Heute habe ich nach längerer Pause wieder die Baumlandschaft erkundet. Bei wunderbarem Sommerwetter und warmer Luft. Die Baumlandschaft zeigt sich, wohl wegen der merkwürdig verregneten und kühlen Verhältnisse in den letzten Wochen und der unverhofften Wärme jetzt wieder merkwürdig stumpf. Es ist, als ob das Grün durch fast nichts akzentuiert wird, auch nicht durch die roten Früchte der Heckenrosen, des Weißdorns, der Ebereschen. Oder durch die roten und gelben Akzente der Wildäpfel und Mirabellen. Auch die Pfaffenhütchen wirken abgeblasst und werden sich vermutlich in diesem Sommer nicht mehr in der oft so farbintensiven, frischen Form präsentieren. Die Absenz der Sonne hat diesen Baumfrüchten nicht gut getan. Nur alles, was man an Baumobst nutzen kann, erfreut sich auch in der freien Landschaft, in diesem Jahr als vital und ertragreich. Schlehen könnte ich in diesem Jahr wieder sammeln. Das würde sich der Menge wegen lohnen. Jedenfalls sind die Schlehen jetzt noch zahlreich und prall an den stacheligen Zweigen des Schwarzdorns zu sehen. Kann sein, dass sie sich bis zum Herbst, wenn man sie frühestens ernten sollte, schon stark reduziert habe, z. B. weil die Vögel sie sich in reifem Zustand geschnappt haben. Mal sehen, es gibt ja unter den kultivierten Baumobstsorten ohnehin ein Überangebot. Da wird es schwierig sein, alles wahrzunehmen und zu ernten.