Vorösterlicher Ausgleich mit Frühlingsillustration

Die vielen Erledigungen, die eigentlich immer vor den Osterfeiertagen auf dem Plan stehen, konnte ich noch rechtzeitig vor dem Karfreitag abarbeiten. Erfreulich auch, dass nach einer Reihe sehr ernüchternder Erfahrungen zuletzt Erfreulicheres und Ermutigendes sich ebenso gehäuft hat. Das wirkte wie eine Entschädigung für gerade erst verarbeitete Enttäuschungen. Und weil M. sich in diesem Jahr wieder leichter dazu motivieren konnte, die Osterdekorationssachen herauszuholen und zu arrangieren, habe ich doch die neue, auf Leinwand gedruckte Fotografie des Schlehdornblütenzweigs, den ich erst vor wenigen Wochen in Nahaufnahme festhalten konnte, im Wohnzimmer aufgehängt. An der Stelle wechseln wir die Bilder je nach Saison und Jahreszeit aus. Nach der kosmischen Illustration, einer KI generierten Kreation vom letzten Jahr, die jetzt einige Wochen dort hing, als Nachfolgerin der weihnachtlichen Raumsituation, sind es jetzt die weißen Schlehenblüten vor bräunlichem, vorfrühlingshaftem Hintergrund, der uns die Aufbruchstimmung in der Baumlandschaft jeden Tag auch im Innenraum anschaulich macht.

Manufaktur als Ausglich für zu viel Hightech

Unsere praktischen Erledigungen und teils aufgeschobenen Vorhaben konnten wir heute nachholen. Das ist gut. Aber wegen der gerade einmal wieder anstehenden technischen Herausforderungen im Rahmen meiner eigenen Präsenzen bin ich doch sehr mit diesen Dingen aufgehalten worden. Anderes musst deshalb liegenbleiben. Ich hoffe, das nahende Wochenende nutzen zu können, um mit der Manufaktur und der Bearbeitung von 8 verschiedenen Lebensbaum-Holzarten weitermachen zu können. Darauf freue ich mich nach so viel technischer Beanspruchung schon sehr.

Dem Aufbauenden und Zukunftsfreundlichen mehr Raum verschaffen

Mit dem ersten Tag dieses neuen Arbeitsjahrs bin ich schon gleich wieder ganz in die Projekte eingetaucht. Auch weil sich über die Feiertagspause einiges angestaut hatte und manches, das kurz vor den Feiertagen nicht mehr bearbeitet werden konnte, jetzt seine Fortsetzung fand. Gleichzeitig baut sich bereits ein neuer Berg von Aufgaben auf, der die nächsten Monate schon jetzt auszufüllen scheint. Aber gut so, jedenfalls erfreulicher und aufbauender, als wenn das Jahr gleich mit einer Erfahrung von Rückzug oder Abbremsung begonnen hätte. So freue ich mich und hoffe jedenfalls auf einen produktiven und kreativen Start in diese Projektjahr und dass die aufbauenden, wirklich auf die Zukunft gerichteten Denkarten und Ansätze sich durchsetzen und Raum verschaffen können. Für mich wird zu diesem Aufbauenden immer auch einen Anteil beitragen, der von der intensiven Beschäftigung mit Bäumen, Holz und vegetabiler Symbolik gespeist wird. Dieser Bezugspunkt zu den zeitlosen natürlichen Grundlagen ist wertvoll, um immer wieder ein Gleichgewicht herzustellen, gerade in diesen Zeiten, in denen nichts mehr ausgeglichen, erwartbar und verlässlich zu sein scheint.

Stimmungsreiches und klärendes Weihnachtserleben

Ein schöner, winterlich eingehüllter 2. Advent war das, an dem wir den adventlichen Schmuck und die vielen weihnachtlichen Lichterarrangements als sehr stimmungsvoll wahrnehmen durften. Einige weitere Elemente habe ich der Dekoration noch hinzugefügt, die jetzt auch bis ins Arbeitszimmer vorgedrungen ist. Auch den digitalen Bilderrahmen mit einer größeren Auswahl eigener Weihnachtsfotografien habe ich dieses Jahr wieder aufgestellt und angeschlossen, ich Vorjahr hatte ich diese Darstellungsform ausgeklammert. Der nachmittägliche Besuch eines lieben alten Bekannten hat den vorweihnachtlichen Adventstag abgerundet, der ansonsten weitgehend so ruhig verlief, wie ich ihn mir generell wünsche. Ich hoffe, die etwa mehr als 2 Wochen bis Heiligabend werden sich so gestalten lassen, dass wirklich wichtige Dinge abgeschlossen und neue Projekte für das neue Jahr vorbereitet werden können. Ich hoffe, dass in dieser Zeit die emotional problematischen Kooperationen keine dominierenden Themen mehr sein werden und sich gewissen Dinge in zukunftsweisender Form auflösen lassen, die zurzeit noch haken. Die Weihnachtszeit ist vielleicht noch am geeignetsten, solche Klärungen zu befördern.

Wetterkapriolen und ihre positiven Ausprägungen

Am Wochenende, schätze ich, werde ich die letzten Herbstblätter zusammentragen und in die Laubsäcke verfrachten können. Dann dürften die Gartenbäume kahl dastehen und sich endgültig auf den Winter einstellen. Und wenn wir das Laub, immerhin zwei riesige Säcke voll, nicht extern zum Kompostieren ausbreiten, wird es wohl einige Wochen brauchen, bis wir es über die grüne Tonne portionsweise entsorgt haben werden. So war das schon in den Vorjahren, nur dass mit dem Wachsen der Bäume auch das Laubaufkommen immer größer wird. Nur ist das eine der Begleiterscheinungen des Herbstes, die wir gerne in Kauf nehmen, wenn wir möglichst typische Jahreszeiten erleben dürfen. Auch das war zuletzt nicht mehr selbstverständlich. Stichwort: Verschwinden der Jahreszeiten. So nenne ich dieses Phänomen oder die auf das Wetter durchschlagenden Folgen des Klimawandels ja an diesem Ort ganz gerne. Jetzt haben wir einmal eine Abweichung im positiven Sinne erlebt, nämlich einen goldenen November, wo sonst eher ein ungemütlicher, dunkler, nasser und kalter zu erwarten ist. Nicht ganz so schön sind die Abweichungen vom ehemals Normalen, wenn der Sommer fast komplett durchregnet und viel zu wenig Sonne scheint, was wir überwiegend 2025 eben auch erleben mussten. Dies also eine ganz kleine Entschädigung, ein _Ausgleich für die anstrengenden Wetterkapriolen dieses Jahres.

Baum-Themen und der notwendige Ausgleich

Viel Technik und Kommunikation hat mich an diesem schönen Novembertag beschäftigt und in Atem gehalten. Aber wenn es von außen ruhig zugeht, ist das sogar anregend. Denn dann kann man sich ganz darauf konzentrieren, was die Nerven schont. Ich freue mich, dass meine Projekte jetzt in eine weitere und z. T. sogar in die finale Phase übergehen können und voraussichtlich ein ganz versöhnlicher Abschluss des Jahres im Hinblick auf die Projektdurchführung möglich sein wird. Zufrieden bin ich v. a. aber damit, dass es mir zwischendurch und durchgehend immer wieder gelingt, die Dinge nicht ins Einseitige ausufern zu lassen. Die Beschäftigung mit den Bäumen und ihrer Symbolik und Ästhetik ist für mich der Leitfaden der Aktivitäten und Themenfelder, die mir diesen Ausgleich ermöglichen, zumal ich, wie eben jetzt aktuell auch wieder, sehr viel mit von Technik dominierten Aufgaben und Denkwelten zu tun habe.

Ausgleichender November

Toll, es sieht wirklich danach aus, dass diese goldenen Novembertage, wohl noch nie in der Form dagewesen, tatsächlich bis zum Ende der Woche anhalten. Eine wirklich beruhigende Entschädigung nach den frustrierenden Wetterkapriolen der letzten Monate. Dann kann ich doch noch auf eine größere Zahl reifer Chilischoten hoffen, und auf eine Fortsetzung meiner fotografischen Versuche zum Thema Herbst. Zuletzt sind mir da einige ganz gute Nahaufnahmen von herbstlichen Pflanzenstrukturen und Baumdetails gelungen, die auch schon Einzug in meine Microstock-Portfolios gefunden haben. Ich hoffe sehr, dass ich noch einiges hinzufügen kann. Auch das ein Ausgleich für die in diesem Jahr viel zu kurz gekommene fotografische Aktivität.

Lebensbestimmender Perspektivenwechsel

Das war wieder ein sehr intensiver und langer Techniktag. Aber ich konnte auch viele sehr komplizierte Aufgaben voranbringen und teilweise auflösen. Bei so umfangreichen Aufgabenstellungen ist das durchaus mit Erfolgserlebnissen verbunden, zumal ich immer wieder überrascht bin, wie weit die technischen Herausforderungen reichen können, und wie bereichernd die Ergebnisse langwieriger Lösungssuche aber sein können. Dieser immer wieder zyklische Wechsel von Themen, die mit Handarbeit, Natur und Grundlagen zu tun haben, und solchen, die sich in den höheren Höhe technischer Innovation bewegen, ist für meinen Lebenslauf und meine berufliche Entwicklung anscheinend ein roter Faden. Dieser Wechsel und die damit verbundene Abwechslung ist tatsächlich ein wichtiger Motivator, Quelle kreativer Erfindungen und auch so etwas wie ein Gesundheitsprogramm. Weil ich für mich festgestellt habe, schon vor Jahren, dass Einseitigkeiten mir nicht gut bekommen. So ist es besonders erfreulich, wenn es mir gelingt, diesen Wechsel möglichst im Alltag zu verankern und nicht nur von Freizeiten, Auszeiten oder Ferienzeiten abhängig zu machen.

Das Ringen um ein Gleichgewicht zwischen Natur und Kultur

Wieder so ein Tag mit scheinbar unendlichen technischen Herausforderungen. Das ist ein Muster, das sich durch das ganze bisherige Arbeitsjahr zieht und vermutlich auch noch länger andauern wird. Schwer zu sagen, warum das so ist, was mir das eigentlich sagen will. Aber eine Bedeutung wird es haben, die sich vermutlich erst viel später erschließen lässt. Ich habe trotz all der technischen Beanspruchung doch immer auch die natürliche Umwelt im Blick und beobachte und verfolge alle jahreszeitlichen Veränderungen ganz genau. Vielleicht kommt dieses Interesse, die Beharrlichkeit und Intensität dieses Beobachtens ja gerade von dieser Schwerpunktlegung in anderen Lebensbereichen auf der Technik. Es ist wie der Versuch und das Bestreben, ein Gleichgewicht zu wahren, ein Gleichgewicht, dass durch Vereinseitigung der Technik gestört wäre – mit allen negativen Folgen auf unsere körperliche und mentale Gesundheit. Vor allem deshalb ist das stetige Ringen um ein Gleichgewicht zwischen Natur und Kultur so bedeutsam. Und etwas, das ich so lange und eingehend schon verarbeite, dass ich gewiss auch einige meiner so gewonnenen Erkenntnisse weitergeben kann, z. B. im Medium dieses Baumtagebuchs.

Ideal eines ausgeglichenen Arbeitstags

Das war wieder einmal ein sehr ausgeglichener Arbeitstag. Fast so, wie ich mir das idealerweise vorstelle, mit kreativer Projektarbeit am Vormittag und einer kunsthandwerklichen Arbeit am Nachmittag. Gegen Abend sind dann noch die um diese Jahreszeit obligatorischen Gartenarbeitsroutinen hinzugekommen. Das ist so ein Ideal, das ich so ausgewogen nur gelegentlich realisieren kann. Aber im Sommer ist es wahrscheinlicher, da eben dann das Nebeneinander von Inhouse und Outdoor-Arbeiten möglich ist. Im Winter sind die kunsthandwerklichen Anteile zeitweise zwar auch parallel recht ausgeprägt. Aber dann ist das auch notwendigerweise indoor und die Kombination bzw. Abwechslung folglich nicht so gleichgewichtig.

Kreative Spannung vs. Verpflichtungsanmutung

Eine Holz-Arbeit hat am Nachmittag sich stimmig zum Spätsommerwetter erster Klasse ergänzt. Bei solcher noch moderater Wärme und angenehmer Helligkeit ist die Arbeit mit verschiedenen Lebensbaum-Holzarten eine tolle Sache, vor allem wenn ich sie zwischen die kommunikativen Aufgaben einschieben kann. Dieser Wechsel auch während der Woche und zu allen Jahreszeiten, ist für mich ein Punkt, der mit ausgeglichener Lebensqualität zu tun hat. Und diese Gleichgewichtsthematik begleitet mich schon viele Jahre, ist selbst, wie die Bäume, so ein durchgängiges Lebensthema. Zum Gleichgewicht bei der aktuellen Manufakturarbeit gehört auch, dass es sich mit vier Armbändern für vier Personen einer Familie noch in einem spannenden Rahmen bewegt. Die ursprüngliche Anfrage, die auf die doppelte Zahl abzielte, wäre dann schon wieder überdimensioniert gewesen und mit der Gefahr verbunden, dass etwas eigentlich Spannendes in eine eher belastende Verpflichtung umschlägt. Mir scheint, es ist wichtig, Zugang zu zumindest einem Ausweichterrain oder Tätigkeitsfeld zu haben, bei dem diese Verpflichtungsanmutung nicht so schnell entstehen kann.

Sommerliche Ausnahmen und heilende Innenschau

Nun ist es mir nach Wochen einmal wieder gelungen, einen Teil des Sonntags wirklich als Ruhetag freizuhalten. Nicht ganz einfach umzusetzen und ursprünglich auch nicht geplant. Aber ich meine, das musste einfach sein, damit das Ungleichgewicht nicht zu ausgeprägt wird. Und das ist schon immer, gerade aber in den letzten Jahren so ein Thema gewesen, an dem ich mich abarbeite und bei dem ich vielleicht die deutlichsten Fortschritte erreichen kann, wenn ich die Aufmerksamkeit darauf nicht schleifen lasse. Mit Naturthemen als Ausgleichsinhalte ist es in diesen Tagen wegen des ungewöhnlich miesen Hochsommerwetters ja auch nicht weit her. So konnte ich mich eigentlich nur im Garten bewegen und mich am vom Regen begünstigten Grün, der Bäume, des Weinlaubs und der Efeuhecken erfreuen, die an Ruhetagen noch einmal beruhigender wirken. Und die andere Ruhe ist dann vor allem im Inneren zu suchen und zu finden. Auch das natürlich ungewöhnlich für die Hochsommerzeit, in der die Ausrichtung mehr nach außen geht und normalerweise gehen muss. Aber manchmal kann man auch phasenweise die Winterzeit vorwegnehmen und eine heilende Innenschau pflegen.

Ausgeglichene sommerliche Aufgabenverteilung

Ein wieder schöner und überwiegend lichtgefluteter Sommertag, an dem ich auch mit meiner Projektarbeit gute Fortschritte machen konnte. Ich freue mich bei der intensiven Kommunikationsarbeit immer auf Gelegenheiten, Gegenpole zu setzen, z. B. mit den kunsthandwerklichen Aufgaben. Da kann ich jetzt einige Ergebnisse versenden und hoffe, die Empfänger werden zufrieden sein. Dank einer Werbung, die jetzt wieder startet, werde ich demnächst sicher auch wieder Gelegenheiten für die Ausarbeitung neuer Symbolformen erhalten. Ganz gut passend zu der Sommerzeit, in der das handwerkliche Arbeiten draußen besonders anregend ist.

Gleichgewichtstage

Das war doch mal ein Einundzwanzigster, der tatsächlich etwas Aufbauendes, zumindest etwas Herausragendes hatte. Nicht nur wegen des anhaltend tollen Sommerwetters. Es war auch so ein Tag, an dem sich Ruhigsein, Konzentration und ein dichter Aufgabenplan in verschiedenen Tätigkeitsbereichen nicht ausschlossen. Das ist für mich dann immer wohltuend und aufbauend, weil es meiner Idealvorstellung von Gleichgewicht im Alltag so wunderbar entspricht. Das ist eigentlich die Umsetzung dieser Vorstellung. Eine Umsetzung, die an solchen Tagen, die nicht zwingend Einundzwanzigste sein müssen, gelingen kann. Den größeren Teil meiner aktuellen Wunschbaum-Armbänder habe ich heute abschließen können, ein weiteres Projekt wird nächste -Woche folgen. Und danach ist es mir immerhin noch gelungen, das lange aufgeschobene Vorhaben mit der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers endlich anzugehen. Weil man ja tatsächlich nicht wissen kann, wann die Raupen wieder zuschlagen und der schon totgesagte Buchsbaum gerade doch wieder frische Blatttriebe, zwar noch sehr überschaubar, bekommen hat, war das Spritzen mit dem für den Buchsbaumzünsler schädlichen Bakterium kein Luxus. Ich werde die Aktion nur noch einige Male wiederholen müssen, um eine Katastrophe wie im letzten Jahr zuverlässig zu verhindern.

Nutzlose Naturfreuden sind die schönsten

An den Sommer in dieser Form könnte man sich gewöhnen. Mir zumindest bekommt die trockenere Hitze ganz gut und auch besser als die eher lauwarme und feuchte Variante. Und dennoch kann das bei körperlich anstrengenderen Aufgaben zu einer Herausforderung werden. Heute ist aber damit noch mal alles gut gegangen. Ich freue mich dann auf die ehr schattigen kunsthandwerklichen Arbeiten am Wochenende und all die anderen Aktivitäten, die mich hoffentlich von der formalen und techniklastigen Arbeit im ausgleichenden Sinne wegführen. Vielleicht werde ich am Wochenende dem Maulbeerbaum noch einen weiteren Besuch abstatten, vielleicht warte ich aber auch noch eine Woche, damit zwischenzeitlich mehr Früchte ausreifen können und sich dann eher lohnt. Das Arbeiten im Freien, in Gartennähe und die Präsenz der Gartenbäume sind aber auch eine schöne Alternative, ganz nutzlos, aber genauso zur Jahreszeit passend.

Ein erholsamer Gartenarbeitstag

Die Gartenarbeit heute hat gutgetan. Nach der sehr anstrengenden Projektwoche und der umfangreichen und anhaltenden Bildschirmaktivität ist dieses nicht fixierende Blicken und das Arbeiten mit Erde und Pflanzen eine Wohltat. Zunächst hatte ich weitere Pflanzerde besorgt, da die vorhandene nicht ausgereicht hätte, darunter auch richtig gute, mit der die Chilis ordentlich gedeihen sollten, wenn alle anderen Faktoren stimmen. Daneben habe einige Sommerblumen mitgebracht, die andere Exemplare ersetzen sollten. Wir hatten damit nicht ausschließlich eine gute Hand, einige Blumen haben nicht lange überlebt, so dass Ersatz notwendig war. Das Umpflanzen der Chilipflänzchen und größere bzw. in ihre endgültigen Pflanzgefäße war ziemlich zeitaufwändig, wegen des Befüllens, Düngens und dem Auseinanderhalten verschiedener Sorten. Aber dank der gleich zehn zusätzlichen Pflanztaschen aus Filz, die ich kürzlich besorgt hatte, standen mir genug Gefäße mit ausreichend Volumen zur Verfügung. Für die Filztaschen hatte ich mir zuvor Untersetzer besorgt, da es sonst nach monatelangem Gießen schwierig geworden wäre. Ich bin gespannt, wie sich die Pflanzen in diesem ungewohnten Pflanzgefäß entwickeln und ob irgendwelche Unterschiede festzustellen sind zu unflexiblen normalen Gefäßen aus Kunststoff oder Ton. Ich bin froh, diese Pflanzarbeit heute erledigt zu haben. Das weitere Pflegen der Pflanzen wird mich jetzt ohnehin noch Monate beschäftigen. Zwei Blumenkästen haben wir zudem noch mit Petersilie besät. Mal sehen, ob diesmal etwas daraus wird, auch damit waren wir zuletzt wenig erfolgreich gewesen.

Anstrengende Zukunftsperspektive

Die Endlostechnikthemen gehen weiter, und irgendwie passt das ins Gesamtbild, das gerade wieder von trüber Witterung und wenig Anlässen geprägt ist, die nahe Baumlandschaft zu erkunden. Eine Übergangszeit, die eher anstrengend und für viele ernüchternd wirkt. Wir müssen es schaffen, dennoch Ansätze von zukunftsgerichteter Logik und von Veränderungswillen aufzugreifen und möglichst auszuarbeiten. Nicht leicht ist das in diesen trüb wirkenden Zeiten, aber es bleibt notwendig und hilfreich.

Erholungssonntag

Ganz gut, dass dieser Sonntag nicht ganz so hell und sonnenreich ausfiel. Das war wie eine Erholungspause, zumal der Tagesablauf ziemlich vorhersehbar doch wieder ziemlich mit Aufgaben angefüllt war. Aber ich habe versucht, es in Grenzen zu halten, vor allem den Modus des Arbeitens betreffend. So bin ich vorangekommen, ohne den Sonderstatus des Sonntags ganz zu vernachlässigen. So können wir uns auf die neue Woche freuen und darauf hoffen, dass sie mit neuem Schwung starten kann. Vielleicht machbar, da am Donnerstag der Feiertag folgt, für viele ein Anlass, den Brückentag zu nutzen. Auch für die Pflanzen war das heute eine Erholungsphase, die nur nicht zu lange anhalten sollte, damit die Sommerblumen nicht ertrinken und die Wärme und Trockenheit liebenden Pflanzen keinen Schaden nehmen. Immerhin konnten die Bäume ein wenig Wasserreserven aufnehmen.

Wenn es zu einseitig wird

Ein bisschen stolz bin ich über die technologischen Höhenflüge und Herausforderungen dieser letzten Wochen schon. Dass ich mich in solche Dimensionen des technisch Anspruchsvollen aufschwingen würde, hätte ich dann doch nicht gedacht. Aber bei aller Mühe, die das mit sich bringt, ist es auch mit Erfolgserlebnissen verbunden, vor allem, wenn man eine längerfristig nützliche Lösung erarbeiten konnte. Das macht dann viel Sinn und entlohnt für den enormen Aufwand. Aber ich habe es an dieser Stelle schon öfter betont: Die völlige Konzentration, vor allem die durchgehende und pausenlose Konzentration auf dieses technische Denken und Tun ist auf Dauer natürlich schädlich. Ich versuche das schon in Grenzen zu halten und dann auch wieder Phasen einzuschieben, die den Grundlagenthemen, den Naturthemen, bevorzugt rund um die Lebenssymbolik der Bäume einen breiteren Raum geben. Das sind Themen und Inhalte, die uns gut tun und die tief liegende, immer schon vorhandene Energie freisetzen und nutzbar machen können. Mehr noch und nachhaltiger als das jede Technik vermag. Das will ich nicht vergessen und möglichst konsequent diesen Wechsel versuchen, wenn es zu einseitig zu werden droht.

Der nötige Freiraum

Der Einundzwanzigste hatte einige fortschrittliche Elemente, war aber auch von Aufregung und emotionalen Ausgleichsversuchen geprägt. Eine aufregende Mischung aus vielem, was das Leben aktuell so turbulent und unruhig gestaltet. Da kommt der Naturbezug, überhaupt die Bewegung in und in Richtung der Natur einfach zu kurz. Ich schätze, im Hochsommer ist da einiges nachzuholen, vielleicht wieder in Form von mehr und ausgedehnteren Spaziergängen und Landschaftserkundungen. Vielleicht auch wieder mit mehr kreativer Arbeit mit Holz und dem Baumthema. Dinge, die weiterentwickelt werden können, wenn der nötige Freiraum dafür eingerichtet werden kann. Ich hoffe, das wird gelingen.

Wertvoller Kontakt mit den Bäumen

Wieder einer dieser anstrengenden Tage, ich hoffe das beruhigt sich bald auch wieder einmal. Und ich hoffe, die Gelegenheit fürs kunsthandwerkliche Arbeiten kehren öfter als zuletzt zurück, weil das einen echten Ausgleich schafft. Der Kontakt mit den Bäumen und der Energie ihres Holzes ist für mich etwas Wertvolles.

Die Balance halten

Viel Technik war das heute wieder einmal, aber auch verbunden mit einigen Erfolgen und überraschenden Fortschritten. Es wird in den kommenden Wochen eine Herausforderung, die vielen technischen Aufgaben zu überblicken, abzuarbeiten und miteinander zu koordinieren. Und das Inhaltliche sollte dabei gleichzeitig nicht auf der Strecke bleiben, macht es doch den Kern meiner Arbeit aus. So ziele ich wie immer auf ein gesundes Gleichgewicht und hoffe auf ein gutes Gelingen bei guter Qualität der Ergebnisse. Das immer wieder wichtige Gleichmaß zu erreichen, ist nicht einfach, aber die Beschäftigung mit meinen naturbezogenen Themen und alle daran anschließenden Projekte helfen mir sehr, diese Balance auch in turbulenten Situationen aufrechtzuerhalten.

Kunsthandwerkliches Erholungspotenzial

Die kunsthandwerkliche Arbeit heute Nachmittag hat nach Wochen permanenter Projektarbeit und umfangreichen technischen Aufgaben wirklich Spaß gemacht. Ein echter Ausgleich, der den Kopf freimacht, weil er eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit und Denken mit sich bringt. Zwar waren die heute bearbeiteten Hölzer nicht gerade einfach und haben einige Widerstände produziert. Aber letztlich konnte ich die aktuell benötigten Stäbe in guter Qualität herstellen. Eine gute Grundlage für die weiteren Arbeitsschritte zur Produktion der Lebensbaum- und Partner-Armbänder. Auch dass es zwar am Nachmittag schön hell, aber nicht zu warm war, hatte gewisses Erholungspotenzial.

Ausgleichende Wirkungen der äußeren Natur

Das Schönste an diesem Tag war eindeutig die strahlende Sonne und der wolkenlose Himmel. Bei ziemlich kühler Luft hat das schon an einen richtigen Hoch-Frühlingstag erinnert, mit einer gewissen von außen motivierten Gelassenheit, die unter den Menschen spürbar war. Ansonst verlief der Tag in der hektischen und zermürbenden Logik, die wir in den letzten Wochen im Übermaß erleben mussten. Geprägt von formalem Denken, Skurrilitäten des Gesundheitswesens, Überforderung der Verantwortlichen und einer allgemein wahrnehmbaren Abkehr von der praktischen Vernunft. Die kurzen Fahrten durch die Vorfrühlingslandschaft und das Beobachten der ersten Frühlingsanzeichen im Vegetationszyklus der Bäume sind an solchen Tagen für mich ein Ausgleich, der alles verträglicher und schöner erscheinen lässt, was ohne das völlig unverdaulich wäre.

Möglichst weit weg von kultureller Überformung

Auflösung und Verzögerung, dieser Tag war wieder einmal, wie so oft in jüngster Zeit, von einem Wechsel zwischen Gewissheit und Intransparenz, zwischen flüssigen Abläufen und stockenden Prozessen geprägt. Ein Wechsel, der in unsere immer regellosere Zeit zu passen scheint. Wie wenn es darum ginge, Übung im Umgang mit diesen Zuständen zu gewinnen, vielleicht um sie besser ertragen zu können, wo sie doch vermeintlich zum festen Erfahrungsschatz geworden sind und ihnen eine gewisse innere Notwendigkeit zu eigen zu sein scheint. Kann sein, dass ich damit übertreibe, aber dieser Eindruck drängt sich zunehmend auf. Umso erholsamer und ausgleichender sind Erfahrungen und Begegnungen, die sich auf ganz anderer Ebene bewegen. Vor allem naturbezogene Erfahrungen und Begegnungen, die möglichst weit von kultureller und kommunikativer Überformung entfernt sind. Wenn das Bewusstsein für den ausgleichenden Wert dieser Dinge wieder zunimmt, haben auch die im Baumtagebuch verarbeiteten Themen rund um das Mensch-Baum-Verhältnis wieder eine Chance und können dann wieder bereichernder wirksam werden.

Größere Wahlfreiheit während der Auszeiten

Gesundheitsfragen, Waldnymphen, Textentwicklungen, Konzepte, grafische Bearbeitungen und jede Menge Kodierung. Zurzeit ist mein Arbeitsalltag extrem gemischt. Abwechslungsreich mit wechselnden Schwerpunkten ist es zwar immer. Aber diese recht gleichgewichtige Durchmischung ist durchaus nicht Routine. Dass das möglich ist, finde ich wohltuend, auch wenn es ein Stück weit mit der Erkältungswelle zu tun haben dürfte und mit der Tatsache, dass ich aufgrund dessen die Anteile selbst besser gleichgewichtig aufteilen kann. Na ja, das passt im Übrigen auch ganz gut zu der kurz bevorstehenden Fastnachtszeit, die ebenfalls immer schon von dieser größeren Wahlfreiheit gekennzeichnet war.

Aus den Tiefen die Ruhe und das Gleichgewicht wieder hervorholen

Da gibt’s immer noch viele Aufgaben, die bis zum Jahresende abzuarbeiten sind. Aber der Berg hat sich auch schon ein wenig gelichtet, wird überschaubarer. Wäre gut und wünschenswert, wenn sich etwas mehr Freiraum kreativ nutzen ließe. Ich werde das auf jeden Fall für die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit versuchen, die nur mit mehr Zeit und Muße wirklich sinnhaft wird. Und ich hoffe, dieses Jahr wird das in möglichst ausgewogener Form möglich sein. Die allerorten und in allen Kommunikationen feststellbare Unruhe und Orientierungslosigkeit scheint dem zu widersprechen oder dem sogar entgegenzuarbeiten. Aber ich bin sicher, mit einer gerade zur Weihnachtszeit eher günstigen Hinwendung zu Basisthemen wie unserem Verhältnis zur Natur, zu den Bäumen, zu den Grundprinzipien des Lebens, den Themen rund um Werden und Vergehen, kann auch sich wieder mehr Ruhe und Gleichgewicht in unseren Seelen ausbreiten – die Ruhe und das Gleichgewicht, das immer schon in uns ist, das aber immer öfter mit Bewusstsein und Anstrengung hervorgeholt werden muss.

Ruhe, Weihnachten und hoffnungsvolle Symbolreflexion

Lange habe ich die Ruhe eines Sonntags so genossen wie in den letzten Wochen. Und es war in diesen Wochen auch regelmäßig so, dass nach einer durchweg arbeitsintensiven und sehr geschäftigen Arbeitswoche inklusive des Samstags der Sonntag die erste und einzige Ruhephase möglich gemacht hat. Wenn es gelingt, das bis in die Weihnachtszeit hinein so umzusetzen, fände ich das toll. Noch toller natürlich, wenn die Weihnachtszeit insgesamt von weniger Geschäftigkeit gezeichnet sein könnte. Überhaupt richtet sich mein Blick jetzt wieder stärker in Richtung Weihnachten. Nicht nur, weil jetzt bestimmte Kommunikationsaufgaben Weihnachten zum Thema haben und die Zahl dieser Aufgaben bis Ende November noch weiter zunehmen wird. Auch weil die Bedeutung der Weihnacht in diesem Jahr willkommener und wichtiger als jemals zuvor erscheint. Da lohnt es sich besonders, gut vorbereitet und mit so viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wie möglich die Zeit vor und um Weihnachten zu gestalten. Der Weihnachtsbaum ist nur ein, wenn auch sehr prominenter, Höhepunkt in dieser Symbolreflexion. Natürlich gehören zahllose eindrucksvoll andere Symbolformen dazu, und es gehört die weihnachtliche Geschichte dazu, in der so viel Hoffnungsvolles für alle steckt, die in christlicher Weise erzogen wurden, aber auch viele andere, die sich dem spirituellen Zauber der Weihnacht kaum entziehen können. Weihnachten und seine Symbole können mehr denn je einen wirklichen fortschrittlichen Unterschied gegenüber Hoffnungslosigkeit, Angst, Intoleranz und Orientierungslosigkeit machen.

Ausgewogene Weltsicht und gleichgewichtiges Denken

Ich hätte nicht gedacht, dass das Thema Sitzmöbel ein derart umfangreiches wäre. Tatsächlich bin ich nur deshalb aktuell damit konfrontiert, weil der bestimmt 30 Jahre alte Bürostuhl aus allen Nähten geplatzt ist und rein oberflächlich so nicht mehr verwendbar war. Die kostengünstigen Alternativen haben sich als nicht akzeptabel herausgestellt. Deshalb jetzt die Suche nach einer langfristig gesunden Lösung. Die Auswahl und das Funktionsspektrum in diesem Bereich ist schier endlos, und dennoch muss ich mich zu einer der Alternativen durchringen, damit langes Sitzen gesund bleibt und keine Schäden verursacht. Natürlich wäre es insgesamt noch besser, parallel die Sitzdauer zu verkürzen. Das ist nur arbeitstechnisch schwierig zu realisieren. Umso wichtiger sind für mich immer schon die Auszeiten, die es mir ermöglichen, mich in der (Baum-)Landschaft zu bewegen. Das bedeutet schon ein Stück Lebensqualität, weil Bewegung dabei mit Eindrücken kombiniert ist, die nur die natürliche Umgebung bieten kann. Ein wirkliches Kontrastprogramm, das hilft, die Weltsicht und das Denken komplett und ausgewogen zu halten.

Die Wohltat zeitloser Themen

Auch wenn es zwischendurch kommunikative Flautephasen bei den Wunschbaum-Projekten gibt, ist es doch wohltuend festzustellen, wie konstant allein aufgrund des Themenfeldes die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Angebote doch ist und bleibt. Bei einem Projekt, das in seinen ersten Ausformungen nun schon seit über 20 Jahren im Raum steht und übers Internet weite Verbreitung gefunden hat, ist das doch als Erfolg zu werten. Gerade solche Konstanten sind selten geworden. Insbesondere in diesen Krisenzeiten, in den wir jetzt leben und an denen wir uns abarbeiten und erschöpfen, können die zeitlosen Themen eine Erholung sein. Sie können auch helfen, die anderen, im Alltags unaufhörlich uns entgegentretenden besser zu verarbeiten und zu steuern. Ich hoffe, das Themenfeld und die reiche Symbolik und Ästhetik der Bäume bleiben mir noch lange erhalten. Und es gelingt mir, die darauf aufbauenden Projekte immer wieder zeitgemäß und sinnvoll weiterzuführen.

Den Rest-Sommer für Freiluftarbeiten nutzen

Für die zweite Wochenhälfte stehen wieder verschiedene Holzarbeiten aus der Wunschbaum-Manufaktur an, mit denen ich heute schon gestartet bin. Der Nachmittag war genau richtig, um die schon erkennbar ansteigende Außentemperatur mitzunehmen, bei der die Arbeit im Freien viel besser von der Hand geht, vor allem, wenn noch das Sonnenlicht hinzukommt. So kann ich morgen gleich mit einem Lebensbaum-Armband diese Arbeit fortsetzen, woran sich voraussichtlich Wunschbaum-Kombinationen mit seltenen Kombinationswünschen anschließen. Genau die richtige Parallelarbeit zu den sonst den Arbeitstag bestimmenden Kommunikationsaufgaben, gerade jetzt, wo der Sommer zurückkehrt und wir alle die Möglichkeit, draußen zu arbeiten, noch so lange wie möglich nutzen wollen. Der Umzug ins Kelleratelier ist dann gar nicht mehr so weit entfernt, meist im Oktober, und jetzt geht’s schon in Richtung Mitte August. Es ist ein wenig erschreckend, immer wieder, wie schnell der Sommer auf einmal zu Ende gegangen ist. Ich versuche, diese Wochen so intensiv wie möglich auf mich und meine Arbeit wirken zu lassen.