Zwischen technischen und sozialen Aufgaben in den Vollfrühling

Gut, dass zumindest bei den techniklastigen Aufgaben nach Monaten gerade ein Rückgang festzustellen ist. Denn familiäre Beanspruchungen sind gleichzeitig intensiver geworden und erfordern viel Zeit, die ich sonst vermutlich nicht so leicht freiräumen könnte. Aber ganz richtig ist das näher betrachtet dann doch nicht, denn gerade beim Baumtagebuch steht ein technisches Upgrade bevor, das ich heute schon einmal vorbereitet habe, indem ich verschiedene integrierte Softwarekomponenten auf die neuesten Versionen aktualisiert habe. Das eigentliche Update sollte darauf gut aufbauen können. Und vielleicht bringen die neuesten Versionen ja auch noch einen Tick bessere Performance, was nie schaden kann, weil es die Wirkung der vermittelten Inhalte verstärken kann. Wir richten den Blick jetzt in Richtung des kommenden Feiertags, der für Pfingsten typisch sehr sonnenreich ausfallen soll. Dazu passt auch perfekt eine kreativ-dokumentierende Aufgabe, die ich zuvor am Pfingstsamstag umsetzen kann.

Frühling, Motivationsverstärkung und Selbstspiegelung

Mit Annäherung an den Maifeiertag laufen eine Reihe von Aufgabensträngen zusammen, die mich lange beschäftigt haben. Ganz abschließen kann das umfangreiche Updateprojekt voraussichtlich noch nicht vor dem Feiertag, aber zumindest ist jetzt ein Abschluss in Sichtweite. Was auch bedeutet, dass ich mich neuen oder gerade begonnenen Projekten stärker widmen kann. Das passt ganz gut zum Frühling und der Verstärkung, die durch die grünenden und blühenden Bäume von außen auf uns wirkt und die sich so unmittelbar in kreatives Arbeiten umsetzen lässt. Ich meine schon, dass die Jahreszeiten starken Einfluss auf unsere Motivationen haben und wir das auch bewusst verstärkend nutzen können, oder auch abschwächend, wenn es eher darum geht, zurückzuschalten, Geschwindigkeit, Hektik, Erschöpfung zu reduzieren. Dann kann die Orientierung an den abbauenden und neu aufbauenden Jahreszeiten im Herbst und Winter wiederum förderlich wirken. Wichtig ist eben die Aufmerksamkeit und das geübte Sich-Spiegeln in dem, was uns der Kosmos und die natürliche Erde um uns herum einfach so entgegensetzt und entgegenbringt.

Ein emotional zwiespältiger Start in den Frühling

Der einundzwanzigste März. Da fallen starke Zahlensymbolik und Frühlingsanfang zusammen. Eigentlich gute Voraussetzungen. Aber der Tag war im Ergebnis dann doch nicht im positiven Sinne besonders. Eher problembelastet und das Nervengerüst belastend. Ich freue mich dennoch, vielleicht gerade wegen der Wirrungen in diesen Tagen, auf den Frühling und alles, was er uns an Öffnung nach außen, an Umkehr der Orientierungsrichtung von Innen nach Außen anbietet. Nur die Gelegenheit, diesen Rahmen zu nutzen, müssen wir schon noch finden. Wenn es gelingt, sind wieder mehr Erkundungen der Baumlandschaft, mehr Beobachten und Fotografieren der jahreszeitlichen Veränderungen im Zuge des Grünens, Blühens und Fruchttragens v. a . der Bäume für mich möglich. Allein das ist eine gute Basis, auf der man alle die komplizierten sozialen und kommunikativen Aufgaben besser ausfüllen und auflösen kann.

Erholsame Aktivitätenwechsel

Nach Routinearbeit und einem kurzen Ausflug mit u. a. fotografischer Aktivität kann ich jetzt in ein Wochenende starten, das mit kunsthandwerklicher Feinarbeit beginnt. Das wird wohl den Großteil des Samstags ausfüllen, zumal ich mit dem umfangreichen Auftrag vorankommen will und ich am Wochenende eher länger dranbleiben kann. Bei den wieder frostigen Temperaturen ist die Arbeit im Kelleratelier auch die angenehmere Alternative. Bin gerade froh, gerade nicht in der kalten Außenluft arbeiten zu müssen. Ich freue mich über diese zwischenzeitliche intensive Begegnung mit 8 Lebensbaum-Arten, bevor die neue Woche wieder mehr virtuelle und technische Aufgaben in Aussicht stellt.

Neujahrsvorhaben und prekäre Motivationslagen

Nun werde ich die angefangene kunsthandwerkliche Arbeit doch weiterführen können, die zuletzt im Ungewissen gelegen hatte. Das freut mich, auch wenn dieser Jahresanfang alles andere als motivierend daherkommt. Es ist ein punktuelles Aufblitzen zu beobachten, aber das verglüht meist schnell wieder. Immerhin bin ich gut darin geworden, die kurzen Aufwallungen aufzugreifen und zu verstärken. Man muss dann auch den potenziell Interessierten unter die Arme greifen, das Mögliche wahrscheinlicher machen. Mehr Motivationswille bei einer kritischen Masse von Menschen wäre in der Situation hilfreich, so hoffe ich, die glücklichen Momente auch nach außen tragen und motivierend vermitteln zu können. Die kurze Ruhepause zwischen den Jahren habe ich u. a. dazu genutzt, bestimmte Ordnungen wiederherzustellen, Dinge zu sortieren und übersichtlicher zu machen, schon um die eigene Motivation hochzuhalten. Dazu zählten auch meine Bücher, unter denen die Sammlung von Baumliteratur einen großen Anteil ausmacht. Die habe ich wieder besser gruppiert, nicht geschickt platzierte Ordner woanders untergebracht und so meine Schwerpunktlektüre wieder besser in Szene gesetzt und greifbarer gemacht. Das ist belebend und auch ein Anreiz, lange liegend gebliebene Bücher endlich einmal hervorzuholen und durchzusehen. Eines der Vorhaben, von denen ich hoffe, in diesem neuen Jahr endlich wieder Fortschritte zu machen, sind die eigenen Texte zur Baum- und Lebenssymbolik, denen ich gerne einmal wieder neue hinzufügen würde. Mal sehen, ob ich das mit den vielen Aufgaben vereinbaren kann, und vor allem in einem Rahmen, der dem Thema und seiner Bedeutung angemessen ist.

Umfangreiche Aufgaben mit Ruhe zum Erfolg führen

Carolina Reaper Chilis aus eigenem Anbau 2025
Carolina Reaper Chilis aus eigenem Anbau - Detailaufnahme 2025

Ruhig ist dieser Sonntag schon ausgefallen. Aber ich hatte mir so viele Aufgaben vorgenommen, dass er nicht gerade kontemplativ verlief. Vielmehr war ich von Früh bis Spät mit dem Abarbeiten dieser Aufgaben beschäftig. Unter anderem habe ich alle noch an den Pflanzen hängenden Chilis geerntet, leider um festzustellen, dass ein größerer Teil dieses Rests nicht mehr zu verwenden war. Wirklichen Frost, wie wir ihn in den letzten Nächten erlebt haben, hat den meisten Sorten so sehr zugesetzt, dass die Zellstruktur der Schoten kaputtgegangen ist. Beim Aufschneiden entströmte ihnen ein seltsamer Duft, der nicht zu einer gesunden Schotenkonsistenz passte. So habe ich mich auf die eine Sorte in der Weiterverarbeitung beschränkt, die Glockenchilis, die diese Frostnächte noch einigermaßen überstanden haben, u. a. auch weil sie unter Dach standen und „nur“ die tiefe Temperatur, aber nicht auch noch Nässe abbekommen haben. Nun, für die nächsten Jahre wird mir das eine Warnung sein, dass man die Ernte bei den Chilis nicht bis in den November hinein fortsetzen kann. Auch wenn das bedeutet, dass zahlreichen Schoten vorher noch grün geerntet werden müssen. Technische Aufgaben, die noch abzuschließen waren, erneutes Kuchenbacken, Objektfotografie der schönsten Carolina Reaper Schoten, die ich in geringer Zahl ernten konnte, waren weitere Punkte auf meiner heutigen Aufgabenliste. Auch die Vorbereitung für den nächsten kunsthandwerklichen Einsatz, den ich morgen starten will. Aber auch in so viel Geschäftigkeit kann an einem Sonntag mit unwirtlichem Wetter viel Ruhe liegen – wenn es gelingt, sie in der Situation zu pflegen, wohlwissend, dass es auch mit Ruhe zu guten Ergebnissen kommen wird.

Der Mensch ist um der Welten willen da

Nach einer wieder recht anstrengenden Arbeitswoche war der Sonntag erholsam und so ruhig, wie ich ihn mir wünschen konnte. Genug Ruhe, um eine dringend zu erledigende Aufgabe für V. endlich anzugehen und glücklicherweise auch abzuschließen. Eine Aufgabe mehr, die im Zusammenhang mit dem Abschluss des Jahres routinemäßig zu erledigen ist, die aber immer auch Geduld und Sorgfalt erfordern. Ich bin froh, am Nachmittag die Lektüre meines aktuellen Sammelbands mit Mitschriften von Vorträgen Rudolf Steiners fortgesetzt zu haben. Es sind Beiträge aus der letzten Lebensphase Steiners, die erfahrungsgemäß die Inhalte der Lehre noch einmal besonders prägnant und ausführlich vorbringen und wirklich auch für das Verständnis des Gesamtwerks wichtig sind. Interessanterweise kam in mindestens einem der Vorträge auch ein Baum-Beispiel zur Sprache, um einen wesentlichen Gedankengang zu illustrieren. Aber diese Vorträge enthalten überhaupt ganz viele sehr erhellende Einsichten, die mir nicht unbekannt sind, die ich aber so klar dargestellt und ausgeführt selten vorgefunden habe. Hier ein Zitat aus dem in Dornach 3. Februar 1924 gehaltenen Vortrag, das nun wirklich eine ganz umfassende Vorstellung anthroposophischer Anschauung von Welt und Mensch wiedergibt:

„… Und jetzt stehen wir in der Welt und sagen uns, indem wir dieses Erlebnis mit unserem Ätherleib zunächst nehmen: wir sind wirklich nicht bloß für uns in der Welt, sondern die Welt hat etwas vor mit uns; die Welt hat uns hereingestellt, damit sie das, was in ihr ist, durch uns durchgehen lassen kann und es in der von uns veränderten Gestalt wiederum empfangen kann. Wir sind als Menschen nicht bloß für uns da, wir sind zum Beispiel in bezug auf unseren ätherischen Körper für die Welt da. Die Welt hat die Menschen nötig, weil sie dadurch mit ihrem eigenen Inhalte sich immer wieder neu und neu erfüllt. Es ist ein nicht Stoff- aber Gedankenwechsel zwischen der Welt und dem Menschen. Die Welt gibt ihre Weltengedanken an den menschlichen Ätherleib ab, und die Welt empfängt sie im durchmenschlichten Zustande wiederum zurück. Der Mensch ist nicht um seiner selbst allein, der Mensch ist um der Welten willen da. …“

(aus: Steiner, Rudolf: Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren, GA Band 234, Rudolf Steiner Verlag, 8. Aufl. 2024, S. 114)

Kreative Spannung vs. Verpflichtungsanmutung

Eine Holz-Arbeit hat am Nachmittag sich stimmig zum Spätsommerwetter erster Klasse ergänzt. Bei solcher noch moderater Wärme und angenehmer Helligkeit ist die Arbeit mit verschiedenen Lebensbaum-Holzarten eine tolle Sache, vor allem wenn ich sie zwischen die kommunikativen Aufgaben einschieben kann. Dieser Wechsel auch während der Woche und zu allen Jahreszeiten, ist für mich ein Punkt, der mit ausgeglichener Lebensqualität zu tun hat. Und diese Gleichgewichtsthematik begleitet mich schon viele Jahre, ist selbst, wie die Bäume, so ein durchgängiges Lebensthema. Zum Gleichgewicht bei der aktuellen Manufakturarbeit gehört auch, dass es sich mit vier Armbändern für vier Personen einer Familie noch in einem spannenden Rahmen bewegt. Die ursprüngliche Anfrage, die auf die doppelte Zahl abzielte, wäre dann schon wieder überdimensioniert gewesen und mit der Gefahr verbunden, dass etwas eigentlich Spannendes in eine eher belastende Verpflichtung umschlägt. Mir scheint, es ist wichtig, Zugang zu zumindest einem Ausweichterrain oder Tätigkeitsfeld zu haben, bei dem diese Verpflichtungsanmutung nicht so schnell entstehen kann.

Den Bäumen sehr nahe

Tolles Sommerwetter, das hilft bei der ungewöhnlich intensiven Arbeitsbelastung und den vielen kniffligen Herausforderungen. So eine Verstärkung vom natürlichen Umfeld ist da Gold wert und kann gerne in der Form weitergehen. Leider soll es aber ab der Wochenmitte wechselhafter werden, das ganz tolle Sommerwetter macht dann wohl Pause. Ich freue mich auf diese weitere Arbeit, blicke aber auch auf etwas Ausgleich und wieder mehr kreative und handwerkliche Arbeit zwischendurch. Am liebst mit Holz, auch weil ich dann den Bäumen auf eine Art besonders nahe bin.

Wieder sehr techniklastig

Schon wieder so ein extrem techniklastiger Arbeitstag, der wie in letzter Zeit so häufig nicht mehr enden zu wollen scheint. Ich freue mich regelrecht auf das Blumengießen am Abend, weil ich in diesen Tagen so kaum mal an die frische Luft und in Kontakt mit dem Garten, den Blumen, den Gartenbäumen käme. Ist ein bisschen zu viel davon in der letzten Zeit. Ich hoffe, es wir sich bald normalisieren und wir können die Vorzüge der sommerlichen Jahreszeit wirklich genießen und auch jahreszeittypisch nutzen.

Problemzeiten

Ein Tag, der ganz der Problembewältigung auf verschiedenen Gebieten gewidmet war und der umfangreiche Grundlagen für weitere Problemroutinen geboten hat. Immerhin können wir uns auf ein sonnenreiches Wochenende freuen. Dann werden die Bäume einen neuen frühlingshaften Schub machen. Das baut uns ein wenig auf.

Balanceübungen für einen optimierten Aufbruch im neuen Jahr

Im Gespräch heute Nachmittag hat mir J. erzählt, dass der Weihnachtsbaum dort noch nicht abgeschmückt ist. Da werde ich fast neidisch, weil wir nun seit einer Woche die ästhetische Weihnachtszeit abgeschlossen haben. Aber es wäre bei uns auch schwierig zu organisieren gewesen, länger zu warten. Stehen doch so viele Vorhaben an, die mit dem Start ins neue Jahr zu tun haben. Das ist mit weihnachtlicher Kontemplation und Ruhe nicht ganz so gut zu vereinbaren. Aber ganz ist das Thema auch für uns noch nicht abgeschlossen, denn die ganz kleinen Dekorationsobjekte und Figuren haben wir noch nicht verpackt, die haben sich noch länger erhalten, und können von mir aus auch noch eine Weile so verbleiben. Ich freue mich trotz meiner Weihnachtsaffinität sehr über die Chancen und Aufgaben, die mir den rasanten Einstieg in dieses Kalenderjahr ermöglichen. Und ich suche noch nach der optimierten Einstellung, dem optimalen Gleichgewicht zwischen diesem Aufbruch- und Fortschrittsdenken und einer Haltung, die immer auch den Nullpunkt sucht, um Scheuklappen und Einseitigkeiten zu vermeiden. Immer ganz genau das richtige Maß und Verhältnis zu treffen, bleibt schwierig. Aber ich meine, bei dem Versuch zunehmend geschickter zu werden.

Herausfordernde inhaltliche Aufgaben zum Jahresbeginn

Nachdem die Weihnachtszeit und die Zeit der Jahreswende für mich sehr stark von präsentativen Aufgaben, dem Schaffen und Bearbeiten von Bildern und anderen visuellen Formen zu tun hatte, bin ich jetzt, in den ersten Wochen des neuen Jahres, wieder sehr tief in die inhaltliche Arbeit abgetaucht. Das hat auch mit den gerade anstehenden Kommunikationsaufgaben zu tun, die sich überwiegend im Anfangsstadium der Entwicklung befinden und insofern sich zunächst um die inhaltlichen Strukturen drehen. Und da gibt’s vieles, was gleichzeitig oder zumindest parallel im Raum steht – eine auch mit viel Erfahrung durchaus sportliche Herausforderung. Ich freue mich aber auf diese Konstellation, weil es meinen traditionellen Schwerpunkten und Kenntnissen nahe ist und ich bei aller Vielfalt und Neuigkeit doch aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen kann. Den für neue Aufgaben fruchtbar zu machen und zu wirklich originellen Ergebnissen zu kommen, ist eine sehr schöne und aufbauende Erfahrung. Schön ist aber zwischendurch auch zu sehen, dass meine kreativen Erfindungen der jüngeren Zeit auch in so spröden Zeiten wie diesen auf Resonanz stoßen. So zum Beispiel einige meiner KI-Bilderfindungen zu nicht ganz alltäglichen Motivfeldern. Das gibt mir doch ziemlich Hoffnung, auch im Hinblick auf meine eher abstrahierten Weihnachtsmotive rund um das Weihnachtszimmer und den Weihnachtsbaum aus dieser gerade erst zu Ende gegangenen Saison.

Neue Aufbruchversuche

Gut, dass die Herausforderungen umfangreich und die Aufgaben gerade vielfältig sind. Und gut auch, dass das zu Beginn des Arbeitsjahres sich so entwickelt. Denn das steht schon für Anzeichen neuen Muts und neuer Aufbruchversuche nach einer langen Zeit lethargischer Unentschlossenheit. Man muss diese zarten Ansätze insofern pflegen und nach Möglichkeit wachsen lassen. Das sind vegetabile Überlegungen, die eigentlich zum Frühling in der Natur, dem Grünen und Austreiben der Bäume passen würden, nun aber schon im Winter bei sehr ungemütlicher Außentemperatur eine Rolle spielen. In so schwierigen Zeiten sind solche Gegensätze vielleicht aber auch notwendig und sogar hilfreich, um Dinge wieder in Bewegung zu bringen. Warum also nicht frühlingshafter Aufbruch inmitten des Winters. Kein Weihnachtswunder mehr, aber doch noch ein spätes Winterwunder, das uns hoffentlich mit etwa Schwung in dieses Jahr hineinträgt.

Pausenlosigkeit und kreatives Arbeiten

Ein erfreulich ruhiger Sonntag war das. Aber dennoch nicht ohne außerplanmäßige Arbeit, die derzeit unvermeidlich ist. Denn ich arbeite einen Stau allmählich ab, der sich durch angehäufte Aufgaben ergeben hat. Etwas, das gelegentlich in meinem Bereich nicht vermeidbar ist, aber auch nicht den Normalfall darstellt. Das wäre für den kreativen Anteil der Arbeit auch nicht förderlich. Denn Pausenlosigkeit ist nicht unbedingt förderlich für kreative Ergebnisse. So aber kann ich solche Phasen mit Erfahrung und Routine überbrücken. Ich freue mich auf die moderat temperierten Tage des hoffentlich goldenen Oktobers, die noch vor uns liegen. Und auf die Gelegenheit, die sich daraus auch für die Baumfotografie und das Festhalten des Baumherbstes in Fotografien ergeben kann.

Zwischen humorloser Technik und intuitiver Kreativität

Der an sich schöne Frühlingstag war geeignet und brachte die richtige Kulisse, um ein länger bearbeitetes Technikproblem bis zu einem wesentlichen Stadium abzuschließen. Zuletzt hatte ich eine gewisse Routine entwickelt, da ich dieselben allerdings immer wieder unterschiedlich gewichteten Updateprozeduren viele Male wiederholt durchexerziert hatte. Immer wieder mit viel Geduld, Genauigkeit und Sorgfalt, was unerlässlich ist bei Vorgängen, die keine intuitiven Abweichungen und nur jeweils eine bestimmte Lösung zulassen. Das ist schon eine ganz spezielle Denkart, die dort zum Einsatz kommt, um langfristig verlässliche und berechenbare Systeme zu generieren. Leider ist dieses Ergebnis nur mit viel humorlosem Einsatz zu erreichen. Gerade nach solchen Arbeitsphasen freue ich mich ungemein auf wirklich intuitives, spontanes Formulieren, wie in diesem Baumtagebuch, oder formendes Gestalten, wie im Bereich meiner Wunschbaum-Manufaktur. Aber auch in der beruflichen Kommunikationsarbeit geht es oft spontan und intuitiv zu. Manchmal denke ich, dass das langfristig nicht greifen und wirksam sein kann, wenn nicht diese humorlosen, streng technisch gedachten Aufgaben da wären, die mich eben auch oft lange Zeit fordern.

Frühlingsprojekte zwischen Technik und Kreativität

Ich freue mich, in den ersten zwei Monaten des Jahres schon sehr viel Technisches abgearbeitet zu haben. Da sind wahrlich viele technische Aufgaben zu lösen, die mit Updates und Neuentwicklungen zu tun habe und zwingend notwendig sind, um die Stabilität und Wirkung der Projekte optimal zu gestalten. Und außerdem sind die Updates eine wichtige Grundlage für kommende neue Projekte, die so von Beginn an auf dem neuesten Stand aufgebaut werden können. Das wird noch eine Weile so weiter gehen in diesem Frühjahr, aber ich konnte mir auch Luft für künftige Kreativprojekte schaffen, die nun einmal viel Zeit und manchmal auch Ruhe erfordern. Das wird auf verschiedenen Ebenen angesiedelt sein, wie immer im Schwerpunkt inhaltlich, aber auch die Fotografie und Gestaltungsprojekte werden im Mittelpunkt stehen. Und vielleicht rücken dann auch die Bäume und das Holz als inhaltliche und motivische Gegenstände wieder mehr in den Mittelpunkt.

Material aus dem Vorjahr wartet auf Bearbeitung

Im Spätherbst und Winter haben sich die Aufgaben bei mir so stark verdichtet, dass einiges liegenbleiben musste, was ich jetzt im Laufe des neuen Jahres wieder aufgreife und weiterführe. Allerdings ist die Zeit dafür auch noch nicht gekommen. Ich denke nach Durchsicht meiner Fotoarchivordner dabei u. a. an die Durchsicht und Weiterverarbeitung einer Reihe von Fotografien des letzten Jahres, die noch nicht vollständig bearbeitet sind und in denen noch einige Schätze darauf warten, geborgen zu werden. Und auch bei den neu hinzugekommenen Baum- bzw. Hölzerkombinationen der Wunschbaum-Manufaktur sind neue Beispiele vorhanden, deren Abbildungen zunächst freizustellen und dann in die Beispielgalerie zu integrieren sind. Sehr kleinteilige Aufgaben, die genügend Freiraum und Ruhe erfordern, die ich aber heute schon einmal ins Auge fassen konnte.

Basisthemen und Basisaufgaben

Ein Tag mit unverhoffter Auszeit und einigen Auflösungen, die wohltun. Aber wir spüren auch das nahende Jahresende, mit dem viele nicht abgeschlossene Aufgaben auf eben diesen Abschluss warten. Verbunden ist das mit einer nicht ganz vermeidbaren gedrängten Anstrengung: Das eine abschließen, das Neue vorbereiten und damit starten. Ich bin froh um meine Basisthemen und Basisaufgaben, um diese Spannungen gut ausgleichen zu können. Unabhängig von der Jahreszeit und dem, was sonst so abläuft oder vermeintlich gefordert wird.