Fotografischer Motivwechsel

Das schöne Baumkalenderblatt vom November, mit der Darstellung von herbstlich leuchtenden Espenbäumen aus Colorado bei strahlend blauem Himmel, werde ich vermissen. Ich denke, ich werde es noch einige Tage im Dezember beibehalten, weil es genau das Wetter vorspielt, was wir selbst nicht erlebt haben. Das wird vermutlich auch nicht mehr kommen, da mit echtem Herbstlaub nicht mehr zu rechnen ist. Es ist eines der Blätterherbste gewesen, in denen die Farbenpracht nur kurz bei einigen Arten anhielt und bei den anderen einfach ausblieb. Bei denen das Baumgrün abrupt verschwand und dem kahlen Baumgerüst Platz machte. Oder sich bei manchen Sträuchern sehr lang hält und möglicherweise erst bei lang anhaltendem Frost wirklich vergeht. Deshalb sind auch keine neuen Herbstblattfotografien in den letzten Monaten entstanden, nur die von den Physalis-Lampions, die von Natur aus leuchten, sogar im Zustand des Vergehens. So werden in den nächsten Wochen die naturfernen Symbolthemen rund um die vegetabile Weihnachtspflanzensymbolik und den Weihnachtsbaum mein fotografisches Programm dominieren.

Naturromantische Konstanten

Es scheint die Zeit der wissenschaftlichen Schularbeiten zu sein. In kurzer Folge haben gleich zwei Gymnasiastinnen darum gebeten, Baumfotografien aus wunschbaum.de für ihre Arbeiten verwenden zu können. Solchen Wünschen komme ich natürlich gerne nach, zumal es mir zeigt, wo aktuell die Aufmerksamkeitsschwerpunkte liegen. Vor Jahren schon war mir aufgefallen, zu meiner Überraschung, dass gerade die Baumfotografien und die Baumgedichte auf besonders großes Interesse stoßen. Damit hatte ich damals nicht gerechnet. Und die zeitlosen Themen, zu denen die Bäume und ihre Symbolik sicher gehören, sind auch in Bezug auf Interessen sehr beständig. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Sollte eine romantische, auf Formvorstellungen gründende Naturvorstellung, die in Zeiten erfolgreicher populärwissenschaftlicher Baumliteratur schon verpönt zu sein schien, in den Seelen der Menschen dennoch fest verankert sein? Mir scheint es so. Vielleicht ist das Symbolische in und an den Bäumen gerade in dieser romantischen Naturvorstellung verwurzelt. Wie weit ist diese tatsächliche Bedürfnislage vom zeitgenössischen Mainstream entfernt, und wie wenig von dieser Entfernung nehmen wir wahr!

Erfolgreiche Holzstrukturfotos

Es freut mich, dass meine neueren Holzstrukturfotografien so gut ankommen. Besonders auf der Weltkarte, die mein Portfolio bei shutterstock wiedergibt, finden sich Downloads aus den entferntesten Ländern, zuletzt sogar aus Australien. Dabei ist die Hirnholzstruktur des Stapels Kiefernbalken, den ich auf der nahegelegenen Baustelle entdeckt habe, besonders beliebt. Das deckt sich mit meinem eigenen Eindruck zum Zeitpunkt der „Entdeckung“ dieses Motivs. Es war eines jener, von denen man sofort weiß, sie vermitteln einen ganz besonderen Eindruck und sind zudem für vielfältige Zwecke als Illustrationsmaterial verwendbar. Und interessant ist auch, dass es wieder einmal stark bearbeitete Strukturen sind, die besonders geeignet sind, Natürliches zu symbolisieren.

Bedingungen sommerlicher Baumfotografie

Es ist unmöglich, sich bei solch stehender Hitze entspannt in der Landschaft zu bewegen. So begegne ich derzeit den Bäumen aus der Distanz, verfolge die Abfolge der Blütestadien einzelner Arten leider nur lückenhaft. Auch die Baumfotografie ist zurzeit kaum aktiv. Ich hoffe, die zuletzt aufgekommene Schwungphase wieder beleben zu können. Aber dazu gehören eben auch moderate Temperaturen und nicht nur leuchtend blauer Himmel. Gerade bei den zwar hellen, aber dennoch geschlossen hochnebeligen Tagen wirkt der Himmel wie ein riesiges Lichtzelt. Dann können fast die besten Nahaufnahmen auch mit kurzen Verschlusszeiten gelingen, zudem entfallen störende Schatten. Leider fallen diese sommerlichen Hochnebeltage auch besonders schwül aus, was die Fototouren wiederum auf einen überschaubaren Radius begrenzt.

Schwierige Kirschblütenmotive

Leider komme ich gerade nicht zum mittäglichen Spaziergang. Dabei sind gerade jetzt die Kirschen in voller Blüte. Vor allem die Zierkirschen haben vorgelegt und zeigen ihre üppige Pracht. Mal sehen, ob es mir gelingt, Fotos nachzulegen. Es wäre ein guter Auftakt in die Baumblütenfotosaison. Auch wenn die Kirschblüte ein schwieriger Fall ist, der besonders viel Geduld und das genau richtige Licht erfordert.

Fotografische Pläne zur Spitzahornblüte

Ich hoffe, die Vorhersagen bewahrheiten sich nicht und wir werden sonnige Osterfeiertage erleben. Das wünschen wir uns alle, vor allem uns an diesen Tagen im Garten aufhalten zu können. Das wäre ein motivierender Start in die wärmere Jahreszeit und so schön zum Sinngehalt des christlichen Festes passend. Bis dahin werden wir aber eher typisches Aprilwetter erleben, wechselhaft und mit Schauern und Abkühlungen zwischendurch. Für meine fotografischen Reihen bedeutet das eher eine Unterbrechung. Vielleicht komme ich während der Sonnenphasen aber doch noch dazu, die Ahornblüte festzuhalten. Dazu ist mir im letzten Jahr eine wirklich gute Aufnahme gelungen. Weil diese Blüte aber so schön ist, fände ich eine Reihe weiterer Variationen wünschenswert. Man benötigt dazu ideale Bedingungen, eine ruhige Hand und die richtige räumliche Situation.

Baumblüten – ein schwieriges Fotomotiv

Blüten fotografieren ist wirklich schwierig, aber die jüngsten Erfolge haben mich doch bestärkt, das Portfolio in diesem Motivfeld zu erweitern. Es gibt eine Reihe spannender Baumblüten, wie von der demnächst blühenden Traubenkirsche,der Mispel, der Quitte, der Mangolie und vieler anderer, die ich gerne noch einmal angehen würde. Dabei ist natürlich der richtige Zeitpunkt der Blüte selbst und die das optimale Licht wichtig. Nicht einfach und meist mit mehreren Anläufen verbunden, bis die Bedingungen stimmen. Ich will auf ein lichtreiches Frühjahr hoffen, das genügend Gelegenheiten bietet.

Kulturübergreifende Gleichsinnigkeit

Es macht Freude zu sehen, dass die energetische Ausstrahlung von Holz so weit verbreitete Beachtung findet. Meine jüngsten Oberflächen- und Textur-Fotografien mehr oder weniger stark bearbeiteter Holzstrukturen haben bei verschiedenen Microstock-Plattformen spontane Resonanz gefunden. Shutterstock bietet dazu diese sagenhafte Funktion, die für die jeweils letzten Downloads die Stadt, aus der der Download stammt, auf der Weltkarte anzeigt. Für eines der orangefarbenen Hirnholzbilder des Bauholzstapels aus Kiefer, das ich vor wenigen Tagen am lokalen Güterbahnhof aufgenommen habe, sind z. B. Downloads aus dem italienischen Rovello Porro und dem englischen Nottingham angezeigt. Für die mit der Kettensäge freigelegte und über Jahre verwitterte Baumscheibe einer mächtigen Eiche sind es das indonesische Bandung und das belgische Lochristi. Da kommt wahrhaft internationale und kulturübergreifende Gleichsinnigkeit zum Ausdruck. Einer der Gründe, warum ich die Entwicklung der Microstock-Fotografie mit so großem Interesse mitverfolge.

Mit Rucksack auf Fototour

Der Praxistest für den neuen Kamerarucksack ist sehr ermutigend ausgefallen. Obwohl der Rucksack schon ohne Befüllung sehr mächtig wirkt und mit Kamera, zwei Objektiven, Stativ und einigem Zubehör schon so einiges auf die Waage kommt, wirkt er getragen bei weitem nicht so belastend. Offenbar haben die Hersteller sich richtig Gedanken gemacht und den Rucksack ergonomisch sehr gekonnt konstruiert. Jedenfalls wird die Belastung geschickt verteilt und so ein direkte Belastung des Rückens weitestgehend vermieden. Die Ermüdung ist somit nich größer, ich würde sagen sogar geringer als bei Verwendung einer Tasche die diagonal über dem Schultergürtel getragen wird. Natürlich kann man mit dem Rucksack einfach mehr transportieren. Bei Touren, auf denen man für alles gewappnet sein will, eine gute Lösung. Ich bin sehr froh, diese ab sofort einsetzen zu können, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Die Holzstrukturbilder des flechtenbesetzten und radial gerissenen Baumstumpfs und die Sägespur mit Spänen von einer frisch gefällten Buche waren heute nur Nebensache.

Verwitterter Stammquerschnitt, gerissen
Holzstruktur eines gesägten Buchenabschnitts mit Spänen

Rückblick zum Baumherbst

In den letzten Monaten hat sich einiges an neuem Bildmaterial angesammelt, zu dessen genauerer Durchsicht ich noch nicht gekommen war. Darunter viele Fotografien, die das jahreszeitliche Erscheinen der Bäume im Blick haben. Und wie so oft stelle ich fest, dass in der zeitlichen Distanz manches attraktiv wirkt, was im direkten Anschluss an die Aufnahmesituation durch das Aufmerksamkeitsraster gefallen war. Jetzt im Winter solche Bilder voller Licht, Farbe und Vitalität vor Augen zu haben, macht Freude und lenkt vom Einheitsgrau da draußen ab. Ich freue mich, so nachträglich mein Portfolio von Fotografien ergänzen zu können, die sich den Baumfrüchten im Spätsommer und Herbst widmen. So wie diese Hagebutten, Pfaffenhütchen und Weißdornfrüchte.

Hagenbutten im Herbst
Vollreife Pfaffenhütchen
Weißdorn im Spätherbst

So wenig reizvoll

Eigentlich wäre es an der Zeit, die wenigen Akzente fotografisch festzuhalten, die der Winter im Spiegel der Baumlandschaft bietet. Einige Ergebnisse dazu habe ich bereits realisiert, darunter die hier schon abgebildeten Hagebutten, die sich seit dem Herbst an den Sträuchern gehalten haben. Aber es zieht mich derzeit eher nicht nach draußen. Zu unbestimmt scheint die Atmosphäre, zu wenig einer Jahreszeit zuzuordnen. Zu warm für den Winter, zu nass fürs Frühjahr. Zu trist, um Lust auf Jahreszeit überhaupt haben zu können. So warte ich auf die Tage, die von Deutlichkeit geprägt sind, an denen man spontan Lust auf einen Spaziergang hat, die zum Erkunden einladen und die Aufbruchsstimmung in uns wecken. So lange halte ich mich an das, was uns die Bäume symbolisch entgegen bringen.

Baumdetails im Winterlicht

Es gibt Tage, da weiß man beim Blick aus dem Fenster, dass sich ein Spaziergang lohnt. Dass viele diesen Eindruck hatten, konnte ich am Nachmittag auf meinem Lieblingsweg am Fluss entlang sehen, der ungewöhnlich stark frequentiert war. Die Menschen haben Nachholbedarf nach vielen dunklen und trüben Wetterphasen. Seit einigen Tagen nun dieses gleißende Winterlicht bei klirrender Kälte, das einen auch im Winter aufatmen lässt. Da drängt es einen einfach, die landschaftlichen Eindrücke zu erkunden, die diese Hochphase des Winters zu bieten hat. Was von den Bäumen noch in der Verfassung ist, das Licht einzufangen, präsentiert sich im klaren Winterlicht ganz anders als noch im Herbst. Die roten Früchte, wie hier die Hagebutten, ganz dehydriert, nur noch ihre schrumpelige Hülle und eine Restahnung ihrer einstigen Intensivfärbung zeigend. Die ehemals grünen Fruchtstände und Blätter, wie diese Ahornflügel und das Eichenlaub, zeigen jetzt ihre ädrige Struktur klarer denn je und wirken, obgleich tot, wie rostbraune und lebendig leuchtende Nachbildungen ihrer selbst.

Hagebuttenfrucht im Hochwinter
Hagebuttenfrucht im Hochwinter
Fruchtstand des Ahorns im Hochwinter
Eichenlaub im Hochwinter

Späte Pfaffenhütchen

Reife Fruchtkapseln des Pfaffenhütchens im Spätherbst
Die Durchsicht der jüngsten Fotos reifer Pfaffenhütchen hat einige guten Aufnahmen zu Tage gefördert. Eine der Nahaufnahmen vollreifer und schon geöffneter Fruchtkapseln ist gerade bei shutterstock und BIGSTOCK angenommen worden. Ich denke, es gibt noch weitere vielversprechende Bilder, u. a. solche, die den ganzen fruchtreifen Strauch zeigen. In der Abwägung setzen sich allerdings meist die Nahaufnahmen durch, weil sie atmosphärischer wirken und vielleicht gerade durch die Detailansicht mehr von der Pflanzenseele und dem ganz Eigenen der Art offenbaren.

Gedankliche Weiterführung

Manchmal zeigt sich die Qualität einer Fotografie erst etwas später. Bei dem Bild des Dekokranzes mit Physalis und Waldrebe geht mir das aktuell so. Die Bearbeitung und die Kombination mit dem fremden Hintergrund hat das Foto tatsächlich verbessert. Eigentlich erstaunlich, da das Motiv selbst ja bereits durch seine Dominanz in Formen und Farben eine Besonderheit darstellt. Aber der weiße Grunge-Background lässt eben diese Farben und Formen noch besser in ihrer Eigenart und jahreszeitlichen Brillanz erkennbar werden. Mir bei der sorgfältigen Auswahl und Weiterverarbeitung des Fotomaterials Zeit zu lassen, ist notwendig und immer gewinnbringend. Auch ein gut fotografiertes Objekt kann durch gedankliche Weiterführung und technische Optimierung ein noch eindrücklicheres werden.

Großer Grußkartenbedarf

Ms Karten sind schon wieder fast aufgebraucht. Dabei habe ich in jüngster Zeit zahlreiche neue Ausdrucke gerade der neuen Motive ins Grußkartenformat gebracht. Herbstblätterbilder, die herbstlichen Physalisformen, Stroh- und Sonnenblumen sowie Fotos der Strohblumendekorationen. So werde ich wieder neue anfertigen müssen, bei dem ausgeprägten Eifer im Briefeschreiben. Vielleicht werden es diesmal wiederum neue Motive, z. B. die jüngsten vom Pfaffenhütchen, die ich erst noch weiter sichten und selektieren muss, um wirklich für Karten taugliche Aufnahmen herauszufiltern. Ich hoffe auf wenigstens einzelne weitere Lichttage in diesem Oktober, der heute gleich wieder sein ungemütliche Seite hervorgekehrt hat. Damit ich den Baumherbst in möglichst breiter Darstellung festhalten und mein Portfolio ergänzen kann.

Ein heller und warmer, aber kein goldener Oktobertag

Es gibt sie immer wieder. Menschen, die sich das genaue Betrachten in der Landschaft nicht mit dem Interesse an der Natur erklären können. Dennoch war ich, gerade mit fotografischen Nahaufnahmen der Fruchtstände des Pfaffenhütchens beschäftigt, über die Frage einer anderen Spaziergängerin doch irritiert, ob ich denn gerade das Haus dort fotografieren würde. Ein Haus war mir selbst gar nicht aufgefallen. Und auf meine Erklärung hin kam keine Erwiderung mehr. Das war dann ein Erlebnis der für mich unangenehmeren Art an diesem goldenen Oktobertag, dem das Goldene leider fehlte. Denn die zu dieser Zeit oft schon vorhandene herbstliche Laubfärbung ist bisher nur punktuell zu sehen. Und der Herbstblätterteppich am Waldboden, durch den man sich raschelnd und von den Farben überwältigt bewegen kann, ist auch noch nicht da. Alles ist eben in diesem Jahr um mindestens drei Wochen nach hinten verschoben. So werden wahrscheinlich die Tage um Allerheiligen den Blätterherbst in erkennbarer Gestalt offenbaren. Und wenn das Licht uns bis dahin nicht verlässt, vielleicht sogar ein goldenes Novemberlicht bescheren. Die Pfaffenhütchen, auch wenn sie in diesem Jahr nicht ganz so üppig vorhanden sind, musste ich einfach erneut festhalten. Denn jeder Jahrgang hat wiederum seine Eigenart und seinen eigenen Charme.

Reife Pfaffenhütchen
Reife Pfaffenhütchen
Reife Pfaffenhütchen

Für mehr Überblick im Fotoarchiv

Kaum habe ich die über ein Jahr angelaufenen Fotografien durchgesehen, bearbeitet und archiviert, sammeln sich schon wieder Massen neuen Materials an. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr so lange mit der Selektion zu warten, damit es nicht zu unübersichtlich wird. Aber es ist gut, eine neue Ordnung hergestellt zu haben. Die vielen Fotos mit verschiedenen Baum-Sujets, Blüten, Blätter, Früchte, Makros, Landschaften, Jahreszeiten, Holzstrukturen, machen immer noch den größten Anteil aus. Die anderen Motivfelder legen allerdings allmählich zu, vor allem die Oberflächen- und Materialstrukturen und das weite Feld von Vintage-Motiven. Letzteres fordert mich immer wieder aufs Neue heraus. Die nächsten Serien in diesem Bereich stehen schon bevor. Denn der weibliche Zwicker aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts wartet darauf, als Hauptmotiv festgehalten zu werden. Die passenden Bildinszenierungen dazu müssen mir noch einfallen.

Frühlingsrückblick

Blüte des Wolligen Schneeballs

Eigentlich ist es nicht die richtige Jahreszeit für dieses Bild. Aber die Blüte des Wolligen Schneeballs finde ich zu jeder Zeit interessant, und bei der Durchsicht meines umfangreichen Archivmaterials ist mir diese Aufnahmen u. a. in die Hände gefallen. Schön, dass sie bei shutterstock angekommen ist. Die Früchte des Strauchs sind nicht minder spannend. Ich werde die vorhandenen Aufnahmen noch einmal durchsehen. Falls nichts geeignetes dabei ist, bieten sich die nächsten Wochen für neue Versuche mit den Fruchtständen des Schneeballs an. Die Hochzeit des Gemeinen Schneeballs dagegen kommt später. Dessen Früchte faszinieren mich vor allem im tiefsten Winter, wenn sie die einzigen Farbtupfer in der kahlen Baumlandschaft darstellen.

Die Zeichen deuten auf Herbst

Die neue Ausgabe der Landzeitschrift bietet eine ganze Reihe von Anregungen für herbstliche Dekorationen. Ja, der Herbst ist jetzt schon im Blick, für die Ausgabe September/Oktober. Und tatsächlich ist an den zwar heißen Tagen, aber schon kühlen Abenden und Nächten spürbar, wie sich die Jahreszeit ihrem Ende zuneigt. Auch die ersten Bäume zeigen sich gelb oder braun verfärbende Blätter, das Fruchten dominiert bereits das kaum noch zu beobachtende Blühen bei den Bäumen. Und schon bin ich auch fotografisch geneigt, mich den Herbstmotiven zuzuwenden und verschiedene Orte und Situationen gedanklich vorwegzunehmen, bei denen herbsttypische Fotografien entstehen könnten. Die Arbeit an der fotografischen Dokumentation der Jahreszeiten macht mir jetzt wieder viel Freude. Eine gute Voraussetzung für einen wieder kontinuierlicheren Aufbau des Portfolios.

Beobachtungen beim Archivieren von Baumfotos

Wenn ich mich auf die Durchsicht des Fotomaterials konzentriere, entdecke ich immer wieder auch einzelne Aufnahmen, die beim ersten Durchsehen quasi durchgerutscht sind, die ich bei der erneuten Begutachtung anders einschätze. Das ist gut so, denn auf die Art erweitert sich mein Baumfoto-Portfolio unverhofft um sehr gute Motive. Dazu gehören auch Holzstruktur und Holzhintergrundfotos. Eine gute Chance ist das, in diesem Sommer die etwas ins Stocken geratene Arbeit an den Microstockpräsenzen neu zu beleben. Erfahrungsgemäß ziehen neu hochgeladene Aufnahmen automatisch mehr Aufmerksamkeit auf sich, was dann gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ältere Fotos wieder an die Oberfläche kommen, vor allem durch die unterhalb der Beschreibung aufgeführten Verweise auf andere Motive derselben Serie. Diese Zuordnung orientiert sich an der selbst vorgenommenen Kategorisierung des Fotos. So werden Fotos, die eigentlich in unterschiedlichen Situationen und zu ganz verschiedenen Zeitpunkten entstanden sind, in einen Zusammenhang gebracht. Und tatsächlich steht man als Fotograf ja immer auch für favorisierte Motivreihen und einen individuellen Stil, der in diesen Verweisen Interessierten besonders deutlich wird und die Kaufentscheidung befördern kann.

Baumfotos sichten und kategorisieren

Wieder eine Holzarbeit schon vor Beginn des Wochenendes abgeschlossen. Das schafft Freiraum für andere Projekte, vor allem die immer noch weit fortgeschrittene Durchsicht und Sortierung meiner zahlreichen Baumfotografien der letzten Monate. Da hat sich einiges angesammelt, das ich bisher nur grob durchgesehen habe. Es ist deshalb noch ein gründlicher Durchgang notwendig, um die Zuordnung in meine Themenordner abzuschließen, die Perlen herauszupicken und gegebenenfalls aus den RAW-Daten zu entwickeln. Letzteres ist die Kür nach dem meist zeitintensiven Pflichtprogramm der Sichtung. Aber jetzt, am Höhepunkt des Hochsommers ist dafür genau die richtige Zeit. Später stehen wieder neue Stimmungen des Altweibersommers und des Herbstes auf der fotografischen Tagesordnung, was die Auswahl erneut auffüllen dürfte. Gut, dass ich mir die nötige Zeit erarbeiten konnte.

Traditioneller Ausflug mit Beobachtungsritualen

Ein schöner Sommerausflug in die älteste deutsche Stadt. Das hat Tradition und muss bei uns gewisse Rituale beinhalten. So gleich zu Beginn der Blick aus der Ferne auf diese riesige und extrem ausladende Libanon-Zeder, die aufgrund ihrer Größe und des Alters in einem meiner Baum-Bildbände aufgeführt ist. Man kommt ihr nicht nahe, aber ihre ganze Majestät ist ohnehin nur aus der Distanz zu erfassen. Und dann eine Reihe schöner Beobachtungen und Gespräche bei dem Besuch selbst. Sehr spannend die kunsthandwerklichen Kreationen, die ich in einer bisher noch nicht entdeckten Ecke der Stadt durch Zufall ausfindig gemacht habe. Die Künstlergruppe residiert schon seit 30 Jahren, wie wir erfahren konnten. Schade, dass ich nicht schon früher darauf aufmerksam wurde. Neben Schmuck und interessanten Gestaltungen mit Filz und Papier ist auch eine Fotografin dabei, deren Motive, auf Echtfotos oder Postkartenreproduktionen festgehalten, mich durch ihre klare und individuelle Formensprache beeindruckt haben. Aus diesem Angebot habe drei Postkarten mit Baummotiven erworben. Zur Anschauung, aber auch als Anregung für eigene Ansätze, die motivisch ähnlich gelagert sind.

Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer

Ein tolles Licht zum Fotografieren war das heute. Leider habe ich meist in den Mittagsstunden Gelegenheit für kurze Exkursionen. Besser wäre es natürlich am Morgen oder späten Nachmittag. Dann kann man noch sehr viel mehr Atmosphäre einfangen. Aber auch aus diesen punktuellen Blicken in die Baum- und Strauchlandschaft in meiner Nähe ist diese Phase des Pflanzensommers ganz gut einsehbar, in einer Mischung von Grün und davon abstechenden bunten Farben, mit einer Vielfalt vegetabiler Formen, die zunehmend stärker vom Fruchttragen der Bäume bestimmt werden.
So die orange strahlenden Furchtstände der Ebereschen:

Ebereschenzweig mit Fruchtstand im Hochsommer

Die noch grünen Früchte des Walnussbaums:

Walnussbaumzweig mit grüner Nuss im Hochsommer

Fiederblätter, die einen eigenen plastischen Raum in Grün definieren:

Blätterimpression im Hochsommer
Blätterimpression im Hochsommer

Unter der Last von Blattgrün und Fruchtständen sich nach unten biegenden Äste der Hainbuchen:

Hainbuche im Hochsommer
Hainbuchenzeig im Hochsommer
Detail eines Hainbuchenzeigs im Hochsommer

Skurrile Umkehrung des Üblichen bei den Hartriegelsträuchern. Die Blätter sind schon herbstlich rot verfärbt, die Früchte aber sind noch nicht zur Reife gelangt:

Hartriegelzweig im Hochsommer
Hartriegelzweig im Hochsommer

Und die Brombeeren. Immer wieder eine Freude, diese im Licht vibrierende Gleichzeitigkeit von Blättern, Blüten und Früchten zu beobachten:

Brombeerzweig im Hochsommer

Bilder einer Sommerlandschaft

Das Landschaftsbild dieser Hochsommertage ist nicht allein von den Bäumen geprägt. Neben dem mehr oder weniger transparenten Grün der Baumkronen und den vereinzelten Blüten oder ersten Baumfrüchten setzen vor allem die Wiesenblumen und Kräuter farbliche Akzente, die so recht das aktuelle Bild des heißen Sommers prägen. So hatte ich bei nur schwach wolkenverschleiertem Himmel sehr gutes Licht für den ersten Testlauf mit dem neuen Zoomobjektiv. Mein Eindruck nach diesen Versuchen mit verschiedenen Belichtungszeiten, ISO-Werten und Brennweiten ist ein grundlegend positiver. Die Abbildungsleistung, vor allem das schon so häufig bei diesem Objektiv gelobte cremige Bokeh kommen sehr schön zur Geltung. Mit dem Bildstabilisator werde ich sicher noch viel Freude haben. Und auch für Detailaufnahmen bietet es gute Voraussetzungen. Lediglich die Frage, in welchen Situationen es im Vergleich das geeignetste Hilfsmittel darstellt, werde ich erst in weiteren Tests klarer beantworten können. Wichtig ist zunächst der sichere Eindruck, das technische Spektrum gerade auch für die Baumfotografie erweitern zu können.

Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 I
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 VIII
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 II
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 III
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 IV
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 V
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 VI
Vegetabile Landschaftseindrücke vom Sommer 2016 VII

Traditioneller Hochsommereindruck

Ein Sommer, wie er früher einmal war. So könnte man meinen, wenn man von diesem Tag ausgeht und sich das auf mindestens drei Monate ausgedehnt denkt. Denn dieses Klima entspricht eigentlich traditionellen Hochsommereindrücken. Immerhin soll es etwas stabiler so bleiben, auch wenn die ersten Folgen in Form von Gewittern bereits jetzt absehbar sind. Die sind nicht verkehrt, sollen sich unsere Gießwassertanks zwischendurch auch wieder füllen. Aber bitte dann über Nacht. Ich brenne nämlich schon sehr darauf, das sommerliche Licht für die Fotografien zu nutzen, die ich nur der Sommer möglich macht und für die es bisher fast keine Gelegenheiten gab: Baumdetails, Holzstrukturen, Materialtexturen. Die Wuchern und Grünen im Garten ist dafür eine tägliche Inspiration. Und weitere Ausflüge in die Baumlandschaft und in entlegenere Ecken des Dorfs weiten das Spektrum dann aus. Das könnte spannend werden und wird hoffentlich mein etwas unbeweglich gewordenes Portfolio wieder beleben.

Neue Möglichkeiten für die Baumfotografie

Endlich mal wieder etwas Licht, nur leider wenig Zeit, es in der Landschaft zu erleben. Der Sommer macht zwischendurch, so wie heute, immer mal wieder einen Anlauf, nicht wirklich wissend, ob er zur Normalform auflaufen kann. Ich freue mich auf die Aussicht, demnächst mit neuer Objektivtechnik auch neue Aufnahmemöglichkeiten Freihand zu haben. Da wäre stabiles Wetter natürlich von Nöten. Ich kann mir aber gut vorstellen, das speziell für das Fotografieren von Baumdetails, auch für Oberflächenstrukturen von Hölzern, die mir unterwegs begegnen, gut nutzen zu können. Denn die Schwierigkeit mit dem Makroobjektiv war es eben immer schon, beim zur Verfügung stehenden Licht nichts zu verwackeln. Der Bildstabilisator in Verbindung mit den Zoommöglichkeiten schaffen da mehr Flexibilität.

Nahaufnahmen transparenter Blattstrukturen

Nun ist es doch wieder Zeit, die sommerliche Baumlandschaft zu erkunden. Wenn wir dazu nur mehr Gelegenheit hätten. Es ist eben schwierig, die meist nur kurzen Phasen abzupassen und dann mit Beobachtung auszufüllen, die uns derzeit mit der Gleichzeitigkeit von Sonne, Wärme und offenem Himmel gegeben sind. Aber die Transparenz des noch frischen Blattgrüns der Bäume gehört zu meinen Lieblingsmotiven, die den Sommer in besonderer Intensität festhalten können. Besonders geeignet dafür sind Aufnahmen, die unter einem dichten und geschlossenen Blätterdach z. B. einer Buche, einer Linde, einer Hainbuche oder einer Erle zustande kommen. Das Licht des Sommers, gefiltert durch das Chlorophyll der Baumblätter, die Nerven und feinen Blattstrukturen in fast mikroskopisch anmutender Form offenbarend, finde ich immer wieder spannend und eine echte Herausforderung fürs fotografische Geschick und die ebenfalls nötige Geduld, den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Entwicklungen fotografischer Technik

Die neue Kameratechnik streut immer wieder wilde Gerüchte. Dabei bin ich selbst sehr gespannt, wie sich die Dinge bei meiner Favoritenmarke entwickeln. Ob es bei den DSLRs bedeutende Fortschritte geben wird. Und ob die spiegellosen tatsächlich bald eine ernstzunehmende Konkurrenz darstellen. Bisher kann ich das nicht erkennen, obwohl die teils enormen Preise bei diesen neuen spiegellosen Systemkameras bereits in das Niveau der High-End-Spielreflexkameras heraufreichen. Und doch scheinen sich die Profis noch nicht damit anfreunden zu können. Ob es sich also um einen reinen Marketingerfolg handelt? Mich interessiert es vor allem, welche Möglichkeiten neue Technik für praktische Illustrationszwecke eröffnet. Ob sich für die Qualität meiner bevorzugten Motivbereiche: Bäume, Holzstrukturen, Oberflächentexturen und Materialien Weiterentwicklungen erzielen lassen. So lange arbeite ich mit den vorhandenen Möglichkeiten und an ihrer Optimierung.

Pfingstfest mit wenig Sonne

Ein Pfingsten mit sehr wenig Sonne. Das ist ungewohnt. Dennoch konnte sich M., gut zugedeckt, heute im Garten ausruhen und ein wenig lesen. Solche Tage, die eigentlich Frühling, aber auch ein bisschen Herbst sind, haben ihren eigenen Reiz. Und im Hintergrund nimmt man, auch wenn man selbst nicht dabei ist, die akustischen Spuren vielfältiger Aktivitäten wahr, die sich traditionell an das Pfingstfest anknüpfen. Meist ganz profane, aber sicher nicht zufällig sich um größere Feste und Versammlungen drehende Aktivitäten, die mehr oder weniger gewollte, den christlichen Gedanken in das Freizeitverhalten transformieren und gewisser Weise darin aufheben. Der innere Bezug zum Symbolischen wird bei uns dennoch gepflegt und wird sich somit auch im Außen zeigen. Das fehlende Licht habe ich mir heute in der Durchsicht, Entwicklung und Bearbeitung meiner jüngsten Holzstrukturfotos zurückgeholt, die vom Spiegel des Sonnenlichts in ihrer markanten verwitterten Oberflächenstruktur leben.

Microstock und die Grenzen der Aufnahmefähigkeit

Diesen Frühling hoffe ich, endlich einmal mein Baumfotoportfolio ausweiten zu können. Es gibt schon einige ganz gute neue Aufnahmen von Baumblüten, die dafür in Frage kommen. Aber die eigentlich fotogenen kommen ja erst noch. Ich muss vor allem die Zeit und Ruhe finden, eine Auswahl zu treffen und die RAW-Dateien optimal zu entwickeln. Das wird dann wieder mehr Bewegung in mein etwas ruhig gewordenes Microstock-Engagement bringen, was im Zusammenhang mit der immer weiter sich beschleunigenden Fluktuation neu eingestellter Fotos von Bedeutung ist. Es scheint so, als ob Quantität in dem Bereich tatsächlich ein Kriterium für den potenziellen Erfolg einzelner Fotos darstellt. Jedenfalls haben vereinzelt eingestellte Fotos, so gut sie subjektiv auch immer sein mögen, kaum noch eine Chance, wahrgenommen zu werden. Eine Entwicklung, die wohl mit der überwältigenden Menge sehr guten Materials zusammenhängt, die sich im Laufe der Jahre weltweit aufgetürmt hat. Möglicherweise stößt da auch die Selektions- und Aufnahmefähigkeit an gewisse Machbarkeitsgrenzen, was es für den einzelnen Anbieter schwer macht, der kaum noch Steuerungsmöglichkeiten hat.

Fokusverschiebung bei Baum-Themen

Der Aufmerksamkeitsfokus in der Beschäftigung mit den Bäumen als Thema hat sich möglicherweise in den letzten Jahren verschoben. Meinem Eindruck nach stehen zurzeit Illustrationen mit ästhetisierend-symbolischem Schwerpunkt im Mittelpunkt des Interesses, sprich Bildbände mit der Darstellung besonders eindrucksvoller, meist alter, in jedem Fall aber auf Grund einzelner Merkmale besonders beeindruckender Baumindividuen. Das zweite Interesse richtet sich an populärwissenschaftliche Zusammenfassungen neuerer Erkenntnisse zur Art, mit der Bäume als Lebewesen mit ihrer Umwelt in Beziehung treten und sich an ihrem jeweiligen Standort behaupten. Die inhaltlich-symbolischen Aspekte dagegen scheinen in den Hintergrund getreten zu sein. Für mich bleiben diese aber nach wie vor die eigentlich spannenden Dimensionen der Baumthematik. Vielleicht etwas abstrakter und nicht immer im ersten Moment zugänglich, aber doch so, dass sie die Baum-Mensch-Beziehung am besten beschreiben und die Relevanz der Bäume in unserem Alltag in ihre zahlreichen Facetten auflösen können. So man sich denn mit diesen Fragen beschäftigt. Die verschiedenen Vorhaben rund um die Lebensbaum-Begrifflichkeit sind für mich eine große Zukunftsaufgabe. Mehr Zeit und Muße, mich dem zu widmen, würde ich mir wünschen. In Ausschnitten und Teilbereichen versuche ich das aber jetzt schon voranzubringen, u. a. durch die tägliche Arbeit am Baumtagebuch.