Nachhaltige Bewegung und echte Begegnung

Ganz schön unruhig sind die letzten Wochen verlaufen, und mir mehr Mobilität, als ich es sonst gewöhnt bin. So steht erneut die ziemlich lange Fahrt zu einer Arbeitssitzung an, die lange geplant war und nun gewisse Vorhaben endlich zur Durchführung bringen wird. Ganz ohne Vor-Ort-Präsenz und direkte Kommunikation ist das eben auch in 2026 noch nicht möglich. Eigentlich auch gut so, denn die Ausweitung der Möglichkeit, die Dinge digital und ohne Ortswechsel zu erledigen und zu koordinieren, bringt natürlich Opfer mit sich. Und der persönliche Austausch ist in vielen Bereichen durch Distanz-Interkation nicht zu ersetzen. So hoffe ich, dass die gehäufte Gelegenheit zur echten Begegnung die zuletzt zäh gewordenen Kommunikationsflüsse wieder stärker in nachhaltige Bewegung bringt. Und dass diese Bewegung in meinen verschiedenen Arbeitsbereichen, in der Kommunikationsarbeit wie auch in den symbolisch motivierten Wunschbaum-Projekte ab dem Frühjahr wieder langanhaltend in Gang bleibt.

Wenn sich virtuelle und konventionelle Kommunikationswege kreuzen und verstärken

Viele Routineaufgaben und kleinteilige Erledigungen haben mich heute von der Fortsetzung der aktuellen Manufakturarbeit abgehalten. Aber ich freue mich deshalb umso mehr auf die weitere Arbeit daran ab morgen. Schließlich ist das gerade eine Fleißarbeit, die einige Wochen Zeit und Energie neben meiner Kommunikationsarbeit beansprucht. Aber streng genommen sind auch die Wunschbaum-Anfragen und -Aufträge ohne eine spezielle kommunikative Begleitung nicht vorstellbar, sind in Form der verschiedenen Websites erst möglich, da das der einzig realisierbare Weg ist, auf die Initiative und die Produktidee der Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder aufmerksam zu machen. Das spricht Menschen mit speziellen Interessen und einem Faible für Natur-, Energie- und Geist-Themen an, die natürlich in der direkten Kommunikation nicht auffindbar wären. Einer der Vorzüge des Internets als Vermittlungsbasis, die ich in den Formen, die ich umsetze und nutze, sehr bereichernd finde. Und mit dem Umweg über diese technisch-virtuelle Weise der Darstellung, Erklärung, Vermittlung und Kontaktaufnahme ist dann auch eine Grundlage für konventionelle Kommunikation gelegt. Diese Folgekommunikationen sind es, was die von vorneherein schon als Kommunikationsprojekt gedachte Wunschbaum-Manufaktur so komplett und zukunftsfähig, aber auch veränderbar und anpassungsfähig macht.

Wehmut in der interkulturellen Begegnung

Es war ein selten gewordener Ausflug in eine früher öfter besuchte Gemeinde in der Region. Und es war Ms Wunsch, das ukrainische Begegnungsfest dort zu besuchen, u. a. um die in der Zeitung angekündigten Kunsthandwerke, aber auch die ukrainische Musik zu erleben. Recht übersichtlich hat sich die Veranstaltung präsentiert, aber auch sehr eindrucksvoll und durchaus so, dass etwas von dem Charme dieser Nation und ihrer Landsleute spür- und wahrnehmbar wurde. Für mischt sich in die Eindrücke solcher interkulturellen Begegnungen immer ein wenig Wehmut, da ich mich frage, wie diese Menschen sich fühlen, ob solche Feste die Verlorenheit in einer doch fremden Umgebung zumindest ein Stück weit und zeitweise aufzuheben vermag. Deshalb schwingt für mich selbst, aber meinem Eindruck nach auch in den Äußerungen der aus der Fremde kommenden Menschen eine gewisse Traurigkeit. Das Fest hat dem mutig etwas entgegengesetzt, bevor wir durch die spätsommerliche Waldlandschaft und bei wirklich erstmals wieder angenehmer Sommertemperatur den Heimweg angetreten sind.