Spaziergänge mit Nachwirkung

Während der Woche sind mir die schönen Eindrücke von rot leuchtenden Strauchfrüchten und sattgrünen Wiesen meist vorenthalten. Dem begegne ich oft nur während der ,,Tankphasen“ der Wochenendspaziergänge. Während der dreieinhalb Jahr in B. und der sieben Jahre in D. war das anders. Da war der Mittagsspaziergang selbstverständlicher Bestandteil des Arbeitstages. Auch wenn er nur ein halbe Stunde dauerte, er gehörte dazu. Um den Kopf frei zu machen nach ununterbrochener Schreibtischarbeit und anstrengender Kunden- oder Kollegenkommunikation, war das genau die richtige Lösung. Vor allem in D. habe ich später die Zeit gleichzeitig zum Fotografieren der vielen Stadtbäume und ihrer Blätter, Blüten, Früchte und Rinden genutzt. Eine Zeit, in der die besten Aufnahmen überhaupt entstanden sind, denn im innerstädtischen Umfeld mit seinen Parkstreifen und Vorgärten lässt sich Natur, enggeführt am Beispiel der Bäume, am allerbesten studieren und eindrucksvoll festhalten. Wenn es etwas ist, das ich aus dieser Zeit vermisse, dann sind es diese kurzen Spaziergänge auf immer gleichen Wegen, die dennoch auch nach Jahren nie langweilig wurden. Im Gegenteil, die im Wechsel der Jahreszeiten, abhängig von Stimmungen und Witterungen, eine schier unendliche Variationsbreite an Erscheinungen offenbarten. Eine Bereicherung, die nachwirkt, bis auf den heutigen Tag.

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