Die traurige Seite der späten Novembertage

Wir haben an diesem Einundzwanzigsten einen Teil der letzten Gartenarbeiten erledigt. In einer Regenpause, die selten genug geworden sind. Aber das schon größtenteils verrottete Laub der Gartenbäume ist jetzt zur Hälfte in der Grünen Tonne untergebracht und zur anderen Hälfte mit dem Rechen zu zwei großen Haufen zusammengetragen. Viele Blätter fallen jetzt nicht mehr, nur am Ginkgo sind noch einige wenige hängen geblieben, und auch beim Feigenbaum. Aber das Thema Baumherbst ist jetzt schon so gut wie abgeschlossen. Passend zu diesem unwirtlichen Herbsterlebnis mussten heute J. und W. etwas sehr Trauriges verkraften, das sie hoffentlich nicht zu stark belasten wird. Aber das sind eben die Verwirrungen und Verstrickungen des Lebens, zu denen auch solche unverhofften hereinbrechenden traurigen Erlebnisse gehören. In solchen Dingen fällt es dann auch mir schwer, dieser Zeit des natürlichen Abbaus und Rückzugs in der Natur das Positive abzugewinnen, das eben auch in ihm steckt. Nämlich der kommende Frühling, die Wiederbelebung, die im Niedergang schon angelegt ist.

Wiederbelebung des Fortschrittsdenkens

Schön, der Faden von Aufträgen für die Wunschbaum-Manufaktur reißt nicht ab. So kann ich in diesem Jahr eine wieder deutlichere Kontinuität beobachten, es ist nicht mehr ganz so extrem wechselhaft wie in den Jahren zuvor. Vielleicht einer der wenigen Bereich, die nicht so extrem ausfallen. Mehr solche Regelmäßigkeiten und Gleichmäßigkeiten könnten wir alle gut gebrauchen. Man muss sich die Gelegenheiten nur immer häufiger selbst schaffen. Das Erwarten von externen Anstößen kann nur noch enttäuschen. Das Gute: Wir alle sind aufgefordert, unsere manchmal tief innenliegenden, oft schon begrabenen kreativen Ressourcen nach oben zu spülen und zu aktivieren. Bei allem, was an Trauerspielhaftem sonst festgehalten werden könnte, liegt darin vielleicht auch eine Hoffnung, der Ansatz für die Wiederbelebung des Fortschrittsdenkens, das uns vor lauter Dekadenz und Rückwärtsbewegung fast abhandengekommen zu sein schien.

Jede Menge aufholen

Ein Wahnsinns Sonnentag war das heute. Merkwürdigerweise fällt das mit einem Defekt der Solaranlage zusammen. Ansonsten wäre sicher noch mehr Strom gewonnen worden. Seltsame Koinzidenzen sind das, aber das passt irgendwie in unsere Zeit. Mich freut am meisten daran, dass wir nach ewiger Verzögerung endlich ein Gefühl von Frühling haben können. Und dass sich das positiv auf das Wachstum und die Vitalität der Pflanzen auswirkt. Wäre doch gelacht, wenn jetzt die Chilis nicht doch noch ihre Zögerlichkeit hinter sich lassen und kräftig keimen bzw. dass die schon gesprossenen groß und kräftig herauswachsen. Dann können wir nach der umfangreichen Vorbereitung auch die Gartensaison praktisch erleben, das beginnende Grün der Gartenbäume in uns aufnehmen und die Farben der sukzessive blühenden Frühlings- und Sommerblumen genießen. Da gibt’s jede Menge nach- und aufzuholen.

Wieder erholte Zahlensymbolik

Die Einundzwanzigsten werden in jüngster Zeit wieder besser. Zuletzt hatte die Zahlensymbolik an Macht eingebüßt. Umso mehr freue ich mich, dass ich mit der Einundzwanzig wieder etwas Belebendes, Zukunftsgewandtes verbinden kann. Jedenfalls machten die Versuche der Sonne, heute immer wieder sich Bahn zu brechen Mut und lassen uns zuversichtlich auf den morgigen Arbeitssamstag blicken, der der schönste und wärmste Tag des bisherigen Frühlings werden soll. Ideal für die Reinemachaktion rund ums Haus, die bei schlechtem Wetter und vor allem Kälte nicht durchführbar wäre. Vor allem freue ich mich auf das Einläuten der Gartensaison, auch wenn nach dem Saubermachen sicher erst einmal das Schuddelwetter zurückkehrt. Aber egal, es ist dann alles gerichtet, um mit dem Pflanzen der Blumen und des eigenen Gemüses weiterzumachen, sich wieder öfter und länger im Garten aufzuhalten und dort zu arbeiten, uns am Vegetationsfortschritt der Bäume zu erfreuen, die bis zum Spätherbst immer wieder ein anderes attraktives Bild bieten und die Gartenkulisse somit optisch einrahmen.

Erste Baumblütenakzente über Ostern

Wir konnten den Ostersonntag festlich erleben, auch wenn ein Besuch der Ostermesse erst morgen möglich ist. Aber sonst haben wir das Feierliche des Tages in uns aufgenommen und die unverhofft frühlingshafte Sonne genossen, die so gut zum Ostertag passt. Das Gut ist, der zweite Feiertag soll noch mehr Frühling bringen. Auf einem kurzen Erkundungsgang am Abend konnte ich die aktuelle Erscheinung der Baumlandschaft schon mal abtasten, was ich morgen als Anhaltspunkte für die ersten wirklichen Baumfrühlingsfotografien nutzen will. Es gibt bei uns noch nicht viele Frühlingsakzente, was man vor allem beim weiten Blick in den Landschaftshorizont deutlich erkennt. Die Szene erscheint nämlich noch überwiegend bräunlich und unscheinbar. Denn Baumgrün ist erst sporadisch zu erkennen und die Baumblüte beschränkte sich auf meinem Weg auf vornehmlich den Schlehdorn, den Spitzahorn und ganz vereinzelt die Forsythie. Das entspricht durchaus bei uns, von den noch früher blühenden Haselsträuchern einmal abgesehen, dem typischen Bild zum Beginn des Baumfrühlings. Nur ist die Baumlandschaft diesmal sehr spät dran, was vermutlich an den zurückliegenden Regenwochen mit wenig Licht und recht kühlen Temperaturen liegt. Denn z. B. die Spitzahornblüte ist sonst oft schon ca. 3-4 Wochen früher da. Gut ist, dass ich ohnehin erst jetzt zum Fotografieren komme und insofern sogar bessere Chancen auf gute neue Nahaufnahmen von Baumdetails bestehen.

Österliche Symbolik und Frühlingserwachen

Wie geplant habe ich am Vormittag gleich einen Stab für die aktuelle Anfrage bearbeitet. Diesmal wieder ein Armband aus Weidenbaum, eine Art, die ich sehr mag, weil das Holz trotz seiner Leichtigkeit eine solche Energie und Ausdrucksstärke ausstrahlt, wie die Baumart selbst. Ich werde mittelfristig neues Material von der Saalweide organisieren müssen, weil die ursprünglichen Vorräte absehbar nicht mehr ausreichen werden. Und bei der Gelegenheit werden auch weitere schwieriger zu besorgende Arten auf die Besorgungsliste nachrücken. Am Nachmittag war passend zur österlichen Aufbruchssymbolik und auch draußen tatsächlich schon frühlingshaft anziehenden Temperaturen ein wenig Haus- und Gartenarbeit angesagt, die am Karsamstag bei uns eigentlich immer auch dazu gehören. So sind wir für die eigentlichen Osterfeiertage gut vorbereitet, an denen wir uns tatsächlich einfach Frieden und Ruhe wünschen.

Den Frühling erahnend

Die Frühlingswarteschleife hat auch an diesem durchwachsenen und immer wieder zwischen Regen und Sonne wechselnden Tag ihre Fortsetzung gefunden. Erahnend begegnen wir den Vorzeichen des Frühlings, ohne dass er sich im Frühlingserwachen der Bäume bisher gezeigt hat. Jedenfalls nicht so flächendeckend, dass man von einem Wechsel der Jahreszeit schon reden kann. Diese Vorfrühlingszeit hat aber auch ihre Reize, die für mich immer mit konzentrierter Arbeit und gespanntem Planen verbunden ist. Wenn wirkliche Aufbruchstimmung dann kommt, ist man gut vorbereitet.

Mehr Selbstverständlichkeit

Ich hoffe, das Wetter wird sich nun auch vom Regen verabschieden, nachdem die Temperaturen bereits angestiegen sind. Aber ich wünsche mir schon echten Frühling, damit wir wieder mehr Aufbruchstimmung von außen erleben und einiges davon für uns selbst und die Motivation abzweigen können. Außerdem wird die nächste Zeit viel kunsthandwerkliche Arbeit auf dem Programm stehen. Da würde sich Frühjahrssonne ganz gut machen, denn gerade für die ersten Arbeiten draußen sind die Voraussetzungen dabei besser, in den Fluss zu geraten. Etwas mehr Selbstverständlichkeit in der Wahrnehmung könnte eben gerade in dieser Zeit nicht schaden.

‚Frühlingsenergie und Motivation

Der Spaziergang um die Mittagszeit auf meinem Lieblingsweg hat bei der wunderbaren Sonne dieser spätwinterlichen Tage gutgetan. Allein wegen des Lichts und der Luft, aber leider ohne jegliche Farbakzente oder sonstige frühlingshafte Lebenszeichen der Bäume. Alles erscheint nach wie vor grau in grau und lässt den Baumfrühling erst nur erahnen. Wir müssen noch eine Weile auf den großen vegetabilen Neuanfang dieses Jahres warten und versuchen, die Frühlingsenergie in uns selbst zu erwecken, auch ohne die Unterstützung von außen. Wenn die da ist, wird sie uns endgültig mit diesem Jahr versöhnen und den Motivationsstau auflösen – so die Theorie und Erwartung bis jetzt.

Die ersten Ansätze von Frühling genau beobachten

Jetzt erst sehe ich, dass wir heute einen Einundzwanzigsten hatten. War mir nicht aufgefallen, aber zumindest das Wetter war in seiner strahlenden Helligkeit dem Datum gerecht – und hat außerdem noch wunderbar zu einem Fastnachtstag gepasst. Ich erinnere mich gerade am Rosenmontag traditionell an solche Vorfrühlingstage mit viel Sonnenschein. Dieses Jahr also zumindest am Fastnachtsdienstag ein solcher Tag. Ansonsten wirkte die Szenerie eher eingeschlafen, auch nicht ungewöhnlich für diese Ausnahmezeit des Jahres. So kann es sein, dass die Menschen mit dem Beginn der Fastenzeit auch ohne religiöse Motivation wieder mehr innerlich orientiert sind und mehr Aufmerksamkeit für das Soziale im eigenen Umfeld, aber auch für die frühlingshaften Regungen in der Landschaft draußen entwickeln. Mir geht das auch so, und ich schätze es besonders, in diesen Wochen, im Übergang vom Winter zum Frühling, die ersten Ansätze des Wiederauflebens der Bäume und mit ihnen der Natur als Ganze mitzuerleben und diese ersten Schritte sehr genau zu beobachten.

Den Winter hinter sich lassen

Nach diesen geschäftigen Tagen voller unerwarteter Ablenkung und unverhofft notwendigen Erledigungen war der Sonntag wirklich als Ruhetag ein Segen und hat auch so gewirkt. Ich hoffe, die Ruhelosigkeit der letzten Tage setzt sich nicht in derselben Weise fort. Eigentlich ist es mir jetzt schon genug Winter, ein vom Frühling in der Natur begleiteter Neustart ins Jahr könnte gerne kommen. Nur müsste der natürliche Frühling vorlegen, denn die Menschen schaffen zurzeit keine Selbstmotivation, die über das Verwalten des Notwendigsten hinausgeht. Es bedarf einer Verstärkung von außen, die mit dem ersten Grün der Bäume und erst recht mit den ersten farblichen Blütentupfern in der Baumlandschaft quasi automatisch kommt. Mögen wir den Winter bald schon hinter uns lassen können.

Wenn das Reden über Bäume besonders viel Sinn macht

So viele außerplanmäßige Exkursionen, die viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen. Aber am Ende dient es doch einer Klärung der Situation und wirkt langfristig beruhigend und heilsam. So ist das auch mal in Ordnung, zumal der aktuell zurückhaltende Kommunikationshabitus solche eigentlich ungeplanten Aktivitäten eher möglich macht. Das eigentlich Kräftezehrende ist nicht diese Abweichung vom Gewohnten, auch nicht der ungewöhnliche Zeitverlust. Es ist vor allem das Weniger an Zeit für die unabhängig von Ausgleichsmaßnahmen aufbauenden, zukunftsgerichteten und fortschrittlichen Aufgaben. Das ist vielleicht das größte Drama dieser von Krisen gezeichneten Jahre, dass man bestenfalls auf der Stelle tritt, allzu oft aber eher Rückschritte machen muss oder gemachte Rückschritte wieder aufholen muss. Für eine wirkliche Weiterentwicklung die vor allem von positivem Fortschritt geprägt ist, könnte wir bei den aktuellen Zuständen eigentlich nach einem Zeitsprung vor ungefähr hundert Jahren weitermachen – wenn, was dazwischen alles geschehen ist, nicht andere Lerneffekte gehabt hätte und eigenen Sinn gemacht hätte. Ich kann mir vorstellen, dass wir aus der Beschäftigung mit zeitlosen Themen, die grundlegende Lebenssymbolik betreffen, am ehesten aus diesem Rückschritt- und Aufholkontinuum wieder herausfinden können. So ist heute mehr denn je das Reden über Bäume und andere Symbolsysteme oder archetypischen Symbolformen richtiger und wichtiger denn je geworden.

Motivationsverstärkung und Themenpfade

Zurzeit mischt sich die anhaltende von Krisenwahrnehmung und -erleben bestimmte Lethargie mit sporadischer Geschäftigkeit, durchaus auch gepaart mit echten Vorhaben für den weiteren Verlauf des Jahres. Solche Ansätze greife ich sehr gerne auf und versuche sie gewissermaßen zu verstärken, um den Schwung mitnehmen zu können. Man könnte meinen, dass sich viele Menschen diese Unterstützung, diese Verstärkung wünschen, weil sie untergründig das Gefühl haben, die Dinge müssten sich einmal schneller und stärker bewegen als zuletzt. So freue ich mich, einige jetzt aufgenommene Fäden weiterspinnen zu können, auf unterschiedlichen Gebieten. Dazu gehören auch Möglichkeit zum kreativen Ausarbeiten von Projekten, eigenen wie von außen an mich herangetragenen. Und dazu gehören die auch im Baumtagebuch so häufig angesprochenen Basisthemen rund um Naturwahrnehmung, Persönlichkeitsspiegelung und unsere ökologische Sensibilität, die im Umgang und der Reflexion rund um die Bäume so schön durchgespielt und ständig wieder aktualisiert werden kann. Wenn mich einige auf diesem Themenpfade begleiten, freue ich mich.

Zeitloses Themenbewusstsein für den Aufbruch im neuen Jahr

Auch wenn es oft o scheint, als ob die Dinge nicht so richtig vorangingen, wirkte dieser Januar auf mich doch sehr ausgedehnt. Ich kann nicht sagen, dass die Zeit verflogen wäre. Sie war vielmehr vollständig ausgefüllt und intensiv genutzt, um vieles anzustoßen, in die Wege zu leiten, aber auch noch einiges aus der Vergangenheit zu klären und aufzuarbeiten. Eigentlich arbeitstechnisch ein guter Start in dieses Jahr. Nur kommunikativ und atmosphärisch passt das Erlebte nicht so recht zu diesen doch ganz ermutigenden Eindruck. Es war schon oft ein Gradmesser für die globale Stimmung, ob und inwieweit sich die Menschen mit zeitlosen Themen beschäftigen, eben solchen, wie sie täglich Gegenstand dieses Baumtagebuchs sind. Die Aufmerksamkeit darauf schwankt, das Interesse an themenbezogener Interaktion ebenso. Auf dem Gebiet gibt’s in diesem Jahr noch viel auf- und nachzuholen. Wäre schön, wenn die Wunschbaum-Projekte ein wenig dazu beitragen könnten.

Mit Direktkommunikation gegen die Krise

Von der winterlichen Baumlandschaft mit von Pulverschnee vollständig ummantelten Baumkronen, die mein Januar-Kalenderblatt zeigt, sind wir im richtigen Leben weit entfernt. Echten Schnee hatten wir nur einen Tag lang, und der war eher vereist und bis zum Abend auch wieder verschwunden. Stattdessen erleben wir trübes Schmuddelwetter mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und zeitweisen Nieselregen. Nicht gerade die natürliche Kulisse, bei der ein dynamischer Start in dieses Arbeitsjahr befördert wird. Und so begegnen mir auch jetzt Ende Januar die Menschen noch – wie wenn sie auf etwas warten, um richtig in Aufbruchstimmung zu kommen. Man kann auch sagen, dass sich die Anmutung der beiden Vorjahre weiter fortsetzt, mit ungewissen Perspektiven und Aussichten, dass uns die Verarbeitung der Multi-Krise künftig besser gelingt. Ich bin froh, dass mir trotz allem die Lust und Fähigkeit zum kreativen Arbeiten nicht verloren geht und ich auch in trüber Umgebung immer wieder Glanzlichter setzen kann. Ich denke auch, dass einiges davon vermittelbar ist und gewissermaßen überspringt – wie in einer Art Direktkommunikation.

Bäumische Vorzeichen und Zukunftsperspektiven

Jetzt wird’s doch noch richtig Winter, mit dem ersten echten Schnee für dieses Jahr. Allerdings ist er bei uns nicht wirklich liegengeblieben, war wohl eher nass, und kalt genug ist es auch nicht, um ihn zu konservieren. Mit unserem Holzbrandofen fühlen wir uns bei solchem Winterwetter natürlich besonders wohl. Traurig nur, wie schnell der Holzvorratshaufen zuneige geht, und dass wir möglicherweise doch noch früher als erwartet Nachschub herbeischaffen und ofengerecht kleinsägen müssen. Auch mit sonstigen Vorräten habe ich uns heute wieder eingedeckt, mindestens für die nächsten 14 Tage, in denen ich mich erneut in meine Kommunikationsprojekte vertiefen und mir zusammen mit meinem Umfeld einen richtigen Einstieg in dieses im Vergleich zu den Vorjahren nicht minder merkwürdiges Jahr erarbeiten kann. Ich denke, wir warten alle immer noch auf den Ruck von außen, der nicht kommen soll. Auch auf ein Ende der stetigen Ausnahmesituationen und Abweichungen vom Gewohnten. Mehr Normalität und damit wieder mehr Zeit und Freiheit für wirklich Zukunftsgerichtetes. Ich werde den Zeitpunkt für einen wirklich zuversichtlichen Neustart erkennen, wenn die Menschen den Bezug zu den lebenden Bäumen wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Solche Dinge sind Voranzeiger von Veränderungen und Entwicklungen, die sich im Alltagsleben und der Routineinteraktion erst viel später an die Oberfläche bewegen.

Warum der Sommer im Juni am schönsten scheint

Nun endet der Juni mit einem doch überdurchschnittlichen Sonnenstundenergebnis. Zwar ist es kein Spitzenwert, da gab es schon Jahre mit noch mehr Sonne im Juni, aber die bisherige Bilanz im Vergleich zum Vorjahr deutet doch eine Steigerung an, wenn das zweite Jahr nicht geringer ausfällt. Ein bisschen wehmütig bin ich schon, weil der Juni für mich eigentlich die schönste Phase des Sommers markiert. Wenn die Vegetation sich im erkennbaren Aufbau befindet und merklich an Volumen und Masse zulegt. Wenn so vieles, je nach Art unterschiedlich, gleichzeitig passiert: Grünen, Blühen, Frucht tragen und manchmal auch schon vergehen, was bei manchen Arten den Herbst vorwegnimmt. Aber die dominanten Vegetationsmarken sind eben die Bäume. Und die präsentieren sich um diese Zeit fast ausschließlich in dichtem hellem Grün, das aber im weiteren Verlauf des Hochsommers in ein sattes Dunkelgrün übergeht. Und das ist eben schon der Höhepunkt des Hochsommers, der den nahenden Herbst erahnen lässt. Deshalb ist mir der Juni eben am liebsten, weil man im Rausch des Aufbruchs noch nicht an den Abschied denken muss und die Perspektive der Sommersonnenwende eben noch überwiegend vor sich hat.

Motivierende Kompensation von außen

Ganz gut war es, dass wir heute mal einen leichten Temperaturrückgang, etwas milden Regen und einen bedeckteren Himmel erlebt haben. Denn die Temperaturen werden in der nächsten Woche deutlich ansteigen, auf fast sommerliches Niveau. So konnten die Pflanzen nochmal genug Flüssigkeit aufnehmen und werden, unterstützt durch das abendliche Gießen, diesen Eintritt in die Hochzeit des Frühlings besser verkraften können. Uns Menschen wünsche ich einen Motivationsschub durch den sichtbaren und nun auch spürbaren Frühling. Denn diese Zusatzmotivation ist zurzeit sehr notwendig. Hilfe von außen kann da etwas kompensieren, was die Menschen aus ihrem Inneren heraus derzeit nicht mehr überzeugend hervorholen können.

April, Frühling und Naturbewusstsein

Wie war das: Der April macht, was er will. So scheint es tatsächlich aktuell zu sein, denn gerade schneit es dicke nasse Schneeflocken. Wie ein unpassender Nachklang des Winters und nur dadurch zu ertragen, dass für die Karwoche Frühlingswetter angesagt ist. Also der letzte Ausläufer der Übergangszeit. Die Gartensäuberungsaktion werden wir aber wiederum nicht vor Ostern realisieren können. Dazu wird es in der Karwoche noch zu unstabil sein. Ich hoffe aber auf einen wirklichen Aufbruch der (Baum-)Frühlings in der Woche danach. Und darauf, dass der Neuanfang im Zyklus der Natur auch die Menschen wieder zuversichtlicher macht. Den Einfluss ökologischer Faktoren habe ich in den letzten Jahren als immer präsenter und entscheidender wahrgenommen. Es wäre gut, wenn ein Bewusstsein dieser Zusammenhänge weiterverbreitet wird, denn so lassen sich Wirkungen antizipieren und ein individueller Ausgleich beschleunigen.

Die produktive Zeit des Vegetationszyklus

Die Sonnenstundenbilanz dieses Monats hatte ich zuletzt nicht mehr genau im Blick. Aber ich schätze, sie wird eher durchschnittlich ausfallen und wohl besser als die des kommenden April, der gleich mit typischem Aprilwetter startet. Nicht vorteilhaft für die grassierende Erkältungswelle. Ich hoffe, der Baumfrühling wird dennoch nicht mehr lange auf sich warten lassen und diese kühlere und nasse Übergangsphase wird den Pflanzen eher guttun, bevor sie in die produktivste Zeit des Vegetationszyklus wiedereintreten. Und mit dieser produktiven Pflanzenzeit wird auch wieder mehr Leben in die Menschen einziehen und wir werden ein Stück weit die lähmenden und hemmenden Umstände dieser Krisengegenwart beiseiteschieben können.

Auf frühlingshafte Entspannung zugehen

Der Frühling will noch nicht kommen. Vorher müssen wir noch durch eine Phase mit Regen und Wind, Stürmen und der ekligen Seite des Spätwinters. Aber die Zeichen stehen auf Frühling, auch atmosphärisch unter den Menschen. So ist dieser Übergang besser zu ertragen, auch weil in Bezug auf die große Krise wirkliche Entspannungszeichen am Horizont erkennbar werden. Ich freue mich über die relativ geringe Ablenkung von meiner Kommunikationsarbeit in diesen Tagen, und auf die vielen Projekte, die im Verlauf des Frühlings ihren Höhepunkt erreicht haben werden. Mit dem Grünen der Bäume, dem beginnenden Blühen vieler Pflanzen ist das Umfeld einer kreativen und ausfüllenden Arbeit ein förderliches und entspannendes.

Unerwartete Aufbruchtendenzen im Vorfrühling

Wenn ich von gewissen Regungen ausgehe, die ich in diesen Tagen vermehrt in der Kommunikation feststelle, vor allem solchen, mit denen ich zuletzt nicht mehr rechnen konnte, könnte ich die Vorboten des Frühlings vermuten. Es ist diese Ahnung von Aufbruch und Neuanfang in der Vegetation, die normalerweise die Vögel als erste wagen, auch bestimmte Pflanzen oder die Blüten bestimmter früher Baumarten wie dem Haselstrauch, die tatsächlich aktuell von Menschen auszugehen scheint. Dieses Vorausschauende, das noch nicht von einem tatsächlichen Beobachteten ausgehen kann, sondern Traditionen und traditionelle Erwartungen, z. T. auch Selbstmotivationen nach langer Krisenkommunikation bemüht, kommt in dieser Form für mich überraschend. Aber gerade diese Überraschung wirkt auch aufbauend und macht Hoffnung, dass sich eine globale Stimmungsaufhellung breit machen könnte.

Zarte Ansätze von Normalität

So langsam scheinen die Lebensgeister in diesem neuen Jahr doch zu erwachen. Jedenfalls konnte ich heute verschiedene Signale vernehmen, die anzeigen, dass es vereinzelt Pläne und Vorhaben gibt, hinter denen auch ein Interesse und die Andeutung von Zuversicht stecken. Das macht mich dann auch zuversichtlicher, nachdem der Blick in die nähere Zukunft zuletzt eher trüb zu sein erschien. Insbesondere wenn die Nachfrage nach Symbolen des Lebens, wie aktuell in Anfragen für Baum-Holz-Armbänder zum Ausdruck gebracht, wieder erkennbar wird, ist das für meine Sphäre schon ein Hinweis auf Regungen, die über die bloße Überlebenslogik hinausgehen. Auf das kommt es mir vor allem an, und darum, solche zarten Ansätze von vorkrisenhafter Normalität zu hegen und wachsen zu lassen.

Zwischen Selbstermutigung und Aufbruch

Das war ein Einundzwanzigster, der endlich wieder seinem Namen Ehre machte. Tatsächlich konnte ich heute eine Häufung von Signalen wahrnehmen, dass so etwas wie Aufbruchstimmung und wachsende Zuversicht im Raum steht. So als ob die Menschen wieder Mut hätten, Neues anzugehen, was bislang vielleicht aus Gründen der fatalistischen Unentschlossenheit liegengeblieben war. Nicht verwunderlich ist für mich, dass nach so langer von Krise geprägter Stimmung die neue Zuversicht etwas Unkonkretes hat und sich meist noch nicht greifen lässt. Einiges davon hat rein symbolhaften Charakter, den Anschein von Selbstermutigung mit unbestimmtem Ziel. Aber in diesen Fällen kann ich ja kreativ sein und unkonkreten Gedanken eine abgrenzbare Richtung aufzeigen. Einer von mehreren Anhaltspunkten für die Einschätzung ist auch eine plötzlich wieder geweckte Aufmerksamkeit auf meine bäumischen Symbolformen. So habe ich gleich eine Reihe neuer Anfragen zu bedienen, mit spannenden Kombinationen bekannter heimischer Baumarten.

Belebender Vollfrühling

Nach drei Supersonnentagen hintereinander war dieser Mittwoch „nur“ mit überdurchschnittlich viel Sonne gesegnet. Von mir aus kann das noch länger so weitergehen, zumal es trotzdem nicht so aggressiv heiß und unangenehm schwül wie im Spätsommer ist, sondern eben jene angenehme Frühsommer- oder, wie es im Wetterbericht hieß, Vollfrühlingswärme vorherrscht. Ich freue mich auf gute Wachstumsbedingungen für alles, was grünt und blüht. Und auf kosmische Unterstützung für die Belebung der Lebensgeister und des Gemüts, die wir nach langer Krisenverarbeitung so dringend benötigen.

Im Spiegel des natürlichen Aufbruchs

Nochmal ein schöner, wenn auch schon etwas kühlerer Maitag. Wäre erfreulich, wenn sich dieses Wetter fortsetzte, aber es sind zunächst ungemütliche Tage vorausgesagt. Da scheint es fraglich, ob der Super-Sonnenmonat des Vorjahres wieder erreicht werden kann, nachdem auch der April nicht ganz so sonnenreich war wie in 2020. Aber es kann ja nicht immer nur Steigerungen geben. Ich freue mich auf diesen Frühling, der verbreiteter Krisengestimmtheit hoffentlich etwas Belebendes entgegensetzt. Und auf alles, was sich im Spiegel der Bäume an Aufbruch und Neuanfang ablesen lässt. Das strahlt automatisch ab, wenn man genügend Aufmerksamkeit mitbringt. Die Voraussetzungen für aufmerksameres Wahrnehmen der einfachen Dinge in der natürlichen Umwelt scheinen besser denn je.

Vegetativer Aufbruch und Osterstimmung

Den zweiten Osterfeiertag habe ich kontemplativ genutzt. Denn so ein Feiertag hat eben besondere Qualität, die man dann für die ruhige Betrachtung und Reflexion nutzen kann, wenn die Witterung einen Ausflug schwierig gestaltet. Ich denke, die vereinzelten Schneeflocken und das typische Aprilwetter stellen ein schnell vorübergehendes Intermezzo dar. Bald wird der Baumfrühling sich in geballter Kraft zeigen und der Gesamteindruck der Baumlandschaft ein überwiegend grüner sein. Bei den Fotografien von gestern waren es noch Farbtupfer mit wenig jungem Grün. Aber das kann sich quasi über Nacht ändern, so dass auf einmal über die Hälfte der Zweige mit Grün und Blüten besetzt sind. Darauf freue ich mich, denn es hebt die Stimmung und lässt in uns die Aufbruchstimmung wahrscheinlich werden, für die das Osterfest in einem universellen und tiefgehenden Sinne steht.

Wenn der Sinn in uns arbeiten kann

Untätig waren wir an diesem Karfreitag nicht, aber der Tradition und dem Sinn folgend haben wir uns schon an die besonderen Regeln an diesem Tag gehalten. Die tiefe Bedeutung der einzelnen Ostertage ist fest in uns verankert, dennoch erleben wir die Tage in jedem Jahr auch individuell und durchaus unterschiedlich. Dieser Karfreitag hatte für mich nichts von dem Niedergeschlagenen und Angreifenden in manchem früheren Jahr. Es war mehr ein bewusster, ruhiger Feiertag, an dem es uns gelang, den Sinn in uns arbeiten zu lassen. Dass uns das Sonnenlicht heute noch nicht verlassen hat, hat diese Anmutung äußerlich unterstrichen, auch wenn – ebenfalls passend – der Blick nach draußen ansonsten wenig von frühlingshaftem Aufbruch erkennen ließ. Darauf können wir uns vielleicht dann ab oder kurz nach Ostern freuen.

Baumlandschaft in der Zwischenzeit

Das ist eine dieser Zwischenzeiten, in der die Baumlandschaft sich auf keine Richtung einigen kann. Beim Gehen durch die sonnenbeschiedene Landschaftsszene am frühen Nachmittag ist es vor allem das Licht, das sich selbst feiert. Nichts an den Bäumen tritt in besonderer Weise hervor, alles sehr grau und unscheinbar. Noch keine Blätter an den nicht immergrünen Bäumen und Sträuchern. Außer beim Haselstrauch und den Erlen keine Blüten. So erscheint alles noch winterlich, nur eben in Sonnenlicht getaucht. Das ist allein geeignet, den Kopf frei zu machen, nur fehlt ihm dieser Aufbruchsimpuls, der zwingend an den neuen Lebenszyklus der Bäume geknüpft ist.

Mit der Unregelmäßigkeit umgehen

Nach den Frühlingsvorbogen ging es heute wieder rückwärts, immerhin symbolisch passend zum Aschermittwoch. Aber für den Organismus ist das einfach Gift und lähmt die gerade erst aufgekommenen Ansätze von neuem Aufbruchwillen und Motivation. Ich freue mich einfach über den warmen Holzbrandofen und die funktionierenden und bewährten Konstanten im Alltag, die in diesen Tagen aufbauend und stützend wirken, in denen so vieles unsicher und frustrierend auf uns einzuwirken scheint.

Aufbruchstimmung vermitteln

So spät im Winter noch Schnee und Eis. Damit hatten wir nicht mehr gerechnet. Plötzlich tritt die Baumlandschaft wieder ins Bewusstsein, aber eher, weil die Bäume sich durch den Schneeüberzug deutlicher abzeichnen und sich dadurch Schneebruch und Behinderungen in den besonders stark betroffenen Regionen ergeben. Das ist leider kein romantischer Winterwaldatmosphäre, schon weil es nicht die richtige Zeit im Jahr dafür ist. Deshalb wünschen wir uns jetzt besser den Frühling herbei, dann mit Bäumen, die sich durch ihre Vitalität, Grün und Blüten auszeichnen und uns so etwa wie Aufbruchstimmung vermitteln.