Klimawandel und Dysbalancen

Auch heute haben wir wieder vergeblich auf Regen gewartet. Dabei gab es in anderen, benachbarten Landkreisen sogar Überschwemmungen und Sturmschäden. Davon verschont geblieben zu sein, ist natürlich ein Segen, nur den Regen hätten wir dringend gebraucht. Nun habe ich noch geringe Hoffnung, dass über Nacht zumindest einige Schauer kommen könnten, die v. a. den Gartenbäumen etwas Erholung und ein Auffüllen ihrer Flüssigkeitsvorrate erlauben. Denn ab morgen soll es schon wieder trockener werden, wenn auch nicht ganz so warm wie zuletzt. Die Folgen des Klimawandels sind auch bei uns nicht mehr zu leugnen und beuteln uns gerade jetzt besonders heftig. Bei allem Positiven, was ein so intensiver Sonne-Sommer mit sich bringen mag, wir nehmen doch deutlich das Überzogene, den Verlust des Gleichgewichts und der Ausgewogenheit wahr und können es kaum fassen. Eine weitere von außen kommende Konstante, die uns machtlos hinterlässt und das Gefühl eines mittlerweile alle Lebensbereiche umfassenden Kontrollverlustes verstärkt. Leider bleibt das für viele zunehmend auch nicht ohne psychische Dysbalancen.

Baum-Thema und seelische Balance

Gefühlte Katastrophen scheinen in diese Zeit zu passen. Jedenfalls häufen sich die Ereignisse und Erfahrungen, auf die wir lieber verzichten würden, weil sie alles noch komplizierter machen. Dabei ist die Zeit schon kompliziert genug, zu kompliziert, um das seelische Gleichgewicht konstant zu halten. Da kommt dann vieles ins Wanken, umso wichtiger, sich zwischendurch Zeit zu nehmen, bewusst Zeit zu schaffen, um eben diesen Ausgleich wieder herzustellen. Ich wünsche allen ein Thema wie mein Baum-Thema, und natürlich die zeitliche Möglichkeit und die Bereitschaft, sich diesem Thema zu widmen, um allzu Divergierendes und Belastenden zusammenzuführen, nicht im Sinne von Ablenkung, eher im Sinne einer Besinnung auf grundlegend Wichtiges, mit dem wir eine innere Beziehung zu uns selbst und unseren geistigen Quellen herstellen können.

Jahresabschluss und schwierige Balancen

Ganz kann ich mich der üblichen Abschlussthematik zum Jahresende nicht entziehen. Gegen Ende sind es dann doch zahlreiche kleinteilige Projekte und Erledigungen, die scheinbar unbedingt auf eine Erfüllung drängen, noch vor dem Jahreswechsel. So wechselt die Projektarbeit n diesen letzten Wochen zwischen kreativem Tun und Routinetätigkeiten hin und her. Etwas, das besonders viel Selbstdisziplin erfordert und den Versuch, Vertrauen aufzubauen, in andere wie auch in die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten. Meine Basisthemen, allen voran die Bäume, begleiten mich gerade in solchen schwierig auszubalancierenden Phasen.

Die richtige Balance halten

Tolles und zunehmend auch warmes Wetter und die richtige Mischung aus kreativer Projektarbeit und der Arbeit mit meinen Hölzern und Symbolformen. Das ist zurzeit eine ausgeglichene Arbeitssituation, die ich zu dieser Jahreszeit sehr schätze. Ich hoffe, es wird nicht gleich wieder umschlagen und zu extremer Vereinseitigung tendieren. Dir richtige Balance ist eine Kunst, die von Umständen abhängt, aber auch ein Stück weit gepflegt und optimiert werden kann. Da zeigen sich dann gelegentlich die Früchte der Lebenserfahrung.