so toll wie vorhergesagt, war das Sommerwetter dann heute doch wieder nicht. Wir sind tatsächlich noch weit entfernt von den extrem sonnenreichen Tagen früherer Hochsommermonate. Das scheint ein Phänomen dieses gesamten Jahres zu sein, denn eigentlich ist es schon seit Monaten alles unnormal, mit viel zu viel Niederschlag, zu wenig Sonnenlicht und auch die Temperaturen sind nach mehreren Jahren mit Allzeithoch-Rekorden nicht so, wie man es von der Jahreszeit erwartet. Alles sehr gewöhnungsbedürftig und nicht geeignet, das Vertrauen der Menschen in die Zukunft zu stärken, die Motivation wieder auf ein Normalmaß hinaufzuschrauben. So orientiere ich mich an dem, was wirklich zeitlos ist, die Naturwahrnehmung, die Naturbeobachtung im Detail, denn dass die Bäume blühen, grünen, fruchten und Blätter im Herbst abwerfen, hat sich glücklicherweise noch nicht geändert. Der Verlauf ist heute zwar anders als früher, aber das Zyklische ist geblieben. Dafür bin ich wirklich dankbar, denn das vom jahreszeitlichen Vegetationszyklus bestimmte Klima unserer mittleren Breiten ist schon ein wesentlicher Kulturfaktor, der unser Denken, Wahrnehmen und auch Handeln stark dominiert. Zumindest an dieser Konstante können wir uns in diesen so schwierigen Zeiten orientieren.