Graue Winterlandschaft

Ganz froh bin ich, dass wir den Weihnachtsbaum im Anschluss an seine eigentliche Mission in den Garten gestellt haben. Heute früh, als der Schnee flächendeckend lag, hat er nämlich beim Blick aus dem Fenster gleich den Eindruck einer Winterwaldlandschaft vermittelt. Einfach schön, wenn die Zweigenden mit Schnee bedeckt sind, wie von Zuckerguss überzogen. Das Vogelfutter haben wir noch nicht besorgt. Das wird aber noch kommen, damit wir an hellen Tagen das Treiben der Futter suchenden Vögel beobachten können. Seitdem manche Arten wegen der verhältnismäßig mild gewordenen Winter hier bleiben, sind die Vögel zumindest nicht seltener geworden. Der eine oder andere unter ihnen wird froh sein, bei dem schlechten Nahrungsangebot auf diese Art eine Sonderration zu erhalten. Bei Spaziergang über den Damm konnte ich kaum noch Früchte sichten. Lediglich bei der Weißdornhecken sind noch vereinzelte schwarz verschrumpelte Früchte des Vorjahres zu finden. Und einige auch beim Liguster. Ansonsten gehören die grau-gelben Flechten am Weißdorn und den Heckenrosen zu den wenigen Farbe zeigenden Details der Baumlandschaft.

Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer

Ein tolles Licht zum Fotografieren war das heute. Leider habe ich meist in den Mittagsstunden Gelegenheit für kurze Exkursionen. Besser wäre es natürlich am Morgen oder späten Nachmittag. Dann kann man noch sehr viel mehr Atmosphäre einfangen. Aber auch aus diesen punktuellen Blicken in die Baum- und Strauchlandschaft in meiner Nähe ist diese Phase des Pflanzensommers ganz gut einsehbar, in einer Mischung von Grün und davon abstechenden bunten Farben, mit einer Vielfalt vegetabiler Formen, die zunehmend stärker vom Fruchttragen der Bäume bestimmt werden.
So die orange strahlenden Furchtstände der Ebereschen:

Ebereschenzweig mit Fruchtstand im Hochsommer

Die noch grünen Früchte des Walnussbaums:

Walnussbaumzweig mit grüner Nuss im Hochsommer

Fiederblätter, die einen eigenen plastischen Raum in Grün definieren:

Blätterimpression im Hochsommer
Blätterimpression im Hochsommer

Unter der Last von Blattgrün und Fruchtständen sich nach unten biegenden Äste der Hainbuchen:

Hainbuche im Hochsommer
Hainbuchenzeig im Hochsommer
Detail eines Hainbuchenzeigs im Hochsommer

Skurrile Umkehrung des Üblichen bei den Hartriegelsträuchern. Die Blätter sind schon herbstlich rot verfärbt, die Früchte aber sind noch nicht zur Reife gelangt:

Hartriegelzweig im Hochsommer
Hartriegelzweig im Hochsommer

Und die Brombeeren. Immer wieder eine Freude, diese im Licht vibrierende Gleichzeitigkeit von Blättern, Blüten und Früchten zu beobachten:

Brombeerzweig im Hochsommer

Bilder einer Sommerlandschaft

Das Landschaftsbild dieser Hochsommertage ist nicht allein von den Bäumen geprägt. Neben dem mehr oder weniger transparenten Grün der Baumkronen und den vereinzelten Blüten oder ersten Baumfrüchten setzen vor allem die Wiesenblumen und Kräuter farbliche Akzente, die so recht das aktuelle Bild des heißen Sommers prägen. So hatte ich bei nur schwach wolkenverschleiertem Himmel sehr gutes Licht für den ersten Testlauf mit dem neuen Zoomobjektiv. Mein Eindruck nach diesen Versuchen mit verschiedenen Belichtungszeiten, ISO-Werten und Brennweiten ist ein grundlegend positiver. Die Abbildungsleistung, vor allem das schon so häufig bei diesem Objektiv gelobte cremige Bokeh kommen sehr schön zur Geltung. Mit dem Bildstabilisator werde ich sicher noch viel Freude haben. Und auch für Detailaufnahmen bietet es gute Voraussetzungen. Lediglich die Frage, in welchen Situationen es im Vergleich das geeignetste Hilfsmittel darstellt, werde ich erst in weiteren Tests klarer beantworten können. Wichtig ist zunächst der sichere Eindruck, das technische Spektrum gerade auch für die Baumfotografie erweitern zu können.

Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 I
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 VIII
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 II
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 III
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 IV
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 V
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 VI
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 VII

Lichte Landschaftsblicke

Ein Kontrastprogramm hat uns ab dem Nachmittag erwartet, und schon verfliegen die Gedanken an Herbst und Rückzugsstimmung. Denn die Landschaft zeigt im Detail schon frühlingshafte Züge, die in der Gesamtschau immer noch in einem Grün-Braun-Grau untergehen. Wenn man im Internet Düfte vermitteln könnte, wäre das die passendste Möglichkeit, diesen Frühlingstag wiederzugeben. Denn die Luft war eindeutig eine Frühlingsluft. Ich denke, dass die Bilder der Baumblüten von Traubenkirsche, Wildapfel, Silberweide und Stieleiche sowie das sich gerade entfaltende Blattgrün von Esche und Eiche das besondere Licht dieses Nachmittags und die Wachstumslaune der Bäume widerspiegeln kann.

Blüte der Traubenkirsche
Blüte des Wildapfelbaums
Blüte der Silberweide
Junge Eschenblätter
Junges Eichenlaub
Eichenblüte

Der Vorsprung der Baumlandschaft

Aus der Gartenaktion wird wohl auch an diesem Wochenende nichts. Dafür sind die Temperaturaussichten zu schlecht für morgen. So wird der erlebte Frühling nochmal aufgeschoben, auf eine Zeit des Jahres, zu der gewöhnlich bereits sein Höhepunkt erreicht ist. Wieder eines dieser total verrückten Wetterjahre, was auch für den Rest erhebliche Turbulenzen und extremes Auf- und Ab erwarten lässt. So halten sich winterliche Aktivitäten unvermutet lange und die nach außen gerichteten Aktivitäten werden erst einmal auf Eis gelegt. Ziemlich erdverhaftet ist das noch, und so wenig zu lichten Sphären hin gerichtet. Nur die Baumlandschaft scheint das anders zu sehen oder ein Stück weitblickender zu sein. Denn auf den Autofahrten präsentiert sich jetzt die Landschaft auf einmal in überwiegend jungem Grün, das nicht mehr nur von der Ahornblüte stammt. Der Regen hat den Bäumen also gut getan. Und wenn jetzt die Sonnenanteile anwachsen, kann das auch den großen Wachstumsschub nach sich ziehen. Erst dann ist der Frühling in unserem Empfinden wirklich angekommen.

Häusliche Ostertage

Es ist das erste Mal seit Jahren, dass die Osterfeiertage nicht diese frühlingshafte Helligkeit mit sich brachten. Meist habe ich das Licht dieser Tage nutzen können, um österliche Motive festzuhalten, die ich im Folgejahr als Grußkartenmotive verwenden konnte. Ich weiß nicht, ob das in diesem Jahr möglich sein wird. Die richtige Stimmung dafür wollte bisher nicht entstehen. Und das Licht gibt zu wenig her für Inspirationen. So wird der Vorsprung, den die Bäume und anderen Pflanzen sich seit Jahresbeginn erarbeitet hatten, gerade wieder aufgezehrt, so dass unterm Strich die Vegetation ungefähr so weit ist, wie man das durchschnittlich für die Zeit Ende März erwarten kann. Nichts Spektakuläres, aber immerhin auch so, dass wir keine wirklichen Katastrophen wie starke Nachfröste erleben, welche die ersten Blüten und Blätter schädigen könnten. Schade aber in jedem Fall, dass die Osterspaziergänge dieses Jahr seltener sein dürften. Die Menschen fühlen sich bei diesem Wetter noch nicht nach draußen gezogen und genießen lieber die letzten Ausläufer winterlicher Hausgemütlichkeit.

Aufgeschobenes Frühlingserwachen

Die Baumlandschaft ist immer noch im Wartezustand. Kein wirklich frühlingshafter Akzent ist am Horizont zu erblicken. Vielmehr scheuen sich die Blatt- und Blütenknospen, sich zu öffnen und das Risiko einzugehen, doch noch von Nachtfrösten beschädigt zu werden. Heute konnte ich beobachten, dass die Hainbuchen und Heckenrosen kurz davor stehen, ihre ersten Blätter aufzufalten. Bei den Hainbuchen befinden sich die Blüten gleichzeitig im ungefähr selben Stadium. Der Schlehdorn zeigt bereits bei vielen Exemplaren dicke Blütenknospen, bei denen schon das Weiß der außen liegenden Blütenblätter im noch geschlossenen Zustand zu sehen sind. Aber sonst ist noch fast nichts zu sehen. Auch unwahrscheinlich, dass sich an den Ostertagen sozusagen die Auferstehung auch in der Baumvegetation widerspiegeln wird. Also ein eher spätes Baumjahr. Vielleicht ist das ganz gut für die Bienen, die nach diesem Winter weniger geschwächt und reduziert sind. Und für die zu erwartende Honigernte. Jedenfalls, wenn sich im späteren Verlauf des Jahres nicht noch ungünstige Wetterkonstellationen einstellen.

Triste Endwinterlandschaft

Keine ergiebige Zeit für die Baumfotografie. Beim Spaziergang am Mittag sehe ich kaum Motive, die es Wert währen, festgehalten zu werden. Es ist dies die Schlussphase des Winters, in der selbst die letzten Relikte des Herbstes an den Gehölzen in Auflösung befindlich sind. Am deutlichsten ist das bei den Heckenrosen, deren letzte Hagebutten sich sehr lange halten. Jetzt sind sie aber entweder vollständig schwarz geworden oder so ausgedörrt, dass nur noch eine transparente dunkle Hülle davon zu sehen ist. Ansonsten setzen nur die teils leuchtend bunten Flechten farbige Akzente in der tristen Baumlandschaft. Zeit, den Winter hinter uns zu lassen und zumindest gedanklich den Frühling vorwegzunehmen.

Wintersträucher

Gemessen an den Sonnenstunden der Monatshalbzeit dürfte das ein eher lichtarmer Januar werden. Der heutige Tag war einmal Ausnahme, was ich mir für die kommenden Wochen wünsche. So spät müsste ich eigentlich keinen Schnee mehr haben. Von mir aus kann es gerne ein frühes Frühjahr werden, passend zu den in diesem Jahr frühen Fastnachtstagen. In der eher reizarmen Winterlandschaft ist mir heute vor allem die spröde Ästhetik winterlicher Sträucher entgegen getreten. Nur die Hagebutten zeigen an manchen Sträuchern noch ihr leuchtendes Rot, an anderen sind sie schon schwarz geworden, so wie die meisten Bäume und Sträucher, die sich oft in Grautöne hüllen. Am dominantesten erscheinen da noch die schon lange blühenden Haselsträucher mit ihren größtenteils bereits lang gewordenen gelb-braun-grünen Blütenkätzchen.

Hagenbutten im Januar
Verrottete Hagebutten im Januar
Haarige Frucht der Waldrebe im Januar
Haselblüte im Januar
Winterliche Flachwasserzone vor Baumlandschaft im Januar

Erweiterte Optik

Landschaft an der Saar
Baumgrundstück mit exotischen Bäumen an der Saar

Es war der erste Test für das neue Objektiv. Bei nicht gerade idealen Lichtverhältnissen, aber immerhin ohne Regen. An den Weitwinkel muss ich mich erst noch gewöhnen. Aber jetzt schon ist klar, dass es die Perspektiven erheblich erweitert. Welche Blende bei welcher Belichtungszeit in welcher Situation die richtigen sind, dafür habe ich nach diesem ersten Mal schon einige Anhaltspunkte. Überrascht bin ich darüber, dass auch Details erstaunlich scharf abgebildet werden, bei idealen Bedingungen bis in die Randbereiche hinein. Insofern ist es nicht nur die 1. Wahl für Landschaften, Innenräume und Außenarchitektur. Auch Bäume als Ganze lassen sich mit diesem Objektiv gut abbilden. Wenn man vom Makrobereich kommt, ist das zunächst sehr ungewohnt. Man steht dicht vor dem abzubildenden Objekt und kann es dennoch in seinem Kontext vollständig erfassen. Fast wie ein Vergrößerungsglas, denn mit den eigenen Augen ist dieser Winkel nicht abbildbar. Insofern bin ich gespannt auf die Entdeckung der Gestaltungsmöglichkeiten, die ich mit dem Weitwinkel jetzt integrieren kann.

Batterien aufladen

Das habe ich nun schon seit langem nicht mehr erlebt. Dass nämlich tagelange Recherchen außer dem Erwerb von Hintergrundwissen zur eigentlichen Problemlösung tatsächlich gar nichts beitragen konnten. Eigentlich eine Kleinigkeit, eine punktuelle Funktionalität, die aber für den späteren Betrieb des Shops entscheidend und unverzichtbar ist. Insofern muss die Lösung gefunden werden. Ich hoffe, die kommende frühsommerliche Woche wird das richtige Klima dafür schaffen. Für das Wochenende wünsche ich mir nach dieser Ochsentour einfach nur Ruhe und dass die Kontemplation beim Anblick der aktuellen Baumlandschaft, im Garten und draußen, die Batterien wieder aufzuladen hilft.

Abwechslungsreich und arbeitsintensiv

Mit der Durchsicht der neuen Fotos zum Baumfrühling bin ich noch nicht weiter gekommen. Zu viele andere Projekte stehen an. Und gleichzeitig besinnen sich wieder mehr Menschen auf die symbolischen Fragen der Bäume. Das bedeutet auch vollständig ausgefüllt Wochenenden und mit handwerklicher Arbeit ausgefüllte Spätnachmittage. Beides sollte mir leicht fallen, da jetzt endlich wieder das Arbeiten im Freien möglich ist und so ein Umzug des Arbeitsplatzes vom Desktop zur Werkbank im Laufe eines Tages durchaus Erholungsfunktionen erfüllen kann. Das versprechen abwechslungsreiche und arbeitsintensive Frühlingstage zu werden, die hoffentlich stabil bleiben und die Baumlandschaft weiter nach vorne bringen, ohne Blüten und Blatttriebe durch Nachtfröste zu gefährden.

Fern- und Nahsicht auf die Baumlandschaft

Richtig grün präsentiert sich die Baumlandschaft immer noch nicht. Das war heute beim mittäglichen Spaziergang interessant zu beobachten: In der Nahsicht glaubte ich mich schon in sommerlicher Umgebung, angesichts der jetzt vollständig mit jungem Laub bedeckten Weißdorns und der Traubenkirschen. Bei abschweifendem Blick in die Ferne aber überwogen die Braun- und Grautöne. Die optisch dominanten Arten, wie Ahorn, Eiche, Linde oder Walnussbaum mit ihren vergleichsweise großen Blättern sind noch nicht so weit. Der Fortschritt bei den kleinwüchsigeren Arten ist bisher größer. Bei solchen Temperaturen und dem Licht kann aber auch die übrige Landschaft nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich freue mich darauf, bei meinen Gängen in dieses Meer von Chlorophyll, Blütenfarbe, Licht und Schatten eintauchen zu können.

Gedämpfte Farbpalette

Es geschieht meist innerhalb weniger Tage, oder gar über Nacht, dass der Gesamteindruck der Baumlandschaft sich spürbar verändert. Wo vor einigen Tagen noch die strahlenden Farben, vor allem das Rot, dominierten, mischen sich jetzt überwiegend gedämpftere Farben darunter. Natürlich auch wieder Rot, aber schon in Richtung Weinrot verändert, besonders deutlich zu sehen bei den Weißdornfrüchten, die immer dunkler werden, bis sie irgendwann das Strahlende verloren haben. Auch die noch vor kurzem prallen Schlehenfrüchte strahlen nicht mehr diesen Glanz ab, verschrumpeln stärker und werden dadurch unauffälliger. Man muss nun schon genauer hinsehen, um das dunkle Blau der Beeren zu erkennen, die sich optisch schon mit dem dornigen Geflecht der Zweige vermischt haben. Und ähnliches kann ich bei anderen Sträuchern und Bäumen beobachten. Große Hoffnung setze ich aber noch auf die Pfaffenhütchen. Die Zeit, in der die orangenen Samen zum Vorschein kommen, steht bei den meisten Sträuchern noch bevor. Nun erfordert es noch einige wirklich sonnige Tage, um dieses Farben- und Formenspiel vernünftig ins Bild setzen zu können. Ich hoffe, es wird dieses Jahr endlich einmal gelingen.