Schlagwortarchiv: Baumherbst

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Kein typischer Blätterherbst

Den einzigen lichtreichen Tag dieser ansonsten trüben Novembertage wollte ich eigentlich nutzen, um endlich den Blätterherbst fotografisch einzufangen, der immerhin partiell beobachtet werden kann. Aber bei dem Spaziergang war dann doch kein Motiv aufzufinden, das dem Thema angemessen wäre. Es ist einer dieser Herbst, die nicht wirklich durch die Laubfärbung glänzen, der mehr stillheimlich und ohne erkennbaren Schwerpunkt vor sich geht. Da stößt man an Grenzen, will man das Typische der Herbstzeit im Bild festhalten. So wird die Bilanz dieses Jahres in Sachen jahreszeitlicher Fotografie für mich eher dürftig ausfallen. Ein Jahr eher, in dem die Projektarbeit so intensiv ausgefallen ist, dass alles drum herum unter ihr beeinflusst wurde. Aber auch für diese fotografischen Ideen müssen die richtigen Zeitpunkte und -phasen kommen, sollen sie in überzeugenden Formaten zum Ausdruck kommen. Insofern ist das so in Ordnung.

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Blätterherbst und Nochnichtwinter

Wieder einer dieser atemlosen Herbsttage, die wie November wirken, obwohl er noch nicht begonnen hat. die Sonne, die zwischendurch aufscheint und die trübe Grundstimmung aufhellt, macht die besondere Atmosphäre dieser Übergangszeit, die kein Herbst mehr und noch kein Winter ist. Unser Ginkgo hat schon fast alle Blätter abgeworfen. Sie sind in diesem Jahr sehr klein gewesen und machen nicht so viel Arbeit, wenn man sie zusammen rechelt. Der Walnussbaum macht da schon mehr Mühe, weil die Blätter groß und ledrig sind und außerdem weniger gut verrotten. Meine Rizinusstauden trotzen zurzeit noch der Kälte in den Nächten, wirken immer noch grün und frisch, ebenso die Chilis. Die ersten richtigen Frostnächte werden das vermutlich zum Umkippen bringen. Dann werde ich nicht mehr so viele Schoten ernten können. Und die allerletzten Gartenarbeiten stehen spätestens dann an.

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Wenn Blätter zum Leuchten kommen

Ein intensiver Projekttag mit guten technischen Fortschritten. Das ist das Muster dieser Wochen, die Weihnachten schon in Reichweite sehen. Gegen Ende der Woche geht es dann mehr in Richtung der handwerklichen Arbeiten und der Arbeiten in Haus und Garten. Eigentlich eine gute Mischung, die es ermöglicht, die Jahreszeit zumindest zeitweise noch zu erleben, nicht nur betrachtend von drinnen aus.So finde ich den Blätterherbst, der sich uns endlich zeigt, sehr anregend, vor allem wenn wie heute zwischendurch die Szene in ein warmes herbstliches Licht getaucht ist und die bunten Blattfarben darin zum Leuchten kommen. Dann wünsche ich mir mehr Zeit, diese kurze Phase vor dem Blätterfall doch noch mit neuen Fotografien zu dokumentieren. Dazu fehlt derzeit aber die Muße. Mal sehen, ob Allerheiligen dafür Gelegenheit bietet und die  Sonne bis dahin anhält.

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Aufmerksamkeitsumkehr

Diese witterungsmäßig unangenehme Zeit des Jahres hat auch den Vorzug, dass Konzentration auf naturferne Arbeiten leichter fällt. Da ist wenig, was ablenken könnte. Und die Aufmerksamkeit richtet sich dann auch durchaus bereitwillig auf das Innere. Ich freue mich auf weiteres möglichst ablenkungsarmes Arbeiten auch im kunsthandwerklichen Bereich, auf hoffentlich bald erkennbaren Blätterherbst, und vielleicht auch auf Gelegenheiten, die farbenfrohe Seite des Baumherbstes in einigen stimmungsvollen Fotografien festhalten zu können.

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Strohblumen bringen die Herbstfarben ins Haus

Nach der umfangreichen Gartenarbeit gestern, habe ich den Sonntagnachmittag heute genutzt, um die gesammelten, ausgewählten und getrockneten Strohblumen der letzten zwei Jahre nochmals auszusieben und auf Drähte zu fixieren. Die Methode hat sich für die letzten Trockenblumenarrangements bewährt, und in den letzten zwei Jahren war ich nicht mehr dazu gekommen. Nun sind also nochmal einige meiner kritischen Durchsicht zum Opfer gefallen. Die verbliebenen lassen sich in vier Farbgruppen einteilen: Gelbe, Orangene, Weinrote und Rosafarbene. Natürlich jeweils in zahlreichen Nuancen des jeweilien Farbetons vorliegend. Dass ich sie schon einmal farblich in Gruppen aufgeteilt habe, macht das spätere Arrangieren zu Sträußen aber leichter. Es freut mich vor allem, dass so schöne Gelb- und Orangetöne dabei sind, die im Vergleich zu den bisherigen Ergebnisse neue Eindrücke und Kombinationsmöglichkeiten versprechen. Gerade jetzt, wo wir immer noch keinen Blätterherbst erleben durften, sind die warmen Farben der Strohblumen für mich ein würdiger Ersatz. Anders als das Herbstlaub der Bäume bleiben die Farben aber, wenn man sie pfleglich behandelt und nicht gerade dauerhaft im praller Sonne platziert. Everlasting Flowers heißt die Art im Englischen. Das fasst die Symbolik der getrockneten Blumen wunderbar in zwei Wörtern und entspricht auch genau meiner Motivation, warum ich mir mit diesen Dingen so viel Mühe gebe. Die Arrangements sind immer wieder für den größten Teil des Jahres, immer wenn wir sie aus den Schränken hervorholen, um sie für einige Wochen sichtbar aufzustellen, eine wirkliche Freude und bereichern die Wohnungsdekoration um etwas Aufbauendes und Fröhliches.

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Sagenhafter Blätterfall

Der Übergang war heute schon deutlicher spürbar. Noch sonnig, zumindest bei uns, aber doch schon ziemlich kühl. Das ist nun endgültig der Herbst, den wir bisher nicht wirklich kennengelernt haben. Und die Blätter fallen weiter. Bei unseren Weinreben sind schon fast alle abgefallen, beim Feigenbaum die Hälfte, beim Nashi erst wenige und der Ginkgo zeigt sich beständig. Immerhin sind seine Blätter inzwischen vollständig geb gefärbt, die an der Spitze schon verschwunden. Beim Ginkgo erfolgt der Blätterfall dann nach meiner Beobachtung immer ganz plötzlich und in kurzer Zeit. Einige heftige Windböen und schon bildet sich ein ganzer Teppich leuchtend gelber Ginkgoherbstblätter rund um den Wurzelstock. Wenn man das Glück hat, genau in dem Moment den Blick Richtung Garten zu lenken, ist das eines der sagenhaftesten, symbolträchtigsten und gleichzeitig unschuldigsten Naturspektakel, das ich kenne.

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Baumherbsteindrücke konservieren

Auf die Durchsicht der gestern beim Spaziergang aufgenommenen Herbstbilder freue ich mich schon. Das Motivfeld hatte ich im Laufe des Jahres vernachlässigt, diesmal waren aber einige ganz gute Fotografien dabei, aus denen sich etwas herausholen lässt. Vor allem die mit der Rückseite der Stieleichenblätter sind außergewöhnlich. Überhaupt bin ich überrascht, wie bei relativ langer Belichtungszeit doch gute, nicht verwackelte und rauscharme Fotos entstehen konnten. Das gestreute Licht hatte sicherlich seinen Anteil am Gelingen. Und die ruhige Atmosphäre dieses Tages und beim Spaziergang. Diese Form von Baumfotografie lebt eben von dem individuellen Eindruck der Situation, vom Zauber des visuellen Augenblicks, die ich versuche zu integrieren, um das das in der realen Situation Eindrückliche des Motivs sichtbar werden zu lassen.

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Baumherbstfarben

Gerade weil es heute nicht ganz so warm wie an den Vortage war, am Nachmittag aber doch wieder sonnig, hat es mich auf meinen Lieblingsweg gezogen. Der Baumherbst stellt sich jetzt am Ende der ersten Oktoberwoche schon weniger strahlend dar, als wir das von den typischen Herbstbildern kennen, die meist im Zuge der letzten Tage des Altweibersommers im September entstehen. Dennoch setzen welkende Blätter, bunt leuchtende oder sich farblich verändernde Früchte markante Akzente, die vom Eindruck herbstlicher Farben leben. Dabei mischen sich leuchtend warme mit morbid die Verrottung dokumentierenden Farben und bilden einen wehmütig stimmenden Gesamtrahmen, in dem die Stimmung der Menschen schon eine andere, auf Rückzug ausgerichtete wird. Besonders eindrucksvoll fand ich heute die Erscheinung des Roten Hartriegels, des Feuerdorns, der Stileiche und des Schilfrohrs.

Baumherbsteindrücke von der Saar Baumherbsteindrücke von der Saar Baumherbsteindrücke von der Saar Baumherbsteindrücke von der Saar Baumherbsteindrücke von der Saar Baumherbsteindrücke von der Saar Baumherbsteindrücke von der Saar
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Was Herbst bedeuten kann

Das ist schon richtig Herbst, fast dem typischen Novemberwetter gleich, mit nasser Kühle und wenig Licht. Ein krasser Kontrast zum zuletzt noch beinahe hochsommerlichen Spätsommer. Bei aller Annehmlichkeit der Gartensaison, natürlich hat auch diese Jahreszeit ihre Reize, die vor allem mit dem beginnenden Rückzug zu tun haben. Während des Blätterherbstes zeihen wir uns schrittweise zurück ins Haus, aber die natürliche Kulisse bleibt eben noch Beobachtungsgegenstand. Die zieht uns noch an, während wir in Rückwärtsbewegung sind. Und gewinnt gerade durch die neue Distanz besonderen Reiz. Ein Reiz, der auch mit den Anzeichen der Vergänglichkeit zusammenhängt. Das spielt wohl die Ästhetik des Verfalls des sich Auflösens hinein. Und wie so oft helfen uns die Bäume, dieses im Äußeren wahrnehmbar zu machen, eben durch die Veränderungen der Bäume dort draußen selbst, und im Inneren ein Pendant im Seelischen, in der inneren Wahrnehmung zu erschaffen, das wie ein individueller Spiegel wirkt. So erschaffen wir die äußere Natur im Inneren auf eigenwillige Art nach, stärken unsere Verbindung zu diesem Äußeren und erkennen unsere unmittelbare Verbindung zum Natürlichen besonders eindrücklich.

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Blasser Baumfrüchteherbst

Die Nachmittagssonne hat in diesen Frühherbsttagen schon diese wohlige Wärme und das einmalige goldene Licht. Trotzdem präsentiert sich die Baumlandschaft eher in matter Verfassung. Ich vermute, das ist eine Spätfolge des heißen und trockenen Hochsommers, der die Säfte der Pflanzen auf niedriges Niveau gebracht hat, Blätter frühzeitig hat welken und abfallen lassen und die Früchte zwar schnell reifen, aber größtenteils auch stark eintrocknen lassen. Besonders deutlich ist das bei den Weißdornsträucher, die zwar viele Früchte tragen. Die sind aber viel kleiner als in den Vorjahren, wirken ausgedörrt, schrumpelig und glanzlos. Meist sind sie allein an den Zweigen zu sehen, ganz ohne oder mit nur noch wenig Begleitung durch Blätter, die der Hitze schon früher erlegen sind. Ähnliches sieht man bei den Ebereschen und bei den Pfaffenhütchen. Bei denen zeigen sich ebenfalls eher schmächtige Hütchen, die überwiegend blass erscheinen und die knall-rosa und die später knall-orangene Färbung regenreicherer Jahre vermissen lassen. Kann sein, dass der Herbst in Sachen Feuchtigkeit den Umschwung bringt, an der herbstlichen Erscheinung der Baumfrüchte wird das aber nichts mehr ändern. Sie werden möglicherweise dann nur früher an den Zweigen faulen oder vergehen und recht bald ein winterliches Baumgerüst übrig lassen.

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Baumherbstzeichen

Es hatte sich schon etwas früher angekündigt. Beim Spaziergang heute hatte ich aber schon einen deutlichen Herbsteindruck. Die Laubfärbung ist zwar erst vereinzelt zu beobachten, die Menschen unternehmen immer noch Ausflüge in die Landschaft, fast wie im Hochsommer. Aber die landschaftliche Stimmung ist schon eine andere. Noch dominiert vom satten Grün, aber schon zerrupft wirkend, wohl vom vielen Regnen und Stürmen der letzten Tage. Und bei den Stieleichen färben sich schon die ersten Eicheln braun. Das lässt vermuten, dass der Baumherbst in diesem Jahr schnell kommen wird. Ich hoffe, er wird auch eine Weile bleiben, denn allzu oft konnten wir in den Vorjahren von den Farbakzenten des Baumherbstes nur wenig und vor allem nur zu kurz erleben.

Erste Herbstzeichen 2017 Erste Herbstzeichen 2017 Erste Herbstzeichen 2017 Erste Herbstzeichen 2017
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Rückblick zum Baumherbst

In den letzten Monaten hat sich einiges an neuem Bildmaterial angesammelt, zu dessen genauerer Durchsicht ich noch nicht gekommen war. Darunter viele Fotografien, die das jahreszeitliche Erscheinen der Bäume im Blick haben. Und wie so oft stelle ich fest, dass in der zeitlichen Distanz manches attraktiv wirkt, was im direkten Anschluss an die Aufnahmesituation durch das Aufmerksamkeitsraster gefallen war. Jetzt im Winter solche Bilder voller Licht, Farbe und Vitalität vor Augen zu haben, macht Freude und lenkt vom Einheitsgrau da draußen ab. Ich freue mich, so nachträglich mein Portfolio von Fotografien ergänzen zu können, die sich den Baumfrüchten im Spätsommer und Herbst widmen. So wie diese Hagebutten, Pfaffenhütchen und Weißdornfrüchte.

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Wärmendes Herbstlaubleuchten

Wirklich winterlich würde ich dieses Wetter nennen. Zurzeit keine Spur vom Goldenen des Oktobers, der eine Woche vorher noch zu erahnen war. Ich wünsche mir dennoch eine länger anhaltende Phase mit Sonnenschein bei kühlen Temperaturen. Eine Kombination, die wir schon öfter gerade um Allerheiligen herum erlebt haben. Insofern besteht noch Hoffnung. Vor allem geht’s mir dabei um die Farben des Herbstes, die wie so oft vom Licht abhängen. Kein Herbstleuchten ohne das strahlende Licht, das die Braun-Rot-Gold-Töne der dehydrierten Baumblätter reflektiert und das Nach-Innen-Wenden in uns provoziert. Zusammen mit jenem wärmenden Gefühl, das auch vom Eindruck des Herbstlaubleuchtens geprägt ist.

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Weitere Anzeichen des Baumherbstes

Die Anklänge an den Herbst mehren sich in diesen besonders schwül-heißen Hochsommertagen. Gerade am Laub der Bäume ist es gut ablesbar, dass der Höhepunkt der diesjährigen Wachstumsphase bereits überschritten ist. Es ist nicht nur der Durst, der diese Veränderungen der Bäume verursacht. Vor allem ihre innere Uhr stellt die Weichen, was sich beim Walnussbaum z. B. in den braun-schwarzen Blatträndern bei ansonsten noch chlorophyllgrünen Blattflächen ausdrückt. Bei anderen Arten, wie dem Feigenbaum, werden die Blätter dagegen dunkler und ledrig. Nur wenige zeigen bereits typisch herbstliche, braune oder rötliche Töne. Die Aufmerksamkeit wird sich jetzt in Richtung der „späten“ Arten verschieben. Ich bin gespannt, wie sich das Fruchtangebot der Schlehdornsträucher sich in diesem Herbst präsentieren wird. Und ob wir dicke Esskastanien sammeln können. Von Äpfeln müssen wir nicht viel reden, da die Ernte, wie bei so manch anderen Obstart, diesmal mehr als reduziert ausfallen, wenn nicht ganz ins Wasser fallen wird. Welch großer Kontrast zum Vorjahr, als im Gegenteil die Apfelschwemme zur Belastung wurde.

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