Plädoyer für die Verwendung heimischer Holzarten

Heute hätte ich noch einmal die Gelegenheit gehabt, ein Set mit 3 Holz-Schneidebrettern zum Testen anzufordern. Das reizt mich generell immer und den Hersteller habe ich auch schon schätzen gelernt. Aber leider sind die Bretter aus Akazienholz gemacht. Keine einheimische Art. Deshalb habe ich doch darauf verzichtet. Was wir hier landläufig Akazien nennen, sind in Wirklichkeit Robinien, und die sind in unseren Wäldern recht häufig. Aber solche Hilfsmittel für die Küche werden meist aus ausländischen Holzarten gemacht, wohl aus Kostengründen und weil die Hersteller ebenfalls im Ausland angesiedelt sind, wo es eben die hiesigen Baumarten nicht gibt. So warte ich, bis irgendwann tatsächlich mal wieder etwas aus Eiche, Buche der Birken angeboten wird. Damit habe ich einfach ein besseres Gefühl.

Schneidbretter aus Akazie

Die drei Holzbretter, die ich heute zum Testen erhalten habe, sind aus Akazienholz, das zu den Brettern verleimt wurde. Mehrere schmale Bretter pro Schneidbrett nebeneinander, aber alles sauber verarbeitet. Und auch in dieser quasi mehrfarbigen Zusammenstellung wirkt das Holz sehr lebendig, vielleicht sogar lebendiger, als wenn es aus einem Stück gearbeitet wäre. Obwohl es in Sachen Resistenz sicher auch geeignet wäre, handelt es sich aber nicht um das Holz, was wir landläufig unter „Akazie“ verstehen, was aber genau genommen „Robinie“ genannt werden müsste. Die echte Akazie wächst nicht in unseren Breiten, eher in Afrika, und deren Holz wird häufig für praktische Hilfsmittel, wie diese Küchenschneidbretter, verwendet. Aber ich habe es auch schon als Material für Bodenplanken im Garten gesehen. Wahrscheinlich, weil es eine natürliche Resistenz gegen Pilzbefall mitbringt und es überhaupt recht gut vertragen kann, häufiger mit Nässe konfrontiert zu werden. Jedenfalls freue ich mich über diese neuen Bretter, die sicher das eine oder andere ausgediente in der Küche werden ersetzen können.