Schlagwortarchiv: Baumenergie

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Im Wechsel der Gedankenwelten

An solchen ungemütlichen Tagen freue ich mich, meine Zeit auf eine Mischung kreativer und kommunikativer Arbeit sowie kunsthandwerkliche Projekte aufteilen zu können. Eine gute Verteilung, wenn man vormittags zum Beispiel das eine in den Mittelpunkt rücken und nachmittags in eine ganz andere Handlungs- und Gedankenwelt durchspielen kann. Die heute am Nachmittag realisierte Baum-/Hölzer-Kombination verspricht ein sehr spannendes Resultat: Zürgelbaum & Ulme, zwei Holzarten mit besonders lebendiger Binnenstruktur, die oberflächlich jeweils wie kristallin wirkt. Beim Zürgelbaum strahlend hell, sich in einem Wechsel meist heller Töne zeigend, bei der Ulme in einem dunkleren Spektrum sich verteilend, aber fast noch abwechslungsreicher, auch weil ich diese Art quer zur Wachstumsrichtung bearbeite, was Strukturen an die Oberfläche bringt, die anders gar nicht sichtbar wären. Eine gute Jahreszeit für solche intensiven Arbeiten mit der Energie der Holzarten. Wäre schön, wenn sich in der diesjährigen Vorweihnachtszeit wieder ein verstärktes Bedürfnis nach dem Thema zeigen würde.

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Die Baumkreis-Armband-Faszination

An einem so sonnenreichen und heißen Hochsommertag an einem Baumkreis-Armband zu arbeiten, ist eine schöne Erfahrung. Das Licht und die Sonne sind die Essenz eines jeden Baums. Bei dieser Arbeit habe ich die Energie und Symbolkraft von gleich 22 heimischen Arten zur Verfügung und setze sie zu einem Themenarmband mit je einer Perle aus den Hölzern der 21(+1) Bäume des so genannten keltischen Baumkreises zusammen. Es ist aber vor allem die formende, modellierende Arbeit an den Einzelperlen selbst, die mich fasziniert, da ich die verschiedenen Arbeitsschritte vom Sägen, Bohren und Schleifen jeweils für die ganze Reihe der Holzarten schrittweise durchgehe. Damit trete ich mit jeder Art gleich mehrfach in Kontakt und bin ganz nah an ihren Eigenschaften und Eigenarten, die ich so in die eigens erdachte Form integrieren kann. Das dann weitergeben zu können und vermittelt über die Symbolik des Armbandes die Nähe zu den Bäumen quasi mit anderen in gewisser Weise teilen zu können, finde ich besonders reizvoll und immer wieder neue herausfordernd.

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Sich in Normalität üben

Das große Krisenthema hat sich schon so in die Kommunikationsroutinen und Gedanken der Menschen eingebrannt, dass alle wie paralysiert dadurch wirken. Alles erscheint auf einmal künstlich, wie nicht von dieser Welt. Und mit jeder Woche, in der sich dieses Thema fortsetzt und Eigenleben entwickelt, verstärkt sich der Eindruck von Unwirklichkeit. Ich bin sehr froh, dass ich durch meine kommunikative Projektarbeit, aber auch durch das immer wieder erdende Arbeiten an meinen Hölzern und mit der Symbolik und Energie der Bäume beinahe täglich für mich diesen scheinbaren Themenzwang, die unerträgliche Einseitigkeit und Gerichtetheit durchbrechen kann. In dieser Zeit spielt diese spezielle Krise keine wirkliche Rolle und ich kann mich in Normalität üben, bevor ich sie verlerne.

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Energetische Ketten bilden

Nun bin ich allmählich wieder drin, in der abgeschotteten Welt, die die winterliche Holzarbeit im Keller mit sich bringt. Natürlich meist nur stundenweise, aber gelegentlich auch mal halbe oder gar ganze Tage, die von der Wiederholung gleichartiger Arbeitsschritte geprägt sind, deren Ausführung etwas Meditatives hat. Das liegt gerade in der Wiederholung, die nie monoton wirkt, aber natürlich auch in der Verbindung zu den Hölzern, denen ich in dieser Situation näher bin als bei der Arbeit im Freien. Es ist eine sehr persönliche Beziehung, die sich zu den Hölzern während dieser langwierigen Prozesse aufbaut. Und eine, die letztlich unergründlich bleibt, sich immer wieder verändert und erweitert. Ich bin eigentlich sicher, dass einiges von dieser persönlichen Auseinandersetzung, diesem, wenn man so will, Austausch auch den späteren Trägern der Armbänder erhalten bleibt. Zusätzlich zu dem artspezifischen, das der einzelne Baum durch sein Holz vermittelt. Und für die Träger setzt sich auf dieser schon komplexen Grundlage die Auseinandersetzung im eigenen System fort. Sehr spannende Ketten, die sich auf diesem Wege bilden.

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Die Energie der Hölzer erfahren

Ein Einundzwanzigster, der die guten Schwingungen und die ruhige Ausstrahlung der Zahl erkennen ließ. Ungewöhnlich mild nach den sehr kalten Tagen und Nächten, die schon hinter uns liegen, zeigte sich das Wetter heute. Und so fiel die handwerkliche Holzarbeit draußen, heute mit Ölbaum, Hainbuche und Pappel, auch nicht schwer. Mehr Licht und Sonne wäre aber schon gut gewesen. So musste ich die Energie der Hölzer als Kompensation verwenden. Schön, dass auf die Art nicht nur den späteren Trägern die Auseinandersetzung mit der jeweiligen Baumart möglich ist. Ich selbst habe bei jeder Ausführung die Möglichkeit, meinen Eindruck des Holzes und der zugehörigen Baumart immer wieder zu aktualisieren.

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Gedächtnis der Bäume

Auf die wärmeren Tage freue ich mich jetzt schon. Es ist im Winter vor allem die Arbeit mit Holz, die mir die fehlende Wärme, das satte Licht symbolisch zurückgibt, ein Stück weit kompensiert. Holz erscheint mir immer wie kondensiertes Licht, hält den Baum, von dem es stammt, noch symbolisch und energetisch in sich – und damit vieles, was in der jeweiligen Baumart Wesentliches enthalten ist. Ein Grund, warum ich Hölzer so gerne zu tragbaren Formen umwandele. Nicht nur im Winter ist das eine gute Möglichkeit, die Energie der Bäume präsent zu halten, wenn wir ihnen nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen und die Gelegenheit fehlt, ihr Wachstum, die Veränderungen im Lauf der Jahreszeit zu verfolgen. Das Holz hat dies alles wie ein Gedächtnis gespeichert. Das lässt sich im direkten Kontakt mit ihm noch häufig erspüren, besonders wenn die natürlichen Prozesse selbst Gegenstand unserer Gedanken sind.

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