Regionaltypische Anmutung und heimatliche Verbundenheit

Letztlich hatte der unsympathische Ausflug nach S. heute doch etwas Versöhnliches, auch wenn er viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als ich erwartet hatte, und das meine Geduld bis zum Äußersten strapaziert hat. Letztlich aber wird die Untersuchung langfristig wichtige Aufschlüsse geben, und das ist im Großen und Ganzen dann ein Fortschritt. Immerhin konnte ich auf der Fahrt gewisse Landschaftsreize in mir aufnehmen, die ganz typisch für unsere Region sind. Das hat nicht nur mit der Baumlandschaft unserer Gegend zu tun. Es gibt auch städtebauliche und für frühere Industrieansiedlungen typische architektonische Muster und eine für unsere Ortschaften regionaltypische Anmutung, die ein wichtiges Element heimatlicher Verbundenheit darstellt. Das konnte ich immerhin an diesem Tag noch einmal ins Bewusstsein rufen.

Eine der letzten Garten-Winter-Arbeiten

Die Überlandfahrt nach L. war einerseits notwendig, passte mir am Nachmittag aber auch gut in die Tagesplanung, weil ich diese Fahrt immer als Auszeit wahrnehme. Es ist einfach auch eine schöne Strecke, durch vertraut Dörfer, an Feldern und Waldabschnitten vorbei, auf Höhen mit sagenhafter Aussicht und weitem Blick in den Horizont, und schließlich mit Überquerung der Mosel und dem schnellen Wechsel ins Nachbarland. Genauso schnell geht’s dann wieder zurück, aber auch der Rückweg hat Charme und komplettiert den erholsamen Ausflug. Am Vormittag hatte ich die wohl – fast – Die Überlandfahrt nach L. war einerseits notwendig, passte mir am Nachmittag aber auch gut in die Tagesplanung, weil ich diese Fahrt immer als Auszeit wahrnehme. Es ist einfach auch eine schöne Strecke, durch vertraut Dörfer, an Feldern und Waldabschnitten vorbei, auf Höhen mit sagenhafter Aussicht und weitem Blick in den Horizont, und schließlich mit Überquerung der Mosel und dem schnellen Wechsel ins Nachbarland. Genauso schnell geht’s dann wieder zurück, aber auch der Rückweg hat Charme und komplettiert den erholsamen Ausflug. Am Vormittag hatte ich die wohl – fast -letzte Gartenarbeit für dieses Jahr durchgezogen. Die vielen Pflanzgefäße, Kübel und Töpfe, in denen ich überwiegend meine Chilis gepflanzt hatte, aber auch einige Pflanztöpfe mit Sommerblühern, die überwintert werden können, waren zu entleeren. Das Kraut musste in die Biotonne und die Erde von den Wurzelballen getrennt werden. Schließlich waren die Gefäße, darunter viele der neuartigen Filztaschen, gesäubert und zum Trocknen bereitgestellt werden. Diese und die zugehörigen Untersetzer müssen später natürlich noch richtig gesäubert, sprich abgespült werden. Deshalb war es nicht wirklich die letzte Gartenarbeit. Mindestens das steht bis zum Jahresende noch an. Aber die Aufgeräumtheit, mit der sich der Garten jetzt schon präsentiert, zeigt doch, dass wir ihn für den Winter gut vorbereitet haben. Außerdem Zurückschneiden der Bäume ist bis zum Frühjahr nicht mehr ganz so viel zu erledigen.

Zauberhafte Transformationen in der Landschaft

Das war wohl der erste Tag seit Langem, an dem die wärmende herbstliche Sonne einmal in längeren Phasen durch die dichten Wolken dringen konnte und in diesen Phasen das offenbart hat, was wir zuletzt gerne als den goldenen Oktober gesehen hätten. Deshalb hat es mich natürlich in die Baumlandschaft gezogen. Die ist eigentlich in Bezug auf Farbakzente sehr reduziert und ereignislos in dieser Zeit, aber allein die milde Temperatur und die Sonnenstrahlen haben den Spaziergang dennoch zu einem wohltuenden Erlebnis gemacht. Ich fand heute v. a. die Erlen eindrucksvoll, denn bei ihnen zeigen sich gerade in dieser Übergangsjahreszeit noch grüne Zapfen dieses Jahres zusammen mit schon verholzten des Vorjahres. Und man sieht zudem daneben die üppigen Fruchtstände mit den männlichen Erlenkätzchen und den kleinen weiblichen Blüten, die beide noch ganz hart und verschlossen sind, weil sie ja erst im nächsten Jahr den Baumfrühling einläuten sollen. Aber ähnlich wie bei den Haselsträuchern, nur noch etwas früher werden diese Blüten eben jetzt schon angelegt und bestimmen die Ausstrahlung des Baums. Und die Blüten sind sehr üppig und zahlreich, wie man an meinen Fotografien sehen kann. Ich habe vor allem dieses Gleichzeitige von der Vorahnung der nächsten Vegetationsperiode und den sichtbaren Relikten der abgelaufenen festzuhalten versucht. Den Charme des jahreszeitlichen Niedergangs, wie ich es einmal nennen will, diese besondere Ästhetik des herbstlichen Verfalls, habe ich in zahlreichen Varianten und bei unterschiedlichen Pflanzentypen heute beobachten und fotografisch festhalten können. Das letzte Bild gibt die herbstlichen Reste einer blühenden Wiese wieder, die jetzt in ganz zauberhafter Auflösung erscheint.

Erlenherbst 2025 I
Erlenherbst 2025 II
Erlenherbst 2025 III
Herbstgräserlandschaft

Frühherbstliche Eindrücke des Baumlandschaft

Jetzt ist tatsächlich der Herbst schon angekommen. September, kaum zu glauben, wie schnell der Sommer wieder verflogen ist. Auch wenn wir gerade im Hoch- und Spätsommer mit unseren ganzen Ernte-, Obst- und Gemüse-Aktionen sehr beschäftigt waren und insofern die Jahreszeit sehr bewusst in uns aufgenommen haben. Trotzdem geht am Ende alles zu schnell vorbei, parallel zur sich beschleunigenden Lebenszeit. Beim heutigen Gang durch die aktuelle Baumlandschaft fällt mir auf, dass einige der typischerweise in dieser Jahreszeit besonders präsenten Baumfrüchte sehr blass und unscheinbar daherkommen. Vor allem die Pfaffenhütchen haben die längeren Regenphasen, die wir zwischen den sehr schönen Hochsommerwochen immer wieder erleben mussten, nicht gut vertragen. Diese Regenperioden mit wenig Licht haben die sonst so strahlenden Pfaffenhütchenfrüchte verblassen und grau werden lassen. Sie strahlen bei weitem nicht das aus, was sie in günstigen Jahren darstellen können. Dieses Jahr käme ich nicht auf die Idee, Makroaufnahmen dieser tollen Früchte zu versuchen. Denkbar wäre das nur beim Weißdorn, der ganz schöne und üppige Furchtstände ausgebildet hat, und auch beim Schwarzdorn, dessen Früchte dieses Jahr wieder zahlreich und auch dick ausgewachsen sind. Vielleicht kommen ja noch lichte Tage, die Nahaufnahmen dieser Baumfruchtmotive möglich machen.

Erholungssonntag mit Ausblick auf die Spätsommerlandschaft

So viel habe ich von der Hitze noch nicht mitbekommen, aber diesen Sonntag bin ich auch sehr ruhig angegangen. Nach der dicht getakteten Geschäftigkeit der ganzen Woche war das auch angeraten und notwendig. Und das Landschaftserlebnis im Spiegel der Baumlandschaft ist auch nicht das intensivste, wenn man der prallen Sonne ausgesetzt ist. Deshalb geht die ausgelassene Exkursion in Ordnung. Nächste Woche werden wir das allerdings auf jeden Fall nachholen, wenn es ums Sammeln der Wiesenkräuter für Mariä Himmelfahrt geht. Das ist ein Familienritual, das wir alle nicht missen möchten und eine schöne Gelegenheit, die Natur des Spätsommers noch einmal ganz nah und bewusst in Augenschein zu nehmen. Dafür werden wir uns sicher einen oder zwei geeignete Nachmittage in der kommende Woche aussuchen.

Stumpfe Baumlandschaft nach längerer Regenzeit

Heute habe ich nach längerer Pause wieder die Baumlandschaft erkundet. Bei wunderbarem Sommerwetter und warmer Luft. Die Baumlandschaft zeigt sich, wohl wegen der merkwürdig verregneten und kühlen Verhältnisse in den letzten Wochen und der unverhofften Wärme jetzt wieder merkwürdig stumpf. Es ist, als ob das Grün durch fast nichts akzentuiert wird, auch nicht durch die roten Früchte der Heckenrosen, des Weißdorns, der Ebereschen. Oder durch die roten und gelben Akzente der Wildäpfel und Mirabellen. Auch die Pfaffenhütchen wirken abgeblasst und werden sich vermutlich in diesem Sommer nicht mehr in der oft so farbintensiven, frischen Form präsentieren. Die Absenz der Sonne hat diesen Baumfrüchten nicht gut getan. Nur alles, was man an Baumobst nutzen kann, erfreut sich auch in der freien Landschaft, in diesem Jahr als vital und ertragreich. Schlehen könnte ich in diesem Jahr wieder sammeln. Das würde sich der Menge wegen lohnen. Jedenfalls sind die Schlehen jetzt noch zahlreich und prall an den stacheligen Zweigen des Schwarzdorns zu sehen. Kann sein, dass sie sich bis zum Herbst, wenn man sie frühestens ernten sollte, schon stark reduziert habe, z. B. weil die Vögel sie sich in reifem Zustand geschnappt haben. Mal sehen, es gibt ja unter den kultivierten Baumobstsorten ohnehin ein Überangebot. Da wird es schwierig sein, alles wahrzunehmen und zu ernten.

Lichtes Sommergrün in der heimischen Baumlandschaft

Heimische Baumlandschaft im Juni 2025

Das sind diese typischen Sommertage mit intensiver Sonneneinstrahlung und beträchtlicher Wärme, die uns am Abend jede Menge Gießwasser für die Sommerblumen herbeischaffen lässt und tagsüber recht anstrengend werden kann, wenn man sich viel draußen bewegen will oder soll. Aber wir sind natürlich auch froh, dass uns phasenweise diese Sommermomente gegönnt sind. Zu oft und lange haben wir das Gegenteil, eine komplette Abweichung vom Gewohnten erlebt. Gerade in den letzten beiden Sommern. Am Wochenende war diese typische Früh- und Hochsommerstimmung, das besondere flirrende Sommertage-Licht beim Gang durch die heimische Baumlandschaft spürbar. Und darin zeigt sich auch meine hier geäußerte Beobachtung, dass zurzeit vor allem das grüne Wuchern dominiert, aber nur wenige Farbakzente zu beobachten sind.

Sommer, Blumen und Bäume

Es ist die Zeit, in der die Beschäftigung, das tägliche Gießen und Betrachten der Sommerblumen am schönsten ist. Sie sind noch nicht sehr kräftig herausgewachsen, entfalten aber jetzt schon ihren Charme und werden auch von Passanten gelobt. Obwohl wir eigentlich jedes Jahr eine andere Zusammensetzung haben, ist es doch immer wieder eine runde Sache, mit kleinen Überraschungen und gelegentlichen Ausfällen. Aber insgesamt doch ein Erlebnis, auf das ich im Sommer ungern verzichte. Das hat in den letzten Jahren meine Begeisterung für die Bäume ergänzt. Manchmal gibts sogar Phasen, in denen ich mich den Blumen und Stauden stärker verbunden fühle oder diese mich mehr anziehen. Tatsächlich ist der Gang durch die heimische Baumlandschaft zurzeit v. a. von der sommerlichen Witterung und Atmosphäre geprägt. Die Bäume selbst sind eher unauffällig, weil es zurzeit vor allem grünt und weniger blüht. Auch Früchte sind noch spärlich, so dass die farblichen Akzente fehlen. Aber ich habe schon mal mit dem Fotografieren begonnen und werde sicher in den nächsten Wochen wieder einen Geschmack entwickeln.

Ein vitales Baumjahr mit üppigem Wachstum

Der Juni ist zwar mit Kopfwehwetter gestartet, aber das hat die Menschen nicht davon abgehalten, sich bei einem Spaziergang den Kopf frei zu machen. Recht viel war deshalb heute auf dem Pfad entlang des Flusses los, den ich gerne aufsuche, auch weil für mich schnell zu erreichen ist. Das ist gut, wenn ich etwa um die Mittagszeit eine Geh-Pause einlegen will, ohne erst irgendwohin fahren zu müssen. Außerdem wachsen entlang dieses Pfades die meisten der Bäume und Sträucher, die für unsere Region typisch sind. Da lässt sich dann deren jahreszeitliche Entwicklung wunderbar mitverfolgen und gelegentlich auch z. B. fotografisch dokumentieren. Heute hat sich die Baumlandschaft üppig grünend präsentiert, das ist mir schon vor Wochen im Vergleich zu den Vorjahren aufgefallen. Natürlich hat das auch damit zu tun, dass die Gemeindearbeiter nur alle paar Jahre zum Rückschnitt antreten und dann aber alles sehr radikal und ziemlich lieblos niedermähen oder in einer Linie einfach abfräsen. Davon können sich die Gehölze dann so schnell nicht erholen. Die letzte Aktion dieser Art liegt aber schon 2 Jahre zurück, und inzwischen ist das meiste üppig nachgewachsen. Besonders deutlich kann ich das an den Pfaffenhütchen sehen. Die Früchte sind jetzt schon, noch ganz klein und grün, sehr zahlreich an den Sträuchern zu sehen. In einer Dichte und Menge, die ungewöhnlich ist. Das wird ein tolles, farbenfrohes und üppiges Bild ergeben, wenn sie ausgewachsen und ausgefärbt sind, mit ihren tollen Pfaffenhütchen-Formen und dem irren Kontrast von Orange und Pink. Zurzeit ist noch nicht viel mit Farben, obwohl natürlich das meiste schon blüht, geblüht hat oder schon Früchte trägt. Aber die aktuellen Blüten sind eher unauffällig, meist weiß, oder es zeigen sich schon die unausgereiften Früchte. In den kommenden Wochen wird es wohl auch ästhetisch wieder spannender werden in unserer nahen Baumlandschaft.

Den Kopf freimachen

Ein langer anstrengender Arbeitstag. Der Feiertag morgen ist da ein echter Lichtblick – an dem ich hoffentlich wieder den Kontakt zur Baumlandschaft aufnehmen kann, sofern das Wetter es zulässt. Damit der Kopf wieder freier werden kann.

Das baumschädliche Vorleben einiger Schmetterlingsarten

Der Ruhetag war dringend notwendig. Auch wenn ich die Projektarbeit nicht ganz außer Acht lassen konnte, war doch am Nachmittag ein wenig Kontemplation und Lektüre möglich. Zurzeit eine Art Luxus, aber wichtig, um die geistigen Energiereserven wieder aufzufüllen. Zu viel Formales und gedanklich Konstruiertes führt eher zu geistiger Lähmung, die ich zu vermeiden suche. Deshalb sind die Sonntage ein Segen, ebenso wie alle Feiertage, die uns in Deutschland ja noch recht üppig vergönnt sind. Ein kurzer Gang durch die sonnendurchflutete Baumlandschaft am Flussdamm hat eine üppig wuchernde grüne Szene offenbart, die zeigt, dass alle Pflanzen jetzt in ihrer intensiven Wachstumsphase angekommen sind. Aufgefallen sind mir heute vor allem die Pfaffenhütchensträucher, die derzeit blühen und an denen sich die Gespinste der Pfaffenhütchen-Gespinstmotten häufen, die sich, wie der Name schon sagt, bevorzugt an dieser Gehölzart niederlassen. Rein optisch erinnern sie an den Buchsbaum-Zünsler, aber sieht noch giftiger aus und ist mir naturgemäß noch unsympathischer, hat er doch unseren Buchsbaum im letzten Sommer endgültig ruiniert. Die Gespinstmotten an den Pfaffenhütchen in der freien Landschaft wirken dagegen wie eine Kuriosität, die nicht weiter stört. Zumal im Sommer an den üppig mit auffallenden Pfaffenhütchen besetzten Sträuchern von dem Schädling nicht mehr wirklich etwas zu sehen ist.

Vorbereitung auf den Gartensommer

Schade, zurzeit komme ich kaum dazu, die Baumlandschaft auf ihren jahreszeitlichen Entwicklungsstand hin zu beobachten. Nur die Gartenbäume habe ich täglich im Blick. Und die entwickeln sich dieses Jahr sehr gut. Wenn es keine krassen Temperatureinbrüche, Hagel oder Ähnliches gibt, könnte durchaus etwas aus der Baumobsternte werden. Nach den Reinfällen der letzten Jahre wäre das einmal ein Erfolgserlebnis. Allmählich werden wir sicher in den nächsten Wochen den Garten als sommerlichen Aufenthaltsort zurückerobern und bereiten erst einmal die Sitzgelegenheiten vor, bevor es schrittweise zum Bepflanzen der Blumen und Gemüsetöpfe und -kübel geht, und an alles, was sonst noch zum Gartensommer dazugehört.

Aussicht auf üppiges Baumsommergrün

Mein Eindruck dieses Sonntags war ähnlich dem des Vortags. Technik und Reflexion haben diesen Tag ausgefüllt, diesmal vielleicht mit etwas mehr Betonung der Reflexion. Gut so, denn wenn nicht sonntags, wann soll das dann eine Chance haben. Beim abendlichen Spaziergang bei tief stehender wärmender Sonne habe ich die jetzt auf einmal üppig grüne Baumlandschaft in der Nähe genossen. Die ist vom Grün abgesehen noch recht eintönig, nur die Weißdornblüte setze einige punktuelle Akzente. Aber die Sträucher und Bäume zeigen sich jetzt sehr wachstumsfreudig. Das deutet auf eine ausgedehnte Sommerzeit für die Pflanzen und gute Chancen für die Fruchtbildung und Fruchternte bei den Obstbäumen hin. Wenn nicht wieder empfindliche Fröste dazwischenkommen und alle zunichtemachen.

Technik und Kontemplation

Ein weiterer intensiver Techniktag, und eine unverhoffte Routineschwächung, die aus dem Nichts zu kommen schien. Wie so oft bei uns in den letzten Monaten. Aber immerhin steht der Ruhesonntag bevor. Und die Chance, etwas kürzer zu treten und zumindest etwas mehr Kontemplation zu integrieren. Vielleicht ja auch auf einem Spaziergang durch die hoffentlich jetzt grünere und frühlingshaftere Baumlandschaft. Das wird sich auch auf die Schwächung positiv und belebend auswirken.

Feiertägliche Bereicherungen

Der einundzwanzigste erhielt heute seinen Stellenwert v. a. durch den zweiten Osterfeiertag, weniger durch äußere Faktoren. Aber das war mir auch ganz Recht, da ich die kontemplative Aura von Feiertagen sehr schätze. Und so habe ich mich weitgehend zurückgezogen gehalten und habe mich dem Lernen und Lesen gewidmet. Die richtige Art, diesen Tag zu verbringen und bewusst auszufüllen. Die nach außen gerichteten Aktivitäten werden sicher im Verlauf der Entwicklung des Baumfrühlings zunehmen und u. a. auch die Dokumentation dieses Baumfrühlings, etwa in der Fotografie, beinhalten. Aber bis dahin sind mir die feiertäglichen Bereicherungen von besonderem Wert.

Strahlender Baumblütentag

Ahornblüte 2025 I

Es war der bisher sonnenreichste Tag des Jahres. Das hatte sich schon heute früh angekündigt und der wolkenfreie klare Himmel ist uns den ganzen Tag erhalten geblieben. Mit etwas Wind und einer nicht ganz zur Helligkeit passenden Kühle war es eine Freude, an Nachmittag den aktuellen Stand der Baumlandschaft zu erkunden. Das gibt Auftrieb vor dem Start in die neue Arbeitswoche. Wie ich schon an den Straßenbäumen gesehen hatte, ist es vor allem die Blüte des Spitzahorns, die das Bild dominiert. Aber auch die Blätter des Weißdorns und des Feldahorns sind gekommen, während die Schlehen schon dabei sind zu verblühen. Gleichzeitig sind schon die noch geschlossenen Blütenknospen des Weißdorns erkennbar. In den nächsten Wochen wird sich die Baumlandschaft in schnellerem Tempo verändern und bald ein flächendeckend grünes und zunehmend blühenden Bild ergeben.

Filigrane Blütenstände

Ein toller Sonnentag und jede Menge technische Herausforderungen, die diesmal leider keine Auflösung erbracht haben. Aber das Thema wird mich noch länger begleiten, so ist die Fehleranalyse auch gründlich und langfristig nützlicher. Leider konnte ich heute aus Zeitmangel den Fortschritt der Baumblüte nicht in Augenschein nehmen. Aber es ist klar, dass aktuell der Schlehdorn in voller Blüte steht und vermutlich bei einigen Sträuchern auch schon der Weißdorn in Lauerstellung ist. Beim Spitzahorn werden jetzt täglich mehr Zweige von erkennbaren Blütenständen besetzt und verleihen den Bäumen immer grüner werdendes Kronendach. Ein Grün, das vor allem von den Blüten stammt, nur in zweiter Linie von den noch spärlicher vorhandenen Blättern. Ich freue mich auf die Gelegenheit, vielleicht am Wochenende, neue Versuche mit Nahaufnahmen dieser Blüten zu unternehmen. Erfahrungsgemäß ergeben viele Versuche nur wenige wirkliche gute Ergebnisse. Die aber sind dann immer sehr eindrucksvoll, weil diese Blütenstände etwas ungemein Filigranes und Formschönes mit sich bringen.

Sonnenreicher Aprilstart

Ein schöner, weil sonnenreicher Start in den 1. April hat uns heute früh auf einer Überlandfahrt erfreut. Der Weg ist landschaftlich toll, nur die Anlässe sind es meistens nicht. So konnten wir zumindest wichtige Dinge klären und ein Stück voranbringen, die sich in den letzten Wochen als Fragen und Aufgaben gestellt haben. Die schönen Seiten dieses Ausflugs konnten wir, von der Sonne und dem Landschaftseindruck einmal abgesehen, heute aus Zeitgründen nicht genießen. Aber es werden noch einige Gelegenheiten folgen. Hoffentlich dann durch eine üppig grüne und blühende Baum- und Feldlandschaft.

Wieder verzögerter Baumfrühling

Der Baumfrühling macht tatsächlich bisher keine Fortschritte. Besonders ist mir das heute daran aufgefallen, dass die Spitzahorne noch keinerlei Aktivität zeigen. Es sind jetzt Ende März noch keine Blüten und auch keine Blätter zu sehen, die Bäume stehen nach wie vor in kahler winterlicher Anmutung da. Dabei hat das gelbliche Grün der jungen Blütenstände des Spitzahorns schon häufig Mitte März erste frühlingshafte Farbakzente in die Baumlandschaft gezaubert. Dieses Jahr scheint aber, wie schon das Vorjahr, wieder mit starken Verzögerungen verbunden zu sein. Die waren in 2024 sehr stark ausgeprägt. Ich würde sagen, alles trat in ca. 6-wöchiger Verspätung erst in Erscheinung, mit einer entsprechenden Verzögerung der nachfolgenden Vegetationszustände. Einen frühen Frühling würde ich mir einmal wieder wünschen, einfach weil man dann von der helleren Hälfte des Jahres mehr hat. Vor allem das Sonnenlicht könnte so verlängert zur Verfügung stehen, ich denke weniger an die Temperaturen.

Zauberhaftes Herbstblätterlicht

Zumindest auf dem Rückweg von M. konnte ich am Nachmittag, als einmal für kurze Zeit die Sonne herauskam und diese fast unwirkliche Atmosphäre verbreitete, die etwas Zauberhaftes an sich hat, konnte ich die richtig schönen Eindrücke des Baumherbstes wahrnehmen. Vor allem die Reihe der Spitzahorne am Straßenrand, die seit der Pflanzung vor ca. 15 Jahren dort sehr dominante geworden sind, leuchtete im warmen Nachmittagslicht wunderbar in bräunlich-gelblich-rötlichen Tönen. Das Schöne dabei ist ja gerade die Helligkeit, die durch die Reflexion von den schon ganz undurchlässig und spröde gewordenen Herbstblättern abgeht. Ich hoffe, es wird bis zum Wochenende reichen. Dann könnten doch noch neue Herbstbilder entstehen, vielleicht ja auch schon früher, über Allerheiligen.

Endoktobererwartungen

Leider haben wir heute wieder wenig von den schönen Seiten des goldenen Oktobers wahrgenommen. Allerdings kann man nicht sagen, dass der Baumherbst mit seinen typischen Farben der sukzessive sich vom Grün zu Rot-Gelb-Braun-Tönen sich verändernden Baumblätter ganz ausgefallen wäre. Ansätze davon waren uns vergönnt, tageweise und an manchen Tagen zumindest stundenweise. Immer wenn der Hochnebel oder die Wolkendecke aufgebrochen ist und sporadisch oder über Stunden offenen Himmel offenlegte war diese unvergleichliche Herbstlicht zu sehen und über seine Wärme zu spüren, das die Herbstfarben erst zu dem machen, was sie so stark in unserem jahreszeitlichen Gedächtnis und unseren jahreszeitlichen Erwartungen verankert. Noch drei Tage Gelegenheit stehen uns dafür bevor. Und wer weiß, vielleicht gibt’s ja wieder ein Allerheiligen und Allerseelen, die beide von gleißendem Sonnenlicht erleuchtet werden. Auch das hatten wir schon, wenn nicht das allerdings häufigere nass-kalte und neblige Wetter an den beiden Tagen vorherrschte.

Ruhiger goldener Oktobersonntag

Nach dem Besuchsausflug gestern war der ruhige Sonntag heute willkommen. Auch wenn es viel nachzuholen und abzuarbeiten galt, konnten wir den Tag doch zur Rekreation nutzen. Ich freue mich vor allem, wenn ich am Sonntagsnachmittag wirklich einmal zum Lesen der Lektüre komme, die während der ganzen Arbeitswoche liegen bleiben muss. Darunter sind Historisches bzw. zeitgenössisch politisch Relevantes, aber auch meine Rudolf Steiner Texte, die gerade aus dem Spätwerk gegriffen immer wieder spannende Einblicke in diese zwar schon 100 Jahre zurückliegenden, aber nach wie vor höchst relevanten Gedankengebilde gewähren. Die herbstliche Baumlandschaft konnte ich heute leider nicht genießen, hoffe aber, die neue Woche und der Abschluss des Oktobers bietet dazu noch einige goldene Tage und eindrucksvolle Gelegenheiten.

Traditionsorte, biografische Erinnerungen und goldene Oktobertage

Das ganze bisherige Jahr waren die Gelegenheiten für Ausflüge, Ausstellungs- und Marktbesuche sehr rar gewesen. Einigem, was traditionell möglich war, standen ungünstige Bedingungen entgegen, anderes fand gar nicht mehr statt. Aber zuletzt haben wir dann doch einige z. T. unverhoffte Gelegenheiten wahrnehmen können. Unter anderem den Besuch des Traditionsmarktes, der nach 4 Jahren Pause erstmals wieder zum Leben erweckt worden war. Und auch auf dem heutigen Markt, der auf Plakaten mit dem Stichwort „Goldener Oktober“ beworben wurde, was bei dem lichten Wetter und der davon schon stärker herbstlich geprägten Baumlandschaft heute durchaus passend erschien, waren wir schon einige Male, aber zuletzt eben auch vor einigen Jahren. Es ist schön, trotz der Lücken und langen Pausen immer wieder vertraute Gesichter und Stände zu erblicken. Und auch Bekannten sind wir begegnet, in einer kleinen Stadt, die wir nur selten besuchen, mit denen uns aber ein herzliches Wohlwollen verbindet. Obwohl schon im benachbarten Bundesland liegend, steht uns dieser Ort näher als manches Ausflugs- und Einkaufsziel im eigenen Land. Die Fahrt hin und zurück gehört für uns immer zu dem Eindrücklichsten an den Ausflügen nach S. Denn am Flussufer entlang ist das einfach ein toller landschaftlicher Eindruck, der viele Erinnerungen aus der eigenen Biographie weckt und den reinen Landschaftseindruck damit symbolisch verstärkt. Vor allem erinnert S. an Ms Geburtsort und an wichtige Stationen der früheren Kindheit. Den Friedhof, auf dem Ms Mutter einmal beerdigt war, konnten wir auf dem Rückweg aber doch nicht mehr besuchen. Dafür wollen wir bei anderer Gelegenheit, mit mehr Zeit, noch einmal gesondert aufbrechen.

Neue Chancen auf goldene Oktobertage

Es war ein schon traditionell gewordener Ausflug heute, der zwar einem profanen Einkaufszweck diente, in der Familiengeschichte aber einen besonderen Stellenwert eingenommen hat. Insofern war ich froh, zusammen mit M. wieder dorthin zu fahren und notwendige Dinge zu erledigen. Allein die Hin- und Rückfahrt hat etwas, was mit innerfamiliärer Kommunikation zu tun hat. Aber auch die weitere Region kann durch diese Fahrten wieder in Erinnerung gerufen werden. Es ist eben nicht nur die romantische Fahrt über Land und durch Waldlandschaften, die reizvoll wirken können. Manchmal ist es einfach die Anknüpfung an langjährige Erfahrungen und Gewohnheiten, die anregend wirken können. Nebenbei habe ich heute erstmals bemerkt, dass der Baumherbst tatsächlich angekommen ist. Denn verbreitet waren herbstlich gefärbte Baumkronen zu sehen, in einer Dominanz, die deutlich für den Herbst spricht. Irgendwann ist das Laubgrün eben quantitativ und dann auch in der Wahrnehmung unterlegen und wird von den Braun-Rot-Gelb-Tönen des Baumherbstes überlagert. Wäre schon, wenn nächste Woche tatsächlich noch einmal eine Wärmeperiode beginnt. Dann könnte doch noch etwas aus dem goldenen Oktober werden, der nur mit trockenen Abschnitten eine Chance hat.

Eindrucksvolle Erscheinung in der Welt der Bäume

Die Baumlandschaft präsentiert sich immer noch ziemlich unscheinbar und farblos. Aber bei dem Spaziergang heute Mittag sind mir die Fruchtkapseln der Pfaffenhütchen erstmals aufgefallen. Die haben sich zwischenzeitlich schon zu ihrer endgültigen Form entwickelt und immerhin schon ein äußeres Blass-Rosa aufgelegt. In manchen Jahren bleibt die Blässe auch, aber im Idealfall färbt es sich später noch intensiv Rosa. Das ist dann im Kontrast mit dem Knall-Orange der Samenkerne ein echter Hingucker. Aber erst im weiteren Verlauf des Spätsommers, wenn die äußere Kapsel aufbricht und die meist zwei Samenkerne sichtbar werden. Für mich ist diese Einheit einer spektakulären Naturform mit einem sagenhaft fast schon unnatürlich wirkenden Farbkontrast eine der eindrucksvollsten Erscheinungen bei den Bäumen und Sträuchern. Makrofotos davon versuche ich immer wieder, jedenfalls wenn die Kapseln schön satt gefärbt sind, was nicht in jedem Jahr der Fall ist. Aber vielleicht versuche ich irgendwann auch ein Video, um den Zauber dieser Erscheinung festzuhalten.

Das Beste aus unterschiedlichen fotografischen Welten

Doch ein reiner Rekreationssonntag. Aber nach der recht dicht getakteten Woche war das auch wichtig und notwendig, bevor der Hochsommermonat in die nächste Runde geht. Den geplanten Ausflug haben wir wegen des Rekreationsbedürfnisses dann auch ausgelassen, die nächste Gelegenheit gibt’s Anfang September. Und ansonsten bin ich schon recht froh, wenn ich während der Woche, in freien Zeitphasen, meine fotografischen Spaziergänge durch die nahe Baumlandschaft wieder aufnehmen kann, die in diesem Sommer bisher zu kurz gekommen sind. Das konventionelle Fotografieren will ich auf keinen Fall vernachlässigen, sehe ich doch, wie groß die Qualitätsunterschiede in vielen Motivbereichen zu dem ist, was über generative KI möglich ist. Natürlich, wenn tatsächlich einmal die Pixelgrößen moderner Vollformatkameras über die KI zu realisieren sind und die Ergebnisse denen einer echten fotografischen Optik tatsächlich nahekommen sollten, dann bedeutete das eine echte Konkurrenz, wenn auch noch nicht eine Ablösung des Fotografierens mit Kamera und Objektiven. Aber davon sind wir noch weit entfernt. Für mich Grund genug, das Beste aus beiden Welten weiterzuverfolgen und kreativ in den jeweiligen Stärken zu nutzen.

Hochsommerlicht, Grün und landschaftliche Farbakzente

Das war der sonnenreichste Hochsommertag seit langem. Aber an die Sonnenstundenwerte der Vorjahre kommt auch eine solcher Tag nicht heran. Das ist schon eigentümlich, es scheint, die Sonne hat an Strahlungsintensität verloren, und das eigentlich schon seit Beginn des Jahres. Schwer zu sagen, wie man das einordnen soll, vermutlich in die Reihe der Unbegreiflichkeiten, die für uns schon zum Alltag geworden sind. Für alles Grüne ist dieser Wechsel von Regentagen zu konstanten Sonnentagen ein starker Motivator. Ich beobachte, wie jetzt schon wieder die Efeuhecken in alle Richtungen neue Triebe schießen. Und bei den Bäumen wandelt sich unter dem Einfluss des hochsommerlichen Sonnenlichts die Laubfarbe langsam in Richtung eines dunkleren Grüns und die Konsistenz in Richtung von etwas Ledrigem. Auch in der Baumlandschaft draußen ist alles satt grün geworden, nur die Farbtupfer von Blüten und Früchten fehlen fast vollständig. Eigentlich konnte ich nur bei den Ebereschen in Form der knallroten Fruchtstände einen solchen Akzent beobachten. Alles andere ist noch fast grün oder noch blass, wie bei den Pfaffenhütchen, die zwar schon Fruchtkapseln ausgebildet haben. Aber die sind noch ganz unscheinbar und lassen die spätere irre Färbung in der Kombination von Lila und Knall-Orange bisher zur ahnen.

Schöner, aber baumlandschaftlich reizloser Hochsommersonntag

Es ist ja nun einmal ein unheimliches Wechselspiel bei dem Wetter. Aber heute war uns endlich wieder ein richtig angenehmer, weil gleichzeitig heller und warmer Hochsommertag vergönnt. Das Gute ist, dass weitere Tage in diesem Stil folgen sollen. Das macht mir Hoffnung, dass am Ende dieser Hochsommer die Erwartungen in einem gruseligen Wetterjahr noch erfüllen könnte. Beim Spaziergang am Abend habe ich eine ziemlich unattraktive Baumlandschaft vorgefunden. Es scheint, dass diese eine Übergangszeit ist, in der manche Baumfrüchte schon überreif geworden und damit unscheinbarer geworden sind und andere erst im Entstehen oder am Reifen sind. Deshalb zeigen sich kaum farbliche oder von den Fruchtformen motivierte Akzente, was aber auch etwas Beruhigendes an sich hat. Ich hoffe aber im Hinblick auf eine Erweiterung meines Naturfotoportfolios doch darauf, dass bald wieder eindrucksvoll Makroaufnahmen von Baumdetails möglich sein werden, dann wieder mit Schwerpunkt auf den Baumfrüchten.

Einmal den Alltag außer Acht lassen

In diesem Ausnahme-Mai zeigt sich die Sonne, wenn überhaupt, skurrilerweise nur noch gegen Abend. Verrückter und jahreszeitenuntypischer geht’s nicht mehr. Zudem soll das jetzt noch Tage so weiter laufen. Kein Wunder, dass dieses Wetter den Menschen aufs Gemüt schlägt. Nicht förderlich, wenn die Stimmung wegen unzähliger Unwägbarkeiten und unzufriedenstellender Zustände hierzulande wie in weiten Teilen der Welt sich ohnehin in Bodennähe bewegt. Da kann man beobachten, wie die Menschen bei jedem Sonnenstrahl förmlich aufatmen und sich spontan ins Freie begeben, wie zuletzt am Pfingstmontag, dem seit längerem schönsten Tag. Dann erhalten die einfachen Dinge wieder größere Bedeutung, wie einfach den Aufenthalt draußen zu genießen, die Geräusche, Farben, Lichtspiele in der Landschaft in sich aufnehmen, auch mal Details der Natur näher betrachten und einmal den Alltagswahnsinn, die viele oft nicht wohltuende Kommunikation, außer Acht lassen können. Na ja, vielleicht bekommen wir noch einen wenigstens angenehmen Sommer, mit Sonne und kühlendem Schatten unter üppig belaubten Bäumen.

Unverhofftes Pfingstwetter mit gewaltigen vegetabilen Raumimpressionen

Nun hat uns, ganz unverhofft, der zweite Pfingstfeiertag doch noch echtes Pfingstwetter beschert. Damit war gestern noch gar nicht zu rechnen. Aber sowohl die Temperatur als auch vor allem das Sonnenlicht war heute einem Pfingsttag wahrlich würdig. Selbst jetzt am Abend ist die tiefstehende Sonne noch wärmend und strahlt ein sehr warmes Licht aus, das den Frühling verkörpert. In der Baumlandschaft war beim heutigen Spaziergang am Flussufer, das zuletzt von dieser Überschwemmungskatastrophe heimgesucht war und an dem sich die Auswirkungen des Hochwassers vielerorts jetzt deutlich zeigen, vor allem die Blüte des Hartriegels augenfällig. Die war bei den vielen Hartriegelsträuchern, die am Rand des Damms gepflanzt sind gerade auf ihrem Höhepunkt angekommen und setzte überall weiß strahlende Farbtupfer auf das vom Regen üppig gewordene Grün. Am faszinierendsten fand ich aber, wie zuletzt meist um diese Jahreszeit, die filigranen und unendlich formenreichen und irgendwie unergründbaren Strukturen und Farben der Frühlingswiese mit ihren vielen kleinen Blüten, Stängeln, Transparenzen und Farbnuancen. Einige Impressionen dieser Wiesensituationen habe ich in Fotos festgehalten. Einige davon wirken wie abstrahierende Malereien. Ich stelle mir vor, sie in Öl oder Acryl quasi malerisch zu interpretieren. Das könnte gewaltige vegetabile Raumwirkungen ins Leben rufen.

Frühlingswiesenimpression 2024 I
Frühlingswiesenimpression 2024 II
Frühlingswiesenimpression 2024 III
Frühlingswiesenimpression 2024 IV

Lichter Start in den Baumfrühling

Sollte der Frühling doch schon näher an uns herangerückt sein, als wir zuletzt vermutet hatten? Bei Gang über den Flussdamm, an den vielen Sträuchern vorbei, waren es vor allem die Schlehdorn-Sträucher, die mit noch geschlossenen Blütenknospen bereits übersät waren. Noch ganz klein und kugelig haben sie sich in Massen in Stellung gebracht, benötigen aber sicher noch einige Zeit, bis sie sich öffnen und ihre strahlend weiße Blütenopulenz verströmen. Die Schlehdornblüte ist bei uns hier tatsächlich die auffälligste Blüte der früh blühenden Arten. Oft erscheint sie noch vor den Blütenständen des Spitzahorns, in jedem Fall ist sie weitaus auffälliger, weil sie eben so strahlend leuchtet und einen so deutlichen Akzent in die Baumlandschaft setzt – nach einem langen grauen Winter. Die Spitzahornblüten dagegen sind auf den ersten Blick nicht von den Blättern, die häufig parallel sich auffalten, zu unterscheiden, eben wegen ihrer filigranen Bauart, vor allem aber wegen der hellgrün-gelblichen Farbe, die für Blüten in unseren Augen untypisch ist und die wir deshalb eher übersehen. Ich freue mich auf das Blühen beider Arten. Spitzahorn und Schlehdorn stehen mit ihrer frühen Blütenpracht für mich immer für die Osterzeit und für einen lichten Start in den Baumfrühling.