Bäume und die inneren Kraftquellen
Jetzt war es schon wieder einige Tage ziemlich dunkel. Nach dem frühlingshaften Wetter mit fast schon frühsommerlichen Temperaturen und diesem irren Licht der Tage zuvor war das entnervend und hat die Menschen spürbar demotiviert. Gleich gehen die Aktivitäten davon abhängig wieder zurück, unglaublich eigentlich, wie stark wir von diesen äußeren Faktoren abhängig sind, wie sehr unsere Biologie, das Körperliche, aber ganz gewiss auch das seelische Gleichgewicht von einer Verstärkung leben und mit dieser variieren, die nicht aus unserem Inneren kommt. Wir benötigen zumindest eine Spiegelung der Äußeren, um innere Kraftquellen, die natürlich immer schon vorhanden sind, zu reaktivieren – besser, uns an diese zu erinnern. Schon einen Baum zu betrachten, besser noch, ihn in seiner Lebendigkeit, seiner jahreszeitenabhängigen Entwicklung, aktiv zu begleiten, allein das kann diese inneren Kraftquellen wieder nutzbar machen. Auch deshalb ist ein Reden über die Bäume, erst recht ein Leben mit den Bäumen keine naturmystische Spielerei, es kann in diesen so irritierenden Zeit geradezu rettend, zumindest aber motivationsfördernd und energiespendend wirken.
